ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Archive for the ‘Aegypten’ Category

Wenn sich der Islam in Europa ausbreitet, „ist das auch Schuld der Kirche“

Posted by deislam - 9. Mai 2012

Zitat aus Katholisches.Info:

 [1](Mailand) Der ägyptische-italienische Europaabgeordnete Magdi Cristiano Allam kritisiert in einem gestern in der italienischen Tageszeitung Il Giornale veröffentlichten Aufsatz die Islamisierung Europas. Als „deutlichen Beweis“ nannte er Staatsbürger europäischer Staaten, die zum Islam übertreten. „Wußten sie, daß es in Italien bereits 70.000 moslemische Staatsbürger gibt?“, fragt Allam in seinem Beitrag. Die Gesamtzahl der in Italien lebenden Moslems betrage laut Innenministerium derzeit mehr als 1.583.000. „Wußten Sie, daß in Italien durchschnittlich jeden vierten Tag eine neue islamische Gebetsstätte entsteht?“

Mitverantwortlich für diese Entwicklung sei die katholische Kirche, die das Phänomen „zu wenig ernst“ nehme und „zu wenig“ den eigenen Glauben und die Kultur Europas „vertritt“ und „verteidigt“. Viele katholische Priester seien zu sehr darauf bedacht, „islamisch korrekt“ zu erscheinen, so Allam.

Auslöser für Allams Stellungnahme war eine Erklärung von Ezzedine Elzir, dem Vorsitzenden der Union der Islamischen Gemeinschaften und Vereinigungen in Italien. Elzir erklärte, daß es in Italien „70.000 zum Islam Zurückgekehrte“ gebe. Laut Elzir bevorzuge man es unter Moslems, nicht von Konvertiten zu sprechen, sondern von „Zurückgekehrten“, weil es sich um eine „Wiederentdeckung des wahren Glaubens“ handle.

Diese Stellungnahme brachte Magdi Cristiano Allam auf. Statt den Moslems Christus zu verkündigen, antworte Europa auf das Phänomen des Islams, der Religion ernstnehme, mit „verstärktem religiösem Relativismus“ so Allam. Das sei eine „Defensivposition“, die „bereits im Ansatz eine Bankrotterklärung“ enthalte.

Die Kirche solle sich an Papst Benedikt XVI. ausrichten und dessen „Worte lesen und ernstnehmen“. Benedikt XVI. habe mehrfach in der „Diktatur des Relativismus“ das „entscheidende Übel der Zeit“ ausgemacht, das es „zu bekämpfen“ gelte. Diese „Diktatur verlangt, daß die Vernunft am Dachboden verstauben soll“, so Allam, um behaupten zu können, alle Religionen und Kulturen seien unabhängig von ihren Inhalten gleich.

„Das eloquente Bekenntnis des religiösen Relativismus steckt in der Litanei der ‘drei großen monotheistischen, abrahamitischen Offenbarungsreligionen, die alle denselben Gott anbeten würden“, so Allam. Dieser „Irrtum“ spiegle sich im Verhalten nicht weniger Katholiken, auch katholischen Priestern wider, die „sich einbilden“, um „die Moslem als Menschen zu lieben, müßten sie bedingungslos auch deren Religion anerkennen und den Islam legitimieren unabhängig von der Tatsache, daß er unvereinbar ist mit den unverhandelbaren Werten von der Heiligkeit des Lebens, der gleichen Menschenwürde von Mann und Frau, der Religionsfreiheit jedes Menschen“, so Allam.

„Wachen wir auf!“, so der Europaabgeordnete. „Der Islam ist schon in unseren Häusern. Befreien wir uns von der Diktatur des Relativismus und stoppen wir die islamische Invasion! Wir müssen unsere Seele wiederentdecken und den Gebrauch der Vernunft wiedergewinnen.“

Magdi Allam wurde 1952 in Ägypten als Sohn moslemischer Eltern geboren. Seine Ausbildung erfuhr er in katholischen Bildungseinrichtungen in Ägypten. Sein Studium der Soziologie absolvierte er in Italien und entschied sich in Europa zu bleiben. Als Journalist arbeitete er für große italienische Tageszeitungen, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur des Corriere della Sera in Mailand. 2006 wurde er Träger des mit einer Million Dollar dotierten Den-David-Preises für Verständigung und Toleranz. Er konvertierte zum katholischen Glauben und wurde in der Osternacht 2008 von Papst Benedikt XVI. getauft und die katholische Kirche aufgenommen. Durch die Fernsehübertragung der Osterliturgie wurde das Ereignis weltweit bekannt und führte zu teils wütenden Reaktionen in der islamischen Welt. Seit 2009 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments. Gewählt wurde er auf der Liste der italienischen Christdemokraten. Wegen deren Zusammenarbeit mit der Partei des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan gründete Allam seine eigene Partei. Im Europäischen Parlament ist er Mitglied der nationalkonservativen, europaskeptischen Fraktion Europa der Freiheit und der Demokratie.

Text: Giuseppe Nardi

Unser Kommentar:
Sehr gut, dass Magdi Cristiano Allam als ehemaliger Moslem sich weiter so unerschrocken einsetzt für die Christenheit und gegen den Islam. Es ist allen zu empfehlen, sein Werk und sein Wirken stets aktualisiert zur Kenntnis zu nehmen, und zwar zur Zeit vornehmlich anhand dieser Internetseite: http://www.ioamolitalia.it/!
„Die Kirche solle sich an Papst Benedikt XVI. ausrichten und dessen „Worte lesen und ernstnehmen“. Benedikt XVI. habe mehrfach in der „Diktatur des Relativismus“ das „entscheidende Übel der Zeit“ ausgemacht, das es „zu bekämpfen“ gelte.“
Dem ist ergänzend und berichtigend anzufügen, dass das II. Vatikanische Konzil und die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. die Hauptschuld tragen an der Ausbreitung des Islams weltweit und insbesondere in Europa durch die katastrophale Fehlbeurteilung des Islams im Konzilsdokument „Nostra Aetate“ und dem, was die genannten Konzilspäpste daraus in der Praxis im Umgang mit dem Islam gemacht haben. Korrekt müsste also der Titel dieses Artikels lauten: Wenn sich der Islam in Europa ausbreitet, „ist das vor allem die Schuld der Kirche“! Und Benedikt XVI. scheint bis heute nicht erkannt zu haben, welch enorme tödliche Gefahr der Islam als Ganzes ist für die Christenheit. Es gibt unseres Wissens keine einzige öffentliche Aussage von ihm, in der er bekundet und bezeugt hätte, dass der Islam durch und durch und unverbesserlich anti-christlich ist. Und statt vor jeglicher Zusammenarbeit mit ihm zu warnen, lädt auch er, wie sein Vorgänger, uns katholische Christen immer wieder ein, mit diesem „Ungeheuer“ zusammenzuwirken!

Siehe auch:

Magdi Cristiano Allam: Offener Brief an Papst Benedikt XVI.

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Christen im Irak droht die Auslöschung, der „Arabische Frühling“ führt zu vermehrter Gewalt

Posted by deislam - 12. Dezember 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11120903 – 09.12.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-24150?l=german

Introvigne: Europa darf nicht schweigen

MOSKAU, 9. Dezember 2011 (ZENIT.org). – Mit einem Appell an die internationale Staatengemeinschaft, Maßnahmen gegen die Christenverfolgung zu ergreifen, endete am 1. Dezember 2011 die „Internationale Konferenz gegen die Diskriminierung und Verfolgung der Christen“. Die Konferenz war vom Moskauer Patriarchat der russisch-orthodoxen Kirche unter großem Medieninteresse organisiert worden.

Laut Metropolit Hilarion, dem „Außenminister“ der russisch-orthodoxen Kirche, handelte es sich um die größte kirchliche Versammlung, die je zu diesem Thema veranstaltet wurde.

Eröffnet wurde die Tagung vom italienischen Soziologen Massimo Introvigne als Repräsentant der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa für den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung der Christen. Ausgehend von einer Kunstausstellung in der Petersburger Eremitage erinnerte Introvigne daran, dass die russische, aber auch westeuropäische Kunst im 19. Jahrhundert sich häufig mit dem Schiffbruch beschäftige. Wenn Europa weiterhin zur Verfolgung der Christen schweige, aus Angst, die Verfolger zu „beleidigen“, riskiere Europa, moralisch und geistlich Schiffbruch zu erleiden. „Ein Schiffbruch, der schädlicher sein wird als die Wirtschaftskrise“, so Introvigne.

Der Metropolit der Assyrischen Kirche des Irak, Mar Gewargis, schilderte in seinem Referat das Klima des Terrors und der Angst, in dem die Christen seines Landes leben müssten. „Der christlichen Gemeinschaft des Irak droht die Auslöschung“, so der Erzbischof.

Der Moskauer Patriarch Kyrill I. erinnerte in seiner Rede an die Forderung die Kruzifixe aus den Schulklassen Italiens zu entfernen. Papst Benedikt XVI. hatte die Staaten aufgerufen, Italien vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen diesen Antrag zu unterstützen. Nur zehn europäische Staaten folgten dem Aufruf und erhoben gemeinsam mit Italien Einspruch gegen die Entscheidung erster Instanz des Gerichtshofs. Vier davon waren kleine katholische Staaten (Malta, Litauen, San Marino und Monaco). Bei den sechs mittleren und großen handelte es sich um orthodoxe Staaten (Russland, Griechenland, Bulgarien, Armenien und Zypern).

Die koptischen Kirchenvertreter Ägyptens zeigten einen Dokumentarfilm zur Gewalt und Brutalität der ägyptischen Islamisten und der Polizei seit dem Sturz von Staatspräsident Mubarak. Der sogenannte „Arabische Frühling“ habe keine Verbesserung für die Christen gebracht. Die Gewalttaten nähmen in der allgemeinen Rechtsunsicherheit noch zu, so die Kopten. Ein koptischer Vertreter berichtete, dass in ägyptischen Krankenhäusern Christen ohne deren Wissen und Zustimmung Organe entnommen würden.

Ein katholischer Priester aus Pakistan, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden konnte, stellte eine Dokumentation über die alltägliche Verfolgung der pakistanischen Christen vor, darunter auch Fälle von bei lebendigem Leib verbrannten Priestern.

Zu den Referenten gehörten auch die katholischen Bischöfe Msgr. Paolo Pezzi, Erzbischof von Moskau, und Msgr. Joseph Ender, der Apostolische Nuntius in Russland sowie zahlreiche Erzbischöfe und Patriarchen der orthodoxen Welt. An der Konferenz nahmen als Beobachter ebenfalls Vertreter der russischen Juden und Muslime teil.

Im Schlussdokument der Moskauer Tagung werden Länder wie Ägypten, Pakistan, Afghanistan, Nigeria, der Sudan, Indonesien, Eritrea und Indien als jene Staaten genannt, in denen die Christen besonders verfolgt und unterdrückt werden. Die Staaten werden aufgefordert, für eine wirksame strafrechtliche Verfolgung der Täter zu sorgen, die Gewalt gegen Christen angewendet haben. Schließlich fordert die Konferenz die Schaffung „einer internationalen Behörde gegen die Diskriminierung und Verfolgung der Christen“, die den Verfolgten auch zu Hilfe kommen soll.[jb]

Unser Kommentar:
Wenn Europa weiterhin zur Verfolgung der Christen schweige, aus Angst, die Verfolger zu „beleidigen“, riskiere Europa, moralisch und geistlich Schiffbruch zu erleiden. „Ein Schiffbruch, der schädlicher sein wird als die Wirtschaftskrise“, so Introvigne.
Europa hat schon zu lange geschwiegen, aus Unglauben, Uneinsicht und Feigheit. Europa will ausdrücklich willentlich nicht christlich sein.

Zitat aus Wikipedia „Gottesbezug

Umstritten war ein solcher Gottesbezug in der letzten Zeit bei Erarbeitung der Europäischen Verfassung. Hier kollidierten im Wesentlichen die französische Staatsauffassung eines säkularen, laizistischen Staates (mit vollständiger Trennung zwischen Staat und Kirche) mit der vor allem katholisch geprägten Auffassung einzelner EU-Mitgliedstaaten wie Polen, Irland oder Italien bzw. der deutschen Christdemokratie.
Neben der römisch-katholischen Kirche hatte auch der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Forderung nach einem Gottesbezug in der EU-Verfassung bekräftigt. Die EKD trete unverändert dafür ein, dass in den Vertrag „ein ausdrücklicher Bezug auf die Verantwortung vor Gott und auf die Bedeutung der jüdisch-christlichen Tradition“ aufgenommen wird.[5] Einer der Vorschläge (orientiert an der polnischen Verfassung) hatte folgenden Wortlaut: „Die Werte der Europäischen Union umfassen die Wertvorstellungen derjenigen, die an Gott als die Quelle der Wahrheit, Gerechtigkeit, des Guten und des Schönen glauben, als auch derjenigen, die diesen Glauben nicht teilen, sondern diese universellen Werte aus anderen Quellen ableiten.“.[6]
Endgültiges Ergebnis in der Verfassung ist ein Kompromiss ohne ausdrücklichen Gottesbezug. Es wird nur auf das „kulturelle, religiöse und humanistische“ Erbe Europas Bezug genommen. Ein dezidiert christlicher Bezug fehlt.[7]

Also nochmals: Europa will ausdrücklich, willentlich nicht gottgläubig, geschweige denn „christlich“, und erst recht nicht römisch-katholisch, also voll christlich, integral christlich sein. Und deshalb „riskiert“ es nicht nur, „geistlich Schiffbruch zu erleiden“, sondern hat es diesen Schiffbruch schon erlitten. Und der ist in jedem Fall schon jetzt und erst recht in nächster Zukunft schädlicher als die Wirtschaftskrise, als noch so viele Wirtschaftskrisen!

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Politischer Wandel in Nordafrika: Mehr Rechte auch für die Kirche? – Einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden

Posted by deislam - 23. März 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11032301 – 23.03.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-22826?l=german

Von Prof. Dr. Rudolf Grulich*

ROM, 23. März 2011 (ZENIT.org).- Seit der Revolution in Tunesien ist die arabische Welt im Umbruch. Obwohl derzeit verschiedene arabische Länder im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen, wird außer in Ägypten kaum nach der Kirche in diesen Staaten gefragt. In Nordafrika verlief nach der Reichsteilung unter Kaiser Theodosius im Jahre 395 die Grenze zwischen Ost- und Westrom im Gebiet zwischen dem heutigen Libyen und Ägypten. Während es in Ägypten bis heute noch Millionen von christlichen Kopten gibt, verschwand im römischen Nordafrika das Christentum schon bald nach der arabischen Eroberung.

Nordafrika war einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden. Hier hatte das Christentum früh Fuß gefasst und der Kirche große Heilige geschenkt: Märtyrer wie den heilige Cyprian oder die heiligen Perpetua und Felicitas und christliche Theologen und Kirchenlehrer wie Tertullian und Augustinus. Aber als schon unter den ersten Kalifen die Araber ganz Nordafrika eroberten, konnten sie sogar nach Spanien übersetzen, um dort bis zum Jahre 1492 zu bleiben. In der Heimat eines Tertullian und Augustinus ging das Christentum unter. Nur die Titularbistümer katholischer Weihbischöfe erinnern noch an die vielen Bischofskirchen in Nordafrika.

Im Mittelalter und in der Neuzeit waren es nur Zehntausende von Christensklaven, die in Tunis, Algier und Tripolis das Christentum repräsentierten. Erst die Kolonialmächte Frankreich, Spanien und Italien bauten wieder Kirchen für ihre Siedler in Algerien, Tunesien, Marokko und Libyen. Mit dem Rückzug der Kolonialherren, mit der Auswanderung, Umsiedlung und oft Vertreibung der angesiedelten Europäer sank die Zahl der Christen in einem Ausmaß, das wir in dieser erschreckenden Dezimierung nur vom Gebiet der heutigen Türkei kennen. So hatte Algerien bis zum Ende der französischen Herrschaft unter knapp zehn Millionen Einwohner 1,5 Millionen Christen, größtenteils Katholiken. Heute sind es bei inzwischen 30 Millionen nur noch 4000 Katholiken.

Nicht ganz so krass, aber auch erschreckend ist der Rückgang der Christen in Marokko, Tunesien und Libyen. Tunesien und Marokko waren bis zu den Unruhen dieses Jahres beliebte Urlaubsländer, aber welcher europäischer Christ fragte dort nach einer Kirche oder nach der Möglichkeit zum Gottesdienst? Was boten Pilgerbüros bei ihren Programmen nach Nordafrika an, um christliche Gemeinden kennen zu lernen?

Als im 19. Jahrhundert die Kolonialmächte Afrika unter sich verteilten, war auch Nordafrika nur ein Objekt. Es begann 1831 mit der Landung der Franzosen in Algier und setzte sich auch noch achtzig Jahre später fort, als Italien Libyen annektierte. Die Engländer beherrschten faktisch seit 1882 Ägypten, die Franzosen seit 1881 auch Tunesien und mit den Spaniern zusammen Marokko. Im Jahr 1909 gab Frankreich der Regierung in Rom freie Hand, was Italien ausnutzte, um im Schatten der Balkankriege das heutige Libyen, das alte Tripolitanien und die Cyrenaica zu besetzen und noch in den 30er Jahren einen völkermordähnlichen Krieg gegen Aufstände der Bevölkerung zu führen. Wie im Osten des Mittelmeeres, wie in Palästina, Kurdistan oder Zypern lastet noch heute diese Schuld auf den Schultern der Kolonialmächte, wie 2010 die Gespräche von Ghaddafi mit Berlusconi bei seinem Besuch im Rom zeigten.

Rom hatte aber auch vor dem Vordringen der europäischen Kolonialmächte dieses Gebiet nie vergessen. Das zeigen die marokkanischen Märtyrer, als bereits Franz von Assisi die ersten Brüder in die Mission schickte, aber auch die Errichtung einer Apostolischen Präfektur 1624 in Tunis, die 1843 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Um 1630 begannen auch die Franziskaner mit der Missionsarbeit in Libyen, vor allem unter Ausländern und Christensklaven. Das gleiche geschah in den Hafenstädten Algeriens und in Marokko. Im 19. Jahrhundert wurde eine Hierarchie eingeführt: Algier wurde 1838 Bistum und 1866 Metropolitansitz mit den Suffraganbistümern Oran und Constantine. Erst 1955 wurde das Vikariat Ghardaia in der Sahara zum Bistum Laghouat (in Nordalgerien) erhoben.

In Tunesien wurde 1885 eine Erzdiözese mit dem Titel von Karthago und einem Primas für Afrika errichtet. In Marokko gab es seit 1630 eine Apostolische Präfektur und seit 1908 ein Apostolisches Vikariat, das 1956 zum Erzbistum Tanger erhoben wurde. Rabat war 1923 Sitz eines Apostolischen Vikars und seit 1955 eines Erzbischofs. In Benghazi, im heutigen Libyen, errichteten erst die Italiener nach dem Ersten Weltkrieg ein Apostolisches Vikariat, 1939 auch in Derna und Tripolis.

Wie stark noch vor dem Zweiten Weltkrieg das Christentum, wenn auch meist nur in Gestalt von Europäern, im nördlichen Afrika vertreten war, können wir für wichtige Städte belegen. Algier hatte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg 257.000 Einwohner, darunter waren aber 175.000 Europäer, zumeist Franzosen und Italiener. In Oran waren von 164.000 Einwohner nur 15.000 Muslime und 6.800 Juden, die Mehrheit waren Christen. In Constantine stellten die Europäer die Hälfte der Bevölkerung von 105.000 Einwohnern. Tunis zählte bei 200.000 Einwohnern über 33.000 Franzosen und 40.000 Italiener. In Tripolis machten die Araber und Berber nur die Hälfte der Einwohner von 72.000 aus, denn es gab dort neben 20.000 Italienern auch 15.000 Juden und 4.000 katholische Malteser.

Der Baedecker-Reiseführer „Mittelmeer“ von 1934 verzeichnet auf den Stadtplänen noch Kathedralen und christliche Friedhöfe, Klöster und christliche Krankenhäuser in Tanger und Algier, Oran und Constantine, in Tunis und Tripolis. Ein Vergleich der Zahlen des Päpstlichen Jahrbuches 1961 nach dem Ende des Algerienkrieges mit heute zeigt den Rückgang der Kirche. So sank die Zahl der Christen in Tunesien von 280.000 Gläubigen bei 3,8 Millionen Einwohner auf heute 20.000 bei einer Bevölkerung von nun mehr als zehn Millionen, in Marokko lebten 1959 im Erzbistum Tanger 100.000 Katholiken unter 1,1 Millionen Einwohnern, im Erzbistum Rabat 370.000 unter 8,5 Millionen. Heute sind die Zahlen auf 2.000 Katholiken unter vier Millionen Einwohner im Erzbistum Tanger und auf 20.000 unter 28 Millionen Muslimen im Erzbistum Rabat geschrumpft.

Das Erzbistum Algier hatte bis zum Ende der französischen Herrschaft 350.000 Katholiken (bei 3,1 Millionen Einwohner), die Bistümer Oran und Constantine 375.000 und 180.000 Katholiken unter 2,2 Millionen Einwohnern in Oran und 3,5 Millionen in Constantine. Heute zählt die Erzdiözese Algier nur noch 1.500 Katholiken bei mehr als zehn Millionen Einwohnern, die Bistümer Oran und Constantine 400 beziehungsweise 300 Gläubige unter 7,5 Millionen Muslimen in Oran und elf Millionen in Constantine. Durch die Aktivitäten protestantischer Freikirchen und neoprotestantischer Gruppen gibt es aber heute auch einige Tausend Protestanten in kleinen Hausgemeinden.

Da die Revolution in Tunesien relativ unblutig verlief und man von diesem Land demokratische Strukturen erhofft, ist auch ein Blick auf die dortige Kirche angebracht. Als Papst Johannes Paul II. dieser kleinen Herde in Tunesien am 14. April 1996 einen Pastoralbesuch widmete, kam darin auch die Sorge des Heiligen Vaters zum Ausdruck. In seiner Ansprache an die Bischöfe der Regionalen Bischofskonferenz für Nordafrika (CERNA) erinnerte der Papst an die große Geschichte der Kirche im heutigen Tunesien, aus dem Heilige und Päpste wie Viktor, Miltiades und Gelasius stammten.

In den letzten 60 Jahren ist der Anteil der Katholiken von einst zehn Prozent auf 0,2 Prozent gesunken. Es gibt heute zwölf Pfarreien unterschiedlicher Größe, die von elf Diözesanpriestern und 17 Ordensleuten betreut werden. In den Pfarreien, vor allem aber in schulischen und karitativen Einrichtungen, arbeiten noch 153 Ordensschwestern. Vor 60 Jahren waren es noch 238 Pfarreien mit 80 Diözesan- und 90 Ordenspriestern. Ordensschwestern gab es 1949 noch etwa 500. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens kam es zum Exodus vieler Europäer. Im Jahr 1970 arbeiteten zwar noch 410 Ordensfrauen im Lande, aber die Zahl der Katholiken war schon auf 35.000 in nur noch 21 Pfarreien mit 37 Diözesanpriestern und 46 Ordenspriestern gesunken.

Millionen von Christen aus Europa besuchten Jahr für Jahr Tunesien. Das Land lockte mit Billigangeboten an seinen Stränden, mit antiken Ruinenstädten wie Karthago, ja sogar mit alten Synagogen. Aber welcher europäische Tourist fragte nach Kirchen? Die Kathedrale in Tunis ist nicht zu übersehen. Sie ist dem heiligen Vinzenz von Paul geweiht. Vinzenzschwestern arbeiten im großen katholischen Krankenhaus. Dagegen steht heute die im 19. Jahrhundert gebaute Kathedrale in Karthago leer. Obwohl die Christen meist Europäer sind, hat der Vatikan im Jahre 2005 einen Araber aus Palästina, Msgr. Maroun Lahham, zum Bischof ernannt.

Als Johannes Paul II. 1996 Tunis besuchte, zelebrierte er am 14. April in der Kathedrale in Tunis. In Karthago traf er sich mit Vertretern aus der Welt der Kultur, Politik und Religion. Im Treffen mit den Bischöfen der CERNA, bei dem auch die anderen nordafrikanischen Bischöfe anwesend waren, würdigte der Papst die missionarischen Intuitionen von Kardinal Charles Lavigerie, dem Gründer der Weißen Väter, und die Spiritualität des inzwischen seligen Charles de Foucauld, der 1916 im algerischen Tamanrasset ermordet wurde. Der Kirche im Maghreb sei auch eine Kirche Afrikas, für die der Papst eine eigene Synode einberief.

Tunesien ist zwar ein islamisches Land, aber unter den islamischen Staaten doch eines der freiesten. „Die Regierung steht christlichem Proselytismus ablehnend gegenüber, zeigt aber gegenüber ausländischen religiösen Minderheiten Toleranz“, stellt ein evangelisches Handbuch „Gebet für die Welt“ fest. Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT gibt in seiner Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2008″ eine ähnliche Beurteilung. Zwar besagt die Verfassung im Artikel 1 „Tunesien ist ein freier, unabhängiger und souveräner Staat, seine Religion ist der Islam“, aber die Katholische Kirche genießt eine gewisse Anerkennung durch einen modus vivendi, der am 9. Juli 1964 vom Heiligen Stuhl und der tunesischen Regierung unterzeichnet worden war.

[*Der Autor ist Lehrbeauftragter für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Gießen und Berater von KIRCHE IN NOT Deutschland in Türkeifragen. Er leitet das Institut für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Nidda.]

Siehe auch:

Unser Kommentar:
Es sollte eigentlich einem jeden Christen einleuchten, dass es in allen islamisch-dominierten Ländern über „mehr Demokratie“ keinen Wandel zum echt Guten, echt Besseren geben kann, solange sich die Muslime samt ihren Imamen und Muftis nicht massenhaft abwenden von ihrem antichristlichen, teuflischen Glauben und den einzig heilbringenden Glauben, den christlichen (und zwar den allzeitig katholischen) annehmen. Denn ihr Irrglaube ist inhärent demokratie-unfähig und demokratie-feindlich. Alle Interventionen zugunsten der Befreiung der diktatorisch regierten Länder, in welchen sich die Bevölkerung zu mehr als 50% zum Islam bekennt (Ägypten 90%, Algerien 99%, Bahrain 81,2%, Jemen virtuell 100%, Kuwait 85%, Jordanien 93%, Libyien 97%, Oman 75%, Saudi-Arabien virtuell 100%) sind zum vornherein dazu verurteilt, Schariastaaten zu werden, zu sein, zu bleiben! Und Scharia = Christenverfolgung, Christenunterdrückung, Christenvertreibung, Christentötung!) Und Christus – GOTT und Mensch sagt: Was ihr dem Geringsten der Meinen (an-)getan habt, das habt ihr Mir (an-)getan! Demokratisierung der Moslemländer heißt also: Befreiung der Muslime zu noch größerer Selbstversklavung in ihrem unmenschlichen Gesetzessystem und damit sklavisches Unterdrücken, Vertreiben und Ermorden der „Ungläubigen“ = der Nicht-Versklavten, also der Nicht-Muslime, vor allem der von Gott von aller Sklavenschaft befreiten Christen!


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Es ist vorauszusehen: Ägypten wird in Kürze ein Scharia-Staat werden

Posted by deislam - 7. März 2011

Zitat aus ZENIR.ORG: ZG11030405 – 04.03.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-22664?l=german

Muslimbruderschaft in Ägypten: Demokratie ohne Rechtsstaat
Bonner Islaminstitut zur Rückkehr eines islamischen Chefideologen

KAIRO/ BONN, 4. März 2011 (ZENIT.org).- Die Bonner Islamwissenschaftlerin Professor Christine Schirrmacher, wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen der Evangelischen Allianz, warnt vor den politischen Zielen der Muslimbrüder in Ägypten. Sie strebten eine Demokratie im Rahmen der Scharia an und eben keinen säkularen Rechtsstaat nach westlichem Muster. Unter Mubarak waren die Muslimbrüder jahrzehntelang offiziell verboten, aber als größte politische Oppositionsgruppe geduldet. Jetzt bereiten sie die Gründung einer „Partei für Frieden und Gerechtigkeit“ vor. Am vergangenen Freitag kehrte einer ihrer offiziellen Chefideologen, der gebürtige Ägypter Yusuf al-Qaradawi, zum „Tag des Sieges“ nach Kairo zurück.

Nach über 30 Jahren Predigtverbot durfte al-Qaradawi erstmals wieder das Freitagsgebet leiten – vor Hunderttausenden auf dem Tahrir-Platz. Ausgerechnet die „Koalition der Jugend der Revolution“ hatte den derzeit über Fernsehen und Internet einflussreichsten muslimischen Gelehrten eingeladen. Das ist laut Christine Schirrmacher ein Besorgnis erregendes Signal angesichts der Haltung al-Qaradawis zu Demokratie und Menschenrechten, Israel und Selbstmordattentaten.

In seinen Schriften offenbare al-Qaradawi ein ambivalentes Verhältnis zu Demokratie und Menschenrechten. Auf der einen Seite spreche er sich deutlich gegen autoritäre und totalitäre Herrschaftsformen aus und lege dar, dass die islamische Erweckungsbewegung stets nur in einer Atmosphäre politischer Freiheit und Demokratie Frucht getragen habe. Dazu gehören für ihn unter anderem die Verantwortung der Regierung gegenüber dem Parlament, das Recht auf Opposition und die freie Presse. Auf der anderen Seite wettert er gegen die westliche Demokratie „mit ihren schlechten Ideologien und Werten“.

Bezeichnend sei auch al-Qaradawis Vorschlag zur Überwindung muslimischer Vorbehalte gegenüber der Demokratie: In der Verfassung muslimischer Staaten soll in einem Artikel festlegt werden, dass jedes Gesetz, das den unanfechtbaren Bestimmungen des Islam widerspricht, null und nichtig ist. Seine Begründung: Der Islam sei die Staatsreligion und die Quelle der Legitimität aller staatlichen Institutionen. Welche Gesetze mit dem Islam vereinbar sind, sollen aus Sicht der Muslimbrüder zukünftig die führenden muslimischen Rechtsgelehrten des Landes entscheiden – und zwar unabhängig von staatlichen Vorgaben.

Der Vorrang der Scharia gelte aus seiner Sicht auch für die Menschenrechte. Wer erkennbar vom Islam „abfällt“, geschweige denn seine Glaubensgrundsätze und rechtlichen Bestimmungen öffentlich kritisiert, ist für al-Qaradawi ein Verräter des Staates, der von den politisch Verantwortlichen notfalls mit dem Tod bestraft werden muss. Vor diesem Hintergrund ist laut Schirrmacher kaum zu erwarten, dass sich die Muslimbruderschaft, die al-Qaradawi mehrmals die Führung angeboten hat, für mehr Religions- und Meinungsfreiheit einsetzen wird.

Als Hassan al-Banna 1928 die ägyptische Muslimbruderschaft gründete, ging es ihm vor allem um den Widerstand gegen die hegemonialen Ansprüche der Briten und die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft. Die Bruderschaft sollte sich für eine Rückkehr zu islamischen Moralvorstellungen einsetzen und sozial engagieren. Zehn Jahre später formierten sich die Muslimbrüder jedoch bereits zur politischen Gruppierung. Al-Banna predigte den Islam als umfassendes und revolutionäres Heilmittel für alle gesellschaftlichen und politischen Missstände.

Indem die Muslimbrüder eigene Unternehmen gründeten, Schulen und Krankenhäuser unterhielten und wichtige Posten in Armee und Gewerkschaften besetzten, bildeten sie bald eine Art Staat im Staate. Das führte zu einer zunehmenden Konfrontation mit der ägyptischen Regierung. Muslimbrüder ermordeten 1948 Premierminister Fahmi An-Nuqrashi. Hasan al-Banna, der jede Verantwortung für militante Aktionen der Gruppe abgestritten hatte, wurde 1949 selbst Opfer eines Anschlags. Präsident Nasser verbot die Muslimbruderschaft und ließ zahlreiche Anhänger verhaften und foltern.

Nach dem Verbot radikalisierte sich die Muslimbruderschaft zunehmend. Ihr ideologischer Vordenker Sayyid Qutb (1906-1966) erklärte sich den mangelnden Widerstand der ägyptischen Führung gegen die Briten und die Vernachlässigung islamischer Prinzipien in der Gesellschaft mit dem Rückfall in die sogenannte Jahiliya. Muslimische Theologen beschreiben mit diesem arabischen Begriff eigentlich „die vorislamische Zeit absoluter Unwissenheit“. Aus Qutbs Sicht befanden sich nicht nur die nichtislamische Welt, sondern auch die meisten muslimischen Gesellschaften Mitte des 20. Jahrhunderts in diesem Zustand der Ignoranz.

Die Regierungen seiner Zeit verglich er mit dem in biblischen wie koranischen Quellen beschriebenen ägyptischen Pharao. Die „unzivilisierten Tyrannen und Unterdrücker“ müssten notfalls durch gewaltsamen Jihad gestürzt werden. Qutb selbst wurde mehrfach verhaftet und 1966 schließlich hingerichtet. Militante Aktivisten nach ihm bezogen sich auf seine Schriften, um ihre Attentate gegen die ägyptische Regierung oder westliche Touristen zu rechtfertigen. Der Anführer des Attentats auf Präsident Anwar as-Sadat am 6. Oktober 1981 rief aus: „Ich habe den Pharao getötet.“

Bereits in den 1970er Jahren hat sich die Muslimbruderschaft gegen die sogenannte Qutbisten und die militanten Abspaltungen ihrer Bewegung ausgesprochen. Dennoch verehren viele von ihnen Qutb bis heute als Märtyrer. Sie lehnen jedoch sein Konzept einer gewaltsamen islamischen Revolution ab. Für sie geht es vielmehr um einen Prozess schrittweiser Islamisierung. Sowohl in Ägypten als auch über ihre weltweiten Ableger sollen dabei zunächst alle friedlichen, politischen und institutionellen Mittel ausgeschöpft werden und ein positives Bild des Islam propagiert werden, um der islamischen Rechtsvorstellung mehr Geltung zu verschaffen.

Al-Qaradawi fordert immer wieder die Einhaltung von Prioritäten und das Abwägen zwischen dem Idealen und dem Möglichen. Anhänger der Erweckungsbewegung sollen alle Gesellschaftsbereiche durchdringen, von Bildung und Wissenschaft bis zur Sozial- und Wirtschaftspolitik. Dabei betont er die Schlüsselrolle der Medien. Der „Jihad unserer Zeit“ findet nach seiner Einschätzung im Internet statt. Aufwendige islamische Internetseiten und Portale sollen Werbung für den islamischen Glauben machen. Internationale Gremien muslimischer Rechtsgutachter sollen sich um die Einheit der globalen muslimischen Gemeinschaft kümmern und nicht zuletzt über die Online-Fatwas die Islamisierung des Lebensstils, insbesondere in der westlichen Diaspora, steuern.

Auch für Israel bedeutet der Besuch al-Qaradawis nichts Gutes. Für Israel war Ägypten in den letzten Jahrzehnten ein wichtiger, weil friedlicher und verlässlicher Nachbar. In seiner Rede am vergangenen Freitag sprach al-Qaradawi von der Hoffnung, demnächst auf dem Tempelberg in Jerusalem predigen zu können. In leidenschaftlichen Predigten verurteilt er jegliche Bemühungen um einen dauerhaften Frieden als Verrat an der muslimischen Gemeinschaft. In einem Interview mit al-Jazeera vom 28. Januar 2009 sprach er von der göttlichen Strafe für das verkommene jüdische Volk. Die letzte Strafe habe Hitler vollzogen. Auch wenn er übertrieben habe, sei es ihm gelungen, die Juden auf ihren Platz zu verweisen. So Gott will, würde die nächste Bestrafung durch die Hand der Gläubigen erfolgen. Der 84-Jährige wünsche sich, notfalls mit dem Rollstuhl ins Land des Jihads und des Widerstands zu gehen und auf Allahs Feinde, die Juden, zu schießen. Auf diese Weise würde er als Märtyrer sterben.

Das klingt ganz ähnlich wie die Gründungscharta der Hamas, die Ende der 1980er Jahre aus der dortigen Muslimbruderschaft hervorgegangen ist. In zahlreichen Predigten hat al-Qaradawi zudem die palästinensischen Selbstmordattentate als „heroische Märtyreroperationen“ gerechtfertigt. Er verweist dabei auf den militärischen Charakter der israelischen Gesellschaft, in der jeder früher oder später Soldat sei. Auf der anderen Seite hat er die Anschläge vom 11. September 2001 scharf verurteilt. Solche Taten seien völlig unvereinbar mit der islamischen „Religion der Toleranz“, die der menschlichen Würde einen hohen Wert beimesse. Was seine Kritiker als Doppelzüngigkeit und Widersprüchlichkeit verurteilen, versteht er selber als notwendige Kontextualisierung. Für den Fall, dass die Muslimbrüder mehr politischen Einfluss gewinnen sollten, dürften die Chancen für mehr Menschen- und Bürgerrechte und eine Stabilisierung des Nahen Ostens schwinden, ist Christine Schirrmacher überzeugt.

Unser Kommentar:
Mindestens 90% aller Aegypter bekannten sich schon vor Jahren zum (sunnitischen) Islam. Infolge der Flucht und Ermordung (Verfolgung, Vertreibung, Auswanderung) vieler Christen (und Juden) dürften es heute 95% oder mehr sein! Schon bisher war die Scharia „die Hauptquelle der Gesetzgebung“ (siehe Wikipedia-Artikel!) Mit der Beseitigung von Mubarak und der jetzt nachfolgenden Pseudo-Demokratisierung des ägyptischen Volkes wird alles noch konsequenter und strenger scharia-konform werden. Sämtliche religiösen „Minderheiten“, sprich „erbärmlichen Überreste“ von Kafir/Kuffar („Ungläubigen“) werden noch viel mehr benachteiligt, bedrängt, unterdrückt, bedroht, verfolgt, vor islamisches Gericht gestellt, vertrieben, getötet werden. Ganz so, wie es eben der islamische Djihad gemäß Koran und Sunna erfordert. Wie naiv sind doch all diejenigen, die glauben, das ägyptische Volk werde nun (endlich) bessere, gerechtere, prosperierende, freiere, unabhängig mitbestimmende Zeiten erleben. Ganz im Gegenteil: das islamische Volk ist unfrei, versklavt, allein (schon), weil es mohammed-, koran-, scharia-gefangen ist. Nur eine massenweise Bekehrung zum Christentum könnte es aus dieser infernalen Ankettung erlösen!

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Gemeinsam gegen Christenverfolgung – Großdemonstration in Frankfurt/Main

Posted by deislam - 3. März 2011

Warum schweigt Ihr?
Religionsfreiheit ist keine Einbahnstraße!

GROSSDEMONSTRATION IN FRANKFURT/MAIN
am
Samstag den 12. März 2011

Treffpunkt: 13:00h Bahnhofsvorplatz
Abschlußkundgebung: ca. 16:00h Hauptwache/Katharinenkirche

Gemeinsam gegen Christenverfolgung…
Gemeinsam für Menschenrechte…
in
Ägypten, Türkei, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Afghanistan, Nordkorea und anderswo

Die anhaltenden Christenverfolgungen in islamischen Ländern haben verschiedene Kirchen, Menschenrechtsorganisationen und Verbände veranlasst, am 12. März eine Großdemonstration in Frankfurt am Main zu organisieren. Vor allem die Situation in Ägypten stellt sich für religiöse Minderheiten als sehr bedrohlich dar. In dem wichtigsten arabischen Land kam es wieder zu einem Massaker mit zahlreichen Todesopfern.
Islamische Extremisten haben die koptische Kirche des heiligen Georg angegriffen. Einige Tage zuvor hatte ein Überfall von islamischen Terroristen jedoch sehr viel drastischere Folgen. Bei einem erneuten Massaker an Christen wurden elf Kopten getötet, darunter befand sich auch ein dreijähriges Mädchen.

Der Tagesspiegel berichtet:

Bei den Tätern habe es sich um Anhänger radikal-islamischer Gruppen gehandelt, sagte am Freitag der Afrikaexperte der in Göttingen ansässigen Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius. Sie seien mit der Hilfe muslimischer Nachbarn in die Häuser von zwei koptischen Familien eingedrungen. Unter den Ermordeten sei auch ein drei Jahre altes Mädchen, sagte Delius weiter.

Diese Zustände sind untragbar. Nicht auszudenken was passiert, wenn die Muslimbrüder in Ägypten an die Macht kommen. Die Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung der christlichen Minderheiten wird sehr wahrscheinlich zunehmen. Deshalb ist es wichtig, auf die Missstände aufmerksam zu machen und sich mit den Kopten zu solidarisieren. Wir rufen daher alle demokratisch gesinnten Menschen auf, sich zahlreich an der Demonstration zu beteiligen:

Datum: 12. März 2011
Ort: Frankfurt/Main
Zeit: 13 Uhr Bahnhofsvorplatz
http://www.pi-news.net/wp/uploads/2011/02/grossdemo_fft.jpg
http://www.buergerbewegungen.de/veranst/detail.php?vid=65
http://www.pi-news.net/

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Ägypten: Irakischer Bischof warnt vor Islamisierung

Posted by deislam - 7. Februar 2011

Zitat von Radio Vatikan: 06/02/2011 12.45.13

Louis Sako - Erzbischof von KirkukDer irakische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, warnt vor einer Islamisierung der nordafrikanischen Staaten. Der politische Islam wachse stetig, sagte er am Samstag in Köln. Es bestehe die Gefahr, dass er in das entstandene Vakuum in Ägypten und den anderen sich im Umbruch befindenden Staaten stoße. „Dann wird es dort Gesetze nach der Scharia geben, die aus dem 7. Jahrhundert stammen“, so der Erzbischof. Es sei falsch zu glauben, dass als Folge der Unruhen jetzt automatisch Demokratie in Nordafrika einziehe, sagte Sako. Auch könne man den Menschen die Demokratie nicht einfach überstülpen. Der Westen müsse sich vergegenwärtigen, dass es dort „eine andere Kultur, Logik und Art und Weise des Denkens“ gebe, so Sako. Er äußerte sich auf einer Veranstaltung des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“.

(kna 06.02.2011 pr)

Siehe dazu auch:

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„Der Papst hat die Pflicht, für den Schutz der Gläubigen einzutreten“

Posted by deislam - 13. Januar 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11011312 – 13.01.2011 / http://www.zenit.org/article-22267?l=german

Interview zu den Protesten Kairos gegen den Papstappell zugunsten der Christen

ROM/PEMBERTON, New Jersey, 13. Januar 2011 (ZENIT.org).- Im Außenministerium in Kairo sind die Diplomaten anhaltend über die Äußerungen des Papstes zum Anschlag auf Christen im ägyptischen Alexandria verstimmt. Die Worte des katholischen Oberhauptes werden dort als „nicht hinnehmbare“ Einmischung in die inneren Angelegenheiten Ägyptens betrachtet. Der Heilige Stuhl nehme nach dem Anschlag auf die Kopten Anteil an den Empfindungen ganz Ägyptens, hieß es daraufhin in einer Stellungnahme des Vatikans. Der Heilige Stuhl teile die Befürchtungen einer möglichen Eskalation und begrüße die Bemühungen der Regierung, die genau diese vermeiden wolle.

Michaela Koller fragte den deutsch-amerikanischen Mittelosthistoriker Professor Dr. Wolfgang G. Schwanitz in Pemberton, New Jersey, nach den Hintergründen der Entrüstung. Schwanitz ist international gefragter Experte für ägyptische Außenpolitik und Islampolitik westlicher Staaten. Die Aufregung in Kairo hält er für übertrieben.

ZENIT: Nachdem der Papst erneut an die Regierungen islamischen Staaten, insbesondere des Irak, Pakistans und Ägyptens appelliert hatte , „sich dafür einzusetzen, dass ihre christlichen Mitbürger in Frieden leben können“, zeigt sich die ägyptische Diplomatie nun entrüstet und wertet die Stellungnahme als Einmischung in innere Angelegenheiten. Können Sie das nachvollziehen?

–W.G. Schwanitz: Die Entrüstung ist nachvollziehbar, aber unangebracht. Sie ist durchaus keine Einmischung in innere Angelegenheiten. In der globalen Gesellschaft hat jeder das Recht, seine Meinung zu unhaltbaren Verhältnissen zu sagen, die zur Ermordung von Kopten in Alexandria geführt haben. Wir sind heute alle miteinander verbunden. Und der Papst hat die Pflicht, für den Schutz und das Wohlbefinden der Gläubigen einzutreten, insbesondere auch der christlichen Minoritäten in islamischen Ländern. Leben und Alltag von Kopten sind am Nil speziell seit den 1970er Jahren unerträglich geworden.

Ägyptens Christen dienen seither immer öfter als Blitzableiter für ungelöste Probleme. Viele wandern nun aus, darunter nach Amerika. Andere Minderheiten, etwa Juden, sind bereits seit den 1950er Jahren vertrieben worden oder emigriert. Das sind die Trends in islamischen Ländern. Einst blühende Gemeinden mit ihren schönen Synagogen sind untergegangen, abgesehen von Marokko. Das spricht nicht gerade für die oft bemühte Toleranz. Sollen wir etwa mundtot zuschauen, wie Christen das gleiche Schicksal ereilt?

ZENIT: Ist die Rückberufung der Botschafterin zu „Beratungszwecken“ nicht ein überzogenes Signal des Protests? Immerhin ist dies ja bei weitem kein singulärer Appell gewesen.

–W.G. Schwanitz: Kairo versucht, im Vatikan einen Sündenbock für das eigene Unvermögen zu finden. Eine typische Reaktion. Genau wie Pakistans Islamisten, die des Papstes völlig berechtigte Kritik am umstrittenen Blasphemie-Gesetzes, das „Gotteslästerung“ unter Strafe stellt, als Teil einer „päpstlichen Verschwörung“ hinstellen wollen, „um die Weltreligionen gegeneinander auszuspielen.“ So die Worte des Abgeordneten Sahibzada Fazal Karimt von der Pakistanischen Muslimliga in Islamabad. Eine Christin seines Landes, Mutter von fünf Kindern, ist zum Tode durch Strang verurteilt worden, weil sie sich angeblich negativ über den Islam geäußert habe. Ein Kritiker des diesbezüglichen Blasphemiegesetzes, der Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, ist durch seinen islamistischen Leibwächter ermordet worden.

Und der Papst, der am Montag die Abschaffung des Blasphemie-Gesetzes forderte, wird nun als globaler Verschwörer porträtiert? Er spricht genau das aus, was viele zum Verzweifeln bringt: immer neue Vorwände zu schaffen, Ungerechtigkeit und Gewalt gegen die religiösen Minderheiten zu provozieren. Regieren durch den Mob ist unakzeptabel. Der Vatikan setzt ein mutiges Zeichen, sich ungerechten Praktiken zu widersetzen. Alle Gesellschaften ringen heute mit ähnlichen Problemen. Aber es gibt keine Entschuldigung mehr dafür, diese auf dem Rücken von Minderheiten auszutragen.

ZENIT: Wie ist eigentlich die Behauptung des Großscheichs der Universität Al-Azhar einzustufen, der sagte, hinter dem Anschlag steckten fremde Mächte, wobei er ausdrücklich Israel nannte. Scheut er sich, die Salafiten zu benennen?

–W.G. Schwanitz: Ich würde es nicht auf Salafiten oder andere Fundamentalisten reduzieren. Es geht allgemeiner um militante Islamisten. Kann der Großmufti Leute aus den radikalen Reihen anprangern? Leider führen die Hinnahme von vermehrten Übergriffen auf Kopten, ein uraltes Element in Ägyptens Mosaik, neue Generationen in veränderten Umständen an. Früher pflegte die einheimische Elite solche Angriffe lautstark zurück zu weisen und zu stoppen. Aber Ägyptens liberale Garden, die ihre koptischen Brüder und Schwestern zu achten und die Religion aus der Politik zu halten suchten, sind kaum mehr am Ruder. Und Präsident Mubarak vermag es nicht allein. Seit vier Jahrzehnten, seit dem massiven Aufkommen von Intoleranten, droht der einst führende ägyptische Liberalismus völlig unterzugehen.

Ägyptens Kopten haben immer eine herausragende Rolle in der Landes- und Weltpolitik gespielt. Denken sie zum Beispiel an Boutros Ghali, vor dem Ersten Weltkrieg Premier in Kairo. Oder an seinen gleichnamigen Enkel, über ein Dutzend Jahre Staatsminister für Auswärtiges in Ägypten und Co-Architekt des Friedensabkommens von Camp David – dann in der ersten Hälfte der 1990er Jahre UN-Generalsekretär. Doch wenn es so weiter geht, gibt es im Land der Pyramiden bald keine Christen mehr. Wer möchte schon in ständiger Angst in die Kirche gehen und seine Kinder ohne gesicherte Zukunft aufwachsen lassen?

Unser Kommentar:
Auch hier wieder: man will es einfach nicht sehen und einsehen, dass alles so kommen muss(te), wenn der Islam immer mehr Einfluss gewinnt. Es sind nicht nur die „Fundamentalisten“ und „Radikalen“ und „Intoleranten“ der Muslime, die Inakzeptables, Untolerierbares tun, sondern es ist letztlich immer hauptsächlich der Islam als „Religion“, als Lebenslehre und Lebensgesetz, der Erstursache ist für solche Übergriffe und Terrorakte. Den Islam tolerieren und noch zu fördern, ist verheerend! Dem Islam Religionsfreiheit zu gewähren, noch dazu in unseren vormals christlichen Ländern, ist selbstzerstörerisch!

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„Wir werden dir zeigen, wie Islam geht“ – Die Verfolgung der Christen in Ägypten

Posted by deislam - 28. Januar 2010

Aus ZENIT.ORG: ZG10012706 – 27.01.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-19670?l=german

Interview mit dem in Deutschland lebenden koptischen Bischof Anba Damian

MÜNCHEN, 27. Januar 2010 (ZENIT.org/Kirche-in-Not).- Das Europaparlament hat in der vergangenen Woche die jüngsten Überfälle auf Christen in Ägypten und Malaysia scharf verurteilt. In diesem Zusammenhang veröffentlicht das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ein Interview mit dem in Deutschland lebenden koptischen Bischof Anba Damian. Er erhebt darin schwere Vorwürfe gegen die islamischen Führer und die Behörden in Ägypten. In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar, dem Weihnachtsfest der koptischen Christen, hatten Islamisten vor drei Kirchen in der südägyptischen Stadt Nag Hammadi gezielt das Feuer auf Gottesdienstbesucher eröffnet. Sieben Kopten und ein muslimischer Wachmann waren bei dem Anschlag gestorben. Das Interview führte Berthold Pelster von „Kirche in Not“.

ZENIT: Herr Bischof Damian, wann haben Sie von dem Anschlag erfahren?

–Bischof Damian: Ich hatte das Weihnachtsfest in Berlin zusammen mit dem ägyptischen Botschafter und anderen hohen Diplomaten gefeiert. Es war eine sehr freundliche Atmosphäre, aber kaum hatten wir unsere Gäste verabschiedet, klingelte mein Telefon und ich erfuhr, was geschehen war. Mich hat besonders betroffen gemacht, dass die meisten Opfer Jugendliche waren, die sich nach der Christmette vor der Kirche miteinander unterhalten hatten.

Es wurde auch ein muslimischer Wachmann erschossen, der nur mit einem Holzknüppel bewaffnet gewesen war. Man kann also nicht von einem Polizeischutz sprechen, wie er sonst in der Region üblich ist. Merkwürdigerweise hatte auch kein Vertreter der Politik oder des öffentlichen Lebens an der Messe teilgenommen, wie es sonst üblich ist. Unser Bischof vor Ort war auch gebeten worden, die Messe vorzeitig zu beenden, weil die Lage zu unsicher sei.

ZENIT: Hatte der Bischof vor dem Anschlag Drohungen erhalten?

–Bischof Damian: Ja. Er hatte Morddrohungen per SMS erhalten und das auch an die Polizei weitergegeben. Doch leider gab es keine Reaktion von Seiten der Behörden. Der Bischof hatte mit solchen Drohungen schon gerechnet, weil er seinen Mund aufgemacht und auf die schlimme Situation der Christen in seiner Diözese aufmerksam gemacht hatte. Aber dass ein so grausam geplanter und umgesetzter Anschlag folgen würde, damit hat keiner gerechnet.

ZENIT: Was weiß man inzwischen über die Attentäter?

–Bischof Damian: Die drei mutmaßlichen Täter, die auf die Jugendlichen geschossen hatten wurden schnell festgenommen. Doch sie sind nur Werkzeuge anderer, die in der hinteren Reihe sitzen und planen. Dieser Mordanschlag war kein Zufall, sondern von langer Hand geplant. Es gibt Menschen, die den Bischof hassen und die Christen der Diözese ins Herz treffen wollten. Was die Attentäter angeht, kam von offizieller Seite die übliche Aussage, die lautet: „Ach, da handelt es sich um psychisch Kranke.“

Dazu kann ich nur sagen: Die Märchen hören nicht auf, denn diese immer gleiche Geschichte hören wir immer wieder. Wir haben die Nase voll und halten es nicht mehr aus. Die Kopten haben nichts Böses getan und niemanden verletzt. Wir haben nur den unverschämten Anspruch, als gleichberechtigte Mitbürger leben zu wollen. Aber das ist nur ein Traum, von dem wir weit entfernt sind.

ZENIT: Sie fordern also eigentlich nur Religionsfreiheit – ist diese Religionsfreiheit für die Christen in Ägypten denn nicht gegeben?

–Bischof Damian: Im Augenblick ist es in Ägypten beinahe schon kriminell, wenn man in einer privaten Wohnung beten will. Wer als Christ eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, muss unterschreiben, dass er diese Immobilie niemals als Gebetsraum nutzen wird. So weit sind wir in Ägypten! Wir bekommen keine Genehmigung, Kirchen zu bauen oder zu erweitern. Und wenn einer auf die Idee käme, sein Haus zu einer Kirche zu machen, dann muss er damit rechnen, dass es in Brand gesteckt wird. Denn es gibt niemanden, der uns in Schutz nimmt.

ZENIT: Kommen wir noch einmal konkret auf den Mordanschlag zurück – in Deutschland war zu lesen, dass es sich um einen Racheakt für die Vergewaltigung eines muslimischen Mädchens durch einen Christen gehandelt habe. Was halten Sie von dieser Erklärung?

–Bischof Damian: Dieses Märchen haben wir natürlich auch gehört. Das trifft absolut nicht zu, es ist eine Verleumdung. Denn seien wir ehrlich: Wenn das der Fall gewesen wäre, wäre der Vergewaltiger schon längst mitsamt seiner ganzen Familie ermordet und sein Haus abgebrannt worden. Wir haben in Ägypten eine Kultur der Lügen. Das muss ich so deutlich sagen. Denn es geschieht beinahe täglich, dass christliche Mädchen entführt werden, dass ihnen Organe entnommen werden, dass sie vergewaltigt und in die Prostitution geschickt werden. Davon redet keiner!

Die Wahrheit sieht vielmehr so aus, dass es schon seit geraumer Zeit in dieser Region Gewalt gegen Christen gegeben hatte und dass der Bischof sich geweigert hat, auf eine Aufklärung dieser Gewalt zu verzichten, so wie es die örtlichen Behörden von ihm verlangt hatten. Der Bischof verlangte Schadenersatz für die Menschen, die ihre Häuser und Geschäfte verloren hatten. Er weigerte sich, das Geschehene zu ignorieren und vor den Kameras zu lächeln. Daraufhin wurde ihm gesagt: „Wir werden dir zeigen, wie Islam geht, wenn du nicht tust, was wir wollen!“

Das ist die Situation in Ägypten: Niemand wird davon abgehalten, Christen zu töten, aber wir müssen dabei lächeln und zeigen, wie friedlich wir sind. Wir müssen auf unsere Rechte verzichten. Genau dagegen hat sich der Bischof aufgelehnt. Daraufhin war er persönlich das Ziel dieses Anschlags. Er sollte getötet werden. Wenn Gott und seine Schutzengel ihn nicht unter ihren Schutz genommen hätten, wäre er schon längst ermordet worden.

ZENIT: Geht die Gewalt nur von einer Minderheit aus oder haben sich inzwischen starke radikale Kräfte im Islam entwickelt?

–Bischof Damian: Ich habe nach den Anschlägen von vielen weltlichen Institutionen und auch von der ägyptischen Botschaft Kondolenzschreiben erhalten. Aber kein Scheich, kein religiöser Führer des Islam hat sich von dieser Tat distanziert. Auch aus Ägypten selbst höre ich nichts von Mitleid – die muslimischen Führer schweigen, so weit ich das von hier aus beurteilen kann, zu der Tat. Das ist allerdings nur mein Eindruck hier in Deutschland und von dem, was ich von den Angehörigen der Christen aus Nag Hammadi erfahre.

ZENIT: Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Christen in Ägypten so sehr unterdrückt werden? Hat das auch politische Gründe?

–Bischof Damian: Nicht so weit ich das sehen kann. Es geht schlicht und einfach um die Religion. Wir sind keine politisch Verfolgten, wir werden religiös verfolgt, obwohl wir nicht verstehen können, warum. Ich bin nicht nur Ägypter, weil ich in diesem Land geboren wurde, sondern auch aus Überzeugung. Wir Christen tun auch viel für Muslime. Hier in Deutschland ist mein Kloster eine Anlaufstelle für Asylbewerber aller Nationalitäten, und die meisten von ihnen sind Muslime. Wir erzählen keine orientalischen Märchen, wir helfen unseren Mitmenschen. Wir teilen unser Brot mit Muslimen, die bedrängt sind. Und das machen wir nicht als „Öffentlichkeitsarbeit“, sondern weil es die Forderung unseres Herrn ist. Wenn wir helfen, dann helfen wir allen. Egal, ob Christen oder Muslimen.

ZENIT: Woher kommt dann aber der Hass mancher Muslime auf die Christen?

–Bischof Damian: Das liegt an den Lehrern in den Moscheen. Die Ägypter sind von Natur aus ein friedvolles Volk. Aber die Menschen lernen durchs Hören. Und wenn die Freitagspredigt in der Moschee heiß ist von Hass, dann gehen diese eigentlich friedlichen und einfachen Menschen auf uns los. Es geht also um die Lehre, die von den Imamen gepredigt wird. Ich war zum Beispiel einmal bei einem muslimischen Freund in Ägypten und hörte mir in seiner Moschee die Freitagspredigt an. Ich war entsetzt! Das war keine Predigt, sondern eine Kriegserklärung! Ich frage mich, was das soll! Wir müssen in die Moschee gehen, um zu beten, und wir müssen sie mit Frieden im Herzen verlassen.

ZENIT: Was wird in den Moscheen über die Christen gesagt?

–Bischof Damian: Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom Prediger, vom Imam, ab. Die meisten unter ihnen sind vernünftig und bringen den Menschen das Gebet, das Fasten und die Tugenden bei. Andere jedoch sprühen Hass. Und die Zuhörer können das meist überhaupt nicht einordnen. Manche sind Analphabeten und leicht beeinflussbar. Diese Menschen haben oft keine Schulen besucht und vertrauen nur auf das, was sie mündlich überliefert bekommen. Und sobald diese einfachen Menschen Hasspredigten mitbekommen, reagieren sie entsprechend. Diese Menschen haben mein Mitleid. Ich bete für all jene, die ihre Finger mit Blut beschmutzen.

Die Ägypter sind von Natur aus ein friedvolles, gastfreundliches und warmherziges Volk. Es ist mir rätselhaft, warum man die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen zerstören will. Ich habe persönlich viele gute muslimische Freunde. Wir haben schon als kleine Kinder in der Grundschule miteinander gelebt, gespielt und gegessen. Wir haben diesen Hass nicht gespürt. Diese religiöse Halluzination, die unser Land zurzeit verschattet, ist alles andere als normal.

ZENIT: Sie würden also sagen, dass der Hass gegen Christen in Ägypten während der vergangenen Jahrzehnte zugenommen hat?

–Bischof Damian: Das ist nicht mehr zu übersehen. Die Menschen würden mich auslachen, wenn ich etwas anderes behaupten würde. Die Zeit, in der wir die Fakten mit Geschenkpapier verpacken konnten, ist längst vorbei. Die Welt ist wie ein Dorf geworden und durch die Medien erfahren die Menschen unsere Realität – und die ist leider Gottes bitterernst geworden.

ZENIT: Was tut die Regierung in Ägypten gegen die muslimischen Extremisten?

–Bischof Damian: Normalerweise hat die Regierung in Ägypten drei wichtige Ziele, die wir schon als kleine Kinder gelernt haben: Bekämpfung von Armut, Krankheit und Ignoranz. Religion war niemals eine Aufgabe der Regierung. Es hieß: Jeder soll seine Religion ausüben, so lange das die Einheit der Nation nicht bedroht. Damit sind wir bisher immer gut gefahren. Aber irgendwie scheint es inzwischen dazu gekommen zu sein, dass man die Religionen gegeneinander ausspielt.

ZENIT: Was müsste sich in Ägypten ändern, um diese Tendenz aufzuhalten?

–Bischof Damian: Wir brauchen ein Gesetz, durch das alle Menschen in Ägypten gleich behandelt werden. Im Augenblick besitzen wir Christen nur die Gnade des Präsidenten. Die Scharia ist die Quelle der ägyptischen Gesetzgebung und das bedeutet: Wenn ein Muslim einem Christen etwas antut, darf der Täter nicht bestraft werden. Das heißt im Prinzip für die Muslime: Grünes Licht für Gewalt gegen Christen. Wenn ein Kopte auf die Idee käme, auf ein Polizeirevier zu gehen, weil seine Tochter entführt wurde, dann muss er aufpassen, dass er nicht selbst ins Gefängnis kommt. Das ist untragbar!

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Situation sich ändern würde, wenn alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssten, unabhängig von ihrer Religion. Die Religionsfreiheit ist eine Gnade Gottes, die uns niemand nehmen darf. Menschen müssen ihre Religion wählen oder wechseln dürfen, ohne dafür bestraft oder belohnt zu werden. Wenn das so wäre, würde sich die Situation in Ägypten dramatisch ändern. Aber das Problem ist, dass der Islam und die Politik in Ägypten voneinander untrennbar sind.

ZENIT: Sehen Sie unter den gegebenen Voraussetzungen überhaupt eine Zukunft für die koptischen Christen?

–Bischof Damian: Wir werden aufgrund unserer Religion in Ägypten verfolgt. Da brauchen wir keine blumigen orientalischen Märchen erzählen – das ist einfach so. Darüber sind wir sehr traurig, denn Ägypten ist unser Heimatland und inzwischen ist der Tag gekommen, an dem wir nicht einmal mehr in unserem Vaterland in Frieden leben dürfen. Wir sind eine Kirche von Märtyrern. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Kirche „aufblüht“, wenn ihr Blut vergossen wird. Wir erfahren täglich, dass die Kirche wächst.

Die Menschen, die uns ermorden und verfolgen, sorgen mit ihren Taten für das Wachstum der Kirche. Wir haben keine Angst vor dem Tod des Körpers und des Leibes. Wir sind Kinder der Märtyrer und die Kirche wird bestehen. Wir sind nicht allein. Gott ist mit uns. Niemand auf dieser Erde wird uns je in Angst versetzen.

ZENIT: Was können wir in Deutschland für die koptischen Christen tun?

–Bischof Damian: Mit uns beten. Gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Menschenwürde und die Menschenrechte in Ägypten eingehalten werden. Und Sie können unsere Situation bekannt machen und damit dafür sorgen, dass die Verantwortlichen endlich nicht mehr die Augen vor den Tatsachen verschließen können.

Unser Kommentar:
Dieser Bischof spricht Klartext! Und er übertreibt dabei kein bisschen! Aber auch er ist bei aller Klarsicht immer noch ziemlich blauäugig. Er sagt, er verstehe nicht, warum sie religiös verfolgt würden. Auf die Frage, woher der Hass mancher Muslime auf die Christen komme, antwortet er, das liege an den Lehrern (den Imamen) und ihren Lehren in den Moscheen, bei den Freitagspredigten. Die meisten unter ihnen seien vernünftig und würden den Menschen das Gebet, das Fasten und die Tugenden beibringen. Andere jedoch würden Hass sprühen.

Das aber ist eben eine ungenügende, mangelhafte Analyse und Erkenntnis! Der Hass „mancher“ (eigentlich letztlich aller) Muslime auf die Christen kommt vielmehr vom Islam selbst, von seinem Glaubenssystem, von seiner Lehre, von seiner ganzen Weltanschauung. Der Islam, wenn er denn voll und ernst genommen und ernsthaft und konsequent gelebt (und damit auch gepredigt) wird, ist immer Anlass, Begründung und Rechtfertigung des Hasses, der Verachtung, der Verfolgung, der Zerstörung des Christentums, offen oder verdeckt. Denn richtig und absolut klar gesehen sind Islam und Christentum Todfeinde, so wie Christus und Beliar [Belial] (der Widersacher Gottes, Satan, der Antichrist) Todfeinde sind. Die sogenannten „muslimischen Extremisten“ sind nicht diejenigen, die den Islam falsch und unvernünftig interpretieren und praktizieren, sondern sie sind schlicht diejenigen, die seine grundlegenden „Offenbarungen“ und Lehren ernst nehmen und die ihr Leben für deren Durchsetzung und Erfüllung unerschrocken einsetzen. Islamische „Vernünftigkeit“ ist etwas ganz anderes als christliche Vernunft. Deshalb ist auch ein Imam nicht dann „vernünftig“, wenn er den Menschen (nur) das Gebet, das Fasten und die Tugenden beibringt, abgesehen davon, dass all dies Wohlklingende nicht im Dienste der allgemeinen, natürlichen menschlichen Vernunft steht, sondern der entarteten, durch die falsche, widergöttliche „Religion“ verdorbenen „Vernunft“; sondern er wäre nur dann menschlich und gar christlich vernünftig, wenn er der islamischen Irrlehre widersagen und absagen und sich Christus und Seiner göttlichen Lehre zuwenden und hingeben würde!

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Ägypten: Kopten verlangen staatlichen Schutz – Bedeutendes Kloster zerstört.

Posted by deislam - 10. Juli 2008

Gewalt nimmt zu. Angst vor wachsendem Islamismus

Von Stefan Beig / Wiener Zeitung
Kairo (kath.net/WIZ)

Mit ungewöhnlich scharfen Worten forderte die koptische Kirche in Ägypten Präsident Hosni Mubarak letzten Sonntag öffentlich auf, die „zunehmenden bewaffneten Angriffe auf Mönche“ und „Beleidigungen des Kreuzes“ zu verhindern. Anlass war ein Überfall am 31. Mai auf das aus dem 4. Jahrhundert stammende Abu-Fana-Kloster im oberägyptischen Ort El-Minya, das zu den ältesten Klöstern weltweit gehört.

Shenouda III. von Alexandrien, der koptische Papst, berichtete, dass mindestens 60 bewaffnete Männer am Angriff beteiligt waren. „Sie entführten drei Mönche und folterten sie. Die Mönche wurden gezwungen, ihrer Religion abzuschwören und das Kreuz zu bespucken. Als sie sich dazu weigerten, wurden sie auf Bäumen auf gehängt und geschlagen.“ Laut William Tadros, Pressesprecher der Union Orientalischer Christen in Österreich und koptischer Menschenrechtsaktivist, wurden „Mauern, Kirchen, Mönchszellen, heilige Schriften, Landmaschinen und Felder des Klosters zerstört und niedergebrannt.“ Vier weitere Mönche seien beim Überfall verletzten worden, auch der Bruder eines Mönchs wurde entführt und bislang nicht frei gelassen.

Kopten öffentlich bisher zurückhaltend

Die Lage der Kopten hat sich in Ägypten in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Erst wenige Tage vor dem Vorfall erschossen maskierte Männer einen koptischen Juwelier und seine drei Mitarbeiter in Kairo, ohne dabei etwas zu erbeuten. Neu ist, dass sich erstmals die Führung der koptischen Kirche in Ägypten öffentlich an Mubarak wendet. Bisher gaben nach gewaltsamen Übergriffen prominente Kopten Seite an Seite mit dem ägyptischen Staat Erklärungen ab, in denen jeder fundamentalistische Hintergrund der Angriffe bestritten und zur nationalen Einheit aufgerufen wurde. Die Täter blieben ungestraft.

Auch diesmal wollte Shenouda III. die religiöse Dimension der Auseinandersetzung nicht überbewerten; die Angreifer seien Kriminelle, die daran gewöhnt sind, Gewalt anzuwenden. Doch er richtete auch mahnende Worte an die Regierung: „Mir geht es um die Sicherheit der Mönche. Wüstenstämme auf dem Gebiet des Klosters sind gegen die Wünsche der Mönche. Die Zusammenstöße sind nicht neu, sondern begannen vor Jahren.“

Hinter den Anschlägen stecken Beduinen-Stämme, die das Wüstengrundstück des Abu-Fana-Klosters nicht anerkennen. Die Gewalt begann, als die Mönche vor einigen Jahren mit Genehmigung des ägyptischen Staates einen Zaun um ihr Grundstück errichten wollten. Laut William Tadros folgten „innerhalb der letzten fünf Jahre achtzehn Überfälle auf das Kloster. Weder Polizei noch Justiz zogen die Angreifer jemals zur Rechenschaft, obwohl sie namentlich bekannt sind.“ Vier Mal berief die Regierung eine gemeinsame Sitzung mit allen Beteiligten ein, ohne als dass die Überfälle nachher endeten.

Kritik an Kopten

Namhafte Kopten Ägyptens, die die Ausschreitungen beschönigen, wurden kürzlich vom ägyptischen Schriftsteller Ahmad Al-Aswani scharf kritisiert. „Ich weiß nicht, ob sie sich bewusst sind, dass ihre Worte das Leiden nur vergrößern und die Serie der Gewalt nicht beenden“, erklärte er auf der Website Aafaq.org. „Warum benützen sie nicht ihre Medienpräsenz, um die Gläubigen zu verteidigen? Was hier geschieht, ist der Versuch, Ägyptens Kopten zu terrorisieren, um sie entweder zur Emigration oder zur Konversion zum Islam zu zwingen. Wir haben den Punkt erreicht, wo koptisches Leben und Eigentum in geheimer Absprache mit den Autoritäten straflos beseitigt werden kann, ohne Angst vor effektiver Reaktion, und im Vertrauen darauf, dass, wie immer, alles mit öffentlichen Umarmungen vergessen wird.“

Deutlicher werden die Kopten in der Emigration. Tadros erklärt: „Die Kopten verlangen den Rücktritt des Gouverneurs von El-Minya und ausreichenden staatlichen Schutz für das Kloster. Ein Wachtposten, der sich in zwei Kilometer Entfernung vom Kloster befindet, wurde unverzüglich zu Hilfe gerufen. Die Einsatzkräfte kamen jedoch erst nach vier Stunden. Die Krankenambulanz (Roter Halbmond) verschiedener Einsatzstellen wurde alarmiert. Sie verweigerten sämtliche Hilfeleistung. Dieses Verhalten örtlicher Behörden ist bezeichnend für die Politik des Staates im Umgang mit seiner indigenen christlichen Bevölkerung. Stets wird ihr der Schutz verweigert. Der Gouverneur hat die Mönche aufgefordert, dem Haupttäter Tribut zu zahlen.“

Österreichs Kopten appellierten gemeinsam mit der Union orientalischer Christen an die Weltgemeinschaft, die UN-Ratsversammlung für Menschenrechte und die EU Kommission für Menschenrechte die ägyptische Regierung zum Schutz der koptischen Bürger aufzufordern. Laut einer Presseerklärung seien die Täter der Polizei bereits bekannt, müssten aber mit keiner Bestrafung rechnen, weil sich ihre Anschläge gegen Christen richteten.

Islamismus als Hauptursache

In den letzten Jahrzehnten verließen 1,5 Millionen Kopten ihr Heimatland. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebten sie weitgehend ungestört in Ägypten und durften auch öffentliche Ämter bekleiden. Das änderte sich mit dem wachsenden Druck der Muslimbruderschaft, die laut Tadros erstmals im Jahr 1952 in Suez elf Kopten tötete. Seit die Scharia unter Mubaraks Vorgänger Anwar as-Sadat zur einzigen Quelle der Gesetzgebung wurde, sind Kopten durch das Gesetz nicht mehr geschützt und können nur auf Unterstützung des Präsidenten hoffen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet, dass die Kopten bei Job- und Wohnungssuche benachteiligt würden, chancenlos seien sie bei der Bewerbung für öffentliche Ämter.

Nach Einschätzung von William Tadros ist der Islamismus, der den Staat zunehmend unter Druck setzt, an der Verschlechterung der Lage schuld. „Durch staatliche Schulen, Moscheen und Medien, die von Fundamentalisten beherrscht werden, wird ein aggressives Klima des Hasses erzeugt. Seit der Islamisierung ist das Kopftuch allgegenwärtig, koptische Frauen sind sofort erkennbar.“

Hass auf Christen nimmt zu

In den neunziger Jahren nahm die Gewalt zu. Koptische Mädchen werden entführt und zwangsislamisiert. In jüngerer Zeit gab es Pogrome gegen Kopten, etwa im Jahr 2000, als militante Islamisten im südägyptischen Dorf Al-Kosheh 21 Kopten töteten und mehrere Gebäude vernichteten. Probleme bekamen die Kopten zuletzt vor allem im Zusammenhang mit der Errichtung und Renovierung von Kirchen.

„Das Problem existiert erst, wenn Politik und Religion miteinander verbunden sind und man die andere Religion nicht aushalten kann“, meinte Anba Damian, orthodoxer Bischof für Deutschland, vor über einem Jahr im Kath.net-Interview zum Fundamentalismus. „Es werden Gerüchte verbreitet, dass Christen eine Bedrohung für Moslems wären, dabei haben sie keine Waffen, keine Lobby, kein großes politisches Gewicht. Trotzdem braucht ein Imam nur seine Leute aufhetzen und dann gehen sie auf uns los.“

Angst vor Muslimbruderschaft

Besonders groß ist die Angst vor der Muslimbruderschaft, berichtet Damian: „Als ich unmittelbar vor der Wahl des ägyptischen Parlaments in Kairo durch den Stadtteil Nasser City fuhr, sah ich Menschen, die sich scharenweise auf der Straße versammelten. Sie schrieen „Der Islam ist die Lösung“, warfen sich nieder und beteten. Ich dachte: Das ist nicht das Ägypten, das ich kenne! So viel Angst hatte ich noch nie seit meiner Geburt in Ägypten. Ich erfuhr später, dass 88 Muslimbrüder die Wahl in das Parlament geschafft haben. Es ist kein Geheimnis, dass wir Angst haben, dass die Muslimbrüder an die Macht kommen.“ Mittlerweile würden Einladungen zum Islam am Arbeitsplatz offen und laut und deutlich ausgesprochen: „Man denkt nicht an die Gefühle, nicht an das Zusammenleben mit den anderen. Man denkt nur an eine gewaltsame Islamisierung Ägyptens.“

Die Kopten sind die einheimischen Christen Ägyptens. Wie viele Kopten tatsächlich in Ägypten leben ist unklar. Die öffentlich zugänglichen Zahlen schwanken zwischen fünf und 16 Millionen (!).

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Benedikt XVI. tauft einen muslimischen Islam-Kritiker

Posted by deislam - 24. März 2008

Wir zitieren aus Idea.de und kommentieren anschließend:

Katholische Kirche, 24.03.08
Papst tauft muslimischen Islam-Kritiker

Journalist Magdi Allam: Islam ist von Hass und Intoleranz gekennzeichnet.

R o m (idea) – Mit der öffentlichen Taufe eines ehemaligen Muslimen und scharfen Kritikers des islamischen Extremismus hat der Papst ein Zeichen gesetzt.

Journalist Magdi Allam, seit Ostern 2008 Christ namens CHRISTIANDer 55-jährige Journalist Magdi Allam, den Benedikt XVI. am Ostersonnabend zusammen mit sechs weiteren Erwachsenen in Rom taufte, sagte, die Kirche sei bislang zu zurückhaltend mit der Taufe von Muslimen umgegangen. Tausende Muslime seien beispielsweise in Italien getauft worden und könnten ihren neuen Glauben dort gelassen praktizieren. Anders ergehe es aber Konvertiten in der islamischen Welt, die sich aus Furcht vor islamistischen Gewalttätern verstecken müssten. Wie die Londoner Zeitung The Times weiter berichtet, lebt der gebürtige Ägypter, der für die Mailänder Zeitung Corriere della Sera arbeitet, seit fünf Jahren unter Polizeischutz. Nach seiner Kritik an Selbstmordattentaten habe er Todesdrohungen erhalten. Allam, der „Christian“ als Taufnahme wählte, bezeichnet den Islam als eine Religion, die von Hass und Intoleranz charakterisiert sei. Er sei von einer Ideologie befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiere, Mord und Selbstmord hervorrufe sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei stehe. Mit seiner Hinwendung zum Christentum habe er die „authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit“ gefunden. Allam, der die meiste Zeit seines Lebens als Erwachsener in Italien verbracht hat und mit einer Katholikin verheiratet ist, hat sich auch als Unterstützer Israels hervorgetan.

Neue Spannungen mit dem Islam?
Wie Times-Korrespondent Richard Owen schreibt, riskiere der Papst mit Allams Taufe erneute Spannungen mit dem Islam, die schon nach seiner Regensburger Vorlesung vor zwei Jahren aufgeflammt waren. Inzwischen habe sich der Papst um Entspannung bemüht, indem er etwa in der Türkei in einer Moschee gebetet habe. Außerdem habe er den saudi-arabischen König Abdullah empfangen und ein katholisch-muslimisches Forum initiiert, das im November eingerichtet werden soll.

Unser Kommentar:

Wunderbar! Das ist nun einmal etwas neue Einsicht Signalisierendes, absolut Lobens-, ja Rühmenswertes, nach all den (mindestens verbalen, „faktalen“ bisherigen) unrealistischen Schönfärbereien des Islams und das Liebäugeln mit ihm im Sog des Zweiten Vatikanischen Konzils. Wir können gespannt sein, wie’s weitergeht. Ja, die Spannung wird wachsen. Und das kann dem Christentum nur gut tun!

Allam, der „Christian“ als Taufnahme wählte, bezeichnet den Islam als eine Religion, die von Hass und Intoleranz charakterisiert sei. Er sei von einer Ideologie befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiere, Mord und Selbstmord hervorrufe sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei stehe. Mit seiner Hinwendung zum Christentum habe er die „authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit“ gefunden. Allam, der die meiste Zeit seines Lebens als Erwachsener in Italien verbracht hat und mit einer Katholikin verheiratet ist, hat sich auch als Unterstützer Israels hervorgetan.

Dieser neugetaufte Christ, nun namens CHRISTIAN, äußert sich, bekennt schon gleich zu Beginn seines neuen gnadenvollen Lebens unerschrocken und mutig und damit den ganzen vom Vatikan initiierten Dialog mit dem Islam für die nächste Zukunft beeinflussend und korrigierend: Der Islam ist eine Religion, die von Hass und Intoleranz charkterisiert ist, die eine Ideologie ist, die Lüge und Gewalt legitimiert, Mord und Selbstmord hervorruft sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei steht“. Und „mit seiner Hinwendung zum Christentum habe er die authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit gefunden“.

Ist das nicht ein Lichtblick? Der Papst hat – ihm sei’s gedankt – mit dieser Taufe mehr als „ein Zeichen“ gesetzt!

Weiterführende Links:

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