ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

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Bischöfe verabschieden einstimmig Erklärung zur Priesterbruderschaft St. Pius X.

Posted by deislam - 6. März 2009

Zitat aus ZENIT.org: ZG09030507 – 05.03.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17254?l=german

Bischöfe verabschieden einstimmig Erklärung zur Priesterbruderschaft St. Pius X.

Erzbischof Zollitsch: „Es liegt an der Priesterbruderschaft, das Schisma zu überwinden“

HAMBURG, 5. März 2009 (ZENIT.org).- Es drohe ein Riss in der katholischen Kirche in Deutschland, da viele Gläubige befürchteten, es könnte ein Zurück hinter das Zweite Vatikanische Konzil geben. Mit diesen Befürchtungen, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, öffentlich angesprochen hatte, waren über 60 deutsche Bischöfe am Montag, dem 2. März), zum ersten Mal in Hamburg zu ihrer Frühjahrsversammlung in Klausur gegangen. Heute, zum Abschluss der Arbeiten, erklärte Erzbischof Zollitsch: „Wir weisen alle Versuch zurück, das Ansehen und die Integrität des Papstes in Zweifel zu ziehen.“

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben sich in der Auseinandersetzung um die Pius-Bruderschaft mit einer heute veröffentlichten Erklärung zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche direkt an die Gläubigen gewandt.

Zu diesem Dokument sagte Erzbischof Robert Zollitsch heute Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz, man habe im Bischofskollegium gesehen, dass es einer konkreten Aufarbeitung des Konzils bedürfe. „Und ich darf sagen, dass die Verabschiedung der gemeinsamen Erklärung einstimmig gewesen ist.“ In der kommenden Woche wird sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz mit Papst Benedikt in Rom treffen, um die aktuelle Lage zu besprechen.

Die Bewertung des angebotenen Dialogweges, den die Kirche mit der Pristerbruderschaft Pius X. aufnehmen will, bestimmte deshalb auch die Debatten auf der Frühjahrstagung der Deutschen Bischofskonferenz in Hamburg.

„Ob es eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird, ist noch nicht geklärt. Vieles scheint bis jetzt dagegen zu sprechen. Aber nicht diese Frage kann uns vorwiegend bewegen, sondern die Sorge um die Stärkung und Erneuerung des kirchlichen Lebens und um dessen Bezeugung im konkreten, vielgestaltigen Dienst“, heißt es in dem bischöflichen Schreiben. Die Aussprache über dieses Thema sei „konstruktiv und gut“ gewesen, erklärte gestern, Mittwoch, Bischofskonferenz-Sprecher Kopp.

Der gastgebende Hamburger Erzbischof Thissen hatte schon im Vorfeld erklärt, er befürworte eine gemeinsame „pastorale Erklärung“ der Bischöfe, um die Verunsicherung an der Basis über die Williamson-Affäre und ihre Folgen zu beseitigen.

„Daher muss die Botschaft der Deutschen Bischofskonferenz sein, dass wir den Weg des Zweiten Vatikanischen Konzils gemeinsam fortsetzen werden“, bekräftigte Erbischof Robert Zollitsch zum Auftakt der Beratungen. Zugleich betonte er, die deutschen katholischen Bischöfe seien „alle solidarisch mit dem Papst Benedikt XVI.“ Bei seinem Besuch in Vatikan in der kommenden Woche werde er „Fragen der Kommunikation ansprechen und zu prüfen bitten, wie man künftig Schäden verhindern oder begrenzen kann“.

Papst Benedikt XVI. hatte am 25. Januar die Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft zurückgenommen, deren Weihe, da nicht mit dem Heiligen Stuhl abgestimmt, zu einem Schisma geführt hatte. Derweil publizierten diese vier Bischöfe einen persönlich adressierten Brief an den Heiligen Vater, aus dem allerdings ihre Ablehnung der Entschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) klar hervorgeht.

Es handle sich bei den Konzilsentscheiden um „Doktrinen, die im Gegensatz stehen zum immerwährenden Lehramt der Kirche“, schreiben die vier Piusbrüder in diesem Dankesschreiben vom 29. Januar an den Papst.

Die deutschen Bischöfe erklären diesbezüglich: „Es obliegt dem Apostolischen Stuhl zu klären, ob die Priesterbruderschaft bereit ist, die Glaubensüberzeugung der ganzen Kirche und besonders die Lehre der Päpste und Konzilien eindeutig zu bejahen und anzunehmen“. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils gehörten „unaufgebbar zur katholischen Tradition, nicht zuletzt die Texte über die Religionsfreiheit und die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus und über die Kirche in der Welt von heute sowie die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe in ihrem Verhältnis zur päpstlichen Autorität“.

Nachstehend die „Erklärung“:

Zitat aus ZENIT.org: ZG09030505 – 05.03.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17252?l=german

Deutsche Bischofskonferenz zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche

Klärende Worte zur Debatte um die Priesterbruderschaft St. Pius X.

HAMBURG/BONN, 5. März 2009 (ZENIT.org).- Die deutschen Bischöfe nehmen in der vorliegenden Erklärung neuerlich zur Debatte um die Priesterbruderschaft St. Pius X. Stellung. Ihre klärenden Worte zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche sind ein Ergebnis ihrer ersten Vollversammlung in der Hansestadt Hamburg, die heute zu Ende gegangen ist.

***
Die Aufhebung der Exkommunikation, mit der vier Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. seit zwanzig Jahren belegt waren, hat in Deutschland und weltweit innerhalb und außerhalb der Kirche zahlreiche Reaktionen ausgelöst, über die wir während der Frühjahrs-Vollversammlung 2009 ausführlich beraten konnten. Dabei haben sich einige Überzeugungen gefestigt, denen wir besondere Bedeutung beimessen.

1. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich selbst von der katholischen Kirche abgespalten. Es ist Bischöfen und Priestern, die der Bruderschaft angehören, auch nach der Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe nicht gestattet, die Heilige Messe zu feiern oder andere Sakramente zu spenden. In besonderer Weise verstoßen die für dieses Jahr angekündigten Heiligen Weihen der Priesterbruderschaft gravierend gegen die Ordnung und das Recht der Kirche. Wir werden den Apostolischen Stuhl um eine baldige Erklärung bitten, welche rechtlichen Folgen ein Bischof auf sich zieht, der sie vornehmen würde. Die Verantwortlichen in der Kurie sollten darüber hinaus rasch Verbesserungen im Bereich der internen Abstimmung und der Kommunikation mit den Bischofskonferenzen herbeiführen. Dies gilt besonders für Konfliktsituationen.

2. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. befindet sich deshalb nicht in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche, weil sie sich außerhalb der katholischen Tradition gestellt und die Einheit mit dem Papst aufgekündigt hat. Es liegt an der Priesterbruderschaft, das Schisma zu überwinden und durch einen Prozess der Wiedereingliederung die Einheit mit dem Papst und der Lehre der Kirche herzustellen. Der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. hat ihr dazu durch die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe als einer Geste des Entgegenkommens die Hand gereicht. Es obliegt dem Apostolischen Stuhl zu klären, ob die Priesterbruderschaft bereit ist, die Glaubensüberzeugung der ganzen Kirche und besonders die Lehre der Päpste und Konzilien eindeutig zu bejahen und anzunehmen. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils gehören unaufgebbar zur katholischen Tradition, nicht zuletzt die Texte über die Religionsfreiheit und die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus und über die Kirche in der Welt von heute sowie die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe in ihrem Verhältnis zur päpstlichen Autorität.

3. Wir bedauern, dass in diesem Zusammenhang auch Unsicherheit über den Weg der Kirche aufgekommen ist. Wir haben dies in Gesprächen und Zuschriften erfahren. Viele Bischöfe haben sich dazu schon zu einem frühen Zeitpunkt klar geäußert. Die theologischen und pastoralen Maßgaben vor allem des Zweiten Vatikanischen Konzils sind die selbstverständliche Grundlage unseres Bemühens, die Kirche in Deutschland geistlich zu erneuern und der Antwort des Glaubens auf die religiösen Fragen unserer Zeit in Wort und Tat neue Kraft zu verleihen. Wir hoffen, dass die vergangenen Wochen ein neues Interesse an der Dynamik und den Orientierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils geweckt haben. Diese Chance wollen wir nutzen.

4. Besonders bedrückend sind die Holocaust-Leugnung eines Bischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X. und entsprechende antisemitische Strömungen in der Priesterbruderschaft. Es fehlt bislang eine ernsthafte Distanzierung der Betreffenden von solchen inakzeptablen Haltungen, wie sie der Apostolische Stuhl schon früh gefordert hat. Papst Benedikt XVI. hat mehrfach unmissverständlich zur Geltung gebracht, dass die katholische Kirche den Antijudaismus und Antisemitismus verwirft. Wir freuen uns, dass der Heilige Vater auch in den zurückliegenden Wochen den Dialog mit herausragenden jüdischen Vertretern fortsetzen konnte. In Deutschland haben einige bedeutsame Begegnungen mit jüdischen Repräsentanten stattgefunden, in denen es Gelegenheit gab, über Sorgen und Befürchtungen offen zu sprechen und die wechselseitige Verbundenheit zu vertiefen. Wir sind dafür sehr dankbar und setzen diese Bemühungen fort.

5. Leider fielen in den letzten Wochen auch Äußerungen zu den aktuellen Ereignissen, die die Zusammenhänge verzerrt und polemisch darstellten. Auch im Innenraum der Kirche gab es Stimmen und Aktivitäten, die lieblos, extrem einseitig oder gar herabsetzend waren und der Einheit geschadet haben. Wir beklagen diesen Stil des Umgangs miteinander. Vor allem weisen wir jeden Versuch zurück, das Ansehen und die Integrität des Papstes in Zweifel zu ziehen, die katholische Kirchenverfassung zu negieren und spalterisch zu wirken.

Ob es eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird, ist noch nicht geklärt. Vieles scheint bis jetzt dagegen zu sprechen. Aber nicht diese Frage kann uns vorwiegend bewegen, sondern die Sorge um die Stärkung und Erneuerung des kirchlichen Lebens und um dessen Bezeugung im konkreten, vielgestaltigen Dienst. In diesem Bemühen wirken wir mit den Priestern und Diakonen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst und mit allen Gläubigen zusammen, die auf vielfache Weise ihre Kraft und ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Die Kirche lebt aus diesem Miteinander des Engagements und der Gaben, um der Sendung des österlichen Herrn zu entsprechen. Ihm vertrauen wir uns einmütig an, um seinen Segen bitten wir.

[Von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichtes Original]

Unser Kommentar:
Halten wir folgende für uns wichtigen Passagen fest:

„…man habe im Bischofskollegium gesehen, dass es einer konkreten Aufarbeitung des Konzils bedürfe“. „Ob es eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird, ist noch nicht geklärt. [Vielleicht eine halb-volle!] Vieles scheint bis jetzt dagegen zu sprechen.“ (…) „Derweil publizierten diese vier Bischöfe einen persönlich adressierten Brief an den Heiligen Vater, aus dem allerdings ihre Ablehnung der Entschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) klar hervorgeht.“ „Es handle sich bei den Konzilsentscheiden um „Doktrinen, die im Gegensatz stehen zum immerwährenden Lehramt der Kirche“, schreiben die vier Piusbrüder in diesem Dankesschreiben vom 29. Januar an den Papst.“ „Die deutschen Bischöfe erklären diesbezüglich: „Es obliegt dem Apostolischen Stuhl zu klären, ob die Priesterbruderschaft bereit ist, die Glaubensüberzeugung der ganzen Kirche und besonders die Lehre der Päpste und Konzilien eindeutig zu bejahen und anzunehmen“. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils gehörten „unaufgebbar zur katholischen Tradition, nicht zuletzt die Texte über die Religionsfreiheit und die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus und über die Kirche in der Welt von heute sowie die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe in ihrem Verhältnis zur päpstlichen Autorität“.
„Besonders bedrückend sind die Holocaust-Leugnung eines Bischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X. und entsprechende antisemitische Strömungen in der Priesterbruderschaft. Es fehlt bislang eine ernsthafte Distanzierung der Betreffenden von solchen inakzeptablen Haltungen, wie sie der Apostolische Stuhl schon früh gefordert hat. Papst Benedikt XVI. hat mehrfach unmissverständlich zur Geltung gebracht, dass die katholische Kirche den Antijudaismus und Antisemitismus verwirft.

Was genau hatten die 4 Weihbischöfe in ihrem „Dankesschreiben vom 29. Januar an den Papst bezüglich der Konzilsbeschlüsse geschrieben? „Wir wünschen in der Tat, so bald wie möglich den Austausch mit den Vertretern Eurer Heiligkeit über die Lehren, welche im Gegensatz zum beständigen Lehramt der Kirche stehen, zu beginnen.“ Daraus konstruieren die mehr als 60 Bischöfe schon einmal: „Es handle sich [gemäß Piusbruderschaft] bei den Konzilsentscheiden [also bei allen] um ‚Doktrinen, die im Gegensatz stehen zum immerwährenden Lehramt der Kirche‘. Es gehe aus diesem Brief klar „ihre Ablehnung der Entschlüsse [also aller Entschlüsse] des Zweiten Vatikanischen Konzils“ hervor. Schon das zeigt, wie oberflächlich und tendenziös bis verfälschend umgegangen wird mit Aussagen der Piusbruderschaft. Sie lehnt nicht alle „Entschlüsse“, nicht alle Texte des Konzils ab, wohl aber genau jene oder besser Teile von jenen, von welchen die Bischöfe hier behaupten, dass sie unaufgebbar zur katholischen Tradition gehörten: (hauptsächlich) die Dokumente über die Religionsfreiheit, die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus. Wer die Tradition kennt, weiß, dass die ständige Lehre der katholischen Kirche bis zum II. Vatikanum eine „Religionsfreiheit“ („Dignitatis humanae“) wie sie dann dieses Konzil umschrieb und „sanktionierte“, entschieden verurteilt hat. (Siehe z.B. Enzyklika Pius‘ IX. „Quanta cura“ und den ihr beigefügten „Syllabus errorum“ von 1864, Enzyklika Leos XIII. „Immortale Dei“ von 1885, Enzyklika Leos XIII. „Libertas praestantissimum“ von 1887, Enzyklika Gregors XVI. „Mirari vos“ von 1832). Und die „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ („Nostra aetate“) ist auch nicht unaufgebbar, sondern muss – im Gegenteil – aufgegeben, d.h. widerrufen werden; denn sie ist für treu-katholische, traditions-nicht(ver)leugnende Christen völlig inakzeptabel. Siehe dazu unsere Ausführungen unter „Konzilserklräung „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ und „Nostra aetate und die jüdische Religion“ und das „Dekret ‚Unitatis redintegratio‘ über den Ökumenismus“ ist an einigen Stellen seiner Fassung überholungsbedürftig. Unter Nr. 24 heißt es dort (immerhin) zurecht: „Das Heilige Konzil mahnt die Gläubigen, jede Leichtfertigkeit wie auch jeden unklugen Eifer zu meiden, die dem wahren Fortschritt der Einheit nur schaden können. Ihre ökumenische Betätigung muß ganz und echt katholisch sein, das heißt in Treue zur Wahrheit, die wir von den Aposteln und den Vätern empfangen haben, und in Übereinstimmung mit dem Glauben, den die katholische Kirche immer bekannt hat, zugleich aber auch im Streben nach jener Fülle, die sein Leib nach dem Willen des Herrn im Ablauf der Zeit gewinnen soll.“ Und unter Nr. 11: „Nichts ist dem ökumenischen Geist so fern wie jener falsche Irenismus, durch den die Reinheit der katholischen Lehre Schaden leidet und ihr ursprünglicher und sicherer Sinn verdunkelt wird.“ Aber das ganze Dokument ist in seiner Hauptstoßrichtung eben doch Anstoß mit falscher, verhängnisvoller Ausrichtung, Aufforderung und Einladung dazu und Rechtfertigung dafür, nicht mehr „ganz und echt katholisch“ zu sein „in Treue zur Wahrheit, die wir von den Aposteln und den Vätern empfangen haben, und in Übereinstimmung mit dem Glauben, den die katholische Kirche immer bekannt hat“, und die „Reinheit der katholischen Lehre durch Verdunkelung ihres ursprünglichen und sicheren Sinnes Schaden leiden zu lassen“. Wieviel Schaden dieses Dekret (und mit ihm die Erklärung „Nostra Aetate“) für Kirche und Welt seit 1964 angerichtet hat, welche Früchte es hervorgebracht hat, haben Sehende vor ihren Augen und Einsehende in ihrem Gedächtnis. Wenn die (deutschen) Bischöfe also meinen, diese „Konzilslehren“ seien „unverhandelbar“ und „unaufgebbar“, müssten also von der Piusbruderschaft so wie sie (nun einmal) sind, ohne Wenn und Aber, akzeptiert, eindeutig bejaht werden, ansonsten sie wieder exkommuniziert werden, dann heißt das soviel, dass sie ihnen jeden (vernünftigen) Dialog darüber strikt verweigern. Dann heißt das aber auch, dass sie sich zum vorherein außerstande erklären, ihre Kritik, ihre Einwände zu widerlegen. Nein, wahrhaftig, es liegt nicht an der Piusbruderschaft, das Schisma zu überwinden, sondern es liegt am Papst und an den Bischöfen, das Schisma, das sie (bzw. ihre Vorgänger) durch das II. Vatikanum und durch seine Umsetzung mit der Tradition verursacht haben, durch gehörige Korrekturen, durch „eine konkrete Aufarbeitung“ zu überwinden. Die „Konzilskirche“ „hat sich außerhalb der katholischen Traditon gestellt“ mit „Glaubensüberzeugungen“, die nicht die ganze Kirche teilt(e), die der beste, treueste Teil der Kirche nicht teilt(e).

Zur sogenannten „Holocaust-Leugnung“ des Bischofs Richard Williamson und zum „Antijudaismus“ und „Antisemitismus“ siehe unsere Artikel: „Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter“, „Papst Benedikt XVI.: Juden und Christen sind Zeugen der Liebe, Barmherzigkeit und Wahrheit Gottes„, „Papst Benedikt XVI.: Christen und Juden, Zeugen der Liebe Gottes„, „Benedikt XVI.: Ein Antisemit ist auch ein Antichrist„. Welches sind denn „die antisemitischen Strömungen“ in der Priesterbruderschaft? Die Bischöfe sollen sie präzise auflisten, damit man darauf antworten kann!

Siehe dazu ferner:

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Muslimische Gebetsräume in katholischen Schulen

Posted by deislam - 4. Dezember 2008

Aus PI (Politically Incorrect) und Daily Mail Online:

Archbishop of Birmingham Vincent Gerard NicholsIn jede katholische Schule gehört ein islamischer Gebetsraum mit einer Einrichtung für die rituellen Waschungen. Das fordern nicht etwa die Muslime – nein, das fordern die katholischen Bischöfe von England und Wales mit Zustimmung des Erzbischofs von Birmingham und gehen damit weit über alle gesetzlichen Ansprüche der islamischen Minderheit in Großbritannien hinaus.

Die Beweggründe für den vorauseilenden Gehorsam: Die Kirche will sich nicht vorwerfen lassen, religiöse Schulen würden die Segregation vorantreiben. Muslimische Gebetsräume als Mittel zur Integration also. Dass dieser Plan nicht funktionieren kann und nur zu verstärkter Separation führen muss, sollte eigentlich auch den Bischöfen klar sein. Nur ist ihnen offensichtlich ihr Image als Islamversteher wichtiger als die Zukunft ihres Landes.

Die Einrichtung der Gebets- und Waschräume würde die katholischen Schulen viel Geld kosten, klagt Daphne McLeod, eine ehemalige Lehrerin. Wenn muslimische Eltern eine katholische Schule für ihre Kinder wählen, müssen sie damit rechnen, dass das Gebäude nicht islamisch eingerichtet ist, findet sie.

Begeistert sind selbstverständlich die muslimischen Eltern. Majid Khatme, ein muslimischer Vater, begrüßt die Entscheidung der Bischöfe sehr. Er überlegt sogar, ihnen einen Dankesbrief zu schreiben.

Das letzte Wort in der Angelegenheit liegt bei den Schulen selbst. (Spürnase: Skeptiker)

Unser Kommentar:
Den (meisten) katholischen Bischöfen ist eben seit dem II. Vatikanischen Konzil gar vieles, zu vieles nicht mehr klar. Ihre Verblendung hinsichtlich des wahren Lichtes und Abwendung vom wahren Licht und Hinwendung zum Irr-Licht gründet in der theologisch, ekklesiologisch und pastoral völlig unreifen, undurchdachten, leichtsinnigen, fahrlässigen, verfehlten Neuorientierung und Neuausrichtung der Kirche durch die erdrückende Mehrheit der Konzilstheologen, Konzilsbischöfe und Konzilspäpste. Vor allem auch mit ihrer Neueinschätzung und Neubeurteilung der nicht-christlichen „Weltreligionen“ und allen „Menschentums“ überhaupt, haben sie all diese seither diesbezüglich geschehenen und weiterhin geschehenden und möglicherweise noch zunehmenden „Verrücktheiten“ vorprogrammiert. Sie denken und handeln in vielem wie von Sinnen. Namentlich ihre Haltung gegenüber dem Islam ist geradezu „selbstmörderisch“.

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Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit

Posted by deislam - 16. April 2008

Interfaith DialogWir sind überzeugt, dass die „Erklärung DIGNITATIS HUMANAE über die Religionsfreiheit“ des II. Vatikanischen Konzils am Ursprung steht der seither exponentiell erfolgten Islamisierung des bis dahin überwiegend christlichen Europa und überhaupt der Erstarkung u.a. des Islams und der nicht-christlichen „Religionen“ weltweit. Da die zur Zeit dominante nachkonziliare katholische Hierarchie und Theologie ihre Irrtümer und Verblendungen als Neuoffenbarungen des Heiligen Geistes sieht und nicht mehr fähig ist, echte, schonungslose Selbstkritik zu üben, darf/kann man real-zutreffende Diagnosen und Analysen nur noch von prophetischen Stimmen (aus der „Wüste der Verbannung“) erwarten. Eine solche ist sicher diejenige des Verfassers des 2-bändigen Werkes, zu dessen Inhaltsverzeichnis wir hier den Amazon-Link geben. Unseres Wissens gibt es bis heute keine gründlichere katholisch-theologische Untersuchung über dieses traditionsbrechende Dokument. (Lesenwert, ja lesenspflichtig (mindestens für Amtsträger und Lehrende) in diesem Zusammenhang ist/wäre aber auch das zweibändige Werk von Wolfgang Schüler: „Pfarrer Hans Milch – Eine große Stimme des katholischen Glaubens“, und darin – unser Thema betreffend der Abschnitt: „Zur Selbstbeurteilung von Dignitatis humanae und Anmerkungen zur Auseinandersetzung um diese Declaratio auf dem Konzil“.)

Wir selbst gehören weder der „Sedisvakanz-Szene“ an, noch der Priesterbruderschaft St. Pius X., noch irgendeiner anderen Organisation oder Vereinigung, die sich losgesagt hat/hätte von den „Konzilspäpsten“. Wir haben unsere fundierten Gründe, unerschütterlich daran zu glauben, dass Gott auch eine „darniederliegende Kirche“ nach durchlittener Krankheit wieder (von innen, vom Herzen und vom Haupte her) gesund machen kann und wird. Aber wir verurteilen deswegen weder die traditionstreuen Sedisvakantisten, noch die „schismatischen“ Papst- und Konzilskritiker. Vielmehr achten wir sorgfältig auf das, was sie an Widersprüchen zur vorkonziliaren katholischen Lehre und Praxis aufdecken. Sie sind diejenigen, die das entsprechende Material sammeln und uns allen zugänglich machen. Die „Neuerer“, die „Progressisten“, die wollen vom „alten katholischen Geist“ möglichst nichts mehr wissen und sind heilfroh, wenn er mitsamt seinen Zeugnissen „verschollen“ bleibt.

Völlig unchristlich und unkatholisch ist es auch, die Stimmen derer zu unterdrücken, sie zu ächten und sich von ihnen zu de-solidarisieren, die nichts anderes tun, als treu dem „Alten“, „Gewesenen“, „Un-Reformierten“, „Immer-Geglaubten“ und „Immer-Gelehrten“ anzuhangen und die dadurch als „Ausgestoßene“, als „Abtrünnige“ (der „Konzilskirche“) gelten, während man sich mit dem Papst und vom Papst hinunter über Kardinäle, Bischöfe, Pfarrer, Theolog(inn)en, Katechet(inn)en, Pastoralassistent(inn)en verständnisvoll „einladend“, „brüderlich“ zeigt gegenüber allen nicht-katholischen, ja sogar erklärt anti-christlichen „Gläubigen“ und „Glaubensgemeinschaften“. Wir leben längst nicht mehr in normalen Zeiten. Die Kirche Christi auf Erden ist „verdunkelt“, vielerorts sogar „zu Grabe getragen“. („Die Hirten sind geschlagen, die Schafe zerstreut“.) Wir haben uns nicht einfach einzureihen in den „Mainstream“, sondern wir haben uns zu verhalten wie ein heiliger Athanasius oder eine heilige Katharina von Siena.

Wenn wir aber darauf achten, was diese Kritiker kritisieren, dann heißt das nicht und darf es nicht heißen, dass wir ihre Sicht der Dinge unkritisch übernehmen oder dass wir uns mit allem, was sie sonst noch sagen, schreiben und tun, identifizieren. Und vor allem heißt das nicht, dass wir (alle) ihre Schlussfolgerungen nachvollziehen. Das Feststellen eines Sachverhaltes ist das eine; das Ziehen von Konsequenzen daraus ist das andere. Unser Motto muss lauten: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“

Und damit ein paar Beispiele von Internet-Portalen, die es unseres Erachtens verdienen, wohlwollend-kritisch beachtet zu werden:

Diese Liste wird noch ergänzt werden! Wir nehmen auch gerne Leserempfehlungen entgegen!

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Bat Ye’or: “Europa ist fest in Dhimmi-Hand”

Posted by deislam - 13. April 2008

Wir übernehmen und kommentieren:

Posted in Politically Incorrect: 12 Apr 2008 02:50 PM CDT

Die Historikerin und islamkritische Buchautorin Bat Ye’or traf sich heute beim 3. Internationalen Kongress “Zeit, vom Schlafe aufzustehen” von Kirche in Not zum Gespräch mit PI-Autorin Christine Dietrich. Bat Ye’or hat den Weg nach Augsburg gefunden, um die Christen wachzurütteln. “Wenn wir nicht endlich gegensteuern, wird unsere Appeasement-Haltung unser Untergang bedeuten”, so ihre Mahnung.

PI: Vielen Dank, Bat Ye’or, dass Sie sich Zeit nehmen, mit PI zu sprechen. Wir sind ein etwas anderes Medium, als die Zeitungen und Medien, mit denen Sie üblicherweise reden. Was halten Sie von Weblogs gegen den Mainstream?

Bat Ye’or: Die Mainstream-Medien sind allesamt kontrolliert und unterliegen der Maxime der politischen Korrektheit. Aus dieser Korrektheit spricht auch die politische Kontrolle der Supermacht EU über die Medien. Einer Supermacht, die die Meinungsfreiheit einschränken will und kein Vetorecht zulässt. Angesichts dieser Lage, ist es unbedingt wichtig, das es Blogs wie PI gibt. Ich kenne PI gut. Durch Blogs wie Ihre gibt es wenigstens ein gewisses Maß an freier Meinungsäußerung im Netz. Doch wer seine Meinung frei äußert und die Wahrheit sagt, muss fürchten, von der Übermacht der politisch Korrekten mundtot gemacht zu werden.

PI: Wenn man seine Meinung politisch inkorrekt äußert und Kritik am Islam übt, gerät man schnell unter Rassismusverdacht, obwohl der Islam ja keine Rasse ist, sondern eine Religion. Wie kann man dem begegnen?

Bat Ye’or: Ja, das ist die Lüge, die immer wieder vorgebracht wird. Doch die wahren Rassisten, sind genau diejenigen, die diesen Rassismusvorwurf äußern. Sie sind in Wahrheit antieuropäisch und antiamerikanisch und das ist wirklich rassistisch. Es ist antisemitisch, antijüdisch, antiamerikanisch, antiisraelisch und auch antichristlich.

PI: Ist der Antizionismus der Linken eine neue Form des alten Antisemitismus?

Bat Ye’or: Nein, es ist keine neue Form, sondern eine alte, die wieder neu erwacht ist. Der Holocaust, der Genozid an den Juden, die Schoah wurden zugelassen und durch das Schweigen begünstigt, auch wenn nicht alle Europäer Nazis waren. Die Nazis arbeiteten damals mit dem Mufti von Jerusalem zusammen, um die Juden zu vernichten. Die heutige Zusammenarbeit Europas mit den Palästinensern ist eine Fortsetzung dieser Beziehungen.

PI: Hat die antiisraelische Haltung der Europäer auch etwas mit Schuldgefühlen zu tun? Wenn man die Israelis als die bösen hinstellt, muss man sich selbst weniger schuldig fühlen.

Bat Ye’or: Die Schuld wird verdrängt. Dass meine Arbeit häufig abgelehnt wird, hat auch damit zu tun. Man will auf Schuld und Gefahren nicht aufmerksam gemacht werden. Darum verkauft sich mein Buch bei diesem Kongress auch überhaupt nicht. Die Leute hier könnten verstehen, was ich sagen will, aber sie wollen es nicht hören. Schon früher waren nicht alle Europäer Nazis. Die Menschen wurden durch kriminelle Propaganda und falsche Informationen fehlgeleitet. Heute sind die alten Kräfte wiedererwacht: Die Machthabenden verbergen ihre kriminellen Interessen und verschleiern ihre wahren Absichten – die Medien helfen ihnen dabei. Palästina ist selbst ein europäisches Produkt, eine Erfindung in den Köpfen der Europäer, die es eigentlich gar nicht gibt. Das korrupte palästinensische System, das alle Gelder in die Vernichtung Israels investiert und die eigenen Kinder zum Hass erzieht, wird finanziert. Israel dagegen wird als “Nazistaat” dargestellt.

PI: Die Gefährdung der Juden leuchtet manchen noch eher ein als die Gefährdung der Christen. Ist auch das Christentum in Gefahr?

Bat Ye’or: Das Christentum ist auf jeden Fall in Gefahr – ganz Europa. Es gibt keine Hoffnung mehr für Europa, solange die politischen Anführer auf dieselbe Art und Weise fortfahren wie bisher.

PI: Wie wird das Ende Europas kommen. Durch Über-Islamisierung? Wird es Bürgerkriege geben?

Bat Ye’or: Beides ist möglich oder sogar beides gleichzeitig wahrscheinlich. Der Terrorismus ist eine sehr große Gefahr, wie die nukleare Aufrüstung. Ebenso aber auch die Gehirnwäsche, die an der Bevölkerung betrieben wird. Das freie Denken der Menschen wird unterdrückt zugunsten krimineller Zwecke.

PI: Für wie gefährlich halten Sie den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad?

Bat Ye’or: Der Iran ist eine Gefahr, weil Europa sich nicht wehrt. Europa wehrt sich nicht bloß nicht, Europa bietet sich als Geschenk auf dem Silbertablett an und Amerika wird uns diesmal nicht retten.

PI: Einer der es gewagt hat, etwas über den Islam auszusagen, ist der Niederländer Geert Wilders mit seinem Film Fitna. Was halten Sie von dem Film?

Bat Ye’or: Wilders ist sehr mutig, weil er mit diesem Film nicht nur sein Leben aufs Spiel setzt, sondern sein Land kritisiert, weil er es retten möchte. Entgegen den Feiglingen, die sich nicht trauen, die Wahrheiten über den Islam auszusprechen, zeigt er Dinge, die wahr sind – Realitäten. Der Koran ist wirklich so. Da gibt es nichts zu beschönigen.

PI: Sie haben erwähnt, dass uns Amerika diesmal nicht retten wird. Wie kommen Sie darauf? Kann Amerika nicht oder wollen uns die USA nicht mehr retten?

Bat Ye’or: Ganz einfach: Amerika hat die Nase gestrichen voll von Europa. Amerika hat so viele Leben geopfert, um Europa zu retten, hat Europa so viel geholfen und gegeben und die Europäer haben sich mit Antiamerikanismus bedankt. Der Antiamerikanismus ist in den USA bekannt. Die Amerikaner wollen ihr Leben nicht mehr riskieren, um die Europäer zu retten; diesmal nicht – nicht mehr. Die Amerikaner können den europäischen Antiamerikanismus einfach nicht mehr ertragen.

PI: Wie bewerten Sie in dem Zusammenhang den Irakkrieg?

Bat Ye’or: Der Krieg im Irak ist ein Teil des Kriegs gegen den Terror, der ein Krieg gegen den Dschihad ist. Als Kampf gegen den Dschihad ist der Irakkrieg eine Notwendigkeit. Die USA sind der einzige Staat, der offen anspricht, dass es im Irak Juden- und Christenverfolgung gibt. Die Christen des Ostens selbst wehren sich indessen zu wenig, so wie sich auch die europäischen Christen zuwenig wehren. Wenn sich hier nichts ändert, wird es in Europa bald wie im Irak unter Saddam Hussein sein. Und niemand wird kommen, um Europa zu retten.

PI: Was halten Sie von den aktuellen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Obama, Clinton und McCain? Wie wird die Zukunft Amerikas aussehen?

Bat Ye’or: Obama würde als Präsident der europäischen Politik folgen und letztlich die Selbstzerstörung der USA herbeiführen. Über Hillary Clinton weiß ich zu wenig. John McCain hat Kriegserfahrung, er war selber Kriegsgefangener und weiß, was in der gegenwärtigen Situation zu tun ist. Wer auch immer die Wahl gewinnt, wird mit den Problemen der Globalisierung und der nuklearen Bedrohung der Welt konfrontiert werden. Es gibt immer mehr Atommächte wie China, Nordkorea, Pakistan, Iran… Die nukleare Gefahr ist größer geworden. Je mehr Atommächte es gibt, desto weniger ist die Situation unter Kontrolle.

PI: Warum sind die Europäer dermaßen antiamerikanisch?

Bat Ye’or: Die Europäer hassen die USA, weil Amerika zugibt, eine jüdisch-christliche Gesellschaft zu sein. Der europäische Antiamerikanismus ist letztendlich ein Selbsthass der Europäer: Sie hassen sich selbst und ihre jüdischen Wurzeln. Statt sich gegen den Islam zu stellen sind die europäischen politischen Führer in ihrer Dhimmitude verfangen. Europa ist fest in selbstzerstörerischer, pro-islamischer Dhimmi-Hand. Einer politischen Führung, die dauernd Appeasement betreibt, statt sich für die eigenen Werte und die eigene Gesellschaft zur Wehr zu setzen.

PI: Wir kommen jetzt ans Ende unseres Gesprächs. Gibt es etwas, das Sie unseren Lesern unbedingt mit auf den Weg geben möchten?

Bat Ye’or: Die jüdisch-christliche Gesellschaft und alles, was sie repräsentiert, ist in höchster Gefahr: Respekt, Mitgefühl, Friedensliebe, Großzügigkeit, Bescheidenheit, die Fähigkeit Fehler einzugestehen und dafür um Vergebung zu bitten sowie biblische, jüdisch-christliche Spiritualität. All diese Werte und Eigenschaften sind in Gefahr, verloren zu gehen. Diese Werte existieren weder im Islam, noch im Buddhismus, noch im Hinduismus – es sind jüdisch-christliche Werte, die von der Welt verschwinden könnten, wenn es keine jüdisch-christliche Gesellschaft mehr gibt. Unsere Vorfahren haben für die Freiheiten gekämpft, die wir heute genießen. Dafür, dass wir alle vor dem Gesetz gleich sind. Wir könnten alles, was sie für uns erkämpft haben, wieder verlieren. Wenn wir zu egoistisch sind, haben wir nicht verdient, was unsere Vorgänger aufgebaut haben. Dann sind wir selbst schuld an unserem Untergang.

PI: Bat Ye’or, ich danke Ihnen sehr herzlich für dieses offene Gespräch.

» Websites von Bat Ye’or: dhimmitude.org und dhimmi.org

Unser Kommentar:

Wir sind natürlich weitgehend einverstanden mit dem, was Bat Ye’or hier sagt. Wir danken ihr für ihre unerschrockene Offenheit und hochgradigen Korrektheit in der Lagebeurteilung und die unermüdliche Aufdeckung der wahren Natur und der Folgen des islamischen Dschihads. Nur gibt es, da sie ja eine Jüdin ist, schon einige gewichtige Differenzen in der Beurteilung so mancher Fakten. Wir versuchen, einiges aus unserer katholisch-christlichen Sicht der Dinge klarzustellen:

Den „Rassismus„-Vorwurf im Zusammenhang mit der Kritik am Islam vorzubringen, ist tatsächlich absurd. Eine „Welt-Religion“ oder „Welt-Anschauung“ ist keine Rasse, keine Ethnie, keine Volksgruppe. Aber man hat eben die „Antirassismusgesetze“ oder „Gleichbehandlungsgesetze“ von Anfang an so elend undifferenziert und falsch formuliert, dass sie jetzt fast überall mißbraucht werden und zu Anklagen und zu Verurteilungen führen, die dem Recht und der Gerechtigkeit Hohn sprechen, z.B. in der Schweiz die „Antirassismusnorm“ (siehe dazu auch: Wikipedia: „Antidiskriminierungsgesetz„, „Die Idee„, „Schweizerzeit aktuell„). Diese Gesetze sind aber ihrerseits letztlich erlassen worden aufgrund der „Entgleisung“ der katholischen Hierarchie am II. Vatikanischen Konzil mit der Formulierung in der „Erklärung über die Religionsfreiheit“ (vor allem Abschnitt 4). Einen sehr gefährlichen Rassismus gibt es aber auch heute, und das ist der nachchristlich-jüdische. Genau diejenigen, die am meisten von Antisemitismus reden und schreiben und ihn überall wittern und einklagen, sind die eigentlichen, die größten Rassisten. Sie wähnen immer noch, auch nach 2000 Jahren Christenheit, sie seien das von Gott auserwählte Volk, die besonders edle, herausragende, privilegierte (semitische) „Rasse“, bestimmt zur Welt-Dominanz. (Siehe dazu: „Christentum und Antisemitismus„, „Wer sind eigentlich die Juden?„). Natürlich betrifft dies nicht alle „Juden“, die sich Juden nennen oder Juden genannt werden, sondern nur diejenigen, die sich mit dem anti-christlichen Judentum ausdrücklich oder einschlußweise identifizieren. Wenn man nun gegen diesen „Rassismus“ oder „Semitismus“ ist, dann ist man deswegen noch lange nicht ein „Juden-Hasser„! Christen hassen generell keine Menschen, sondern immer nur deren Fehlverhalten, deren Irrtümer, deren Unglauben, deren Sünden, angefangen bei den eigenen.

„Palästina ist selbst ein europäisches Produkt, eine Erfindung in den Köpfen der Europäer, die es eigentlich gar nicht gibt. Das korrupte palästinensische System, das alle Gelder in die Vernichtung Israels investiert und die eigenen Kinder zum Hass erzieht, wird finanziert. Israel dagegen wird als “Nazistaat” dargestellt.“

Palästina ist, wenn man so will, „ein europäisches Produkt“, ja, aber erst ab ungefähr 1917. All die Zeit vorher, seit Jesus Christus, war Palästina für die Christen, Juden und Muslime einfach „das Heilige Land„. Durch den jüdischen Zionismus wurde aus Palästina das heutige Isreal. Die Judenverfolgung durch die Nazis haben die Einwanderung nach Palästina dann allerdings massiv verstärkt. Seit im verbleibenden „Palästina“ die Moslems die Oberhand haben, sind vor allem die dezimierten Christen „zwischen den Mühlsteinen“!

„Die USA sind der einzige Staat, der offen anspricht, dass es im Irak Juden- und Christenverfolgung gibt. Die Christen des Ostens selbst wehren sich indessen zu wenig, so wie sich auch die europäischen Christen zuwenig wehren.“

Vonwegen! Zutreffend wäre: die USA sind die einzige Macht, die im Irak gegen Saddam (Satan) Hussein militärisch (begrenzt erfolgreich) eingegriffen hat. Dass es dort Christenverfolgung gab und gibt, sprechen andere Staaten und Organisationen schon längst an. Die CSI (Christian Solidarity International) z.B. schreibt:

Die Christen im Irak sind zu Fremden im eigenen Land geworden. Besonders deutlich wurde dies im Nordirak an der Grenze zur Türkei. Noch vor 50 Jahren war das gebirgige Land ausschliesslich von Christen bewohnt. Jetzt werden hier systematisch kurdische Flüchtlinge aus der Türkei, Syrien und dem Iran angesiedelt. Saudi-Arabien stellt den muslimischen Kurden sofort nach ihrer Ankunft Moscheen hin. Die US-Regierung stampft ganze Städte für sie aus dem Boden – mit Schulen, Krankenhäusern, Strassen, Wasser- und Stromversorgung. Auf eine ähnliche Hilfestellung warten die einheimischen Christen vergeblich. „Stattdessen werden unsere Leute von den Kurden massakriert”, klagten Christen in der Stadt Dohuk. In einem der Bergdörfer treffen wir Amir Khamis , die Witwe von Akiqar Giwargis , und ihre drei kleinen Kinder. Ihr Mann war am 8. August 2006 von einem Kurden aus dem Nachbardorf ermordet worden. Alle Versuche, ein Gerichtsverfahren in Gang zu bringen, blieben erfolglos.

Hierzu lese man auch das Interview mit Pater Emmanuel Youkhana, dem Vorsitzenden der assyrisch-chaldäischen Hilfsorganisation CAPNI vom 29. Juni 2005, sowie: „In Damaskus, auf der Flucht vor dem Alptraum irak“; ferner: „Die neuen Machtverhältnisse im Irak“ (Februar 2005)

Die USA hätten es in der Hand gehabt, Irak eine Staatsordnung aufzuzwingen, die eine Islamisierung verhindert hätte. Stattdessen haben sie diese nun noch radikal befördert, ähnlich wie mit den Interventionen gegen Serbien und zugunsten eines moslemischen Kosovos. Das kommt daher, dass die USA den Islam insgesamt falsch einschätzen. Sie glauben an die Mär vom „friedlichen Islam“.

„Die Europäer hassen die USA, weil Amerika zugibt, eine jüdisch-christliche Gesellschaft zu sein. Der europäische Antiamerikanismus ist letztendlich ein Selbsthass der Europäer: Sie hassen sich selbst und ihre jüdischen Wurzeln. Statt sich gegen den Islam zu stellen sind die europäischen politischen Führer in ihrer Dhimmitude verfangen. Europa ist fest in selbstzerstörerischer, pro-islamischer Dhimmi-Hand. Einer politischen Führung, die dauernd Appeasement betreibt, statt sich für die eigenen Werte und die eigene Gesellschaft zur Wehr zu setzen.“

Das sind sehr undifferenzierte Aussagen. Die Europäer hassen die USA nicht. Es gibt viele in Europa, vor allem unter den Meinungsmachern, die die USA anklagen und für alle möglichen Übel verantwortlich machen. Und die Europäer hassen sich auch nicht selbst. Und auch nicht ihre „jüdischen“ Wurzeln. Die WAHREN Wurzeln Europas sind ohnehin keine jüdischen, sondern CHRISTLICHE. Die sich und ihre Wurzeln „hassen“, sind eine Minderheit, wenn auch zu oft eine prominente, tonangebende.

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