ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Posts Tagged ‘Religionsfreiheit’

Ein Beispiel (von vielen) zur Veranschaulichung des Missbrauchs der „Religionsfreiheit“

Posted by deislam - 13. Juni 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11061005 – 10.06.2011 (Inline-Links hinzugefügt von uns!)
Permalink: http://www.zenit.org/article-23258?l=german

Toleranz um jeden Preis?

Amerikanische Katholiken sind besorgt um ihre Religionsfreiheit

Von Edith Breburda*

ROCKFORD, Freitag, 10. Juni 2011 (ZENIT.org). – Amerikanische Katholiken sind besorgt, dass ihnen ihre religiösen Freiheiten immer mehr genommen werden. Grund für diese Annahme ist ein neues Gesetz, erlassen vom Bundesstaat Illinois. Im Mittleren Westen der USA hat am 26. Mai 2011 die Diözese von Rockford beschlossen, aus einem Adoptionsprogramm für Kinder auszusteigen. Die Diözese will keine Kinder an unverheiratete oder gleichgeschlechtliche Paare vermitteln. In Texas beschloss ein Richter, dass während einer Abschlussfeier der High-School Worte religiösen Inhaltes nicht benutzt werden dürfen, da ein Elternpaar der Meinung war, dass ein Gebet ihrem Sohn sowie allen Teilnehmern schade.

Am 26. Mai erklärte die Diözese von Rockford, Illinois, in einer Pressekonferenz, dass ihre Wohlfahrtsorganisation „Catholic Charities“ in Zukunft keine Adoptionsvermittlungen sowie Pflegeeltern-Dienste mehr in ihren Geschäftsstellen anbieten werde. Am 1. Juni 2011 trat das „Illinois Religious Freedom Protection and Civil Union Act„-Gesetz in Kraft. Es legalisiert gleichgeschlechtliche Partnerschaften und unverheiratete Liaisonen. Den Lebensgefährten sollen so alle Rechten zukommen, die normalerweise Ehepartner haben. Das Gesetz zwingt katholische Mitarbeiter, Kinder an unverheiratet zusammenlebende Paare sowie an gleichgeschlechtliche Partner zu vermitteln. Die katholische Wohlfahrtsorganisation wird unter anderem mit 7.5 Millionen US $ aus Staatsgeldern finanziert, und so muss die Diözese den Landesgesetzen Folge leisten, wenn sie weiterhin Adoptionen vermitteln oder sogenannte „Pflegeeltern-Dienste“ in Ihren Geschäftsstellen anbieten will.

Die Versuche der katholischen Einrichtungen, Paare, die nicht im Einklang mit der Lehrmeinung der Kirche stehen, an andere Agenturen verweisen zu dürfen, scheiterte. Die Diözesansprecherin Penny Weigert bedauerte es sehr, dass der Staat von Illinois nicht einlenke, obwohl viele religiöse Gemeinschaften die Gesetzgeber sprichwörtlich angefleht hätten.

Seit über 100 Jahren bietet Catholic Charities einen Adoptionsservice und Pflegefamilien-Service an. Momentan arbeitet die Agentur mit etwa 350 Familien der Diözese zusammen. 58 Mitarbeiter werden nun ihre Stellen verlieren, da die Angestellten nicht gegen ihr Gewissen oder gegen die Lehrmeinung der Kirche handeln wollen. So schwer es für die Diözese war, diese Entscheidung zu treffen, sie will sich nicht vom Staat diktieren lassen und ihre Moralvorstellungen des Geldes wegen hinten an stellen.

In einem anderen Bundestaat der USA, in San Antonio in Texas, fanden die Stimmen des atheistischen Elternpaares Christa und Danny Schultz hingegen sehr viel Beachtung. Sie waren besorgt, dass ihrem Sohn Schaden zugefügt werde, wenn er mit Worten wie Gott oder Gebet bei seiner Schulabschlussfeier konfrontiert würde. Chef-US-Bezirksrichter Fred Biery entschied daraufhin, dass bei der Graduiertenfeier der Oberschule, die am 4. Juni 2011 stattfand, keinerlei Gebet gesprochen werden durfte und auch nicht der Name Gott oder ein Amen erwähnt werden sollte, da dies den Teilnehmern der Feier schaden würde. (Siehe z.B. hier!)

Jedem, der diesem Urteilsspruch zuwider handelt, droht eine Gefängnisstrafe. Aufgeregte amerikanische Katholiken kommentieren, dass dies dem ersten Staatsgesetz der Meinungsfreiheit widerspräche.

„Wir können das tun, was wir wollen und sollten nicht darauf achten müssen, gewisse Dinge nur tun zu dürfen, wenn es dem Anderen auch genehm ist. Katholischen Christen darf es nicht verboten werden das zu tun, was ihre Religion ausmacht. Ein Christ spricht ganz natürlich jeden Tag vom lieben Gott und keiner hat das Recht, ihn gesetzlich zu belangen, wenn er nicht den Mund hält“, erläuterte ein Journalist.

*Die Autorin ist als Biomedizinexpertin in Madison, der Metropole der US-Stammzellenforschung, tätig. Im deutschen Sprachraum schreibt sie unter anderem für die Lebensschutzorganisation ALfA.

Unser Kommentar:
Eigentlich ist jede Aufregung und Auflehnung gegen diese/solche irrsinnigen Vorgänge und Urteile unlogisch und vergeblich, solange man die Erstursache davon nicht sieht und entsprechend verurteilt und für deren Beseitigung (durch Korrektur) eintritt: Die „Erklärung über die Religionsfreiheit“ (Dignitatis humanae“) des II. Vatikanischen Konzils. (Siehe dazu unsere Stellungnahmen: Erster Teil, Zweiter Teil, Dritter Teil, Vierter Teil!) Die katholischen Christen weltweit (vom Papst über die Bischöfe und den ganzen Klerus bis hinunter zu den Laien) werden endlich lernen müssen, wieder für ihren vollen Glauben, für ihre zivilen göttlichen Rechte auch politisch energisch zu kämpfen, und dabei alles (vor allem schreiend) Widergöttliche vor aller Welt beim Namen zu  nennen und dafür echt zu sorgen, dass es beseitigt, bzw. verhindert wird, koste es, was es wolle. Es gilt, nichts weniger als das Königtum Christi zu errichten in und auf dieser Welt wie es Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika „Quas primas“ vom 11.12.1925 noch so glaubensstark angeregt und erhofft hatte! Das kann und wird aber nicht geschehen auf dem Kurs, den die katholische Kirchenführung seit dem 2. Vatikanum eingeschlagen hat(te). Erste Kursberichtigungen sind – Gott sei Dank – im Gange und ersichtlich und lassen die Hoffnung aufkommen, dass den üblen Zuständen bald Remedur geschaffen wird. So ist die Diözesanleitung von Rockfort, Illinois, zu beglückwünschen, dass sie Widerstand leistet, auch wenn sie dadurch auf die staatliche finanzielle Unterstützung verzichten muss. Man kann ja schließlich nicht zwei Herren dienen: dem Herrgott und dem Mammon.

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Takiyya auf türkisch – Offener Brief an den Botschafter der Türkei

Posted by deislam - 2. Oktober 2010

Offener Brief an den Botschafter der Türkei, Iskender Okyay, Rungestr. 9, 10179 Berlin, Fax (030) 2 75 90 915, www.tuerkischebotschaft.de

Sehr geehrter Herr Okyay,

nicht wenige deutsche Bürger haben den Ministerpräsidenten der Republik Türkei, Herrn Recep Tayyip Erdogan, angeschrieben, um gegen die brutale und grausame Ermordung von Erzbischof Luigi Padovese im Juni dieses Jahres zu protestieren. In Ihren gleichlautenden Antwortschreiben stellen Sie u.a. fest:
„Unsere Botschaft empfindet es als befremdlich, daß Sie in Ihrem Schreiben die angebliche Religionsangehörigkeit des Verdächtigten dem Glauben des Opfers gegenüberstellen und den Eindruck zu erwecken versuchen, der tragische Tod des Prof. Padovese würde auf eine Art Glaubenskonflikt in der Türkei hindeuten.
Die Republik Türkei ist Erbe der Jahrhunderte zurückreichenden Tradition des Osmanischen Staates, das friedliche und harmonische Zusammenleben der Angehörigen verschiedenster Religionen auf seinem Staatsgebiet zu gewährleisten. Sie ist deshalb gerade im Bereich der religiösen Toleranz ein exemplarisches Land, welches Kritik wie die in Ihrem Schreiben vorgebrachte nicht verdient“.

Mit Befremden stellen wir fest, daß in Ihrem Schreiben schwerwiegende Fehler enthalten sind:
Zuerst: Der Mörder von Erzbischof Luigi Padovese, Murat Altun, ist Muslim und hat seine Tat vor Gericht gestanden mit der Begründung, er habe im Auftrag Allahs gehandelt. Der Presse gegenüber erklärte er: „Ich wollte eigentlich den Papst umbringen, aber daraus ist nichts geworden.“ Offenbar wurde Erzbischof Padovese zum Ersatzopfer, nachdem er die Einladung von Papst Benedikt XVI., den er – zusammen mit seinem Leibwächter Murat Altun – in Zypern besuchen wolle, absagen mußte, weil er von den Plänen Murats erfahren hatte.
Sie, Herr Botschafter der Türkei, wissen um die Verfolgung, Bedrängnis, Benachteiligung und Ermordung von Christen in der Türkei in Geschichte und Gegenwart. Weder heute noch im Osmanischen Reich kann von „friedlichem und harmonischen Zusammenleben der Angehörigen verschiedenster Religionen“ die Rede sein.
Es läßt sich zweifelsfrei nachweisen, daß vor rund 100 Jahren in der Türkei noch 30% Christen lebten, heute sind es nur noch 2%. Allein Deutschland hat über 50 000 türkischen Christen Asyl gewährt, die aus ihrer Heimat fliehen mußten, weil sie Christen sind!
Was Sie, Herr Botschafter der Türkei, praktizieren, ist schlicht und einfach Takiyya – wörtlich übersetzt Verhüllung – d.h. das Verbergen wahrer Absichten, treu den Weisungen Allahs und Mohammeds, die eine Täuschung von Nicht-Muslimen als geboten und erlaubt erklären, weil grundsätzlich zu ihnen kein Vertrauensverhältnis besteht. Der islamische Gelehrte Al-Ghazali drückte dies schon im 11. Jahrhundert so aus: „Wisse, daß die Lüge in sich nicht falsch ist. Wenn eine Lüge der einzige Weg ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist sie erlaubt.“
Offenbar glauben Sie, mit Ihrer Takiyya-Antwort ein für den Islam und das Ansehen der Türkei gutes Ergebnis zu erzielen. Uns zu täuschen, ist Ihnen allerdings nicht gelungen.

