ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

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Politischer Wandel in Nordafrika: Mehr Rechte auch für die Kirche? – Einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden

Posted by deislam - 23. März 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11032301 – 23.03.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-22826?l=german

Von Prof. Dr. Rudolf Grulich*

ROM, 23. März 2011 (ZENIT.org).- Seit der Revolution in Tunesien ist die arabische Welt im Umbruch. Obwohl derzeit verschiedene arabische Länder im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen, wird außer in Ägypten kaum nach der Kirche in diesen Staaten gefragt. In Nordafrika verlief nach der Reichsteilung unter Kaiser Theodosius im Jahre 395 die Grenze zwischen Ost- und Westrom im Gebiet zwischen dem heutigen Libyen und Ägypten. Während es in Ägypten bis heute noch Millionen von christlichen Kopten gibt, verschwand im römischen Nordafrika das Christentum schon bald nach der arabischen Eroberung.

Nordafrika war einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden. Hier hatte das Christentum früh Fuß gefasst und der Kirche große Heilige geschenkt: Märtyrer wie den heilige Cyprian oder die heiligen Perpetua und Felicitas und christliche Theologen und Kirchenlehrer wie Tertullian und Augustinus. Aber als schon unter den ersten Kalifen die Araber ganz Nordafrika eroberten, konnten sie sogar nach Spanien übersetzen, um dort bis zum Jahre 1492 zu bleiben. In der Heimat eines Tertullian und Augustinus ging das Christentum unter. Nur die Titularbistümer katholischer Weihbischöfe erinnern noch an die vielen Bischofskirchen in Nordafrika.

Im Mittelalter und in der Neuzeit waren es nur Zehntausende von Christensklaven, die in Tunis, Algier und Tripolis das Christentum repräsentierten. Erst die Kolonialmächte Frankreich, Spanien und Italien bauten wieder Kirchen für ihre Siedler in Algerien, Tunesien, Marokko und Libyen. Mit dem Rückzug der Kolonialherren, mit der Auswanderung, Umsiedlung und oft Vertreibung der angesiedelten Europäer sank die Zahl der Christen in einem Ausmaß, das wir in dieser erschreckenden Dezimierung nur vom Gebiet der heutigen Türkei kennen. So hatte Algerien bis zum Ende der französischen Herrschaft unter knapp zehn Millionen Einwohner 1,5 Millionen Christen, größtenteils Katholiken. Heute sind es bei inzwischen 30 Millionen nur noch 4000 Katholiken.

Nicht ganz so krass, aber auch erschreckend ist der Rückgang der Christen in Marokko, Tunesien und Libyen. Tunesien und Marokko waren bis zu den Unruhen dieses Jahres beliebte Urlaubsländer, aber welcher europäischer Christ fragte dort nach einer Kirche oder nach der Möglichkeit zum Gottesdienst? Was boten Pilgerbüros bei ihren Programmen nach Nordafrika an, um christliche Gemeinden kennen zu lernen?

Als im 19. Jahrhundert die Kolonialmächte Afrika unter sich verteilten, war auch Nordafrika nur ein Objekt. Es begann 1831 mit der Landung der Franzosen in Algier und setzte sich auch noch achtzig Jahre später fort, als Italien Libyen annektierte. Die Engländer beherrschten faktisch seit 1882 Ägypten, die Franzosen seit 1881 auch Tunesien und mit den Spaniern zusammen Marokko. Im Jahr 1909 gab Frankreich der Regierung in Rom freie Hand, was Italien ausnutzte, um im Schatten der Balkankriege das heutige Libyen, das alte Tripolitanien und die Cyrenaica zu besetzen und noch in den 30er Jahren einen völkermordähnlichen Krieg gegen Aufstände der Bevölkerung zu führen. Wie im Osten des Mittelmeeres, wie in Palästina, Kurdistan oder Zypern lastet noch heute diese Schuld auf den Schultern der Kolonialmächte, wie 2010 die Gespräche von Ghaddafi mit Berlusconi bei seinem Besuch im Rom zeigten.

Rom hatte aber auch vor dem Vordringen der europäischen Kolonialmächte dieses Gebiet nie vergessen. Das zeigen die marokkanischen Märtyrer, als bereits Franz von Assisi die ersten Brüder in die Mission schickte, aber auch die Errichtung einer Apostolischen Präfektur 1624 in Tunis, die 1843 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Um 1630 begannen auch die Franziskaner mit der Missionsarbeit in Libyen, vor allem unter Ausländern und Christensklaven. Das gleiche geschah in den Hafenstädten Algeriens und in Marokko. Im 19. Jahrhundert wurde eine Hierarchie eingeführt: Algier wurde 1838 Bistum und 1866 Metropolitansitz mit den Suffraganbistümern Oran und Constantine. Erst 1955 wurde das Vikariat Ghardaia in der Sahara zum Bistum Laghouat (in Nordalgerien) erhoben.

In Tunesien wurde 1885 eine Erzdiözese mit dem Titel von Karthago und einem Primas für Afrika errichtet. In Marokko gab es seit 1630 eine Apostolische Präfektur und seit 1908 ein Apostolisches Vikariat, das 1956 zum Erzbistum Tanger erhoben wurde. Rabat war 1923 Sitz eines Apostolischen Vikars und seit 1955 eines Erzbischofs. In Benghazi, im heutigen Libyen, errichteten erst die Italiener nach dem Ersten Weltkrieg ein Apostolisches Vikariat, 1939 auch in Derna und Tripolis.

Wie stark noch vor dem Zweiten Weltkrieg das Christentum, wenn auch meist nur in Gestalt von Europäern, im nördlichen Afrika vertreten war, können wir für wichtige Städte belegen. Algier hatte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg 257.000 Einwohner, darunter waren aber 175.000 Europäer, zumeist Franzosen und Italiener. In Oran waren von 164.000 Einwohner nur 15.000 Muslime und 6.800 Juden, die Mehrheit waren Christen. In Constantine stellten die Europäer die Hälfte der Bevölkerung von 105.000 Einwohnern. Tunis zählte bei 200.000 Einwohnern über 33.000 Franzosen und 40.000 Italiener. In Tripolis machten die Araber und Berber nur die Hälfte der Einwohner von 72.000 aus, denn es gab dort neben 20.000 Italienern auch 15.000 Juden und 4.000 katholische Malteser.

Der Baedecker-Reiseführer „Mittelmeer“ von 1934 verzeichnet auf den Stadtplänen noch Kathedralen und christliche Friedhöfe, Klöster und christliche Krankenhäuser in Tanger und Algier, Oran und Constantine, in Tunis und Tripolis. Ein Vergleich der Zahlen des Päpstlichen Jahrbuches 1961 nach dem Ende des Algerienkrieges mit heute zeigt den Rückgang der Kirche. So sank die Zahl der Christen in Tunesien von 280.000 Gläubigen bei 3,8 Millionen Einwohner auf heute 20.000 bei einer Bevölkerung von nun mehr als zehn Millionen, in Marokko lebten 1959 im Erzbistum Tanger 100.000 Katholiken unter 1,1 Millionen Einwohnern, im Erzbistum Rabat 370.000 unter 8,5 Millionen. Heute sind die Zahlen auf 2.000 Katholiken unter vier Millionen Einwohner im Erzbistum Tanger und auf 20.000 unter 28 Millionen Muslimen im Erzbistum Rabat geschrumpft.

Das Erzbistum Algier hatte bis zum Ende der französischen Herrschaft 350.000 Katholiken (bei 3,1 Millionen Einwohner), die Bistümer Oran und Constantine 375.000 und 180.000 Katholiken unter 2,2 Millionen Einwohnern in Oran und 3,5 Millionen in Constantine. Heute zählt die Erzdiözese Algier nur noch 1.500 Katholiken bei mehr als zehn Millionen Einwohnern, die Bistümer Oran und Constantine 400 beziehungsweise 300 Gläubige unter 7,5 Millionen Muslimen in Oran und elf Millionen in Constantine. Durch die Aktivitäten protestantischer Freikirchen und neoprotestantischer Gruppen gibt es aber heute auch einige Tausend Protestanten in kleinen Hausgemeinden.

Da die Revolution in Tunesien relativ unblutig verlief und man von diesem Land demokratische Strukturen erhofft, ist auch ein Blick auf die dortige Kirche angebracht. Als Papst Johannes Paul II. dieser kleinen Herde in Tunesien am 14. April 1996 einen Pastoralbesuch widmete, kam darin auch die Sorge des Heiligen Vaters zum Ausdruck. In seiner Ansprache an die Bischöfe der Regionalen Bischofskonferenz für Nordafrika (CERNA) erinnerte der Papst an die große Geschichte der Kirche im heutigen Tunesien, aus dem Heilige und Päpste wie Viktor, Miltiades und Gelasius stammten.

In den letzten 60 Jahren ist der Anteil der Katholiken von einst zehn Prozent auf 0,2 Prozent gesunken. Es gibt heute zwölf Pfarreien unterschiedlicher Größe, die von elf Diözesanpriestern und 17 Ordensleuten betreut werden. In den Pfarreien, vor allem aber in schulischen und karitativen Einrichtungen, arbeiten noch 153 Ordensschwestern. Vor 60 Jahren waren es noch 238 Pfarreien mit 80 Diözesan- und 90 Ordenspriestern. Ordensschwestern gab es 1949 noch etwa 500. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens kam es zum Exodus vieler Europäer. Im Jahr 1970 arbeiteten zwar noch 410 Ordensfrauen im Lande, aber die Zahl der Katholiken war schon auf 35.000 in nur noch 21 Pfarreien mit 37 Diözesanpriestern und 46 Ordenspriestern gesunken.

Millionen von Christen aus Europa besuchten Jahr für Jahr Tunesien. Das Land lockte mit Billigangeboten an seinen Stränden, mit antiken Ruinenstädten wie Karthago, ja sogar mit alten Synagogen. Aber welcher europäische Tourist fragte nach Kirchen? Die Kathedrale in Tunis ist nicht zu übersehen. Sie ist dem heiligen Vinzenz von Paul geweiht. Vinzenzschwestern arbeiten im großen katholischen Krankenhaus. Dagegen steht heute die im 19. Jahrhundert gebaute Kathedrale in Karthago leer. Obwohl die Christen meist Europäer sind, hat der Vatikan im Jahre 2005 einen Araber aus Palästina, Msgr. Maroun Lahham, zum Bischof ernannt.

Als Johannes Paul II. 1996 Tunis besuchte, zelebrierte er am 14. April in der Kathedrale in Tunis. In Karthago traf er sich mit Vertretern aus der Welt der Kultur, Politik und Religion. Im Treffen mit den Bischöfen der CERNA, bei dem auch die anderen nordafrikanischen Bischöfe anwesend waren, würdigte der Papst die missionarischen Intuitionen von Kardinal Charles Lavigerie, dem Gründer der Weißen Väter, und die Spiritualität des inzwischen seligen Charles de Foucauld, der 1916 im algerischen Tamanrasset ermordet wurde. Der Kirche im Maghreb sei auch eine Kirche Afrikas, für die der Papst eine eigene Synode einberief.

Tunesien ist zwar ein islamisches Land, aber unter den islamischen Staaten doch eines der freiesten. „Die Regierung steht christlichem Proselytismus ablehnend gegenüber, zeigt aber gegenüber ausländischen religiösen Minderheiten Toleranz“, stellt ein evangelisches Handbuch „Gebet für die Welt“ fest. Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT gibt in seiner Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2008″ eine ähnliche Beurteilung. Zwar besagt die Verfassung im Artikel 1 „Tunesien ist ein freier, unabhängiger und souveräner Staat, seine Religion ist der Islam“, aber die Katholische Kirche genießt eine gewisse Anerkennung durch einen modus vivendi, der am 9. Juli 1964 vom Heiligen Stuhl und der tunesischen Regierung unterzeichnet worden war.

[*Der Autor ist Lehrbeauftragter für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Gießen und Berater von KIRCHE IN NOT Deutschland in Türkeifragen. Er leitet das Institut für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Nidda.]

Siehe auch:

Unser Kommentar:
Es sollte eigentlich einem jeden Christen einleuchten, dass es in allen islamisch-dominierten Ländern über „mehr Demokratie“ keinen Wandel zum echt Guten, echt Besseren geben kann, solange sich die Muslime samt ihren Imamen und Muftis nicht massenhaft abwenden von ihrem antichristlichen, teuflischen Glauben und den einzig heilbringenden Glauben, den christlichen (und zwar den allzeitig katholischen) annehmen. Denn ihr Irrglaube ist inhärent demokratie-unfähig und demokratie-feindlich. Alle Interventionen zugunsten der Befreiung der diktatorisch regierten Länder, in welchen sich die Bevölkerung zu mehr als 50% zum Islam bekennt (Ägypten 90%, Algerien 99%, Bahrain 81,2%, Jemen virtuell 100%, Kuwait 85%, Jordanien 93%, Libyien 97%, Oman 75%, Saudi-Arabien virtuell 100%) sind zum vornherein dazu verurteilt, Schariastaaten zu werden, zu sein, zu bleiben! Und Scharia = Christenverfolgung, Christenunterdrückung, Christenvertreibung, Christentötung!) Und Christus – GOTT und Mensch sagt: Was ihr dem Geringsten der Meinen (an-)getan habt, das habt ihr Mir (an-)getan! Demokratisierung der Moslemländer heißt also: Befreiung der Muslime zu noch größerer Selbstversklavung in ihrem unmenschlichen Gesetzessystem und damit sklavisches Unterdrücken, Vertreiben und Ermorden der „Ungläubigen“ = der Nicht-Versklavten, also der Nicht-Muslime, vor allem der von Gott von aller Sklavenschaft befreiten Christen!


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Es ist vorauszusehen: Ägypten wird in Kürze ein Scharia-Staat werden

Posted by deislam - 7. März 2011

Zitat aus ZENIR.ORG: ZG11030405 – 04.03.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-22664?l=german

Muslimbruderschaft in Ägypten: Demokratie ohne Rechtsstaat
Bonner Islaminstitut zur Rückkehr eines islamischen Chefideologen

KAIRO/ BONN, 4. März 2011 (ZENIT.org).- Die Bonner Islamwissenschaftlerin Professor Christine Schirrmacher, wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen der Evangelischen Allianz, warnt vor den politischen Zielen der Muslimbrüder in Ägypten. Sie strebten eine Demokratie im Rahmen der Scharia an und eben keinen säkularen Rechtsstaat nach westlichem Muster. Unter Mubarak waren die Muslimbrüder jahrzehntelang offiziell verboten, aber als größte politische Oppositionsgruppe geduldet. Jetzt bereiten sie die Gründung einer „Partei für Frieden und Gerechtigkeit“ vor. Am vergangenen Freitag kehrte einer ihrer offiziellen Chefideologen, der gebürtige Ägypter Yusuf al-Qaradawi, zum „Tag des Sieges“ nach Kairo zurück.

Nach über 30 Jahren Predigtverbot durfte al-Qaradawi erstmals wieder das Freitagsgebet leiten – vor Hunderttausenden auf dem Tahrir-Platz. Ausgerechnet die „Koalition der Jugend der Revolution“ hatte den derzeit über Fernsehen und Internet einflussreichsten muslimischen Gelehrten eingeladen. Das ist laut Christine Schirrmacher ein Besorgnis erregendes Signal angesichts der Haltung al-Qaradawis zu Demokratie und Menschenrechten, Israel und Selbstmordattentaten.

In seinen Schriften offenbare al-Qaradawi ein ambivalentes Verhältnis zu Demokratie und Menschenrechten. Auf der einen Seite spreche er sich deutlich gegen autoritäre und totalitäre Herrschaftsformen aus und lege dar, dass die islamische Erweckungsbewegung stets nur in einer Atmosphäre politischer Freiheit und Demokratie Frucht getragen habe. Dazu gehören für ihn unter anderem die Verantwortung der Regierung gegenüber dem Parlament, das Recht auf Opposition und die freie Presse. Auf der anderen Seite wettert er gegen die westliche Demokratie „mit ihren schlechten Ideologien und Werten“.

Bezeichnend sei auch al-Qaradawis Vorschlag zur Überwindung muslimischer Vorbehalte gegenüber der Demokratie: In der Verfassung muslimischer Staaten soll in einem Artikel festlegt werden, dass jedes Gesetz, das den unanfechtbaren Bestimmungen des Islam widerspricht, null und nichtig ist. Seine Begründung: Der Islam sei die Staatsreligion und die Quelle der Legitimität aller staatlichen Institutionen. Welche Gesetze mit dem Islam vereinbar sind, sollen aus Sicht der Muslimbrüder zukünftig die führenden muslimischen Rechtsgelehrten des Landes entscheiden – und zwar unabhängig von staatlichen Vorgaben.

Der Vorrang der Scharia gelte aus seiner Sicht auch für die Menschenrechte. Wer erkennbar vom Islam „abfällt“, geschweige denn seine Glaubensgrundsätze und rechtlichen Bestimmungen öffentlich kritisiert, ist für al-Qaradawi ein Verräter des Staates, der von den politisch Verantwortlichen notfalls mit dem Tod bestraft werden muss. Vor diesem Hintergrund ist laut Schirrmacher kaum zu erwarten, dass sich die Muslimbruderschaft, die al-Qaradawi mehrmals die Führung angeboten hat, für mehr Religions- und Meinungsfreiheit einsetzen wird.

Als Hassan al-Banna 1928 die ägyptische Muslimbruderschaft gründete, ging es ihm vor allem um den Widerstand gegen die hegemonialen Ansprüche der Briten und die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft. Die Bruderschaft sollte sich für eine Rückkehr zu islamischen Moralvorstellungen einsetzen und sozial engagieren. Zehn Jahre später formierten sich die Muslimbrüder jedoch bereits zur politischen Gruppierung. Al-Banna predigte den Islam als umfassendes und revolutionäres Heilmittel für alle gesellschaftlichen und politischen Missstände.

Indem die Muslimbrüder eigene Unternehmen gründeten, Schulen und Krankenhäuser unterhielten und wichtige Posten in Armee und Gewerkschaften besetzten, bildeten sie bald eine Art Staat im Staate. Das führte zu einer zunehmenden Konfrontation mit der ägyptischen Regierung. Muslimbrüder ermordeten 1948 Premierminister Fahmi An-Nuqrashi. Hasan al-Banna, der jede Verantwortung für militante Aktionen der Gruppe abgestritten hatte, wurde 1949 selbst Opfer eines Anschlags. Präsident Nasser verbot die Muslimbruderschaft und ließ zahlreiche Anhänger verhaften und foltern.

Nach dem Verbot radikalisierte sich die Muslimbruderschaft zunehmend. Ihr ideologischer Vordenker Sayyid Qutb (1906-1966) erklärte sich den mangelnden Widerstand der ägyptischen Führung gegen die Briten und die Vernachlässigung islamischer Prinzipien in der Gesellschaft mit dem Rückfall in die sogenannte Jahiliya. Muslimische Theologen beschreiben mit diesem arabischen Begriff eigentlich „die vorislamische Zeit absoluter Unwissenheit“. Aus Qutbs Sicht befanden sich nicht nur die nichtislamische Welt, sondern auch die meisten muslimischen Gesellschaften Mitte des 20. Jahrhunderts in diesem Zustand der Ignoranz.

Die Regierungen seiner Zeit verglich er mit dem in biblischen wie koranischen Quellen beschriebenen ägyptischen Pharao. Die „unzivilisierten Tyrannen und Unterdrücker“ müssten notfalls durch gewaltsamen Jihad gestürzt werden. Qutb selbst wurde mehrfach verhaftet und 1966 schließlich hingerichtet. Militante Aktivisten nach ihm bezogen sich auf seine Schriften, um ihre Attentate gegen die ägyptische Regierung oder westliche Touristen zu rechtfertigen. Der Anführer des Attentats auf Präsident Anwar as-Sadat am 6. Oktober 1981 rief aus: „Ich habe den Pharao getötet.“

Bereits in den 1970er Jahren hat sich die Muslimbruderschaft gegen die sogenannte Qutbisten und die militanten Abspaltungen ihrer Bewegung ausgesprochen. Dennoch verehren viele von ihnen Qutb bis heute als Märtyrer. Sie lehnen jedoch sein Konzept einer gewaltsamen islamischen Revolution ab. Für sie geht es vielmehr um einen Prozess schrittweiser Islamisierung. Sowohl in Ägypten als auch über ihre weltweiten Ableger sollen dabei zunächst alle friedlichen, politischen und institutionellen Mittel ausgeschöpft werden und ein positives Bild des Islam propagiert werden, um der islamischen Rechtsvorstellung mehr Geltung zu verschaffen.

Al-Qaradawi fordert immer wieder die Einhaltung von Prioritäten und das Abwägen zwischen dem Idealen und dem Möglichen. Anhänger der Erweckungsbewegung sollen alle Gesellschaftsbereiche durchdringen, von Bildung und Wissenschaft bis zur Sozial- und Wirtschaftspolitik. Dabei betont er die Schlüsselrolle der Medien. Der „Jihad unserer Zeit“ findet nach seiner Einschätzung im Internet statt. Aufwendige islamische Internetseiten und Portale sollen Werbung für den islamischen Glauben machen. Internationale Gremien muslimischer Rechtsgutachter sollen sich um die Einheit der globalen muslimischen Gemeinschaft kümmern und nicht zuletzt über die Online-Fatwas die Islamisierung des Lebensstils, insbesondere in der westlichen Diaspora, steuern.

Auch für Israel bedeutet der Besuch al-Qaradawis nichts Gutes. Für Israel war Ägypten in den letzten Jahrzehnten ein wichtiger, weil friedlicher und verlässlicher Nachbar. In seiner Rede am vergangenen Freitag sprach al-Qaradawi von der Hoffnung, demnächst auf dem Tempelberg in Jerusalem predigen zu können. In leidenschaftlichen Predigten verurteilt er jegliche Bemühungen um einen dauerhaften Frieden als Verrat an der muslimischen Gemeinschaft. In einem Interview mit al-Jazeera vom 28. Januar 2009 sprach er von der göttlichen Strafe für das verkommene jüdische Volk. Die letzte Strafe habe Hitler vollzogen. Auch wenn er übertrieben habe, sei es ihm gelungen, die Juden auf ihren Platz zu verweisen. So Gott will, würde die nächste Bestrafung durch die Hand der Gläubigen erfolgen. Der 84-Jährige wünsche sich, notfalls mit dem Rollstuhl ins Land des Jihads und des Widerstands zu gehen und auf Allahs Feinde, die Juden, zu schießen. Auf diese Weise würde er als Märtyrer sterben.

Das klingt ganz ähnlich wie die Gründungscharta der Hamas, die Ende der 1980er Jahre aus der dortigen Muslimbruderschaft hervorgegangen ist. In zahlreichen Predigten hat al-Qaradawi zudem die palästinensischen Selbstmordattentate als „heroische Märtyreroperationen“ gerechtfertigt. Er verweist dabei auf den militärischen Charakter der israelischen Gesellschaft, in der jeder früher oder später Soldat sei. Auf der anderen Seite hat er die Anschläge vom 11. September 2001 scharf verurteilt. Solche Taten seien völlig unvereinbar mit der islamischen „Religion der Toleranz“, die der menschlichen Würde einen hohen Wert beimesse. Was seine Kritiker als Doppelzüngigkeit und Widersprüchlichkeit verurteilen, versteht er selber als notwendige Kontextualisierung. Für den Fall, dass die Muslimbrüder mehr politischen Einfluss gewinnen sollten, dürften die Chancen für mehr Menschen- und Bürgerrechte und eine Stabilisierung des Nahen Ostens schwinden, ist Christine Schirrmacher überzeugt.

Unser Kommentar:
Mindestens 90% aller Aegypter bekannten sich schon vor Jahren zum (sunnitischen) Islam. Infolge der Flucht und Ermordung (Verfolgung, Vertreibung, Auswanderung) vieler Christen (und Juden) dürften es heute 95% oder mehr sein! Schon bisher war die Scharia „die Hauptquelle der Gesetzgebung“ (siehe Wikipedia-Artikel!) Mit der Beseitigung von Mubarak und der jetzt nachfolgenden Pseudo-Demokratisierung des ägyptischen Volkes wird alles noch konsequenter und strenger scharia-konform werden. Sämtliche religiösen „Minderheiten“, sprich „erbärmlichen Überreste“ von Kafir/Kuffar („Ungläubigen“) werden noch viel mehr benachteiligt, bedrängt, unterdrückt, bedroht, verfolgt, vor islamisches Gericht gestellt, vertrieben, getötet werden. Ganz so, wie es eben der islamische Djihad gemäß Koran und Sunna erfordert. Wie naiv sind doch all diejenigen, die glauben, das ägyptische Volk werde nun (endlich) bessere, gerechtere, prosperierende, freiere, unabhängig mitbestimmende Zeiten erleben. Ganz im Gegenteil: das islamische Volk ist unfrei, versklavt, allein (schon), weil es mohammed-, koran-, scharia-gefangen ist. Nur eine massenweise Bekehrung zum Christentum könnte es aus dieser infernalen Ankettung erlösen!

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Gemeinsam gegen Christenverfolgung – Großdemonstration in Frankfurt/Main

Posted by deislam - 3. März 2011

Warum schweigt Ihr?
Religionsfreiheit ist keine Einbahnstraße!

GROSSDEMONSTRATION IN FRANKFURT/MAIN
am
Samstag den 12. März 2011

Treffpunkt: 13:00h Bahnhofsvorplatz
Abschlußkundgebung: ca. 16:00h Hauptwache/Katharinenkirche

Gemeinsam gegen Christenverfolgung…
Gemeinsam für Menschenrechte…
in
Ägypten, Türkei, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Afghanistan, Nordkorea und anderswo

Die anhaltenden Christenverfolgungen in islamischen Ländern haben verschiedene Kirchen, Menschenrechtsorganisationen und Verbände veranlasst, am 12. März eine Großdemonstration in Frankfurt am Main zu organisieren. Vor allem die Situation in Ägypten stellt sich für religiöse Minderheiten als sehr bedrohlich dar. In dem wichtigsten arabischen Land kam es wieder zu einem Massaker mit zahlreichen Todesopfern.
Islamische Extremisten haben die koptische Kirche des heiligen Georg angegriffen. Einige Tage zuvor hatte ein Überfall von islamischen Terroristen jedoch sehr viel drastischere Folgen. Bei einem erneuten Massaker an Christen wurden elf Kopten getötet, darunter befand sich auch ein dreijähriges Mädchen.

Der Tagesspiegel berichtet:

Bei den Tätern habe es sich um Anhänger radikal-islamischer Gruppen gehandelt, sagte am Freitag der Afrikaexperte der in Göttingen ansässigen Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius. Sie seien mit der Hilfe muslimischer Nachbarn in die Häuser von zwei koptischen Familien eingedrungen. Unter den Ermordeten sei auch ein drei Jahre altes Mädchen, sagte Delius weiter.

Diese Zustände sind untragbar. Nicht auszudenken was passiert, wenn die Muslimbrüder in Ägypten an die Macht kommen. Die Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung der christlichen Minderheiten wird sehr wahrscheinlich zunehmen. Deshalb ist es wichtig, auf die Missstände aufmerksam zu machen und sich mit den Kopten zu solidarisieren. Wir rufen daher alle demokratisch gesinnten Menschen auf, sich zahlreich an der Demonstration zu beteiligen:

Datum: 12. März 2011
Ort: Frankfurt/Main
Zeit: 13 Uhr Bahnhofsvorplatz
http://www.pi-news.net/wp/uploads/2011/02/grossdemo_fft.jpg
http://www.buergerbewegungen.de/veranst/detail.php?vid=65
http://www.pi-news.net/

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Der römisch-katholische Lateinische Patriarch von Jerusalem und die Hamas

Posted by deislam - 15. Januar 2009

Das war eine Meldung von Radio Vatikan vom 15.8.2007:

Nahost: Jerusalemer Erzbischof für Dialog mit der Hamas

Die islamistische Hamas muss nach Auffassung des Jerusalemer Erzbischofs Fouad Twal als Dialogpartner für eine Friedenslösung im Nahen Osten einbezogen werden. Mehr denn je sei es entscheidend, die Bewegung nicht zu marginalisieren, sagte der designierte Nachfolger des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem im Interview der italienischen Tageszeitung „Il Messaggero“. Stattdessen müsse man ihr helfen, ein „gemäßigtes Ufer“ zu erreichen.
Auch wenn Israel und die USA die Hamas als terroristisch bezeichneten, müsse man ihre Erfolge im Gazastreifen zur Kenntnis nehmen. „Dank der Hamas kann man sehen, dass die Zeit des Chaos vorbei ist“, sagte Twal. Die Bewegung gehe mit eiserner Disziplin gegen Kriminalität vor. „Es gibt keine Diebstähle mehr, man respektiert sogar die Ampeln“, so der Patriarch-Koadjutor und Diplomat.
Twal bestritt nachdrücklich, dass es in den Palästinensergebieten „Fundamentalismen“ oder eine gegen Christen gerichtete Politik gebe. Allenfalls nutzten bestimmte Gruppen das Fehlen einer stabilen Ordnung und Disziplin, um in der Bevölkerung Panik zu schüren. „Das alles hat nichts mit der Hamas zu tun“, betonte der Kirchenmann. (kna 15.08.2007 mc)

Unser Kommentar:
Anhand von solchen Rückblenden kann man sehr gut illustrieren und beweisen, wie unseriös, wie naiv, wie opportunistisch, wie verblendet, wie kurzsichtig, wie realitätsfremd gerade auch führende katholische Kirchenmänner sind, wenn sie solche politische Statements abgeben und damit nicht nur nichts Gutes bewirken, sondern das Schlechte, das Böse, das Übel noch vermehren und stärken. Was die Hamas ist, was sie „im Schilde führt“, ergibt sich aus ihrer CHARTA. Den vollständigen (englischen) Text dieser Charta von 1988 kann man unter diesem Link nachlesen, Auszüge daraus auf deutsch unter diesem. Wenn man nun diese manifestante Selbst-Definition oder Selbst-Verpflichtung liest und die entscheidenden Passagen zur Kenntnis nimmt, sieht man doch normaler- und vernünftigerweise sofort ein, worauf alles hinausläuft in diesem anhaltenden Aufstand und Krieg gegen Israel. Es geht um seine Ausradierung, um seine Vernichtung. Aber nicht „nur“ darum. Es geht um die absolute Herrschaft des Islams, in „Palästina“, im HEILIGEN LAND, im ganzen Nahen Osten und in der GANZEN WELT! Es geht um die Besiegung und Unterwerfung oder Eliminierung, Tötung, Vernichtung der JUDEN und CHRISTEN, ALLER „Ungläubigen“. Und nun ist diese Hamas seit 2006 an der Macht. Das Volk hat sie gewählt. Und da gibt es noch einen „Patriarchen“, der behaupten kann: „eine gegen die Christen gerichtete Politik gebe es in den Palästinensergebieten nicht“! Da passt dann folgendes Zitat (aus dem Forum Politikstube.de) wie „das Auge auf eine Faust“ dazu:

„In 15 Jahren wird es keine Christen in den Palästinensergebieten mehr geben. Das befürchtet der Menschenrechtsanwalt Justus Reid Weiner, der Internationales Recht an der Hebräischen Universität in Jerusalem lehrt. Gründe für die Abwanderung seien die Verfolgung durch Muslime und wirtschaftliche Nachteile. Er beklagt ferner mangelnde internationale Unterstützung. „Die systematische Verfolgung christlicher Araber, die in den palästinensischen Gebieten leben, wird von der internationalen Gemeinschaft, den Menschenrechtlern, Medien und Nichtregierungsorganisationen totgeschwiegen“, zitiert die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem den Juristen in ihrem Informationsdienst vom 4. Dezember (2007). Nach Schätzungen ist der Anteil der Christen an der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland und im Gazastreifen in den vergangenen 50 Jahren von 15 auf 1,5 Prozent zurückgegangen. Dramatisch ist die Entwicklung auch in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu. Während dort Christen früher die Mehrheit stellten, ist ihr Anteil in der 30.000 Einwohner zählenden Stadt unter 20 Prozent gesunken.“

Und dies war eine Meldung von Radio Vatikan vom 28.9.2007:

Christliche Frauen verschleiern sich aus Angst vor Fundamentalisten. Immer mehr Christinnen tragen im palästinensischen Gaza-Streifen die islamische Körperbedeckung, den Hjiab, um sich vor Übergriffen der Hamas zu schützen. Nach Berichten aus dem Gaza-Streifen haben Vertreter der Hamas mehrfach Christinnen gezwungen, das Kreuz abzulegen. Außerdem steckte die Hamas Kirchen und Schwesternschulen in Brand. Die Situation könnte sich weiter verschlimmern, wenn die Hamas das islamische Gesetz einführen sollte. Das würde viele Christen zwingen, den Gazastreifen zu verlassen.
(pm 28.09.2007 so)

Wir selber sind gewiss keine Anhänger und Freunde Israels. Verständlich aber ist, dass Israel sich gegen Todfeinde wehrt, gegen alle jene Waffengewalttätigen, die ihm nicht einmal das Existenzrecht zubilligen. Wenn die Hamas und die „Muslimbruderschaft weltweit“ könnten, würden sie Israel samt all seinen Bewohnern, einschließlich Kinder und Frauen, ja inklusive der noch in seinen Grenzen hausenden Palästinensern, selbst den islamischen, „ausradieren“! Da sind (möglicherweise auch unausgewogene, übermäßige) „Präventivschläge“ des/der Bedrohten unvermeidlich. Von einem christlichen Patriarchen ist aber zu erwarten, dass er die CHRISTEN unterstützt und schützt und damit die Hamas samt der Muslimbruderschaft samt aller mit ihnen sympathisierenden Muslime als das bezeichnet und kritisiert, was sie sind: Todfeinde der Juden und der CHRISTEN!

Siehe auch:

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