ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Posts Tagged ‘Apostel Paulus’

Türkei: Kardinal Meisner begrüßt Tarsus-Absichtserklärung

Posted by deislam - 7. September 2010

Zitat von Radio Vatikan 28/08/2010 11.24.56:

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner begrüßt die neuen Zeichen aus der Türkei für eine dauerhafte Nutzung der Pauluskirche in Tarsus durch die Christen. Es wäre ein Signal für die ganze Welt, schreibt der Erzbischof von Köln in einer Mitteilung. Gegenüber unseren Kollegen vom Kölner domradio äußert Kardinal Meisner aber auch seine Skepsis.

„Ich bin schon mehrfach durch Versprechungen hoher türkischer Autoritäten mit Hoffnung erfüllt worden, die sich dann als trügerisch erwiesen. Ich bleibe aber bei dem urchristlichen Grundsatz: „sperare contra spem„, also „gegen die Hoffnung zu hoffen“, auf dass die mittelalterliche Kirche in Tarsus uns Christen zurückgegeben wird.“

Der Leiter der obersten türkischen Religionsbehörde Diyanet, Ali Bardakoglu, hatte sich kürzlich für die Wiedereröffnung der Paulus-Kirche ausgesprochen.

„Nach den sehr traurigen Nachrichten der letzten Jahre über die Situation der Christen in der Türkei ist die jüngste Meldung wie ein Silberstreif am Himmel. Es wäre ein Signal für die ganze Welt! Da Paulus in Tarsus geboren wurde, ist der Ort mit der Person des Völkerapostels unauflöslich verbunden. Damit würde ein positives Zeichen auch an unsere Gesellschaft in Deutschland gesendet, wo den türkischstämmigen Mitbürgern muslimischen Glaubens immer wieder nahegelegt wird, sie mögen sich für dieselben Rechte der Religionsfreiheit in ihrem Ursprungsland einsetzen, wie sie in Deutschland und in Europa allgemein gelten.“

(domradio 28.08.2010 mg)

Unser Kommentar:
„Selig“ die gegen alle Hoffnung hoffen. Kardinal Meisner gehört zu jenen, die auch noch Hoffnung haben, wenn (schon längst) überhaupt kein Grund mehr besteht, zu hoffen! Wenn alle Hoffnung evidenterweise TRÜGERISCH ist! Es wäre ein überfälliges Signal für die ganze – vor allem christliche – Welt, wenn hohe Vertreter der Christenheit, statt ewiger Fortsetzung trügerischer Hoffnung(en), endlich Druck ausüben würden für entsprechende Gegenmaßnahmen z.B. in Deutschland, mit anderen Worten, dass keine einzige Moschee mehr gebaut oder eröffnet werden dürfte, solange in der Türkei keine echte Religionsfreiheit wie in Deutschland besteht!

Advertisements

Posted in Bischöfe, Köln, Tarsus, Türkei | Verschlagwortet mit: , , , | 2 Comments »

Wahre Christen pflegen keine Gemeinschaft, keine Zusammenarbeit, keine Freundschaft mit Anti-Christen!

Posted by deislam - 5. Juni 2009

Zitat aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (6, 11-18; 7, 1):

Apostel Paulus„Offen habe ich zu euch geredet, ihr Korinther; mein Herz hat sich weit aufgetan. Ihr nehmt keinen engen Raum in uns ein; aber in euern Herzen ist es eng. Vergeltet Gleiches mit Gleichem: erweitert auch ihr euer Herz; ich rede ja zu euch wie zu Kindern.

Ziehet nicht an einem Joche mit den Ungläubigen. Denn welche Gemeinschaft hat die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit? Oder wie kann sich Licht zu Finsternis gesellen? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige mit dem Ungläubigen zu tun? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzen? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott bezeugt: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein (3 Mos 26, 12). Darum gehet hinweg aus ihrer Mitte und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret nicht an, was unrein ist (Is 52, 11). So werde ich euch aufnehmen und werde euer Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige (2 Sm 7, 14). Da wir die Verheißungen haben, Geliebteste, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.

