ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Posts Tagged ‘Shoah’

Das neue Super-Dogma der konzils-katholischen Kirche

Posted by deislam - 27. Februar 2009

Spätestens seit dem „Tsunami“, den Bischof Richard Williamson FSSPX mit seinen Aussagen zum Holocaust ausgelöst hat, gibt es in der „katholischen“ Kirche ein neues Dogma. Und zwar ein Dogma, das alle übrigen blass und verschwommen und unwichtig oder gar obsolet erscheinen lässt daneben. Eben ein „Super-Dogma“. Und dieses wichtigste aller Dogmen lautet: „Es ist inakzeptabel, dass jemand Mitglied der katholischen Kirche ist, der den Holocaust leugnet. Es kann nur jemand Mitglied der katholischen Kirche sein, der das Judentum anerkennt.“ (Dekan Dr. Pius Angstenberger unter Bischof Gerhard Fürst, Rottenburg-Stuttgart). Bischof Maurice Gardes (Auch, Frankreich) formulierte es gegenüber der Tageszeitung „La Croix“ so: „Man kann nicht Christ sein und gleichzeitig die Vernichtung von sechs Millionen Juden leugnen„. Und der Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, hat bei einer Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag die Äußerungen Williamsons als „menschenverachtend“ und als „Gotteslästerung“ bezeichnet. Williamson stehe damit außerhalb der katholischen Kirche. Und das gipfelt beim Direktor des vatikanischen Presseamtes, P. Lombardi SJ, in einem Editorial für „Radio Vaticana“ in diesem Verdikt: „Wer die Shoah leugnet, weiß weder etwas vom Geheimnis Gottes, noch etwas vom Kreuz Christi. Umso schwerwiegender ist es, wenn die Verneinung aus dem Mund eines Priesters oder Bischofs kommt, das heißt von einem christlichen Würdenträger, sei er in Einheit mit der katholischen Kirche oder nicht.“ Und Papst Benedikt XVI. bezeugt und beglaubigt das alles einschlussweise: „Es steht außer Frage, daß jede Verleugnung oder Schmälerung dieses schrecklichen Verbrechens untragbar und ganz und gar inakzeptabel ist. Kürzlich habe ich in einer Generalaudienz noch einmal bekräftigt, die Shoah müsse »eine Mahnung [sein] gegen das Vergessen, gegen die Leugnung oder die Verharmlosung. Denn Gewalt, die gegen einen einzigen Menschen ausgeübt wird, wird gegen alle verübt«.“ Und Erzbischof Zollitsch: „Ich begrüße die heutige Erklärung von Kardinal Tarcisio Bertone zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft. Sie gibt Klarheit und zeigt, dass für Leugner des Holocaust kein Platz in der katholischen Kirche ist. Der Va­tikan hat unmissverständlich klar gemacht, dass er jede Form von Antisemitismus ver­urteilt. Darauf und an die Verpflichtung, die Shoah niemals aus der Erinnerung zu löschen, hatte Papst Benedikt XVI. bereits deutlich am vergangenen Mittwoch hingewie­sen.“ Und Kardinal Lehmann fordert den Ausschluss (die Re-Exkommunikation) des „Holocaustleugners“, wenn er bei seinen Aussagen bleibe.

Nun ist da vorerst einmal einiges zu klären: „Holocaust“ und „Shoah“ sind zwei Begriffe, die sich auf das Gleiche beziehen. „Holocaust-Leugnung“ und „Shoah-Leugnung“ sagt also das Nämliche aus. Was darunter heute „offiziell“ verstanden wird, kann man im betreffenden (auffällig sehr umfangreichen!) Wikipedia-Artikel nachlesen. Es gibt auch noch einen separaten Wikipedia-Artikel zum Stichwort „Holocaustleugnung„. Die Leugnung des Holocausts wird dort wie folgt umschrieben: „Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Bestreiten und weitgehende Verharmlosen des Holocaust. Dabei wird gegen gesichertes historisches Tatsachenwissen behauptet, der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen.“ Des weiteren gibt es einen Wikipedia-Eintrag unter „Gesetze gegen Holocaustleugnung“ (siehe dazu die Gesetzestextfassung unter ‚Deutschland‘).

