ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

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Juden und Christen teilen gemeinsames biblisches Erbe, meint Erzbischof Zollitsch

Posted by deislam - 12. September 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10090906 – 09.09.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-21301?l=german

Grußwort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch

BONN, 9. September 2010 (ZENIT.org/dbk.de).- Wir veröffentlichen das Grußwort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zum heutigen jüdischen Neujahrfest (Rosch haSchanah).
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שנה טובה!
Schanah tovah!

Sehr geehrte jüdische Schwestern und Brüder!

In diesen Tagen bereiten Sie sich auf das Neujahrsfest vor, mit dem das Jahr 5771 jüdischer Zeitrechnung beginnt. Zum Neuen Jahr übermittle ich Ihnen im Namen der Deutschen Bischofskonferenz und auch persönlich meine herzlichen Glück- und Segenswünsche. Möge Gott Ihnen und ganz Israel inneren und äußeren Frieden schenken!

Mit dem Neujahrsfest beginnen für Sie die Hohen Feiertage, die ganz im Zeichen von Umkehr und Versöhnung stehen. In den Gebeten und Lesungen der Liturgie werden die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes gegenüber Israel und den Völkern in Erinnerung gerufen. In diesen Tagen der Besinnung ziehen Sie eine Bilanz des vergangenen Jahres, bedenken Sie die Ereignisse und Entwicklungen im Lichte des göttlichen Gerichts, um schließlich mit Gott und dem Nächsten versöhnt den Herausforderungen des neuen Jahres begegnen zu können.

Umkehr ist ein Schlüsselwort im biblischen Verständnis des Menschen. In seiner Lehrrede (Kap. 18) zeigt der Prophet Ezechiel, dass wir zwar nicht die Taten der Vergangenheit ungeschehen machen und ihre Wirkungen nicht einfach aufheben können. Aber unsere vergangenen Taten müssen nicht schicksalhaft unseren weiteren Lebensweg bestimmen. Gott hat uns vielmehr die Einsicht gegeben, unser Handeln moralisch zu bewerten, und die Kraft verliehen, dieser Einsicht gemäß unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Dabei verändern wir auch uns selbst, schaffen uns „ein neues Herz und einen neuen Geist“, wie es Ezechiel am Ende seiner Lehrrede ausdrückt.

Umkehr bestimmt auch das Verhältnis der Kirche zur jüdischen Gemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten. Nach vielen Jahrhunderten der Missverständnisse und der Vorurteile, der versteckten und oft auch offenen Feindschaft gegenüber den Juden hat die katholische Kirche mit der Konzilserklärung Nostra aetate einen „unwiderruflichen Weg des Dialogs, der Brüderlichkeit und der Freundschaft eingeschlagen“, wie Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch der römischen Synagoge am 17. Januar 2010 hervorhob.

Wir wissen, dass es vielen Juden nicht leicht fiel, nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrhunderte und vor allem nach der Schoah das Angebot des Dialogs anzunehmen. Umso dankbarer sind wir, dass in den vergangenen Jahrzehnten auf vielen Ebenen freundschaftliche Bande geknüpft werden konnten. Auf lokaler Ebene sind viele gemeinsame Aktivitäten entstanden. In kirchlichen Akademien und Bildungshäusern, auf Katholikentagen oder im Religionsunterricht haben die Themen des christlich-jüdischen Dialogs mittlerweile einen festen Platz. In diesen zahlreichen Begegnungen und in der Zusammenarbeit haben wir Christen das gemeinsame biblische Erbe neu entdeckt und den intellektuellen und spirituellen Reichtum des nachbiblischen Judentums kennen gelernt.

Auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz führen wir regelmäßig Gespräche mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland und mit Vertretern der beiden Rabbinerkonferenzen. In diesen Gesprächen konnten auch schwierige Themen in gegenseitigem Respekt und wechselseitiger Wertschätzung erörtert werden. Auch dafür sind wir dankbar.
Ich versichere Ihnen, dass wir auch in Zukunft den Dialog und die Freundschaft von Christen und Juden nach Kräften fördern werden. Wir wollen Gemeinsames zum Ausdruck bringen, ohne Unterschiede außer Acht zu lassen. Ein aufrichtiger Dialog setzt den Respekt vor dem anderen voraus. Deshalb werden wir auch zukünftig gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus eintreten und der Leugnung der Schoah entschieden widersprechen.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den kommenden Tagen der Besinnung die Treue Gottes im Gebet und in der Gemeinschaft erfahren, und grüße Sie herzlich

Ihr
Dr. Robert Zollitsch
Erzbischof

Unser Kommentar:
Das Christentum hat vom „nachbiblischen Judentum“ nichts zu lernen und in ihm nichts zu entdecken. Da findet es nur missverstandenes, missratenes, verirrtes, verführtes, unerleuchtetes, verfälschtes, falsches „Judentum“. Das echte, von Gott inspirierte, behütete und geführte wahre Judentum findet man nur in der Kirche CHRISTI, im Neuen Israel, im Neuen Jerusalem. Das sollte eigentlich einem Bischof und Erzbischof klar sein. Aber nein, es darf offensichtlich nicht sein. Die meisten unserer Prälaten sind diesbezüglich mit Blindheit geschlagen. Sie haben „Wertschätzung“ für Unwertes, sie suchen „Gemeinsames“, wo es solches gar nicht geben kann, und pflegen nach Kräften Freundschaft mit denjenigen, die es sich verbitten, missioniert zu werden für Christus, für GOTT! „Er kam in Sein Eigentum, doch sie nahmen Ihn nicht auf“! Sie nehmen Ihn auch jetzt nicht auf, und Bischöfe wie Zollitsch stellen Ihn ihnen nicht einmal mehr als ihren alleinigen, einzigen Retter und Erlöser vor, ja sie stärken und bekräftigen, verhärten sie noch in ihrer Christus-Ablehnung und -Feindschaft. Sie werten das (nachbiblische) Judentum auf und das Christentum damit ab. Sie betrachten sie als ihre Schwestern und Brüder und segnen sie und wünschen ihnen Gottes Frieden, während sie oft nur Verachtung haben für ihre traditionsverbundenen Glaubensgeschwister, für jene, die nicht der Ansicht sind, dass die Kirche während vielen Jahrhunderten Missverständnisse und Vorurteile gegenüber den Juden gehabt habe, die auch heute noch felsenfest davon überzeugt sind, dass der HEILIGE GEIST Seine Gläubigen nicht jahrhundertelang irregeführt hat.  Wie sie sich doch täuschen, diese „Ober-Hirten“, die in Wirklichkeit Mietlinge und Verräter sind! Ihr vermeintlich „unwiderruflicher Weg des Dialogs, der Brüderlichkeit und der Freundschaft“ wird von CHRISTUS sicher in Bälde „widerrufen“ werden. Darauf sollen sie sich gefasst machen!

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Für die Juden gibt es keinen besonderen, eigenen Heilsweg

Posted by deislam - 16. April 2009

An Christus kommt niemand vorbei, auch die Juden nicht. Ihnen ist kein eigener Heilsweg beschieden. Das bestätigt jetzt (endlich!) auch die deutsche Bischofskonferenz (durch Bischof Gerhard Ludwig Müller). Der „Gesprächskreis Juden und Christen“ beim „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK), nach eigenem Bekenntnis weltweit das einzige Gremium, in dem Juden und Katholiken in kontinuierlichem Austausch stehen und zu grundlegenden und aktuellen theologischen Themen gemeinsam Stellung nehmen, hatte am 9. März 2009 großspurig eine Erklärung veröffentlicht mit dem Titel „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen„. Diese Erklärung wird jetzt offiziell als „nicht authentisch katholisch“ bezeichnet, ihr wird „keine lehramtliche Autorität“ zuerkannt. Immerhin das. Aber es kommt dabei insgesamt immer noch zuwenig klar zum Ausdruck, dass der „Alte Bund“ Gottes mit dem „auserwählten Volk“ (der Juden) obsolet ist, dass er im „Neuen Bund“ mit dem „auserwählten Volk“ (der Juden und Heiden), das heißt mit und in der Kirche Christi, seine Fortführung und Vollendung gefunden hat; dass der Alte Bund somit als solcher nicht mehr existiert, dass er vor Gott keine Gültigkeit mehr hat, und dass der Neue Bund der alleinige, endgültige und ewige ist. Treffend ist der Satz: „Der Dialog (in einem Arbeitskreis) [und übrigens auch auf allen anderen Ebenen] kann jedoch nicht um den Preis geschehen, dass wesentliche christliche Glaubensaussagen zu den Mysterien der Trinität und der Inkarnation, zu Erlösung und Rechtfertigung des Sünders, zu Gnade und Erbsünde, zur universalen und einzigen Mittlerschaft Christi, zur Heilsnotwendigkeit der Kirche, des Christusbekenntnisses und der Verbindung mit Christus in den Sakramenten, zum Verhältnis von universalem Heilswillen und seiner ekklesialen und sakramentalen Vergegenwärtigung entweder relativiert oder ungenau wiedergegeben werden.“ Die Kirche ist also streng verpflichtet, auch die Juden weiterhin zu missionieren und für deren (individuelle und nicht nur kollektive) (aktuelle und nicht nur eschatologische) Bekehrung zu beten wie sie es stets getan hat, wobei es selbstverständlich ist, dass niemand „unter Druck“ oder „mit Zwang“ (durch Nötigung) zur Annahme des christlichen Glaubens gebracht werden soll. Und sie ist streng verpflichtet, ihren „älteren Brüdern“, wenn sie sie schon so bezeichnen will, stets klar zu machen, dass es für sie keinen anderen Weg zum Reich Gottes gibt als den der Anerkennung Jesu Christi als ihr wie unser Messias und Erlöser und GOTT und konsequenterweise durch das Sakrament der Taufe im Namen des Dreifaltigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Zitat von „Radio Vatikan“: 15/04/2009 10.51.21:

D: „Christliche Glaubensaussagen nicht relativieren“

Die Deutsche Bischofskonferenz warnt mit Blick auf die Frage der Judenmission vor einer Aufweichung christlicher Positionen. Im Dialog der Religionen dürften wesentliche Glaubensaussagen nicht relativiert oder ungenau wiedergegeben werden, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller. Darin setzt sich der Ökumene-Beauftragte der Bischofskonferenz kritisch mit einer Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken auseinander, das sich vor zwei Wochen deutlich gegen jede Form der Judenmission ausgesprochen hatte. Im Dialog der Religionen müsse der Begriff der Mission richtig dargestellt werden, schreibt Müller. Jesus habe unzweifelhaft Juden und Heiden in die Kirche berufen. Allerdings gehe es nicht darum, Gläubige anderer Religionen durch Überredung abzuwerben oder gar mit Drohung zu nötigen. Das Statement des Zentralkomitees der deutschen Katholiken könne „in keiner Weise“ als „authentische Darstellung des katholischen Glaubens und Bekenntnisses angesehen werden“. Dem Text liege offenbar eine „Entgegensetzung“ der Lehre des Konzils und einiger Maßnahmen von Papst Benedikt zugrunde – das sei „sowohl formal wie auch inhaltlich völlig verfehlt“. Müller wörtlich: „Weder hat die Neuformulierung der Fürbitte für die Juden im außerordentlichen Ritus der Karfreitagsliturgie etwas mit „Judenmission“ in der absolut negativen Bedeutung zu tun, die ihm das Papier des Arbeitskreis unterlegt, noch gibt es eine „Kirche des Zweiten Vatikanischen Konzils“, die den Bund Gottes mit dem jüdischen Volk als einen Heilsweg zu Gott darstellt – auch ohne Anerkennung Jesu Christi und ohne das Sakrament der Taufe.“

(rv/kna 15.04.2009 sk)

Wir dokumentieren hier die Stellungnahme von Bischof Müller im vollen Wortlaut. Quelle ist die Deutsche Bischofskonferenz. Den vollen Wortlaut der Erklärung des Zentralkomittees der deutschen Katholiken, auf die Müller sich bezieht, finden Sie unter www.zdk.de/erklaerungen/ .
Das Christus-Bekenntnis der Kirche im christlich-jüdischen Dialog
Eine Stellungnahme

Leben und Sendung (Mission) der Kirche lassen sich nur verstehen auf der Grundlage ihres Bekenntnisses zu Jesus dem Christus: „Wer mit dem Munde bekennt ´Jesus ist der Herr` und mit dem Herzen glaubt‚ Gott hat ihn von den Toten auferweckt’, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen. Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum werden alle beschenkt, die ihn anrufen“ (Röm 10,10-12).
Das Christusbekenntnis der Kirche hat seinen Ursprung in der lebendigen Begegnung der Jünger mit der Person Jesu. In ihm hat die Urkirche das Wort, das Gott ist, erkannt, das Fleisch angenommen hat um unseres Heiles willen. Durch seine Predigt, seine Lehre und seine Heilstaten und letztendlich durch seinen Tod am Kreuz, seine Auferstehung von den Toten und die Ausgießung des Heiligen Geistes hat Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist unüberbietbar durch eine neue Offenbarung und endgültig (eschatologisch) sich selbst allen Menschen mitgeteilt als Wahrheit und Leben.
„Daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund unüberholbar.“ (1)  In diesem Sinne fasst das II. Vatikanische Konzil  in der „Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung“ Dei Verbum das ganze Christusbekenntnis der Kirche in seinem biblischen Ursprung und seiner glaubensmäßigen Entfaltung in der großen  Tradition mit höchster lehramtlicher Autorität zusammen.

Jesus ist der Christus

Die Kirche glaubt also an die Person Jesu Christi. Sie baut nicht auf einer historischen Rekonstruktion eines Jesus–Bildes auf, das aus den biblischen Quellen etwa nach den Vorentscheidungen eines liberal-kulturchristlichen Weltbildes abstrahiert wird.
Daher kann nicht das Alte Testament als Zeugnis einer realen Bundesstiftung Gottes gelesen werden im Gegensatz zum Neuen Testament, das nur mit literarischen Stilmitteln einen jüdischen Thora-Lehrer als Sohn Gottes oder als universalen Heilsmittler interpretieren würde, ohne dass Jesus wirklich und wahrhaft das fleischgewordene Wort Gottes ist. (2)

Die Heilige Schrift: Wort Gottes in menschlicher Sprache

Für das Verhältnis der jüdischen und der christlichen Glaubensgemeinde zueinander ergibt sich ein gemeinsamer glaubenshermeneutischer Bezugsrahmen, der im eminenten Sinn theologisch ist und sich qualitativ von Vergleichen aus historischer und literarwissenschaftlicher Sicht abhebt. Gläubige Juden und Christen gehen davon aus, dass Gott sich in der Geschichte offenbaren kann und sich in der Tat geoffenbart hat als Schöpfer aller Menschen und als Retter und Erlöser seines erwählten Volkes. Die Heiligen Schriften Israels und der Kirche bezeugen in menschlicher Sprache das Wort Gottes und enthalten es. Die Bibel der Juden und die Bibel der Christen (im Alten und Neuen Testament) sind also nicht rein menschliche Interpretationen, die im Sinne liberaler Projektionstheorien „Gott“ als fiktionales Subjekt einer heilsgeschichtlichen Offenbarung in Wort und Tat sich voraussetzen (und so „Gott“ einführen, „als ob“ er  „Person“ wäre).
Was jüdisches und christliches Bekenntnis unterscheidet, ist nicht die Behauptung eines realen Handelns Gottes im Bund für Israel und einer bloß menschlichen Interpretation der Gestalt Jesu in den neutestamentlichen Schriften, sondern die Frage, ob Jesus tatsächlich der verheißene Messias ist, ob die Inkarnation, der Sühnetod am Kreuz und die Auferweckung von den Toten von demselben Gott des Bundes, dem Gott und Vater Jesu Christi, tatsächlich gewirkt worden sind.

Die Selbstoffenbarung des dreieinigen Gottes

In  dem genannten  Text (Anm.2) des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim ZdK wird dagegen die Grenzlinie zwischen Juden und Christen lediglich  in der „Vorstellung“ von der Trinität und der Inkarnation festgemacht.
Für Katholiken und alle Christen, die das Nicaeno-Konstantinopolitanum anerkennen, ist das Mysterium der Trinität nicht eine an Gott von außen herangetragene Metapher der Nähe und Liebe Gottes, sondern die Offenbarung des innersten Seins Gottes, das er selbst  in der realgeschichtlichen Menschwerdung des Sohnes Gottes und der Ausgießung des Heiligen Geistes uns Menschen kundgibt und in das wir einbezogen werden. Heil ist das Erfülltwerden mit der Liebe Gottes – jetzt und für immer bis in Ewigkeit. Vom universalen Heilswillen Gottes kann dann nicht mehr unabhängig von seiner geschichtlich-eschatologischen Vergegenwärtigung in Jesus Christus, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, gesprochen werden.

Gottes Bund – Angebot des Heils

Vom Primat der Gnade und des Glaubens her ist ein Standpunkt, der „das ethische Handeln aller Menschen“ als „einen Weg zu Gott eröffnet, jenseits der Glaubensunterschiede“ (3) , schlechterdings nicht nachvollziehbar. An der zentralen christlichen Glaubensüberzeugung vom wirklichen Gnadenhandeln Gottes in Christi Tod zur Erlösung aller Menschen führt kein Weg vorbei:
„Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus […] Ist denn Gott nur ein Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden, da doch gilt: Gott ist der ‚Eine’. Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen“ (Röm 3, 23-30).

Die Erlangung des endzeitlichen Heils soll nach dem Matthäusevangelium, so suggeriert die Erklärung des Gesprächskreises, nicht an die Person Jesu gebunden sein, sondern sei „allein“ von den Taten der Nächstenliebe abhängig. So könne Jesus für die Juden als Ausleger der Thora gelten und für die Heiden habe er die Funktion, sie zur Anerkennung des Gottes Israels zu bewegen.(4) Dass für alle Evangelien das Messiasgeheimnis und -bekenntnis zentral ist, findet keine Erwähnung. Maria, die Jesus durch das Wirken des Heiligen Geistes empfangen hat, soll ihrem Sohn den Namen Jesus geben, (Mk 8,29 parr.; Joh 11,27) „denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“ (Mt 1,21). Prophetisch wird Jesus bezeichnet als der „Hirt meines Volkes Israel“ (Mt 2,6).  Das  Erlöserwirken Jesu Christi auf die Heiden außerhalb des Gottesvolkes Israel zu beschränken, hieße, das gesamte biblische Zeugnis auf den Kopf zu stellen.

Der Souveränität und Einzigkeit Gottes entspricht hingegen, dass ER von sich aus auf dem Weg der Erwählung, der Berufung, der Gnade des Bundes, der Erlösung und der Rechtfertigung  und –  gemäß dem christlichen Bekenntnis – der Menschwerdung zu uns kommt. Menschen können dann den Weg Gottes zu ihrem Heil mitgehen, wenn sie ihm den „Gehorsam des Glaubens“ (5) entgegenbringen, der sich in der Liebe zu Gott und zum Nächsten mit der Erfüllung des Willens Gottes in seinen Geboten zeigt.

Gottes Gnade und menschliches Handeln

Von einer Reduktion des Judentums und des Christentums, die sich einem Bundesschluss Gottes verdankt wissen, auf eine Ethik als eigenständigen Weg der Menschen zu Gott und fast einem Anspruch auf Heil, zu unterscheiden ist die Anerkennung des grundlegenden Menschenrechtes auf Religionsfreiheit (6). In diesem Sinn lehrt das II. Vatikanische Konzil, dass jeder Mensch Recht und Pflicht hat, in Fragen der religiösen Überzeugung und des sittlichen Handelns seinem Gewissen zu folgen und in diesem Sinn dem Prinzip der Wahrheit und des Guten zu entsprechen (7). So können auch diejenigen Menschen gerettet werden und endgültig zur Gemeinschaft mit Gott gelangen, die ohne eigene Schuld nicht an Jesus Christus, ja unter Umständen nicht einmal an die Existenz des personalen Gottes als Schöpfer und Vollender glauben, aber eben nicht ohne die Gnade Christi, die in ihnen verborgen wirkt . Da aus christlicher Sicht von Gott niemals ohne Jesus den Christus, das fleischgewordene Wort, und ohne den endzeitlich „über alles Fleisch“ (Apg 2,17) ausgegossenen Heiligen Geist gesprochen werden kann, geschieht von Gott her immer die Rettung durch Jesus Christus und durch das innere Wirken des Heiligen Geistes (9).
„Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden“ (10).
Das explizite Christus-Bekenntnis und seine Konkretion in der Kirchengliedschaft, das Leben aus den Sakramenten und in der Nachfolge Christi sind darum als Mittel des Heils notwendig für alle, die Jesus als den Christus erkennen.

Gegenseitiger Respekt ohne Relativierung des eigenen Glaubens

Walter Kardinal Kasper betonte, dass man nicht von zwei Heilswegen, einen für die Juden und einen für die Christen, sprechen kann, wenn man „mit der Bibel von der universalen Heilsbedeutung Jesu Christi überzeugt ist.“ Vielmehr ist im Zueinander der Schriften des mosaischen Bundes und des Neuen Testaments die gemeinsame Heilsgeschichte offenbar, bei der „das jüdische Volk das von Gott bleibend erwählte Volk“ ist, dessen Bund durch Jesus Christus bestätigt und überboten und universalisiert wird. (11)
Die Unterschiede der Religionen haben ihren Ursprung nicht in voneinander unabhängigen Offenbarungen, Bundesschlüssen und Rettungsaktionen Gottes, der sich jeweils verschiedene Zielgruppen vornimmt und die Menschheit spalten statt einen würde. Dies widerspräche der Einzigkeit Gottes: „Gott unser Retter will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle…“ (1 Tim 2,4-5). Daraus ergeben sich auch Wesen und Sendung der Kirche als Sakrament des Heils der Welt in Christus, in dem die Kirche „Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit(!) der ganzen Menschheit“ (LG 1) ist. Die Bekenntnisunterschiede ergeben sich aus der unterschiedlichen Reaktion der Menschen entsprechend ihrem Wahrheitsgewissen im Hinblick auf die Selbstoffenbarung  Gottes.

Menschen unterschiedlichen Glaubens können darum voller Respekt voreinander mit Menschen anderer Religionen zusammenleben und freundschaftlich am Aufbau einer Gesellschaft nach religiös oder naturrechtlich begründeten ethischen Grundprinzipien zusammenwirken.

Sie können aber auch die Unterschiede aushalten, ohne sich wechselseitig falsche und schlechte Absichten zu unterstellen. Eine Relativierung des je eigenen verbindlichen Glaubensbekenntnisses hingegen macht einen Dialog überflüssig. Er ist jedoch sinnvoll und wechselseitig förderlich, da gerade zwischen Juden und Christen die Tatsache einer geschichtlichen Selbstoffenbarung Gottes unstrittig ist, wenn auch unterschiedliche Überzeugungen hinsichtlich ihrer Reichweite, d.h. ihrer  Kulmination in Person und Sendung Jesu Christi bestehen.

Deshalb wäre es eine Verkürzung der katholischen Glaubenslehre von der Verwirklichung des universalen Heilswillens in Jesus Christus und dessen einziger Heilsmittlerschaft und der daraus folgenden Heilsnotwendigkeit der Kirche und der Taufe, sowie auch der Heilsmöglichkeit für Menschen, die ohne eigene Schuld nicht an Christus glauben, wenn daneben ohne diesen Bedingungszusammenhang ein Heilsweg „auch ohne Anerkennung Jesu Christi und ohne das Sakrament der Taufe“ (12) als von Gott selbst konstatiert würde.

Der Begriff „Mission“ und das Judentum

In einem Dialog zwischen Juden und Christen muss der Begriff der Mission richtig dargestellt werden. Christliche Mission hat ihren Ursprung in der Sendung Jesu vom Vater. Er gibt seinen Jüngern Anteil daran in Bezug auf das Gottesvolk Israel (vgl. Mt 10,5) wie dann auch als der auferstandene Herr im Hinblick auf alle Völker (vgl. Mt 28,19). So entsteht das Gottesvolk gestiftet im Bundesblut Jesu, der seine Kirche aus Juden und Heiden beruft (Eph 2,11-21), aufgrund des Christus-Glaubens, und mittels der Taufe, der Eingliederung in seinen Leib, der die Kirche ist  (LG 14).
Die Juden, die nicht zum Glauben an Christus kommen, sind darum nicht vom Heil ausgeschlossen, wenn sie aus der Gnade des Bundesschlusses und den Weisungen Gottes leben. Das Heil, von dem hier die Rede ist, meint allerdings im christlichen Sinn das Heil, das Gott Juden und Heiden durch Christus geschenkt hat. Aus dem Unterschied in der Bewertung von Person und Sendung Jesu folgen die Unterschiede in den soteriologischen  Auffassungen. Bei der christlichen Mission geht es also nicht darum,  mit subtiler Überredungskunst Gläubige anderer Religionen abzuwerben, oder mit Drohung von diesseitigen Nachteilen und jenseitigen Strafen jemanden zum christlichen Glauben zu nötigen. Glaube und Freiheit bedingen einander. Erzwungener Glaube oder eine aufgenötigte Taufe sind ein Widerspruch in sich selbst und stehen der geoffenbarten Lehre entgegen (DH 10).

Mission und Gewaltlosigkeit

Christliche Mission und Zeugnis im Wort der Verkündigung und im eigenen Lebensvollzug gehören zusammen. Lieber Gewalt erleiden als Gewalt ausüben, ist der Grundsatz, den Jesus seinen Jüngern bei der Aussendung mitgibt. Darum können Christen auf Gott vertrauen, der auf den Wegen, die nur er kennt, seinen universalen Heilsplan ausführen wird. Denn sie sind Zeugen Christi, aber sie müssen nicht selbst das Heil der Menschen bewerkstelligen. Der Eifer für das „Haus des Herrn“ und gelassenes Vertrauen auf das siegreiche Wirken Gottes gehören zusammen. Christliche Mission bedeutet, dass die bevollmächtigten Boten die geschichtliche Verwirklichung des universalen Heilswillens Gottes in Jesus Christus bezeugen und verkünden und  ihre sakramentale Präsenz in Martyria, Leiturgia und Diakonia der Kirche des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes feiern. Der Grund dieser missionarischen Kirche ergibt sich aus dem universalen Heilswillen Gottes, der sich in der Heilsmittlerschaft Christi verwirklicht: „So ist es nötig, dass sich alle zu ihm, der durch die Verkündigung der Kirche erkannt wird, bekehren sowie ihm und seinem Leib, der Kirche, durch die Taufe eingegliedert werden. Christus selbst hat nämlich mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont und damit zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Tür eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten. Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne eigene Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es unmöglich ist, ihm zu gefallen, so liegt doch auf der Kirche die Notwendigkeit und zugleich das heilige Recht der Evangeliumsverkündigung. Deshalb behält heute und immer die missionarische Tätigkeit ihre ungeschmälerte Bedeutung und Notwendigkeit.“ (AG 7) So stellt das Zweite Vatikanische Konzil die Heilnotwendigkeit des Glaubens an Christus und der Kirche dar.

Volk Gottes aus Juden und Heiden – Das Zeugnis der Schrift

Es ist und bleibt eine qualitative Bestimmung der Kirche des Neuen Bundes, dass sie (synchron und diachron)  Kirche aus Juden und Heiden ist, wenn auch das quantitative Verhältnis von Juden- und Heidenchristen zunächst einen anderen Eindruck erwecken mag. Ebenso wie nach Kreuz und Auferstehung  Jesu Christi nicht zwei Bünde beziehungslos nebeneinander stehen, gibt es auch nicht unverbunden „das Bundesvolk Israel“ neben „dem Volk Gottes aus den Völkern“ (13) . Vielmehr ist die bleibende Rolle des Bundesvolkes Israel im Heilsplan Gottes dynamisch zu beziehen auf das „Volk Gottes aus Juden und Heiden – geeint in Christus“, den die Kirche als den universalen Schöpfungs- und Heilsmittler bekennt. Im Kontext des universalen Heilswillens sind alle Menschen, die das Evangelium Christi noch nicht empfangen haben, auf das Gottesvolk des Neues Bundes hingeordnet: „In erster Linie jenes Volk, dem der Bund und die Verheißungen gegeben worden sind und aus dem Christus dem Fleische nach geboren ist (vgl. Röm 9,4f), dieses seiner Erwählung nach um der Väter willen so teure Volk: die Gaben und Berufung Gottes nämlich sind ohne Reue.“ (LG 16).

Juden und Christen im brüderlichen Dialog

Somit lässt sich auch die offenbarungstheologische und heilsgeschichtliche Beziehung zwischen dem jüdischen und christlichem Glauben aufweisen, ohne dass die Kirche Christi den Glauben an ihren Herrn und ihre universale Sendung zur Verkündigung des Evangeliums für alle Menschen einschränken oder gar in der Substanz relativieren müsste. Mit dem Glauben an Christus unvereinbar ist jede Form von Polemik oder Abwertung der „Juden“ (aber auch der „Heiden“), die aufgrund ihres Wahrheitsgewissens nicht an Jesus als den Christus glauben. Ein „judenfeindlicher“ Christ – das wäre eine contradictio in adjecto. Und die schlimme Tatsache, dass es von Christen  Exzesse gegen ihre jüdischen Brüder und Schwestern gegeben hat, beweist nur, dass sie im schreienden Widerspruch zu ihrem Christennamen gehandelt haben. Judenfeindschaft in (nominell) christlichen Kreisen ist nicht Folge des Christus-Bekenntnisses, sondern Beweis für den Verrat an ihm.
Feindseligkeit oder gar Verfolgung sind dem Gebot Christi diametral entgegengesetzt. So erklärt das Konzil: „Im Bewusstsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben“ (NA 4).
Umgekehrt sind aber bei dem heutigen so positiv und freundschaftlich entwickelten Dialog zwischen Juden und Christen, Polemiken und an historischen Tatbeständen immer wieder genährte Ressentiments oder christliche Selbstbezichtigungen völlig fehl am Platz, wenn das mit  allen historischen und theologischen Negativitäten besetzte Schlagwort der „Judenmission“ die Sendung der Kirche zum Zeugnis für Jesus, den Christus, als „Licht zur Erleuchtung der Heiden und Herrlichkeit für dein Volk Israel“ (Lk 2,32) in Misskredit bringt. Wie können denn „judenfeindlich“ interpretierte neutestamentliche Stellen zur Judenmission herhalten? (14).  Eine biblisch begründete Judenfeindschaft wäre ein Widerspruch in sich.  Da „die pilgernde Kirche ihrem Wesen nach missionarisch, d.h. als Gesandte unterwegs ist, da sie selbst ihren Ursprung aus der Sendung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes hat gemäß dem Heilsplan Gottes“ (15) (AG 2), hat Mission in keiner Weise etwas mit einer juden- oder heidenfeindlichen Gesinnung zu tun, die wie in einem politischen Imperialismus die Gegner vor die Wahl von Vernichtung und Unterwerfung stellt.  Das Gegenteil ist wahr: „Der Heilsplan Gottes entspringt der quellhaften Liebe Gottes, des Vaters“ (AG 2). Gottes Herrschaft ist Liebe und sein Königtum bedeutet die Erhebung des Menschen in der Gnade Christi, der aus Liebe sein Leben für alle dahingegeben hat, und damit die Überwindung aller Feindschaften. Das Christsein begründet nicht ein Überheblichkeitsgefühl oder gar eine Verachtung Andersgläubiger, sondern eine Angleichung an die Haltung der Demut und Dienstbereitschaft Jesu, so dass die „Söhne der Kirche dessen eingedenk sein sollen, dass ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist“ (LG 16).

Die Suche nach der Tiefenversöhnung

Der Text des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim  ZdK trägt den allzu plakativen Titel „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen“.
Die Alternative, die hier suggeriert wird, vereinfacht die theologisch komplexe Einheit vom Alten und Neuen Bund sowie auch die Verschiedenheit der jüdischen und der christlichen Glaubensgemeinschaft im Hinblick auf das Bekenntnis zu Jesus dem Christus über das mögliche Maß hinaus.
Ohne Zweifel ist es zu begrüßen, wenn in einem theologischen Arbeitskreis das positive Verhältnis von Christen und Juden mit Bezug auf die Quellen der Offenbarung und des Bekenntnisses vertieft, Wunden geheilt und eine tiefere Versöhnung gesucht werden. Aufgrund ihrer im Gott der Schöpfung und des Bundes wurzelnden geistlichen Verwandtschaft (vgl. NA 4) stehen Christen und Juden vor den gemeinsamen Herausforderung, einer säkularisierten Welt gegenüber die befreiende Macht Gottes zu bezeugen und die darin begründete Würde des Menschen zu propagieren. Der Mensch ist im Bilde Gottes geschaffen und zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes berufen. (vgl. Röm 8,21).
Der Dialog in einem Arbeitskreis kann jedoch nicht um den Preis geschehen, dass wesentliche christliche Glaubensaussagen zu den Mysterien der Trinität und der Inkarnation, zu Erlösung und Rechtfertigung des Sünders, zu Gnade und Erbsünde, zur universalen und einzigen Mittlerschaft Christi, zur Heilsnotwendigkeit der Kirche, des Christusbekenntnisses und der Verbindung mit Christus in den Sakramenten, zum Verhältnis von universalem Heilswillen und seiner ekklesialen und sakramentalen Vergegenwärtigung entweder relativiert oder ungenau wiedergegeben werden.
Vom Standpunkt der katholischen Theologie ist ein schlüssiges Gesamtkonzept im vorliegenden Text nur schwer auszumachen.

Lehramtliche Bewertung der Erklärung des Gesprächskreises „Juden und Christen“

Dem Text kommt keine lehramtliche Autorität zu. Er kann in keiner Weise als ein offizielles Dokument der katholischen Kirche oder als authentische Darstellung des katholischen Glaubens und Bekenntnisses angesehen werden. Die den Text leitende ganz offenkundige Entgegensetzung der Lehre des II. Vatikanischen Konzils und Johannes Paul II. einerseits zur Lehre und zu den ihm zukommenden Maßnahmen (in der Formulierung liturgischer Texte) Papst Benedikts XVI. andererseits ist sowohl formal wie auch inhaltlich völlig verfehlt (16). Weder hat die Neuformulierung der Fürbitte für die Juden im außerordentlichen Ritus der Karfreitagsliturgie etwas mit „Judenmission“ in der absolut negativen Bedeutung zu tun, die ihm das Papier des Arbeitskreis unterlegt („Judenmission … als Ausdruck der Geringschätzung des Judentums …  und deshalb den Boden für den Antisemitismus des Nationalsozialismus bereitete.“) (17), noch gibt es eine „Kirche des Zweiten Vatikanischen Konzils“, die den Bund Gottes mit dem jüdischen Volk als einen Heilsweg zu Gott darstellt – auch ohne Anerkennung Jesu Christi und ohne das Sakrament der Taufe“ (18). In dieser verkürzten und missverständlichen Form hat sich das II. Vatikanische Konzil gerade nicht ausgedrückt.

Nostra aetate ist für den Neuanfang des Verhältnisses von Juden und Christen von größter Bedeutung. Aber weder diese Erklärung noch andere Konzilstexte noch das Neue Testament dürfen selektiv auf ein bestimmtes Vorverständnis hin ausgelegt werden, in dem die universale Heilsmittlerschaft Jesu Christi und die daraus folgende Heilsnotwendigkeit des Christus-Bekenntnisses, der Kirche und ihrer Sakramente relativiert wird. Entscheidend bleibt die kirchliche Lehre in ihrem Gesamtzusammenhang. In der Auslegung der Offenbarung, wie sie auf je eigene und aufeinanderbezogene Weise in Schrift und Tradition vermittelt wird, muss die katholische Theologie immer berücksichtigen, dass die verbindliche Erklärung der Offenbarung „nur dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut ist, dessen Vollmacht im Namen Christi  ausgeübt wird.“ (DV 10).
Deshalb bleibt das ungeschmälerte Christusbekenntnis der Kirche konstitutiv für den katholischen Glauben und zentrales Thema im Gespräch mit der jüdischen Glaubensgemeinschaft.

Juden und Christen sollen ein Segen sein für die Welt

Das II. Vatikanische Konzil hat in Nostra aetate auch die Grundlagen für einen Dialog formuliert, der das bisher Erreichte und die Verantwortung für die Zukunft einbezieht: „Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm `Schulter an Schulter`dienen (Soph 3,9). Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.“ (NA 4)

Für die gute Entwicklung des jüdisch-christlichen Dialogs können auch immer noch die Worte Johannes Paul II. gelten, die er an die Juden in seiner Heimat Polen 1993 gerichtet hat: „Als Christen und Juden folgen wir dem Beispiel Abrahams. Wir sind berufen, ein Segen für die Welt zu sein. Das ist der Auftrag, der auf uns wartet. Es ist unbedingt notwendig für uns, Christen und Juden zugleich, zuerst ein Segen zu sein füreinander!“

Daran knüpft Papst Benedikt XVI. in der Kölner Synagoge bei seinem Besuch (2005) anlässlich des Weltjugendtags an: „Auch bei dieser Gelegenheit möchte ich versichern, dass ich beabsichtige, den Weg der Verbesserung der Beziehungen und der Freundschaft mit dem jüdischen Volk, auf dem Papst Johannes Paul II. entscheidende Schritte getan hat, mit voller Kraft weiterzuführen.“

______________________

(1) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum“ (CV), 4.
(2) ZdK, Erklärung „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Heiden“ vom 9.3.2009, (Erklärung) S. 19.
(3) Ebd., S. 5.
(4) Ebd., S. 18f.
(5) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum“ (CV), 5.
(6) II. VATIKANISCHES KONZIL, Erklärung über die Religionsfreiheit „Dignitas humanae“ (DH) 2.
(7) Ebd., 3.
(8) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen Genitum“ (LG), 18.
(9) II. VATIKANISCHES KONZIL, Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute „Gaudium et spes“ (GS), 22.
(10) II. VATIKANISCHES KONZIL, Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate“ (NA), 4.
(11) Walter KASPER, Wo das Herz des Glaubens schlägt. Die Erfahrungen meines Lebens, Freiburg 2008, 294f.
(12) ZdK, Erklärung, S. 5.
(13) ZdK, Erklärung, S. 17.
(14) ZdK, Erklärung, S. 16.
(15) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret über die Missionstätigkeit der Kirche „Ad gentes“ (AG) 2.
(16) ZdK, Erklärung, S. 1; 10.
(17) Ebd., S. 13.
(18) Ebd., S.1.

Lesenswert dazu und darüber hinaus:

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Auftakt zur „Woche der Brüderlichkeit“ von Juden und Christen

Posted by deislam - 1. März 2009

Zitat aus „Radio Vatikan“, 01/03/2009 13.23.44

D: Auftakt zur Woche der Brüderlichkeit

Der jüdisch-christliche Dialog soll fortgesetzt werden. Dazu mahnt der deutsche Bundespräsident Horst Köhler an. Antisemitismus und Antijudaismus hätten in Deutschland keinen Platz und dürfen nirgendwo Platz haben, sagte Köhler in seinem Grußwort zur Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ in Hamburg laut Redemanuskript. Die Veranstaltungen in ganz Deutschland stehen in diesem Jahr unter dem Thema „So viel Aufbruch war nie“ und sollen mit konkreten Projekten den Dialog zwischen Christen und Juden fördern. An der Veranstaltung nimmt auch die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, teil.

Bei der zentralen Eröffnungsfeier im Deutschen Schauspielhaus verleiht der Koordinierungsrat seit 1968 die Buber-Rosenzweig-Medaille. In diesem Jahr erhält der katholische Experte für das Alte Testament, der emeritierte Professor aus Münster, Erich Zenger, die Ehrung. Die Auszeichnung sei vor dem Hintergrund der letzten Auseinandersetzungen um Antisemitismus eine Ermutigung für den jüdisch-christlichen Dialog. Das sagt Kardinal Karl Lehmann zur Auszeichnung. Zenger sei in diesem Sinne ein mutiger Förderer der jüdisch-christlichen Gespräche. Der Wissenschaftler habe Jahrzehnte lang in Büchern und Kommentarreihen zum hebräischen Teil der Bibel zukunftsweisende Perspektiven und Impulse eröffnet, die weit über den katholischen Raum hinaus reichen. Dabei arbeitete Zenger oftmals mit jüdischen Gelehrten zusammen, betont der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Mainz.

Seit 1952 wird die bundesweite „Woche der Brüderlichkeit“ vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit organisiert. Veranstaltungen in zahlreichen deutschen Städten sollen die Verständigung zwischen den Konfessionen, aber auch den Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus unterstützen.

(rv/domradio 01.03.2009 pr/mg)

Unser Kommentar:
Antisemitismus und Antijudaismus hätten in Deutschland keinen Platz und dürfen nirgendwo Platz haben, sagt der evangelische deutsche Bundespräsident. Das heißt also, dass in Deutschland (und überall auf der Welt) für die Gegnerschaft gegen die Haupt-Gegnerschaft gegen unseren HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS kein Platz (mehr) ist. Das heißt, dass fortan alles, was in den Heiligen Schriften des Neuen Testamentes gegen die jüdischen Gegner Christi seit 2000 Jahren festgeschrieben ist, in Deutschland (und überall auf der Welt) kein Platz mehr ist, kein Daseinsrecht mehr besteht. Das heißt, dass alles, was die Heilige Kirche GOTTES von JESUS CHRISTUS an bis zum 2. Vatikanischen Konzil mit höchster Autorität „Antisemitisches“ und „Antijudaistisches“ gelehrt, verfügt, getan hat, in Deutschland (und überall auf der Welt) gebannt und verbannt ist, dass alles, was Kirchenväter, Kirchenlehrer, Heilige Judenverurteilendes gepredigt und geschrieben haben, als etwas Schwerverbrecherisches betrachtet wird, dass die jüdische Feindschaft gegen den SOHN GOTTES, den RETTER und ERLÖSER staatsgeschützt und die öffentliche Verteidigung des GOTT-MENSCHEN und Seiner KIRCHE verboten ist und strafverfolgt wird. Wo wird eine solche Verrücktheit, solcher Wahnsinn enden? So viel Zusammenbruch (heiliger Vernunft) war noch nie!

Siehe auch:

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Das neue Super-Dogma der konzils-katholischen Kirche

Posted by deislam - 27. Februar 2009

Spätestens seit dem „Tsunami“, den Bischof Richard Williamson FSSPX mit seinen Aussagen zum Holocaust ausgelöst hat, gibt es in der „katholischen“ Kirche ein neues Dogma. Und zwar ein Dogma, das alle übrigen blass und verschwommen und unwichtig oder gar obsolet erscheinen lässt daneben. Eben ein „Super-Dogma“. Und dieses wichtigste aller Dogmen lautet: „Es ist inakzeptabel, dass jemand Mitglied der katholischen Kirche ist, der den Holocaust leugnet. Es kann nur jemand Mitglied der katholischen Kirche sein, der das Judentum anerkennt.“ (Dekan Dr. Pius Angstenberger unter Bischof Gerhard Fürst, Rottenburg-Stuttgart). Bischof Maurice Gardes (Auch, Frankreich) formulierte es gegenüber der Tageszeitung „La Croix“ so: „Man kann nicht Christ sein und gleichzeitig die Vernichtung von sechs Millionen Juden leugnen„. Und der Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, hat bei einer Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag die Äußerungen Williamsons als „menschenverachtend“ und als „Gotteslästerung“ bezeichnet. Williamson stehe damit außerhalb der katholischen Kirche. Und das gipfelt beim Direktor des vatikanischen Presseamtes, P. Lombardi SJ, in einem Editorial für „Radio Vaticana“ in diesem Verdikt: „Wer die Shoah leugnet, weiß weder etwas vom Geheimnis Gottes, noch etwas vom Kreuz Christi. Umso schwerwiegender ist es, wenn die Verneinung aus dem Mund eines Priesters oder Bischofs kommt, das heißt von einem christlichen Würdenträger, sei er in Einheit mit der katholischen Kirche oder nicht.“ Und Papst Benedikt XVI. bezeugt und beglaubigt das alles einschlussweise: „Es steht außer Frage, daß jede Verleugnung oder Schmälerung dieses schrecklichen Verbrechens untragbar und ganz und gar inakzeptabel ist. Kürzlich habe ich in einer Generalaudienz noch einmal bekräftigt, die Shoah müsse »eine Mahnung [sein] gegen das Vergessen, gegen die Leugnung oder die Verharmlosung. Denn Gewalt, die gegen einen einzigen Menschen ausgeübt wird, wird gegen alle verübt«.“ Und Erzbischof Zollitsch: „Ich begrüße die heutige Erklärung von Kardinal Tarcisio Bertone zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft. Sie gibt Klarheit und zeigt, dass für Leugner des Holocaust kein Platz in der katholischen Kirche ist. Der Va­tikan hat unmissverständlich klar gemacht, dass er jede Form von Antisemitismus ver­urteilt. Darauf und an die Verpflichtung, die Shoah niemals aus der Erinnerung zu löschen, hatte Papst Benedikt XVI. bereits deutlich am vergangenen Mittwoch hingewie­sen.“ Und Kardinal Lehmann fordert den Ausschluss (die Re-Exkommunikation) des „Holocaustleugners“, wenn er bei seinen Aussagen bleibe.

Nun ist da vorerst einmal einiges zu klären: „Holocaust“ und „Shoah“ sind zwei Begriffe, die sich auf das Gleiche beziehen. „Holocaust-Leugnung“ und „Shoah-Leugnung“ sagt also das Nämliche aus. Was darunter heute „offiziell“ verstanden wird, kann man im betreffenden (auffällig sehr umfangreichen!) Wikipedia-Artikel nachlesen. Es gibt auch noch einen separaten Wikipedia-Artikel zum Stichwort „Holocaustleugnung„. Die Leugnung des Holocausts wird dort wie folgt umschrieben: „Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Bestreiten und weitgehende Verharmlosen des Holocaust. Dabei wird gegen gesichertes historisches Tatsachenwissen behauptet, der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen.“ Des weiteren gibt es einen Wikipedia-Eintrag unter „Gesetze gegen Holocaustleugnung“ (siehe dazu die Gesetzestextfassung unter ‚Deutschland‘).

Wir müssen uns nun fragen: Hat Bischof Richard Williamson mit seinen Aussagen behauptet, „der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen“? Hat er bestritten, dass den Holocaust gab? Hat er den Holocaust „verharmlost“? Hat er sich der „Volksverhetzung“ schuldig gemacht? Hat er die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangenen Handlungen gebilligt, geleugnet oder verharmlost? Hat er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft gebilligt, verherrlicht oder gerechtfertigt? Auf alle diese Fragen muss man doch, wenn man aufrichtig ist, eindeutig mit NEIN antworten. Bischof Williamson hat in dem inkriminierten Interview den Holocaust als solchen überhaupt nicht geleugnet, sondern er hat nur die „historische Evidenz“ bestritten, dass 6 Millionen Juden vergast worden seien und dass überhaupt ein Jude in „Gaskammern“ vergast worden sei. Und er sagte, dass die „ernsthaftesten Revisionisten“ (aus ihren Untersuchungen) schlössen, dass zwischen 200000 und 300000 Juden in den Konzentrationslagern umgekommen seien, aber nicht einer in Gaskammern. Und dazu zitiert er Fred Leuchter als Experten von Gaskammern. Das kann man doch einfach nicht gleichsetzen mit einer „Leugnung“ oder „Verharmlosung“ oder gar „Billigung“ der Nazi-Verbrechen an den Juden. Es gibt nun einmal zuhauf bis heute Unbewiesenes und wohl auch fernerhin Unbeweisbares in diesem ganzen Geschehen. Es ist nicht alles Festgeschriebene „gesichertes historisches Tatsachenwissen“!

Dass die Juden darauf drängen, dass die Shoah in ihrer ganzen Schrecklichkeit nicht in Vergessenheit gerät, ist verständlich. Und dass die Juden ein Interesse daran haben, dass auch schon das Bezweifeln eines für sie wichtigen Aspekts dieser Entsetzlichkeit zwecks Abschreckung als außerordentlich schlimme Straftat geahndet wird, ist logisch. Dass aber die katholische Kirche mit ihrem Episkopat und Papst noch das Ihre dazu beiträgt, aus Äußerungen, wie sie Bischof Williamson oder Pater Abrahamowicz gemacht haben, eine „Holocaust-LEUGNUNG“ zu konstruieren, um sie damit wie Häretiker, ja Gotteslästerer und Schwerverbrecher aus der Kirche ausschließen = exkommunizieren zu können, ist der Beihilfe zur Zerstörung des Christentums  und der katholischen Kirche  durch das jüdische Antichristentums zuviel. Die Kirchenführung ist sich offenbar gar nicht bewusst, was sie mit solchem Tun auslöst. Das mehr als 1000-seitige Werk von Maurice Pinay „Complot Contra la Iglesia“ (online) „The Plot against the Church“ (siehe auch Maurice Pinay Blog) („Verschwörung gegen die Kirche„, 3 Bände) (2000 ans de complot contre l’Eglise, 2 Bände) könnte ihnen (auch – oder erst recht – 46 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung) eventuell noch helfen, sich ihres (Hoch-)Verrats an JESUS CHRISTUS und SEINER KIRCHE mit Schrecken bewusst zu werden.

Siehe auch:

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Bischof Richard Williamson entschuldigt sich mit einer Erklärung

Posted by deislam - 26. Februar 2009

Zitat aus ZENIT.org: ZG09022609 – 26.02.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17197?l=german

Holocaust-Leugner Williamson entschuldigt sich und nimmt seine Aussage zurück

Öffentliche Erklärung des Bischofs der Priesterbruderschaft Pius X.

ROM, 26. Februar 2009 (ZENIT.org).- Richard Williamson, einer der vier Bischöfe der nicht in der Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Priesterbruderschaft Pius X., deren Exkommunikation durch Papst Benedikt XVI. aufgehoben worden ist, hat in einer heute veröffentlichten Erklärung seine umstrittenen Aussagen zum Holocaust zurückgenommen und beteuert, dass es sich dabei nur um die Meinung eines Nicht-Historikers gehandelt habe, die sich auf die Erkenntnisse von vor 20 Jahren gestützt habe.

Williamson hatte vor rund vier Monaten behauptet, dass es für die Existenz von Gaskammern keine historische Evidenz gebe und dass nicht sechs Millionen Juden, sondern 200.000 bis 300.000 Juden von den Nazis ermordet worden seien.

Als diese Aussagen öffentlich bekannt wurden, bekräftigten zahlreiche Hirten der katholischen Kirche bis hinauf zum Papst, dass diese ausdrückliche Leugnung des Holocaust niemals hingenommen werden könne. Bischof Williamson wurde – auch von Seiten der Priesterbruderschaft, der er angehört – offiziell aufgefordert, seine Aussagen zu widerrufen.

Damit die Mitglieder der Priesterbruderschaft Pius X. tatsächlich in den Schoß der katholischen Kirche zurückkehren können, müssen sie auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes das Lehramt der Päpste und das Zweite Vatikanische Konzil anerkennen.

Wir veröffentlichen die Erklärung von Williamson in einer eigenen Übersetzung.

***
Erklärung

Der Heilige Vater und mein Oberer, Bischof Bernard Fellay, haben mich ersucht, die Bemerkungen, die ich vor vier Monaten gegenüber dem schwedischen Fernsehen gemacht habe, neu zu überdenken, da deren Folgen sehr schwerwiegend gewesen sind.

In Anbetracht dieser Folgen kann ich wahrheitsgemäß sagen, dass es mir leid tut, diese Bemerkungen gemacht zu haben, und dass ich sie nicht gemacht hätte, wenn ich im Vorhinein um den ganzen Schaden und den Schmerz gewusst hätte, die diese verursachen würden, besonders der Kirche, aber ebenso den Überlebenden und den Verwandten der Opfer der Ungerechtigkeit unter dem Dritten Reich.

Im schwedischen Fernsehen habe ich nur die Meinung (… „Ich glaube“, … „Ich glaube“…) eines Nicht-Historikers geäußert, eine Meinung, die sich vor 20 Jahren auf Grundlage der damals verfügbaren Beweise herausgebildet hat und seither selten in der Öffentlichkeit geäußert worden ist. Nichtsdestoweniger haben mich die Ereignisse der letzten Wochen und der Rat von älteren Mitgliedern der Bruderschaft des hl. Pius X. von meiner Verantwortung für die verursachten großen Schwierigkeiten überzeugt. Ich bitte alle, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrüstet haben, vor Gott um Vergebung.

Wie der Heilige Vater gesagt hat: Jeder Akt ungerechter Gewalt gegen auch nur einen Menschen verletzt die gesamte Menschheit.

+ Richard Williamson
London, 26. Februar 2009

[ZENIT-Übersetzung des englischen von der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei veröffentlichten Originals]

Unser Kommentar:
Sehr geschickt gemacht und in bestmögliche Worte gefasst von Bischof Williamson! Vor allem auch der letzte Satz ist brillant ausgewählt. Er kann nämlich und muss auch auf ihn selbst bezogen werden, auf die „ungerechte Gewalt“, die ihm – auch verbal – angetan worden ist und vielleicht oder höchstwahrscheinlich auch in Zukunft noch angetan werden wird; denn mit dieser Entschuldigung hat Bischof Williamson keineswegs „seine Aussage zurückgenommen“ oder seine Zweifel an der Richtigkeit der „offiziellen“ Holocaust-Darstellung revidiert. Aber er kann jetzt, nach dieser Entschudigung, in größerer Ruhe „die heute verfügbaren Beweise“ à fond studieren und dann, vielleicht nach Monaten oder Jahren, mit seinen erudierteren Kenntnisse an die Öffentlichkeit treten. Mittlerweile tun wir selber gut daran, uns nicht nur über die „amtliche“ Version des Holocausts ins Bild zu setzen, sondern auch über die Dokumentationen der „serösen Revisionisten“. Denn – wie heißt das Weisheitswort: Audietur et altera pars!

Hier ein paar Links zu unseres Erachtens seriösen Revisionisten, bzw. zu Seiten, die Bischof Williamson unterstützen:

Überdies festhaltenswert:

Updates:

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Nostra Aetate und die jüdische Religion

Posted by deislam - 20. Februar 2009

Zitat aus „Nostra Aetate„: (Siehe auch unseren Beitrag: „Konzilserklärung „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“)

Die jüdische Religion

4. Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist.

So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden.

Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach (Gal 3,7) in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind (Röm 11,17-24). Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat (Eph 2,14-16). Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß “ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt” (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria.

Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben.

Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt (Lk 19,44), und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt (Röm 11,28). Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich (Röm 11,28-29). Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm “Schulter an Schulter dienen” (Soph 3,9) (Jes 66,23; Ps 65,4; Röm 11,11-32).

Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode     die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (Joh 19,6), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.

Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.

Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.

Unser Kommentar:

Es geht hier also um „die jüdische Religion“. Und was ist damit gemeint? Natürlich die „Religion“ derjenigen Juden, die JESUS CHRISTUS als (den verheißenen) Messias, als ERLÖSER, als GOTTES SOHN, als GOTT (auch heute noch) ablehnen, die Sein Heilsangebot (auch heute noch) ausschlagen und als Folge davon Sein REICH, Seine HERRSCHAFT, die Kirche, das neue Volk Gottes, bekämpfen. Es geht also um Christus- und damit Gottes- und Kirchen-Feinde. Und es geht um eine Christus-, GOTTES- und kirchenfeindliche „Religion“.
Sind diese Juden „mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden“? Nein! Sie sind, wie die Muslime, nur „fleischlich“ mit ihm verbunden, während tatsächlich „alle Christgläubigen, und nur sie, Söhne (Kinder) Abrahams dem Glauben nach sind (Gal 3,7).
Kann die Kirche, „das Volk des Neuen Bundes“ mit diesen Juden, die nicht mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden sind, geistlich verbunden sein? Nein! Das neue Volk Gottes kann geistlich nur verbunden sein mit den CHRIST-gläubigen Juden, mit jenen des Alten Bundes also, die echt und wahr und treu an den verheißenen Messias glaubten, und mit jenen des Neuen Bundes, die echt, wahr und treu an CHRISTUS glaub(t)en, die sich taufen ließen und damit „aus dem Lande der (geistigen) Knechtschaft ausgezogen“ sind.
Die Kirche, das neue Volk Gottes, hat also „die Offenbarung des Alten Testamentes“ nicht von diesen Juden empfangen, die CHRISTUS verleugneten. Und sie wird „genährt von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schösslinge eingepfropft sind“, also nur von jenen Juden, die „Kinder Abrahams dem Glauben nach“ sind, wie die Patriarchen, Moses und die Propheten. Aber sie wird nur auch von dieser Wurzel genährt. Niemals ausschließlich. Viel mehr und entscheidend genährt wird die Kirche direkt von JESUS CHRISTUS, dem GOTT-MENSCHEN (dem Sohn der Jungfrau Maria, der nur dem Fleische nach von den Juden, vom „guten Ölbaum“, abstammt) und von dem von IHM bis zum Ende der Welt gesandten HEILIGEN GEIST, dem göttlichen Geist, der vom Vater und vom Sohne ausgeht. Der heilige Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer, Kapitel 9, Verse 4-5: „Sind sie (meine Stammesgenossen dem Fleische nach) doch Israeliten, denen die Gotteskindschaft zuteil geworden ist und die Herrlichkeit und der Bund und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen. Ihnen gehören die Väter an, und aus ihnen stammt dem Fleische nach der Messias, der GOTT ist, über allem, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.“ Er schreibt dann aber auch: „Denn nicht alle, die aus Israel sind, sind Israeliten. Noch sind alle Kinder, welche Nachkommen Abrahams sind.“ (Röm. 9, 7) Die christusfeindlichen und damit gottfeindlichen Juden sind also keine echten „Israeliten“ und keine „Kinder Abrahams“. Aus diesen stammen also auch nicht „die Apostel, die Grundfesten und Säulen der Kirche wie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben“. Denn diese haben „die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkannt und das Evangelium nicht angenommen, ja haben sich seiner Ausbreitung widersetzt. Diese Juden sind keineswegs „um der Väter willen immer noch von Gott geliebt“, sondern nur jene, die nach göttlicher Vor(her)sehung den Glauben an CHRISTUS annehmen (werden). Man vergleiche dazu Paulus im ersten Brief an die Thessaloniker, 2. Kapitel, 14-16: „Ihr seid ja, meine Brüder, Nachahmer geworden der Gemeinden Gottes, die in Judäa sind in Christus Jesus; denn ihr habt von euren Landsleuten dasselbe erdulden müssen, was jene von den Juden. Diese haben sogar den Herrn Jesus und die Propheten getötet und uns verfolgt. Sie missfallen Gott und sind allen Menschen feind. Sie wollen uns wehren, den Heiden zu predigen, dass sie des Heiles teilhaftig werden. So häufen sie immerfort Sünde auf Sünde. Aber schon ist Gottes Zorn über sie gekommen in vollem Maße.“ Und ebenso: Apokalypse 3,9: „Siehe, Leute aus der Synagoge Satans führe ich zu dir, Leute, die sich Juden nennen – doch sie sind es nicht, sondern lügen.“ Paulus hatte vor seiner Bekehrung auch zu diesen gehört: Galater 1,13-14: „Ihr habt ja von meinem einstigen Wandel im Judentum gehört: ich verfolgte die Kirche Gottes über die Maßen und suchte sie zu vernichten. Vor vielen meiner Altersgenossen in meinem Volke tat ich mich zuvor in meiner Leidenschaft für das Judentum und zeigte mich als übertriebenen Eiferer für die Überlieferungen meiner Väter.“
Diesen widerspenstigen, verstockten, eifernden Juden gilt, was JESUS nach Johannes 8, 37-47 spricht: „Ich weiß, dass ihr Kinder (Nachkommen) Abrahams seid. Allein ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort in euch erfolglos bleibt. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, ihr aber tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Da erwiderten sie: Unser Vater ist Abraham. Jesus sprach darauf: Wenn ihr Kinder Abrahams seid, so tuet auch Abrahams Werke. Jetzt wollt ihr mich töten, mich, der ich euch doch die Wahrheit verkündet habe, die ich von Gott gehört. So etwas hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie: Wir sind nicht im Ehebruch geboren. Wir haben Einen Vater, Gott. Darauf Jesus: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr doch mich lieben. Ich bin von Gott ausgegangen und gekommen. Nicht bin ich von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr habt den Teufel zum Vater, und die Begierden eures Vaters wollt ihr erfüllen. Er war von Anfang an ein Menschenmörder und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil in ihm keine Wahrheit ist. Wenn er Lügen redet, redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. Wenn aber ich die Wahrheit rede, so glaubt ihr mir nicht. Wer aus euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort. Darum hört ihr es nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.“ Diese Juden also, die nicht auf Gottes Wort hören wollten, „die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern“ waren es auch, die „auf den Tod Christi gedrungen haben“. Und diesen Juden muss man „die Ereignisse seines Leidens (und Sterbens) zur Last legen“. Und den heutigen Juden? Sicher all jenen heutigen Juden, die sich bewusst und überlegt GEGEN Jesus Christus stellen. Aber selbstverständlich haben auch die übrigen Menschen, die Gottes Wort nicht hören (wollen), Anteil, Schuld an den „Ereignissen seines Leidens (und Sterbens)“. Und ALLE (nicht nur die Juden), die wissentlich und willentlich in dieser Ablehnung des ERLÖSERS bis zum Tode verharren, werden von Gott „verworfen und verflucht“. Das ist „aus der Heiligen Schrift zu folgern“ und „steht mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi im Einklang“. Das Gegenteil nicht!
Die Kirche hat also mit den christusfeindlichen Juden „kein gemeinsames Erbe“, sondern nur mit den christusgläubigen Juden. Wenn „Antisemitismus“ Judenfeindlichkeit besagen soll, dann ist die Kirche, sind die Glieder der Kirche „antisemitisch“ gegenüber jenen „Juden, die keine Juden sind“, sondern Anti-Christen, die die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkennen und das Evangelium nicht annehmen, ja sich seiner Ausbreitung widersetzen. Und mit diesen Juden kann die Kirche keine „gemeinsame biblische und theologische Studien“ betreiben, kein „brüderliches Gespräch“ führen, ohne Verrat an ihrem Auftrag zu üben: „das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden“ – es also auch den noch ungläubigen, verblendeten, verstockten zu PREDIGEN, auf dass auch sie das HEIL erlangen; denn NUR IN IHM IST HEIL, IST RETTUNG, IST ERLÖSUNG, IST EWIGES SELIGES LEBEN!

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Israel: Toleranz gegenüber Christen im Land ist gefährdet

Posted by deislam - 19. Februar 2009

Zitat aus ZENIT.org: ZG09021913 – 19.02.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17144?l=german

Stellungnahme der Bischöfe des Heiligen Landes

ROM, 19. Februar 2009 (ZENIT.org).- Christliche Vertreter in Israel haben mit heftiger Empörung auf eine TV-Satiresendung reagiert, in der sie den Glauben an den Juden Jesus von Nazareth als den Christus und seine Mutter Maria von Nazareth verhöhnt sehen. Angesichts dieser schwerwiegenden Vorfälle veröffentlichte die Konferenz der katholischen Bischöfe im Heiligen Land eine Stellungnahme, mit der sie die „abstoßenden Angriffe gegen unseren Herrn Jesus Christus und seine Mutter“ verurteilen, wie sie auf Channel 10 zu sehen waren. Die katholischen Bischöfe im Heiligen Land beklagten in einem Offenen Brief am Mittwochabend auch eine Tendenz zu wachsender religiöser Intoleranz in Israel. Gerade die Christen hätten sich in Israel dafür eingesetzt, jede Form von antisemitischer Propaganda zu stoppen.

Das Schreiben wurde unter anderem an mehrere Ministerien und die Leitung des verantwortlichen TV-Senders „Arutz 10″ geschickt. Die Bischöfe rufen alle verantwortlichen Parteien dazu auf, diese Angelegenheit einer Untersuchung zu unterziehen und alles Notwendige zu unternehmen, um einer derartig „schrecklichen Herabwürdigung unseres Glaubens ein Ende zu setzen“. Unterschrieben ist der Brief unter anderen vom Lateinischen Patriarchen, Fuad Twal, dem melkitischen Erzbischof Elias Chacour und Franziskanerkustos P. Pierbattista Pizzaballa.

Auch der Präsident der israelischen Kommission für Erziehung und Kultur, Michael Melchior, distanzierte sich von der Satiresendung. Er werde sich persönlich dafür einsetzen, dass „Sendungen dieser Art“ künftig bei „Arutz 10″ nicht mehr gezeigt würden, schrieb er in einem Brief an orthodoxe Kirchenvertreter.

Der Moderator des Nachtprogramms von „Arutz 10“, Leon Schlein, entschuldigte sich unterdessen am Mittwochabend live bei den christlichen Zuschauern. Der Satiriker Schlein hatte mit Bezug auf den Traditionalisten und Holocaust-Leugner Richard Williamson gesagt: „Wenn die den Holocaust leugnen, dann verleugnen wir eben das Christentum.“ Daraufhin meinte er, Jesus Christus sei durch einen Geschlechtsverkehr Marias gezeugt worden.

Die beiden an den Vortagen gezeigten Filme hatten vor allem die göttliche Natur Jesu Christi und die Integrität der Jungfräulichkeit Mariens lächerlich gemacht. Sie waren von Moderator Schlein als Reaktion auf die Holocaust-Leugnung des Traditionalisten-Bischofs Richard Williamson angekündigt worden.

Unser Kommentar:
„Wenn die den Holocaust leugnen, dann verleugnen wir eben das Christentum.“ Wer sich zu den Anhängern der jüdischen Religion zählt, der verleugnet das Christentum, verleugnet die göttliche Natur Jesu Christi und macht die Integrität der Jungfräulichkeit Mariens implizit schon immer lächerlich, auch ohne „Holocaust-Leugnung“ irgendwelcher Christen und auch ohne „Satire“-Mäntelchen. Das mit Richard Williamson und „den Traditionalisten“ war doch nur ein willkommener Vorwand, um wieder einmal das sonst oft diplomatisch unterdrückte Innere in aller Öffentlichkeit propagandistisch nach außen zu kehren. Aber jetzt (das ist gut!) sollen die Bischöfe im „Land der Juden“ (und weltweit) „jede Form von antichristlicher Propaganda stoppen“, so wie sie (weltweit) „jede Form von antisemitischer (sprich antijüdischer) Propaganda stoppen“ woll(t)en.

Im Gespräch mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA sagte der griechisch-katholische Erzbischof Chacour am Mittwochabend: „Wir Christen respektieren Israel, aber Israel respektiert uns nicht“. Gefreut hätten ihn die „entsetzten und traurigen Reaktionen zahlreicher Muslime“. Für Muslime bedeute die Verunglimpfung Jesu Christi und Mariens die Beleidigung eines wichtigen Propheten und seiner jungfräulichen Mutter. (Siehe Kathweb Nachrichten)

Das sind Reaktionen von Muslimen, die die Christen nur scheinbar unterstützen. Jesus Christus betrachten sie zwar als „wichtigen Propheten“ und Maria als seine „jungfräuliche Mutter“. Aber sie leugnen genauso wie die Juden dessen göttliche Natur und die wahre höchste Auserwählung der Heiligsten Jungfrau Maria als MUTTER GOTTES. Sie verzeichnen, verdrehen und verkennen aufgrund des Korans alles, was JESUS und MARIA betrifft. Sich also über ihre „entsetzten und traurigen Reaktionen“ wegen dieser jüdischen antichristlichen Propaganda zu freuen, zeugt von einer völlig falschen Einschätzung der Natur und der Gefahren des Islams.

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Juden wollen [mit-]bestimmen, wer zur Kirche gehört und wer nicht

Posted by deislam - 15. Februar 2009

Zitate aus MDR Aktuell:

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Vatikan zur vollständigen Abkehr von der Pius-Bruderschaft aufgerufen. Generalsekretär Stephan Kramer sagte dem „Handelsblatt“, mit einer Kirche, der auch die umstrittene Priesterbruderschaft angehöre, könne es keinen partnerschaftlichen Dialog geben. Der Papst müsse sich entscheiden – entweder er stehe für die Kirche der Aufklärung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil oder für die Kirche des Traditionalismus mit den Pius-Brüdern.

Durch die Wiederaufnahme „aktiver Judenhasser“ habe Benedikt XVI. „so viel Schuld auf sich geladen wie schon lange kein Papst.“ Er sei „unglaubwürdig, ein Lügner und ein Heuchler.“ (TV-Moderator Michel Friedman [Ex-Vizepräsident des Zentralrates der Juden])

Unser Kommentar:
Juden, die gar nicht zur katholischen Kirche gehören wollen und können, die sich weit außerhalb der Kirche befinden, wollen also der Kirche sagen, wen sie in sich aufnehmen oder in sich behalten darf und wen nicht! Ziemlich grotesk, nicht wahr? Und, natürlich: einen „partnerschaftlichen Dialog“ wollen sie ohnehin nur führen mit „der Kirche der Aufklärung“ und absolut nicht mit „der Kirche des ‚Traditionalismus'“, sprich der Tradition; denn diese Kirche der Tradition, also die Kirche von ihren Uranfängen mit CHRISTUS und den Aposteln an bis und mit Papst Pius XII. war eben, nach dem Empfinden „aktiver Kirchenhasser“ „die Kirche der Judenhasser“. Einer dieser „aktiven Kirchenhasser [der Kirche der „Nicht-Aufklärung“ demzufolge] “ ist offensichtlich Michel Friedmann, der Papst Benedikt XVI. als „Lügner und Heuchler“ abstempelt und ihm hassvoll vorwirft, er habe „so viel Schuld auf sich geladen wie schon lange kein Papst“. Dabei ist für Vernünftige und Besonnene doch klar, dass die Kirche nie zu Hass gegen die Juden aufgerufen hat, sondern zur Ablehnung der jüdischen Irrlehre, zum Widerstand gegen jüdischen antichristlichen Umtriebe und Machenschaften, zur Verhinderung jüdischer antikirchlicher Einflüsse. Die „Kirche der Tradition“ hat, getreu ihrem göttlichen Gründer JESUS CHRISTUS und seinem Auftrag, alle Häresien stets bekämpft und damit ganz natürlicherweise auch den Judaismus. Mit dem II. Vatikanum (der „Aufklärung“) hat sie diesen Kampf zugunsten des „partnerschaftlichen Dialogs“ aufgegeben. Und damit hat sie auch die Missionierung der Juden aufgegeben. Und damit hat sie auch die Erfüllung des Auftrages CHRISTI aufgegeben: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker (auch die noch ungläubigen Juden), und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ICH euch befohlen habe. Und sehet, Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28, 19-20).

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Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter

Posted by deislam - 13. Februar 2009

Zitat von Radio Vatikan: 12/02/2009 12.56.02

Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar gestärkt daraus hervorgehen.“ Diese versöhnlichen Worte sprach an diesem Donnerstag eine hochrangige jüdische Delegation vor Papst Benedikt XVI. im Vatikan aus. Das Kirchenoberhaupt seinerseits wiederholte, dass die Kirche „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet ist, allen Antisemitismus zurückzuweisen“. Auch zur Shoah selbst fand der Papst abermals deutliche Worte: „Der Hass und die Menschenverachtung“, die ihr deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“ Es sei „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“ Beide Seiten sprachen auch von der bevorstehenden Visite Papst Benedikts im Heiligen Land: „Das gelobte Land erwartet Ihre Ankunft“, so der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier.

„Shalom, Eure Heiligkeit!“ Das setzte den Ton bei dieser Audienz, die man – nach dem Trubel der letzten Wochen – durchaus als historisch werten kann. Wie schon nach der Aufregung über die Karfreitags-Fürbitte war es wieder der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier, ein gebürtiger Österreicher, der dem Papst Gesprächsbereitschaft signalisierte – in einem „kritischen Moment für katholisch-jüdische Beziehungen“, wie er selbst sagte.

„Für einen Holocaust-Überlebenden waren das schmerzhafte und schwierige Tage“, so Schneier. „Wir waren siebzig Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit einer Leugnung des Holocaust konfrontiert, und das sogar aus dem Mund eines Bischofs der Piusbruderschaft.“ Der Rabbiner sprach den Papst direkt an: „Wir haben doch beide das Toben dieses Krieges erlebt – Tod, Leiden und Zerstörung. Die Shoah hat das Leben von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern gefordert, darunter meine eigene Familie in Auschwitz und Theresienstadt.“ Joseph Ratzinger war in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs minderjähriger Flakhelfer, einmal nicht weit vom KZ Dachau im Einsatz; beim Reichsarbeitsdienst an der ungarischen Grenze sah er einen Todesmarsch Budapester Juden vorbeiziehen. Schneier, ein paar Jahre jünger, war vor Kriegsausbruch von Wien nach Budapest geflohen; er überlebte und wanderte zwei Jahre nach Kriegsende in die USA aus.

„Eure Heiligkeit, wir und so viele andere, die die Unmenschlichkeit gesehen haben, die Menschen einander angetan haben – wie könnten wir nicht protestieren, wenn jemand den Holocaust leugnet? Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben. Danke, dass Sie unseren Schmerz und unsere Beklemmung verstehen.“

Deutliche Worte im Vatikan. Schneier dankte dem Papst dafür, dass dieser am Mittwoch letzter Woche seine Solidarität mit den Juden erklärt und jeder Holocaust-Leugnung eine Absage erteilt hatte. Er dankte auch dafür, dass sich Benedikt wie sein Vorgänger Johannes Paul zur Konzilserklärung „Nostra Aetate“ bekennt, die für eine „Versöhnung zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“ stehe. Der Rabbiner warb dafür, die Erinnerung an den Holocaust in den Schulen wachzuhalten: Das „Nie wieder“ müsse den nächsten Generationen vermittelt werden.

„Wie die Juden in der Wüste nicht nur die zweiten Tafeln der Zehn Gebote mit sich trugen, sondern auch die ersten, zerbrochenen, so tragen auch wir mit uns die Erinnerung an Jahrhunderte der Verfolgung, Unterdrückung und Demütigung. Aber wir sind durch die Vergangenheit nicht gelähmt, sondern glauben weiter an den Hüter Israels.“ Rabbi Schneier nannte den Staat Israel, der vom Vatikan erst in den neunziger Jahren diplomatisch anerkannt wurde, als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ „Das Gelobte Land erwartet Ihre Ankunft.“

Dieser kleine Satz war nichts anderes als die wieder aufgerissene Tür zu einer Papstreise nach Israel. Schon länger war eine solche Visite für den Mai im Gespräch; jetzt deutet alles darauf hin, als wolle Papst Benedikt angesichts des Williamson-Skandals erst recht an dem Reiseplan festhalten. Rabbi Schneier endete mit einer optimistischen Note: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils; sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar stärker daraus hervorkommen… Möge Er, der für Frieden im Himmel sorgte, uns helfen, Friede auch auf Erden zu schaffen.“

Außer Rabbi Schneier hielt an diesem Donnerstag auch Alan Solow eine kleine Rede – er kommt aus Chicago, gilt als enger Vertrauter des neuen US-Präsidenten Barack Obama und steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze des Dachverbands der wichtigsten jüdischen US-Verbände. Auch Solow sprach von einem „kritischen Moment“ und „gespannten Beziehungen zwischen der Kirche und der jüdischen Gemeinschaft“: „Die Aufforderung des Heiligen Stuhls an Bischof Williamson, seine furchtbare Leugnung des Holocaust zurückzunehmen, war ein willkommener Schritt. Es muss immer wieder klargemacht werden, dass keine Art der Holocaust-Leugnung toleriert werden darf.“

Solow appellierte an den Papst, sich deutlich gegen Antisemitismus zu engagieren. „Die Geschichte lehrt uns, dass solche Intoleranz und solcher Hass alle mit in den Abgrund zu reißen drohen, wenn man ihnen nicht entgegentritt. Auf den alarmierenden Angriff auf eine Synagoge in Caracas folgte ein Überfall auf die Nuntiatur des Vatikans. Auch wenn das nicht direkt in Zusammenhang steht, zeigt es, dass wir alle solcher Aufwiegelei und solchem Extremismus zum Opfer fallen.“

Und auch Solow fand klare Worte zu einer möglichen Papstreise ins Heilige Land: “Wir begrüßen und unterstützen die geplante Reise Eurer Heiligkeit nach Israel. Die Menschen und Führer in Israel sehen ihr wie wir erwartungsvoll entgegen… Die wachsenden Versuche, den Staat Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren, sind sehr besorgniserregend. Eure Heiligkeit kann mithelfen, die Stimmen von Extremisten zurückzudrängen, die im Nahen Osten oder anderswo in der Welt zur Vernichtung Israels aufrufen oder die Terrorismus gegen seine Bürger fördern.“
Der Papst selbst dankte dann in seiner Ansprache für die deutlichen Worte von Rabbi Schneier und Herrn Solow. Es tue ihm immer gut, „etwas Zeit mit meinen jüdischen Freunden zu verbringen“, so Benedikt. Er erinnerte an seinen Besuch in der Synagoge von Köln kurz nach seinem Amtsantritt – und an seine Visite auf dem Gelände des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Mai 2006.
„Welche Worte können eine so tief bewegende Erfahrung adäquat wiedergeben? Als ich diesen Ort des Horrors betrat, diesen Schauplatz unermesslichen Leids, dachte ich an die unzählige Schar von Gefangenen, darunter so vielen Juden, die auf diesem Weg in die Gefangenschaft in Auschwitz und all den anderen Lagern geraten waren. Diese Kinder Abrahams hatten, kummervoll und erniedrigt wie sie waren, wenig mehr als den Glauben an den Gott ihrer Väter, um sie aufrecht zu halten – einen Glauben, den wir Christen mit euch teilen, unseren Brüdern und Schwestern.“
„Wie können wir auch nur annähernd das Monströse begreifen, was in diesen infamen Gefängnissen stattgefunden hat? Die ganze menschliche Rasse fühlt tiefe Scham angesichts der wüsten Brutalität, die sich damals an Eurem Volk gütlich hielt. Erlaubt mir, zu wiederholen, was ich bei dieser düsteren Gelegenheit sagte: Die Führer des Dritten Reichs wollten das ganze jüdische Volk vernichten, um es aus den Reihen der Völker dieser Erde auszulöschen.“
Auch Benedikt kam dann auf eine mögliche Reise nach Jerusalem zu sprechen. „Ich bereite eine Reise nach Israel vor, ein Land, das Christen wie Juden heilig ist, weil man dort die Wurzeln unseres Glaubens findet. Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das war – genauso wie die vom Papst letztes Jahr neuformulierte Karfreitagsfürbitte – ein Zitat aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Mit der Formulierung „Väter im Glauben“ variierte der Papst die berühmte Formel, die sein Vorgänger Johannes Paul beim Besuch der römischen Synagoge gefunden hatte. Der polnische Papst hatte dabei die Juden als die „älteren Brüder“ der Christen bezeichnet.
„Die zweitausendjährige Geschichte der Beziehungen zwischen Judentum und Kirche hat viele verschiedene Phasen erlebt, darunter einige schmerzvolle. Jetzt, wo wir uns in einem Geist der Versöhnung treffen können, sollten wir früheren Schwierigkeiten nicht erlauben, uns davon abzuhalten, dass wir einander die Hand der Freundschaft reichen. Und wo gäbe es denn auch eine Familie, in der es nicht zu irgendwelchen Spannungen kommt?“

Der Papst nannte die Konzils-Erklärung „Nostra Aetate“ einen „Meilenstein auf unserem Weg zur Versöhnung“. „Die Kirche ist zutiefst und unwiderrufbar darauf verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen und weiter gute, dauerhafte Beziehungen zwischen unseren zwei Gemeinschaften aufzubauen. Wenn es ein Bild gibt, das diese Verpflichtung ausdrückt, dann ist es Johannes Paul II. an der Klagemauer in Jerusalem, der Gott um Vergebung bittet für alle Ungerechtigkeit, die das jüdische Volk erlebt hat.“

„Ich mache mir sein Gebet zu eigen: Gott unserer Väter, du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, um deinen Namen zu allen Nationen zu tragen. Wir sind tief betrübt über das Verhalten derer, die im Lauf der Geschichte diesen deinen Kindern Leid zugefügt haben. Wir bitten dich um Vergebung, und wir verpflichten uns selbst zu wahrer Brüderlichkeit mit dem Volk des Bundes.“

Noch einmal fand der Papst klare Worte zum Holocaust: „Der Hass und die Menschenverachtung, die in der Shoah deutlich wurden, waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit. Das sollte jedem klar sein – vor allem jenen, die in der Tradition der Heiligen Schrift stehen… Es ist über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Die Shoah muss eine Warnung an alle sein, nicht zu vergessen, nicht zu verneinen und nicht zu verkleinern… Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“

Zu Recht sei Erinnern auch „memoria futuri“, also ein Warnzeichen für die Zukunft, so Papst Benedikt. Die Menschheit müsse alles tun, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern. Er bete darum, dass die Erinnerung an den Holocaust „unsere Entschlossenheit stärkt, die Wunden zu heilen, die zu lange die Beziehungen zwischen Christen und Juden schmerzvoll gemacht haben.“

Es war eine große Rede des Papstes, eine Audienz der deutlichen Worte – und ein klares Signal, dass der Vatikan aus dem Fall Williamson seine Lehren gezogen hat. Auch die Türen zu einer Papstreise nach Israel sind an diesem Donnerstag für alle sichtbar aufgesprungen. Rabbi Schneier berichtete nach der Audienz vor Journalisten, er habe dem Papst auch noch etwas auf deutsch gesagt: „Ich habe die Sonne gebracht.“ Damit meinte er nicht nur das Wetter.
(rv 12.02.2009 sk)

Unser Kommentar:
Ja, „der Hass und die Menschenverachtung“, die in ihr (der Shoah) deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“
Nein, die Kirche ist nicht „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen“; das haben wir bereits mit notwendiger Differenzierung erläutert.
Ja, es ist „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist“, wenn unter „Leugnung“ und „Minimierung“ die Negierung oder Minderung der Abscheulichkeit, der Verwerflichkeit dieses Verbrechens gemeint ist. Nein, wenn darunter die „Leugnung“ oder „Minimierung“ gewisser „technischer“, „materieller“, „sachlicher“, „numerischer“, also nicht moralischer Aspekte verstanden wird.
Rabbi Arthur Schneier: „Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben.“ Wir haben bereits zuvor unser Veto eingelegt: Die Aussagen von Bischof Williamson kann man nicht als „Leugnung des Holocausts“ interpretieren. Aber man tut es, weil man seine Kritik und abweichende „Überzeugung“ zu einem Verbrechen hochstilisieren und dann dazu benutzen will, um ihm, und mit ihm allen, die ähnlich wie er ihre Zweifel haben an und Vorbehalte gegenüber der Richtigkeit der „allgemein“ oder doch „mehrheitlich“ rezipierten Darstellung der Shoah, „nicht zu vergeben„. So wird die ganze Menschheit dazu gezwungen, das abscheuliche Naziverbrechen von vor 70 Jahren präzise so und nur so wie es von der „veröffentlichten Mehrheitsmeinung“ festgeschrieben ist, zu glauben und zu bekennen. Und wer es dennoch wagt, diesem Diktat nicht zu entsprechen, der tut dann eben etwas, was nicht vergeben, nicht verziehen werden kann: etwas Unverzeihliches. Wer nun dem aber zustimmt, der vergeht sich gegen das Gebot GOTTES der absoluten Vergebungs-Pflicht. Wer nicht verzeihen kann und will, dem wird auch von GOTT nicht verziehen werden.
Rabbi Schneier nennt den Staat Israel als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ Das ist ein mittlerweile weit verbreiteter Glaube unter Juden und Christen. Aber er ist eine verhängnisvolle Illusion. Der Staat Israel ist (noch) nicht die „Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel“. Er kann es nicht sein. Denn es ist nicht GOTTES Geist, der den Juden eingehaucht, sie lebendig gemacht und wieder in ihr Land gebracht hat. Wäre es GOTTES Geist, dann müssten sie ja alle CHRISTEN (geworden) sein; sie müssten sich alle wie Saulus zu Paulus zu CHRISTUS bekehrt haben; denn GOTTES Geist ist der HEILIGE GEIST, die DRITTE PERSON DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Es gibt nicht einen Gottesgeist für die Juden und einen für die Christen. Es gibt keinen gesonderten Heilsweg für die Juden. Ihr (neuerdings so genannter) „Erster Bund“ ist der „Alte Bund“. Seit 2000 Jahren gibt es an seiner Stelle den „Neuen Bund“, den „Ewigen Bund“. Und das Bundesvolk ist demnach das neue, die KIRCHE, das REICH CHRISTI. Erst wenn die Juden aufhören, CHRISTUS in den Christen zu verfolgen („Saulus, Saulus, warum verfolgst du Mich?“ [Apg. 9, 4]), wenn sie erkannt haben werden, dass CHRISTUS ihr MESSIAS und ERLÖSER und GOTT VON GOTT ist, wird sich die Prophezeiung Ezechiels erfüllen. Damit „delegitimieren“ wir den Staat Israel nicht.
Rabbi Schneier: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Auch das ist eine Illusion. Die Grundlage(n) des Zweiten Vatikanischen Konzils sind alles anderes als solide. Sie werden noch gehörig erschüttert werden, wenn der wahre Geist GOTTES wieder „(auf)braust“!
Papst Benedikt: „Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das heutige „Volk Israel“ oder die heutigen Juden wären dann also „der gute Olivenbaum“? Und wir die Christen wären auf diese heutigen Juden als „wilde Äste“ aufgepfropft? Ziemlich abstrus und konfus, diese Theologie eines Papstes! Die heutigen Juden wären dann also das „Volk des [Ersten – wichtigen, entscheidenden, bleibenden, unkündbaren und ungekündigten] Bundes, und wir wären „das Volk des [Zweiten – nachrangigen, nebensächlichen, vorübergehenden] der „Aufpfropfung“! Wir glauben, der Papst täte gut daran, „etwas weniger Zeit mit seinen jüdischen Freunden zu verbringen“ und dafür umsomehr mit den katholischen Christen, die „in der Tradition der Heiligen Schrift UND DER KIRCHE ALLER ZEITEN stehen“.
Papst Benedikt: „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Ja, wenn unter „unserer Väter im Glauben“ „unserer Väter im (neutestamentlichen) christlichen Glauben und im (alttestamentlichen) Erwartungsglauben an Christus“ gemeint sind. Nein, wenn darunter (auch) der Glaube und das Bekenntnis der heutigen nachchristlichen Juden verstanden werden.

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Argentinien: Strafanzeige gegen Traditionalistenbischof Williamson

Posted by deislam - 12. Februar 2009

Von Radio Vatikan: 11/02/2009 14.29.11

Gegen den umstrittenen Lefebvre-Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson ist Strafanzeige erstatten worden. Der Herausgeber der argentinischen Ausgabe der Zeitschrift „Newsweek“, Sergio Szpolski, wirft Williamson Verherrlichung von Straftaten vor. Szpolski erklärte, er fühlte sich als Jude persönlich betroffen und fände, es sei an der Zeit, dass der Bischof für seine Äußerungen zur Rechenschaft gezogen werde. Nach argentinischem Recht kann Williamson mit einer Höchststrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden. – Williamson war nach seinen umstrittenen Äußerungen im schwedischen Fernsehen auch vom Vatikan aufgefordert worden, seine Äußerungen zurückzunehmen. Außerdem hatte ihn die Piusbruderschaft, der er angehört, von der Leitung eines Priesterseminars in der Nähe der argentinischen Hauptstadt entbunden. (kna/ansa/afp 11.02.2009 mg)

Unser Kommentar:
Ungefähr 90% der argentinischen Bevölkerung (von 40 Millionen) bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. Bezeichnend und offenbarend: der Herausgeber der argentinischen Ausgabe der Zeitschrift „Newsweek“ ist Sergio Szpolski, ein Jude. Man kann sich vorstellen, welch ein „positives“, „freundschaftliches“ Verhältnis dieser zu den Christgläubigen dieses Landes hat und welchen Einfluss er mit seiner Zeitschrift ausübt! Er will nun offenbar die Gunst der Stunde nutzen, um einen herben und medienwirksamen Schlag gegen die im Grunde auch ihm verhasste katholische Kirche auszuführen. Vordergrundobjekt (der „Sack“) ist Bischof Williamson. Eigentliches Objekt (der „Esel“) ist aber die katholische Kirche, und zwar in ihrem unverfälschten Glauben, ihrer unverkürzten Lehre, ihrer heiligen, zweitausendjährigen Praxis. „Verherrlichung von Straftaten“ heißt das jetzt, was Bischof Williamson mit dem Vertreten seiner persönlichen Position bezüglich des Holocausts getan hat. Wir fragen zurück: welche „Straftaten“ hat er denn „verherrlicht“? Hat er denn in seinen Antworten (im betreffenden Interview oder irgendwann sonst) irgendetwas Ähnliches ausgesagt wie: ‚Die Verfolgung, Verschleppung, Verbannung, Zusammenpferchung, Vernichtung, Ausrottung von Juden im 2. Weltkrieg sei etwas „Herrliches“ (Gutes, Schönes, Gerechtes, etc.) gewesen‘? Und überhaupt: leugnet(e) er den Holocaust? Genügt denn das Bezweifeln und Nichtglauben einzelner Aspekte des Holocausts (wie er offiziell dargestellt wird), um gleich von Leugnung des Holocausts schlechthin zu sprechen, um einen Menschen als „Holocaust-Leugner“ abzustempeln? Es ist doch verdächtig, wie schnell Juden weltweit immer wieder mit der „Holocaust- und Antisemitismus-Keule“ weltlich-gerichtliche Strafverfolgungen auslösen gegen missliebige Bezweifler und Verneiner ihrer Gojim-Wertschätzung und von daher ihrer geschichtlichen Objektivität. Jedenfalls tragen sie damit letztlich nichts zu einer „Ausrottung der Holocaust-Leugner“ und schon gar nicht ihrer christlichen Glaubens-Gegner bei.

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