Dieser Abschnitt lautet im Kirchen-Latein (Vulgata) so:

„Nolite jugum ducere cum infidelibus. Quæ enim participatio justitiæ cum iniquitate ? aut quæ societas luci ad tenebras ? quæ autem conventio Christi ad Belial ? aut quæ pars fideli cum infideli ? qui autem consensus templo Dei cum idolis ? vos enim estis templum Dei vivi, sicut dicit Deus : Quoniam inhabitabo in illis, et inambulabo inter eos, et ero illorum Deus, et ipsi erunt mihi populus. Propter quod exite de medio eorum, et separamini, dicit Dominus, et immundum ne tetigeritis : et ego recipiam vos : et ero vobis in patrem, et vos eritis mihi in filios et filias, dicit Dominus omnipotens. Has ergo habentes promissiones, carissimi, mundemus nos ab omni inquinamento carnis et spiritus, perficientes sanctificationem in timore Dei.“

Und die katholische Douay-Rheims-Version (Englisch) lautet:

„Bear not the yoke with unbelievers. For what participation hath justice with injustice? Or what fellowship hath light with darkness? And what concord hath Christ with Belial? Or what part hath the faithful with the unbeliever? And what agreement hath the temple of God with idols? For you are the temple of the living God: as God saith: I will dwell in them and walk among them. And I will be their God: and they shall be my people. Wherefore: Go out from among them and be ye separate, saith the Lord, and touch not the unclean thing: And I will receive you. And will be a Father to you: and you shall be my sons and daughters, saith the Lord Almighty. Having therefore these promises, dearly beloved, let us cleanse ourselves from all defilement of the flesh and of the spirit, perfecting sanctification in the fear of God.“

Daraus folgt:

Was die Kirchenführung seit dem II. Vatikanum (zunehmend) tut, nämlich: Verbrüderung, Freundschaft, Zusammenarbeit, Gemeinschaft mit Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus, und so fort, stimmt nicht überein mit, ja widerspricht den Aufforderungen des Apostels Paulus und damit (mit) den Weisungen des Heiligen Geistes; denn sie alle, (vor allem aber) die Juden und Muslime, sind in Wirklichkeit UNGLÄUBIGE, ja mehr noch: GLAUBENS-GEGNER, GLAUBENS-FEINDE, ANTI-CHRISTEN! Alle diese Nicht-Christen sind objektiv Befangene und Gefangene von Unrechts- und Ungerechtigkeits-Systemen, sind „Einwohner“ der Finsternis, Gegängelte, Abhängige Belials, Götzen-Diener. Sie sind (geistlich) unrein. Vor allem die Juden und die Muslime sehen sich zudem als von GOTT allein, exklusiv Legitimierte, Berufene, ihren „Glauben“ (und damit in Wirklichkeit ihren Wider-Glauben) (unter Verdrängung, Bekämpfung, Vernichtung des einzig wahren, des christlichen) auf der ganzen Welt als allein herrschenden einzupflanzen, aufzurichten und zu erhalten, zu verteidigen. Die Kirchenführung aller Stufen hätte die heilige Pflicht, sich selbst und die ihrer Obhut anbefohlenen Gläubigen vor allem Einfluss, vor aller Befleckung durch den ANTIGÖTTLICHEN GEIST zu schützen, zu bewahren. Stattdessen fordert sie sich und sie seit Jahr und Tag auf, sich mit ihnen zu „versöhnen“, mit ihnen „an einem Strick zu ziehen“, mit ihnen diese Welt zu „einer Welt der Gerechtigkeit, des Lichtes, des Friedens“ zu gestalten. Das ist Verblendung im höchsten Grad! Die Weisung GOTTES, des HEILIGEN GEISTES durch den heiligen Völkerapostel Paulus lautet demgegenüber: „Darum gehet hinweg aus ihrer Mitte und sondert euch ab… und rühret nicht an, was unrein ist.“ Nun haben sich Unzählige aus Klerus und Volk aber schon gewöhnt an diese Verunreinigung, diese Verfinsterung, diese Entsakralisierung ihres Tempels. Es muss deshalb wohl ein unvorstellbares Gottesgericht kommen, ehe sich vor allem die Kirchenführung (wieder) eines Besseren besinnt und „die Heiligung (der [noch] ungläubigen Welt) vollendet in der Furcht (des einzig wahren) Gottes“ – durch Verkündigung, Predigt, MISSION, BEKEHRUNGS-AUFRUF(E)! Der MISSIONS-BEFEHL unseres HERRN und GOTTES, JESUS CHRISTUS, WAHRER GOTT VOM WAHREN GOTT, EWIGES LICHT VOM EWIGEN LICHTE, lautete nicht: Gehet hin in alle Welt und biedert euch allen Un- und Irrgläubigen an als Freunde und als Brüder UND LERNET VON IHNEN und vermeidet, unterlasst alles, was Zwietracht, Streit, Unfrieden, Krieg schürt und baut mit ihnen zusammen eine harmonische, tolerante, friedliche Welt auf, sondern: Predigt, gelegen oder ungelegen, willkommen oder „Eintracht störend“; LEHRET SIE HALTEN ALLES, WAS ICH EUCH GEBOTEN HABE!

Posted in Interreligiöser Dialog | Verschlagwortet mit: | 24 Comments »

Es gibt kein anderes Evangelium

Posted by deislam - 6. Oktober 2008

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater (1, 6-12):

Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi. Ich erkläre euch, Brüder: Das Evangelium, das ich verkündigt habe, stammt nicht von Menschen; ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi empfangen.


Konsequenz für die Muslime:
Das Indschil (Evangelium), „das im Koran zwölfmal erwähnt wird“, ist „ein anderes Evangelium“ als jenes, das die Apostel verkündigt haben. Es ist nicht nur geringfügig sondern erheblich, ja schwerstens gefälscht. Und darum sind gemäß dem Apostel Paulus all jene, die dieses gotteslästerlich gefälschte „koranische“ Evangelium den Menschen (bewußt gegen das wahre) verkündigen, verflucht. Das wahre, echte Evangelium, das CHRISTLICHE, stammt VON GOTT, von JESUS CHRISTUS. Das falsche, verfälschte Evangelium, das Indschil der Muslime, stammt von einem erbärmlichen, fehlgeleiteten Menschen, von Mohammed.

Posted in Interreligiöser Dialog, Koran, Mohammed | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Kardinal Meisner fordert Paulus-Pilgerstätte in der Türkei

Posted by deislam - 1. Juli 2008

Zum Paulusjahr der katholischen Kirche soll eine Pilgerstätte in Tarsus, dem Geburtsort des Apostels, errichtet werden. Dafür streitet vor allem der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner. Ein Gespräch über Gottesstaaten, Christenverfolgung und die Strahlkraft eines unverschämten Urchristen.
Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, hofft, dass das Gotteshaus in Paulus‘ Geburtsort Tarsus wieder als Kirche genutzt werden kann.
Im Interview mit WELT ONLINE spricht Kardinal Meisner über seinen Kampf um eine christliche Pilgerstätte am türkischen Geburtsort des Apostels Paulus und Religionsfreiheit am Bosporus.

Die Welt: Kardinal Meisner, als Sie 2007 die Türkei bereisten, sollen Sie einen Stich im Herzen gespürt haben. Warum?
Kardinal Meisner: Das hat mit Tarsus zu tun, dem Geburtsort des heiligen Paulus, den ich 2007 besucht habe.
Die Welt: Ist das kein Grund zur Freude?
Meisner: Ja und nein, denn in diesem für die Christenheit wichtigen Ort leben nur noch drei Katholiken – drei alte italienische Ordensfrauen in Zivil, die bei einer Privatfamilie als Untermieterinnen wohnen. Um an einer Messe teilzunehmen, müssen sie über 30 Kilometer mit dem Auto fahren, obwohl in Tarsus eine Kirche steht!
Die Welt: Warum nutzen sie die nicht?
Meisner: Sie wurde von den türkischen Behörden zum Museum umfunktioniert. Als wir in Tarsus waren, durften wir darin nur ausnahmsweise die heilige Messe feiern. Kreuze und Kerzen mussten wir mitbringen, anschließend musste jedes christliche Symbol entfernt werden. Das hat mir einen Stich ins Herz gegeben.
Die Welt: Dann kehrten Sie nach Köln zurück.
Meisner: Dort wurde in der Politik gerade über den Bau einer großen türkischen Moschee gestritten, der vielen Kölnern Sorgen bereitete. Da habe ich mich gefragt: Wie können wir im Paulusjahr ein Zeichen der Verständigung setzen? Einerseits wollen die türkischen Mitbürger auf Basis der Religionsfreiheit hier in Köln eine Moschee bauen …
Die Welt: … und andererseits …
Meisner: … möchte ich die türkischen Behörden ermutigen, etwas für Christen und Pilger in ihrem Land zu tun und so auch die religiösen Beziehungen in Deutschland zu entspannen. Daher mein Wunsch, dass auch Christen im türkischen Tarsus eine Kirche erhalten.
Die Welt: Daraufhin haben Sie dem türkischen Premier Erdogan im Februar einen Brief geschrieben.
Meisner: Darin regte ich an, die Türkei möge gestatten, in Tarsus eine Pilgerstätte einzurichten und das ehemalige christliche Gotteshaus der Kirche zu übereignen oder uns den Bau einer neuen Kirche zu gestatten. Solch eine Geste könne auch hierzulande die Kontroversen um Moscheebauten entschärfen.
Die Welt: Wie lautet der letzte Stand?
Meisner: Die türkische Regierung signalisiert guten Willen, wofür ich sehr dankbar bin. Auf die Erlaubnis, eine Kirche zu bauen oder die vorhandene in Besitz zu nehmen, warten wir aber noch immer.
Die Welt: Würde die Türkei dies gestatten, müsste sie erst einmal Kirchen als Rechtspersonen anerkennen, die Eigentum besitzen können.
Meisner: Für einen EU-Aspiranten sollte das selbstverständlich sein.
Die Welt: Eine weitere Barriere für den frommen Muslim Erdogan ist religiöser Natur: Paulus gilt Muslimen als Verfälscher des Glaubens, weil er zur Vergottung des Propheten Jesus beigetragen habe.
Meisner: Bei unserem Anliegen geht es weniger um Theologie als um interreligiöses Zusammenleben, und zwar weltweit. Denn Tarsus soll eine Pilgerstätte der Weltchristenheit werden. Paulus ist nicht nur eine überragende Gestalt des Christentums; er steht auch für Europa, für die Menschenrechte. Und: Er ist eine Größe der Weltliteratur – denken Sie nur an das Hohelied der Liebe im ersten Korintherbrief. Aus Respekt vor dem christlichen Glauben und dem kulturellen Erbe der Menschheit sollte deshalb in Tarsus eine Begegnungsstätte entstehen können. Zudem: Wer in die EU strebt, muss die Religionsfreiheit respektieren.
Die Welt: Eine Pilgerstätte würde das türkische Christentum beleben, womöglich würde sich in Tarsus gar eine Gemeinde ansiedeln. Auch das dürfte Muslimen nicht passen.
Meisner: Im Islam wird wie im Christentum Gastfreundschaft großgeschrieben. Tarsus ist so wichtig, dass wir dort vor allem ein „Gasthaus“ brauchen, eine Begegnungsstätte für Christen aus aller Welt, damit sie Paulus an seinem Geburtsort nahe sein können. Dadurch könnte sich das Christentum auch seiner Identität vergewissern.
Die Welt: Wie das?