Wir müssen uns nun fragen: Hat Bischof Richard Williamson mit seinen Aussagen behauptet, „der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen“? Hat er bestritten, dass den Holocaust gab? Hat er den Holocaust „verharmlost“? Hat er sich der „Volksverhetzung“ schuldig gemacht? Hat er die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangenen Handlungen gebilligt, geleugnet oder verharmlost? Hat er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft gebilligt, verherrlicht oder gerechtfertigt? Auf alle diese Fragen muss man doch, wenn man aufrichtig ist, eindeutig mit NEIN antworten. Bischof Williamson hat in dem inkriminierten Interview den Holocaust als solchen überhaupt nicht geleugnet, sondern er hat nur die „historische Evidenz“ bestritten, dass 6 Millionen Juden vergast worden seien und dass überhaupt ein Jude in „Gaskammern“ vergast worden sei. Und er sagte, dass die „ernsthaftesten Revisionisten“ (aus ihren Untersuchungen) schlössen, dass zwischen 200000 und 300000 Juden in den Konzentrationslagern umgekommen seien, aber nicht einer in Gaskammern. Und dazu zitiert er Fred Leuchter als Experten von Gaskammern. Das kann man doch einfach nicht gleichsetzen mit einer „Leugnung“ oder „Verharmlosung“ oder gar „Billigung“ der Nazi-Verbrechen an den Juden. Es gibt nun einmal zuhauf bis heute Unbewiesenes und wohl auch fernerhin Unbeweisbares in diesem ganzen Geschehen. Es ist nicht alles Festgeschriebene „gesichertes historisches Tatsachenwissen“!

Dass die Juden darauf drängen, dass die Shoah in ihrer ganzen Schrecklichkeit nicht in Vergessenheit gerät, ist verständlich. Und dass die Juden ein Interesse daran haben, dass auch schon das Bezweifeln eines für sie wichtigen Aspekts dieser Entsetzlichkeit zwecks Abschreckung als außerordentlich schlimme Straftat geahndet wird, ist logisch. Dass aber die katholische Kirche mit ihrem Episkopat und Papst noch das Ihre dazu beiträgt, aus Äußerungen, wie sie Bischof Williamson oder Pater Abrahamowicz gemacht haben, eine „Holocaust-LEUGNUNG“ zu konstruieren, um sie damit wie Häretiker, ja Gotteslästerer und Schwerverbrecher aus der Kirche ausschließen = exkommunizieren zu können, ist der Beihilfe zur Zerstörung des Christentums  und der katholischen Kirche  durch das jüdische Antichristentums zuviel. Die Kirchenführung ist sich offenbar gar nicht bewusst, was sie mit solchem Tun auslöst. Das mehr als 1000-seitige Werk von Maurice Pinay „Complot Contra la Iglesia“ (online) „The Plot against the Church“ (siehe auch Maurice Pinay Blog) („Verschwörung gegen die Kirche„, 3 Bände) (2000 ans de complot contre l’Eglise, 2 Bände) könnte ihnen (auch – oder erst recht – 46 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung) eventuell noch helfen, sich ihres (Hoch-)Verrats an JESUS CHRISTUS und SEINER KIRCHE mit Schrecken bewusst zu werden.

Siehe auch:

Advertisements

Posted in Juden, Judentum, Nostra Aetate | Verschlagwortet mit: , , , , , , | 3 Comments »

Bischof Richard Williamson entschuldigt sich mit einer Erklärung

Posted by deislam - 26. Februar 2009

Zitat aus ZENIT.org: ZG09022609 – 26.02.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17197?l=german

Holocaust-Leugner Williamson entschuldigt sich und nimmt seine Aussage zurück

Öffentliche Erklärung des Bischofs der Priesterbruderschaft Pius X.

ROM, 26. Februar 2009 (ZENIT.org).- Richard Williamson, einer der vier Bischöfe der nicht in der Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Priesterbruderschaft Pius X., deren Exkommunikation durch Papst Benedikt XVI. aufgehoben worden ist, hat in einer heute veröffentlichten Erklärung seine umstrittenen Aussagen zum Holocaust zurückgenommen und beteuert, dass es sich dabei nur um die Meinung eines Nicht-Historikers gehandelt habe, die sich auf die Erkenntnisse von vor 20 Jahren gestützt habe.

Williamson hatte vor rund vier Monaten behauptet, dass es für die Existenz von Gaskammern keine historische Evidenz gebe und dass nicht sechs Millionen Juden, sondern 200.000 bis 300.000 Juden von den Nazis ermordet worden seien.

Als diese Aussagen öffentlich bekannt wurden, bekräftigten zahlreiche Hirten der katholischen Kirche bis hinauf zum Papst, dass diese ausdrückliche Leugnung des Holocaust niemals hingenommen werden könne. Bischof Williamson wurde – auch von Seiten der Priesterbruderschaft, der er angehört – offiziell aufgefordert, seine Aussagen zu widerrufen.

Damit die Mitglieder der Priesterbruderschaft Pius X. tatsächlich in den Schoß der katholischen Kirche zurückkehren können, müssen sie auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes das Lehramt der Päpste und das Zweite Vatikanische Konzil anerkennen.

Wir veröffentlichen die Erklärung von Williamson in einer eigenen Übersetzung.