Adelgunde Mertensacker, Bundesvorsitzende der CHRISTLICHEN MITTE für ein Deutschland nach GOTTES Geboten.

Siehe dazu auch unseren Artikel vom 3. Juni 2010 zum Mord von Erzbischof Luigi Padovese!

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Afghanistan: Öffentliche Hinrichtung für Abtrünnige vom Islam zum Christentum gefordert

Posted by deislam - 14. Juli 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10071410 – 14.07.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-21050?l=german

Afghanistan: Hilfswerke und Konvertiten im Visier
Öffentliche Hinrichtung für Abtrünnige gefordert

KABUL, AFGHANISTAN, 14. Juli 2010 (ZENIT.org/idea).-  In Afghanistan hält der lebensbedrohliche Druck auf die christliche Minderheit an. Im Visier des Staates und muslimischer Extremisten sind insbesondere Konvertiten vom Islam. Zahlreiche Familien sind untergetaucht oder ins Ausland geflohen. Auch humanitäre Hilfswerke werden einer strengen Kontrolle unterzogen. Zwei, die den Begriff „Kirche“ im Namen tragen, mussten ihre Aktivitäten einstellen – die Norwegische Kirchenhilfe und die US-amerikanische Organisation World Church Services (Kirchliche Weltdienste). Das berichten Kenner des Landes am Hindukusch gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Anfang Juni hatten Regierungsvertreter nach einer Fernsehsendung über Christen, die zuvor Muslime waren, dazu aufgerufen, „Abtrünnige“ mit dem Tode zu bestrafen. Staatspräsident Hamid Karzai wies Regierung und Staatsschutz an, dafür zu sorgen, dass es keine weiteren Übertritte gibt. Der stellvertretende Parlamentspräsident Abdul Satter Khowasi forderte in Kabul die Festnahme und öffentliche Hinrichtung von Personen, die vom Islam zum Christentum übertreten. Ein Abgeordneter erklärte, dass die Ermordung von Christen, die zuvor Muslime waren, kein Verbrechen sei.

Mit einem dramatischen Appell wandten sich 150 im indischen Exil lebende Christen aus Afghanistan in Neu-Delhi an die Öffentlichkeit. Sie baten um Hilfe, die Christenverfolgung zu beenden. Wenn ein Muslim Christ werde, erwarte ihn die Todesstrafe, heißt es in einem Offenen Brief der „Afghanischen Christlichen Gemeinde“. Tausende lebten in Todesangst, sie würden gefoltert, verfolgt und als Kriminelle verunglimpft. Von den 28,4 Millionen Einwohnern Afghanistans sind 99,9 Prozent Muslime. Hinzu kommen etwa 15.000 Hindus und wenige Sikhs, deren Religionen staatlich anerkannt sind. Über die Zahl der Christen ist nichts bekannt.

Unser Kommentar:
Nicht nur sollte man einen Abdul Satter Khowasi, der öffentlich und in seiner politischen Eigenschaft als (stellvertretender) Parlamentspräsident Afghanistans dreist solche Hinrichtungsaufrufe äußert, international als Verbrecher brandmarken, durch die Interpol festnehmen lassen und beim Internationalen Gerichtshof vor die Richter stellen, sondern auch alle Seinesgleichen samt dem inhumanen, verbrecherischen Koran, der genau solches ja überhaupt als „Allah’s Gebot“ rechtfertigt.

Siehe auch:

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So sieht die „Religionsfreiheit“ in Iran aus

Posted by deislam - 24. April 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10042311 – 23.04.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-20372?l=german

Stephanus-Preisträgerinnen wegen Übertritt zum Christentum in Haftgefahr

Glaube an Jesus Christus immer gefragter unter Iranern

Von Michaela Koller

FRANKFURT, 23. April 2010 (ZENIT.org).- Die Iranerinnen Maryam Rostampour (27) und Marzieh Amirizadeh (30) durften am 26. März zu ihrer eigenen Preisverleihung nicht nach Deutschland reisen. Die Repräsentanten der „Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen“ konnten den beiden wegen ihres Glaubens Verfolgten somit nicht persönlich gratulieren. In der vorigen Woche standen die zwei ehemaligen Musliminnen, die zum Christentum übergetreten sind, erneut vor Gericht. Das Ergebnis: Das Verfahren gegen sie wird immer noch nicht eingestellt. Sie könnten jederzeit wieder in Haft kommen.

Im vorigen Jahr waren sie acht Monate im berüchtigten Folter-Gefängnis Evin von Teheran eingesperrt. Sie blieben trotz Angebots der Freilassung bei Glaubensverzicht und trotz drohender Todessstrafe standhaft bei ihrem christlichen Bekenntnis. Am 18. November 2009 waren Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh schließlich freigelassen worden. Die Stephanus-Preisträgerinnen sollen immer noch an den Folgen von Misshandlungen leiden.

Iranische Justizbehörden haben in einzeln Fällen wie diesem gegen Muslime, die vom Islam abgefallen waren, offiziell Anklage erhoben. Inoffizielles Vorgehen von staatlichen und halbstaatlichen Organen gegen Andersdenkende ist aber bei weitem häufiger. Erkenntnissen der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zufolge wird systematisch gefoltert, wegen konstruierter Vorwürfe hingerichtet, extralegal getötet und Konvertiten werden ebenso verschleppt wie Bürgerrechtler. Sie sind auch Schikanen, wie Hausdurchsuchungen ausgesetzt. In einzelnen Fällen wurden zudem nach einer Gefangennahme so hohe Kautionen für die Freilassung verlangt, dass diese die Angehörigen wirtschaftlich ruinierte.

In einem Gespräch mit ZENIT erklärte die gebürtige Iranerin Mahin Mousapour, Hintergründe der Verfolgung von Konvertiten im Iran. Die iranische Verfassung sieht eigentlich vor, dass die Religionsgemeinschaften rechtlich gleich behandelt werden sollten. „Wir glauben aber, dass es eine inoffizielle Vereinbarung unter den staatlichen Stellen gibt, dass dies nicht für die religiösen Minderheiten gilt“, sagte Mousapour.

Die Schiiten erwarteten den Messias, den Mahdi, für den Zeitpunkt, wenn alle Hindernisse für seine Ankunft aus dem Weg geräumt sind. Das Regime verstehe darunter, dass das Christentum, der Bahai-Glaube und auch der sunnitische Islam beseitigt werden müssten. Letzterer ist bedroht, weil seine Anhänger nicht an den Mahdi glauben. Deswegen werden die Kultstätten der Minderheiten nicht renoviert oder erst gar keine errichtet. So wollten die Machthaber ihren Glauben auslöschen. „Wenn sie keine Gebäude haben, wo sollen sie sich sonst versammeln“, fragte Mousapour rhetorisch.

Die Armenier und die Assyrer, deren Anteil zur Zeit noch rund 90 Prozent der iranischen Christen ausmacht und die in sich ethnisch homogene Konfessionsgemeinschaft darstellen, haben etwas mehr Freiraum. „Sie wollen nicht missionieren“, erklärt Mousapour. Gerade aufgrund der Repression durch das Regime in Teheran, das sich als Vertretung des wahren schiitischen Glaubens begreift und aus diesem Verständnis heraus handelt, verschreckt viele iranische Muslime. Das Interesse am Christentum steigt dadurch, trotz umfassender Verfolgung von Konvertiten, auf die sogar Spitzel angesetzt wird.

Sehr aktiv bei der Missionierung sind freikirchliche evangelische Christen. Die Hauskirchenbewegung im Untergrund wächst dadurch beachtlich. „Diejenigen Christen, die jetzt über den Glauben sprechen, sind bekehrte Muslime. Das sind Muslime, die Jesus erlebt haben. Sie wollen evangelisieren. Die Regierung möchte sie einfach aus dem Weg schaffen“, sagte Mousapour, die 1985 nach Deutschland kam.

Bei ihrer Einreise war sie noch Muslima. Bald fand sie jedoch zum Glauben an Jesus Christus. „Ich habe nach Gott in meiner Religion gesucht, aber nichts gefunden. Meine Religion konnte mich daher nicht zufrieden stellen. Ich habe zu viele Widersprüche gesehen“, erinnerte sich Mousapour an die Zeit vor ihrem Übertritt zum Christentum, zu dem sie sich erst bekehrte, nachdem sie sich schon länger vom Islam entfremdet hatte. Durch Fernstudium bildete sie sich theologisch. Mousapour gehört inzwischen als Pastorin einer freikirchlichen Gemeinde an. Sie selbst wirbt unter Exiliranern für den christlichen Glauben, unter denen die Gemeinschaft der Christen wächst. „Immer wieder kommen zu uns Menschen, die Interesse haben“, sagte sie.

Unser Kommentar:

Anstelle eines Kommentars aus unserer Feder: hier einmal einen Verweis auf:

Siehe dazu auch:

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„Wir werden dir zeigen, wie Islam geht“ – Die Verfolgung der Christen in Ägypten

Posted by deislam - 28. Januar 2010

Aus ZENIT.ORG: ZG10012706 – 27.01.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-19670?l=german

Interview mit dem in Deutschland lebenden koptischen Bischof Anba Damian

MÜNCHEN, 27. Januar 2010 (ZENIT.org/Kirche-in-Not).- Das Europaparlament hat in der vergangenen Woche die jüngsten Überfälle auf Christen in Ägypten und Malaysia scharf verurteilt. In diesem Zusammenhang veröffentlicht das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ein Interview mit dem in Deutschland lebenden koptischen Bischof Anba Damian. Er erhebt darin schwere Vorwürfe gegen die islamischen Führer und die Behörden in Ägypten. In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar, dem Weihnachtsfest der koptischen Christen, hatten Islamisten vor drei Kirchen in der südägyptischen Stadt Nag Hammadi gezielt das Feuer auf Gottesdienstbesucher eröffnet. Sieben Kopten und ein muslimischer Wachmann waren bei dem Anschlag gestorben. Das Interview führte Berthold Pelster von „Kirche in Not“.

ZENIT: Herr Bischof Damian, wann haben Sie von dem Anschlag erfahren?

–Bischof Damian: Ich hatte das Weihnachtsfest in Berlin zusammen mit dem ägyptischen Botschafter und anderen hohen Diplomaten gefeiert. Es war eine sehr freundliche Atmosphäre, aber kaum hatten wir unsere Gäste verabschiedet, klingelte mein Telefon und ich erfuhr, was geschehen war. Mich hat besonders betroffen gemacht, dass die meisten Opfer Jugendliche waren, die sich nach der Christmette vor der Kirche miteinander unterhalten hatten.

Es wurde auch ein muslimischer Wachmann erschossen, der nur mit einem Holzknüppel bewaffnet gewesen war. Man kann also nicht von einem Polizeischutz sprechen, wie er sonst in der Region üblich ist. Merkwürdigerweise hatte auch kein Vertreter der Politik oder des öffentlichen Lebens an der Messe teilgenommen, wie es sonst üblich ist. Unser Bischof vor Ort war auch gebeten worden, die Messe vorzeitig zu beenden, weil die Lage zu unsicher sei.

ZENIT: Hatte der Bischof vor dem Anschlag Drohungen erhalten?

–Bischof Damian: Ja. Er hatte Morddrohungen per SMS erhalten und das auch an die Polizei weitergegeben. Doch leider gab es keine Reaktion von Seiten der Behörden. Der Bischof hatte mit solchen Drohungen schon gerechnet, weil er seinen Mund aufgemacht und auf die schlimme Situation der Christen in seiner Diözese aufmerksam gemacht hatte. Aber dass ein so grausam geplanter und umgesetzter Anschlag folgen würde, damit hat keiner gerechnet.

ZENIT: Was weiß man inzwischen über die Attentäter?

–Bischof Damian: Die drei mutmaßlichen Täter, die auf die Jugendlichen geschossen hatten wurden schnell festgenommen. Doch sie sind nur Werkzeuge anderer, die in der hinteren Reihe sitzen und planen. Dieser Mordanschlag war kein Zufall, sondern von langer Hand geplant. Es gibt Menschen, die den Bischof hassen und die Christen der Diözese ins Herz treffen wollten. Was die Attentäter angeht, kam von offizieller Seite die übliche Aussage, die lautet: „Ach, da handelt es sich um psychisch Kranke.“

Dazu kann ich nur sagen: Die Märchen hören nicht auf, denn diese immer gleiche Geschichte hören wir immer wieder. Wir haben die Nase voll und halten es nicht mehr aus. Die Kopten haben nichts Böses getan und niemanden verletzt. Wir haben nur den unverschämten Anspruch, als gleichberechtigte Mitbürger leben zu wollen. Aber das ist nur ein Traum, von dem wir weit entfernt sind.

ZENIT: Sie fordern also eigentlich nur Religionsfreiheit – ist diese Religionsfreiheit für die Christen in Ägypten denn nicht gegeben?

–Bischof Damian: Im Augenblick ist es in Ägypten beinahe schon kriminell, wenn man in einer privaten Wohnung beten will. Wer als Christ eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, muss unterschreiben, dass er diese Immobilie niemals als Gebetsraum nutzen wird. So weit sind wir in Ägypten! Wir bekommen keine Genehmigung, Kirchen zu bauen oder zu erweitern. Und wenn einer auf die Idee käme, sein Haus zu einer Kirche zu machen, dann muss er damit rechnen, dass es in Brand gesteckt wird. Denn es gibt niemanden, der uns in Schutz nimmt.

ZENIT: Kommen wir noch einmal konkret auf den Mordanschlag zurück – in Deutschland war zu lesen, dass es sich um einen Racheakt für die Vergewaltigung eines muslimischen Mädchens durch einen Christen gehandelt habe. Was halten Sie von dieser Erklärung?

–Bischof Damian: Dieses Märchen haben wir natürlich auch gehört. Das trifft absolut nicht zu, es ist eine Verleumdung. Denn seien wir ehrlich: Wenn das der Fall gewesen wäre, wäre der Vergewaltiger schon längst mitsamt seiner ganzen Familie ermordet und sein Haus abgebrannt worden. Wir haben in Ägypten eine Kultur der Lügen. Das muss ich so deutlich sagen. Denn es geschieht beinahe täglich, dass christliche Mädchen entführt werden, dass ihnen Organe entnommen werden, dass sie vergewaltigt und in die Prostitution geschickt werden. Davon redet keiner!

Die Wahrheit sieht vielmehr so aus, dass es schon seit geraumer Zeit in dieser Region Gewalt gegen Christen gegeben hatte und dass der Bischof sich geweigert hat, auf eine Aufklärung dieser Gewalt zu verzichten, so wie es die örtlichen Behörden von ihm verlangt hatten. Der Bischof verlangte Schadenersatz für die Menschen, die ihre Häuser und Geschäfte verloren hatten. Er weigerte sich, das Geschehene zu ignorieren und vor den Kameras zu lächeln. Daraufhin wurde ihm gesagt: „Wir werden dir zeigen, wie Islam geht, wenn du nicht tust, was wir wollen!“

Das ist die Situation in Ägypten: Niemand wird davon abgehalten, Christen zu töten, aber wir müssen dabei lächeln und zeigen, wie friedlich wir sind. Wir müssen auf unsere Rechte verzichten. Genau dagegen hat sich der Bischof aufgelehnt. Daraufhin war er persönlich das Ziel dieses Anschlags. Er sollte getötet werden. Wenn Gott und seine Schutzengel ihn nicht unter ihren Schutz genommen hätten, wäre er schon längst ermordet worden.

ZENIT: Geht die Gewalt nur von einer Minderheit aus oder haben sich inzwischen starke radikale Kräfte im Islam entwickelt?

–Bischof Damian: Ich habe nach den Anschlägen von vielen weltlichen Institutionen und auch von der ägyptischen Botschaft Kondolenzschreiben erhalten. Aber kein Scheich, kein religiöser Führer des Islam hat sich von dieser Tat distanziert. Auch aus Ägypten selbst höre ich nichts von Mitleid – die muslimischen Führer schweigen, so weit ich das von hier aus beurteilen kann, zu der Tat. Das ist allerdings nur mein Eindruck hier in Deutschland und von dem, was ich von den Angehörigen der Christen aus Nag Hammadi erfahre.

ZENIT: Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Christen in Ägypten so sehr unterdrückt werden? Hat das auch politische Gründe?

–Bischof Damian: Nicht so weit ich das sehen kann. Es geht schlicht und einfach um die Religion. Wir sind keine politisch Verfolgten, wir werden religiös verfolgt, obwohl wir nicht verstehen können, warum. Ich bin nicht nur Ägypter, weil ich in diesem Land geboren wurde, sondern auch aus Überzeugung. Wir Christen tun auch viel für Muslime. Hier in Deutschland ist mein Kloster eine Anlaufstelle für Asylbewerber aller Nationalitäten, und die meisten von ihnen sind Muslime. Wir erzählen keine orientalischen Märchen, wir helfen unseren Mitmenschen. Wir teilen unser Brot mit Muslimen, die bedrängt sind. Und das machen wir nicht als „Öffentlichkeitsarbeit“, sondern weil es die Forderung unseres Herrn ist. Wenn wir helfen, dann helfen wir allen. Egal, ob Christen oder Muslimen.

ZENIT: Woher kommt dann aber der Hass mancher Muslime auf die Christen?

–Bischof Damian: Das liegt an den Lehrern in den Moscheen. Die Ägypter sind von Natur aus ein friedvolles Volk. Aber die Menschen lernen durchs Hören. Und wenn die Freitagspredigt in der Moschee heiß ist von Hass, dann gehen diese eigentlich friedlichen und einfachen Menschen auf uns los. Es geht also um die Lehre, die von den Imamen gepredigt wird. Ich war zum Beispiel einmal bei einem muslimischen Freund in Ägypten und hörte mir in seiner Moschee die Freitagspredigt an. Ich war entsetzt! Das war keine Predigt, sondern eine Kriegserklärung! Ich frage mich, was das soll! Wir müssen in die Moschee gehen, um zu beten, und wir müssen sie mit Frieden im Herzen verlassen.

ZENIT: Was wird in den Moscheen über die Christen gesagt?

–Bischof Damian: Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom Prediger, vom Imam, ab. Die meisten unter ihnen sind vernünftig und bringen den Menschen das Gebet, das Fasten und die Tugenden bei. Andere jedoch sprühen Hass. Und die Zuhörer können das meist überhaupt nicht einordnen. Manche sind Analphabeten und leicht beeinflussbar. Diese Menschen haben oft keine Schulen besucht und vertrauen nur auf das, was sie mündlich überliefert bekommen. Und sobald diese einfachen Menschen Hasspredigten mitbekommen, reagieren sie entsprechend. Diese Menschen haben mein Mitleid. Ich bete für all jene, die ihre Finger mit Blut beschmutzen.

Die Ägypter sind von Natur aus ein friedvolles, gastfreundliches und warmherziges Volk. Es ist mir rätselhaft, warum man die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen zerstören will. Ich habe persönlich viele gute muslimische Freunde. Wir haben schon als kleine Kinder in der Grundschule miteinander gelebt, gespielt und gegessen. Wir haben diesen Hass nicht gespürt. Diese religiöse Halluzination, die unser Land zurzeit verschattet, ist alles andere als normal.

ZENIT: Sie würden also sagen, dass der Hass gegen Christen in Ägypten während der vergangenen Jahrzehnte zugenommen hat?

–Bischof Damian: Das ist nicht mehr zu übersehen. Die Menschen würden mich auslachen, wenn ich etwas anderes behaupten würde. Die Zeit, in der wir die Fakten mit Geschenkpapier verpacken konnten, ist längst vorbei. Die Welt ist wie ein Dorf geworden und durch die Medien erfahren die Menschen unsere Realität – und die ist leider Gottes bitterernst geworden.

ZENIT: Was tut die Regierung in Ägypten gegen die muslimischen Extremisten?

–Bischof Damian: Normalerweise hat die Regierung in Ägypten drei wichtige Ziele, die wir schon als kleine Kinder gelernt haben: Bekämpfung von Armut, Krankheit und Ignoranz. Religion war niemals eine Aufgabe der Regierung. Es hieß: Jeder soll seine Religion ausüben, so lange das die Einheit der Nation nicht bedroht. Damit sind wir bisher immer gut gefahren. Aber irgendwie scheint es inzwischen dazu gekommen zu sein, dass man die Religionen gegeneinander ausspielt.

ZENIT: Was müsste sich in Ägypten ändern, um diese Tendenz aufzuhalten?

–Bischof Damian: Wir brauchen ein Gesetz, durch das alle Menschen in Ägypten gleich behandelt werden. Im Augenblick besitzen wir Christen nur die Gnade des Präsidenten. Die Scharia ist die Quelle der ägyptischen Gesetzgebung und das bedeutet: Wenn ein Muslim einem Christen etwas antut, darf der Täter nicht bestraft werden. Das heißt im Prinzip für die Muslime: Grünes Licht für Gewalt gegen Christen. Wenn ein Kopte auf die Idee käme, auf ein Polizeirevier zu gehen, weil seine Tochter entführt wurde, dann muss er aufpassen, dass er nicht selbst ins Gefängnis kommt. Das ist untragbar!

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Situation sich ändern würde, wenn alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssten, unabhängig von ihrer Religion. Die Religionsfreiheit ist eine Gnade Gottes, die uns niemand nehmen darf. Menschen müssen ihre Religion wählen oder wechseln dürfen, ohne dafür bestraft oder belohnt zu werden. Wenn das so wäre, würde sich die Situation in Ägypten dramatisch ändern. Aber das Problem ist, dass der Islam und die Politik in Ägypten voneinander untrennbar sind.

ZENIT: Sehen Sie unter den gegebenen Voraussetzungen überhaupt eine Zukunft für die koptischen Christen?

–Bischof Damian: Wir werden aufgrund unserer Religion in Ägypten verfolgt. Da brauchen wir keine blumigen orientalischen Märchen erzählen – das ist einfach so. Darüber sind wir sehr traurig, denn Ägypten ist unser Heimatland und inzwischen ist der Tag gekommen, an dem wir nicht einmal mehr in unserem Vaterland in Frieden leben dürfen. Wir sind eine Kirche von Märtyrern. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Kirche „aufblüht“, wenn ihr Blut vergossen wird. Wir erfahren täglich, dass die Kirche wächst.

Die Menschen, die uns ermorden und verfolgen, sorgen mit ihren Taten für das Wachstum der Kirche. Wir haben keine Angst vor dem Tod des Körpers und des Leibes. Wir sind Kinder der Märtyrer und die Kirche wird bestehen. Wir sind nicht allein. Gott ist mit uns. Niemand auf dieser Erde wird uns je in Angst versetzen.

ZENIT: Was können wir in Deutschland für die koptischen Christen tun?

–Bischof Damian: Mit uns beten. Gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Menschenwürde und die Menschenrechte in Ägypten eingehalten werden. Und Sie können unsere Situation bekannt machen und damit dafür sorgen, dass die Verantwortlichen endlich nicht mehr die Augen vor den Tatsachen verschließen können.

Unser Kommentar:
Dieser Bischof spricht Klartext! Und er übertreibt dabei kein bisschen! Aber auch er ist bei aller Klarsicht immer noch ziemlich blauäugig. Er sagt, er verstehe nicht, warum sie religiös verfolgt würden. Auf die Frage, woher der Hass mancher Muslime auf die Christen komme, antwortet er, das liege an den Lehrern (den Imamen) und ihren Lehren in den Moscheen, bei den Freitagspredigten. Die meisten unter ihnen seien vernünftig und würden den Menschen das Gebet, das Fasten und die Tugenden beibringen. Andere jedoch würden Hass sprühen.

Das aber ist eben eine ungenügende, mangelhafte Analyse und Erkenntnis! Der Hass „mancher“ (eigentlich letztlich aller) Muslime auf die Christen kommt vielmehr vom Islam selbst, von seinem Glaubenssystem, von seiner Lehre, von seiner ganzen Weltanschauung. Der Islam, wenn er denn voll und ernst genommen und ernsthaft und konsequent gelebt (und damit auch gepredigt) wird, ist immer Anlass, Begründung und Rechtfertigung des Hasses, der Verachtung, der Verfolgung, der Zerstörung des Christentums, offen oder verdeckt. Denn richtig und absolut klar gesehen sind Islam und Christentum Todfeinde, so wie Christus und Beliar [Belial] (der Widersacher Gottes, Satan, der Antichrist) Todfeinde sind. Die sogenannten „muslimischen Extremisten“ sind nicht diejenigen, die den Islam falsch und unvernünftig interpretieren und praktizieren, sondern sie sind schlicht diejenigen, die seine grundlegenden „Offenbarungen“ und Lehren ernst nehmen und die ihr Leben für deren Durchsetzung und Erfüllung unerschrocken einsetzen. Islamische „Vernünftigkeit“ ist etwas ganz anderes als christliche Vernunft. Deshalb ist auch ein Imam nicht dann „vernünftig“, wenn er den Menschen (nur) das Gebet, das Fasten und die Tugenden beibringt, abgesehen davon, dass all dies Wohlklingende nicht im Dienste der allgemeinen, natürlichen menschlichen Vernunft steht, sondern der entarteten, durch die falsche, widergöttliche „Religion“ verdorbenen „Vernunft“; sondern er wäre nur dann menschlich und gar christlich vernünftig, wenn er der islamischen Irrlehre widersagen und absagen und sich Christus und Seiner göttlichen Lehre zuwenden und hingeben würde!

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Vatikan: Bauverbot von Minaretten keine Einschränkung der Religionsfreiheit

Posted by deislam - 4. Dezember 2009

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09120411 – 04.12.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-19264?l=german

Msgr. Marchetto, Präsident des Päpstlichen Rates für Migranten: Es wird immer möglich sein, Moscheen zu bauen

ROM, 4. Dezember 2009 (ZENIT.org).- Der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Pastoral der Migranten und Menschen unterwegs, Monsignore Agostino Marchetto meinte, dass das Verbot des Baus von Minaretten in der Schweiz nicht gegen die Religionsfreiheit verstoße.

Msgr. Marchetto äußerte dies gegenüber den Medien nach der Entscheidung des Schweizer Referendums, durch das zukünftig das Minarett-Bauverbot in der Verfassung verankert werde. Der Prälat bedauerte, dass die Befürworter des Referendums mit „Angstgefühlen“ spielten, anstatt den „Dialog“ zwischen Muslimen und der einheimischen Bevölkerung gefördert zu haben. Das Ergebnis der Abstimmung, sagte Msgr. Marchetto, zeige eine Besorgnis im Hinblick auf die Physiognomie des Landes, es sei eine Frage der Sichtbarkeit, die Religionsfreiheit sei davon aber nicht betroffen. Das Letztere, sagte er, sei nicht in Frage gestellt worden.

„Es geht hier um eine Angelegenheit, die sich nicht direkt gegen das Recht des Gottesdienstes richtet, denn es wird immer möglich sein, Moscheen zu bauen“, fügte der Erzbischof hinzu. Die Frage beziehe sich auf das Bild, dass die Muslime von ihren Moscheen haben. Man müsse ihre Sensibilität berücksichtigen, aber diese Entscheidung verstoße nicht gegen die Religionsfreiheit, sagte er.

Msgr. Marchetto gab zu bedenken, dass in vielen islamischen Ländern, zum Beispiel für die Sichtbarkeit der Kirchen und Türme, das Umfeld und die Mentalität der Menschen berücksichtigt werden. Der Prälat wünschte sich, dass ein Dialog zwischen jenen initiiert werde, die eine bestimmte Art Moscheen wollen und den Gegebenheiten vor Ort, die manchmal auch ungerechte Sensibilitäten zum Ausdruck bringen.

Unser Kommentar:
Msgr. Marchetto bedauert also, „dass die Befürworter des Referendums ‚mit Angstgefühlen spielten‘ anstatt den ‚Dialog‘ zwischen Muslimen und der einheimischen Bevölkerung gefördert zu haben“!
Erstens haben die Ja-Stimmenden, bzw. die Initiaten, nicht „gespielt“, auch nicht „mit Angstgefühlen“. Die „Angst“, oder besser: die Ängste, die Befürchtungen bestehen ganz einfach, und zwar zurecht. Wer sie nicht hat und wer sie nicht erkennt und anerkennt, weiß schlicht nicht, was der Islam ist; und er weiß dementsprechend auch nicht, was das Christentum ist. Und zweitens ist es nicht Aufgabe der christlichen Einheimischen, den Dialog mit den Muslimen zu fördern, wie er von Anfang an und bis heute praktiziert wird. Nur ein Dialog, der darauf hinausläuft, dass sich die Muslime zu Christus bekehren, ist für wahre Christen ein Auftrag. Und ein solcher Dialog gehört zum allgemeinen Missionsauftrag unseres HERRN und GOTTES! Dabei können und sollen die Christen die „Sensibilität“ der Muslime nach Möglichkeit, Tunlichkeit und Zumutbarkeit berücksichtigen, aber sicher nicht diese als bestimmend für ihre Entscheidungen betrachten, die sie allein nach den Gesetzen und Geboten JESU CHRISTI, des ALLEIN WAHREN GOTTES, fällen sollen.

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Grußwort der Bischöfe und Präsides in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan 2009

Posted by deislam - 7. September 2009

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090503 – 05.09.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18486?l=german

Grußwort der Bischöfe und Präsides in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan 2009

Die Religionen, Kraftquelle zum Engagement für das Wohl aller Menschen

KÖLN, 5. September 2009 (ZENIT.org/PEK.org).- „Wir wünschen Ihnen eine segensreiche Zeit, in der Sie durch Fasten, Beten und Feiern den Glauben an den einen Gott und die Gemeinschaft untereinander vertiefen können“, heißt es in der Grußbotschaft der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen zum muslimischen Fastenmonat Ramadan und zum bevorstehenden Fest des Fastenbrechens.

In dem am 3. September veröffentlichten Dokument danken die katholischen Bischöfe und Präsides der evangelischen Landeskirchen zugleich für „die in diesen Tagen vielfach geübte Gastfreundschaft“, die bei den zahlreichen Einladungen zum Fastenbrechen zum Ausdruck komme. Sie hoffen, „dass durch diese Begegnungen die guten Kontakte zwischen Christen und Muslimen in den Städten und Gemeinden unseres Bundeslandes Nordrhein-Westfalen vertieft und ausgebaut werden“.

Besorgt zeigen sich die Repräsentanten der beiden Kirchen über „eine kleine rechtspopulistische Gruppierung mit dem Namen ,Pro NRW’“, die in den vergangenen Monaten versucht habe, politisch Einfluss zu gewinnen. Diese Gruppierung schüre nicht nur gezielt Vorurteile gegen den Islam und mache pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in den Städten verantwortlich, sie versuche auch die Integrationspolitik sowie das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch oder gefährlich darzustellen. „Die Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar“, betonen die Bischöfe und Präsides. Beide Kirchen hätten sich in der Vergangenheit immer wieder zu einem respektvollen Umgang mit Fremden und einer gleichberechtigten Beheimatung von Muslimen in unserer Gesellschaft bekannt. Dazu gehöre auch das Recht, würdige Moscheen zu errichten, und – sofern die in der Verfassung benannten Voraussetzungen erfüllt seien – die Einführung eines deutschsprachigen islamischen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach.

In ihrem „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) überschriebenen Grußwort verweisen die Kirchenvertreter auf die vielen lokalen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzten und Verantwortung für ihren Stadtteil übernähmen. „Der gemeinsame Einsatz für ein gelingendes Zusammenleben ist das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus.“

Mit Blick auf den notwendigen weltweiten Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sowie die Rechte religiöser Minderheiten sind Bischöfe und Präsides „dankbar, wenn Sie als Teil der weltweiten Glaubensgemeinschaft der Muslime Ihre Möglichkeiten nutzen und für die Rechte der Christen in mehrheitlich muslimischen Ländern eintreten“.

* * *

Sehr geehrte Verantwortliche in den muslimischen Gemeinschaften, liebe muslimische Gläubige,

zum Fastenmonat Ramadan und zum bevorstehenden Fest des Fastenbrechens übermitteln wir Ihnen unsere herzlichen Grüße. Wir wünschen Ihnen auch im Namen der evangelischen und katholischen Christen in unseren Landeskirchen und (Erz-)Bistümern eine segensreiche Zeit, in der Sie durch Fasten, Beten und Feiern den Glauben an den einen Gott und die Gemeinschaft untereinander vertiefen können.

Gleichzeitig danken wir Ihnen für die in diesen Tagen vielfach geübte Gastfreundschaft, die bei den zahlreichen Einladungen zum gemeinsamen Fastenbrechen zum Ausdruck kommt. Wir hoffen, dass durch diese Begegnungen die guten Kontakte zwischen Christen und Muslimen in den Städten und Gemeinden unseres Bundeslandes Nordrhein-Westfalen vertieft und ausgebaut werden.

Mit Sorge haben wir in den vergangenen Monaten wahrgenommen, dass eine kleine rechtspopulistische Gruppierung mit dem Namen „Pro NRW“ versucht hat, politischen Einfluss zu gewinnen. Diese Gruppierung schürt gezielt Vorurteile gegen den Islam, macht pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in Städten und Stadtteilen verantwortlich und versucht, sowohl die Integrationspolitik wie auch das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch und gefährlich darzustellen.

Die Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Die evangelische und die katholische Kirche haben sich in der Vergangenheit immer wieder zu einem respektvollen Umgang mit Fremden und einer gleichberechtigten Beheimatung von Muslimen in unserer Gesellschaft bekannt. Dazu gehört auch das Recht, würdige Moscheen zu errichten, und – sofern die in der Verfassung benannten Voraussetzungen erfüllt sind – die Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach in deutscher Sprache.

Durch Aktionen wie die jährliche „Interkulturelle Woche“ oder das Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ engagieren wir uns für ein friedliches Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten, von Christen und Muslimen. Wir sind dankbar für die vielen lokalen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzen und Verantwortung für den Stadtteil übernehmen. Der gemeinsame Einsatz für ein gelingendes Zusammenleben ist das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus. Daher ermutigen wir Sie, die muslimischen Verantwortlichen, ebenso wie unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Mitglieder der Presbyterien und Pfarrgemeinderäte, dort, wo dies noch nicht geschehen ist, den Kontakt zu suchen und für den gegenseitigen Abbau von Vorurteilen einzutreten.

Wie wichtig es ist, dass Gläubige unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen leben und vor Diskriminierung und gewaltsamen Übergriffen geschützt werden, ist uns in den letzten Monaten mit Blick auf unsere christlichen Schwestern und Brüder im Irak deutlich geworden. Wir sind sehr froh, dass sich Deutschland bereit erklärt hat, im Rahmen eines auf europäischer Ebene abgestimmten Verfahrens besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Unter ihnen sind viele Christen, die in ihrer Heimat aus religiösen Gründen verfolgt wurden.

Das Schicksal dieser Menschen mahnt uns, nicht nachzulassen im weltweiten Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sowie die Rechte religiöser Minderheiten. In diesem Zusammenhang sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie als Teil der weltweiten Glaubensgemeinschaft der Muslime Ihre Möglichkeiten nutzen und für die Rechte der Christen in mehrheitlich islamischen Ländern eintreten. Viele Kontakte zwischen Repräsentanten des Christentums und des Islam auf internationaler Ebene geben Anlass zu der Hoffnung, dass wir unsere Religionen mehr und mehr als Inspiration und Kraftquelle entdecken, die uns zum Engagement für das Wohl aller Menschen drängen.

In diesem Sinne sprechen wir Ihnen unsere besten Wünsche aus und erbitten für Sie und Ihre Gemeinden, für unser Land und die Welt den Frieden Gottes.

Unser Kommentar:
Ach! Diese unverbesserlichen Heuchler und Fälscher und Verräter! Sie wünschen den Antichristen Gottes Segen für ihren Glauben! Sie sind in ihrer theologischen Selbstverdrehung und Verkommenheit unfähig geworden, den Widersinn und die horrende Sünde ihres Redens und Handelns einzusehen. Statt den Fremdling und Eindringling Islam als Erzfeind des Christentums und der (vormals und weithin immer noch) christlichen Heimat zu bekämpfen, verurteilen sie diejenigen (Christen und Vaterlandsliebenden), die es noch wagen, gegen ihn öffentlich Widerstand zu leisten! „Die Positionen dieser Gruppe seien mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar“, behaupten sie frech. Entgegenhalten muss man diesen „Bischöfen“ und „Präsides“, dass vielmehr ihre eigenen Positionen mit dem wahren christlichen Glauben absolut unvereinbar sind.

2. Johannes: 8 Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern dass ihr vollen Lohn erlangen mögt. 9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

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Erzbischof Zollitsch: Religionsfreiheit als Menschenrecht

Posted by deislam - 5. September 2009

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090504 – 05.09.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18487?l=german

Erzbischof Zollitsch: Religionsfreiheit als Menschenrecht – Ansprache im nigerianischen Jos

JOS/BERLIN, 5. September 2009 (ZENIT.org/DBK.de).- Wir veröffentlichen die Ansprache, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, am 3. September anlässlich einer Begegnung mit Erzbischof Ignatius Kaigama und dem Emir von Wase, Alhaji Abdullahi Haruna Maikano, in Jos (Nigeria) gehalten hat.

Die fundamentale Wertentscheidung der modernen westlichen Verfassungsordnungen für die Religionsfreiheit entspreche der christlichen Überzeugung, bekräftigte Erzbischof Zollitsch. „Die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein auf die Würde des Menschen gründendes Menschenrecht macht es auf der einen Seite verständlich und im wohlverstandenen Sinne auch notwendig, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen für den Gedanken eintreten, dass Christen in islamisch geprägten Ländern in gleichem Maße Religionsfreiheit genießen sollten wie Muslime in christlich geprägten.“

Die Ansprachen, die Erzbischof Zollitsch während seiner zehntägigen Nigeria-Reise hielt, und die persönlichen Eindrücke, die er dort sammelte, finden sich in seinem Internetblog.

* * *

Exzellenzen, königliche Hoheit, sehr geehrte Damen und Herren,

bevor ich mit Ihnen einige meiner Gedanken zum Thema „Religionsfreiheit als Menschenrecht“ teile, will ich zunächst meiner Dankbarkeit Ausdruck geben, heute Abend hier in Jos, mitten in dem großen Land Nigeria, mit Ihnen, Herr Erzbischof Kaigama, und Ihnen, königliche Hoheit, zusammen sein zu dürfen.

Ich bin aus Deutschland nach Nigeria gekommen, um die Solidarität der Katholiken in Deutschland mit der katholischen Kirche und mit den Christen Nigerias zu bezeugen. Wir Christen sind ähnlich wie die Angehörigen der islamischen Glaubensgemeinschaft, der umma, Mitglieder einer weltweiten Gemeinschaft, die nicht nur eine Gemeinschaft des Glaubens ist, sondern auch eine Gemeinschaft der gegenseitigen Solidarität und des gegenseitigen Austausches und Lernens.

Lernen durften wir in der letzten Woche von unseren Brüdern in Nigeria, wie sie unter schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen ihren Glauben leben, ihn bezeugen und ihn an die nächste Generation weitergeben. Lernen wollen wir gemeinsam, wie wir Christen noch mehr zur Überwindung von Armut und Leid, Krankheit und Not beitragen können. Einig sind wir uns dabei in der Überzeugung, dass der Glaube an den einen, guten und barmherzigen Gott, der uns alle geschaffen hat und der ein Freund des Lebens ist, uns dazu verpflichtet, mit aller Kraft für bessere Lebensbedingungen, für den Frieden unter den Menschen und für eine gerechtere Welt zu kämpfen.

Nigeria ist ein ähnlich bedeutendes Land in Afrika wie Deutschland in Europa. Die Gestaltung des Zusammenlebens unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften in Nigeria, insbesondere das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen, hat Bedeutung weit über Nigeria hinaus. Auch in Deutschland werden Fragen des Zusammenlebens der Religionen immer wichtiger. Lernen möchten wir Gäste aus Deutschland daher auch etwas darüber, wie die Führer der Religionen gemeinsame Wege zu einem guten Miteinander beschreiten; wie sie dazu beitragen können, den Frieden zu sichern; was sie unternehmen, Unfrieden und Spannungen in Frieden zu verwandeln.

Mit Sorge haben wir Nachrichten aufgenommen, dass es im November letzten Jahres auch hier in Jos zu Spannungen und Gewaltausbrüchen zwischen Menschen christlichen und muslimischen Glaubens gekommen ist. Doch wir haben auch erfahren dürfen, dass Sie, Herr Erzbischof, und Sie Emir von Wase, als die beiden höchsten religiösen Autoritäten dieser Region gemeinsam und mutig Übergriffen und Gewaltausbrüchen entgegengetreten sind. Damit geben Sie  den Menschen ein Beispiel für das gelingende Miteinander von Muslimen und Christen, für den gemeinsamen Einsatz gegen Hass und Gewalt und für die gemeinsame Suche nach mehr Gerechtigkeit. Auf diese Weise bezeugen Sie, dass der eine Schöpfergott, an den Christen und Muslime glauben, zwischen seinen Geschöpfen nicht Hass und Gewalt, sondern Gerechtigkeit und Friede verwirklicht sehen will. Umso dankbarer sind wir, dass Sie uns Gästen aus Deutschland heute Abend Anteil schenken an Ihrer Gemeinschaft.

Islam in Deutschland

Wir haben uns daran gewöhnt, in den Bereichen Wirtschaft und Handel viel von Globalisierung zu sprechen. Inzwischen wird uns immer deutlicher bewusst, dass wir auch im Bereich des Religiösen von Globalisierung sprechen müssen.

Auch für Deutschland gilt, dass das friedliche Zusammenleben und gedeihliche Miteinander von Christen und Muslimen von wachsender Bedeutung für die Entwicklung unseres Landes ist. In Deutschland leben heute rund 4 Mio. Muslime. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch vor zwanzig Jahren, und die Zahlen werden weiter steigen. Nach Frankreich und vor Großbritannien hat Deutschland unter allen Mitgliedsländern der Europäischen Union die zweitgrößte muslimische Bevölkerung.

Ursache für diese dynamisch wachsende islamische Präsenz ist die Arbeitsmigration, die in Deutschland Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einsetzte und bis in die frühen siebziger Jahre andauerte. Der größte Teil der muslimischen Arbeitsmigranten stammt aus der Türkei. Zur wirtschaftlich bedingten Einwanderung von Muslimen kommt als zweite Ursache hinzu ein jahrzehntelang recht großzügiges Asylrecht, das Deutschland zu einem Zufluchtsort für politisch, rassisch und religiös Verfolgte und für Flüchtlinge aus fast allen Krisengebieten der Welt gemacht hat. Bis in den letzten Jahren die Zugangsbarrieren erhöht wurden, sind insbesondere aus den islamischen Ländern, die von vielen Konflikten heimgesucht werden – darunter auch aus Afrika – viele Hunderttausend Menschen als Flüchtlinge zu uns gekommen. Viele von ihnen haben bei uns dauerhaft Zuflucht gefunden und konnten eine neue Existenz aufbauen.

Trotz seiner vornehmlich türkischen Prägung ist der Islam in Deutschland daher auch ein Abbild der Vielgestaltigkeit dieser Weltreligion. Neben den beiden Hauptgruppen der Sunniten und Schiiten sind auch zahlreiche islamische und aus dem Islam hervorgegangene Sondergruppen vertreten. Wie in Afrika gibt es bei uns einen orthodoxen, primär an den überlieferten Gesetzen der Scharia orientierten und einen eher spirituellen, mystisch geprägten Islam. Die vier sunnitischen Rechtsschulen – Hanafiten, Schafi`iten, Malekiten und Hanbaliten – sind bei uns ebenso vertreten wie die schiitische Dschafaria.

Viel zu lange dachte man in Deutschland, die muslimischen „Gastarbeiter“ würden bald in ihre Heimat zurückkehren. Tatsächlich haben viele von ihnen im Laufe der Zeit damit begonnen, ihre Frauen und Kinder nachzuholen. Damit änderte sich die Situation in tiefgreifender Weise. Brauchten die Muslime zunächst nur Gelegenheiten zur Verrichtung der täglichen Gebete, wuchs mit dem Nachzug der Familien das Bedürfnis nach einer vollständigen islamischen Infrastruktur, die die Praktizierung des islamischen Glaubens und seine Weitergabe an die nachwachsende Generation ermöglicht. Derzeit gibt es in Deutschland schätzungsweise rund 2.500 Moscheen. Sie werden alle von privatrechtlich organisierten muslimischen Vereinen getragen. Schon bald sind im Umfeld der Moscheen spezialisierte Geschäfte für religiöse Literatur, für rituell reine Nahrung und für Kleidung gemäß der islamischen Tradition entstanden. Wie sehr sich die religiösen Verhältnisse in Deutschland gewandelt haben, dies wird u.a. auch daran deutlich, dass der Bundesinnenminister den Islam seit nunmehr drei Jahren als „Teil Deutschlands“ bezeichnet.

Einsatz für die Religionsfreiheit in Deutschland

Deutschland ist in seiner Geschichte und Kultur vom Christentum geprägt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung sind Christen. Politisch und rechtlich gesehen aber ist Deutschland kein christliches Land. 1919 wurden Staat und Kirche bzw. Staat und Religion in Deutschland klar unterschieden, nicht aber streng von einander getrennt. Sie kooperieren zum Wohle der Menschen, die sowohl Bürger des Staates als auch Angehörige einer Kirche oder einer anderen Glaubensgemeinschaft sind. Im Zentrum dieser Kooperation steht die Religionsfreiheit. Bereits die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 betont, dass das höchste Streben des Menschen einer Welt gilt, „in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit genießen“. In einem parlamentarisch-demokratischen Rechtsstaat, wie Deutschland 1919 und dann wieder 1949 einer geworden ist, wird Religionsfreiheit gemäß den Übereinkommen der Vereinten Nationen verstanden als ein Menschenrecht. Die Gewährleistung der umfassend verstandenen Religionsfreiheit zählt in Deutschland daher zu den Grundlagen der staatlichen Ordnung. Der vom Christentum geprägte und wertgebundene, aber im Hinblick auf ein spezifisches religiöses Bekenntnis zugleich neutrale Staat hat daher dafür Sorge zu tragen, dass alle seine Bürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit ihren Glauben frei bekennen und praktizieren können.

Die Präsenz des Islam in Deutschland wird im öffentlichen Leben vor allem durch (den Bau von) Moscheen sichtbar. Eine Moschee dient der Verwirklichung der Religionsfreiheit. Ihre Errichtung ist daher im Rahmen der deutschen Rechtsordnung vom Grundrecht auf Religionsfreiheit geschützt. Dies ist nicht nur eine in weiten Teilen der deutschen Politik und Öffentlichkeit vorherrschende Auffassung. Dies entspricht auch der Überzeugung der Deutschen Bischofskonferenz. Die Muslime in Deutschland geben sich heute nicht mehr mit unauffälligen Gebäuden in Stadtrandgebieten zufrieden, sondern sie streben repräsentative Bauten an, oft nach dem Vorbild der großen Moscheen aus der Zeit des Osmanischen Reiches auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Menschen, in deren Nachbarschaft eine solche Moschee gebaut werden soll, empfinden dies allerdings oft als Inbegriff des ihnen religiös oder kulturell Fremden. Zudem zeigt sich, dass dem Bau einer Moschee ein Streit darum folgen kann, ob überhaupt, und wenn ja wie oft und in welcher Lautstärke vom Minarett aus zum Gebet gerufen werden darf. So gibt es in Deutschland zum Bau großer Moscheen sehr verschiedene Auffassungen und Kontroversen, die indessen Gott sei Dank bislang regelmäßig ohne Gewaltanwendung und alles in allem friedlich gelöst werden. Dazu trägt die Deutsche Bischofskonferenz bei, indem sie das Recht der Muslime zum Bau von Moscheen öffentlich verteidigt und andererseits die Muslime zu mehr Dialog mit der Gesellschaft ermutigt und zu mehr Transparenz bei der Finanzierung auffordert. Zugleich setzt sich die Kirche auf der Ebene der Gemeinden für angemessene Lösungen ein, die den legitimen Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Die erfolgreiche Bewältigung von Moscheebaukonflikten hat sich wiederholt als Ansatzpunkt für ein offeneres Miteinander erwiesen.

Zu den wichtigsten religionspolitischen Anliegen der Muslime in Deutschland gehört die Verbesserung der religiösen Bildung der in Deutschland heranwachsenden muslimischen Jugend. Die von den Moscheegemeinden angebotenen Korankurse werden fast ausschließlich von Imamen aus den Herkunftsländern durchgeführt. Sie gelten – auch bei vielen Muslimen – als nicht ausreichend. Mit den Korankenntnissen werden häufig zugleich auch die in den Herkunftsländern der jeweiligen Imame geltenden Verhaltensnormen vermittelt, ohne dass die völlig andere Lebenssituation der in Deutschland aufwachsenden Kinder Berücksichtigung findet. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich vor diesem Hintergrund wiederholt und mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass die muslimischen Kinder und Jugendlichen an öffentlichen Schulen unter den gleichen, in der Verfassung verankerten Bedingungen Religionsunterricht erhalten wie christliche. Sie begrüßt, dass inzwischen an mehreren deutschen Universitäten auch muslimische Religionslehrer für die Durchführung von Islamunterricht an öffentlichen Schulen ausgebildet werden.

Die Lehre der katholischen Kirche über die Religionsfreiheit als ein Menschenrecht

Historisch gründet unsere heutige wertgebundene, in religiöser Hinsicht aber neutrale Verfassungsordnung auf der traurigen Erfahrung von blutigen Religionskriegen. In ihrer Folge hat der Staat das Wahrheitsmonopol aus der Hand gegeben, indem er notgedrungen lernte, auf die Durchsetzung religiöser Überzeugungen mit staatlicher Gewalt zu verzichten. Für die katholische Kirche liegt der tiefere Grund für die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein Bürger- bzw. Menschenrecht in ihrer Überzeugung, dass Gott den Menschen als ein freies Gegenüber geschaffen hat und dass der Glaube an Gott nur in freier Entscheidung authentisch gelebt werden kann.

Die Lehre der katholischen Kirche zur Frage der Religionsfreiheit hat sich im 19. und 20. Jahrhundert weiterentwickelt und im II. Vatikanischen Konzil ihren bisherigen Abschluss gefunden. Das vielleicht wichtigste aller Dokumente des II. Vatikanischen Konzils ist die Erklärung über die Religionsfreiheit vom 7. Dezember 1965. In diesem Dokument bekennt sich die katholische Weltkirche nach intensiver Diskussion zu der Auffassung, „dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat“. Noch wichtiger als dieses Bekenntnis selbst ist, wie es begründet wird: „Ferner erklärt das Konzil, das Recht auf religiöse Freiheit sei in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet, so wie sie durch das geoffenbarte Wort Gottes und durch die Vernunft selbst erkannt wird.“

Nach dieser Lehre der Kirche entspricht Religionsfreiheit mit anderen Worten dem Willen unseres Schöpfers selbst. Diese Erkenntnis ist von größter Bedeutung. Daraus müssen sich nach der Überzeugung der Väter des Konzils Konsequenzen für die staatliche Rechtsordnung ergeben. In der Erklärung zur Religionsfreiheit des II. Vatikanischen Konzils heißt es daher weiter: „Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muss in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, dass es zum bürgerlichen Recht wird.“

Mit diesen Aussagen erteilt die katholische Kirche älteren, zuvor von vielen ihrer eigenen Führer vertretenen Auffassungen eine endgültige Absage, denen zufolge Religionsfreiheit dem Anspruch auf Wahrheit unterzuordnen, also nur für die Christen zu fordern und vom Staat nur für Christen zu verwirklichen wäre. Sie stellt sich, indem sie die Religionsfreiheit menschenrechtlich grundgelegt hat, auf den Boden der modernen Verfassungsentwicklungen, welche den demokratischen Rechtsstaat hervorgebracht haben, dessen vornehmste Aufgabe in der Gewährleistung der Menschenrechte einschließlich der Religionsfreiheit liegt. Indem sie diese menschenrechtliche Grundlegung letztlich in der Würde des Menschen und damit in der Schöpfung selbst verankert, liefert sie eine theologische Grundlage für ein friedliches, von Respekt füreinander geprägtes Zusammenleben verschiedener Religionen: Es geht um den entscheidenden  und zukunftsweisenden Auftrag, nicht nur für die eigene religiöse Freiheit, sondern auch für die religiöse Freiheit der anderen einzutreten.

Die fundamentale Wertentscheidung der modernen westlichen Verfassungsordnungen für die Religionsfreiheit entspricht somit auch christlicher Überzeugung. Die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein auf die Würde des Menschen gründendes Menschenrecht macht es auf der einen Seite verständlich und im wohlverstandenen Sinne auch notwendig, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen für den Gedanken eintreten, dass Christen in islamisch geprägten Ländern in gleichem Maße Religionsfreiheit genießen sollten wie Muslime in christlich geprägten.

Das Grundrecht der Religionsfreiheit steht nicht nur in der deutschen Gesellschaft, sondern nahezu überall in der Welt zunehmend im Kontext der Religionsverschiedenheit und in Teilen der Welt auch der Religionslosigkeit. Wo die Grenzen zwischen der Glaubensfreiheit des einen und der Glaubensfreiheit des andern zu ziehen sind, darüber müssen sich unsere Gesellschaften auf friedlichem Wege verständigen. Christen und Muslime sind auch in diesem Zusammenhang aufgefordert, sich über ihren Glauben auszutauschen, Brücken des Vertrauens zu bauen und den Völkern, in denen sie leben, damit überzeugende Beispiele zu geben. Unter diesem Vorzeichen sehe ich auch unser heutiges Zusammentreffen und die Möglichkeit des Gedankenaustauschs. Dafür bin ich Ihnen von Herzen dankbar.

Unser Kommentar: (folgt!)

Siehe dazu vorerst (auch) unsere 4-teilige Stellungnahme zur Konzilserklärung „über die Religionsfreiheit“:

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Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit – „Dignitatis Humanae“ (4)

Posted by deislam - 25. Mai 2009

Im Teil II des Konzilsdokuments über die Religionsfreiheit (Abschnitt 9) wird behauptet, dass „besonders die religiöse Freiheit in der Gesellschaft völlig im Einklang mit der Freiheit des christlichen Glaubensaktes“ sei, dass also die vom 2. Vaticanum definierte Religionsfreiheit „im Lichte der Offenbarung“ gesehen werden könne/müsse. Es wird zwar eingestanden, dass „die Offenbarung das Recht auf Freiheit von äußerem Zwang in religiösen Dingen nicht ausdrücklich lehrt“, aber dann doch versucht, diese neue „Lehre über die Religionsfreiheit“ auf „die allgemeinen Prinzipien“ „der Würde der menschlichen Person“ zu gründen. Die Lehre der katholischen Kirche war jedoch bis zum 2. vatikanischen Konzil immer die, dass nur die eine wahre göttliche Religion in der Öffentlichkeit (in der Gesellschaft, im Staate) ein Recht, einen Anspruch auf Freiheit, auf ungehinderte Entfaltung, Betätigung, auf uneingeschränkten Vollzug hat. Siehe päpstliche Dokumente, z.B. zum „Syllabus„, oder z.B.:

Über die Trennung von Kirche und Staat (Hl. Papst Pius X. „Vehementer Nos“ ):

„Der Grundsatz, daß Staat und Kirche getrennt werden müßten, ist fürwahr ein ganz falscher und im höchsten Grade verderblicher Grundsatz. – Denn wer sich auf den Boden der Annahme stellt, daß der Staat sich in keiner Weise um die Religion bekümmern dürfe, fügt zuvörderst Gott ein großes Unrecht zu, der ebenso Begründer und Erhalter der menschlichen Gesellschaft als des Lebens der einzelnen Menschen ist. Deshalb kann sich der Kult nicht auf das Gebiet des Privatlebens zurückziehen, sondern er muß ein öffentlicher sein. – Ferner liegt diesem Grundsatz deutlich genug die Leugnung des Übernatürlichen zu Grunde. Denn es werden hierbei die staatlichen Unternehmungen ganz allein nach den Aussichten für die Wohlfahrt dieses sterblichen Lebens bemessen, welche ja wohl die nächste Angelegenheit der bürgerlichen Gesellschaft ist; die höchste Angelegenheit der Bürger aber, die ewige Seligkeit, welche jenseits des kurzen Erdenlebens uns sich darbietet, vernachlässigt er vollständig als eine dem Staate fremde Sache. Und doch sollte das Staatswesen gemäß der ganzen Ordnung der wandelbaren irdischen Dinge für die Erreichung des absoluten, höchsten Gutes nicht hinderlich, sondern förderlich sein. – Sodann durchbricht er die von Gott mit höchster Weisheit getroffene Ordnung der menschlichen Dinge, welche ohne Zweifel die Eintracht zwischen der religiösen und der bürgerlichen Gesellschaft erheischt. Denn da beide, wiewohl auf getrenntem Gebiete für sich, doch eine Herrschaft über dieselben Menschen ausüben, so müssen sich oft die Verhältnisse so gestalten, daß Kenntnisnahme davon und Beurteilung auf beiden Seiten erforderlich wird. Wo nun der Staat mit der Kirche keine Beziehungen unterhält, da werden solche Verhältnisse leicht zum Anlaß von für beide Seiten recht bittern Streitigkeiten, welche den Sinn für die Wahrheit zu großer Verwirrung der Gemüter trüben. – Das hat schließlich auch für den Staat sehr große Nachteile im Gefolge. Bei Zurücksetzung der Religion kann die bürgerliche Gesellschaft nicht blühen und fest bestehen bleiben. Jene ist der oberste Führerin und Lehrerin für den Menschen in Sachen der gewissenhaften Beobachtung von Recht und Pflicht.“

Christus hat selbstverständlich die Freiheit des Menschen in Erfüllung der Pflicht, dem Wort Gottes zu glauben, beachtet; aber eben: „dem Wort Gottes zu glauben“ und nicht: jedem beliebigen Wort zu glauben, das sich als „Wort Gottes“ ausgibt, es aber nicht ist, nicht sein kann, da es dem wahren Wort Gottes offensichtlich und nachweisbar widerspricht. Selbstverständlich soll der Mensch freiwillig durch seinen Glauben Gott anworten, soll also niemand gegen seinen Willen zur Annahme des Glaubens gezwungen werden dürfen. Doch es entspricht absolut nicht völlig der Wesensart des Glaubens, dass in religiösen Dingen jede Art von Zwang von seiten der Menschen ausgeschlossen ist. Denn als „religiöse Dinge“ gelten heute in der säkularen, laizistischen Gesellschaft durchaus auch Dinge, die religions(be)hindernd und -zerstörend sind. Alle Menschen sind von ihrem Erlöser Christus losgekauft und zur Annahme an Sohnes Statt berufen, mit vernunftgemäßen und freiem Glaubensgehorsam dem sich offenbarenden Gott anzuhangen und den christlichen Glauben in ihrer ganzen Lebensführung tatkräftig zu bekennen. Gott ruft alle Menschen zu Seinem Dienst im Geiste und in der Wahrheit; denn Er „will, dass alle Menschen selig werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4) und sie werden deshalb durch diesen Ruf im Gewissen verpflichtet, aber nicht gezwungen. Denn Er nimmt Rücksicht auf die Würde der von ihm geschaffenen menschlichen Person, die nach eigener Entscheidung in Freiheit leben soll. Aber diese Freiheit berechtigt weder die einzelne Person noch Interessensgemeinschaften (sogenannte Religionsgemeinschaften), die göttliche Religion und die göttlichen Sitten mittels ihrer Gegen-„Religion“, die Sitten mittels ihrer Un-Sitten in der Öffentlichkeit zu konkurrenzieren und zu verdrängen, d.h. „Unkraut zu säen“ und damit den „Weizen“ zu ersticken. Gewiss lehnte es Christus ab, ein politischer Messias zu sein, der äußere Machtmittel anwendet. Damit hat Er aber nicht gelehrt und nicht angeordnet, dass Seine Kirche keine Politik machen und keine äußeren Machtmittel haben und einsetzen dürfe. Die Kirche hatte in ihren Blütezeiten als „äußere Machtmittel“ die Machtmittel des mit ihr verbundenen christlichen Staates. Denn Christi Reich wird auch (wenn notwendig) mit dem „Schwert“ beschützt und kann (bleibend) nur gefestigt werden im Bezeugen und Hören der Wahrheit und in der Kraft der Liebe, in der Christus, am Kreuz erhöht, die Menschen an sich zieht, wenn Sein Reich von den Seinen wachsam, tatkräftig „befestigt“ wird und von Seinen Feinden nicht „erstickt“, verwüstet und zerstört wird (werden kann). Denn die göttliche Kraft des Wortes Gottes ist nur dann imstande, die gottwidrigen Mächte zu zerstören und die Menschen dahin zu führen, an Christus zu glauben und ihm zu gehorchen, wenn die staatliche Autorität eine von Gott legitimierte ist und somit die Menschen nicht dahin (ver-)führt, nicht an Christus zu glauben und ihm nicht zu gehorchen. Obwohl es bei Römer 13,1 ff heißt: „Jedermann unterwerfe sich der obrigkeitlichen Gewalt; denn es gibt keine Gewalt außer von Gott [es gibt keine Gewalt, die nicht von Gott stammt]; die bestehenden Gewalten aber sind von Gott angeordnet. Wer also sich der Gewalt widersetzt, der widersetzt sich der Anordnung Gottes; die sich aber dieser widersetzen, ziehen sich selbst ihr Strafgericht zu“, so gilt es zu bedenken, dass hier nur die rechtmäßige, von Gott (implizit) bevollmächtigte Gewalt gemeint sein kann, niemals aber die Gewalt im Dienste letztlich Seines Widersachers, des Satans. Ja, die Lehre der Kirche, dass niemand zum Glauben gezwungen werden darf, hat die Zeiten überdauert. Aber dass „in der bürgerlichen Gesellschaft in religiösen Dingen die Würde der Person des Menschen vor jedem menschlichen (also auch rechtsstaatlichen) Zwang geschützt werden müsse“, gehörte nie zur Lehre, die sie (die Kirche) von ihrem Meister und von den Aposteln empfangen hatte. Dem Geist des Evangeliums ist sie tatsächlich „wenig entsprechend“, ja ihr sogar entgegengesetzt.
Treffend sagt das Dokument indessen im Paragraph 13: „Im Rahmen alles dessen, was zum Wohl der Kirche, ja auch zum Wohl der irdischen Gesellschaft selbst gehört und was immer und überall gewahrt und gegen alles Unrecht zu verteidigen ist, steht sicherlich mit an erster Stelle, dass die Kirche eine so große Handlungsfreiheit genießt, wie sie die Sorge für das Heil der Menschen erfordert. In der Tat ist sie etwas Heiliges, diese Freiheit, mit der der eingeborene Sohn Gottes die Kirche beschenkt hat, die er sich in seinem Blute erwarb. Sie gehört in Wahrheit der Kirche so sehr zu eigen, dass, wer immer gegen sie streitet, gegen den Willen Gottes handelt. Die Freiheit der Kirche ist das grundlegende Prinzip in den Beziehungen zwischen der Kirche und den öffentlichen Gewalten sowie der gesamten bürgerlichen Ordnung.“ Und weiter: „In der menschlichen Gesellschaft und angesichts einer jeden öffentlichen Gewalt erhebt die Kirche Anspruch auf Freiheit als geistliche, von Christus dem Herrn gestiftete Autorität, die kraft göttlichen Auftrags die Pflicht hat, in die ganze Welt zu gehen, um das Evangelium allen Geschöpfen zu verkündigen.“ „Denn nach dem Willen Christi ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit; ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen und authentisch zu lehren, zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung, die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen, autoritativ zu erklären und zu bestätigen.“ „Denn der Jünger hat gegenüber Christus, dem Meister, die ernste Pflicht, die von ihm empfangene Wahrheit immer vollkommener kennenzulernen, in Treue zu verkünden und kraftvoll zu verteidigen (unter Ausschluss aller Mittel, die dem Geist des Evangeliums entgegengesetzt sind).“
Die Kirche kann aber nur in dem Maße das Evangelium allen Geschöpfen verkündigen und zum Wohl der irdischen Gesellschaft für alle die Lehrerin der Wahrheit sein und die Prinzipien der sittlichen Ordnung autoritativ erklären und zu deren Beobachtung und Einhaltung führen, als die öffentlichen Gewalten sowie die gesamte bürgerliche Ordnung sie durch ein Gewährenlassen derjenigen, die im Namen ihrer „Religion“ das Evangelium verleugnen und bekämpfen und die sittliche Ordnung untergraben, an ihrem heilsschädlichen Tun wirksam hindern. Die „Religionsfreiheit“ im Sinne des Konzilsdokuments „Dignitatis Humanae“ ist also dem Geist des Evangeliums und der jahrtausendealten Lehre und Tradition der Kirche entgegengesetzt. Und die Früchte, die dieses Dokument seit dem 7. Dezember 1965 hervorgebracht hat, lassen dessen falschen Geist erkennen. Der Sauerteig des Evangeliums ist so im Geist der Menschen geschwunden und hat viel dazu beigetragen, dass die Menschen im Laufe der Zeit die Würde ihrer Person immer weniger erkannten. Und darum muss (spätestens) jetzt (wieder) die Überzeugung heranreifen, in religiösen Dingen müsse sie [die menschliche Person] in der bürgerlichen Gesellschaft vor jedem antichristlichen Einfluss geschützt werden. Also: keine Freiheit für „die Religionen„, sondern Freiheit nur für die Religion. Nur die Wahrheit macht frei. Jede Unwahrheit macht unfrei, setzt in Gefangenschaft, versklavt. Die Würde der menschlichen Person wird besonders durch „religiöse“ Unwahrheit verletzt, die verhindert, dass sie zur eigentlichen, ewigen, übernatürlichen, vollendeten Würde gelangen kann.

Empfehlenswerter Lesestoff:

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Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis Humanae“ (2)

Posted by deislam - 30. April 2009

Wie in unserem Teil 1 schon einleitend gesagt, ist es für Christen und namentlich für die Führerschaft der Christenheit völlig verfehlt, davon auszugehen, dass der „Staat“ weltanschauungsneutral zu sein hat. Der „Staat“ (der Staatsapparat) wird gebildet, verwaltet und geführt von Menschen. Und da GOTT der Schöpfer, Eigentümer, Erzieher, Lehrer und Richter aller Menschen ist, gibt es keine Menschen, die außerhalb Seiner Oberhoheit und Seines Einflusses stehen, die Ihm gegenüber „neutral“ sein können/dürfen, auch wenn sie im Dienste des Staates, also ihrer Mit-Menschen, ihre Funktion(en) ausüben. Der Wesenszweck der staatlichen Gewalt besteht nicht in der Sorge nur für das zeitliche Gemeinwohl, sondern in der Sorge für das umfassende Gemeinwohl mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, wobei das Gemeinwohl eben nicht auf ein zeitliches beschränkt werden kann. Das Wohl des Einzelnen wie das Gemein-Wohl umfasst immer das Gesamt-Wohl des Menschen: Leib und Seele, Zeit und Ewigkeit, Diesseits und Jenseits, Erde und Himmel. Jeder Staat, jede Gesellschaft besteht (ausschließlich) aus Menschen, die zum ewigen glückseligen Leben mit Gott berufen sind, und die – wenn sie dieses Ziel nicht anstreben und nicht erreichen – ein ewiges unseliges („un-wohles“, unheiles, unheiliges) Leben in Gottferne erleiden müssen. Der „Staat“ hat also die Aufgabe, mit seinen zeitlichen und irdischen Mitteln nebst der Ermöglichung eines geordneten, friedlichen, ersprießlichen Zusammenlebens das rechte, richtige, wahre religiöse (und sittliche) Leben der Bürger anzuerkennen, zu schützen, zu fördern, zu begünstigen und dementsprechend das falsche, irrige, schein- und anti-religiöse, gemein-schädliche Leben in der Öffentlichkeit möglichst zu verhindern und wenn nicht verhinderbar, höchstens (in Grenzen) zu tolerieren.

Die Sozialnatur des Menschen wie auch der Religion verlangt gewiss (religiöse) Gemeinschaft(en). Und den einzelnen Menschen kommt zwar die Freiheit als Freisein vom Zwang, „in religiösen Dingen“ (auch) nach ihrem irrigen Gewissen zu handeln, zu, aber nur persönlich und privat, nicht öffentlich. In Gemeinschaft und öffentlich zu agieren, darf ein nach Gottes Gesetzen konstituierter und geführter Staat jenen nicht gestatten, die Seine (Gottes) Gesetze und Gebote missachten und verachten. Das heißt: Gemeinschaften, die das ewige Heil behindern oder verhindern, steht nicht rechtens die Freiheit zu (wie es in DH Abschnitt 4 heißt), „sich gemäß ihren eigenen Normen zu leiten, der Gottheit in öffentlichem Kult Ehre zu erweisen, ihre Glieder durch Unterricht zu unterstützen und jene Einrichtungen zu fördern, in denen die Glieder zusammenarbeiten, um das eigene Leben nach ihren religösen Grundsätzen zu ordnen“; denn die „Gottheit“ falscher Religionen ist eben nicht die wirkliche, wahre Gottheit; sie ist immer eine (bloße) menschliche Einbildung, ein Phantasieprodukt, ein Zerrbild, ein Idol, ein Abgott, ein Götzenbild, und damit ist ein ihr geltender Kult nicht Verehrung „der Gottheit“, sondern Verunehrung des einzig wahren Gottes, ja letztlich (sträfliche) Gotteslästerung. In gleicher Weise steht solchen pseudoreligiösen Gemeinschaften auch nicht das Recht zu, „ihre eigenen Amtsträger auszuwählen, zu erziehen, zu ernennen und zu versetzen, mit religiösen Autoritäten und Gemeinschaften in anderen Teilen der Erde in Verbindung zu treten, religiöse Gebäude zu errichten und zweckentsprechende Güter zu erwerben und zu gebrauchen“. Und sie haben auch nicht das Recht, „keine Behinderung bei der öffentlichen Lehre und Bezeugung ihres Glaubens in Wort und Schrift zu erfahren“. Sie müssen nach Gottes Gesetz vielmehr mittels staaticher Vorschriften und Gesetze („durch Mittel der Gesetzgebung und durch verwaltungsrechtliche Maßnahmen“) daran gehindert werden.

Die Familie ist „eine Gesellschaft eigenen und ursprünglichen Rechtes“. Ihr steht tatsächlich das Recht zu, ihr häusliches religiöses Leben unter der Leitung der Eltern in Freiheit zu ordnen. Das gilt jedoch nur für die Familie, die diesen Namen verdient, die wirklich eine solche ist, nämlich eine Familie nach dem Willen und den Gesetzen Gottes, ihres Ursprungs. Eine Schein-Familie, eine Familie, die die göttlichen Kriterien nicht erfüllt, die den Anordnungen Gottes widerspricht, hat in einer gottgewollten und gottwohlgefälligen zivilen Ordnung kein eigenes und ursprüngliches Recht. Deren Eltern haben kein Recht, „die Art der religiösen Erziehung ihrer Kinder gemäß ihrer eigenen (irrigen) religiösen Überzeugung zu bestimmen, in Freiheit Schulen und andere Erziehungseinrichtungen zu wählen“. Und die Rechte solcher Eltern werden nicht verletzt, wenn deren Kinder „gezwungen werden, einen Schulunterricht zu besuchen, der der (irrigen) religiösen Überzeugung der Eltern nicht entspricht“; denn kein Mensch hat vor Gott das Recht, andere Menschen, auch die eigenen Kinder, zu verführen, vom Unterricht über die wahre Religion abzuhalten und auszuschließen.

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