ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Archive for the ‘Afrika’ Category

Politischer Wandel in Nordafrika: Mehr Rechte auch für die Kirche? – Einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden

Posted by deislam - 23. März 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11032301 – 23.03.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-22826?l=german

Von Prof. Dr. Rudolf Grulich*

ROM, 23. März 2011 (ZENIT.org).- Seit der Revolution in Tunesien ist die arabische Welt im Umbruch. Obwohl derzeit verschiedene arabische Länder im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen, wird außer in Ägypten kaum nach der Kirche in diesen Staaten gefragt. In Nordafrika verlief nach der Reichsteilung unter Kaiser Theodosius im Jahre 395 die Grenze zwischen Ost- und Westrom im Gebiet zwischen dem heutigen Libyen und Ägypten. Während es in Ägypten bis heute noch Millionen von christlichen Kopten gibt, verschwand im römischen Nordafrika das Christentum schon bald nach der arabischen Eroberung.

Nordafrika war einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden. Hier hatte das Christentum früh Fuß gefasst und der Kirche große Heilige geschenkt: Märtyrer wie den heilige Cyprian oder die heiligen Perpetua und Felicitas und christliche Theologen und Kirchenlehrer wie Tertullian und Augustinus. Aber als schon unter den ersten Kalifen die Araber ganz Nordafrika eroberten, konnten sie sogar nach Spanien übersetzen, um dort bis zum Jahre 1492 zu bleiben. In der Heimat eines Tertullian und Augustinus ging das Christentum unter. Nur die Titularbistümer katholischer Weihbischöfe erinnern noch an die vielen Bischofskirchen in Nordafrika.

Im Mittelalter und in der Neuzeit waren es nur Zehntausende von Christensklaven, die in Tunis, Algier und Tripolis das Christentum repräsentierten. Erst die Kolonialmächte Frankreich, Spanien und Italien bauten wieder Kirchen für ihre Siedler in Algerien, Tunesien, Marokko und Libyen. Mit dem Rückzug der Kolonialherren, mit der Auswanderung, Umsiedlung und oft Vertreibung der angesiedelten Europäer sank die Zahl der Christen in einem Ausmaß, das wir in dieser erschreckenden Dezimierung nur vom Gebiet der heutigen Türkei kennen. So hatte Algerien bis zum Ende der französischen Herrschaft unter knapp zehn Millionen Einwohner 1,5 Millionen Christen, größtenteils Katholiken. Heute sind es bei inzwischen 30 Millionen nur noch 4000 Katholiken.

Nicht ganz so krass, aber auch erschreckend ist der Rückgang der Christen in Marokko, Tunesien und Libyen. Tunesien und Marokko waren bis zu den Unruhen dieses Jahres beliebte Urlaubsländer, aber welcher europäischer Christ fragte dort nach einer Kirche oder nach der Möglichkeit zum Gottesdienst? Was boten Pilgerbüros bei ihren Programmen nach Nordafrika an, um christliche Gemeinden kennen zu lernen?

Als im 19. Jahrhundert die Kolonialmächte Afrika unter sich verteilten, war auch Nordafrika nur ein Objekt. Es begann 1831 mit der Landung der Franzosen in Algier und setzte sich auch noch achtzig Jahre später fort, als Italien Libyen annektierte. Die Engländer beherrschten faktisch seit 1882 Ägypten, die Franzosen seit 1881 auch Tunesien und mit den Spaniern zusammen Marokko. Im Jahr 1909 gab Frankreich der Regierung in Rom freie Hand, was Italien ausnutzte, um im Schatten der Balkankriege das heutige Libyen, das alte Tripolitanien und die Cyrenaica zu besetzen und noch in den 30er Jahren einen völkermordähnlichen Krieg gegen Aufstände der Bevölkerung zu führen. Wie im Osten des Mittelmeeres, wie in Palästina, Kurdistan oder Zypern lastet noch heute diese Schuld auf den Schultern der Kolonialmächte, wie 2010 die Gespräche von Ghaddafi mit Berlusconi bei seinem Besuch im Rom zeigten.

Rom hatte aber auch vor dem Vordringen der europäischen Kolonialmächte dieses Gebiet nie vergessen. Das zeigen die marokkanischen Märtyrer, als bereits Franz von Assisi die ersten Brüder in die Mission schickte, aber auch die Errichtung einer Apostolischen Präfektur 1624 in Tunis, die 1843 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Um 1630 begannen auch die Franziskaner mit der Missionsarbeit in Libyen, vor allem unter Ausländern und Christensklaven. Das gleiche geschah in den Hafenstädten Algeriens und in Marokko. Im 19. Jahrhundert wurde eine Hierarchie eingeführt: Algier wurde 1838 Bistum und 1866 Metropolitansitz mit den Suffraganbistümern Oran und Constantine. Erst 1955 wurde das Vikariat Ghardaia in der Sahara zum Bistum Laghouat (in Nordalgerien) erhoben.

In Tunesien wurde 1885 eine Erzdiözese mit dem Titel von Karthago und einem Primas für Afrika errichtet. In Marokko gab es seit 1630 eine Apostolische Präfektur und seit 1908 ein Apostolisches Vikariat, das 1956 zum Erzbistum Tanger erhoben wurde. Rabat war 1923 Sitz eines Apostolischen Vikars und seit 1955 eines Erzbischofs. In Benghazi, im heutigen Libyen, errichteten erst die Italiener nach dem Ersten Weltkrieg ein Apostolisches Vikariat, 1939 auch in Derna und Tripolis.

Wie stark noch vor dem Zweiten Weltkrieg das Christentum, wenn auch meist nur in Gestalt von Europäern, im nördlichen Afrika vertreten war, können wir für wichtige Städte belegen. Algier hatte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg 257.000 Einwohner, darunter waren aber 175.000 Europäer, zumeist Franzosen und Italiener. In Oran waren von 164.000 Einwohner nur 15.000 Muslime und 6.800 Juden, die Mehrheit waren Christen. In Constantine stellten die Europäer die Hälfte der Bevölkerung von 105.000 Einwohnern. Tunis zählte bei 200.000 Einwohnern über 33.000 Franzosen und 40.000 Italiener. In Tripolis machten die Araber und Berber nur die Hälfte der Einwohner von 72.000 aus, denn es gab dort neben 20.000 Italienern auch 15.000 Juden und 4.000 katholische Malteser.

Der Baedecker-Reiseführer „Mittelmeer“ von 1934 verzeichnet auf den Stadtplänen noch Kathedralen und christliche Friedhöfe, Klöster und christliche Krankenhäuser in Tanger und Algier, Oran und Constantine, in Tunis und Tripolis. Ein Vergleich der Zahlen des Päpstlichen Jahrbuches 1961 nach dem Ende des Algerienkrieges mit heute zeigt den Rückgang der Kirche. So sank die Zahl der Christen in Tunesien von 280.000 Gläubigen bei 3,8 Millionen Einwohner auf heute 20.000 bei einer Bevölkerung von nun mehr als zehn Millionen, in Marokko lebten 1959 im Erzbistum Tanger 100.000 Katholiken unter 1,1 Millionen Einwohnern, im Erzbistum Rabat 370.000 unter 8,5 Millionen. Heute sind die Zahlen auf 2.000 Katholiken unter vier Millionen Einwohner im Erzbistum Tanger und auf 20.000 unter 28 Millionen Muslimen im Erzbistum Rabat geschrumpft.

Das Erzbistum Algier hatte bis zum Ende der französischen Herrschaft 350.000 Katholiken (bei 3,1 Millionen Einwohner), die Bistümer Oran und Constantine 375.000 und 180.000 Katholiken unter 2,2 Millionen Einwohnern in Oran und 3,5 Millionen in Constantine. Heute zählt die Erzdiözese Algier nur noch 1.500 Katholiken bei mehr als zehn Millionen Einwohnern, die Bistümer Oran und Constantine 400 beziehungsweise 300 Gläubige unter 7,5 Millionen Muslimen in Oran und elf Millionen in Constantine. Durch die Aktivitäten protestantischer Freikirchen und neoprotestantischer Gruppen gibt es aber heute auch einige Tausend Protestanten in kleinen Hausgemeinden.

Da die Revolution in Tunesien relativ unblutig verlief und man von diesem Land demokratische Strukturen erhofft, ist auch ein Blick auf die dortige Kirche angebracht. Als Papst Johannes Paul II. dieser kleinen Herde in Tunesien am 14. April 1996 einen Pastoralbesuch widmete, kam darin auch die Sorge des Heiligen Vaters zum Ausdruck. In seiner Ansprache an die Bischöfe der Regionalen Bischofskonferenz für Nordafrika (CERNA) erinnerte der Papst an die große Geschichte der Kirche im heutigen Tunesien, aus dem Heilige und Päpste wie Viktor, Miltiades und Gelasius stammten.

In den letzten 60 Jahren ist der Anteil der Katholiken von einst zehn Prozent auf 0,2 Prozent gesunken. Es gibt heute zwölf Pfarreien unterschiedlicher Größe, die von elf Diözesanpriestern und 17 Ordensleuten betreut werden. In den Pfarreien, vor allem aber in schulischen und karitativen Einrichtungen, arbeiten noch 153 Ordensschwestern. Vor 60 Jahren waren es noch 238 Pfarreien mit 80 Diözesan- und 90 Ordenspriestern. Ordensschwestern gab es 1949 noch etwa 500. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens kam es zum Exodus vieler Europäer. Im Jahr 1970 arbeiteten zwar noch 410 Ordensfrauen im Lande, aber die Zahl der Katholiken war schon auf 35.000 in nur noch 21 Pfarreien mit 37 Diözesanpriestern und 46 Ordenspriestern gesunken.

Millionen von Christen aus Europa besuchten Jahr für Jahr Tunesien. Das Land lockte mit Billigangeboten an seinen Stränden, mit antiken Ruinenstädten wie Karthago, ja sogar mit alten Synagogen. Aber welcher europäische Tourist fragte nach Kirchen? Die Kathedrale in Tunis ist nicht zu übersehen. Sie ist dem heiligen Vinzenz von Paul geweiht. Vinzenzschwestern arbeiten im großen katholischen Krankenhaus. Dagegen steht heute die im 19. Jahrhundert gebaute Kathedrale in Karthago leer. Obwohl die Christen meist Europäer sind, hat der Vatikan im Jahre 2005 einen Araber aus Palästina, Msgr. Maroun Lahham, zum Bischof ernannt.

Als Johannes Paul II. 1996 Tunis besuchte, zelebrierte er am 14. April in der Kathedrale in Tunis. In Karthago traf er sich mit Vertretern aus der Welt der Kultur, Politik und Religion. Im Treffen mit den Bischöfen der CERNA, bei dem auch die anderen nordafrikanischen Bischöfe anwesend waren, würdigte der Papst die missionarischen Intuitionen von Kardinal Charles Lavigerie, dem Gründer der Weißen Väter, und die Spiritualität des inzwischen seligen Charles de Foucauld, der 1916 im algerischen Tamanrasset ermordet wurde. Der Kirche im Maghreb sei auch eine Kirche Afrikas, für die der Papst eine eigene Synode einberief.

Tunesien ist zwar ein islamisches Land, aber unter den islamischen Staaten doch eines der freiesten. „Die Regierung steht christlichem Proselytismus ablehnend gegenüber, zeigt aber gegenüber ausländischen religiösen Minderheiten Toleranz“, stellt ein evangelisches Handbuch „Gebet für die Welt“ fest. Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT gibt in seiner Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2008″ eine ähnliche Beurteilung. Zwar besagt die Verfassung im Artikel 1 „Tunesien ist ein freier, unabhängiger und souveräner Staat, seine Religion ist der Islam“, aber die Katholische Kirche genießt eine gewisse Anerkennung durch einen modus vivendi, der am 9. Juli 1964 vom Heiligen Stuhl und der tunesischen Regierung unterzeichnet worden war.

[*Der Autor ist Lehrbeauftragter für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Gießen und Berater von KIRCHE IN NOT Deutschland in Türkeifragen. Er leitet das Institut für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Nidda.]

Siehe auch:

Unser Kommentar:
Es sollte eigentlich einem jeden Christen einleuchten, dass es in allen islamisch-dominierten Ländern über „mehr Demokratie“ keinen Wandel zum echt Guten, echt Besseren geben kann, solange sich die Muslime samt ihren Imamen und Muftis nicht massenhaft abwenden von ihrem antichristlichen, teuflischen Glauben und den einzig heilbringenden Glauben, den christlichen (und zwar den allzeitig katholischen) annehmen. Denn ihr Irrglaube ist inhärent demokratie-unfähig und demokratie-feindlich. Alle Interventionen zugunsten der Befreiung der diktatorisch regierten Länder, in welchen sich die Bevölkerung zu mehr als 50% zum Islam bekennt (Ägypten 90%, Algerien 99%, Bahrain 81,2%, Jemen virtuell 100%, Kuwait 85%, Jordanien 93%, Libyien 97%, Oman 75%, Saudi-Arabien virtuell 100%) sind zum vornherein dazu verurteilt, Schariastaaten zu werden, zu sein, zu bleiben! Und Scharia = Christenverfolgung, Christenunterdrückung, Christenvertreibung, Christentötung!) Und Christus – GOTT und Mensch sagt: Was ihr dem Geringsten der Meinen (an-)getan habt, das habt ihr Mir (an-)getan! Demokratisierung der Moslemländer heißt also: Befreiung der Muslime zu noch größerer Selbstversklavung in ihrem unmenschlichen Gesetzessystem und damit sklavisches Unterdrücken, Vertreiben und Ermorden der „Ungläubigen“ = der Nicht-Versklavten, also der Nicht-Muslime, vor allem der von Gott von aller Sklavenschaft befreiten Christen!


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Ägypten: Irakischer Bischof warnt vor Islamisierung

Posted by deislam - 7. Februar 2011

Zitat von Radio Vatikan: 06/02/2011 12.45.13

Louis Sako - Erzbischof von KirkukDer irakische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, warnt vor einer Islamisierung der nordafrikanischen Staaten. Der politische Islam wachse stetig, sagte er am Samstag in Köln. Es bestehe die Gefahr, dass er in das entstandene Vakuum in Ägypten und den anderen sich im Umbruch befindenden Staaten stoße. „Dann wird es dort Gesetze nach der Scharia geben, die aus dem 7. Jahrhundert stammen“, so der Erzbischof. Es sei falsch zu glauben, dass als Folge der Unruhen jetzt automatisch Demokratie in Nordafrika einziehe, sagte Sako. Auch könne man den Menschen die Demokratie nicht einfach überstülpen. Der Westen müsse sich vergegenwärtigen, dass es dort „eine andere Kultur, Logik und Art und Weise des Denkens“ gebe, so Sako. Er äußerte sich auf einer Veranstaltung des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“.

(kna 06.02.2011 pr)

Siehe dazu auch:

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Vatikan: Afrikas Kirche gemeinsam mit Muslimen gegen Armut

Posted by deislam - 29. April 2010

Zitat von Radio Vatikan: 29/04/2010 16.28.54

Papst Benedikt XVI. hat die Kirche in Afrika aufgerufen, gemeinsam mit Muslimen gegen die Armut zu kämpfen. In seiner Ansprache vor Bischöfen aus Sierra Leone, Gambia und Liberia forderte der Papst am Donnerstag im Vatikan, Vorbehalte zu überwinden und die religionsübergreifende Zusammenarbeit gegen Krankheit, Unterernährung und Korruption aufzunehmen. Die in den drei Ländern bereits bestehenden guten Beziehungen zwischen den Religionen könnten dadurch noch vertieft werden. Zudem rief er zum Einsatz für den Lebensschutz auf. Die afrikanischen Bischöfe halten sich seit Montag in Rom zu ihrem Ad Limina-Besuch auf, um dem Papst und der römischen Kurie aus ihren Diözesen zu berichten. (rv/kipa 29.04.2010 vp)

Unser Kommentar:
Wir werden es wohl noch oft wiederholen müssen: es ist doch nicht christlich und damit auch nicht gottwohlgefällig, mit irgendwelchen Antichristen in irgendetwas zusammenzuarbeiten, schon gar nicht mit Muslimen. Armut, Krankheit, Unterernährung und Korruption und alles Elend in der Welt heilbringend zu bekämpfen ist doch immer erst möglich, wenn GOTT, der Schöpfer und HERR aller Dinge vorrangig Gehorsam, Verehrung, Liebe und Anbetung von den Menschen erfährt. Wie GOTT geehrt und verehrt werden will, hat ER durch JESUS CHRISTUS Selber geoffenbart und gelehrt. Man kann GOTT nicht erkennen und bekennen und ehren und lieben GEGEN Jesus Christus. Die Anhänger Mohammeds sind aber [implizit] erklärte Feinde CHRISTI, des GOTT-MENSCHEN, der Zweiten Göttlichen Person und damit GOTTES. „Ohne Mich (geschweige denn gegen Mich) könnt ihr nichts tun!“ „Wer nicht mit Mir sammelt, der zerstreut!“ „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als durch mich“ (Johannes 14,6) Papst Benedikt XVI. hat die horrenden antichristlichen Irrlehren Mohammeds, des Korans, der Muslime noch nie namentlich verurteilt, und das allein schon ist verhehrend. Noch verhehrender sind dann solche wiederholten Aufrufe zur Zusammenarbeit! Vielerorts werden diese Gegner des (Gott-)Mensch gewordenen Gottessohnes selbstverständlich die Hilfe, die Mitarbeit, die materielle Unterstützung sehr gerne annehmen, aber ebenso gewiss nur unter der Bedingung, dass sie von der Kirche nicht missioniert werden, dass sie, die Muslime, nicht von ihrem Glauben abgebracht werden. Solche Aufrufe sind also letztlich Aufrufe zur Zusammenarbeit ausgerechnet mit denjenigen, die den Glauben an den wahren Gott, den christlichen, auch mit aller Gewalt, bekämpfen und ihn ausrotten wollen.

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Erzbischof Zollitsch: Religionsfreiheit als Menschenrecht

Posted by deislam - 5. September 2009

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090504 – 05.09.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18487?l=german

Erzbischof Zollitsch: Religionsfreiheit als Menschenrecht – Ansprache im nigerianischen Jos

JOS/BERLIN, 5. September 2009 (ZENIT.org/DBK.de).- Wir veröffentlichen die Ansprache, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, am 3. September anlässlich einer Begegnung mit Erzbischof Ignatius Kaigama und dem Emir von Wase, Alhaji Abdullahi Haruna Maikano, in Jos (Nigeria) gehalten hat.

Die fundamentale Wertentscheidung der modernen westlichen Verfassungsordnungen für die Religionsfreiheit entspreche der christlichen Überzeugung, bekräftigte Erzbischof Zollitsch. „Die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein auf die Würde des Menschen gründendes Menschenrecht macht es auf der einen Seite verständlich und im wohlverstandenen Sinne auch notwendig, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen für den Gedanken eintreten, dass Christen in islamisch geprägten Ländern in gleichem Maße Religionsfreiheit genießen sollten wie Muslime in christlich geprägten.“

Die Ansprachen, die Erzbischof Zollitsch während seiner zehntägigen Nigeria-Reise hielt, und die persönlichen Eindrücke, die er dort sammelte, finden sich in seinem Internetblog.

* * *

Exzellenzen, königliche Hoheit, sehr geehrte Damen und Herren,

bevor ich mit Ihnen einige meiner Gedanken zum Thema „Religionsfreiheit als Menschenrecht“ teile, will ich zunächst meiner Dankbarkeit Ausdruck geben, heute Abend hier in Jos, mitten in dem großen Land Nigeria, mit Ihnen, Herr Erzbischof Kaigama, und Ihnen, königliche Hoheit, zusammen sein zu dürfen.

Ich bin aus Deutschland nach Nigeria gekommen, um die Solidarität der Katholiken in Deutschland mit der katholischen Kirche und mit den Christen Nigerias zu bezeugen. Wir Christen sind ähnlich wie die Angehörigen der islamischen Glaubensgemeinschaft, der umma, Mitglieder einer weltweiten Gemeinschaft, die nicht nur eine Gemeinschaft des Glaubens ist, sondern auch eine Gemeinschaft der gegenseitigen Solidarität und des gegenseitigen Austausches und Lernens.

Lernen durften wir in der letzten Woche von unseren Brüdern in Nigeria, wie sie unter schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen ihren Glauben leben, ihn bezeugen und ihn an die nächste Generation weitergeben. Lernen wollen wir gemeinsam, wie wir Christen noch mehr zur Überwindung von Armut und Leid, Krankheit und Not beitragen können. Einig sind wir uns dabei in der Überzeugung, dass der Glaube an den einen, guten und barmherzigen Gott, der uns alle geschaffen hat und der ein Freund des Lebens ist, uns dazu verpflichtet, mit aller Kraft für bessere Lebensbedingungen, für den Frieden unter den Menschen und für eine gerechtere Welt zu kämpfen.

Nigeria ist ein ähnlich bedeutendes Land in Afrika wie Deutschland in Europa. Die Gestaltung des Zusammenlebens unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften in Nigeria, insbesondere das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen, hat Bedeutung weit über Nigeria hinaus. Auch in Deutschland werden Fragen des Zusammenlebens der Religionen immer wichtiger. Lernen möchten wir Gäste aus Deutschland daher auch etwas darüber, wie die Führer der Religionen gemeinsame Wege zu einem guten Miteinander beschreiten; wie sie dazu beitragen können, den Frieden zu sichern; was sie unternehmen, Unfrieden und Spannungen in Frieden zu verwandeln.

Mit Sorge haben wir Nachrichten aufgenommen, dass es im November letzten Jahres auch hier in Jos zu Spannungen und Gewaltausbrüchen zwischen Menschen christlichen und muslimischen Glaubens gekommen ist. Doch wir haben auch erfahren dürfen, dass Sie, Herr Erzbischof, und Sie Emir von Wase, als die beiden höchsten religiösen Autoritäten dieser Region gemeinsam und mutig Übergriffen und Gewaltausbrüchen entgegengetreten sind. Damit geben Sie  den Menschen ein Beispiel für das gelingende Miteinander von Muslimen und Christen, für den gemeinsamen Einsatz gegen Hass und Gewalt und für die gemeinsame Suche nach mehr Gerechtigkeit. Auf diese Weise bezeugen Sie, dass der eine Schöpfergott, an den Christen und Muslime glauben, zwischen seinen Geschöpfen nicht Hass und Gewalt, sondern Gerechtigkeit und Friede verwirklicht sehen will. Umso dankbarer sind wir, dass Sie uns Gästen aus Deutschland heute Abend Anteil schenken an Ihrer Gemeinschaft.

Islam in Deutschland

Wir haben uns daran gewöhnt, in den Bereichen Wirtschaft und Handel viel von Globalisierung zu sprechen. Inzwischen wird uns immer deutlicher bewusst, dass wir auch im Bereich des Religiösen von Globalisierung sprechen müssen.

Auch für Deutschland gilt, dass das friedliche Zusammenleben und gedeihliche Miteinander von Christen und Muslimen von wachsender Bedeutung für die Entwicklung unseres Landes ist. In Deutschland leben heute rund 4 Mio. Muslime. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch vor zwanzig Jahren, und die Zahlen werden weiter steigen. Nach Frankreich und vor Großbritannien hat Deutschland unter allen Mitgliedsländern der Europäischen Union die zweitgrößte muslimische Bevölkerung.

Ursache für diese dynamisch wachsende islamische Präsenz ist die Arbeitsmigration, die in Deutschland Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einsetzte und bis in die frühen siebziger Jahre andauerte. Der größte Teil der muslimischen Arbeitsmigranten stammt aus der Türkei. Zur wirtschaftlich bedingten Einwanderung von Muslimen kommt als zweite Ursache hinzu ein jahrzehntelang recht großzügiges Asylrecht, das Deutschland zu einem Zufluchtsort für politisch, rassisch und religiös Verfolgte und für Flüchtlinge aus fast allen Krisengebieten der Welt gemacht hat. Bis in den letzten Jahren die Zugangsbarrieren erhöht wurden, sind insbesondere aus den islamischen Ländern, die von vielen Konflikten heimgesucht werden – darunter auch aus Afrika – viele Hunderttausend Menschen als Flüchtlinge zu uns gekommen. Viele von ihnen haben bei uns dauerhaft Zuflucht gefunden und konnten eine neue Existenz aufbauen.

Trotz seiner vornehmlich türkischen Prägung ist der Islam in Deutschland daher auch ein Abbild der Vielgestaltigkeit dieser Weltreligion. Neben den beiden Hauptgruppen der Sunniten und Schiiten sind auch zahlreiche islamische und aus dem Islam hervorgegangene Sondergruppen vertreten. Wie in Afrika gibt es bei uns einen orthodoxen, primär an den überlieferten Gesetzen der Scharia orientierten und einen eher spirituellen, mystisch geprägten Islam. Die vier sunnitischen Rechtsschulen – Hanafiten, Schafi`iten, Malekiten und Hanbaliten – sind bei uns ebenso vertreten wie die schiitische Dschafaria.

Viel zu lange dachte man in Deutschland, die muslimischen „Gastarbeiter“ würden bald in ihre Heimat zurückkehren. Tatsächlich haben viele von ihnen im Laufe der Zeit damit begonnen, ihre Frauen und Kinder nachzuholen. Damit änderte sich die Situation in tiefgreifender Weise. Brauchten die Muslime zunächst nur Gelegenheiten zur Verrichtung der täglichen Gebete, wuchs mit dem Nachzug der Familien das Bedürfnis nach einer vollständigen islamischen Infrastruktur, die die Praktizierung des islamischen Glaubens und seine Weitergabe an die nachwachsende Generation ermöglicht. Derzeit gibt es in Deutschland schätzungsweise rund 2.500 Moscheen. Sie werden alle von privatrechtlich organisierten muslimischen Vereinen getragen. Schon bald sind im Umfeld der Moscheen spezialisierte Geschäfte für religiöse Literatur, für rituell reine Nahrung und für Kleidung gemäß der islamischen Tradition entstanden. Wie sehr sich die religiösen Verhältnisse in Deutschland gewandelt haben, dies wird u.a. auch daran deutlich, dass der Bundesinnenminister den Islam seit nunmehr drei Jahren als „Teil Deutschlands“ bezeichnet.

Einsatz für die Religionsfreiheit in Deutschland

Deutschland ist in seiner Geschichte und Kultur vom Christentum geprägt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung sind Christen. Politisch und rechtlich gesehen aber ist Deutschland kein christliches Land. 1919 wurden Staat und Kirche bzw. Staat und Religion in Deutschland klar unterschieden, nicht aber streng von einander getrennt. Sie kooperieren zum Wohle der Menschen, die sowohl Bürger des Staates als auch Angehörige einer Kirche oder einer anderen Glaubensgemeinschaft sind. Im Zentrum dieser Kooperation steht die Religionsfreiheit. Bereits die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 betont, dass das höchste Streben des Menschen einer Welt gilt, „in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit genießen“. In einem parlamentarisch-demokratischen Rechtsstaat, wie Deutschland 1919 und dann wieder 1949 einer geworden ist, wird Religionsfreiheit gemäß den Übereinkommen der Vereinten Nationen verstanden als ein Menschenrecht. Die Gewährleistung der umfassend verstandenen Religionsfreiheit zählt in Deutschland daher zu den Grundlagen der staatlichen Ordnung. Der vom Christentum geprägte und wertgebundene, aber im Hinblick auf ein spezifisches religiöses Bekenntnis zugleich neutrale Staat hat daher dafür Sorge zu tragen, dass alle seine Bürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit ihren Glauben frei bekennen und praktizieren können.

Die Präsenz des Islam in Deutschland wird im öffentlichen Leben vor allem durch (den Bau von) Moscheen sichtbar. Eine Moschee dient der Verwirklichung der Religionsfreiheit. Ihre Errichtung ist daher im Rahmen der deutschen Rechtsordnung vom Grundrecht auf Religionsfreiheit geschützt. Dies ist nicht nur eine in weiten Teilen der deutschen Politik und Öffentlichkeit vorherrschende Auffassung. Dies entspricht auch der Überzeugung der Deutschen Bischofskonferenz. Die Muslime in Deutschland geben sich heute nicht mehr mit unauffälligen Gebäuden in Stadtrandgebieten zufrieden, sondern sie streben repräsentative Bauten an, oft nach dem Vorbild der großen Moscheen aus der Zeit des Osmanischen Reiches auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Menschen, in deren Nachbarschaft eine solche Moschee gebaut werden soll, empfinden dies allerdings oft als Inbegriff des ihnen religiös oder kulturell Fremden. Zudem zeigt sich, dass dem Bau einer Moschee ein Streit darum folgen kann, ob überhaupt, und wenn ja wie oft und in welcher Lautstärke vom Minarett aus zum Gebet gerufen werden darf. So gibt es in Deutschland zum Bau großer Moscheen sehr verschiedene Auffassungen und Kontroversen, die indessen Gott sei Dank bislang regelmäßig ohne Gewaltanwendung und alles in allem friedlich gelöst werden. Dazu trägt die Deutsche Bischofskonferenz bei, indem sie das Recht der Muslime zum Bau von Moscheen öffentlich verteidigt und andererseits die Muslime zu mehr Dialog mit der Gesellschaft ermutigt und zu mehr Transparenz bei der Finanzierung auffordert. Zugleich setzt sich die Kirche auf der Ebene der Gemeinden für angemessene Lösungen ein, die den legitimen Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Die erfolgreiche Bewältigung von Moscheebaukonflikten hat sich wiederholt als Ansatzpunkt für ein offeneres Miteinander erwiesen.

Zu den wichtigsten religionspolitischen Anliegen der Muslime in Deutschland gehört die Verbesserung der religiösen Bildung der in Deutschland heranwachsenden muslimischen Jugend. Die von den Moscheegemeinden angebotenen Korankurse werden fast ausschließlich von Imamen aus den Herkunftsländern durchgeführt. Sie gelten – auch bei vielen Muslimen – als nicht ausreichend. Mit den Korankenntnissen werden häufig zugleich auch die in den Herkunftsländern der jeweiligen Imame geltenden Verhaltensnormen vermittelt, ohne dass die völlig andere Lebenssituation der in Deutschland aufwachsenden Kinder Berücksichtigung findet. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich vor diesem Hintergrund wiederholt und mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass die muslimischen Kinder und Jugendlichen an öffentlichen Schulen unter den gleichen, in der Verfassung verankerten Bedingungen Religionsunterricht erhalten wie christliche. Sie begrüßt, dass inzwischen an mehreren deutschen Universitäten auch muslimische Religionslehrer für die Durchführung von Islamunterricht an öffentlichen Schulen ausgebildet werden.

Die Lehre der katholischen Kirche über die Religionsfreiheit als ein Menschenrecht

Historisch gründet unsere heutige wertgebundene, in religiöser Hinsicht aber neutrale Verfassungsordnung auf der traurigen Erfahrung von blutigen Religionskriegen. In ihrer Folge hat der Staat das Wahrheitsmonopol aus der Hand gegeben, indem er notgedrungen lernte, auf die Durchsetzung religiöser Überzeugungen mit staatlicher Gewalt zu verzichten. Für die katholische Kirche liegt der tiefere Grund für die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein Bürger- bzw. Menschenrecht in ihrer Überzeugung, dass Gott den Menschen als ein freies Gegenüber geschaffen hat und dass der Glaube an Gott nur in freier Entscheidung authentisch gelebt werden kann.

Die Lehre der katholischen Kirche zur Frage der Religionsfreiheit hat sich im 19. und 20. Jahrhundert weiterentwickelt und im II. Vatikanischen Konzil ihren bisherigen Abschluss gefunden. Das vielleicht wichtigste aller Dokumente des II. Vatikanischen Konzils ist die Erklärung über die Religionsfreiheit vom 7. Dezember 1965. In diesem Dokument bekennt sich die katholische Weltkirche nach intensiver Diskussion zu der Auffassung, „dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat“. Noch wichtiger als dieses Bekenntnis selbst ist, wie es begründet wird: „Ferner erklärt das Konzil, das Recht auf religiöse Freiheit sei in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet, so wie sie durch das geoffenbarte Wort Gottes und durch die Vernunft selbst erkannt wird.“

Nach dieser Lehre der Kirche entspricht Religionsfreiheit mit anderen Worten dem Willen unseres Schöpfers selbst. Diese Erkenntnis ist von größter Bedeutung. Daraus müssen sich nach der Überzeugung der Väter des Konzils Konsequenzen für die staatliche Rechtsordnung ergeben. In der Erklärung zur Religionsfreiheit des II. Vatikanischen Konzils heißt es daher weiter: „Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muss in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, dass es zum bürgerlichen Recht wird.“

Mit diesen Aussagen erteilt die katholische Kirche älteren, zuvor von vielen ihrer eigenen Führer vertretenen Auffassungen eine endgültige Absage, denen zufolge Religionsfreiheit dem Anspruch auf Wahrheit unterzuordnen, also nur für die Christen zu fordern und vom Staat nur für Christen zu verwirklichen wäre. Sie stellt sich, indem sie die Religionsfreiheit menschenrechtlich grundgelegt hat, auf den Boden der modernen Verfassungsentwicklungen, welche den demokratischen Rechtsstaat hervorgebracht haben, dessen vornehmste Aufgabe in der Gewährleistung der Menschenrechte einschließlich der Religionsfreiheit liegt. Indem sie diese menschenrechtliche Grundlegung letztlich in der Würde des Menschen und damit in der Schöpfung selbst verankert, liefert sie eine theologische Grundlage für ein friedliches, von Respekt füreinander geprägtes Zusammenleben verschiedener Religionen: Es geht um den entscheidenden  und zukunftsweisenden Auftrag, nicht nur für die eigene religiöse Freiheit, sondern auch für die religiöse Freiheit der anderen einzutreten.

Die fundamentale Wertentscheidung der modernen westlichen Verfassungsordnungen für die Religionsfreiheit entspricht somit auch christlicher Überzeugung. Die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein auf die Würde des Menschen gründendes Menschenrecht macht es auf der einen Seite verständlich und im wohlverstandenen Sinne auch notwendig, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen für den Gedanken eintreten, dass Christen in islamisch geprägten Ländern in gleichem Maße Religionsfreiheit genießen sollten wie Muslime in christlich geprägten.

Das Grundrecht der Religionsfreiheit steht nicht nur in der deutschen Gesellschaft, sondern nahezu überall in der Welt zunehmend im Kontext der Religionsverschiedenheit und in Teilen der Welt auch der Religionslosigkeit. Wo die Grenzen zwischen der Glaubensfreiheit des einen und der Glaubensfreiheit des andern zu ziehen sind, darüber müssen sich unsere Gesellschaften auf friedlichem Wege verständigen. Christen und Muslime sind auch in diesem Zusammenhang aufgefordert, sich über ihren Glauben auszutauschen, Brücken des Vertrauens zu bauen und den Völkern, in denen sie leben, damit überzeugende Beispiele zu geben. Unter diesem Vorzeichen sehe ich auch unser heutiges Zusammentreffen und die Möglichkeit des Gedankenaustauschs. Dafür bin ich Ihnen von Herzen dankbar.

Unser Kommentar: (folgt!)

Siehe dazu vorerst (auch) unsere 4-teilige Stellungnahme zur Konzilserklärung „über die Religionsfreiheit“:

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Marokko: Theologischer Dialog „sehr schwierig“

Posted by deislam - 3. Dezember 2008

Von Radio Vatikan: 27/11/2008 13.34.48

Der Dialog zwischen Christen und Moslems in Nordafrika tritt auf der Stelle. Das beobachtet der Erzbischof von Rabat, Vincent Landel, der gleichzeitig Vorsitzender der marokkanischen Bischofskonferenz ist. In Tanger treffen sich in diesen Tagen die Oberhirten des Maghreb zum Meinungsaustausch.

„Unsere Länder sind islamisch, und die christlichen Gemeinden winzig klein – sie setzen sich durchwegs aus Fremden zusammen. Viele schwarzafrikanische Flüchtlinge sind darunter oder Europäer, die für zwei, drei Jahre ins Land kommen, um hier zu arbeiten. Der Dialog mit den Moslems ist in den vergangenen Jahren weder gewachsen noch geschrumpft. Man kennt sich zu wenig. Wir können den Dialog im Alltag führen, das ist die Basis jeder Freundschaft. Erst nachher kann ein spiritueller Dialog entstehen.“

Viel schwieriger, sagt der marokkanische Erzbischof, sei ein Dialog über grundlegende Glaubensfragen zwischen Christen und Moslems – ein theologischer Dialog.

„Das haben wir auch neulich beim interreligiösen Gipfel im Vatikan gesehen. Wir Christen debattieren ja über unseren Glauben, über theologische Fragen – die arabische Welt hat das nie getan. Die Medien unserer Länder haben dieses Treffen nicht im Mindesten thematisiert. Weder in den Zeitungen, noch im Fernsehen, noch im Radio: Nirgendwo! Dieser Dialoggipfel wurde bei uns wie eine Frage der Kirche gesehen, mit ein paar theologischen Gelehrten, eine Angelegenheit von Spezialisten, sonst nichts.“

(rv 27.11.2008 gs)

Unser Kommentar:
Was erhoff(t)en sich denn überhaupt diese Oberhirten der Christen von einem „spirituellen“ und „theologischen“ Dialog mit den Muslimen? Mein(t)en die denn, sie könnten den Islam in irgendeiner Weise „korrigieren“, „adaptieren“, kompatibler machen mit dem „Spiritus“, dem GEIST des Christentums, also mit dem HEILIGEN GEIST? Oder war/ist es ihr Bestreben, die Führer der Muslime dazu zu bringen, die „Friedfertigkeit“, die „Harmlosigkeit“, die „Ungefährlichkeit“ der Christen dem Islam gegenüber wahrzunehmen und zu würdigen? Etwa mit einer dhimmischen Zusicherung wie dieser: Habt keine Angst, wir tun Euch nichts an; wir werden Euch nicht verführen, Euch nicht missionieren, nicht von Eurem Glauben abbringen, nicht zu uns bekehren; wir sind ja überzeugt, dass Euer Weg, Eure „Tradition“, auch ein Heilsweg ist; wir wollen doch mit Euch (nur) zusammenarbeiten, zusammenwirken für das Wohl aller Menschen.
„Die Basis für eine Freundschaft“ wollen sie (vorerst mal) schaffen, um nachher, wenn sie dann so recht Freunde sind mit und von ihnen, einen „spirituellen und theologischen Dialog“ (über grundlegende Glaubensfragen) zu beginnen! Sie erkennen aber schon jetzt, dass der „sehr schwierig“, „auf der Stelle treten“, ja eigentlich unmöglich sein wird. Nur sind sie naiv genug, um immer noch und immer weiter zu glauben, das werde sich dann schon noch zum Besseren wenden. Ihre Aufgabe, ihr Auftrag als Apostel, als Gesandte Christi aber wäre es, da nur zu verweilen, da nur zu bleiben, wo noch fruchtbare Mission möglich ist. Andernfalls gilt das Wort GOTTES: „Wo man euch nicht aufnimmt, da schüttelt den Staub von den Sohlen!“ „Winzig klein“, geben sie zu, sind die „christlichen Gemeinden“ in „ihren Ländern“, und die Obstruktion (die Behinderung und Verhinderung) seitens der muslimischen Behörden ihrer missionarischen Tätigkeit gegenüber ist RADIKAL und TOTAL. Sie wissen also, dass sie in Wirklichkeit nicht mehr verkünden, predigen und bekehren dürfen und können. Sie hätten damit die Pflicht, diese unfruchtbaren Gebiete zu verlassen und sich anderen, erfolgversprechenden zuzuwenden. Den wenigen CHRISTLICHEN „Fremden“ und „schwarzafrikanischen Flüchtlingen“, die sie (bis jetzt) betreu(t)en, müssten sie sagen: verlasst auch Ihr diesen Ort, an dem Euer Glaube nicht GEDEIHEN kann, an dem auch Ihr Euren Glauben nach außen nicht wirklich bekunden und bezeugen könnt, an dem auch für Euch die Gefahr besteht, (unter Todesdrohung) zum Glaubensabfall gezwungen zu werden. Flieht dorthin, wo Eure Glaubensbrüder und Glaubensschwestern leben und auch den öffentlichen Gang der Dinge noch bestimmen oder mindestens wirksam mitbestimmen. Unterstützt mit Eurer Anwesenheit und (Mit-)Arbeit und Euer (Mit-)Wirken nicht diese Anti-Christen und damit das Anti-Christentum, ihren Dschihad gegen GOTT und Sein REICH.

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Nigeria: „Angriffe auf Christen waren geplant“

Posted by deislam - 2. Dezember 2008

Von Radio Vatikan: 02/12/2008 11.56.47

In der Stadt Jos in Zentralnigeria sind die Ausschreitungen vom Wochenende einer gespannten Ruhe gewichen. Aus der Hauptstadt Abuja ist Militär in der Stadt eingetroffen, wo nach einer Kommunalwahl Anhänger gegnerischer Parteien aufeinander losgegangen waren. Nachts herrscht noch Ausgangsverbot; die Gewalt hat nach offiziellen Angaben 200, nach anderen Zählungen an die 400 Todesopfer gefordert. Das Rote Kreuz spricht von mehr als 10.000 Menschen, die aus Angst noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Die Kirche hat bislang beteuert, hinter der Gewalt steckten keine religiösen Motive; doch da ist sie sich jetzt nicht mehr so sicher. Ignatius Ayau Kaigama ist Bischof von Jos. Er sagte uns:

„Wir können nicht klar sagen, was wirklich zu diesen Zusammenstößen geführt hat. Auf den ersten Blick war der Auslöser ein politischer, und wir dachten, dass die Krise sich auch auf die reine Politik beschränken würde. Aber was uns dann zunächst gewundert und dann schockiert hat, ist, dass da Gruppen gekommen sind, um die Kirchen und das Eigentum der Kirche zu zerstören. Da haben wir gesagt: Hier geht es ja gar nicht um Politik, das ist religiöse Gewalt gegen Christen, die geplant und orchestriert worden ist… doch für diese Gewalt finden wir keine vernünftige Erklärung. Wenn Sie mich jetzt also fragen, was hinter der Krise steckt, dann sage ich ehrlich: Keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass aus dem politischen Konflikt unversehens ein Angriff auf die Kirche geworden ist, der zu dieser Lage geführt hat: einer religiösen Revolte.“

Bei den Pogromen seien auch Priester und Ordensleute ums Leben gekommen. Kirchen und kirchliche Gebäude hätten schwere Schäden erlitten. Der nigerianische anglikanische Erzbischof Peter Akinola sagte einer Londoner Zeitung, die Justiz habe mit Billigung der Regierung nach ethnischen oder religiösen Zusammenstößen noch nie einen der Täter verurteilt. Die Kapitulation der Polizei vor religiöser Gewalt habe zu einer Kultur der Straflosigkeit geführt. Jos ist die Hauptstadt des Bundesstaates Plateau in Zentral-Nigeria und nicht zum ersten Mal Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen mit ethnischer und religiöser Färbung. Die Stadt gilt als eine christliche Hochburg; in Nigeria wird schon der Name der Stadt als Akronym für „Jesus our Saviour“ (Jesus unser Erlöser) gedeutet. Bereits im Jahr 2001 war es in Jos zu dramatischen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen gekommen; damals waren rund 1.000 Todesopfer zu beklagen. Der offizielle Bericht über die Ausschreitungen wurde nie veröffentlicht. Die Kommunalwahlen in Jos vom Donnerstag waren die ersten seit dem Amtsantritt einer Zivilregierung in Nigeria im Jahr 1999.

(rv/kap 02.12.2008 sk)

Unser Kommentar:
Es ist kaum zu fassen: der Bischof kann also nicht sagen, was wirklich zu diesen „Zusammenstößen“ geführt hat. Für diese Gewalt findet er „keine vernünftige Erklärung“. Er hat „keine Ahnung, was hinter der Krise steckt“. Wir fragen uns (schon lange und hier wieder): ist es denn menschenmöglich, dass Geistliche, ja hohe Geistliche so naiv sein können, dass sie keinen Begriff haben vom wahren Islam?! Glauben sie denn tatsächlich an die Mär vom friedlichen, vom toleranten, vom menschenfreundlichen Islam? Müssen wir hier unsere Lehrer belehren, unsere Führer führen? Der Islam ist nun einmal genau so wie er sich auch hier wieder manifestiert. Er ist von Grund auf anti-christlich, und zwar auch mit „programmierter“ roher Gewalt. Die Muslime sind per Allah-Gebot verpflichtet, das Christentum zu bekämpfen, ja es zu zerstören, wo dies eben möglich ist. Da braucht es nur eine günstige Gelegenheit dazu, und sie schlagen los. Es ist doch völlig irrational, mit dem Islam friedlich, gutnachbarlich zusammenleben zu wollen. Es sind nicht nur ein paar „Fanatiker“, „Fundamentalisten“, die den Islam „missbrauchen“, sondern es ist immer der Islam selber, es ist seine Lehre, seine Schule, seine für göttlich (direkt von Gott stammend) gehaltene Lebensweisung, die die Ursache, der Urgrund ist für dieses Benehmen seiner gläubigen Anhänger. Der Islam ist eine (für sich absolute Exklusivität beanspruchende) Gegenreligion gegen die einzig wahre und göttliche Religion, eine, vielleicht die gefährlichste, „Religion“ Satans. Und Satan ist der Widersacher GOTTES und bekriegt in erster Linie die CHRISTEN, die Glieder des mystischen Leibes Christi, des GOTT-MENSCHEN!

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Kenia/Vatikan: „Wer glaubt, ist dialogfähig“ – meint Kardinal Jean-Louis Tauran

Posted by deislam - 25. April 2008

Radio Vatikan: 24/04/2008 12.11.17:

Kardinal Jean Louis TauranAfrika ist im religiösen Bereich ein Schmelztiegel: In keinem anderen Kontinent hat die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgruppe so direkten Einfluss auf das Alltagsleben. Das hat auch eine vatikanische Delegation festgestellt, die vergangene Woche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an einem Treffen zum Thema „Interreligiöser Dialog“ teilnahm. Zusammen mit Verantwortlichen der Bischofskonferenzen aus Ländern südlich der Sahara wurde auch definiert, was überhaupt „Interreligiöser Dialog“ heutzutage bedeutet. Der vatikanische Fachmann hierzu und Teilnehmer am Treffen, Kardinal Jean-Louis Tauran, hat auch Neues erfahren:

„Was mich überrascht hat, ist die Tatsache, dass die Christen in Afrika – nicht nur die Katholiken – ein gutes Dialognetz mit anderen Religionsgemeinschaften aufgebaut haben. Das war mir gar nicht klar, obwohl ich mich seit Jahren damit beschäftige. Diese interreligiösen Gespräche sind durchaus sehr effektiv. Es herrscht eine allgemeine Überzeugung, dass die Christen den Auftrag haben, in einem multireligiösen Afrika ihren Glauben zu verkünden. Was ich nicht wusste, ist, dass dies bereits seit längerer Zeit erfolgreich läuft. Auch wusste ich nicht, wie gehaltvoll diese Initiativen sind.“

Der interreligiöse Dialog ist deshalb keine akademische Angelegenheit mehr, sondern ein echter „Dialog des Lebens“, so Kardinal Tauran, der den vatikanischen Dialograt leitet.

„Die eigene Identität ist die Grundvoraussetzung für einen wahren Dialog. Es ist wichtig, zu wissen, wer man ist und an was man glaubt. Denn wer glaubt, ist dialogfähig. Wer die eigene Identität und das Sein des Anderen kennt, weiß auch, was Freiheit ist. Beim christlich-muslimischen Dialog bedeutet das konkret, dass beide Seiten sich für die Religionsfreiheit einsetzen müssen. Dieses Recht kann nicht erzwungen werden. Entweder fühlt man sich der einen oder der anderen Gemeinschaft zugehörig und respektiert das – oder es kann keinen Dialog geben.“

(rv 24.04.2008 mg)

Unser Kommentar:
Was heißt schon „wer glaubt“? Wer WAS glaubt, ist wichtig. Des einen Glaube ist des andern Unglaube. Des Christen Glaube ist des Muslims verdammenswürdiger Irrglaube – und umgekehrt! Echter, tiefer, treuer Glaube kann nicht einhergehen mit „Respekt“, mit „Hochachtung“ für den Gegen-Glauben oder Un-Glauben. (Wenn schon, dann nur mit Respekt und Hochachtung für die Würde des irrenden Menschen.) Ist aber auch nicht vereinbar mit dem Begriff „Religionsfreiheit“, wie er seit dem 2. Vatikanum verstanden wird. Wahrer, gelebter christlicher Glaube erfordert Predigt, Mission und nicht Dialog. Der interreligiöse Dialog, wie er heute weltweit praktiziert wird, führt zu nichts anderem als zur Nivellierung der Wahrheit mit der Unwahrheit, zum Relativismus, Irenismus, Synkretismus, zur „Schmelztiegel-Religion“! Auch unter den „Christen“ gibt es gravierende Glaubensunterschiede, die es verunmöglichen, „gemeinsam ihren Glauben zu verkünden“! Und wenn man es dann eben trotzdem tut, dann nur unter Verschweigung, Abschwächung, Ausblendung und damit Leugnung und Verleugnung des wesentlich Katholischen. Was wäre wohl aus der katholischen Kirche geworden, wenn unsere heiligen Glaubensverkünder wie die Apostel und ihre Jünger, wie Franz Xaver, Antonius von Padua, Petrus Kanisius, Ludwig Maria Grignion von Montfort und Tausende mehr, auf solche Weise missioniert hätten?!

Siehe dazu auch:

In diesem Zusammehang lese man einmal folgendes Dokument aufmerksam durch und stelle sich dann die Frage: was hat der interreligiöse Dialog mit den Juden bisher gebracht? Irgendeine christenfreundliche oder gar christusempfängliche Einsicht der Juden?

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