***
Erklärung

Der Heilige Vater und mein Oberer, Bischof Bernard Fellay, haben mich ersucht, die Bemerkungen, die ich vor vier Monaten gegenüber dem schwedischen Fernsehen gemacht habe, neu zu überdenken, da deren Folgen sehr schwerwiegend gewesen sind.

In Anbetracht dieser Folgen kann ich wahrheitsgemäß sagen, dass es mir leid tut, diese Bemerkungen gemacht zu haben, und dass ich sie nicht gemacht hätte, wenn ich im Vorhinein um den ganzen Schaden und den Schmerz gewusst hätte, die diese verursachen würden, besonders der Kirche, aber ebenso den Überlebenden und den Verwandten der Opfer der Ungerechtigkeit unter dem Dritten Reich.

Im schwedischen Fernsehen habe ich nur die Meinung (… „Ich glaube“, … „Ich glaube“…) eines Nicht-Historikers geäußert, eine Meinung, die sich vor 20 Jahren auf Grundlage der damals verfügbaren Beweise herausgebildet hat und seither selten in der Öffentlichkeit geäußert worden ist. Nichtsdestoweniger haben mich die Ereignisse der letzten Wochen und der Rat von älteren Mitgliedern der Bruderschaft des hl. Pius X. von meiner Verantwortung für die verursachten großen Schwierigkeiten überzeugt. Ich bitte alle, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrüstet haben, vor Gott um Vergebung.

Wie der Heilige Vater gesagt hat: Jeder Akt ungerechter Gewalt gegen auch nur einen Menschen verletzt die gesamte Menschheit.

+ Richard Williamson
London, 26. Februar 2009

[ZENIT-Übersetzung des englischen von der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei veröffentlichten Originals]

Unser Kommentar:
Sehr geschickt gemacht und in bestmögliche Worte gefasst von Bischof Williamson! Vor allem auch der letzte Satz ist brillant ausgewählt. Er kann nämlich und muss auch auf ihn selbst bezogen werden, auf die „ungerechte Gewalt“, die ihm – auch verbal – angetan worden ist und vielleicht oder höchstwahrscheinlich auch in Zukunft noch angetan werden wird; denn mit dieser Entschuldigung hat Bischof Williamson keineswegs „seine Aussage zurückgenommen“ oder seine Zweifel an der Richtigkeit der „offiziellen“ Holocaust-Darstellung revidiert. Aber er kann jetzt, nach dieser Entschudigung, in größerer Ruhe „die heute verfügbaren Beweise“ à fond studieren und dann, vielleicht nach Monaten oder Jahren, mit seinen erudierteren Kenntnisse an die Öffentlichkeit treten. Mittlerweile tun wir selber gut daran, uns nicht nur über die „amtliche“ Version des Holocausts ins Bild zu setzen, sondern auch über die Dokumentationen der „serösen Revisionisten“. Denn – wie heißt das Weisheitswort: Audietur et altera pars!

Hier ein paar Links zu unseres Erachtens seriösen Revisionisten, bzw. zu Seiten, die Bischof Williamson unterstützen:

Überdies festhaltenswert:

Updates:

Posted in Juden, Judentum | Verschlagwortet mit: , , , , | 4 Comments »

Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter

Posted by deislam - 13. Februar 2009

Zitat von Radio Vatikan: 12/02/2009 12.56.02

Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar gestärkt daraus hervorgehen.“ Diese versöhnlichen Worte sprach an diesem Donnerstag eine hochrangige jüdische Delegation vor Papst Benedikt XVI. im Vatikan aus. Das Kirchenoberhaupt seinerseits wiederholte, dass die Kirche „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet ist, allen Antisemitismus zurückzuweisen“. Auch zur Shoah selbst fand der Papst abermals deutliche Worte: „Der Hass und die Menschenverachtung“, die ihr deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“ Es sei „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“ Beide Seiten sprachen auch von der bevorstehenden Visite Papst Benedikts im Heiligen Land: „Das gelobte Land erwartet Ihre Ankunft“, so der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier.

„Shalom, Eure Heiligkeit!“ Das setzte den Ton bei dieser Audienz, die man – nach dem Trubel der letzten Wochen – durchaus als historisch werten kann. Wie schon nach der Aufregung über die Karfreitags-Fürbitte war es wieder der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier, ein gebürtiger Österreicher, der dem Papst Gesprächsbereitschaft signalisierte – in einem „kritischen Moment für katholisch-jüdische Beziehungen“, wie er selbst sagte.

„Für einen Holocaust-Überlebenden waren das schmerzhafte und schwierige Tage“, so Schneier. „Wir waren siebzig Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit einer Leugnung des Holocaust konfrontiert, und das sogar aus dem Mund eines Bischofs der Piusbruderschaft.“ Der Rabbiner sprach den Papst direkt an: „Wir haben doch beide das Toben dieses Krieges erlebt – Tod, Leiden und Zerstörung. Die Shoah hat das Leben von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern gefordert, darunter meine eigene Familie in Auschwitz und Theresienstadt.“ Joseph Ratzinger war in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs minderjähriger Flakhelfer, einmal nicht weit vom KZ Dachau im Einsatz; beim Reichsarbeitsdienst an der ungarischen Grenze sah er einen Todesmarsch Budapester Juden vorbeiziehen. Schneier, ein paar Jahre jünger, war vor Kriegsausbruch von Wien nach Budapest geflohen; er überlebte und wanderte zwei Jahre nach Kriegsende in die USA aus.

„Eure Heiligkeit, wir und so viele andere, die die Unmenschlichkeit gesehen haben, die Menschen einander angetan haben – wie könnten wir nicht protestieren, wenn jemand den Holocaust leugnet? Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben. Danke, dass Sie unseren Schmerz und unsere Beklemmung verstehen.“

Deutliche Worte im Vatikan. Schneier dankte dem Papst dafür, dass dieser am Mittwoch letzter Woche seine Solidarität mit den Juden erklärt und jeder Holocaust-Leugnung eine Absage erteilt hatte. Er dankte auch dafür, dass sich Benedikt wie sein Vorgänger Johannes Paul zur Konzilserklärung „Nostra Aetate“ bekennt, die für eine „Versöhnung zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“ stehe. Der Rabbiner warb dafür, die Erinnerung an den Holocaust in den Schulen wachzuhalten: Das „Nie wieder“ müsse den nächsten Generationen vermittelt werden.

„Wie die Juden in der Wüste nicht nur die zweiten Tafeln der Zehn Gebote mit sich trugen, sondern auch die ersten, zerbrochenen, so tragen auch wir mit uns die Erinnerung an Jahrhunderte der Verfolgung, Unterdrückung und Demütigung. Aber wir sind durch die Vergangenheit nicht gelähmt, sondern glauben weiter an den Hüter Israels.“ Rabbi Schneier nannte den Staat Israel, der vom Vatikan erst in den neunziger Jahren diplomatisch anerkannt wurde, als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ „Das Gelobte Land erwartet Ihre Ankunft.“

Dieser kleine Satz war nichts anderes als die wieder aufgerissene Tür zu einer Papstreise nach Israel. Schon länger war eine solche Visite für den Mai im Gespräch; jetzt deutet alles darauf hin, als wolle Papst Benedikt angesichts des Williamson-Skandals erst recht an dem Reiseplan festhalten. Rabbi Schneier endete mit einer optimistischen Note: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils; sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar stärker daraus hervorkommen… Möge Er, der für Frieden im Himmel sorgte, uns helfen, Friede auch auf Erden zu schaffen.“

Außer Rabbi Schneier hielt an diesem Donnerstag auch Alan Solow eine kleine Rede – er kommt aus Chicago, gilt als enger Vertrauter des neuen US-Präsidenten Barack Obama und steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze des Dachverbands der wichtigsten jüdischen US-Verbände. Auch Solow sprach von einem „kritischen Moment“ und „gespannten Beziehungen zwischen der Kirche und der jüdischen Gemeinschaft“: „Die Aufforderung des Heiligen Stuhls an Bischof Williamson, seine furchtbare Leugnung des Holocaust zurückzunehmen, war ein willkommener Schritt. Es muss immer wieder klargemacht werden, dass keine Art der Holocaust-Leugnung toleriert werden darf.“

Solow appellierte an den Papst, sich deutlich gegen Antisemitismus zu engagieren. „Die Geschichte lehrt uns, dass solche Intoleranz und solcher Hass alle mit in den Abgrund zu reißen drohen, wenn man ihnen nicht entgegentritt. Auf den alarmierenden Angriff auf eine Synagoge in Caracas folgte ein Überfall auf die Nuntiatur des Vatikans. Auch wenn das nicht direkt in Zusammenhang steht, zeigt es, dass wir alle solcher Aufwiegelei und solchem Extremismus zum Opfer fallen.“

Und auch Solow fand klare Worte zu einer möglichen Papstreise ins Heilige Land: “Wir begrüßen und unterstützen die geplante Reise Eurer Heiligkeit nach Israel. Die Menschen und Führer in Israel sehen ihr wie wir erwartungsvoll entgegen… Die wachsenden Versuche, den Staat Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren, sind sehr besorgniserregend. Eure Heiligkeit kann mithelfen, die Stimmen von Extremisten zurückzudrängen, die im Nahen Osten oder anderswo in der Welt zur Vernichtung Israels aufrufen oder die Terrorismus gegen seine Bürger fördern.“
Der Papst selbst dankte dann in seiner Ansprache für die deutlichen Worte von Rabbi Schneier und Herrn Solow. Es tue ihm immer gut, „etwas Zeit mit meinen jüdischen Freunden zu verbringen“, so Benedikt. Er erinnerte an seinen Besuch in der Synagoge von Köln kurz nach seinem Amtsantritt – und an seine Visite auf dem Gelände des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Mai 2006.
„Welche Worte können eine so tief bewegende Erfahrung adäquat wiedergeben? Als ich diesen Ort des Horrors betrat, diesen Schauplatz unermesslichen Leids, dachte ich an die unzählige Schar von Gefangenen, darunter so vielen Juden, die auf diesem Weg in die Gefangenschaft in Auschwitz und all den anderen Lagern geraten waren. Diese Kinder Abrahams hatten, kummervoll und erniedrigt wie sie waren, wenig mehr als den Glauben an den Gott ihrer Väter, um sie aufrecht zu halten – einen Glauben, den wir Christen mit euch teilen, unseren Brüdern und Schwestern.“
„Wie können wir auch nur annähernd das Monströse begreifen, was in diesen infamen Gefängnissen stattgefunden hat? Die ganze menschliche Rasse fühlt tiefe Scham angesichts der wüsten Brutalität, die sich damals an Eurem Volk gütlich hielt. Erlaubt mir, zu wiederholen, was ich bei dieser düsteren Gelegenheit sagte: Die Führer des Dritten Reichs wollten das ganze jüdische Volk vernichten, um es aus den Reihen der Völker dieser Erde auszulöschen.“
Auch Benedikt kam dann auf eine mögliche Reise nach Jerusalem zu sprechen. „Ich bereite eine Reise nach Israel vor, ein Land, das Christen wie Juden heilig ist, weil man dort die Wurzeln unseres Glaubens findet. Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das war – genauso wie die vom Papst letztes Jahr neuformulierte Karfreitagsfürbitte – ein Zitat aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Mit der Formulierung „Väter im Glauben“ variierte der Papst die berühmte Formel, die sein Vorgänger Johannes Paul beim Besuch der römischen Synagoge gefunden hatte. Der polnische Papst hatte dabei die Juden als die „älteren Brüder“ der Christen bezeichnet.
„Die zweitausendjährige Geschichte der Beziehungen zwischen Judentum und Kirche hat viele verschiedene Phasen erlebt, darunter einige schmerzvolle. Jetzt, wo wir uns in einem Geist der Versöhnung treffen können, sollten wir früheren Schwierigkeiten nicht erlauben, uns davon abzuhalten, dass wir einander die Hand der Freundschaft reichen. Und wo gäbe es denn auch eine Familie, in der es nicht zu irgendwelchen Spannungen kommt?“

Der Papst nannte die Konzils-Erklärung „Nostra Aetate“ einen „Meilenstein auf unserem Weg zur Versöhnung“. „Die Kirche ist zutiefst und unwiderrufbar darauf verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen und weiter gute, dauerhafte Beziehungen zwischen unseren zwei Gemeinschaften aufzubauen. Wenn es ein Bild gibt, das diese Verpflichtung ausdrückt, dann ist es Johannes Paul II. an der Klagemauer in Jerusalem, der Gott um Vergebung bittet für alle Ungerechtigkeit, die das jüdische Volk erlebt hat.“

„Ich mache mir sein Gebet zu eigen: Gott unserer Väter, du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, um deinen Namen zu allen Nationen zu tragen. Wir sind tief betrübt über das Verhalten derer, die im Lauf der Geschichte diesen deinen Kindern Leid zugefügt haben. Wir bitten dich um Vergebung, und wir verpflichten uns selbst zu wahrer Brüderlichkeit mit dem Volk des Bundes.“

Noch einmal fand der Papst klare Worte zum Holocaust: „Der Hass und die Menschenverachtung, die in der Shoah deutlich wurden, waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit. Das sollte jedem klar sein – vor allem jenen, die in der Tradition der Heiligen Schrift stehen… Es ist über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Die Shoah muss eine Warnung an alle sein, nicht zu vergessen, nicht zu verneinen und nicht zu verkleinern… Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“

Zu Recht sei Erinnern auch „memoria futuri“, also ein Warnzeichen für die Zukunft, so Papst Benedikt. Die Menschheit müsse alles tun, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern. Er bete darum, dass die Erinnerung an den Holocaust „unsere Entschlossenheit stärkt, die Wunden zu heilen, die zu lange die Beziehungen zwischen Christen und Juden schmerzvoll gemacht haben.“

Es war eine große Rede des Papstes, eine Audienz der deutlichen Worte – und ein klares Signal, dass der Vatikan aus dem Fall Williamson seine Lehren gezogen hat. Auch die Türen zu einer Papstreise nach Israel sind an diesem Donnerstag für alle sichtbar aufgesprungen. Rabbi Schneier berichtete nach der Audienz vor Journalisten, er habe dem Papst auch noch etwas auf deutsch gesagt: „Ich habe die Sonne gebracht.“ Damit meinte er nicht nur das Wetter.
(rv 12.02.2009 sk)

Unser Kommentar:
Ja, „der Hass und die Menschenverachtung“, die in ihr (der Shoah) deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“
Nein, die Kirche ist nicht „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen“; das haben wir bereits mit notwendiger Differenzierung erläutert.
Ja, es ist „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist“, wenn unter „Leugnung“ und „Minimierung“ die Negierung oder Minderung der Abscheulichkeit, der Verwerflichkeit dieses Verbrechens gemeint ist. Nein, wenn darunter die „Leugnung“ oder „Minimierung“ gewisser „technischer“, „materieller“, „sachlicher“, „numerischer“, also nicht moralischer Aspekte verstanden wird.
Rabbi Arthur Schneier: „Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben.“ Wir haben bereits zuvor unser Veto eingelegt: Die Aussagen von Bischof Williamson kann man nicht als „Leugnung des Holocausts“ interpretieren. Aber man tut es, weil man seine Kritik und abweichende „Überzeugung“ zu einem Verbrechen hochstilisieren und dann dazu benutzen will, um ihm, und mit ihm allen, die ähnlich wie er ihre Zweifel haben an und Vorbehalte gegenüber der Richtigkeit der „allgemein“ oder doch „mehrheitlich“ rezipierten Darstellung der Shoah, „nicht zu vergeben„. So wird die ganze Menschheit dazu gezwungen, das abscheuliche Naziverbrechen von vor 70 Jahren präzise so und nur so wie es von der „veröffentlichten Mehrheitsmeinung“ festgeschrieben ist, zu glauben und zu bekennen. Und wer es dennoch wagt, diesem Diktat nicht zu entsprechen, der tut dann eben etwas, was nicht vergeben, nicht verziehen werden kann: etwas Unverzeihliches. Wer nun dem aber zustimmt, der vergeht sich gegen das Gebot GOTTES der absoluten Vergebungs-Pflicht. Wer nicht verzeihen kann und will, dem wird auch von GOTT nicht verziehen werden.
Rabbi Schneier nennt den Staat Israel als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ Das ist ein mittlerweile weit verbreiteter Glaube unter Juden und Christen. Aber er ist eine verhängnisvolle Illusion. Der Staat Israel ist (noch) nicht die „Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel“. Er kann es nicht sein. Denn es ist nicht GOTTES Geist, der den Juden eingehaucht, sie lebendig gemacht und wieder in ihr Land gebracht hat. Wäre es GOTTES Geist, dann müssten sie ja alle CHRISTEN (geworden) sein; sie müssten sich alle wie Saulus zu Paulus zu CHRISTUS bekehrt haben; denn GOTTES Geist ist der HEILIGE GEIST, die DRITTE PERSON DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Es gibt nicht einen Gottesgeist für die Juden und einen für die Christen. Es gibt keinen gesonderten Heilsweg für die Juden. Ihr (neuerdings so genannter) „Erster Bund“ ist der „Alte Bund“. Seit 2000 Jahren gibt es an seiner Stelle den „Neuen Bund“, den „Ewigen Bund“. Und das Bundesvolk ist demnach das neue, die KIRCHE, das REICH CHRISTI. Erst wenn die Juden aufhören, CHRISTUS in den Christen zu verfolgen („Saulus, Saulus, warum verfolgst du Mich?“ [Apg. 9, 4]), wenn sie erkannt haben werden, dass CHRISTUS ihr MESSIAS und ERLÖSER und GOTT VON GOTT ist, wird sich die Prophezeiung Ezechiels erfüllen. Damit „delegitimieren“ wir den Staat Israel nicht.
Rabbi Schneier: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Auch das ist eine Illusion. Die Grundlage(n) des Zweiten Vatikanischen Konzils sind alles anderes als solide. Sie werden noch gehörig erschüttert werden, wenn der wahre Geist GOTTES wieder „(auf)braust“!
Papst Benedikt: „Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das heutige „Volk Israel“ oder die heutigen Juden wären dann also „der gute Olivenbaum“? Und wir die Christen wären auf diese heutigen Juden als „wilde Äste“ aufgepfropft? Ziemlich abstrus und konfus, diese Theologie eines Papstes! Die heutigen Juden wären dann also das „Volk des [Ersten – wichtigen, entscheidenden, bleibenden, unkündbaren und ungekündigten] Bundes, und wir wären „das Volk des [Zweiten – nachrangigen, nebensächlichen, vorübergehenden] der „Aufpfropfung“! Wir glauben, der Papst täte gut daran, „etwas weniger Zeit mit seinen jüdischen Freunden zu verbringen“ und dafür umsomehr mit den katholischen Christen, die „in der Tradition der Heiligen Schrift UND DER KIRCHE ALLER ZEITEN stehen“.
Papst Benedikt: „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Ja, wenn unter „unserer Väter im Glauben“ „unserer Väter im (neutestamentlichen) christlichen Glauben und im (alttestamentlichen) Erwartungsglauben an Christus“ gemeint sind. Nein, wenn darunter (auch) der Glaube und das Bekenntnis der heutigen nachchristlichen Juden verstanden werden.

Posted in Antisemitismus, Benedikt XVI, Interreligiöser Dialog, Juden, Judentum, Nostra Aetate, Vatikan | Verschlagwortet mit: , , , , , | 1 Comment »

Kardinal Schönborn: Christen verbeugen sich vor ihren jüdischen Wurzeln

Posted by deislam - 27. Januar 2009

Aus ZENIT.org: ZG09012613 – 26.01.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-16939?l=german

Holocaust-Gedenktag: Christen verbeugen sich vor ihren jüdischen Wurzeln

Brief von Kardinal Schönborn an Oberrabbiner Eisenberg

WIEN, 26. Januar 2009 (ZENIT.org).- Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn hat dem Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg im eigenen Namen und im Namen aller anderen österreichischen Bischöfe aus Anlass des morgigen internationalen Holocaust-Gedenktags seine tief empfundene Anteilnahme im Hinblick auf das Schicksal der Opfer und der Überlebenden der Shoah bekundet.

Wie die Pressestelle der Erzdiözese Wien heute berichtete, bekräftigt Kardinal Schönborn in dem Schreiben: „Es ist beschämend und beängstigend, dass es immer noch Stimmen gibt, die öffentlich die Shoah leugnen und das Existenzrecht des jüdischen Volkes in Frage stellen.“ Der von den Nationalsozialisten in Gang gesetzte industrielle Massenmord an den jüdischen Menschen bleibe „eine schmerzliche Wunde und eine Schande Europas“. Auch Christen seien an diesem Großverbrechen beteiligt gewesen oder hätten „weggesehen“; es habe „Gerechte unter den Völkern“ gegeben, die unter Einsatz ihres Lebens jüdische Menschen retteten. „Aber es waren zu wenige.“

Ein Christ, der seinen Glauben ernst nehme, „kann sich nur in Dankbarkeit und Ehrfurcht vor den jüdischen Wurzeln des Christentums verbeugen – und vor den Menschen, die diese Wurzeln repräsentieren“, betont Kardinal Schönborn. Aus diesem Grund würden die christlichen Kirchen in Österreich seit einigen Jahren jeweils am 17. Januar einen „Tag des Judentums“ als Einbegleitung der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ begehen. Dieser Termin wolle das Bewusstsein „wach rufen und wach halten“, dass die ersehnte Einheit der Christen nur im Festhalten an den gemeinsamen Wurzeln im Judentum angestrebt und erbetet werden kann.

Viele Jahrhunderte hindurch seien sich die Christen dieser Tatsachen nicht bewusst gewesen, stellt Kardinal Schönborn fest. Nach der furchtbaren Katastrophe der Shoah hätten die Christen erkannt, dass auch sie Schuld auf sich geladen haben. „Die Erklärungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Päpste haben inzwischen allen Katholiken deutlich gemacht, dass die Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des Christentums auch die Zuneigung zum zeitgenössischen Judentum beinhaltet.“ Dies sei umso wichtiger in einer Zeit, in der die dramatischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten „immer wieder die Gefahr mit sich bringen, dass die alten antisemitischen Vorurteile in neuem Gewand ihre verderbliche Wirkung entfalten“.

Abschließend stellt Kardinal Schönborn fest: „Ich versichere Sie, sehr geehrter Herr Oberrabbiner, am Internationalen Holocaust-Gedenktag meines Gebets für die jüdischen Opfer und Überlebenden. Mein Gebet gilt auch dem Frieden im Heiligen Land. Mögen wir alle, Juden, Christen und Muslime, lernen, wie wir im Sinn von Gerechtigkeit für alle mit den Menschen in diesem Land solidarisch sein können.“

Unser Kommentar:
Wir sind Christen, katholische Christen, und wir sind es ganz. Und dennoch haben wir nicht „erkannt, dass auch wir (kollektiv) Schuld auf uns geladen haben“. Man kann doch nicht den Christen anlasten, was (viele) vereinzelte Christen Verfehltes, Sündhaftes tun. Die Katastrophe der Shoah, die in keiner Weise geleugnet werden soll, ist nicht durch Christen verursacht worden, sondern durch Un-Christen, nicht durch die Kirche, sondern durch Kirchen-Feinde. Das lässt sich gut nachweisen anhand von zeitgenössischen Dokumenten, z.B. der katholischen Zeitschrift „Ecclesiastica“, insbesondere anhand der Hefte vom 22. September 1934 bis 22. Dezember 1934. Die katholische Kirche hat sehr früh schon die Gefahren erkannt, die dem Nationalsozialismus Hitlers innewohnten und hat entschieden und deutlich in aller Öffentlichkeit Widerstand angemeldet. Hitler war aber ein raffinierter Heuchler und Betrüger. Das Reichskonkordat war eine Frucht seiner Verstellungskünste. Der Vatikan hat da (aus heutiger Sicht) den schwerwiegenden Fehler gemacht, dass er dem Verbot politischer Betätigung für Kleriker zugestimmt hat. In solch turbulenten Zeiten ist es erst recht wichtig, dass die Geistlichkeit sich zum politischen Geschehen ungehindert äußern kann. Sie hat ja die Aufgabe, das Volk zu führen und zu leiten und darf sich niemals auf den geistlichen Bereich zurückziehen und das politische Geschehen den Nicht-Kirchlichen, ja sogar den Kirchen-Feinden überlassen. Das kam dann auch faktisch einer totalen Trennung von Kirche und Staat gleich. Die katholische Kirche hat aber den Auftrag des HERRN, das REICH GOTTES im Staat und für den Staat zu errichten. Die christliche Religion muss alle Bereiche durchdringen, auch alle sogenannt „weltlichen“; denn CHRISTUS WILL UND MUSS HERRSCHEN!

Kann ein Christ, der seinen Glauben ernst nimmt, „sich nur in Dankbarkeit und Ehrfurcht vor den jüdischen Wurzeln des Christentums verbeugen – und vor den Menschen, die diese Wurzeln repräsentieren”? Gewiss, wenn man unter „jüdischen Wurzeln des Christentums“ Gottes Heilstaten an und mit seinem Bundesvolk, die Hinterlassenschaften der  Patriarchen und Propheten und aller Gerechten des Alten Bundes und sie selbst versteht. Die Menschen, die diese Wurzeln repräsentieren sind nicht die heutigen Juden, sondern die Juden, die vor Christus an den VERHEISSENEN CHRISTUS glaubten und die Juden, die nach Christus CHRISTEN geworden sind. Das sind z.B. sämtliche Apostel Christi, das ist die Heiligste Jungfrau Maria, der heilige Joseph, der heilige Völkerapostel Paulus, das sind die jüdischen heiligen Männer und Frauen. Das sind z.B. Joachim und Anna, Zacharias und Elisabeth, Johannes der Täufer. Die heutigen Juden und alle Juden, die seit Jesus Christus bewusst nicht Christen werden woll(t)en, repräsentieren die un- und irrgläubigen Juden, die fleischlichen, nicht geistlichen Nachkommen Abrahams. Vor diesen können wir, die wir unseren Glauben ernst nehmen,  uns also nicht verbeugen. Wer dies aber tut, wie ein Kardinal Schönborn, der beweist damit, dass er seinen Glauben nicht ernst nimmt. Die „Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des Christentums“ kann und darf eben gerade nicht „auch die Zuneigung zum zeitgenössischen Judentum beinhalten“, sondern muss uns immer wieder bewusst machen, dass dieses aktuelle Judentum das von JESUS CHRISTUS VERURTEILTE JUDENTUM ist. Es ist und bleibt das ANTI-CHRISTLICHE Judentum, die ERZFEINDIN DER KIRCHE CHRISTI. Was die katholische Kirche seit dem II. Vatikanum mit ihrem Dialog mit dem Judentum tut, ist ein Beschreiten eines Neu- bzw. Irr-Weges in krankhafter Verblendung. Es scheint noch einiges an Erschütterungen zu brauchen, bis Papst und Bischöfe merken, dass sie sich damit in eine Falle des Teufels manoevriert haben. Die Greueltaten der Nationalsozialisten an den Juden kann und muss man dennoch in aller Klarheit verurteilen. Falsch aber und „beschämend und beängstigend“ ist es, beim bald schon obsessiv werdenden Gedenken daran immer die Christen mit zu beschuldigen und statt die Christen gegenüber jüdischen Anfeindungen zu verteidigen, sie quasi per Kirchengebot noch zu verpflichten, den Juden, diesen Widerstreitern Christi und damit GOTTES,  Dankbarkeit und Ehrfurcht und Zuneigung zu bezeigen.

Posted in Österreich | Verschlagwortet mit: , , , | 4 Comments »

 
%d Bloggern gefällt das: