ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Bekennende Gemeinschaften kritisieren naiven Umgang mit Islam

Verfasst von deislam am Mai 8, 2008

Wir zitieren aus: IDEA.de - das christliche Nachrichtenportal, Religion & Weltanschauung, 6.5.2008 und kommentieren anschließend:

Der Präsident des theologisch konservativen Zusammenschlusses, der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus: Politiker und Kirchenleitungen haben Gefahr der Islamisierung kaum erkannt.

Rothenburg ob der Tauber (idea) – Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften warnt davor, die Herausforderung durch den Islam in Europa zu unterschätzen.

Gegenwärtig vollziehe sich eine schleichende Islamisierung, die unter anderem von einem strategischen Moscheebau begleitet werde. Ziel sei es, auch in der westlichen Welt die Scharia, das islamische Recht, aufzurichten, sagte der Präsident des theologisch konservativen Zusammenschlusses, der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen), in Rothenburg ob der Tauber. Dort tagen vom 5. bis 7. Mai rund 80 Vertreter aus Landes- und Freikirchen, der römisch-katholischen Kirche und orthodoxer Kirchen, die für eine christozentrische Bekenntnis-Ökumene eintreten. Laut Beyerhaus wird die Gefahr der Islamisierung von westlichen Politikern und Kirchenleitungen kaum erkannt: „Man begegnet dem geistigen Islamismus in einer dem Islamkundigen kaum fassbaren Naivität.“ Für die Begegnung mit dem Islam reiche es nicht aus, einen Dialog anzubieten, in dem es besonders der christlichen Seite darauf ankomme, unentwegt die Gemeinsamkeiten der monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) herauszustellen. Die westliche Christenheit und die Kirchen könnten die Herausforderung durch den Islam nur bestehen, wenn sie sich über die fundamentalen Unterschiede zwischen muslimischem Ein-Gott-Glauben und christlichem Trinitätsglauben klar würden und es ihnen gelinge, Muslimen diesen Glauben gewinnend zu bezeugen.

Glaube steht und fällt mit der Trinität Gottes
Im Mittelpunkt der Tagung steht das Nachdenken über die Dreieinigkeit Gottes als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist. Diese Lehre bilde eine gemeinsame Grundlage für Evangelische, Katholiken und Orthodoxe über alle Lehrunterschiede hinweg, hieß es. Der Theologieprofessor Reinhard Slenczka (Erlangen) sagte, mit der Trinität Gottes stehe und falle der christliche Glaube. Wo die Dreieinigkeit Gottes geleugnet werde, bleibe das Göttliche eine Sache menschlicher Gefühle und Bedürfnisse. Daraus ergebe sich eine „gnostische Gefühlsreligion“, die sich ganz auf Erfahrungen von Menschen konzentriere. Die Kirche sei dann nicht mehr Heilsgemeinde, sondern eine gesellschaftspolitisch nützliche oder auch überflüssige Einrichtung.

Unser Kommentar:

Wir sind zu 100% einverstanden mit dieser treffenden Stellungnahme, und vor allem auch mit dem für die “Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften” am 24.2.2008 herausgegebenen und von Prof. Dr. Peter P. J. Beyerhaus, DD. und Prof. Dr. Dr. Horst W. Beck unterzeichneten Papier: “Zum Brief von 138 muslimischen Gelehrten an die Christenheit“. Unbedingt lesen!

Der Autor des Artikels von “Politically Incorrect” aus IDEA meint dazu kritisch anmerken zu müssen:

So sehr es zu begrüßen ist, dass christliche Theologen überhaupt ein Problem mit dem Islam anerkennen, geht auch diese Diskussion leider am Hauptproblem vorbei. Auch Juden erkennen nicht die Trinität an und stellen trotzdem kein gesellschaftliches Problem dar. Es geht vielmehr darum, dass der Islam eben keine dem Judentum oder Christentum vergleichbare Religion, sondern immer auch eine politische Ideologie mit weltlichem Herrschaftsanspruch ist. Daher ist ihm mit einem theologisch-akademischen Diskurs allein nicht bei zu kommen.

Diese Kritik ist deshalb deplaziert, weil das (nachchristliche!) Judentum keineswegs “eine dem Christentum vergleichbare Religion” ist. Dieses Judentum ist vielmehr eine dem Islam vergleichbare “Religion”. Beide sind anti-trinitarisch und überhaupt total anti-christlich. Auch das christusfeindliche Judentum ist “eine politische Ideologie mit weltlichem Herrschaftsanspruch” und “stellt deshalb ein gesellschaftliches Problem dar”, wenn auch (für viele - leider) nicht so offensichtlich wie der Islam! Beide, sowohl der Islam wie das Judentum, wollen letztlich die “Vernichtung” (Erniedrigung, Entthronung, Verdrängung, Beseitigung) des Christentums, und wo (immer) sie die “günstige Gelegenheit” und Macht dazu haben, arbeiten sie auch (nachweislich) daran!

(Siehe: “Führung und Licht - die Torah im Islam“; “Was der Koran zum Judentum sagt“; “Der jüdisch-muslimische Dialog“; Riccardo di Segni (Großrabbiner von Rom): “Introduzione all’ebraismo” und generell “Le nostre Radici - Cristianesimo ed Ebraismo“)

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Vatikan: Ergebnisse des christlich-islamischen Seminars über Glaube und Vernunft

Verfasst von deislam am Mai 7, 2008

Wir zitieren aus ZENIT und kommentieren anschließend:

Vatikan: Ergebnisse des christlich-islamischen Seminars über Glaube und Vernunft

Nein zu Gewalt, Unterschiede akzeptieren, für Gemeinsamkeiten danken

ROM, 30. April 2008 (ZENIT.org).- Heute ging in Rom das sechste christlich-islamische Seminar des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und des Zentrums für den interreligiösen Dialog der „Islamic Culture and Relations Organization“ mit Sitz in Teheran (Iran) zu Ende.

Den Vorsitz bei den dreitägigen Arbeitssitzungen (28. – 30. April) zum Thema „Glaube und Vernunft im Christentum und im Islam“ führten Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des genannten Dikasteriums, und Dr Mahdi Mostafavi, Präsident der genannten Organisation.

Am Ende der Begegnung wurde eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der die Punkte angeführt werden, in denen man übereinkam.

***

1. Glaube und Vernunft sind beides Geschenke Gottes an die Menschheit.

2. Glaube und Vernunft widersprechen einander nicht, allerdings kann es manchmal vorkommen, dass der Glaube über der Vernunft steht, auch wenn er ihr nie entgegensteht.

3. Glaube und Vernunft sind von sich aus gewaltlos. Weder die Vernunft noch der Glaube sollten für Gewalttätigkeit benutzt werden. Bedauerlicherweise ist es immer wieder vorgekommen, dass beide missbraucht wurden, um Gewalt zu üben. Auf alle Fälle können diese Ereignisse weder die Vernunft noch den Glauben in Zweifel ziehen.

4. Beide Seiten einigten sich, weiterhin zusammenzuarbeiten, um echte Religiosität und insbesondere echte Spiritualität zu fördern, um zur Achtung der Symbole zu ermutigen, die als heilig angesehen werden, und um moralische Werte zu fördern.

5. Christen und Muslime sollten über Toleranz hinausgehen und Unterschiede akzeptieren, während sie sich ihrer Gemeinsamkeiten bewusst bleiben und Gott dafür danken. Sie sind zu gegenseitigem Respekt aufgerufen und somit dazu, die Verhöhnung von religiösen Überzeugungen zu verurteilen.

6. Verallgemeinerungen sollten gemieden werden, wenn von Religionen die Rede ist. Konfessionelle Unterschiede in Christentum und Islam, Vielfalt der historischen Umstände stellen wichtige Faktoren dar, die in Betracht gezogen werden müssen.

7. Religiöse Traditionen können nicht anhand einzelner Verse oder Textstellen beurteilt werden, die in den jeweiligen heiligen Büchern enthalten sind. Sowohl eine ganzheitliche Sicht als auch eine angemessene hermeneutische Methode sind für ein faires Verständnis erforderlich.

Die Teilnehmer bekundeten ihre Zufriedenheit über das Niveau der Präsentationen und der Diskussionen wie auch über die offene und freundliche Atmosphäre während des Kolloquiums.

Die Teilnehmer fühlten sich geehrt und freuten sich, am Ende des Kolloquiums von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. empfangen zu werden, dem die Wahl des Themas und des Ortes der Begegnung besonders gefielen.

Das nächste Kolloquium, dem ein Vorbereitungstreffen vorausgeht, wird in zwei Jahren in Teheran stattfinden.

[ZENIT-Übersetzung des englischen vom Heiligen Stuhl veröffentlichten Originals]

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http://zenit.org/article-15031?l=german

ZG08043008 - 30.04.2008
Permalink: http://zenit.org/article-15031?l=german


Unser Kommentar:

Vernunft ist die Fähigkeit, das Vermögen des Geistes (des Geistwesens), etwas zu “vernehmen”, zu “erfassen”, für Erkenntnisse, Einsichten bereit und offen, “vernehmbar”, empfänglich zu sein. Vernunft kann man (in diesem Sinne) gleichsetzen mit “Intelligenz” und “Verstand”.
Der Mensch HAT (als “Grundausrüstung”) Vernunft, Intelligenz, Verstand. Er IST ein Vernunftwesen; er ist vernunft-begabt. Er ist oder handelt (benimmt sich) vernünftig, intelligent, verständig, “natürlich” soweit er nicht wider die “Natur” handelt, nicht wider seine Natur und nicht wider die “(Um-)Welt-Natur”.
Die “Natur”, die “Beschaffenheit” (aller Dinge) ist (vor-)gegeben. Sie ist objektiv. Sie ist “geschaffen”. Sie ist das Werk eines “Schöpfers”. Nichts ist und nichts entsteht ohne Ur-”Sache”, ohne Ur-”Bewirker”.
Der Mensch ist und handelt vernünftig, intelligent, verständig und natürlich wenn er einsieht, wenn er erkennt, wenn er erfaßt, wenn er GLAUBT, dass er (und alles Existierende um ihn) das Werk, das “Geschöpf” eines Schöpfers ist, eines Wesens, das über allen Wesen ist und das ewig war (und sein wird) und seinerseits unerschaffen ist. Der Vernunft ist die (absolut notwendige) Existenz des Aus-sich-seienden Wesens, nämlich GOTTES, (also) einsichtig.
Der “GLAUBE” in seiner “elementarsten Form” ist somit nichts anderes und nichts weiteres als das zustimmende Bewußtwerden des vernunftbegabten Menschen, dass ein höchstes Wesen, dass GOTT existiert. Der Mensch ist nur dann vernünftig, ist nur dann intelligent, hat nur dann gesunden Verstand (”bon sens”), wenn er an GOTT glaubt.
Kann man aber sagen (1), der GLAUBE sei ein Geschenk GOTTES? Die VERNUNFT ist ein Geschenk des Schöpfers, also Gottes. Aber der “Glaube” nicht, sonst müßten ja alle Menschen den Glauben von Anfang an besitzen. Der Mensch hat aber diesen nicht von Anfang an, sondern er muss zum Glauben kommen. Er hat die Fähigkeit zum Glauben, und diese “Veranlagung”, diese “Ausrüstung” ist es, die man “Geschenk Gottes” heißen kann. Der GLAUBE ist (dann) der vernünftige Gebrauch dieser Fähigkeit.
Nun gibt es aber nicht nur den Glauben und den Unglauben, sondern auch den Irr-Glauben, der sich aber auch als (wahrer) “Glaube” gibt und versteht. Deshalb können sich “Glaube” und Vernunft sehr wohl widersprechen (2); deshalb kann der “Glaube” der Vernunft entgegenstehen. Nur der wahre Glaube, der Glaube an den wahrhaft Seienden, Wirkenden, Schaffenden, Gesetzgebenden, an den real-existierenden GOTT widerspricht nicht der Vernunft. Der “Glaube” an irgendein imaginäres, mit der (übernatürlichen) Wirklichkeit nicht übereinstimmendes (Zerr-)Bild von “Gott” widerspricht der Vernunft.
An den einen wahren GOTT glauben ist aber auch nur dann vernünftig, wenn dieser Glaube ALLES umfaßt und einschließt, was dieser GOTT von Sich offenbart (hat). Und das von Gott Offenbarte seinerseits ist nur dann glaubwürdig, wenn es der Vernunft nicht (klar, offensichtlich) widerspricht, wenn es der Vernunft, dem Verstand (bei richtigem Gebrauch) “einsichtig”, “einsehbar” ist. Man kann nicht sagen “der Glaube steht über der Vernunft”; denn der Glaube ist gar nicht möglich ohne die Vernunft.
Zu Punkt (4): Gewalt, Gewaltanwendung, Gewalttätigkeit ist immer nur beurteilbar, wertbar in konkreter Situation. Nicht jede Gewalt und Gewaltanwendung ist gegen (gesunde) Vernunft und (wahren) Glauben. Vernunft und Glauben können Gewaltanwendung erforderlich machen, z.B. wenn es darum geht, Unvernunft und Unglauben und Irrglauben, das wirklich Schlechte, agressive Böse, zerstörerische Übel abzuwehren, zu bekämpfen. Ein Mißbrauch der Vernunft ist Gewaltanwendung immer dann, wenn sie zugunsten des Un- oder Irrglaubens eingesetzt wird, wenn sie Kampf gegen das Gute, Wahre, gegen GOTT ist.
Zu Punkt (5): Wahre Christen können Gott nicht dafür danken, dass Muslime “Gemeinsamkeiten” mit ihnen haben. Sie haben keine! Das scheinbar Gemeinsame ist nicht wirklich Gemeinsames, weil selbst das “Gleichlautende” im Islam einen ganz anderen Sinn und Zweck hat als im Christentum. ALLES im Islam ist Unverstand und Verfälschung des Christlichen und damit des Göttlichen. Wahre Christen können den Islam auch nicht einfach “tolerieren”. Sie müssen die Muslime missionieren, sie müssen sie einladen zur Bekehrung zur Christus, wo sie es nur können, mindestens aber müssen sie für deren Erleuchtung und Bekehrung immerzu beten.
Zu den Punkten (6) (7): Das sind eigentlich Selbstverständlichkeiten. Bedauerlich, ja verurteilenswürdig aus christlicher Sicht ist jedoch, dass hier für den Islam und das Christentum der Begriff “Religiöse Tradition” gebraucht wird, womit Glaube und Irrglaube (und damit Vernunft und Unvernunft) auf die gleiche “Stufe” gestellt werden. Auch die “Schriften” der beiden “religiösen Traditionen” werden als “heilig” bezeichnet, obwohl nur die Schriften des Alten und Neuen Testamentes vernünftigerweise als HEILIG gelten können; denn der Koran enthält nichts Heiliges und insgesamt, “in ganzheitlicher Sicht”, nur Unvernünftiges, Ungläubiges, Gewalttätiges gegen GOTT und SEIN REICH!

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Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XVI. vor der UNO-Vollversammlung in New York

Verfasst von deislam am April 28, 2008

Wir zitieren aus ZENIT und kommentieren anschließend (Hervorhebungen und Inline-Links durch uns):

ZG08041808 - 18.04.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-14937?l=german

Zum 60. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Menschenrechtserklärung

NEW YORK, 18. April 2008 (ZENIT.org).- Die unveränderlichen Rechte der menschlichen Person, die im natürlichen Recht für alle Menschen mit „common sense“, gesundem Menschenverstand einsehbar sind, bleiben Aufgabe bei der Wahrnehmung der besonderen Verantwortung, die die Menschheitsfamilie den Vereinten Nationen anvertraut hat. Das unterstrich Papst Benedikt XVI., als er am vierten Tag seiner sechstägigen Pastoralreise in den USA vor den Vereinten Nationen in New York besonders die Freiheit der Person und die Ausübung von Religionsfreiheit betonte.

ZENIT dokumentiert den Wortlaut der Rede in einer eigenen Übersetzung des französischen und englischen Wortlautes der Rede am heutigen Vormittag in New York.

* * *

Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XV. vor der UNO-Vollversammlung in New-York vom 18. April 2008

Jetzt, wo ich mit meiner Ansprache vor dieser Versammlung beginne, möchte zunächst Ihnen gegenüber, Herr Präsident, meinen herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte zum Ausdruck bringen. Mein Dank geht auch an den Generalsekretär, Herrn Ban Ki-moon, für die Einladung zum Besuch beim Sitz dieser Organisation und für den Empfang, den er mir bereitet hat. Ich begrüße die Botschafter und Diplomaten aus den Mitgliedstaaten, und alle Anwesenden.

Durch Sie grüße ich die Völker, die hier vertreten sind. Sie schauen auf diese Einrichtung, damit sie der Gründungsinspiration folgend ein Zentrum für die Harmonisierung der Maßnahmen der Nationen für die Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele „des Friedens und der Entwicklung werde”(vgl. Charta der Vereinten Nationen, Artikel 1.2-1.4).

So wie es Papst Johannes Paul II. im Jahr 1995 zum Ausdruck gebracht hat, sollte die Organisation „ein moralisches Zentrum sein, in dem sich alle Nationen der Welt zu Hause fühlen und ein gemeinsames Selbstbewusstsein entwickeln, sich als eine ‚Völkerfamilie’ zu fühlen” (Ansprache vor Generalversammlung der Vereinten Nationen zum 50. Jahrestag ihrer Gründung, New York, 5. Oktober 1995, 14).

Durch die Vereinten Nationen, haben die Staaten weltumspannende Ziele festgelegt, die, auch wenn sie nicht völlig mit dem umfassenden Gemeinwohl der Menschheitsfamilie übereinstimmen, zweifellos einen wesentlichen Teil dieses Gutes ausmachen.

Die Grundprinzipien der Organisation - die Sehnsucht nach Frieden, das Streben nach Gerechtigkeit, Respekt für die Würde der einzelnen Person, die humanitäre Zusammenarbeit und Hilfe - drücken die Bestrebungen des menschlichen Geistes aus und stellen jene Ideale dar, die die internationalen Beziehungen tragen sollen.

Wie meine Vorgänger Paul VI. und Johannes Paul II. an dieser Stelle beobachtet haben, all dies gehört zu dem, was die katholische Kirche und der Heilige Stuhl aufmerksam und mit Interesse verfolgen; und sie sehen in Ihrer Tätigkeit ein Beispiel dafür, wie Probleme und Konflikte in Bezug auf die internationale Gemeinschaft zu einem Gegenstand gemeinsamer Regelung werden können. Die Vereinten Nationen verkörpern den Anspruch für ein „höheres Maß an internationaler Ordnung” (Johannes Paul II., Sollicitudo Rei Socialis, 43), inspiriert durch das Prinzip der Subsidiarität, und damit befähigt, Antwort auf die Forderungen der Menschheitsfamilie nach verbindlichen internationalen Regeln und Strukturen zu geben, die in der Lage sind, die Entfaltung des Lebens der Völker im Alltag zu harmonisieren.

Dies ist umso notwendiger in einer Zeit, in der wir das offensichtliche Paradoxon eines multilateralen Konsenses erleben, der sich weiterhin in einer Krise befindet, weil er immer noch von den Entscheidungen von wenigen abhängt, während die Probleme der Welt die internationale Gemeinschaft zu einem kollektiven Handeln aufruft.

Tatsächlich verlangen Fragen der Sicherheits-, und Entwicklungsziele, die Verringerung der lokalen und globalen Ungleichheiten, der Schutz von Umwelt, Ressourcen und Klima, dass alle internationalen Führer gemeinsam handeln und dass sie ihre Bereitschaft zeigen, mit besten Absichten arbeiten zu wollen, zur Achtung des Gesetzes und zur Förderung der Solidarität mit den schwächsten Regionen des Planeten.

Ich denke dabei vor allem an die Länder in Afrika und auf anderen Kontinenten, die nach wie vor von wahrer und ganzheitlicher Entwicklung ausgeschlossen sind und deshalb Gefahr laufen, nur die negativen Auswirkungen der Globalisierung zu erleben.

Im Rahmen der internationalen Beziehungen ist es notwendig, die Rolle anzuerkennen, die übergeordnete Regeln und Strukturen spielen, die untrennbar auf die Förderung des Allgemeinwohls hin angelegt sind und deshalb dem Schutz der menschlichen Freiheit dienen.

Diese Ordnung schränkt die Freiheit nicht ein. Im Gegenteil, sie fördert sie, weil sie ein Verhalten und Aktionen verbietet, die sich gegen das Gemeinwohl wenden, ihre tatsächliche Ausübung verhindern und damit die Würde jeder menschlichen Person aufgeben.

Im Namen der Freiheit muss es eine Wechselwirkung zwischen jenen Rechten und Pflichten geben, durch die jeder Mensch aufgerufen wird, die Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen, die sich als Folge der Aufnahme von Beziehungen mit anderen ergeben.

An diesem Punkt richten sich unsere Gedanken auf die Art und Weise, wie Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung und der technologischen Entwicklung manchmal angewendet worden sind. Trotz der enormen Vorteile, die die Menschheit dadurch gewinnen kann, sind sie in einigen Fällen ein klarer Verstoß gegen die Ordnung der Schöpfung; und dies bis zu dem Punkt, wo nicht nur dem heiligen Charakter des Lebens widersprochen wird, sondern auch die menschliche Person und Familie ihrer natürlichen Identität beraubt werden.

Auch internationale Maßnahmen zur Erhaltung der Umwelt und zum Schutz der verschiedenen Formen des Lebens auf der Erde sollten nicht nur einen vernünftigen Einsatz von Technologie und Wissenschaft garantieren, sondern auch die Wiederentdeckung des wahren Abbildes der Schöpfung. Dies erfordert nie nur die Wahl eines Entweder-Oder zwischen Wissenschaft und Ethik: Es ist eher eine Frage der Wahl einer wissenschaftliche Methode, die wirklich respektvoll gegenüber ethischen Imperativen ist.

Die Anerkennung der Einheit der menschlichen Familie, und die Wertschätzung der angeborenen Würde eines jeden Mannes und jeder Frau finden heutzutage wieder mehr Bedeutung durch das Prinzip einer Verantwortung, die auffordert zu schützen. Dies wurde erst vor kurzem beschlossen, aber es war bereits implizit seit den Ursprüngen der Vereinten Nationen zugegen und ist jetzt charakteristisch für ihre Tätigkeit.

Jeder Staat hat die vorrangige Pflicht, dem Schutz der eigenen Bevölkerung vor schwerwiegenden und anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte zu dienen, aber auch vor den Folgen der humanitären Krisen, ob sie nun natürlich oder von Menschen verursacht sind.

Wenn Staaten nicht in der Lage sind, einen solchen Schutz zu gewährleisten, muss die internationale Gemeinschaft einschreiten; und zwar mit den juristischen Mitteln, die in der Charta der Vereinten Nationen und in anderen internationalen Werkzeugen dafür vorgesehen sind.

Die Einsätze der internationalen Gemeinschaft und ihrer Organe, vorausgesetzt, sie respektieren die Grundsätze, die die internationale Ordnung tragen, sollten niemals zu ungerechtfertigten Auflagen oder zu einer Einschränkung der Souveränität führen. Im Gegenteil, angesichts eines möglichen Einsatzes gleichgültig zu bleiben oder ihn zu unterlassen, verursacht die wirklichen Schäden. Was wir brauchen, ist eine tiefere Suche nach Möglichkeiten, wie man Konflikte im Vorfeld behandelt und mit ihnen umgeht, indem man alle möglichen diplomatischen Wege auslotet und auch den geringsten Anzeichen für einen Dialogs oder Wunsch nach Versöhnung Aufmerksamkeit und Ermutigung schenkt.

Das Prinzip der Verantwortung zum Schutz wurde von dem alten „ius gentium” als Grundlage für jede Handlung angesehen, die von der Regierung im Hinblick auf die Regierten angesehen: in der Zeit, als das Konzept der souveränen Nationalstaaten zum ersten Mal entwickelt wurde, erklärte der Dominikaner Mönch Francisco De Vitoria, der als ein Vorläufer der Idee der Vereinten Nationen bezeichnet wird, dass diese Verantwortung ein Aspekt der natürlichen Ordnung ist, die von allen Völkern geteilt wird und das Ergebnis einer internationalen Ordnung darstellt, deren Aufgabe es war, die Beziehungen zwischen den Völkern zu ordnen.

Jetzt wie damals bezieht sich dieses Prinzip auf die Auffassung vom Menschen als Bild des Schöpfers, dem Wunsch nach dem Absoluten und dem Wesen der Freiheit.

Die Gründung der Vereinten Nationen fiel, wie wir wissen, mit den tief greifenden Umwälzungen zusammen, die die Menschheit erlebt hat, als nämlich jeder Hinweis auf die Bedeutung von Transzendenz und natürlicher Vernunft aufgegeben wurde, was zur Folge hatte, dass die Freiheit und die Würde des Menschen grob verletzt wurden.

Immer wenn dies geschieht, bedroht es die objektiven Grundlagen jener Werte, die die internationale Ordnung tragen, und es untergräbt die eindeutigen und unantastbaren Grundsätze, die durch die Vereinten Nationen formuliert und konsolidiert wurden.

Wenn man vor neuen und tief greifenden Herausforderungen steht, ist es ein Fehler, sich auf einen pragmatischen Ansatz zurückzuziehen und sich auf die Bestimmung einer „gemeinsamen Basis” zu beschränken, die inhaltlich reduziert und in ihrer Wirkung schwach bleibt.

Dieser Hinweis auf die Menschenwürde, ihre Grundlage und Ziel, die Verantwortung für ihren Schutz, bringt uns zu dem Thema, auf das wir uns in diesem Jahr konzentrieren, da wir den sechzigsten Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern.

Dieses Dokument ist das Ergebnis eines Zusammentreffens der verschiedenen religiösen und kulturellen Traditionen, die alle vom gemeinsamen Wunsch durchdrungen sind, den Menschen in den Mittelpunkt der Institutionen, der Gesetze und der Abläufe der Gesellschaft zu stellen und die menschliche Person in ihrer wesentlichen Bedeutung für die Welt der Kultur, Religion und Wissenschaft zu betrachten.

Die Menschenrechte werden immer mehr als die gemeinsame Sprache und das ethische Substrat der internationalen Beziehungen erachtet. Gleichzeitig dienen die Universalität, Unteilbarkeit und Interdependenz der Menschenrechte als Schutz der Garantie für Menschenwürde.

Es ist offensichtlich, dass diese Rechte, die in der Erklärung anerkannt und dargelegt werden, für alle Menschen Gültigkeit haben kraft des gemeinsamen Ursprungs der Person, die nach wie vor den Höhepunkt von Gottes schöpferischem Plan von Welt und Geschichte darstellt.

Sie gründen sich auf das natürliche Recht, das in die menschlichen Herzen eingeschrieben ist und in den verschiedenen Kulturen und Zivilisationen gegenwärtig ist. Die Menschenrechte aus diesem Zusammenhang zu lösen, würde bedeuten, ihre Reichweite einzuschränken und einer relativistischen Konzeption nachzugeben, gemäß derer die Bedeutung und Auslegung der Rechte variieren könnte und ihnen ihre Universalität im Namen der verschiedenen kulturellen, politischen, sozialen und religiösen Anschauungen aberkannt würde. Diese große Vielfalt der Sichtweisen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht nur Rechte universal sind, sondern auch die menschlichen Person, die Gegenstand dieser Rechte ist.

Das Leben der Gemeinschaft, sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene, zeigt deutlich, dass die Achtung der Rechte und der Garantien, die aus ihnen folgen, Maßnahmen für das Gemeingut sind, die zur Beurteilung der Beziehung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Armut und Entwicklung, Sicherheit und Konflikt dienen.

Die Förderung der Menschenrechte bleibt nach wie vor die wirksamste Strategie für die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den Ländern und sozialen Gruppen, und für die Erhöhung der Sicherheit. Tatsächlich werden die Opfer von Not und Verzweiflung, deren menschliche Würde durch Straflosigkeit verletzt wird, leichte Beute für den Aufruf zur Gewalt, und sie können dann den Frieden verletzen.

Das Gemeinwohl, das die Menschenrechte zu sichern helfen, kann jedoch nicht nur durch korrekte Methoden erzielt werden; noch weniger dadurch, einen Ausgleich zwischen konkurrierenden Rechten zu erreichen. Das Verdienst der Allgemeinen Menschenrechtserklärung besteht darin, dass sie verschiedene Kulturen befähigt hat, rechtlichen und institutionellen Modellen Ausdruck zu verleihen und sie um einen grundlegenden Kern der Werte und damit der Rechte herum zu entwickeln.

Heute müssen die Anstrengungen angesichts des Druckes, die Grundlagen der Menschenrechtserklärung neu zu legen und ihre innere Einheit aufzugeben, verdoppelt werden, sonst erleichtert man eine Abkehr vom Schutz der Menschenwürde hin zur Befriedigung oberflächlicher Interessen und oft partikulärer Absichten. Die Erklärung wurde ein „gemeinsamer Standard für die Erreichung eines Zieles” (Präambel) und kann nicht bruchstückhaft angewandt werden, je nach Trends oder selektiver Auswahl, die lediglich Gefahr laufen, im Widerspruch zur Einheit der menschlichen Person zu stehen und damit der Unteilbarkeit der Menschenrechte widerstreiten.

Die Erfahrung zeigt, dass die Rechtmäßigkeit oft über die Gerechtigkeit triumphiert, wenn das Beharren auf Rechten, sie als ausschließliches Ergebnis der gesetzgebenden Erlasse oder normative Entscheidungen erscheinen lässt, die von den verschiedenen Einrichtungen derer, die an der Macht sind, stammen.

Rechte, die rein auf ihre Rechtmäßigkeit hin eingefordert werden, laufen Gefahr zu schwachen Positionen zu werden, weil sie von ethischen und rationalen Dimension getrennt werden, die ja ihr Grund und ihr Ziel sind.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat vielmehr die Überzeugung bestärkt, dass die Achtung der Menschenrechte hauptsächlich in unveränderlicher Gerechtigkeit verankert ist, auf der die Verbindlichkeit der internationalen Proklamationen ja ebenfalls basiert.

Dieser Aspekt wird häufig übersehen, wenn der Versuch unternommen wird, Rechte ihrer wahren Funktion im Namen einer engen, nutzungsorientierten Perspektive zu berauben.

Da die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten ganz natürlich aus dem menschlichen Miteinander hervorgehen, wird leicht vergessen, dass sie die Frucht eines allgemeinen Vorverständnisses von Gerechtigkeit sind, der in erster Linie auf der Solidarität zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft baut, und damit zu allen Zeiten und unter allen Völkern gültig ist.

Diese Intuition wurde schon im fünften Jahrhundert von Augustinus von Hippo, eines der großen Meister unseres geistigen Erbes, zum Ausdruck gebracht. Er lehrte, das Wort: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu, “kann sich nicht in irgendeiner Weise je nach den verschiedenen Vereinbarungen, die es in der Welt gibt, verändern” (De Doctrina Christiana, III, 14). Menschenrechte müssen als Ausdruck der Gerechtigkeit respektiert werden, und nicht nur weil sie durch den Willen des Gesetzgebers durchsetzbar sind.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Mit dem Voranschreiten der Geschichte ergeben sich neue Situationen und es wird der Versuch unternommen, sie mit neuen Rechten zu verknüpfen. Unterscheidungsvermögen, das heißt, die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse, wird im Kontext der Anforderungen, die das Leben und Verhalten von Personen, Gemeinden und Völker stellen, immer wichtiger. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema der Rechte ist Unterscheidungsvermögen eine unverzichtbare und fruchtbare Tugend, da es ja um wichtige Situationen und tiefgründige Wahrheiten handelt.

Unterscheidungsvermögen zeigt nämlich, dass die ausschließliche Beauftragung einzelner Staaten, mit ihren Gesetzen und Institutionen, die endgültige Verantwortung für die Erfüllung der Erwartungen von Personen, Gemeinden und ganze Völker zu übernehmen, manchmal solche Folgen haben kann, dass die Möglichkeit einer sozialen Ordnung und der Respekt für die Würde und Rechte der Person ausgeschlossen bleibt.

Auf der anderen Seite kann eine Lebensperspektive, die in der religiösen Dimension fest verankert bleibt, helfen, dieses Ziel zu erreichen, da die Anerkennung des transzendenten Wertes eines jeden Mannes und jeder Frau die Bekehrung der Herzen begünstigt und zu einer Überzeugung führt, die hilft, jeder Art von Gewalt, Terror und Krieg zu widerstehen und Gerechtigkeit und Frieden zu fördern.

Dies liefert auch genau den Kontext für jenen interreligiösen Dialog, den die Vereinten Nationen zu unterstützen aufgerufen sind, wie sie auch den Dialog in anderen Bereichen menschlichen Handelns unterstützen. Der Dialog sollte als das Mittel erkannt werden, durch das die verschiedenen Teile der Gesellschaft ihre je eigene Sichtweise artikulieren können und durch das sie einen Konsens um die die einzelnen Werte und Ziele betreffende Wahrheit herum aufbauen können.

Natürlich müssen die Menschrechte das Recht der Religionsfreiheit einschließen, und zwar als Ausdruck einer zugleich individuellen als auch gemeinschaftlichen Dimension. Eine Vorstellung, die die Einheit der Person ausdrückt, auch wenn sie klar zwischen der Stellung des Bürgers und des Gläubigen unterscheidet.

Die Tätigkeit der Vereinten Nationen hat in den vergangenen Jahren sichergestellt, dass die öffentliche Debatte Sichtweisen Raum erschlossen hat, die von einer religiösen Perspektive in all ihren Dimensionen inspiriert ist, einschließlich der Rituale, dem Gottesdienst, der Erziehung, der Verbreitung von Informationen wie auch der Freiheit, eine Religion zu bekennen oder zu wählen.

Es ist daher unbegreiflich, dass Gläubige einen Teil ihrer selbst unterdrücken müssen, nämlich ihren Glauben, um aktive Bürger zu sein. Es sollte niemals erforderlich sein, Gott zu verleugnen, um in den Genuss der eigenen Rechte zu kommen.

Die mit der Religion verbundenen Rechte sind umso schutzbedürftiger, wenn sie einer säkularen Ideologie oder zu religiösen Mehrheitspositionen exklusiver Art gegengesetzt angesehen werden. Die volle Gewährleistung der Religionsfreiheit kann nicht auf die Kultfreiheit beschränkt werden, sondern muss in richtiger Weise die öffentliche Dimension der Religion berücksichtigen, also die Möglichkeit der Gläubigen, ihre Rolle im Aufbau der sozialen Ordnung zu spielen.

Tatsächlich tun sie das schon, beispielsweise durch ihre einflussreiche und großzügige Beteiligung in einem weiten Netzwerk von Initiativen, die von Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Schulen bis zu Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge und karitative Organisationen im Dienste der Ärmsten und Benachteiligten reichen. Die Weigerung, den Beitrag zur Gesellschaft anzuerkennen, der in der religiösen Dimension und der Suche des Absoluten wurzelt - schon in ihrer Natur Ausdruck der Gemeinschaft zwischen Personen -, würde zweifelsohne einen individualistischen Ansatz den Vorzug geben und die Einheit der Person aufsplittern.

Meine Anwesenheit in dieser Versammlung ist Zeichen der Wertschätzung für die Vereinten Nationen und ist als Ausdruck der Hoffnung gemeint, dass die Organisation immer mehr als Zeichen der Einheit zwischen den Staaten und als Instrument des Dienstes an der gesamten Menschheitsfamilie nützen kann.

Sie drückt auch den Willen der katholischen Kirche aus, den ihr eigenen Beitrag beim Aufbau internationaler Beziehungen solcher Art zu leisten, die erlauben, dass jede Person und jedes Volk merken, dass sie eine unersetzliche Rolle spielen.

In einer Weise, die mit ihrem Beitrag im ethischen und moralischen Bereich und mit dem freien Handeln ihrer Gläubigen im Einklang steht, arbeitet die Kirche auch durch die internationale Tätigkeit des Heiligen Stuhls an der Verwirklichung dieser Ziele.

In der Tat hat der Heilige Stuhl immer einen Platz in der Versammlung der Nationen gehabt und damit seinen besonderen Charakter als Subjekt im internationalen Bereich bekundet. Wie die Vereinten Nationen kürzlich bestätigt haben, leistet der Heilige Stuhl dabei seinen Beitrag gemäß den Vorgaben des internationalen Rechts; er hilft dieses Recht zu bestimmen und bezieht sich darauf.

Die Vereinten Nationen bleiben ein bevorzugter Ort, an dem die Kirche bemüht ist, ihre Erfahrung „der Humanität” einzubringen, die sie über Jahrhunderte unter den Völkern aller Rassen und Kulturen entwickelt hat, und sie allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Diese Erfahrung und Tätigkeit, die darauf abzielt, für jeden Gläubigen Freiheit zu garantieren, versucht auch, den Schutz der Personenrechte zu verstärken. Jene Rechte gründen sich auf die transzendente Natur der Person und sind ihr nachgestaltet. Sie erlaubt Männern und Frauen, ihren Glaubensweg und ihre Suche nach Gott in dieser Welt zu verwirklichen. Die Anerkennung dieser Dimension muss verstärkt werden, wenn wir die Hoffnung der Menschheit auf eine bessere Welt unterstützen wollen und wenn wir die Bedingungen für Frieden, Entwicklung, Zusammenarbeit und die Bewahrung der Rechte für die zukünftige Generationen schaffen wollen.

In meiner letzten Enzyklika, Spe salvi, habe ich darauf hingewiesen, dass „die immer neue, beschwerliche Suche des rechten Weges, die menschlichen Angelegenheiten zu ordnen, Aufgabe einer jeden Generation ist” (Nr. 25). Für Christen ist diese Aufgabe aus der Hoffnung motiviert, die aus dem Heilswerk Jesu Christi entspringt. Das ist der Grund, warum die Kirche froh ist, mit dieser angesehenen Organisation verbunden zu sein, die mit der Verantwortung betraut ist, den Frieden und den guten Willen in der ganzen Welt zu fördern. Liebe Freunde, ich danke Ihnen für die heutige Gelegenheit, mich an Sie zu wenden, und ich verspreche Ihnen die Unterstützung durch meine Gebete für das Fortführen Ihrer edlen Aufgabe.

Bevor ich mich von dieser angesehenen Versammlung verabschiede, möchte ich allen hier vertretenen Nationen meine Grüße in den offiziellen Sprachen entrichten:

Peace and Prosperity with God’s help!

Paix et prospérité, avec l’aide de Dieu!

Paz y prosperidad con la ayuda de Dios!

Auf Arabisch und Chinesisch”

Мира и благоденствия с помощью Боией!

[ZENIT-Übersetzung durch Angela Reddemann; © Copyright 2008 des englischen Originals -- Libreria Editrice Vaticana]

Unser Kommentar:

Was wir uns als katholische Christen bei dieser Gelegenheit unbedingt fragen müssen, ist: sind die “Menschenrechte”, so wie sie vor 60 Jahren, Ende 1948, durch die Vereinten Nationen (56 Staaten) und dann später, 1993, durch die zweite Weltmenschenrechtskonferenz in Wien mit Zustimmung von 171 Staaten mit der “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” (”Universal Declaration of Human Rights“) definiert wurden, kompatibel mit dem, was uns unser Glaube lehrt, was CHRISTUS und Sein HEILIGER GEIST lehrt? Darauf können wir mit Bestimmtheit antworten: NEIN!

Oberflächlich gesehen, ist an den 30 Artikeln (aus heutiger Sicht) kaum etwas auszusetzen. Erst wenn man die Sache im Lichte des übernatürlichen christlichen Glaubens betrachtet, wird einem klar, dass hier vieles nicht stimmt, dass vieles nicht vereinbar ist mit dem, was unser HERR und GOTT für die ganze Menschheit und für jeden einzelnen Menschen will. Schon zu Artikel 1 wäre einiges zu bemerken, um eine falsche Interpretation zu vermeiden; aber lassen wir den einmal “unberührt” stehen. Die gravierenden Schwierigkeiten beginnen mit Artikel 2 (in Zusammenschau mit Artikel 7)!

Da wird also stipuliert (Artikel 2): Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.” Und in Artikel 7: “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.” In den Artikeln 9 und 11 wird dann der Begriff “willkürlich” verwendet, der aber undefiniert bleibt und damit seinerseits willkürlich ausgelegt werden kann! Und wer legt fest, was bei Artikel 10 “unparteiisch” und “unabhängig” bedeutet?

Nun, aus christlicher Sicht sind solche Menschenrechts-Forderungen völlig inakzeptabel, ja sie sind letztlich gottlos, weil sie sich nicht an Gottes Gesetz und Geboten orientieren, sondern an rein “menschlichen”, “humanistischen” Postulaten. Mit anderen Worten: man hebt mit diesem Bestimmungen die Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, zwischen Recht und Unrecht, zwischen Gut und Böse, zwischen Wahr und Falsch, zwischen Heil und Unheil auf, weil man je beidem gleiches Recht und gleiche Freiheit verleiht. Und genau diese (hier fehlende, ja verunmöglichte) Unterscheidung zwischen Gut und Böse moniert denn auch Papst Benedikt XVI. auffälligerweise in seiner Ansprache! Nur wird er unseres Erachtens leider nicht konkret. Da wäre zur Illustration und Plausibilisierung gerade der Islam als “Religion” offen und schonungslos namentlich zu behaften. Ohne “Diskriminierung” seitens der Christen kann der Islam sich im Schutze dieser “Menschenrechte” überall ungehindert ausbreiten und damit das Christentum immer mehr diskriminieren und zuletzt unterjochen und geradezu auslöschen; denn der Islam ist die Religion des Anti-Christlichen und damit des Bösen, der Unwahrheit, des Unheils, während das Christentum die Religion GOTTES und damit des Guten, der Wahrheit, des Heils ist. Papst Benedikt XVI. glaubt offenbar - und mit ihm die Menschenrechtsbefürworter - , dass gerade diese es verhindern, dass der Islam (weiterhin - wie bisher) mit den Menschenrechten unvereinbare Exlusivrechte oder Partikularrechte fordern und durchsetzen könne. Nur ist genau das ein Trugschluss, eigentlich reines Wunschdenken. Das ergibt sich schon aus der “Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam” und aus der “Islamischen Charta“! Bei der heutigen “Weltmentalität” wird es der Islam wohl innert Kürze zustandebringen, dass die Menschenrechte eher islam-kompatibel werden als dass er sich dazu hergeben wird, menschenrechts-konform zu werden.

Benedikt XVI. meinte einleitend, dass - wie es schon Johannes-Paul II. 1995 ausgedrückt habe - die UNO “ein moralisches Zentrum” “für alle Nationen” sein sollte. Wie kann aber ein religiös oder weltanschaulich so heterogen zusammengesetztes Gremium Moral, also Sittlichkeit, definieren und deren Einhaltung allgemein fordern und durchsetzen, wenn doch der CHRISTEN-GOTT allein es ist, der bestimmt, was moralisch gut und böse, was sittlich und unsittlich ist? Bei “Allah” und im Koran ist die “Moral” ganz anders umschrieben und festgelegt als in der Lehre Christi und Seiner KIRCHE. Und wie kann der höchste Hirt dieser Kirche, der Stellvertreter Christi, Glauben und Vertrauen haben in eine Organisation wie die UNO, wenn diese den Christen-Gott gar nicht als Autorität anerkennt, gar nicht als maßgeblich ansieht? Heißt es doch in der Heiligen Schrift (1. Kor. 3,11): “Einen anderen Grund kann niemand legen, als der schon gelegt ist, nämlich JESUS CHRISTUS.” Dass eine “UNO-MORAL”, eine “MENSCHENRECHTS-MORAL” einer CHRISTEN-MORAL letztlich im Wesentlichen widerspricht, läßt sich am Beispiel der “Abtreibung” verdeutlichen. Siehe dazu z.B.: “Zur ethischen Grundsatzdebatte über die Abtreibung“! “Human Rights Watch: Women’s Human Rights: Abortion” “Human rights and wrongs

(Unser Kommentar wird gelegentlich ergänzt und weiter bearbeitet!)

Dokumente/Links:

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Weihbischof Jaschke kritisiert Anti-Koran Film

Verfasst von deislam am April 26, 2008

Hans-Jochen Jaschek, WeihbischofDer bei der Deutschen Bischofskonferenz für den interreligiösen Dialog zuständige Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hat gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur (KNA) den Anti-Koran Film des niederländischen Rechtspopulisten Wilders als völlig unangebracht kritisiert. „Ich warne in der gegenwärtigen Gefühlslage davor, an religiöse Gefühle zu rühren.“ Angriffe auf den Propheten und den Koran verletzen Muslime in ihren religiösen Gefühlen besonders stark.

„Auf der anderen Seite müssen wir das Recht haben, mit Verstand und kühlem Kopf auch über die Schattenseiten von Religionen zu sprechen“, so der Weihbischof wörtlich. Das gelte für Christen, aber auch für andere Weltanschauungen.

Niederländische Kirchen und der Muslimische Dachverband hatten im Vorfeld den Anti-Koran Film zurückgewiesen und zu gegenseitigem Respekt aufgerufen.

Zitiert aus: CIBEHO - Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz

Unser Kommentar:

Welche Verschlimmerung in unserer Gesellschaft muss vorher noch eintreten, ehe solchen “kirchlichen”, “katholischen” “Oberhirten” die Augen aufgehen und sie ihre Beschwichtigungspolitik, ihr Duckmäusertum zugunsten eines entschlossenen, mutigen, bekennenden Auftretens gegen die immer frecher werdende Subversion des Islams (und anderer anti-christlichen Eindringlinge in sie) aufgeben? Mit “Verstand und kühlem Kopf” hat diese Desolidarisierung mit den unter Inkaufnahme ihrer Unangefochtenheit in die Bresche Springenden nichts zu tun. Während sie vorgeben, “die religiösen Gefühle der Muslime nicht anrühren, nicht verletzen” zu wollen, sehen sie blind und unempfindsam hinweg über die verletzten Gefühle der Mit-Christen, die sich ob der Feigheit ihrer “Führer” bald nicht mehr zu wehren wissen. Wie wollen die denn je “auch über die Schattenseiten von Religionen” (des Islams z.B.) sprechen ohne “Angriffe auf den Propheten (Mohammed) und den Koran”?

Ein weiteres Zitat aus der CIBEHO:

Weihbischof Jaschke ist für islamischen Religionsunterricht und Moscheebau

Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hat sich für islamischen Religionsunterricht an Schulen und für den Bau von Moscheen ausgesprochen. “Das Grundrecht der Religionsfreiheit muss von Christen ganz hochgehalten werden”, sagte er am Dienstagabend in Hannover bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er habe als Christ ein großes Interesse daran, dass Muslime, die in Deutschland leben, ihren Glauben nicht verlieren, sagte Jaschke: “Wer seinen Glauben verliert, der ist ohne Wurzeln.”

Der Glaube müsse jedoch mit Freiheit und dem Verzicht auf Gewalt verbunden sein. Die Christen hätten in ihrer Geschichte gelernt, dass Toleranz lebensnotwendig sei. “Wo Religion mit Gewalt verbunden ist, führt sie in die Irre”, so der Weihbischof.

Unser Kommentar:
Da hat also ein Weih-Bischof “ein großes Interesse daran, dass Muslimeihren Glauben nicht verlieren”! Der bekennt also in aller Öffentlichkeit, dass er die Anhänger des Islams gar nicht (mehr) zum einzig wahren Glauben an JESUS CHRISTUS, den er als “Apostel” zu vertreten vermeint, führen will. Er ist sogar sehr interessiert daran und unterstützt sie noch, dass sie in ihrem Irrglauben, in ihrer Finsternis bleiben. Er befürwortet, fördert den islamischen Religionsunterricht und den Moscheebau. Gibt es Verkehrteres auf dieser Welt? “Das Grundrecht der Religionsfreiheit muss ganz hochgehalten werden.” Ja und das Höchsthalten des göttlichen Rechtes der einzig wahren Religion?

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Kenia/Vatikan: „Wer glaubt, ist dialogfähig“ - meint Kardinal Jean-Louis Tauran

Verfasst von deislam am April 25, 2008

Radio Vatikan: 24/04/2008 12.11.17:

Kardinal Jean Louis TauranAfrika ist im religiösen Bereich ein Schmelztiegel: In keinem anderen Kontinent hat die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgruppe so direkten Einfluss auf das Alltagsleben. Das hat auch eine vatikanische Delegation festgestellt, die vergangene Woche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an einem Treffen zum Thema „Interreligiöser Dialog“ teilnahm. Zusammen mit Verantwortlichen der Bischofskonferenzen aus Ländern südlich der Sahara wurde auch definiert, was überhaupt „Interreligiöser Dialog“ heutzutage bedeutet. Der vatikanische Fachmann hierzu und Teilnehmer am Treffen, Kardinal Jean-Louis Tauran, hat auch Neues erfahren:

„Was mich überrascht hat, ist die Tatsache, dass die Christen in Afrika – nicht nur die Katholiken – ein gutes Dialognetz mit anderen Religionsgemeinschaften aufgebaut haben. Das war mir gar nicht klar, obwohl ich mich seit Jahren damit beschäftige. Diese interreligiösen Gespräche sind durchaus sehr effektiv. Es herrscht eine allgemeine Überzeugung, dass die Christen den Auftrag haben, in einem multireligiösen Afrika ihren Glauben zu verkünden. Was ich nicht wusste, ist, dass dies bereits seit längerer Zeit erfolgreich läuft. Auch wusste ich nicht, wie gehaltvoll diese Initiativen sind.“

Der interreligiöse Dialog ist deshalb keine akademische Angelegenheit mehr, sondern ein echter „Dialog des Lebens“, so Kardinal Tauran, der den vatikanischen Dialograt leitet.

„Die eigene Identität ist die Grundvoraussetzung für einen wahren Dialog. Es ist wichtig, zu wissen, wer man ist und an was man glaubt. Denn wer glaubt, ist dialogfähig. Wer die eigene Identität und das Sein des Anderen kennt, weiß auch, was Freiheit ist. Beim christlich-muslimischen Dialog bedeutet das konkret, dass beide Seiten sich für die Religionsfreiheit einsetzen müssen. Dieses Recht kann nicht erzwungen werden. Entweder fühlt man sich der einen oder der anderen Gemeinschaft zugehörig und respektiert das - oder es kann keinen Dialog geben.“

(rv 24.04.2008 mg)

Unser Kommentar:
Was heißt schon “wer glaubt”? Wer WAS glaubt, ist wichtig. Des einen Glaube ist des andern Unglaube. Des Christen Glaube ist des Muslims verdammenswürdiger Irrglaube - und umgekehrt! Echter, tiefer, treuer Glaube kann nicht einhergehen mit “Respekt”, mit “Hochachtung” für den Gegen-Glauben oder Un-Glauben. (Wenn schon, dann nur mit Respekt und Hochachtung für die Würde des irrenden Menschen.) Ist aber auch nicht vereinbar mit dem Begriff “Religionsfreiheit”, wie er seit dem 2. Vatikanum verstanden wird. Wahrer, gelebter christlicher Glaube erfordert Predigt, Mission und nicht Dialog. Der interreligiöse Dialog, wie er heute weltweit praktiziert wird, führt zu nichts anderem als zur Nivellierung der Wahrheit mit der Unwahrheit, zum Relativismus, Irenismus, Synkretismus, zur “Schmelztiegel-Religion”! Auch unter den “Christen” gibt es gravierende Glaubensunterschiede, die es verunmöglichen, “gemeinsam ihren Glauben zu verkünden”! Und wenn man es dann eben trotzdem tut, dann nur unter Verschweigung, Abschwächung, Ausblendung und damit Leugnung und Verleugnung des wesentlich Katholischen. Was wäre wohl aus der katholischen Kirche geworden, wenn unsere heiligen Glaubensverkünder wie die Apostel und ihre Jünger, wie Franz Xaver, Antonius von Padua, Petrus Kanisius, Ludwig Maria Grignion von Montfort und Tausende mehr, auf solche Weise missioniert hätten?!

Siehe dazu auch:

In diesem Zusammehang lese man einmal folgendes Dokument aufmerksam durch und stelle sich dann die Frage: was hat der interreligiöse Dialog mit den Juden bisher gebracht? Irgendeine christenfreundliche oder gar christusempfängliche Einsicht der Juden?

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Armenischer Erzbischof gegen EU-Beitritt der Türkei

Verfasst von deislam am April 23, 2008

Erzbischof Mesrob KrikorianDer Erzbischof der Armenisch-apostolischen Kirche in Österreich, Mesrob Krikorian (Foto), bezeichnet einen EU-Beitritt der Türkei als “ungeeignet und gefährlich”. “Demographisch, kulturell und religiös” habe die Türkei “mit Europa nichts zu tun”, sagte Krikorian bei unserem Kongress in Augsburg.

Die in türkischen Museen ausgestellten Kulturobjekte seien “den Byzantinern und Armeniern geraubt” worden, ergänzte der Erzbischof. Sie hätten mit der “zentralasiatischen nomadischen Vergangenheit” der Türkei keine Beziehung. Durch Einwanderung von einigen Millionen Türken infolge eines EU-Beitritts und deren hohe Geburtenraten kämen vor allem kleinere Länder wie Österreich, Belgien oder die Niederlande in Gefahr.

Krikorian kritisiert die türkische Religionspolitik als “einseitig muslimisch”. Sie ignoriere die christlichen Kirchen und die jüdischen Gemeinschaften und verweigere ihnen einen eigenen Rechtsstatus. Besonders die christlichen Kirchengemeinschaften würden zwar nach außen toleriert, in Wirklichkeit aber “durch verschleierte Methoden unterdrückt und geschwächt”.

Erzbischof Mesrob KrikorianSo seien die griechischen und armenischen Priesterseminare seit Anfang der Siebzigerjahre geschlossen. Die letzten wenigen Klöster, Kirchen und historischen Friedhöfe würden zerstört und ausgeraubt. Für Umbauten, Renovierungen und die Nutzung alter Kirchen und Nebengebäude seien jeweils Genehmigungen nötig, deren Erteilung sich oft so lange verzögere, bis die Bauten total verfallen seien. Von einem Völkermord an den Armeniern zu sprechen, sei strafbar.

Armenien Mahnmal EriwanDas Mahnmal für den Völkermord an den Armeniern in Eriwan.

Am 24. April 1915 ließ die türkische Regierung einen Großteil der armenischen
Oberschicht in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, nach Syrien deportieren. Fast alle etwa sechshundert Geistlichen, Schriftsteller, Ärzte, Journalisten, Rechtsanwälte und andere Intellektuelle überlebten die Deportation nicht.

Die anschließenden Anordnungen der Regierung führten “zur fast vollständigen Vernichtung der Armenier in Anatolien”, wie der Deutsche Bundestag in einer von allen Fraktionen getragenen Entschließung feststellte. Die Resolution spricht von mehr als einer Million Opfern und stellt fest, dass “zahlreiche unabhängige Historiker, Parlamente und internationale Organisationen” die Vertreibung und Vernichtung der Armenier als “Völkermord” bezeichnen würden.

Armenien Etchmiadsin HauptkircheDie Hauptkirche der Armenisch-apostolischen Kirche in Etschmiadsin bei Eriwan in Armenien.

Die Armenisch-apostolische Kirche ist die älteste und in ihrer Geschichte am meisten verfolgte christliche Nationalkirche. Schon Mitte des ersten Jahrhunderts sollen die Apostel Thaddäus und Bartholomäus das Christentum nach Armenien gebracht und dort den Märtyrertod erlitten haben. Anfang des 4. Jahrhunderts, zwanzig Jahre vor Kaiser Konstantin, machte König Tiridates III. das Christentum in Armenien zur Staatsreligion.

Zur Armenisch-apostolischen Kirche gehören heute etwa sechs Millionen Gläubige, davon fünf Millionen in Armenien und siebzigtausend in der Türkei. Der Streit um die wahre Natur Christi, der die armenisch-apostolischen Christen zur Ablehnung des Konzils von Chalcedon brachte und von der katholischen Kirche trennte, gilt durch die im Jahr 2001 herausgegebene gemeinsame Erklärung von Papst Johannes Paul II. und dem Oberhaupt der Armenier, Katholikos Karekin II, als überwunden.

Armenien Mahnmal Ewige FlammeEine Ewige Flamme brennt als Symbol gegen des Vergessens im Mahnmal für den Völkermord an den Armeniern.

Quelle: Kirche in Not

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Angelus-Gebetsaktion für ein christliches Europa

Verfasst von deislam am April 23, 2008

Eine Initiative von „Kirche in Not“

MÜNCHEN, 23. April 2008 (ZENIT.org).- Das weltweite katholische Hilfswerk Kirche in Not hat auf seinem Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ in Augsburg (11.-13. April) eine Gebets-Aktion für Europa gestartet.

Die Wiederbelebung des täglichen Angelus-Gebetes sei ein „Gebot der Stunde“, heißt es in einer vom Hilfswerk angebotenen Broschüre. Heute solle der Angelus entsprechend seiner geschichtlichen Wurzeln vor allem als Gebet für ein „geeintes christliches Europa“ wiederentdeckt werden.

„Wenn wir den Angelus nicht beten“, sagte der Geschäftsführer des deutschen Zweiges von „Kirche in Not“, Klaus Wundlechner, in Augsburg, „werden in kurzer Zeit keine Glocken mehr läuten. Mit dem Verstummen der Glocken wird auch unsere christliche Kultur verstummen.“ Das Wachstum des Islams, der Esoterik und anderer Weltanschauungen sei „eine Folge der Schwäche der Christen“, die ihren Glauben nicht mehr öffentlich bekennen.

Zum Angelus oder „Engel des Herrn“ läuten weltweit dreimal täglich die Glocken der meisten katholischen Kirchen. Sie laden ein, den Tag morgens, mittags und abends für ein paar Minuten zu unterbrechen und an die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zu denken. Papst Benedikt XVI. betet wie sein Vorgänger Johannes Paul II. den Angelus in der Regel jeden Sonntag um 12.00 Uhr öffentlich auf dem Balkon des Petersdoms.

Um den Angelus wieder stärker zu verbreiten, hat „Kirche in Not“ eine 52-seitige Broschüre und ein kleines Gebets-Faltblatt herausgebracht. Die von Ingeborg und Maria Obereder verfasste Angelus-Broschüre enthält neben dem Gebet selbst auch Betrachtungen zum Gebetstext, zur Entstehungsgeschichte und zu seinem Charakter als „Schutzgebet für die bedrohte Christenheit“.

Pfarreien, Gemeinschaften und Gläubige können jetzt Broschüre und Faltblatt, auch in größerer Stückzahl, unentgeltlich anfordern bei „Kirche in Not“, Albert-Roßhaupter-Straße 16, 81369 München, Telefon 0 89 / 7 60 70 55, info@kirche-in-not.de oder http://www.kirche-in-not.de. Auf der genannten Internetseite kann man auch den Text der Broschüre lesen und ausdrucken.

ZG08042309 - 23.04.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-14976?l=german

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Eine Fatwa von Scheich Saleh Al-Fawzan betreffend den “Liberalismus” im Islam

Verfasst von deislam am April 23, 2008

Wir übernehmen aus dem Blog “Eindrücke aus Arabien“:

Eine Fatwa des Mitglieds des Rats der Großrechtsgelehrten und der Kommission der islamischen Studien und Fatwas in Saudi-Arabien, Scheich Saleh Al-Fawzan, hat für eine heftige Debatte innerhalb den intellektuellen Kreisen in Saudi-Arabien gesorgt.

Die Fatwa

Frage: Geehrter Scheich Saleh ibn Fawzan Al-Fawzan, was sagen Sie über die Aufforderung zum Liberalismus in den islamischen Ländern? Diese Ideologie ruft zu einer Freiheit auf, die nur von den weltlichen Gesetzen eingeschränkt werden kann. Es setzt aufgrund von Pluralismus Muslime und Kuffar (Ungläubige) gleich. Es gibt dem Individuum seine persönliche Freiheit, die der Scharia nicht unterliegt, wie sie (die Liberalen) glauben. Dieses Denken widerspricht (bewusst) der Scharia in manchen Punkten, zum Beispiel bei den Frau-Gesetzen , bei den Regeln der Beziehungen mit den Kuffar, bei der Bekämpfung des Verwerflichen oder bei den Jihad-Regeln. Darf ein Muslim sagen: “Ich bin ein liberaler Muslim“? Was ist ihr Ratschlag (Nasiha) zu solchen Menschen?

Antwort:
Der Muslim ist jemand, der sich durch den Tauhid (Glaube an die Einheit Gottes) Allah unterwirft, der Allah durch seinen Gehorsam folgt, und nichts mit dem Schirk (Polytheismus inkl. Atheismus) und seinen Leuten zu tun hat. Jemand, der eine Freiheit auffordert, die nur durch weltliche Gesetze kontrolliert wird, rebelliert gegen das Gesetz Allahs. Wer sich die Entscheidungsweise des Heidentums und der Götzen wünscht, solch ein Mensch ist kein Muslim. Wer die allgemein bekannten Gesetze und Regel des Islam ablehnt, die jedem bekannt sind, wie der Unterschied zwischen dem Muslim und dem Kafir und eine, der Scharia nicht untergeordneten, Freiheit anstrebt, und wer die Regeln der Scharia ablehnt, wie die Regeln für Frauen, die Regeln des “gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist“, und die Legalität des Jihads auf dem Weg Allahs; der hat mehreren Islam-Widersprechungen begangen (Dinge, die den Islam ungültig machen). Wir bitten Allah um Heilung (von diesen Ideen). Wer sagt „ich bin ei