ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Archive for the ‘Nostra Aetate’ Category

Juden und Christen teilen gemeinsames biblisches Erbe, meint Erzbischof Zollitsch

Posted by deislam - 12. September 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10090906 – 09.09.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-21301?l=german

Grußwort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch

BONN, 9. September 2010 (ZENIT.org/dbk.de).- Wir veröffentlichen das Grußwort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zum heutigen jüdischen Neujahrfest (Rosch haSchanah).
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שנה טובה!
Schanah tovah!

Sehr geehrte jüdische Schwestern und Brüder!

In diesen Tagen bereiten Sie sich auf das Neujahrsfest vor, mit dem das Jahr 5771 jüdischer Zeitrechnung beginnt. Zum Neuen Jahr übermittle ich Ihnen im Namen der Deutschen Bischofskonferenz und auch persönlich meine herzlichen Glück- und Segenswünsche. Möge Gott Ihnen und ganz Israel inneren und äußeren Frieden schenken!

Mit dem Neujahrsfest beginnen für Sie die Hohen Feiertage, die ganz im Zeichen von Umkehr und Versöhnung stehen. In den Gebeten und Lesungen der Liturgie werden die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes gegenüber Israel und den Völkern in Erinnerung gerufen. In diesen Tagen der Besinnung ziehen Sie eine Bilanz des vergangenen Jahres, bedenken Sie die Ereignisse und Entwicklungen im Lichte des göttlichen Gerichts, um schließlich mit Gott und dem Nächsten versöhnt den Herausforderungen des neuen Jahres begegnen zu können.

Umkehr ist ein Schlüsselwort im biblischen Verständnis des Menschen. In seiner Lehrrede (Kap. 18) zeigt der Prophet Ezechiel, dass wir zwar nicht die Taten der Vergangenheit ungeschehen machen und ihre Wirkungen nicht einfach aufheben können. Aber unsere vergangenen Taten müssen nicht schicksalhaft unseren weiteren Lebensweg bestimmen. Gott hat uns vielmehr die Einsicht gegeben, unser Handeln moralisch zu bewerten, und die Kraft verliehen, dieser Einsicht gemäß unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Dabei verändern wir auch uns selbst, schaffen uns „ein neues Herz und einen neuen Geist“, wie es Ezechiel am Ende seiner Lehrrede ausdrückt.

Umkehr bestimmt auch das Verhältnis der Kirche zur jüdischen Gemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten. Nach vielen Jahrhunderten der Missverständnisse und der Vorurteile, der versteckten und oft auch offenen Feindschaft gegenüber den Juden hat die katholische Kirche mit der Konzilserklärung Nostra aetate einen „unwiderruflichen Weg des Dialogs, der Brüderlichkeit und der Freundschaft eingeschlagen“, wie Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch der römischen Synagoge am 17. Januar 2010 hervorhob.

Wir wissen, dass es vielen Juden nicht leicht fiel, nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrhunderte und vor allem nach der Schoah das Angebot des Dialogs anzunehmen. Umso dankbarer sind wir, dass in den vergangenen Jahrzehnten auf vielen Ebenen freundschaftliche Bande geknüpft werden konnten. Auf lokaler Ebene sind viele gemeinsame Aktivitäten entstanden. In kirchlichen Akademien und Bildungshäusern, auf Katholikentagen oder im Religionsunterricht haben die Themen des christlich-jüdischen Dialogs mittlerweile einen festen Platz. In diesen zahlreichen Begegnungen und in der Zusammenarbeit haben wir Christen das gemeinsame biblische Erbe neu entdeckt und den intellektuellen und spirituellen Reichtum des nachbiblischen Judentums kennen gelernt.

Auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz führen wir regelmäßig Gespräche mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland und mit Vertretern der beiden Rabbinerkonferenzen. In diesen Gesprächen konnten auch schwierige Themen in gegenseitigem Respekt und wechselseitiger Wertschätzung erörtert werden. Auch dafür sind wir dankbar.
Ich versichere Ihnen, dass wir auch in Zukunft den Dialog und die Freundschaft von Christen und Juden nach Kräften fördern werden. Wir wollen Gemeinsames zum Ausdruck bringen, ohne Unterschiede außer Acht zu lassen. Ein aufrichtiger Dialog setzt den Respekt vor dem anderen voraus. Deshalb werden wir auch zukünftig gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus eintreten und der Leugnung der Schoah entschieden widersprechen.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den kommenden Tagen der Besinnung die Treue Gottes im Gebet und in der Gemeinschaft erfahren, und grüße Sie herzlich

Ihr
Dr. Robert Zollitsch
Erzbischof

Unser Kommentar:
Das Christentum hat vom „nachbiblischen Judentum“ nichts zu lernen und in ihm nichts zu entdecken. Da findet es nur missverstandenes, missratenes, verirrtes, verführtes, unerleuchtetes, verfälschtes, falsches „Judentum“. Das echte, von Gott inspirierte, behütete und geführte wahre Judentum findet man nur in der Kirche CHRISTI, im Neuen Israel, im Neuen Jerusalem. Das sollte eigentlich einem Bischof und Erzbischof klar sein. Aber nein, es darf offensichtlich nicht sein. Die meisten unserer Prälaten sind diesbezüglich mit Blindheit geschlagen. Sie haben „Wertschätzung“ für Unwertes, sie suchen „Gemeinsames“, wo es solches gar nicht geben kann, und pflegen nach Kräften Freundschaft mit denjenigen, die es sich verbitten, missioniert zu werden für Christus, für GOTT! „Er kam in Sein Eigentum, doch sie nahmen Ihn nicht auf“! Sie nehmen Ihn auch jetzt nicht auf, und Bischöfe wie Zollitsch stellen Ihn ihnen nicht einmal mehr als ihren alleinigen, einzigen Retter und Erlöser vor, ja sie stärken und bekräftigen, verhärten sie noch in ihrer Christus-Ablehnung und -Feindschaft. Sie werten das (nachbiblische) Judentum auf und das Christentum damit ab. Sie betrachten sie als ihre Schwestern und Brüder und segnen sie und wünschen ihnen Gottes Frieden, während sie oft nur Verachtung haben für ihre traditionsverbundenen Glaubensgeschwister, für jene, die nicht der Ansicht sind, dass die Kirche während vielen Jahrhunderten Missverständnisse und Vorurteile gegenüber den Juden gehabt habe, die auch heute noch felsenfest davon überzeugt sind, dass der HEILIGE GEIST Seine Gläubigen nicht jahrhundertelang irregeführt hat.  Wie sie sich doch täuschen, diese „Ober-Hirten“, die in Wirklichkeit Mietlinge und Verräter sind! Ihr vermeintlich „unwiderruflicher Weg des Dialogs, der Brüderlichkeit und der Freundschaft“ wird von CHRISTUS sicher in Bälde „widerrufen“ werden. Darauf sollen sie sich gefasst machen!

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Das neue Super-Dogma der konzils-katholischen Kirche

Posted by deislam - 27. Februar 2009

Spätestens seit dem „Tsunami“, den Bischof Richard Williamson FSSPX mit seinen Aussagen zum Holocaust ausgelöst hat, gibt es in der „katholischen“ Kirche ein neues Dogma. Und zwar ein Dogma, das alle übrigen blass und verschwommen und unwichtig oder gar obsolet erscheinen lässt daneben. Eben ein „Super-Dogma“. Und dieses wichtigste aller Dogmen lautet: „Es ist inakzeptabel, dass jemand Mitglied der katholischen Kirche ist, der den Holocaust leugnet. Es kann nur jemand Mitglied der katholischen Kirche sein, der das Judentum anerkennt.“ (Dekan Dr. Pius Angstenberger unter Bischof Gerhard Fürst, Rottenburg-Stuttgart). Bischof Maurice Gardes (Auch, Frankreich) formulierte es gegenüber der Tageszeitung „La Croix“ so: „Man kann nicht Christ sein und gleichzeitig die Vernichtung von sechs Millionen Juden leugnen„. Und der Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, hat bei einer Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag die Äußerungen Williamsons als „menschenverachtend“ und als „Gotteslästerung“ bezeichnet. Williamson stehe damit außerhalb der katholischen Kirche. Und das gipfelt beim Direktor des vatikanischen Presseamtes, P. Lombardi SJ, in einem Editorial für „Radio Vaticana“ in diesem Verdikt: „Wer die Shoah leugnet, weiß weder etwas vom Geheimnis Gottes, noch etwas vom Kreuz Christi. Umso schwerwiegender ist es, wenn die Verneinung aus dem Mund eines Priesters oder Bischofs kommt, das heißt von einem christlichen Würdenträger, sei er in Einheit mit der katholischen Kirche oder nicht.“ Und Papst Benedikt XVI. bezeugt und beglaubigt das alles einschlussweise: „Es steht außer Frage, daß jede Verleugnung oder Schmälerung dieses schrecklichen Verbrechens untragbar und ganz und gar inakzeptabel ist. Kürzlich habe ich in einer Generalaudienz noch einmal bekräftigt, die Shoah müsse »eine Mahnung [sein] gegen das Vergessen, gegen die Leugnung oder die Verharmlosung. Denn Gewalt, die gegen einen einzigen Menschen ausgeübt wird, wird gegen alle verübt«.“ Und Erzbischof Zollitsch: „Ich begrüße die heutige Erklärung von Kardinal Tarcisio Bertone zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft. Sie gibt Klarheit und zeigt, dass für Leugner des Holocaust kein Platz in der katholischen Kirche ist. Der Va­tikan hat unmissverständlich klar gemacht, dass er jede Form von Antisemitismus ver­urteilt. Darauf und an die Verpflichtung, die Shoah niemals aus der Erinnerung zu löschen, hatte Papst Benedikt XVI. bereits deutlich am vergangenen Mittwoch hingewie­sen.“ Und Kardinal Lehmann fordert den Ausschluss (die Re-Exkommunikation) des „Holocaustleugners“, wenn er bei seinen Aussagen bleibe.

Nun ist da vorerst einmal einiges zu klären: „Holocaust“ und „Shoah“ sind zwei Begriffe, die sich auf das Gleiche beziehen. „Holocaust-Leugnung“ und „Shoah-Leugnung“ sagt also das Nämliche aus. Was darunter heute „offiziell“ verstanden wird, kann man im betreffenden (auffällig sehr umfangreichen!) Wikipedia-Artikel nachlesen. Es gibt auch noch einen separaten Wikipedia-Artikel zum Stichwort „Holocaustleugnung„. Die Leugnung des Holocausts wird dort wie folgt umschrieben: „Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Bestreiten und weitgehende Verharmlosen des Holocaust. Dabei wird gegen gesichertes historisches Tatsachenwissen behauptet, der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen.“ Des weiteren gibt es einen Wikipedia-Eintrag unter „Gesetze gegen Holocaustleugnung“ (siehe dazu die Gesetzestextfassung unter ‚Deutschland‘).

Wir müssen uns nun fragen: Hat Bischof Richard Williamson mit seinen Aussagen behauptet, „der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen“? Hat er bestritten, dass den Holocaust gab? Hat er den Holocaust „verharmlost“? Hat er sich der „Volksverhetzung“ schuldig gemacht? Hat er die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangenen Handlungen gebilligt, geleugnet oder verharmlost? Hat er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft gebilligt, verherrlicht oder gerechtfertigt? Auf alle diese Fragen muss man doch, wenn man aufrichtig ist, eindeutig mit NEIN antworten. Bischof Williamson hat in dem inkriminierten Interview den Holocaust als solchen überhaupt nicht geleugnet, sondern er hat nur die „historische Evidenz“ bestritten, dass 6 Millionen Juden vergast worden seien und dass überhaupt ein Jude in „Gaskammern“ vergast worden sei. Und er sagte, dass die „ernsthaftesten Revisionisten“ (aus ihren Untersuchungen) schlössen, dass zwischen 200000 und 300000 Juden in den Konzentrationslagern umgekommen seien, aber nicht einer in Gaskammern. Und dazu zitiert er Fred Leuchter als Experten von Gaskammern. Das kann man doch einfach nicht gleichsetzen mit einer „Leugnung“ oder „Verharmlosung“ oder gar „Billigung“ der Nazi-Verbrechen an den Juden. Es gibt nun einmal zuhauf bis heute Unbewiesenes und wohl auch fernerhin Unbeweisbares in diesem ganzen Geschehen. Es ist nicht alles Festgeschriebene „gesichertes historisches Tatsachenwissen“!

Dass die Juden darauf drängen, dass die Shoah in ihrer ganzen Schrecklichkeit nicht in Vergessenheit gerät, ist verständlich. Und dass die Juden ein Interesse daran haben, dass auch schon das Bezweifeln eines für sie wichtigen Aspekts dieser Entsetzlichkeit zwecks Abschreckung als außerordentlich schlimme Straftat geahndet wird, ist logisch. Dass aber die katholische Kirche mit ihrem Episkopat und Papst noch das Ihre dazu beiträgt, aus Äußerungen, wie sie Bischof Williamson oder Pater Abrahamowicz gemacht haben, eine „Holocaust-LEUGNUNG“ zu konstruieren, um sie damit wie Häretiker, ja Gotteslästerer und Schwerverbrecher aus der Kirche ausschließen = exkommunizieren zu können, ist der Beihilfe zur Zerstörung des Christentums  und der katholischen Kirche  durch das jüdische Antichristentums zuviel. Die Kirchenführung ist sich offenbar gar nicht bewusst, was sie mit solchem Tun auslöst. Das mehr als 1000-seitige Werk von Maurice Pinay „Complot Contra la Iglesia“ (online) „The Plot against the Church“ (siehe auch Maurice Pinay Blog) („Verschwörung gegen die Kirche„, 3 Bände) (2000 ans de complot contre l’Eglise, 2 Bände) könnte ihnen (auch – oder erst recht – 46 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung) eventuell noch helfen, sich ihres (Hoch-)Verrats an JESUS CHRISTUS und SEINER KIRCHE mit Schrecken bewusst zu werden.

Siehe auch:

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Nostra Aetate und die jüdische Religion

Posted by deislam - 20. Februar 2009

Zitat aus „Nostra Aetate„: (Siehe auch unseren Beitrag: „Konzilserklärung „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“)

Die jüdische Religion

4. Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist.

So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden.

Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach (Gal 3,7) in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind (Röm 11,17-24). Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat (Eph 2,14-16). Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß “ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt” (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria.

Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben.

Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt (Lk 19,44), und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt (Röm 11,28). Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich (Röm 11,28-29). Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm “Schulter an Schulter dienen” (Soph 3,9) (Jes 66,23; Ps 65,4; Röm 11,11-32).

Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode     die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (Joh 19,6), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.

Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.

Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.

Unser Kommentar:

Es geht hier also um „die jüdische Religion“. Und was ist damit gemeint? Natürlich die „Religion“ derjenigen Juden, die JESUS CHRISTUS als (den verheißenen) Messias, als ERLÖSER, als GOTTES SOHN, als GOTT (auch heute noch) ablehnen, die Sein Heilsangebot (auch heute noch) ausschlagen und als Folge davon Sein REICH, Seine HERRSCHAFT, die Kirche, das neue Volk Gottes, bekämpfen. Es geht also um Christus- und damit Gottes- und Kirchen-Feinde. Und es geht um eine Christus-, GOTTES- und kirchenfeindliche „Religion“.
Sind diese Juden „mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden“? Nein! Sie sind, wie die Muslime, nur „fleischlich“ mit ihm verbunden, während tatsächlich „alle Christgläubigen, und nur sie, Söhne (Kinder) Abrahams dem Glauben nach sind (Gal 3,7).
Kann die Kirche, „das Volk des Neuen Bundes“ mit diesen Juden, die nicht mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden sind, geistlich verbunden sein? Nein! Das neue Volk Gottes kann geistlich nur verbunden sein mit den CHRIST-gläubigen Juden, mit jenen des Alten Bundes also, die echt und wahr und treu an den verheißenen Messias glaubten, und mit jenen des Neuen Bundes, die echt, wahr und treu an CHRISTUS glaub(t)en, die sich taufen ließen und damit „aus dem Lande der (geistigen) Knechtschaft ausgezogen“ sind.
Die Kirche, das neue Volk Gottes, hat also „die Offenbarung des Alten Testamentes“ nicht von diesen Juden empfangen, die CHRISTUS verleugneten. Und sie wird „genährt von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schösslinge eingepfropft sind“, also nur von jenen Juden, die „Kinder Abrahams dem Glauben nach“ sind, wie die Patriarchen, Moses und die Propheten. Aber sie wird nur auch von dieser Wurzel genährt. Niemals ausschließlich. Viel mehr und entscheidend genährt wird die Kirche direkt von JESUS CHRISTUS, dem GOTT-MENSCHEN (dem Sohn der Jungfrau Maria, der nur dem Fleische nach von den Juden, vom „guten Ölbaum“, abstammt) und von dem von IHM bis zum Ende der Welt gesandten HEILIGEN GEIST, dem göttlichen Geist, der vom Vater und vom Sohne ausgeht. Der heilige Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer, Kapitel 9, Verse 4-5: „Sind sie (meine Stammesgenossen dem Fleische nach) doch Israeliten, denen die Gotteskindschaft zuteil geworden ist und die Herrlichkeit und der Bund und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen. Ihnen gehören die Väter an, und aus ihnen stammt dem Fleische nach der Messias, der GOTT ist, über allem, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.“ Er schreibt dann aber auch: „Denn nicht alle, die aus Israel sind, sind Israeliten. Noch sind alle Kinder, welche Nachkommen Abrahams sind.“ (Röm. 9, 7) Die christusfeindlichen und damit gottfeindlichen Juden sind also keine echten „Israeliten“ und keine „Kinder Abrahams“. Aus diesen stammen also auch nicht „die Apostel, die Grundfesten und Säulen der Kirche wie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben“. Denn diese haben „die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkannt und das Evangelium nicht angenommen, ja haben sich seiner Ausbreitung widersetzt. Diese Juden sind keineswegs „um der Väter willen immer noch von Gott geliebt“, sondern nur jene, die nach göttlicher Vor(her)sehung den Glauben an CHRISTUS annehmen (werden). Man vergleiche dazu Paulus im ersten Brief an die Thessaloniker, 2. Kapitel, 14-16: „Ihr seid ja, meine Brüder, Nachahmer geworden der Gemeinden Gottes, die in Judäa sind in Christus Jesus; denn ihr habt von euren Landsleuten dasselbe erdulden müssen, was jene von den Juden. Diese haben sogar den Herrn Jesus und die Propheten getötet und uns verfolgt. Sie missfallen Gott und sind allen Menschen feind. Sie wollen uns wehren, den Heiden zu predigen, dass sie des Heiles teilhaftig werden. So häufen sie immerfort Sünde auf Sünde. Aber schon ist Gottes Zorn über sie gekommen in vollem Maße.“ Und ebenso: Apokalypse 3,9: „Siehe, Leute aus der Synagoge Satans führe ich zu dir, Leute, die sich Juden nennen – doch sie sind es nicht, sondern lügen.“ Paulus hatte vor seiner Bekehrung auch zu diesen gehört: Galater 1,13-14: „Ihr habt ja von meinem einstigen Wandel im Judentum gehört: ich verfolgte die Kirche Gottes über die Maßen und suchte sie zu vernichten. Vor vielen meiner Altersgenossen in meinem Volke tat ich mich zuvor in meiner Leidenschaft für das Judentum und zeigte mich als übertriebenen Eiferer für die Überlieferungen meiner Väter.“
Diesen widerspenstigen, verstockten, eifernden Juden gilt, was JESUS nach Johannes 8, 37-47 spricht: „Ich weiß, dass ihr Kinder (Nachkommen) Abrahams seid. Allein ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort in euch erfolglos bleibt. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, ihr aber tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Da erwiderten sie: Unser Vater ist Abraham. Jesus sprach darauf: Wenn ihr Kinder Abrahams seid, so tuet auch Abrahams Werke. Jetzt wollt ihr mich töten, mich, der ich euch doch die Wahrheit verkündet habe, die ich von Gott gehört. So etwas hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie: Wir sind nicht im Ehebruch geboren. Wir haben Einen Vater, Gott. Darauf Jesus: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr doch mich lieben. Ich bin von Gott ausgegangen und gekommen. Nicht bin ich von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr habt den Teufel zum Vater, und die Begierden eures Vaters wollt ihr erfüllen. Er war von Anfang an ein Menschenmörder und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil in ihm keine Wahrheit ist. Wenn er Lügen redet, redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. Wenn aber ich die Wahrheit rede, so glaubt ihr mir nicht. Wer aus euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort. Darum hört ihr es nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.“ Diese Juden also, die nicht auf Gottes Wort hören wollten, „die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern“ waren es auch, die „auf den Tod Christi gedrungen haben“. Und diesen Juden muss man „die Ereignisse seines Leidens (und Sterbens) zur Last legen“. Und den heutigen Juden? Sicher all jenen heutigen Juden, die sich bewusst und überlegt GEGEN Jesus Christus stellen. Aber selbstverständlich haben auch die übrigen Menschen, die Gottes Wort nicht hören (wollen), Anteil, Schuld an den „Ereignissen seines Leidens (und Sterbens)“. Und ALLE (nicht nur die Juden), die wissentlich und willentlich in dieser Ablehnung des ERLÖSERS bis zum Tode verharren, werden von Gott „verworfen und verflucht“. Das ist „aus der Heiligen Schrift zu folgern“ und „steht mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi im Einklang“. Das Gegenteil nicht!
Die Kirche hat also mit den christusfeindlichen Juden „kein gemeinsames Erbe“, sondern nur mit den christusgläubigen Juden. Wenn „Antisemitismus“ Judenfeindlichkeit besagen soll, dann ist die Kirche, sind die Glieder der Kirche „antisemitisch“ gegenüber jenen „Juden, die keine Juden sind“, sondern Anti-Christen, die die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkennen und das Evangelium nicht annehmen, ja sich seiner Ausbreitung widersetzen. Und mit diesen Juden kann die Kirche keine „gemeinsame biblische und theologische Studien“ betreiben, kein „brüderliches Gespräch“ führen, ohne Verrat an ihrem Auftrag zu üben: „das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden“ – es also auch den noch ungläubigen, verblendeten, verstockten zu PREDIGEN, auf dass auch sie das HEIL erlangen; denn NUR IN IHM IST HEIL, IST RETTUNG, IST ERLÖSUNG, IST EWIGES SELIGES LEBEN!

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Juden wollen [mit-]bestimmen, wer zur Kirche gehört und wer nicht

Posted by deislam - 15. Februar 2009

Zitate aus MDR Aktuell:

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Vatikan zur vollständigen Abkehr von der Pius-Bruderschaft aufgerufen. Generalsekretär Stephan Kramer sagte dem „Handelsblatt“, mit einer Kirche, der auch die umstrittene Priesterbruderschaft angehöre, könne es keinen partnerschaftlichen Dialog geben. Der Papst müsse sich entscheiden – entweder er stehe für die Kirche der Aufklärung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil oder für die Kirche des Traditionalismus mit den Pius-Brüdern.

Durch die Wiederaufnahme „aktiver Judenhasser“ habe Benedikt XVI. „so viel Schuld auf sich geladen wie schon lange kein Papst.“ Er sei „unglaubwürdig, ein Lügner und ein Heuchler.“ (TV-Moderator Michel Friedman [Ex-Vizepräsident des Zentralrates der Juden])

Unser Kommentar:
Juden, die gar nicht zur katholischen Kirche gehören wollen und können, die sich weit außerhalb der Kirche befinden, wollen also der Kirche sagen, wen sie in sich aufnehmen oder in sich behalten darf und wen nicht! Ziemlich grotesk, nicht wahr? Und, natürlich: einen „partnerschaftlichen Dialog“ wollen sie ohnehin nur führen mit „der Kirche der Aufklärung“ und absolut nicht mit „der Kirche des ‚Traditionalismus'“, sprich der Tradition; denn diese Kirche der Tradition, also die Kirche von ihren Uranfängen mit CHRISTUS und den Aposteln an bis und mit Papst Pius XII. war eben, nach dem Empfinden „aktiver Kirchenhasser“ „die Kirche der Judenhasser“. Einer dieser „aktiven Kirchenhasser [der Kirche der „Nicht-Aufklärung“ demzufolge] “ ist offensichtlich Michel Friedmann, der Papst Benedikt XVI. als „Lügner und Heuchler“ abstempelt und ihm hassvoll vorwirft, er habe „so viel Schuld auf sich geladen wie schon lange kein Papst“. Dabei ist für Vernünftige und Besonnene doch klar, dass die Kirche nie zu Hass gegen die Juden aufgerufen hat, sondern zur Ablehnung der jüdischen Irrlehre, zum Widerstand gegen jüdischen antichristlichen Umtriebe und Machenschaften, zur Verhinderung jüdischer antikirchlicher Einflüsse. Die „Kirche der Tradition“ hat, getreu ihrem göttlichen Gründer JESUS CHRISTUS und seinem Auftrag, alle Häresien stets bekämpft und damit ganz natürlicherweise auch den Judaismus. Mit dem II. Vatikanum (der „Aufklärung“) hat sie diesen Kampf zugunsten des „partnerschaftlichen Dialogs“ aufgegeben. Und damit hat sie auch die Missionierung der Juden aufgegeben. Und damit hat sie auch die Erfüllung des Auftrages CHRISTI aufgegeben: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker (auch die noch ungläubigen Juden), und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ICH euch befohlen habe. Und sehet, Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28, 19-20).

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Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter

Posted by deislam - 13. Februar 2009

Zitat von Radio Vatikan: 12/02/2009 12.56.02

Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar gestärkt daraus hervorgehen.“ Diese versöhnlichen Worte sprach an diesem Donnerstag eine hochrangige jüdische Delegation vor Papst Benedikt XVI. im Vatikan aus. Das Kirchenoberhaupt seinerseits wiederholte, dass die Kirche „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet ist, allen Antisemitismus zurückzuweisen“. Auch zur Shoah selbst fand der Papst abermals deutliche Worte: „Der Hass und die Menschenverachtung“, die ihr deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“ Es sei „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“ Beide Seiten sprachen auch von der bevorstehenden Visite Papst Benedikts im Heiligen Land: „Das gelobte Land erwartet Ihre Ankunft“, so der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier.

„Shalom, Eure Heiligkeit!“ Das setzte den Ton bei dieser Audienz, die man – nach dem Trubel der letzten Wochen – durchaus als historisch werten kann. Wie schon nach der Aufregung über die Karfreitags-Fürbitte war es wieder der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier, ein gebürtiger Österreicher, der dem Papst Gesprächsbereitschaft signalisierte – in einem „kritischen Moment für katholisch-jüdische Beziehungen“, wie er selbst sagte.

„Für einen Holocaust-Überlebenden waren das schmerzhafte und schwierige Tage“, so Schneier. „Wir waren siebzig Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit einer Leugnung des Holocaust konfrontiert, und das sogar aus dem Mund eines Bischofs der Piusbruderschaft.“ Der Rabbiner sprach den Papst direkt an: „Wir haben doch beide das Toben dieses Krieges erlebt – Tod, Leiden und Zerstörung. Die Shoah hat das Leben von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern gefordert, darunter meine eigene Familie in Auschwitz und Theresienstadt.“ Joseph Ratzinger war in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs minderjähriger Flakhelfer, einmal nicht weit vom KZ Dachau im Einsatz; beim Reichsarbeitsdienst an der ungarischen Grenze sah er einen Todesmarsch Budapester Juden vorbeiziehen. Schneier, ein paar Jahre jünger, war vor Kriegsausbruch von Wien nach Budapest geflohen; er überlebte und wanderte zwei Jahre nach Kriegsende in die USA aus.

„Eure Heiligkeit, wir und so viele andere, die die Unmenschlichkeit gesehen haben, die Menschen einander angetan haben – wie könnten wir nicht protestieren, wenn jemand den Holocaust leugnet? Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben. Danke, dass Sie unseren Schmerz und unsere Beklemmung verstehen.“

Deutliche Worte im Vatikan. Schneier dankte dem Papst dafür, dass dieser am Mittwoch letzter Woche seine Solidarität mit den Juden erklärt und jeder Holocaust-Leugnung eine Absage erteilt hatte. Er dankte auch dafür, dass sich Benedikt wie sein Vorgänger Johannes Paul zur Konzilserklärung „Nostra Aetate“ bekennt, die für eine „Versöhnung zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“ stehe. Der Rabbiner warb dafür, die Erinnerung an den Holocaust in den Schulen wachzuhalten: Das „Nie wieder“ müsse den nächsten Generationen vermittelt werden.

„Wie die Juden in der Wüste nicht nur die zweiten Tafeln der Zehn Gebote mit sich trugen, sondern auch die ersten, zerbrochenen, so tragen auch wir mit uns die Erinnerung an Jahrhunderte der Verfolgung, Unterdrückung und Demütigung. Aber wir sind durch die Vergangenheit nicht gelähmt, sondern glauben weiter an den Hüter Israels.“ Rabbi Schneier nannte den Staat Israel, der vom Vatikan erst in den neunziger Jahren diplomatisch anerkannt wurde, als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ „Das Gelobte Land erwartet Ihre Ankunft.“

Dieser kleine Satz war nichts anderes als die wieder aufgerissene Tür zu einer Papstreise nach Israel. Schon länger war eine solche Visite für den Mai im Gespräch; jetzt deutet alles darauf hin, als wolle Papst Benedikt angesichts des Williamson-Skandals erst recht an dem Reiseplan festhalten. Rabbi Schneier endete mit einer optimistischen Note: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils; sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar stärker daraus hervorkommen… Möge Er, der für Frieden im Himmel sorgte, uns helfen, Friede auch auf Erden zu schaffen.“

Außer Rabbi Schneier hielt an diesem Donnerstag auch Alan Solow eine kleine Rede – er kommt aus Chicago, gilt als enger Vertrauter des neuen US-Präsidenten Barack Obama und steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze des Dachverbands der wichtigsten jüdischen US-Verbände. Auch Solow sprach von einem „kritischen Moment“ und „gespannten Beziehungen zwischen der Kirche und der jüdischen Gemeinschaft“: „Die Aufforderung des Heiligen Stuhls an Bischof Williamson, seine furchtbare Leugnung des Holocaust zurückzunehmen, war ein willkommener Schritt. Es muss immer wieder klargemacht werden, dass keine Art der Holocaust-Leugnung toleriert werden darf.“

Solow appellierte an den Papst, sich deutlich gegen Antisemitismus zu engagieren. „Die Geschichte lehrt uns, dass solche Intoleranz und solcher Hass alle mit in den Abgrund zu reißen drohen, wenn man ihnen nicht entgegentritt. Auf den alarmierenden Angriff auf eine Synagoge in Caracas folgte ein Überfall auf die Nuntiatur des Vatikans. Auch wenn das nicht direkt in Zusammenhang steht, zeigt es, dass wir alle solcher Aufwiegelei und solchem Extremismus zum Opfer fallen.“

Und auch Solow fand klare Worte zu einer möglichen Papstreise ins Heilige Land: “Wir begrüßen und unterstützen die geplante Reise Eurer Heiligkeit nach Israel. Die Menschen und Führer in Israel sehen ihr wie wir erwartungsvoll entgegen… Die wachsenden Versuche, den Staat Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren, sind sehr besorgniserregend. Eure Heiligkeit kann mithelfen, die Stimmen von Extremisten zurückzudrängen, die im Nahen Osten oder anderswo in der Welt zur Vernichtung Israels aufrufen oder die Terrorismus gegen seine Bürger fördern.“
Der Papst selbst dankte dann in seiner Ansprache für die deutlichen Worte von Rabbi Schneier und Herrn Solow. Es tue ihm immer gut, „etwas Zeit mit meinen jüdischen Freunden zu verbringen“, so Benedikt. Er erinnerte an seinen Besuch in der Synagoge von Köln kurz nach seinem Amtsantritt – und an seine Visite auf dem Gelände des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Mai 2006.
„Welche Worte können eine so tief bewegende Erfahrung adäquat wiedergeben? Als ich diesen Ort des Horrors betrat, diesen Schauplatz unermesslichen Leids, dachte ich an die unzählige Schar von Gefangenen, darunter so vielen Juden, die auf diesem Weg in die Gefangenschaft in Auschwitz und all den anderen Lagern geraten waren. Diese Kinder Abrahams hatten, kummervoll und erniedrigt wie sie waren, wenig mehr als den Glauben an den Gott ihrer Väter, um sie aufrecht zu halten – einen Glauben, den wir Christen mit euch teilen, unseren Brüdern und Schwestern.“
„Wie können wir auch nur annähernd das Monströse begreifen, was in diesen infamen Gefängnissen stattgefunden hat? Die ganze menschliche Rasse fühlt tiefe Scham angesichts der wüsten Brutalität, die sich damals an Eurem Volk gütlich hielt. Erlaubt mir, zu wiederholen, was ich bei dieser düsteren Gelegenheit sagte: Die Führer des Dritten Reichs wollten das ganze jüdische Volk vernichten, um es aus den Reihen der Völker dieser Erde auszulöschen.“
Auch Benedikt kam dann auf eine mögliche Reise nach Jerusalem zu sprechen. „Ich bereite eine Reise nach Israel vor, ein Land, das Christen wie Juden heilig ist, weil man dort die Wurzeln unseres Glaubens findet. Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das war – genauso wie die vom Papst letztes Jahr neuformulierte Karfreitagsfürbitte – ein Zitat aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Mit der Formulierung „Väter im Glauben“ variierte der Papst die berühmte Formel, die sein Vorgänger Johannes Paul beim Besuch der römischen Synagoge gefunden hatte. Der polnische Papst hatte dabei die Juden als die „älteren Brüder“ der Christen bezeichnet.
„Die zweitausendjährige Geschichte der Beziehungen zwischen Judentum und Kirche hat viele verschiedene Phasen erlebt, darunter einige schmerzvolle. Jetzt, wo wir uns in einem Geist der Versöhnung treffen können, sollten wir früheren Schwierigkeiten nicht erlauben, uns davon abzuhalten, dass wir einander die Hand der Freundschaft reichen. Und wo gäbe es denn auch eine Familie, in der es nicht zu irgendwelchen Spannungen kommt?“

Der Papst nannte die Konzils-Erklärung „Nostra Aetate“ einen „Meilenstein auf unserem Weg zur Versöhnung“. „Die Kirche ist zutiefst und unwiderrufbar darauf verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen und weiter gute, dauerhafte Beziehungen zwischen unseren zwei Gemeinschaften aufzubauen. Wenn es ein Bild gibt, das diese Verpflichtung ausdrückt, dann ist es Johannes Paul II. an der Klagemauer in Jerusalem, der Gott um Vergebung bittet für alle Ungerechtigkeit, die das jüdische Volk erlebt hat.“

„Ich mache mir sein Gebet zu eigen: Gott unserer Väter, du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, um deinen Namen zu allen Nationen zu tragen. Wir sind tief betrübt über das Verhalten derer, die im Lauf der Geschichte diesen deinen Kindern Leid zugefügt haben. Wir bitten dich um Vergebung, und wir verpflichten uns selbst zu wahrer Brüderlichkeit mit dem Volk des Bundes.“

Noch einmal fand der Papst klare Worte zum Holocaust: „Der Hass und die Menschenverachtung, die in der Shoah deutlich wurden, waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit. Das sollte jedem klar sein – vor allem jenen, die in der Tradition der Heiligen Schrift stehen… Es ist über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Die Shoah muss eine Warnung an alle sein, nicht zu vergessen, nicht zu verneinen und nicht zu verkleinern… Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“

Zu Recht sei Erinnern auch „memoria futuri“, also ein Warnzeichen für die Zukunft, so Papst Benedikt. Die Menschheit müsse alles tun, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern. Er bete darum, dass die Erinnerung an den Holocaust „unsere Entschlossenheit stärkt, die Wunden zu heilen, die zu lange die Beziehungen zwischen Christen und Juden schmerzvoll gemacht haben.“

Es war eine große Rede des Papstes, eine Audienz der deutlichen Worte – und ein klares Signal, dass der Vatikan aus dem Fall Williamson seine Lehren gezogen hat. Auch die Türen zu einer Papstreise nach Israel sind an diesem Donnerstag für alle sichtbar aufgesprungen. Rabbi Schneier berichtete nach der Audienz vor Journalisten, er habe dem Papst auch noch etwas auf deutsch gesagt: „Ich habe die Sonne gebracht.“ Damit meinte er nicht nur das Wetter.
(rv 12.02.2009 sk)

Unser Kommentar:
Ja, „der Hass und die Menschenverachtung“, die in ihr (der Shoah) deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“
Nein, die Kirche ist nicht „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen“; das haben wir bereits mit notwendiger Differenzierung erläutert.
Ja, es ist „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist“, wenn unter „Leugnung“ und „Minimierung“ die Negierung oder Minderung der Abscheulichkeit, der Verwerflichkeit dieses Verbrechens gemeint ist. Nein, wenn darunter die „Leugnung“ oder „Minimierung“ gewisser „technischer“, „materieller“, „sachlicher“, „numerischer“, also nicht moralischer Aspekte verstanden wird.
Rabbi Arthur Schneier: „Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben.“ Wir haben bereits zuvor unser Veto eingelegt: Die Aussagen von Bischof Williamson kann man nicht als „Leugnung des Holocausts“ interpretieren. Aber man tut es, weil man seine Kritik und abweichende „Überzeugung“ zu einem Verbrechen hochstilisieren und dann dazu benutzen will, um ihm, und mit ihm allen, die ähnlich wie er ihre Zweifel haben an und Vorbehalte gegenüber der Richtigkeit der „allgemein“ oder doch „mehrheitlich“ rezipierten Darstellung der Shoah, „nicht zu vergeben„. So wird die ganze Menschheit dazu gezwungen, das abscheuliche Naziverbrechen von vor 70 Jahren präzise so und nur so wie es von der „veröffentlichten Mehrheitsmeinung“ festgeschrieben ist, zu glauben und zu bekennen. Und wer es dennoch wagt, diesem Diktat nicht zu entsprechen, der tut dann eben etwas, was nicht vergeben, nicht verziehen werden kann: etwas Unverzeihliches. Wer nun dem aber zustimmt, der vergeht sich gegen das Gebot GOTTES der absoluten Vergebungs-Pflicht. Wer nicht verzeihen kann und will, dem wird auch von GOTT nicht verziehen werden.
Rabbi Schneier nennt den Staat Israel als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ Das ist ein mittlerweile weit verbreiteter Glaube unter Juden und Christen. Aber er ist eine verhängnisvolle Illusion. Der Staat Israel ist (noch) nicht die „Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel“. Er kann es nicht sein. Denn es ist nicht GOTTES Geist, der den Juden eingehaucht, sie lebendig gemacht und wieder in ihr Land gebracht hat. Wäre es GOTTES Geist, dann müssten sie ja alle CHRISTEN (geworden) sein; sie müssten sich alle wie Saulus zu Paulus zu CHRISTUS bekehrt haben; denn GOTTES Geist ist der HEILIGE GEIST, die DRITTE PERSON DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Es gibt nicht einen Gottesgeist für die Juden und einen für die Christen. Es gibt keinen gesonderten Heilsweg für die Juden. Ihr (neuerdings so genannter) „Erster Bund“ ist der „Alte Bund“. Seit 2000 Jahren gibt es an seiner Stelle den „Neuen Bund“, den „Ewigen Bund“. Und das Bundesvolk ist demnach das neue, die KIRCHE, das REICH CHRISTI. Erst wenn die Juden aufhören, CHRISTUS in den Christen zu verfolgen („Saulus, Saulus, warum verfolgst du Mich?“ [Apg. 9, 4]), wenn sie erkannt haben werden, dass CHRISTUS ihr MESSIAS und ERLÖSER und GOTT VON GOTT ist, wird sich die Prophezeiung Ezechiels erfüllen. Damit „delegitimieren“ wir den Staat Israel nicht.
Rabbi Schneier: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Auch das ist eine Illusion. Die Grundlage(n) des Zweiten Vatikanischen Konzils sind alles anderes als solide. Sie werden noch gehörig erschüttert werden, wenn der wahre Geist GOTTES wieder „(auf)braust“!
Papst Benedikt: „Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das heutige „Volk Israel“ oder die heutigen Juden wären dann also „der gute Olivenbaum“? Und wir die Christen wären auf diese heutigen Juden als „wilde Äste“ aufgepfropft? Ziemlich abstrus und konfus, diese Theologie eines Papstes! Die heutigen Juden wären dann also das „Volk des [Ersten – wichtigen, entscheidenden, bleibenden, unkündbaren und ungekündigten] Bundes, und wir wären „das Volk des [Zweiten – nachrangigen, nebensächlichen, vorübergehenden] der „Aufpfropfung“! Wir glauben, der Papst täte gut daran, „etwas weniger Zeit mit seinen jüdischen Freunden zu verbringen“ und dafür umsomehr mit den katholischen Christen, die „in der Tradition der Heiligen Schrift UND DER KIRCHE ALLER ZEITEN stehen“.
Papst Benedikt: „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Ja, wenn unter „unserer Väter im Glauben“ „unserer Väter im (neutestamentlichen) christlichen Glauben und im (alttestamentlichen) Erwartungsglauben an Christus“ gemeint sind. Nein, wenn darunter (auch) der Glaube und das Bekenntnis der heutigen nachchristlichen Juden verstanden werden.

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Muslimische Gebetsräume in katholischen Schulen

Posted by deislam - 4. Dezember 2008

Aus PI (Politically Incorrect) und Daily Mail Online:

Archbishop of Birmingham Vincent Gerard NicholsIn jede katholische Schule gehört ein islamischer Gebetsraum mit einer Einrichtung für die rituellen Waschungen. Das fordern nicht etwa die Muslime – nein, das fordern die katholischen Bischöfe von England und Wales mit Zustimmung des Erzbischofs von Birmingham und gehen damit weit über alle gesetzlichen Ansprüche der islamischen Minderheit in Großbritannien hinaus.

Die Beweggründe für den vorauseilenden Gehorsam: Die Kirche will sich nicht vorwerfen lassen, religiöse Schulen würden die Segregation vorantreiben. Muslimische Gebetsräume als Mittel zur Integration also. Dass dieser Plan nicht funktionieren kann und nur zu verstärkter Separation führen muss, sollte eigentlich auch den Bischöfen klar sein. Nur ist ihnen offensichtlich ihr Image als Islamversteher wichtiger als die Zukunft ihres Landes.

Die Einrichtung der Gebets- und Waschräume würde die katholischen Schulen viel Geld kosten, klagt Daphne McLeod, eine ehemalige Lehrerin. Wenn muslimische Eltern eine katholische Schule für ihre Kinder wählen, müssen sie damit rechnen, dass das Gebäude nicht islamisch eingerichtet ist, findet sie.

Begeistert sind selbstverständlich die muslimischen Eltern. Majid Khatme, ein muslimischer Vater, begrüßt die Entscheidung der Bischöfe sehr. Er überlegt sogar, ihnen einen Dankesbrief zu schreiben.

Das letzte Wort in der Angelegenheit liegt bei den Schulen selbst. (Spürnase: Skeptiker)

Unser Kommentar:
Den (meisten) katholischen Bischöfen ist eben seit dem II. Vatikanischen Konzil gar vieles, zu vieles nicht mehr klar. Ihre Verblendung hinsichtlich des wahren Lichtes und Abwendung vom wahren Licht und Hinwendung zum Irr-Licht gründet in der theologisch, ekklesiologisch und pastoral völlig unreifen, undurchdachten, leichtsinnigen, fahrlässigen, verfehlten Neuorientierung und Neuausrichtung der Kirche durch die erdrückende Mehrheit der Konzilstheologen, Konzilsbischöfe und Konzilspäpste. Vor allem auch mit ihrer Neueinschätzung und Neubeurteilung der nicht-christlichen „Weltreligionen“ und allen „Menschentums“ überhaupt, haben sie all diese seither diesbezüglich geschehenen und weiterhin geschehenden und möglicherweise noch zunehmenden „Verrücktheiten“ vorprogrammiert. Sie denken und handeln in vielem wie von Sinnen. Namentlich ihre Haltung gegenüber dem Islam ist geradezu „selbstmörderisch“.

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Papst Benedikt XVI.: Juden und Christen sind Zeugen der Liebe, Barmherzigkeit und Wahrheit Gottes

Posted by deislam - 22. November 2008

Aus ZENIT.org: ZG08112108 – 21.11.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-16472?l=german

„Das ist ein lebenswichtiger Dienst in unserer heutigen Zeit“

ROM, 21. November 2008 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die offizielle Übersetzung der Ansprache, die Papst Benedikt XVI. am 30. Oktober beim Empfang einer Delegation des Internationalen Jüdischen Komitees für Interreligiöse Beziehungen im Vatikan gehalten hat.

***

Liebe Freunde!

Ich freue mich, diese Delegation des Internationalen Jüdischen Komitees für Interreligiöse Beziehungen willkommen zu heißen. Seit über 30 Jahren unterhalten Ihr Komitee und der Heilige Stuhl regelmäßige und fruchtbare Kontakte, die zu größerem Verständnis und größerer Bereitschaft zur gegenseitigen Annahme zwischen Katholiken und Juden geführt haben. Es freut mich, diese Gelegenheit wahrzunehmen, um noch einmal die Verpflichtung der Kirche zur Erfüllung der Prinzipien zu bekräftigen, die in der historischen Erklärung Nostra aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils festgelegt worden sind. Diese Erklärung, die alle Formen von Antisemitismus entschieden verurteilte, stellte einen bedeutsamen Meilenstein in der langen Geschichte der katholisch-jüdischen Beziehungen und eine Aufforderung zu einem erneuerten theologischen Verständnis der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk dar.

Die Christen sind sich heute zunehmend des geistlichen Erbes bewußt, das sie mit dem Volk der Thora teilen, dem von Gott in seiner unaussprechlichen Barmherzigkeit erwählten Volk, ein Erbe, das zu größerer gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Liebe aufruft (vgl. Nostra aetate, 4). Auch die Juden sind dazu aufgerufen zu entdecken, was sie mit all denen gemeinsam haben, die an den Herrn glauben, an den Gott Israels, der sich zuerst durch sein machtvolles und lebenspendendes Wort offenbart hat. Gottes Wort ist, wie uns der Psalmist erinnert, unserem Fuß eine Leuchte, ein Licht für unsere Pfade; es belebt uns und schenkt uns neues Leben (vgl. Ps 119,105). Jenes Wort spornt uns dazu an, gemeinsam Zeugnis für die Liebe, die Barmherzigkeit und die Wahrheit Gottes abzulegen. Das ist ein lebenswichtiger Dienst in unserer heutigen Zeit, die vom Verlust jener geistlichen und moralischen Werte bedroht ist, welche die Menschenwürde, die Solidarität, die Gerechtigkeit und den Frieden gewährleisten.

In unserer unruhigen Zeit, die so häufig von Armut, Gewalt und Ausbeutung gekennzeichnet ist, muß der Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zunehmend als eine heilige Pflicht gesehen werden, die allen auferlegt ist, die sich für den Aufbau einer menschenwürdigen Welt einsetzen. Die Fähigkeit, einander zu akzeptieren und zu achten und die Wahrheit in Liebe auszusprechen, ist wesentlich, um Unterschiede zu überwinden, Mißverständnissen vorzubeugen und unnötige Auseinandersetzungen zu vermeiden. Wie Sie selbst im Laufe der Jahre bei den Treffen des »International Liaison Committee« erfahren haben, ist ein Dialog nur dann ernsthaft und ehrlich, wenn er die Unterschiede akzeptiert und die anderen gerade in ihrer Andersheit anerkennt. Ein aufrichtiger Dialog erfordert auf beiden Seiten sowohl Offenheit als auch ein festes Bewußtsein der eigenen Identität, damit jeder durch die Geschenke des anderen bereichert werden kann.

In den letzten Monaten konnte ich zu meiner Freude mit jüdischen Gemeinden in New York, Paris und hier im Vatikan zusammentreffen. Ich danke dem Herrn für diese Begegnungen und für den Fortschritt in den katholisch-jüdischen Beziehungen, die sie widerspiegeln. In diesem Geist ermutige ich Sie, in Ihrer wichtigen Arbeit mit Geduld und immer wieder neuem Engagement fortzufahren. Ich spreche Ihnen meine vom Gebet begleiteten guten Wünsche für das Treffen mit einer Delegation der Kommission des Heiligen Stuhls für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum aus, das Ihr Komitee für den nächsten Monat in Budapest vorbereitet, um über das Thema »Religion und Zivilgesellschaft heute« zu diskutieren.

Mit diesen Gedanken, liebe Freunde, bitte ich den Allmächtigen, Sie und Ihre Familien weiterhin zu beschützen und Ihre Schritte auf dem Weg des Friedens zu lenken.

Unser Kommentar:
Nehmen wir zum x-ten Mal zur Kenntnis, dass der Papst, der Stellvertreter Christi, der erste, oberste, wichtigste, entscheidenste Hirte der christlichen Herde, (auch) die Juden, also Nicht-Christen, ja Gegen-Christen, seine „Freunde“ nennt, dass er will, dass wir (katholischen) Christen diese seine Freunde auch als unsere Freunde „annehmen“ („akzeptieren“), achten und wertschätzen, dass wir „Unterschiede überwinden“, „unnötige Auseinandersetzungen vermeiden“ und „Missverständnissen vorbeugen“, dass wir jede Form von „Antisemitimus“, das heißt auch jede Form von „Antijudentum“ oder „Antijudaismus“, das heißt auch jede Form von (christlichem) Anti-Antichristentum als von ihm (und damit von der Kirche) „verurteilt“ zu unterlassen haben, dass wir gläubigen Christen gefälligst der „Aufforderung“ zu einem „erneuerten“ (lies: zu einem neuen, mit dem 2000-jährigen Verständnis nicht mehr übereinstimmenden) theologischen Verständnis der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk nachzukommen haben. Denn „das Volk der Thora“, „das von Gott erwählte Volk“, zu dem er auch seine Freunde, die heute lebenden und bekennenden religiösen Juden, zählt, teile „ein geistliches Erbe“ mit den Christen: das „zuerst offenbarte“ „machtvolle und lebenspendende Wort Gottes“ des Herrn, des Gottes Israels.
Nun hat aber die katholische Kirche ein ganz anderes Verhältnis zu den Schriften des „Alten Testamentes“ (dem „zuerst offenbarten Wort Gottes“). Der größte und gewichtigste und alles beeinflussende und entscheidende Unterschied besteht (aber) in deren/dessen Auslegung. Vor allem sehen und erkennen die Christen in diesen heiligen Texten nicht nur die Ankündigung des Messias (vgl. jüdische Messiashoffnung), sondern klar und deutlich die bis ins Details gehenden prophetischen Hinweise auf JESUS CHRISTUS, das WORT GOTTES IN GÖTTLICHER PERSON, den LOGOS, Seine Geburt, Sein Leben, Sein Wirken, Sein Sterben, die Grundlegung und der Aufbau Seiner Kirche, des Reiches Gottes auf Erden, des „neuen Israel“, des Neuen und Ewigen Bundes mit Seinem Volk, den CHRISTEN. Und dieses komplett andere Verständnis des Wortes Gottes (im jüdischen Tanach und im christlichen Alten Testament) verunmöglicht und verbietet es uns Christen, das (gemeinsame) „Wort-Erbe“ mit den Juden (geistlich) zu teilen. Mit ihrem das Wesentliche leugnenden und verwerfenden Glauben können sie uns kein „Geschenk“ machen. Aus ihrem Unglauben können wir für uns keine Bereicherung schöpfen. Sie ihrerseits allerdings könnten aus unserem katholischen Glauben lernen. Die CHRISTLICHE Interpretation ihrer heiligen Schriften wäre dann für sie tatsächlich „ein Licht für ihre Pfade“ und „ihrem Fuß eine Leuchte“ und würde ihnen neues Leben, das Leben, das ewige Leben IN JESUS CHRISTUS schenken (vlg. Ps. 119,105). Und nur dann, wenn die bis jetzt anti-christlichen Juden sich zu CHRISTUS, dem HERRN und GOTT des NEUEN ISRAELS bekehren, können sie mit uns „gemeinsam Zeugnis für die Liebe, die Barmherzigkeit und die Wahrheit Gottes ablegen“ und sich „für den Aufbau einer menschenwürdigen Welt einsetzen“. Nun aber widersetzen sie sich vehement einer Bekehrung, verurteilen sie entschieden und beharrlich ihre Missionierung durch uns Christen. Daran wird auch ein noch so freundschaftlicher, „entgegenkommender“, sie „in ihrer Andersheit anerkennender“ Dialog mit ihnen nichts ändern. Die Christenheit aber wird durch eine solche Aufwertung, durch diese „Schönfärbung“, diese Anerkennung des Judaismus, durch diese Reinterpretation des Alten (neue Lesart: „Ersten“) Bundes fahrlässig geschwächt.

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Kardinal Tauran: Religionen können nur Verbündete des Friedens sein

Posted by deislam - 17. November 2008

Aus ZENIT.org: ZG08111710 – 17.11.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-16434?l=german

Ansprache von Kurienkardinal Tauran vor der UN-Generalversammlung

NEW YORK, 16. November 2008 (ZENIT.org).- Sind die Religionen ihrer Berufung treu, können sie nichts anderes sein als Boten der Brüderlichkeit. Das bekräftigte Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, vor vier Tagen vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, die sich am vergangenen 12. November dem Thema „Kultur des Friedens“ widmete.

Kardinal Tauran kehrte bei dieser Gelegenheit in jenes gläserne Gebäude zurück, in dem er während seiner 13-jährigen Tätigkeit als Sekretär des Heiligen Stuhls für die Beziehungen mit den Staaten im Pontifikat Johannes Pauls II. des Öfteren gesprochen hatte. Diesmal appellierte er an die Politiker, dafür zu sorgen, „dass die Brüderlichkeit nicht nur ein Ideal bleibt, sondern Realität werde“.

„Lasst uns den Weg in eine sicherere und solidarischere Welt bereiten, ohne dabei auf eigene kulturelle und religiöse Aspekte zu verzichten!“, bekräftigte der französischstämmige Kurienkardinal. Im Rahmen des Katholisch-Muslimischen Forums war er vor wenigen Tagen im Vatikan mit Vertretern des Islams zu dreitägigen Arbeitsgesprächen zusammengekommen. In ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung hatten die Teilnehmer jeder Gewalt eine klare Absage erteilt (ZENIT berichtete; vgl. Gemeinsame Erklärung bzw. Ansprache Benedikts XVI.).

In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung zeigte Tauran auf, dass die Religionen „trotz der Schwächen und der Widersprüche ihrer Anhänger“ nichts anderes als „Boten des Friedens und der Versöhnung“ seien.

„In ihren Familien und Schulen sowie in den jeweiligen Kultstätten sind es die betenden Gläubigen, die Solidarität leben und dazu ermutigen, den Menschen und sein Land zu verteidigen. Außerdem sind sie es, die auf gleiche Weise die Sprache und die Gesten des Friedens lehren.“

Gottesfürchtige Menschen bemühten sich in besonderer Weise darum, „zuzuhören, zu begreifen, den anderen zu respektieren und ihm zu vertrauen anstatt ihn zu verurteilen. All diese Haltungen erziehen zum Frieden“, so Kardinal Tauran.

„Jede Woche versammeln sich Millionen von Gläubigen in ihren Synagogen, Kirchen, Moscheen und anderen Kultstätten, um zu beten. Hier erfahren sie Brüderlichkeit. Sie erleben Einheit in ihrer Unterschiedlichkeit. Sie erinnern alle daran, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt.“

Der Kardinal unterstrich, dass die Gläubigen „dieses ‚know-how’ allen zur Verfügung stellen“ wollten. „Die Religionen laden zur Verinnerlichung ein; zur Harmonie mit sich selbst, mit den anderen und mit der Schöpfung. Und so geben sie dem menschlichen Abenteuer einen Sinn.“

Deshalb sei es zunächst erforderlich, „dass die Gläubigen kohärent und glaubwürdig sind. Sie dürfen die Religion nicht dafür nutzen, die Gewissensfreiheit einzuschränken, Gewalt zu rechtfertigen, Hass und Fanatismus zu verbreiten oder die politische und religiöse Unabhängigkeit zu schwächen“. Andererseits „nehmen die Gläubigen am öffentlichen Dialog in ihrer Gesellschaft teil und fühlen sich dazu aufgefordert, an der Verbreitung des Gemeinwohls mitzuwirken, das jenen Werten folgt, die sowohl für Gläubige als auch für Nichtgläubige gelten: die Heiligkeit des Lebens, die Würde des Menschen, der Respekt für Gewissensfreiheit und Religion, der Hang zu einer verantwortungsvollen Freiheit, die Meinungsfreiheit, die Nutzung des Verstandes, der Wert der Demokratie, die Achtung der Bodenschätze, um nur einige zu nennen.“

Abschließend bekräftigte Kardinal Tauran den Willen der ganzen katholischen Kirche, seiner Hirten und Gläubigen, „ihren Brüdern und Schwestern auch weiterhin den Geist der Brüderlichkeit, die Kraft des Gebetes und die Hoffnung Jesu Christi anzubieten“.

Unser Kommentar:
Es wird immer verrückter! Die Stellungnahmen des Vatikans im Zusammenhang mit den „(Welt-)Religionen“ werden zunehmend abwegiger (abstruser und konfuser). Gemäß Kurienkardinal Tauran sind also „die Religionen“, also ALLE „Religionen“ „nichts anderes als Boten des Friedens und der Versöhnung“. Sind sie das? Und sind sie nichts anderes als das? Ist denn die Botschaft der christlichen Religion, der allein wahren und echten, eine „Frohbotschaft“, ein „Evangelium“ „des Friedens und der Versöhnung“? Ja, wenn man unter „Frieden und Versöhnung“ den Frieden und die Versöhnung MIT GOTT versteht. Sicher aber nicht, wenn man darunter „Frieden und Versöhnung unter den Menschen auf Erden in dieser Zeit“ versteht. „Wenn die Welt euch hasst, so wisst: Mich hat sie vor euch gehasst.“ (Jo 15,18) „Wäret ihr von der Welt, so würde die Welt das Ihrige lieben. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern Ich euch von der Welt auserwählt habe, deshalb hasst euch die Welt.“ (Jo 15,19) „Glaubt nicht, Ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern das Schwert…“ (Mt 10,34-39) „Der Bruder wird den Bruder, der Vater seinen Sohn dem Tode überliefern. Die Kinder werden sich gegen ihre Elten auflehnen und sie in den Tod bringen. Um Meines Namens willen werdet ihr allen verhasst sein.“ (Mt 10,21f.) „Man wird euch aus den Synagogen stoßen; ja es kommt die Stunde, da jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu erweisen glaubt. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch Mich kennen.“ (Jo 16,2f.) Und ist denn die Botschaft der islamischen „Religion“ eine Botschaft des Friedens und der Versöhnung? Des Friedens und der Versöhnung auch nur schon mit den Nicht-Muslimen, z.B. mit den Juden, mit den Christen, geschweige denn mit GOTT? GOTTES-fürchtige Menschen bemühen sich tatsächlich in besonderer Weise darum, „zuzuhören, zu begreifen, den anderen zu respektieren und ihm zu vertrauen anstatt ihn zu verurteilen“, aber sicher nur oder vor allem jenen zuzuhören, jene zu begreifen, jene zu respektieren und jenen zu vertrauen, die ihrerseits GOTTES-fürchtig sind. Echt gottesfürchtige Menschen hören jenen nicht zu, wollen jene nicht begreifen und respektieren, vertrauen jenen nicht, die den allein wahren GOTT, den GOTT-MENSCHEN JESUS CHRISTUS, den RETTER und ERLÖSER, nicht begreifen, Ihm nicht zuhören, Ihn nicht respektieren und Ihm nicht vertrauen wollen und Ihn als das, was Er ist, VERURTEILEN.
Im „gläsernen Gebäude“ der (a-religiösen, bzw. religionsneutralen) UNO bekräftigte Kardinal Tauran abschließend den Willen der ganzen katholischen Kirche, seiner Hirten und Gläubigen“, „ihren Brüdern und Schwestern“ (den „Gläubigen in den Synagogen, Kirchen, Moscheen und anderen Kultstätten“), „auch weiterhin den Geist der Brüderlichkeit, die Kraft des Gebetes und die Hoffnung Jesu Christi anzubieten“! Wir möchten uns als bekennende katholische Christen von dieser Vereinnahmung ausnehmen; ein Einverständnis zu diesem Angebot hat Kardinal Tauran ohnehin weder bei seinen Mit-Hierarchen, noch bei den Gläubigen eingeholt. Als „Brüder und Schwestern“ im geistig-geistlichen Sinn (und nur dieser ist ewigkeitsmaßgeblich) betrachten wir nur unsere Mit-Christen. ALLEN aber, auch den Nicht-Christen, bieten wir die Kraft unseres Gebetes an und nicht „die Hoffnung Jesu Christi“, sondern die ERLÖSUNG und RETTUNG und EWIGE GLÜCKSELIGKEIT DURCH JESUS CHRISTUS, MIT IHM UND IN IHM. Das hat dann zur Konsequenz, dass die NICHT-CHRISTLICHEN RELIGIONEN ihrer „Berufung“ untreu werden, auf „ihre eigenen religiösen Aspekte verzichten“ müssen. Erst dann, wenn sie „Frieden und Versöhnung“ erreicht haben mit dem in JESUS CHRISTUS MENSCH GEWORDENEN GOTT, werden sie ihr „know-how“ mit dem SEGEN des ALLMÄCHTIGEN und ALLBARMHERZIGEN allen zur Verfügung stellen und „kohärent und glaubwürdig“ sein und „an der Verbreitung des Gemeinwohls mitwirken“ können.

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Kritisches zur Botschaft an das Volk Gottes der Bischofssynode vom Oktober 2008 in Rom

Posted by deislam - 12. November 2008

Aus der: BOTSCHAFT AN DAS VOLK GOTTES DER XII. ORDENTLICHEN VOLLVERSAMMLUNG DER BISCHOFSSYNODE VOM 5. – 26. OKTOBER 2008

In der Einundzwanzigsten Generalversammlung vom Freitag, den 24. Oktober 2008, haben die Synodenväter die Botschaft der Bischofssynode an das Volk Gottes zur Schließung der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode gebilligt.

Hier nachfolgend der uns besonders interessierende Abschnitt 14 aus dem Orginaltext in deutsch: (Hervorhebungen durch uns!)

14. Auf den Wegen der Welt bewirkt das göttliche Wort für uns Christen eine [die] intensive Begegnung mit dem jüdischen Volk, dem wir zutiefst verbunden sind durch die gemeinsame Anerkennung und Liebe zu den Schriften des Alten Testaments, und zudem entstammt Christus „dem Fleisch nach“ dem Volk Israel (Röm 9, 5). Alle Heiligen Schriften des Judentums erhellen das Geheimnis Gottes und des Menschen, sie enthüllen Schätze des Denkens und der Moral, bezeichnen den langen Weg der Heilsgeschichte bis zu ihrer vollkommenen Erfüllung und veranschaulichen eindrücklich die Fleischwerdung des göttlichen Wortes in den menschlichen Wechselfällen. Sie erlauben uns, in Fülle die Person Christi zu erkennen, der erklärt hatte, er sei nicht gekommen, „um das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern um sie zu erfüllen“ (Mt 5, 17); sie sind Weg des Dialogs mit dem auserwählten Volk, das von Gott all dies erhalten hat: „die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen“ (Röm 9, 4). Ferner ermöglichen sie uns, unsere Auslegung der Heiligen Schrift mit den fruchtbaren Schätzen der jüdischen exegetischen Tradition zu bereichern.
„Gesegnet ist Ägypten, mein Volk, und Assur, das Werk meiner Hände, und Israel, mein Erbbesitz“ (Jes 19, 25). Der Herr breitet also den Schutzmantel seines Segens über alle Völker der Erde aus, erfüllt von der Sehnsucht, dass „alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2, 4). Auch wir Christen sind auf den Wegen der Welt dazu eingeladen – ohne in einen Synkretismus zu fallen, der die eigene geistliche Identität verzerrt oder erniedrigt -, voll Respekt in Dialog zu treten mit den Männern und Frauen der anderen Religionen, die treu die Richtlinien ihrer Heiligen Bücher hören und befolgen, angefangen beim Islam, der in seiner Tradition zahllose Personen, Symbole und Themen aus der Bibel aufgreift und uns das Zeugnis eines aufrichtigen Glaubens an den einen, mitleidsvollen und barmherzigen Gott bietet, den Schöpfer allen Seins und Richter der Menschheit.
Der Christ findet außerdem Gemeinsamkeiten mit den großen religiösen Traditionen des Ostens, die uns in ihren heiligen Schriften die Achtung vor dem Leben, die Kontemplation, das Schweigen, die Einfachheit, die Entsagung lehren, wie dies etwa beim Buddhismus der Fall ist. Im Hinduismus wird der Sinn für das Sakrale, das Opfer, die Pilgerfahrt, das Fasten und die heiligen Zeichen verherrlicht. Im Konfuzianismus werden die Weisheit und die Werte der Familie und der Gesellschaft gelehrt. Auch den traditionellen Religionen mit ihren geistlichen Werten, die in den mündlichen Riten und Kulturen zum Ausdruck kommen, wollen wir unsere herzliche Aufmerksamkeit schenken und mit ihnen einen respektvollen Dialog pflegen. Auch mit jenen, die nicht an Gott glauben, aber danach streben „Recht zu tun, Güte und Treue zu lieben, in Ehrfurcht den Weg mit Gott gehen“ (Mi 6, 8), müssen wir für eine gerechtere und friedlichere Welt zusammenarbeiten und im Dialog unser aufrichtiges Zeugnis für das Wort Gottes anbieten, das ihnen neue und weitere Horizonte der Wahrheit und Liebe offenbaren kann.

Unser Kommentar:
Die „gemeinsame Anerkennung und Liebe zu den Schriften des Alten Testaments“ verbindet uns CHRISTEN nicht „mit dem jüdischen Volk“, sondern nur mit jenen Juden (aus dem jüdischen Volk), die JESUS CHRISTUS, den GOTT-MENSCHEN, den MESSIAS und ERLÖSER entsprechend dem wahren Sinn der prophetischen Schriften des Alten Testaments gläubig angenommen haben. Es sind deshalb auch nicht ALLE Schriften des Judentums, die „das Geheimnis Gottes erhellen“ und für uns „SCHÄTZE des Denkens und der Moral“ enthüllen, sondern wiederum nur diejenigen, die JESUS CHRISTUS vollumfänglich anerkennen und das Geheimnis Gottes (der Menschwerdung Gottes) erkennen und bekennen! Die „Fleischwerdung des göttlichen Wortes in den menschlichen Wechselfällen“ ist nicht im entferntesten mit der geschichtlichen Fleischwerdung des Wortes Gottes, des Logos, der Zweiten Göttlichen Person, in JESUS CHRISTUS, geboren aus Maria, der Jungfrau, zu vergleichen. Diejenigen Juden, die CHRISTUS ablehn(t)en, die IHN, Sein Heilswirken und Seine KIRCHE missachte(te)n und verachte(te)n, gehören nicht zu Seinem auserwählten Volk; denn Sein auserwähltes Volk (dem Geiste nach) sind diejenigen Ex-Juden (und Ex-Heiden), die zu Seiner KIRCHE gehören. Die anti-christlichen, anti-kirchlichen Juden haben die Sohnschaft, die Herrlichkeit, den Gottesdienst und die Verheißungen verloren (bzw. nie besessen); sie haben sich selbst enterbt, daraus ausgeschlossen; sie sind außerhalb des Reiches Gottes „zerstreut“. Diese „zerstreuten Juden“ ermöglichen uns deshalb auch nicht, unsere Auslegung der Heiligen Schrift mit ihrer exegetischen Tradition zu bereichern. Ihre exegetische Tradition ist ja eine völlig blinde, verkehrte, und deshalb keine Bereicherung, sondern eine Verarmung und Verblendung und Zerstörung für die christliche, katholische. Der HERR, GOTT, breitet auch nicht den Schutzmantel Seines SEGENS über alle Völker der Erde aus. Er SEGNET nur jene einzelnen Menschen und Völker, die Seine Gebote halten und Seinen Willen (mindestens intentionell) erfüllen. Wenn Christen so denken wie diese Synodenväter und aus solchem Denken entsprechend handeln, dann sind sie bereits in einen Synkretismus gefallen, der die eigene geistliche Identität verzerrt und erniedrigt; denn sie wissen offensichtlich nicht mehr, was CHRISTLICH und was KATHOLISCH ist. Und sie wissen auch nicht, was der ISLAM ist. Nach ihnen „bietet er das Zeugnis eines aufrichtigen Glaubens an den einen, mitleidsvollen und barmherzigen Gott, den Schöpfer allen Seins und Richter der Menschheit.“ Es braucht aber schon eine gute Portion Verzerrung und Erniedrigung der eigenen (christlichen) geistlichen Identität, um den ALLAH Mohammeds und des Korans als „mitleidsvollen und barmherzigen Gott“ und „Schöpfer allen Seines und Richter der Menschheit“ zu bezeichnen. Aber auch was der Buddhismus, der Hinduismus, der Konfuzianismus ist, was „die traditionellen Religionen“ sind, wissen sie nicht (wirklich); sie kennen, erkennen nur das (scheinbar) Positive, Angenehme an ihnen; diesem „schenken sie ihre herzliche Aufmerksamkeit“, schließlich streben ja alle darnach „Recht zu tun, Güte und Treue zu lieben und in Ehrfurcht den Weg mit Gott zu gehen“, wenn das doch sogar jene tun können, „die nicht an Gott glauben“. Ihre Zusammenarbeit mit ihnen wird denn auch nicht zu einer gerechteren und friedlicheren Welt führen und ihr Zeugnis für das Wort Gottes wird ihnen (den „großen religiösen Traditionen des Ostens“) keine neuen und weiteren Horizonte der Wahrheit und Liebe offenbaren.

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Magdi Cristiano Allam appelliert an den Papst

Posted by deislam - 8. November 2008

Vorbemerkung: Magdi Cristiano Allam ist der von Papst Benedikt XVI. in der Osternacht 2008 persönlich getaufte, zum katholischen Christentum konvertierte ehemalige ägyptische Muslim, der in Italien ein berühmter Journalist und Publizist geworden ist.

Offener Brief an Papst Benedikt XVI:

Kann die Kirche den Islam als Religion anerkennen und Mohammed als Prophet betrachten?

Aus dem Italienischen übersetzt von DeIslam

Magdi Cristiano AllamIch wende mich direkt an Sie, den Stellvertreter Christi und das Oberhaupt der Katholischen Kirche, mit Ehrerbietung, als aufrichtiger Gläubiger im Glauben an Jesus und als unermüdlicher Vorkämpfer, Zeuge und Erbauer der christlichen Gesellschaft, um Ihnen meine höchste Besorgnis kundzutun wegen des schwerwiegenden religiösen und ethischen (sittlichen) Verderbnisses, das in den Schoß der Kirche eingedrungen ist. (Und dies) in einem solchen Ausmaß, dass während an der Spitze der Kirche gewisse hohe Prälaten und sogar enge Mitarbeiter von Ihnen offen und öffentlich die Rechtmäßigkeit des Islams als Religion unterstützen und Mohammed als Propheten beglaubigen, und an der Kirchenbasis andere Priester und Pfarrer, die Kirchen und die Pfarreien in Gebetssäle und Versammlungsstätten für die islamischen Integristen und Extremisten verwandeln, die offensichtlich und unermüdlich die Strategie der Eroberung des Territoriums und der Geister eines christlichen Westens verfolgen, der, wie Sie selbst es definiert haben, „sich selbst hasst“, ideologisch krank ist an Nihilismus, Materialismus, Konsumismus, Relativismus, islamischer Korrektheit, Gutmenschlichkeit, Laizismus, gesetzlichem Subjektivismus, Selbstverletzung, Gleichgültigkeit, Multikulturismus.
Es handelt sich um einen islamischen Eroberungskrieg, der den christlichen Westen in eine Bastion (Hochburg/Festung) des islamischen Extremismus verwandelt hat, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass er terroristische islamische Selbstmörder mit westlichem Bürgerrecht „hervorbringt“, wo die ernsteste Bedrohung nicht so sehr jene der grausamen Kopfabhacker ist, die die Waffen ergreifen, als vielmehr jene der hinterhältigen Zungenabschneider, welche die Verstellung zu einem Gebot des islamischen Glaubens gemacht haben, indem sie einem islamischen Staat im Schoße eines Rechtsstaates Leben geben, auf der Basis eines weiten Netzes von Moscheen und Koranschulen, wo der Hass gepredigt wird, wo der Glaube an das sogenannte islamische „Martyrium“ eingeschärft wird, wo die Gehirnwäsche praktiziert wird, um die Personen in Kämpfer des islamischen heiligen Krieges zu verwandeln; um islamische Wohltätigkeitswerke und Hilfsorganisationen, die anstelle von materieller Hilfeleistung die Leute abkupfern und unterwerfen; um islamische Banken, welche immer größere Happen der Finanzen und der Wirtschaft der Welt kontrollieren und das islamische Recht beglaubigen; um wahre und eigentliche islamische Gerichte, welchen es in Großbritannien schon gelungen ist, die Scharia, das islamische Recht, aufzuzwingen, gleichgestellt dem Zivilrecht in Angelegenheiten des persönlichen und familiären Bereiches, auch wenn sie Urteilssprüche annehmen, die die fundamentalen Rechte des Menschen verletzen, wie die Legitimierung der Polygamie und die Diskriminierung der Frau. Das sind Fakten: ob man sie glaubt oder nicht, ob sie gefallen oder nicht; es sind reale, objektive Tatsachen.
Diese islamische Eroberung der Geister (der Köpfe) und des Territoriums ist ermöglicht worden durch die extreme innere Schwäche (Zerbrechlichkeit) des christlichen Westens: es sind zwei Seiten der selben Münze. Unser Westen erweist sich je länger je mehr als ein Koloss des Materialismus mit tönernen Füßen weil ohne Seele, in tiefer Wertekrise, der die eigene Identität verrrät, indem er die geschichtliche und objektive Wahrheit der jüdisch-christlichen Wurzeln der eigenen Kultur nicht anerkennen will. Es ist ein ideologisch und konkret mit der Avantgarde des islamischen Eroberungsheeres heimlich zusammenarbeitender Westen, die darnach trachtet, den Mythos und die Utopie der „Ummah“, der islamischen Nation (Weltgemeinschaft) wieder auszugraben, indem sie sich auf den Koran beruft, der den Hass, die Gewalt und den Tod legitimiert, und indem sie das Denken und Handeln Mohammeds preist, welcher das Beispiel gegeben hat, indem er grausame Verbrechen beging, wie jenes, das ihn als persönlicher Beteiligter sah an dem Gemetzel und an der Enthauptung von mehr als 700 Hebräern des Stammes der Banu Quraizah im Jahre 627 vor den Toren Medinas.
Magdi Cristiano AllamNun denn, Ihre Heiligkeit, wie kann man sich nicht Rechenschaft geben darüber, dass die Disponibilität (Hilfsbereitschaft), oder noch schlimmer die Zusammenarbeit mit dem Islam als Religion, die trotz des Anscheins die christliche Liebe gegenüber den Muslimen als Personen in Gefahr bringt, darin gipfelt, den Glauben an den Gott zu verleugnen, der Mensch geworden ist, und an das Christentum, das Zeugnis für die Wahrheit, das Leben, die Liebe, die Freiheit und den Frieden ist? Das ist es, warum es heute lebenswichtig ist für das gemeinsame Wohl der katholischen Kirche, für das allgemeine Interesse der Christenheit und sogar der westlichen Zivilisation, dass Sie sich in klarer Weise und verpflichtend aussprechen für die Gesamtheit der Gläubigen bezüglich der Grundfrage am Ursprung dieser schädlichen (vergiftenden) religiösen und sittlichen Abdrift, die die Kirche diskreditiert (unglaubwürdig macht), indem sie die Gewissheiten der Werte und der Identitäten des christlichen Westens zerstört, zum Selbstmord unserer Zivilisation (ver)führt: ist es ausdenkbar, dass die Kirche den Islam substantiell als Religion legitimiert, indem sie sich so weit herablässt, dass sie Mohammed für einen Propheten hält?
Grazie GesùIhre Heiligkeit, ich werde mich darauf beschränken, Sie auf zwei kürzliche Episoden hinzuweisen, deren Zeuge ich gewesen bin. Am vergangenen Mittwoch, 15. Oktober 2008, hat mir der Erzbischof von Brindisi, Monsignore Rocco Talucci, die Ehre gewährt, bevor er mich am Sitz der Erzbischöflichen Kurie gegen 17 Uhr und eine halbe Stunde hernach empfing, an der Präsentation der Autobiographie meiner Bekehrung vom Islam zum Katholizismus „Grazie Gesù“ im Saal der Handelskammer von Brindisi teilzunehmen. Organisatorin des Ganzen war meine Freundin Mimma Piliego, Ärztin für Allgemeinmedizin, Volontaristin beim Seminar Papst Benedikt XVI und bei der Emmanuel-Gemeinschaft, die sich der Wiedereingliederung von Drogenabhängigen widmet. Ich habe sie in „Grazie Gesù“ als eine der Glaubenszeuginnen zitiert, die mich wegen ihrer Spiritualität fasziniert hat. Der Erzbischof ist mir sofort als ein feiner Diplomat vorgekommen, darauf bedacht, stets Pro und Kontra jeder Situation abzuwägen, im Versuch alle zufriedenzustellen und niemanden zu verärgern. Es ist nicht gerade der Typ eines kirchlichen Hirten oder einfach einer Person, den ich bevorzuge, auch wenn ich mich bemühe, mich hineinzufühlen in die Lage anderer, um die tiefen Gründe derer zu verstehen, die das Lebensgleichgewicht in alltägliche Praxis umwandeln und dabei schließlich die eigene Lebenswahl beeinflussen und bestimmen. Es sei denn meine Disponibilität gegenüber dem Verständnis der Gründe anderer habe abgenommen, als Erzbischof Talucci, da er nach der Präsentation meines Buches das Wort ergriff, Mohammed als „einen Propheten“ qualifizierte und den Islam substantiell als Religion legitimierte, als „Ausdruck des Verlangens des Menschen, sich zu Gott zu erheben“. Es ist absolut nicht meine Absicht, einen persönlichen Fall daraus zu machen gegen Erzbischof Talucci. Denn es ist überhaupt nicht ein isolierter Fall. Wäre dem so! Leider ist es eine weit verbreitete Haltung im Schoße der heutigen katholischen Kirche.
Die zweite Episode betrifft den Kardinal Jean-Louis Tauran, den Präsidenten des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog. Als er beim Meeting von Comunione e Liberazione in Rimini am 25. August 2008 im Verlaufe einer Pressekonferenz, die der öffentlichen Begegnung mit dem Titel „Die Bedingungen des Friedens“ vorausging, die These wiederholte, die von ihm schon in der Vergangenheit vertreten wurde, gemäß welcher die Religionen durch (in) sich selber „Friedens-Faktoren“ seien, dass sie aber Angst erweckten wegen „einiger Gläubiger“, die „ihren Glauben verraten“ hätten, während in Wirklichkeit alle Glauben „Träger einer Botschaft des Friedens und der Brüderlichkeit“ seien.
Die These des Kardinals Tauran ist, dass die Religionen intrinsisch (system-immanent) gut seien, und folglich wäre dies auch der Islam. Daraus folgt, dass wenn heute der islamische Extremismus und Terrorismus die hauptsächliche Bedrohung für die internationale Sicherheit und Stabilität geworden sind, dies einer „bösen“ Minderheit anzulasten wäre, die den „wahren Islam“ in verzerrter Weise interpretieren würde, während die Mehrheit der Muselmanen „gut“ wäre in dem Sinne, dass sie die unverhandelbaren grundlegenden Rechte und Werte, die der gemeinsamen Zivilisation des Menschen zugrundliegen, respektieren würde.
Die objektive Realität, ich sage es mit aller Ruhe und beseelt von einer konstruktiven Absicht, ist genau das Gegenteil dessen, was Kardinal Tauran sich einbildet. Der islamische Extremismus und Terrorismus sind die reife Frucht derer, die, beginnend mit der Niederlage vom 5. Juni 1967 der arabischen Heere im Krieg gegen Israel, der den Untergang der laizistischen, sozialistischen und kriegstreiberischen Ideologie des Panarabismus angekündigt hat, das Banner des Panislamismus gehisst haben, immerzu getreuer sein wollten gegenüber dem Diktat des Korans und dem Denken und Handeln Mohammeds. Die Wahrheit ist also die, dass der islamische Extremismus und Terrorismus aufs echteste dem „wahren Islam“ entsprechen, der ein Ganzes bildet mit dem Koran, der seinerseits ein Ganzes bildet mit Allah, ein unerschaffenes Werk gleich Gott, so wie sie dem Denken und Handeln Mohammeds entsprechen.
An der Wurzel des Übels ist also nicht eine Minderheit von „bösen“ Menschen, die verantwortlich wären für den allgemeinen Niedergang, während die Religionen alle gleich „gut“ wären. Die Wahrheit ist, dass die Religonen verschieden sind, während die Menschen, – jenseits des Glaubens und der Kultur, auf die sie sich beziehen – übereinkommen könnten in der Beachtung von gemeinsamen Regeln und Werten. Die Wahrheit ist, dass das Christentum und der Islam total verschieden sind: der Gott, der Mensch wurde in Jesus, der das Leben, die Wahrheit, die Liebe und die Freiheit mit anderen Menschen teilte bis zum Opfer des eigenen Lebens, hat nichts gemein mit Allah, der papierener Text wurde im Koran, der sich auf willkürliche Weise den Menschen aufzwingt, der eine Ideologie und eine Praxis des Hasses, der Gewalt und des Todes legitimiert hat, befolgt von Mohammed und seinen Nachfolgern, um den Islam auszubreiten.
Magdi Cristiano AllamDie Wahrheit, ich sage es auf der Grundlage der Objektivität der offensichtlichen Realität und des Bewusstseins in Verbindung mit der direkten Erfahrung, ist die, dass es keinen „moderaten Islam“ gibt, so wie es demgegenüber Kardinal Tauran selbst behauptet hat, während es gewiss „gemäßigte Muslime“ gibt. Dies sind alle jene Muslime, die gleich wie irgendwelche andere Personen, die grundlegenden Rechte des Menschen und jene Werte, die nicht verhandelbar sind, respektieren, da sie das Wesentliche unserer Menschheit berühren: die Heiligkeit des Lebens, die Würde der Person, die Freiheit der Wahl.
Die bittere Wahrheit ist, dass jener Teil der Kirche, der krank ist infolge Relativismus und islamischer Korrektheit islamischer zu werden riskiert als selbst die Islamisten. Ich frage mich, ob die Kirche sich bewußt ist der begangenen Willkür, indem sie die These eines geschaffenen Korans anstatt eines unerschaffenen übernimmt, mit dem Ziel, die Interpretation und geschichtliche Infragestellung (Kritik) der Verse zu erlauben, also der Darstellung eines Islams, wo Glaube und Vernunft vollkommen kompatibel wären, indes geschichtlich und bis heute die weitaus größte Zahl (die Mehrheit) der Muslime an einen unerschaffenen, Allah-gleichen (Allah-ebenbürtigen) Koran glaubt, in welchem die Verse einen absoluten, universalen, ewigen, unveränderbaren Wert haben? Wie kann sich die Kirche hergeben zum Spiel jener, die instrumental und ideologisch den Inhalt und die Botschaft des Korans aus dem Kontext herausnehmen, ausgliedern, willkürlich auswählen, zu dem Zwecke, jene Verse herauszustreichen, die extrapoliert (herausgearbeitet) aus dem, was vorangeht und was folgt, es ermöglichen würden, die Existenz eines „moderaten Islams“ zu behaupten? Wie kann die Kirche substantiell einen sogenannten „moderaten Islam“ legitimieren, wenn sie dabei eine abscheuliche und kriminelle Persönlichkeit akkreditiert, die keinerlei Zögern (Bedenken) hatte, zu allen Mitteln zu greifen, einschließlich der Ausrottung (Vernichtung) jener, die dem Islam nicht beitraten, um sie seiner Gnade zu unterwerfen?
Ich frage mich, ob sich die Kirche bewußt ist, wenn sie nicht geltend macht (und durchsetzt) und sich nicht dazu erhebt, die Einzigkeit, Absolutheit, Universalität und Ewigkeit der Wahrheit in Christus zu bezeugen, dass sie damit endet, Komplizin zu werden in der Konstruktion eines Welt-Pantheons der Religionen, wo alle meinen, dass jede Religion Verwahrerin eines Teiles der Wahrheit sei, auch wenn jede Religion sich selbst das Monopol der Wahrheit beimisst? Wie kann man verwundert sein angesichts der Tatsache, dass das Christentum, auf die gleiche Stufe gesetzt mit Tausenden von Glauben und Ideologien, die die unterschiedlichsten (abweichendsten) Antworten geben auf die spirituellen Bedürfnisse, aufhört zu faszinieren, zu überzeugen und die Köpfe und die Herzen selbst der Christen zu gewinnen, die die Kirchen immer mehr verlassen (ihnen fernbleiben), die von der Priesterberufung zurückschrecken und allgemeiner noch die religiöse Dimension aus dem eigenen Leben geradezu ausschließen?
Für mich ist das Christentum nicht eine „bessere“ Religion als der Islam, oder die „vollständige“ Religion der „vollendeten“ Botschaft angesichts eines Islams, den man als eine „unvollständige“ Religion mit einer „unvollkommenen“ Botschaft betrachtet. Für mich ist das Christentum die einzig wahre Religion, weil Jesus wahr ist, der Gott, der Mensch wurde und der Zeugnis ablegte inmitten von uns Menschen mittels guter Werke, der Wahrheit, der Faszination, der Vernünftigkeit und der Güte des Christentums. Für mich ist der Islam, der einen nur menschlichen Jesus anerkennt, der deshalb das Christentum als Häresie verurteilt, weil es an die Gottheit Jesu glaubt und als Vergötterung, weil es an das Dogma der Allerheiligsten Dreifaltigkeit glaubt, eine falsche Religion, inspiriert nicht von Gott sondern vom Dämon.
Für mich verdirbt der Islam, der den koranischen Vorschriften gehorcht und die Taten Mohammeds nachahmt, den Geist (den Charakter) jener, die sich unterwerfen und den Leib derer töten, die sich einer natürlicherweise gewalttätigen Religion verweigern, die sich geschichtlich als agressiv und konfliktträchtig erwiesen hat, gänzlich inkompatibel mit den Grund-Werten der gemeinsamen menschlichen Zivilisation.
Gerade meine Erfahrung als „moderater Muslim“, der ich dem Traum anhing eines „moderaten Islam“, hat mich verstehen lassen, dass man sehr wohl ein „moderater Muslim“ als Person sein kann, aber dass es in der Tat keinen „moderaten Islam“ gibt. Wir müssen deshalb unterscheiden zwischen der Dimension der Person und jener der Religion. Mit den gemäßigten Muslimen, ausgehend von der Achtung der grundlegenden Rechte des Menschen und dem gemeinsamen Teilen der nicht verhandelbaren Werte unserer Menschheit, kann man einen Dialog führen und daran arbeiten, das zivile Zusammenleben zu befördern. Aber wir müssen uns befreien vom verbreiteten Irrtum, der sich einbildet, dass man, um die Muslime zu lieben, den Islam lieben müsse, dass man, um sich in würdiger Form mit den Muslimen zu betragen, dem Islam eine gleiche Würde beimessen müsse.

Ihr Heiligkeit Benedikt XVI., die Kirche, das Christentum und die westliche Zivilisation sind heute im Begriff zu erliegen wegen des Umsichgreifens der internen Wunde des Nihilismus und des Relativismus derer, die die eigene Seele verloren haben, unter dem Bedrängtsein durch den aggressiven Eroberungskrieg des islamischen Extremismus und Terrorismus, nebst der Entgleisung einer Welt, die sich globalisiert hat, sich inspirierend an der westlichen Modernität, aber nur in ihrer materialistischen und konsumistischen Dimension, während sie keineswegs ihre spirituelle und wertmäßige Dimension angenommen hat. Und dabei endet, jene zu bevorzugen, die einer materialistischen und konsumistischen Auffassung des Lebens nachlaufen, frei von Werten und Regeln, die Grundrechte des Menschen verletzend, wie es gewiss der Fall ist mit China und Indien. In diesem sehr kritischen Kontext und bei düsteren Aussicht, stellen Sie heute ein Leuchtturm der Wahrheit und der Freiheit für alle Christen und für alle Personen guten Willens im Westen und in der Welt dar. Sie sind ein Segen des Himmels, der die Hoffnung auf eine moralische und zivile Befreiung (Erlösung) der Christenheit und des Westens aufrechterhält. Wir inspirieren uns an Ihnen und vertrauen auf Ihren Segen um uns als Erbauer einer christlichen Kultur zu erheben, die fähig ist, eine sittliche Reformbewegung zu fördern, die ein Italien, ein Europa, einen Westen und eine Welt des Glaubens und der Vernunft verwirklicht. Möge Gott Ihnen beistehen in der Mission, die Er Ihnen anvertraut hat und möge Gott uns begleiten auf dem gemeinsamen auf die Bekräftigung der Wahrheit, auf die Anerkennung des Gemeinwohls und auf die Verwirklichung des allgemeinen Interesses der Menschheit ausgerichteten Weg.

Magdi Cristiano Allam

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