Meisner: Drei Viertel des Gebiets, auf dem das Christentum seine Form gewann, liegen in der heutigen Türkei. Christen müssen geografisch zurückkehren können zu diesen Quellen ihres Glaubens, an die Orte, an denen das Christentum seine Prägung erhielt. Insofern ist die Frage einer Pilgerstätte nicht nostalgisch, sondern lebenswichtig.
Die Welt: Mit der Stätte und dem Paulusjahr soll der Apostel in die Öffentlichkeit gerückt werden. Ist er dazu geeignet?
Meisner: Warum nicht?
Die Welt: Immerhin haben Sie mal bemerkt, Paulus sei nie zum Volksheiligen avanciert. War er unsympathisch?
Meisner: Im Gegenteil! Zum Volksheiligen taugte er wohl deshalb weniger, weil er zu kompromisslos war. Aber er hat etwas sehr Sympathisches an sich: Er verkündete ein unverschämtes Christentum.
Die Welt: Unverschämt?
Meisner: Ja, er sagt im Römerbrief: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht“ – obwohl dieser Glaube „den Juden als Ärgernis“ und „den Griechen als Torheit“ erschien. Paulus bekannte das Evangelium selbstbewusst, nicht halbherzig wie manche Zeitgenossen, die dankbar sind, wenn ein paar Politiker auf einem Kirchentag vorbeischauen.
Die Welt: Kann Paulus mit diesem Selbstbewusstsein verfolgte Christen in der Türkei ermutigen?
Meisner: Da bin ich vorsichtig.
Die Welt: Das hört man nicht oft von Ihnen.
Meisner: Schon als Bischof in der DDR habe ich auf Appelle zu mutigem Bekennertum von außen zurückhaltend reagiert. Aus der Ferne anderen Christen Heldenmut zu empfehlen ist wohlfeil. Davon abgesehen gibt es überall unter Christen in der Minderheit wahres Heldentum. Nur hängen die das nicht an die große Glocke. Aber es stimmt schon: Paulus kann Christen in ihrer Bedrängnis ermutigen.
Die Welt: Wodurch?
Meisner: Vor allem durch seine Freude! Er erlitt Schiffbruch, wurde verfolgt, geschlagen, eingekerkert – und dennoch fühlte er sich von Gott getragen und war seiner Gottesnähe froh. Christentum ist ja nicht nur Kreuz, sondern auch Auferstehung!
Die Welt: Klingt aber gewaltsam.
Meisner: Paulus war nicht gewaltsam, sondern voll Rücksicht und Liebe und dabei sehr praktisch. Zum Beispiel nähte er auf seinen Missionsreisen Zelte, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und anderen nicht zur Last zu fallen. So verkörperte er die Botschaft vom liebenden Gott sehr glaubhaft!
Die Welt: Dass Gott die Gläubigen liebt, sagt auch der Koran.
Meisner: Aber Gott liebt nicht nur Gläubige, er liebt jeden einzelnen Menschen so sehr, als wäre er der einzige auf der Welt. Diese Liebe ist unermesslich – so unermesslich, dass sie in Jesus Christus Mensch und unser Bruder wird. Darin unterscheiden sich die Gottesbilder von Muslimen und Christen. Dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt, ist die leidenschaftliche Botschaft des Apostels Paulus.
Die Welt: Auch an die Muslime?
Meisner: An unterschiedslos alle Menschen guten Willens. Interessant ist dabei auch, dass Paulus vor seiner Begegnung mit Christus gesetzestreuer Pharisäer war.
Die Welt: Also jemand, der wie viele Muslime Beschneidung, Reinheits- und Speisevorschriften als Heilsweg ansah.
Meisner: Paulus ist also glaubwürdig, wenn er über die Grenzen des Gesetzes spricht. Und diesem Gesetzestreuen ging plötzlich auf: Nicht durch Gesetzesbefolgung kommt Heil zu den Menschen, sondern durch Christus, durch den Gott, der aus Liebe Mensch wurde.
Die Welt: Manche Muslime sehen die Betonung der Freiheit vom Gesetz aber als Ursache dafür, dass Christen sittlich verlottert seien.
Meisner: Blickt man auf manche Auswüchse einer falsch verstandenen Freiheit in den westlichen Gesellschaften, die ja vom Christentum geprägt sind oder waren, ist Kritik ohne Frage angebracht. Aber natürlich sind wir Christen nicht gesetzlos. Die Zehn Gebote gelten auch für uns. Sie sind Wegweisung der Freiheit. Und gerade Paulus hat gezeigt, wie entschieden man als Christ leben kann, also ganz und gar nicht verlottert!
Das Gespräch mit Kardinal Meisner führte Till-Reimer Stoldt

Unser Kommentar:
Diese Antworten Kardinal Meisners sprechen für sich. Sie zeigen einerseits, wie verbohrt, verhärtet christenfeindlich die türkischen Muslime (inklusive Regierende) sind, wie unfähig und entschlossen unwillig sie sind, den Christen auch nur ein bißchen entgegenzukommen, andererseits aber auch, wie schwächlich und dürftig und erbärmlich das Einfordern von Gegenleistungen und Gegenrechten, die ihnen in unseren Landen freizügig gewährt werden, von seiten der Vertreter der (katholischen) Christenheit gegenüber diesem schariareifen Staate sind, der dabei noch meint, ein Anrecht zu haben auf Aufnahme in die EU. Aber vielleicht ist es im Endeffekt gut, wenn die türkische Regierung nicht einmal dieses mikrige Minimale konzediert, worum der Kardinal diese bescheiden und demütig ersucht; denn beim Anliegen Meisners „geht es weniger um Theologie als um interreligiöses Zusammenleben, und zwar weltweit; denn Tarsus soll eine Pilgerstätte der Weltchristenheit werden“. Paulus sei „nicht nur eine überragende Gestalt des Christentums; er „stehe auch für Europa, für die Menschenrechte„, und: er sei „eine Größe der Weltliteratur„; „aus Respekt vor dem christlichen Glauben und dem kulturellen Erbe der Menschheit sollte deshalb in Tarsus eine Begegnungsstätte entstehen können“. Also, es geht ihm gar nicht um ein katholischen Gotteshaus für einen wahrhaft katholischen Gottesdienst! Wenn Erdogan dann also seinen Wunsch am Ende doch noch erfüllt, dann bringt das der wahren katholischen Christenheit ohnehin NICHTS.
Und noch etwas Theologisches: Liebt Gott wirklich jeden Menschen bedingungslos? Liebt Er jeden einzelnen Menschen so sehr, als wäre er der einzige auf der Welt? Beide Aussagen sind, so wie sie hier stehen, falsch. Liebe kann gar nicht „bedingungslos“ lieben, nicht die menschliche und nicht die göttliche. Gott erschafft jeden Menschen so, dass er „liebesfähig“ ist, dass er die „Grundausrüstung zum Liebesempfang und zur Liebesantwort“ hat. Der Liebesaustausch zwischen Gott und Mensch kann aber nur „funktionieren“, wenn der Mensch, das Geschöpf, auf seinen wahren GOTT hin offen, empfänglich ist und wenn er seine gottverliehene Liebes(antwort)fähigkeit auch wirklich gebraucht. Und Gott kann auch jeden einzelnen Menschen gar nicht „so sehr lieben, als wäre er der einzige auf der Welt“; denn Gott ist allwissend; Er weiß von Ewigkeit zu Ewigkeit, dass Er eine Vielzahl von Menschen ins Leben ruft und niemals nur einen einzigen. Und die Größe Seiner Liebe ist ohnehin unabhängig von der Zahl der Empfänger. Ein Einziger würde nie mehr Liebe empfangen können als Milliarden Einzelne!
Des Weiteren: Paulus soll kein „Volksheiliger“ sein, soll „als Volksheiliger weniger getaugt haben, weil er zu kompromisslos war“? Paulus war von allem Anfang an ein Spitzen-Volksheiliger, genauso wie Petrus. Wer die Kirchengeschichte kennt, weiß wie sehr er von den Gläubigen stets und überall aufs höchste geachtet und verehrt wurde, allein oder zusammen mit seinem Mit-Apostelfürsten Petrus. Und er war kompromisslos (im Bekenntnis und in der Verkündigung), ja; aber kompromisslos waren alle Heiligen, auch alle „Volksheiligen“! In der Tat, Paulus schämte sich des Evangeliums nicht, obwohl es „den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“ erschien, weil er Jesus Christus als GOTT von GOTT predigte. Das wäre denn auch die Pflicht der Apostelnachfolger, der Bischöfe insbesondere, ihn gelegen oder ungelegen, kompromisslos als WAHREN GOTT VOM WAHREN GOTT vor den Muslimen zu verkünden, die nicht nur Anstoß nehmen an diesem Glauben, sondern ihn als „ärgstes Ärgernis“ und „törichste Torheit“ mit unverschämten Mitteln bekämpfen.

Posted in Bischöfe, Interreligiöser Dialog, Menschenrechte, Türkei | Verschlagwortet mit: , , | 1 Comment »

Türkische Bischöfe bitten um Pilgerzentrum

Posted by deislam - 3. April 2008

Kölner Stadtanzeiger:

VON HARALD BISKUP UND JOACHIM FRANK, 15.02.08, 17:37h, AKTUALISIERT 17.02.08, 21:15h

Köln – Die katholische türkische Bischofskonferenz will Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan offiziell um seine Unterstützung für den Bau eines christlichen Pilgerzentrums im südtürkischen Tarsus bitten, dem Geburtsort des Apostels Paulus. Ein von allen sieben Bischöfen des Landes unterzeichneter Brief werde „in den nächsten Tagen“ versandt, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Italiener Luigi Padovese.

Erdogan hatte bei seinem Besuch in Köln in der vorigen Woche gesagt, sobald die Kirche mit diesem Wunsch ihn zukomme, werde er sich dafür aussprechen – „auch gegen meine Opposition“. Erdogan habe seine Mitarbeiter überdies angewiesen, sich „umgehend um das Thema zu kümmern“, teilte die Stadt Köln nach einem Gespräch Erdogans mit dem Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) mit. Allerdings sind die türkischen Behörden nach Padoveses Angaben schon längst aktiv. So sei nach Gesprächen mit dem zuständigen lokalen Präfekten eine Vorbereitungskommission eingesetzt worden. An den Verhandlungen seien auch Behördenvertreter aus Ankara beteiligt gewesen.

„Natürlich wäre uns ein Neubau am liebsten“, sagte Padovese weiter. Denkbar sei auch, die seit Jahrzehnten als Museum genutzte Kirche im Geburtsort des Apostels Paulus einzubeziehen. „Das ist besser als nichts.“ Jedoch sei das Gotteshaus für den erwarteten Pilgeransturm eigentlich zu klein, und nach den derzeitigen Bestimmungen dürften Kreuze und Ikonen nur während der Gottesdienste aufgestellt werden. Notwendig seien ein großer Saal sowie sanitäre Einrichtungen.

Internationales Paulus-Jahr

Zur Eröffnung des vom Papst ausgerufenen internationalen Paulus-Jahrs 2008 am 21. Juni werde der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper nach Tarsus kommen, berichtete Padovese.

Der Plan geht auf eine Anregung des Kölner Kardinals Joachim Meisner zurück. Er hatte ein christliches Pilgerzentrum und eine Kirche in der Geburtsstadt des Apostels Paulus angeregt. Dies könne ein Zeichen der Religionsfreiheit und ein „Beitrag zur Entspannung“ zwischen Muslimen und Christen sein. Auch die Bundestagsfraktion der CDU/CSU unterstützt den Wunsch der katholischen Kirche.

Religiöse Minderheiten hatten in der Türkei bis November 2006 keine Möglichkeit, Grundbesitz zu erwerben. In den vergangenen Jahren kritisierte dies regelmäßig auch die EU-Kommission in ihren Fortschrittsberichten mit Blick auf einen möglichen EU-Beitritt der Türkei. (mit ksta,kna)

Posted in Bischöfe, Türkei | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

 
%d Bloggern gefällt das: