ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Archive for April 2009

Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis Humanae“ (2)

Posted by deislam - 30. April 2009

Wie in unserem Teil 1 schon einleitend gesagt, ist es für Christen und namentlich für die Führerschaft der Christenheit völlig verfehlt, davon auszugehen, dass der „Staat“ weltanschauungsneutral zu sein hat. Der „Staat“ (der Staatsapparat) wird gebildet, verwaltet und geführt von Menschen. Und da GOTT der Schöpfer, Eigentümer, Erzieher, Lehrer und Richter aller Menschen ist, gibt es keine Menschen, die außerhalb Seiner Oberhoheit und Seines Einflusses stehen, die Ihm gegenüber „neutral“ sein können/dürfen, auch wenn sie im Dienste des Staates, also ihrer Mit-Menschen, ihre Funktion(en) ausüben. Der Wesenszweck der staatlichen Gewalt besteht nicht in der Sorge nur für das zeitliche Gemeinwohl, sondern in der Sorge für das umfassende Gemeinwohl mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, wobei das Gemeinwohl eben nicht auf ein zeitliches beschränkt werden kann. Das Wohl des Einzelnen wie das Gemein-Wohl umfasst immer das Gesamt-Wohl des Menschen: Leib und Seele, Zeit und Ewigkeit, Diesseits und Jenseits, Erde und Himmel. Jeder Staat, jede Gesellschaft besteht (ausschließlich) aus Menschen, die zum ewigen glückseligen Leben mit Gott berufen sind, und die – wenn sie dieses Ziel nicht anstreben und nicht erreichen – ein ewiges unseliges („un-wohles“, unheiles, unheiliges) Leben in Gottferne erleiden müssen. Der „Staat“ hat also die Aufgabe, mit seinen zeitlichen und irdischen Mitteln nebst der Ermöglichung eines geordneten, friedlichen, ersprießlichen Zusammenlebens das rechte, richtige, wahre religiöse (und sittliche) Leben der Bürger anzuerkennen, zu schützen, zu fördern, zu begünstigen und dementsprechend das falsche, irrige, schein- und anti-religiöse, gemein-schädliche Leben in der Öffentlichkeit möglichst zu verhindern und wenn nicht verhinderbar, höchstens (in Grenzen) zu tolerieren.

Die Sozialnatur des Menschen wie auch der Religion verlangt gewiss (religiöse) Gemeinschaft(en). Und den einzelnen Menschen kommt zwar die Freiheit als Freisein vom Zwang, „in religiösen Dingen“ (auch) nach ihrem irrigen Gewissen zu handeln, zu, aber nur persönlich und privat, nicht öffentlich. In Gemeinschaft und öffentlich zu agieren, darf ein nach Gottes Gesetzen konstituierter und geführter Staat jenen nicht gestatten, die Seine (Gottes) Gesetze und Gebote missachten und verachten. Das heißt: Gemeinschaften, die das ewige Heil behindern oder verhindern, steht nicht rechtens die Freiheit zu (wie es in DH Abschnitt 4 heißt), „sich gemäß ihren eigenen Normen zu leiten, der Gottheit in öffentlichem Kult Ehre zu erweisen, ihre Glieder durch Unterricht zu unterstützen und jene Einrichtungen zu fördern, in denen die Glieder zusammenarbeiten, um das eigene Leben nach ihren religösen Grundsätzen zu ordnen“; denn die „Gottheit“ falscher Religionen ist eben nicht die wirkliche, wahre Gottheit; sie ist immer eine (bloße) menschliche Einbildung, ein Phantasieprodukt, ein Zerrbild, ein Idol, ein Abgott, ein Götzenbild, und damit ist ein ihr geltender Kult nicht Verehrung „der Gottheit“, sondern Verunehrung des einzig wahren Gottes, ja letztlich (sträfliche) Gotteslästerung. In gleicher Weise steht solchen pseudoreligiösen Gemeinschaften auch nicht das Recht zu, „ihre eigenen Amtsträger auszuwählen, zu erziehen, zu ernennen und zu versetzen, mit religiösen Autoritäten und Gemeinschaften in anderen Teilen der Erde in Verbindung zu treten, religiöse Gebäude zu errichten und zweckentsprechende Güter zu erwerben und zu gebrauchen“. Und sie haben auch nicht das Recht, „keine Behinderung bei der öffentlichen Lehre und Bezeugung ihres Glaubens in Wort und Schrift zu erfahren“. Sie müssen nach Gottes Gesetz vielmehr mittels staaticher Vorschriften und Gesetze („durch Mittel der Gesetzgebung und durch verwaltungsrechtliche Maßnahmen“) daran gehindert werden.

Die Familie ist „eine Gesellschaft eigenen und ursprünglichen Rechtes“. Ihr steht tatsächlich das Recht zu, ihr häusliches religiöses Leben unter der Leitung der Eltern in Freiheit zu ordnen. Das gilt jedoch nur für die Familie, die diesen Namen verdient, die wirklich eine solche ist, nämlich eine Familie nach dem Willen und den Gesetzen Gottes, ihres Ursprungs. Eine Schein-Familie, eine Familie, die die göttlichen Kriterien nicht erfüllt, die den Anordnungen Gottes widerspricht, hat in einer gottgewollten und gottwohlgefälligen zivilen Ordnung kein eigenes und ursprüngliches Recht. Deren Eltern haben kein Recht, „die Art der religiösen Erziehung ihrer Kinder gemäß ihrer eigenen (irrigen) religiösen Überzeugung zu bestimmen, in Freiheit Schulen und andere Erziehungseinrichtungen zu wählen“. Und die Rechte solcher Eltern werden nicht verletzt, wenn deren Kinder „gezwungen werden, einen Schulunterricht zu besuchen, der der (irrigen) religiösen Überzeugung der Eltern nicht entspricht“; denn kein Mensch hat vor Gott das Recht, andere Menschen, auch die eigenen Kinder, zu verführen, vom Unterricht über die wahre Religion abzuhalten und auszuschließen.

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Für die Juden gibt es keinen besonderen, eigenen Heilsweg

Posted by deislam - 16. April 2009

An Christus kommt niemand vorbei, auch die Juden nicht. Ihnen ist kein eigener Heilsweg beschieden. Das bestätigt jetzt (endlich!) auch die deutsche Bischofskonferenz (durch Bischof Gerhard Ludwig Müller). Der „Gesprächskreis Juden und Christen“ beim „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK), nach eigenem Bekenntnis weltweit das einzige Gremium, in dem Juden und Katholiken in kontinuierlichem Austausch stehen und zu grundlegenden und aktuellen theologischen Themen gemeinsam Stellung nehmen, hatte am 9. März 2009 großspurig eine Erklärung veröffentlicht mit dem Titel „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen„. Diese Erklärung wird jetzt offiziell als „nicht authentisch katholisch“ bezeichnet, ihr wird „keine lehramtliche Autorität“ zuerkannt. Immerhin das. Aber es kommt dabei insgesamt immer noch zuwenig klar zum Ausdruck, dass der „Alte Bund“ Gottes mit dem „auserwählten Volk“ (der Juden) obsolet ist, dass er im „Neuen Bund“ mit dem „auserwählten Volk“ (der Juden und Heiden), das heißt mit und in der Kirche Christi, seine Fortführung und Vollendung gefunden hat; dass der Alte Bund somit als solcher nicht mehr existiert, dass er vor Gott keine Gültigkeit mehr hat, und dass der Neue Bund der alleinige, endgültige und ewige ist. Treffend ist der Satz: „Der Dialog (in einem Arbeitskreis) [und übrigens auch auf allen anderen Ebenen] kann jedoch nicht um den Preis geschehen, dass wesentliche christliche Glaubensaussagen zu den Mysterien der Trinität und der Inkarnation, zu Erlösung und Rechtfertigung des Sünders, zu Gnade und Erbsünde, zur universalen und einzigen Mittlerschaft Christi, zur Heilsnotwendigkeit der Kirche, des Christusbekenntnisses und der Verbindung mit Christus in den Sakramenten, zum Verhältnis von universalem Heilswillen und seiner ekklesialen und sakramentalen Vergegenwärtigung entweder relativiert oder ungenau wiedergegeben werden.“ Die Kirche ist also streng verpflichtet, auch die Juden weiterhin zu missionieren und für deren (individuelle und nicht nur kollektive) (aktuelle und nicht nur eschatologische) Bekehrung zu beten wie sie es stets getan hat, wobei es selbstverständlich ist, dass niemand „unter Druck“ oder „mit Zwang“ (durch Nötigung) zur Annahme des christlichen Glaubens gebracht werden soll. Und sie ist streng verpflichtet, ihren „älteren Brüdern“, wenn sie sie schon so bezeichnen will, stets klar zu machen, dass es für sie keinen anderen Weg zum Reich Gottes gibt als den der Anerkennung Jesu Christi als ihr wie unser Messias und Erlöser und GOTT und konsequenterweise durch das Sakrament der Taufe im Namen des Dreifaltigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Zitat von „Radio Vatikan“: 15/04/2009 10.51.21:

D: „Christliche Glaubensaussagen nicht relativieren“

Die Deutsche Bischofskonferenz warnt mit Blick auf die Frage der Judenmission vor einer Aufweichung christlicher Positionen. Im Dialog der Religionen dürften wesentliche Glaubensaussagen nicht relativiert oder ungenau wiedergegeben werden, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller. Darin setzt sich der Ökumene-Beauftragte der Bischofskonferenz kritisch mit einer Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken auseinander, das sich vor zwei Wochen deutlich gegen jede Form der Judenmission ausgesprochen hatte. Im Dialog der Religionen müsse der Begriff der Mission richtig dargestellt werden, schreibt Müller. Jesus habe unzweifelhaft Juden und Heiden in die Kirche berufen. Allerdings gehe es nicht darum, Gläubige anderer Religionen durch Überredung abzuwerben oder gar mit Drohung zu nötigen. Das Statement des Zentralkomitees der deutschen Katholiken könne „in keiner Weise“ als „authentische Darstellung des katholischen Glaubens und Bekenntnisses angesehen werden“. Dem Text liege offenbar eine „Entgegensetzung“ der Lehre des Konzils und einiger Maßnahmen von Papst Benedikt zugrunde – das sei „sowohl formal wie auch inhaltlich völlig verfehlt“. Müller wörtlich: „Weder hat die Neuformulierung der Fürbitte für die Juden im außerordentlichen Ritus der Karfreitagsliturgie etwas mit „Judenmission“ in der absolut negativen Bedeutung zu tun, die ihm das Papier des Arbeitskreis unterlegt, noch gibt es eine „Kirche des Zweiten Vatikanischen Konzils“, die den Bund Gottes mit dem jüdischen Volk als einen Heilsweg zu Gott darstellt – auch ohne Anerkennung Jesu Christi und ohne das Sakrament der Taufe.“

(rv/kna 15.04.2009 sk)

Wir dokumentieren hier die Stellungnahme von Bischof Müller im vollen Wortlaut. Quelle ist die Deutsche Bischofskonferenz. Den vollen Wortlaut der Erklärung des Zentralkomittees der deutschen Katholiken, auf die Müller sich bezieht, finden Sie unter www.zdk.de/erklaerungen/ .
Das Christus-Bekenntnis der Kirche im christlich-jüdischen Dialog
Eine Stellungnahme

Leben und Sendung (Mission) der Kirche lassen sich nur verstehen auf der Grundlage ihres Bekenntnisses zu Jesus dem Christus: „Wer mit dem Munde bekennt ´Jesus ist der Herr` und mit dem Herzen glaubt‚ Gott hat ihn von den Toten auferweckt’, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen. Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum werden alle beschenkt, die ihn anrufen“ (Röm 10,10-12).
Das Christusbekenntnis der Kirche hat seinen Ursprung in der lebendigen Begegnung der Jünger mit der Person Jesu. In ihm hat die Urkirche das Wort, das Gott ist, erkannt, das Fleisch angenommen hat um unseres Heiles willen. Durch seine Predigt, seine Lehre und seine Heilstaten und letztendlich durch seinen Tod am Kreuz, seine Auferstehung von den Toten und die Ausgießung des Heiligen Geistes hat Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist unüberbietbar durch eine neue Offenbarung und endgültig (eschatologisch) sich selbst allen Menschen mitgeteilt als Wahrheit und Leben.
„Daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund unüberholbar.“ (1)  In diesem Sinne fasst das II. Vatikanische Konzil  in der „Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung“ Dei Verbum das ganze Christusbekenntnis der Kirche in seinem biblischen Ursprung und seiner glaubensmäßigen Entfaltung in der großen  Tradition mit höchster lehramtlicher Autorität zusammen.

Jesus ist der Christus

Die Kirche glaubt also an die Person Jesu Christi. Sie baut nicht auf einer historischen Rekonstruktion eines Jesus–Bildes auf, das aus den biblischen Quellen etwa nach den Vorentscheidungen eines liberal-kulturchristlichen Weltbildes abstrahiert wird.
Daher kann nicht das Alte Testament als Zeugnis einer realen Bundesstiftung Gottes gelesen werden im Gegensatz zum Neuen Testament, das nur mit literarischen Stilmitteln einen jüdischen Thora-Lehrer als Sohn Gottes oder als universalen Heilsmittler interpretieren würde, ohne dass Jesus wirklich und wahrhaft das fleischgewordene Wort Gottes ist. (2)

Die Heilige Schrift: Wort Gottes in menschlicher Sprache

Für das Verhältnis der jüdischen und der christlichen Glaubensgemeinde zueinander ergibt sich ein gemeinsamer glaubenshermeneutischer Bezugsrahmen, der im eminenten Sinn theologisch ist und sich qualitativ von Vergleichen aus historischer und literarwissenschaftlicher Sicht abhebt. Gläubige Juden und Christen gehen davon aus, dass Gott sich in der Geschichte offenbaren kann und sich in der Tat geoffenbart hat als Schöpfer aller Menschen und als Retter und Erlöser seines erwählten Volkes. Die Heiligen Schriften Israels und der Kirche bezeugen in menschlicher Sprache das Wort Gottes und enthalten es. Die Bibel der Juden und die Bibel der Christen (im Alten und Neuen Testament) sind also nicht rein menschliche Interpretationen, die im Sinne liberaler Projektionstheorien „Gott“ als fiktionales Subjekt einer heilsgeschichtlichen Offenbarung in Wort und Tat sich voraussetzen (und so „Gott“ einführen, „als ob“ er  „Person“ wäre).
Was jüdisches und christliches Bekenntnis unterscheidet, ist nicht die Behauptung eines realen Handelns Gottes im Bund für Israel und einer bloß menschlichen Interpretation der Gestalt Jesu in den neutestamentlichen Schriften, sondern die Frage, ob Jesus tatsächlich der verheißene Messias ist, ob die Inkarnation, der Sühnetod am Kreuz und die Auferweckung von den Toten von demselben Gott des Bundes, dem Gott und Vater Jesu Christi, tatsächlich gewirkt worden sind.

Die Selbstoffenbarung des dreieinigen Gottes

In  dem genannten  Text (Anm.2) des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim ZdK wird dagegen die Grenzlinie zwischen Juden und Christen lediglich  in der „Vorstellung“ von der Trinität und der Inkarnation festgemacht.
Für Katholiken und alle Christen, die das Nicaeno-Konstantinopolitanum anerkennen, ist das Mysterium der Trinität nicht eine an Gott von außen herangetragene Metapher der Nähe und Liebe Gottes, sondern die Offenbarung des innersten Seins Gottes, das er selbst  in der realgeschichtlichen Menschwerdung des Sohnes Gottes und der Ausgießung des Heiligen Geistes uns Menschen kundgibt und in das wir einbezogen werden. Heil ist das Erfülltwerden mit der Liebe Gottes – jetzt und für immer bis in Ewigkeit. Vom universalen Heilswillen Gottes kann dann nicht mehr unabhängig von seiner geschichtlich-eschatologischen Vergegenwärtigung in Jesus Christus, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, gesprochen werden.

Gottes Bund – Angebot des Heils

Vom Primat der Gnade und des Glaubens her ist ein Standpunkt, der „das ethische Handeln aller Menschen“ als „einen Weg zu Gott eröffnet, jenseits der Glaubensunterschiede“ (3) , schlechterdings nicht nachvollziehbar. An der zentralen christlichen Glaubensüberzeugung vom wirklichen Gnadenhandeln Gottes in Christi Tod zur Erlösung aller Menschen führt kein Weg vorbei:
„Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus […] Ist denn Gott nur ein Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden, da doch gilt: Gott ist der ‚Eine’. Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen“ (Röm 3, 23-30).

Die Erlangung des endzeitlichen Heils soll nach dem Matthäusevangelium, so suggeriert die Erklärung des Gesprächskreises, nicht an die Person Jesu gebunden sein, sondern sei „allein“ von den Taten der Nächstenliebe abhängig. So könne Jesus für die Juden als Ausleger der Thora gelten und für die Heiden habe er die Funktion, sie zur Anerkennung des Gottes Israels zu bewegen.(4) Dass für alle Evangelien das Messiasgeheimnis und -bekenntnis zentral ist, findet keine Erwähnung. Maria, die Jesus durch das Wirken des Heiligen Geistes empfangen hat, soll ihrem Sohn den Namen Jesus geben, (Mk 8,29 parr.; Joh 11,27) „denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“ (Mt 1,21). Prophetisch wird Jesus bezeichnet als der „Hirt meines Volkes Israel“ (Mt 2,6).  Das  Erlöserwirken Jesu Christi auf die Heiden außerhalb des Gottesvolkes Israel zu beschränken, hieße, das gesamte biblische Zeugnis auf den Kopf zu stellen.

Der Souveränität und Einzigkeit Gottes entspricht hingegen, dass ER von sich aus auf dem Weg der Erwählung, der Berufung, der Gnade des Bundes, der Erlösung und der Rechtfertigung  und –  gemäß dem christlichen Bekenntnis – der Menschwerdung zu uns kommt. Menschen können dann den Weg Gottes zu ihrem Heil mitgehen, wenn sie ihm den „Gehorsam des Glaubens“ (5) entgegenbringen, der sich in der Liebe zu Gott und zum Nächsten mit der Erfüllung des Willens Gottes in seinen Geboten zeigt.

Gottes Gnade und menschliches Handeln

Von einer Reduktion des Judentums und des Christentums, die sich einem Bundesschluss Gottes verdankt wissen, auf eine Ethik als eigenständigen Weg der Menschen zu Gott und fast einem Anspruch auf Heil, zu unterscheiden ist die Anerkennung des grundlegenden Menschenrechtes auf Religionsfreiheit (6). In diesem Sinn lehrt das II. Vatikanische Konzil, dass jeder Mensch Recht und Pflicht hat, in Fragen der religiösen Überzeugung und des sittlichen Handelns seinem Gewissen zu folgen und in diesem Sinn dem Prinzip der Wahrheit und des Guten zu entsprechen (7). So können auch diejenigen Menschen gerettet werden und endgültig zur Gemeinschaft mit Gott gelangen, die ohne eigene Schuld nicht an Jesus Christus, ja unter Umständen nicht einmal an die Existenz des personalen Gottes als Schöpfer und Vollender glauben, aber eben nicht ohne die Gnade Christi, die in ihnen verborgen wirkt . Da aus christlicher Sicht von Gott niemals ohne Jesus den Christus, das fleischgewordene Wort, und ohne den endzeitlich „über alles Fleisch“ (Apg 2,17) ausgegossenen Heiligen Geist gesprochen werden kann, geschieht von Gott her immer die Rettung durch Jesus Christus und durch das innere Wirken des Heiligen Geistes (9).
„Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden“ (10).
Das explizite Christus-Bekenntnis und seine Konkretion in der Kirchengliedschaft, das Leben aus den Sakramenten und in der Nachfolge Christi sind darum als Mittel des Heils notwendig für alle, die Jesus als den Christus erkennen.

Gegenseitiger Respekt ohne Relativierung des eigenen Glaubens

Walter Kardinal Kasper betonte, dass man nicht von zwei Heilswegen, einen für die Juden und einen für die Christen, sprechen kann, wenn man „mit der Bibel von der universalen Heilsbedeutung Jesu Christi überzeugt ist.“ Vielmehr ist im Zueinander der Schriften des mosaischen Bundes und des Neuen Testaments die gemeinsame Heilsgeschichte offenbar, bei der „das jüdische Volk das von Gott bleibend erwählte Volk“ ist, dessen Bund durch Jesus Christus bestätigt und überboten und universalisiert wird. (11)
Die Unterschiede der Religionen haben ihren Ursprung nicht in voneinander unabhängigen Offenbarungen, Bundesschlüssen und Rettungsaktionen Gottes, der sich jeweils verschiedene Zielgruppen vornimmt und die Menschheit spalten statt einen würde. Dies widerspräche der Einzigkeit Gottes: „Gott unser Retter will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle…“ (1 Tim 2,4-5). Daraus ergeben sich auch Wesen und Sendung der Kirche als Sakrament des Heils der Welt in Christus, in dem die Kirche „Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit(!) der ganzen Menschheit“ (LG 1) ist. Die Bekenntnisunterschiede ergeben sich aus der unterschiedlichen Reaktion der Menschen entsprechend ihrem Wahrheitsgewissen im Hinblick auf die Selbstoffenbarung  Gottes.

Menschen unterschiedlichen Glaubens können darum voller Respekt voreinander mit Menschen anderer Religionen zusammenleben und freundschaftlich am Aufbau einer Gesellschaft nach religiös oder naturrechtlich begründeten ethischen Grundprinzipien zusammenwirken.

Sie können aber auch die Unterschiede aushalten, ohne sich wechselseitig falsche und schlechte Absichten zu unterstellen. Eine Relativierung des je eigenen verbindlichen Glaubensbekenntnisses hingegen macht einen Dialog überflüssig. Er ist jedoch sinnvoll und wechselseitig förderlich, da gerade zwischen Juden und Christen die Tatsache einer geschichtlichen Selbstoffenbarung Gottes unstrittig ist, wenn auch unterschiedliche Überzeugungen hinsichtlich ihrer Reichweite, d.h. ihrer  Kulmination in Person und Sendung Jesu Christi bestehen.

Deshalb wäre es eine Verkürzung der katholischen Glaubenslehre von der Verwirklichung des universalen Heilswillens in Jesus Christus und dessen einziger Heilsmittlerschaft und der daraus folgenden Heilsnotwendigkeit der Kirche und der Taufe, sowie auch der Heilsmöglichkeit für Menschen, die ohne eigene Schuld nicht an Christus glauben, wenn daneben ohne diesen Bedingungszusammenhang ein Heilsweg „auch ohne Anerkennung Jesu Christi und ohne das Sakrament der Taufe“ (12) als von Gott selbst konstatiert würde.

Der Begriff „Mission“ und das Judentum

In einem Dialog zwischen Juden und Christen muss der Begriff der Mission richtig dargestellt werden. Christliche Mission hat ihren Ursprung in der Sendung Jesu vom Vater. Er gibt seinen Jüngern Anteil daran in Bezug auf das Gottesvolk Israel (vgl. Mt 10,5) wie dann auch als der auferstandene Herr im Hinblick auf alle Völker (vgl. Mt 28,19). So entsteht das Gottesvolk gestiftet im Bundesblut Jesu, der seine Kirche aus Juden und Heiden beruft (Eph 2,11-21), aufgrund des Christus-Glaubens, und mittels der Taufe, der Eingliederung in seinen Leib, der die Kirche ist  (LG 14).
Die Juden, die nicht zum Glauben an Christus kommen, sind darum nicht vom Heil ausgeschlossen, wenn sie aus der Gnade des Bundesschlusses und den Weisungen Gottes leben. Das Heil, von dem hier die Rede ist, meint allerdings im christlichen Sinn das Heil, das Gott Juden und Heiden durch Christus geschenkt hat. Aus dem Unterschied in der Bewertung von Person und Sendung Jesu folgen die Unterschiede in den soteriologischen  Auffassungen. Bei der christlichen Mission geht es also nicht darum,  mit subtiler Überredungskunst Gläubige anderer Religionen abzuwerben, oder mit Drohung von diesseitigen Nachteilen und jenseitigen Strafen jemanden zum christlichen Glauben zu nötigen. Glaube und Freiheit bedingen einander. Erzwungener Glaube oder eine aufgenötigte Taufe sind ein Widerspruch in sich selbst und stehen der geoffenbarten Lehre entgegen (DH 10).

Mission und Gewaltlosigkeit

Christliche Mission und Zeugnis im Wort der Verkündigung und im eigenen Lebensvollzug gehören zusammen. Lieber Gewalt erleiden als Gewalt ausüben, ist der Grundsatz, den Jesus seinen Jüngern bei der Aussendung mitgibt. Darum können Christen auf Gott vertrauen, der auf den Wegen, die nur er kennt, seinen universalen Heilsplan ausführen wird. Denn sie sind Zeugen Christi, aber sie müssen nicht selbst das Heil der Menschen bewerkstelligen. Der Eifer für das „Haus des Herrn“ und gelassenes Vertrauen auf das siegreiche Wirken Gottes gehören zusammen. Christliche Mission bedeutet, dass die bevollmächtigten Boten die geschichtliche Verwirklichung des universalen Heilswillens Gottes in Jesus Christus bezeugen und verkünden und  ihre sakramentale Präsenz in Martyria, Leiturgia und Diakonia der Kirche des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes feiern. Der Grund dieser missionarischen Kirche ergibt sich aus dem universalen Heilswillen Gottes, der sich in der Heilsmittlerschaft Christi verwirklicht: „So ist es nötig, dass sich alle zu ihm, der durch die Verkündigung der Kirche erkannt wird, bekehren sowie ihm und seinem Leib, der Kirche, durch die Taufe eingegliedert werden. Christus selbst hat nämlich mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont und damit zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Tür eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten. Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne eigene Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es unmöglich ist, ihm zu gefallen, so liegt doch auf der Kirche die Notwendigkeit und zugleich das heilige Recht der Evangeliumsverkündigung. Deshalb behält heute und immer die missionarische Tätigkeit ihre ungeschmälerte Bedeutung und Notwendigkeit.“ (AG 7) So stellt das Zweite Vatikanische Konzil die Heilnotwendigkeit des Glaubens an Christus und der Kirche dar.

Volk Gottes aus Juden und Heiden – Das Zeugnis der Schrift

Es ist und bleibt eine qualitative Bestimmung der Kirche des Neuen Bundes, dass sie (synchron und diachron)  Kirche aus Juden und Heiden ist, wenn auch das quantitative Verhältnis von Juden- und Heidenchristen zunächst einen anderen Eindruck erwecken mag. Ebenso wie nach Kreuz und Auferstehung  Jesu Christi nicht zwei Bünde beziehungslos nebeneinander stehen, gibt es auch nicht unverbunden „das Bundesvolk Israel“ neben „dem Volk Gottes aus den Völkern“ (13) . Vielmehr ist die bleibende Rolle des Bundesvolkes Israel im Heilsplan Gottes dynamisch zu beziehen auf das „Volk Gottes aus Juden und Heiden – geeint in Christus“, den die Kirche als den universalen Schöpfungs- und Heilsmittler bekennt. Im Kontext des universalen Heilswillens sind alle Menschen, die das Evangelium Christi noch nicht empfangen haben, auf das Gottesvolk des Neues Bundes hingeordnet: „In erster Linie jenes Volk, dem der Bund und die Verheißungen gegeben worden sind und aus dem Christus dem Fleische nach geboren ist (vgl. Röm 9,4f), dieses seiner Erwählung nach um der Väter willen so teure Volk: die Gaben und Berufung Gottes nämlich sind ohne Reue.“ (LG 16).

Juden und Christen im brüderlichen Dialog

Somit lässt sich auch die offenbarungstheologische und heilsgeschichtliche Beziehung zwischen dem jüdischen und christlichem Glauben aufweisen, ohne dass die Kirche Christi den Glauben an ihren Herrn und ihre universale Sendung zur Verkündigung des Evangeliums für alle Menschen einschränken oder gar in der Substanz relativieren müsste. Mit dem Glauben an Christus unvereinbar ist jede Form von Polemik oder Abwertung der „Juden“ (aber auch der „Heiden“), die aufgrund ihres Wahrheitsgewissens nicht an Jesus als den Christus glauben. Ein „judenfeindlicher“ Christ – das wäre eine contradictio in adjecto. Und die schlimme Tatsache, dass es von Christen  Exzesse gegen ihre jüdischen Brüder und Schwestern gegeben hat, beweist nur, dass sie im schreienden Widerspruch zu ihrem Christennamen gehandelt haben. Judenfeindschaft in (nominell) christlichen Kreisen ist nicht Folge des Christus-Bekenntnisses, sondern Beweis für den Verrat an ihm.
Feindseligkeit oder gar Verfolgung sind dem Gebot Christi diametral entgegengesetzt. So erklärt das Konzil: „Im Bewusstsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben“ (NA 4).
Umgekehrt sind aber bei dem heutigen so positiv und freundschaftlich entwickelten Dialog zwischen Juden und Christen, Polemiken und an historischen Tatbeständen immer wieder genährte Ressentiments oder christliche Selbstbezichtigungen völlig fehl am Platz, wenn das mit  allen historischen und theologischen Negativitäten besetzte Schlagwort der „Judenmission“ die Sendung der Kirche zum Zeugnis für Jesus, den Christus, als „Licht zur Erleuchtung der Heiden und Herrlichkeit für dein Volk Israel“ (Lk 2,32) in Misskredit bringt. Wie können denn „judenfeindlich“ interpretierte neutestamentliche Stellen zur Judenmission herhalten? (14).  Eine biblisch begründete Judenfeindschaft wäre ein Widerspruch in sich.  Da „die pilgernde Kirche ihrem Wesen nach missionarisch, d.h. als Gesandte unterwegs ist, da sie selbst ihren Ursprung aus der Sendung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes hat gemäß dem Heilsplan Gottes“ (15) (AG 2), hat Mission in keiner Weise etwas mit einer juden- oder heidenfeindlichen Gesinnung zu tun, die wie in einem politischen Imperialismus die Gegner vor die Wahl von Vernichtung und Unterwerfung stellt.  Das Gegenteil ist wahr: „Der Heilsplan Gottes entspringt der quellhaften Liebe Gottes, des Vaters“ (AG 2). Gottes Herrschaft ist Liebe und sein Königtum bedeutet die Erhebung des Menschen in der Gnade Christi, der aus Liebe sein Leben für alle dahingegeben hat, und damit die Überwindung aller Feindschaften. Das Christsein begründet nicht ein Überheblichkeitsgefühl oder gar eine Verachtung Andersgläubiger, sondern eine Angleichung an die Haltung der Demut und Dienstbereitschaft Jesu, so dass die „Söhne der Kirche dessen eingedenk sein sollen, dass ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist“ (LG 16).

Die Suche nach der Tiefenversöhnung

Der Text des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim  ZdK trägt den allzu plakativen Titel „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen“.
Die Alternative, die hier suggeriert wird, vereinfacht die theologisch komplexe Einheit vom Alten und Neuen Bund sowie auch die Verschiedenheit der jüdischen und der christlichen Glaubensgemeinschaft im Hinblick auf das Bekenntnis zu Jesus dem Christus über das mögliche Maß hinaus.
Ohne Zweifel ist es zu begrüßen, wenn in einem theologischen Arbeitskreis das positive Verhältnis von Christen und Juden mit Bezug auf die Quellen der Offenbarung und des Bekenntnisses vertieft, Wunden geheilt und eine tiefere Versöhnung gesucht werden. Aufgrund ihrer im Gott der Schöpfung und des Bundes wurzelnden geistlichen Verwandtschaft (vgl. NA 4) stehen Christen und Juden vor den gemeinsamen Herausforderung, einer säkularisierten Welt gegenüber die befreiende Macht Gottes zu bezeugen und die darin begründete Würde des Menschen zu propagieren. Der Mensch ist im Bilde Gottes geschaffen und zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes berufen. (vgl. Röm 8,21).
Der Dialog in einem Arbeitskreis kann jedoch nicht um den Preis geschehen, dass wesentliche christliche Glaubensaussagen zu den Mysterien der Trinität und der Inkarnation, zu Erlösung und Rechtfertigung des Sünders, zu Gnade und Erbsünde, zur universalen und einzigen Mittlerschaft Christi, zur Heilsnotwendigkeit der Kirche, des Christusbekenntnisses und der Verbindung mit Christus in den Sakramenten, zum Verhältnis von universalem Heilswillen und seiner ekklesialen und sakramentalen Vergegenwärtigung entweder relativiert oder ungenau wiedergegeben werden.
Vom Standpunkt der katholischen Theologie ist ein schlüssiges Gesamtkonzept im vorliegenden Text nur schwer auszumachen.

Lehramtliche Bewertung der Erklärung des Gesprächskreises „Juden und Christen“

Dem Text kommt keine lehramtliche Autorität zu. Er kann in keiner Weise als ein offizielles Dokument der katholischen Kirche oder als authentische Darstellung des katholischen Glaubens und Bekenntnisses angesehen werden. Die den Text leitende ganz offenkundige Entgegensetzung der Lehre des II. Vatikanischen Konzils und Johannes Paul II. einerseits zur Lehre und zu den ihm zukommenden Maßnahmen (in der Formulierung liturgischer Texte) Papst Benedikts XVI. andererseits ist sowohl formal wie auch inhaltlich völlig verfehlt (16). Weder hat die Neuformulierung der Fürbitte für die Juden im außerordentlichen Ritus der Karfreitagsliturgie etwas mit „Judenmission“ in der absolut negativen Bedeutung zu tun, die ihm das Papier des Arbeitskreis unterlegt („Judenmission … als Ausdruck der Geringschätzung des Judentums …  und deshalb den Boden für den Antisemitismus des Nationalsozialismus bereitete.“) (17), noch gibt es eine „Kirche des Zweiten Vatikanischen Konzils“, die den Bund Gottes mit dem jüdischen Volk als einen Heilsweg zu Gott darstellt – auch ohne Anerkennung Jesu Christi und ohne das Sakrament der Taufe“ (18). In dieser verkürzten und missverständlichen Form hat sich das II. Vatikanische Konzil gerade nicht ausgedrückt.

Nostra aetate ist für den Neuanfang des Verhältnisses von Juden und Christen von größter Bedeutung. Aber weder diese Erklärung noch andere Konzilstexte noch das Neue Testament dürfen selektiv auf ein bestimmtes Vorverständnis hin ausgelegt werden, in dem die universale Heilsmittlerschaft Jesu Christi und die daraus folgende Heilsnotwendigkeit des Christus-Bekenntnisses, der Kirche und ihrer Sakramente relativiert wird. Entscheidend bleibt die kirchliche Lehre in ihrem Gesamtzusammenhang. In der Auslegung der Offenbarung, wie sie auf je eigene und aufeinanderbezogene Weise in Schrift und Tradition vermittelt wird, muss die katholische Theologie immer berücksichtigen, dass die verbindliche Erklärung der Offenbarung „nur dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut ist, dessen Vollmacht im Namen Christi  ausgeübt wird.“ (DV 10).
Deshalb bleibt das ungeschmälerte Christusbekenntnis der Kirche konstitutiv für den katholischen Glauben und zentrales Thema im Gespräch mit der jüdischen Glaubensgemeinschaft.

Juden und Christen sollen ein Segen sein für die Welt

Das II. Vatikanische Konzil hat in Nostra aetate auch die Grundlagen für einen Dialog formuliert, der das bisher Erreichte und die Verantwortung für die Zukunft einbezieht: „Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm `Schulter an Schulter`dienen (Soph 3,9). Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.“ (NA 4)

Für die gute Entwicklung des jüdisch-christlichen Dialogs können auch immer noch die Worte Johannes Paul II. gelten, die er an die Juden in seiner Heimat Polen 1993 gerichtet hat: „Als Christen und Juden folgen wir dem Beispiel Abrahams. Wir sind berufen, ein Segen für die Welt zu sein. Das ist der Auftrag, der auf uns wartet. Es ist unbedingt notwendig für uns, Christen und Juden zugleich, zuerst ein Segen zu sein füreinander!“

Daran knüpft Papst Benedikt XVI. in der Kölner Synagoge bei seinem Besuch (2005) anlässlich des Weltjugendtags an: „Auch bei dieser Gelegenheit möchte ich versichern, dass ich beabsichtige, den Weg der Verbesserung der Beziehungen und der Freundschaft mit dem jüdischen Volk, auf dem Papst Johannes Paul II. entscheidende Schritte getan hat, mit voller Kraft weiterzuführen.“

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(1) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum“ (CV), 4.
(2) ZdK, Erklärung „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Heiden“ vom 9.3.2009, (Erklärung) S. 19.
(3) Ebd., S. 5.
(4) Ebd., S. 18f.
(5) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum“ (CV), 5.
(6) II. VATIKANISCHES KONZIL, Erklärung über die Religionsfreiheit „Dignitas humanae“ (DH) 2.
(7) Ebd., 3.
(8) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen Genitum“ (LG), 18.
(9) II. VATIKANISCHES KONZIL, Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute „Gaudium et spes“ (GS), 22.
(10) II. VATIKANISCHES KONZIL, Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate“ (NA), 4.
(11) Walter KASPER, Wo das Herz des Glaubens schlägt. Die Erfahrungen meines Lebens, Freiburg 2008, 294f.
(12) ZdK, Erklärung, S. 5.
(13) ZdK, Erklärung, S. 17.
(14) ZdK, Erklärung, S. 16.
(15) II. VATIKANISCHES KONZIL, Dekret über die Missionstätigkeit der Kirche „Ad gentes“ (AG) 2.
(16) ZdK, Erklärung, S. 1; 10.
(17) Ebd., S. 13.
(18) Ebd., S.1.

Lesenswert dazu und darüber hinaus:

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Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis Humanae“ (1)

Posted by deislam - 8. April 2009

„Dignitatis Humanae“ will eine „Grundlegung der Religionsfreiheit, des Rechtes der Person und der Gemeinschaft auf gesellschaftliche und bürgerliche Freiheit in religiösen Belangen“ sein und es will diese Begründung auch „im Lichte der Offenbarung“ festigen.

Grundsätzlich falsch ist unseres Erachtens aber schon einmal, dass die „Erklärung über die Religionsfreiheit“ voraussetzt, dass es nur noch den „laizistischen, säkularen Staat“ gibt, also den Staat, der getrennt ist von der Religion; denn nach Gottes Willen sollte Kirche und Staat idealerweise und immer (noch) möglichst weitgehend eine Einheit (einen Verbund) bilden (vgl. der vorchristliche Bund Gottes mit seinem auserwählten Volk und das Königtum Christi auf Erden).

„Dignitatis Humanae“ fußt auf falschen Prämissen und  ist  vom (neo-)modernistischen Geist durchseucht. Teile dieses Konzilsdokumentes sind zwar einigermaßen korrekt. Zum Beispiel Abschnitt 1 (Vorwort); treffend formuliert ist da der Passus: „Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten. Er sprach ja zu den Aposteln: ‚Gehet hin, und lehret alle Völker, taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe‘ (Mt 28,19-20). Alle Menschen sind ihrerseits verpflichtet, die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht, zu suchen und die erkannte Wahrheit aufzunehmen und zu bewahren.Gewiss, die „moralische Pflicht der Menschen und der Gesellschaften gegenüber der wahren Religion und der einzigen Kirche Christi“ berührt und bindet die Menschen in ihrem Gewissen, aber stimmt es, dass die Wahrheit anders nicht Anspruch erhebt als kraft der Wahrheit selbst, die sanft und zugleich stark den Geist durchdringt? Damit die Wahrheit die Menschen überhaupt in ihrem Gewissen berühren und binden kann, muss sie ihnen doch verkündet und gelehrt werden, muss sie also ihren Geist durchdringen. Und sie kann ihnen nur „beigebracht“ werden, wenn die Wahrheit frei, ohne Behinderung, verkündet und gelehrt werden kann. Die Unwahrheit und die Irrlehre aber behindern oder verunmöglichen sogar die Verkündigung und Lehre der Wahrheit. Die (meisten) Menschen, die in einer unwahren Religion aufwachsen und leben, suchen „die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht“ auch nicht. Sie halten ja ihre unwahre Religion für die wahre und die einzig wahre für die (eine) falsche. Religiöse Wahrheit und Unwahrheit dürfen also nicht auf die gleiche Stufe gestellt werden, dürfen somit (vom Anspruch der Wahrheit her) im öffentlichen Raum nicht die gleiche Freiheit genießen.

Im Abschnitt 4 finden wir die Passage: „Die Sozialnatur des Menschen erfordert aber, dass der Mensch innere Akte der Religion nach außen zum Ausdruck bringt, mit anderen in religiösen Dingen in Gemeinschaft steht und seine Religion gemeinschaftlich bekennt. Es geschieht also ein Unrecht gegen die menschliche Person und gegen die Ordnung selbst, in die die Menschen von Gott hineingestellt sind, wenn jemandem die freie Verwirklichung der Religion in der Gesellschaft verweigert wird, vorausgesetzt, dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt“.

Erstens ist es falsch zu sagen, die Menschen seien von Gott „in die/eine Ordnung hineingestellt“. Es ist doch absurd zu behaupten, Gott habe uns in die herrschende Ordnung hineingestellt. Wir sind es, nicht Er, die es soweit gebracht haben, dass die meisten Menschen statt in eine gottgewollte Ordnung in eine gottfeindliche Unordnung hineingestellt werden. Zweitens ist auch hier „die gerechte öffentliche Ordnung“ nicht definiert. Gerecht ist eine öffentliche Ordnung nur dann, wenn sie den Gesetzen Gottes entspricht. Und drittens gibt es für (katholische) Christen nur eine (einzige) wahre Religion, nur eine Religion, die den Gesetzen Gottes entspricht [vgl. Abschnitt 1 DH: Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten.“]. Mithin sind alle anderen sogenannten „Religionen“ unwahr; sie sind Bekenntnisse und gesellschaftliche Zusammenschlüsse, die dem Sein und Wollen und Wirken Gottes nicht entsprechen, sondern widersprechen; sie sind also ungerecht; sie können nicht dazu beitragen, „dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt„.

Wenn also das Konzilsdokument die „freie Verwirklichung der Religion in der Gesellschaft“ schon allein davon abhängig macht, „dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt“, um wieviel mehr gilt dann das bisher und von allem Anfang an von der katholischen Kirche immer bekannte und angewandte Prinzip: nur die Wahrheit hat ein Anrecht auf Freiheit; nur die wahre Religion mit dem wahren Sittengesetz kann zurecht den Anspruch auf freie Ausübung in der Gesellschaft erheben. Religiöse und moralische Irrlehre haben kein Anrecht, keinen Anspruch auf freie öffentliche Ausübung und Verbreitung. Es geschieht (also) kein Unrecht gegen die menschliche Person, wenn ihr die Verwirklichung von Widergöttlichem, von Gottsträflichem  in der Gesellschaft verweigert wird. Ihr wird ja überdies auch alles staatlich (gesellschaftlich), rein weltlich Gesetzeswidrige verweigert.

In Abschnitt 3 heißt es doch treffend: „Die höchste Norm des menschlichen Lebens ist das göttliche Gesetz selber, das ewige, objektive und universale, durch das Gott nach dem Ratschluss seiner Weisheit und Liebe die ganze Welt und die Wege der Menschengemeinschaft ordnet, leitet und regiert.“ Gott kann aber die Wege der Menschengemeinschaften nur ordnen, leiten und regieren, wenn oder insofern sie Seinem Widersacher nicht die Freiheit gewähren, Sein Ordnen, Leiten und Regieren zu stören und oder gar zu zerstören. Genau das aber tun die „Religionen“, die nicht von Gott sind, sondern (letztlich) von seinem Widerpart.

Gewiss „werden die (Grund-)Gebote des göttlichen Gesetzes vom Menschen (auch) durch die Vermittlung seines Gewissens erkannt und anerkannt“. Aber doch nur durch das von GOTT erleuchtete Gewissen und nicht durch das durch den Diabolos verfälschte, vergiftete, verfinsterte, abgestumpfte, verschüttete Gewissen. Der Mensch kann also – mindestens im öffentlichen Bereich – gezwungen werden, gegen sein irrendes Gewissen zu handeln und darf auch daran gehindert werden, gemäß seinem irregeführten Gewissen zu handeln. Und wer entscheidet, ob und inwieweit ein Gewissen gesund oder krank, gottesgesetz-konform oder gottesgesetz-widersprechend ist? Das Lehr- und Hirtenamt der Kirche Christi, der römisch-katholischen apostolischen Kirche, die autoritativ ihren Einfluss ausüben muss auf jede öffentliche Gesetzgebung.

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Christen und Buddhisten im gemeinsamen Kampf gegen die Armut?

Posted by deislam - 4. April 2009

Zitat aus ZENIT.org: ZG09040311 – 03.04.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17504?l=german

Christen und Buddhisten im gemeinsamen Kampf gegen die Armut

Botschaft des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog

ROM, 3. April 2009 (ZENIT.org).- Das Vesakh-Fest ist das bedeutendste Fest im Buddhismus. Es erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod des Fürstensohnes Siddhartha Gautama, der später „Buddha“ (der „Erleuchtete“) genannt wurde und den Buddhismus begründete. In diesem Jahr wird das Fest in Taiwan und Japan am 8. April, in Korea am 2. Mai und in den anderen Ländern buddhistischer Tradition am 8. Mai begangen werden.

In der diesjährigen Grußbotschaft des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog zu diesem Anlass unterstreicht der Präsident des Dikasteriums, Kardinal Jean Louis Tauran, die gemeinsame Berufung von Christen und Buddhisten zur Armutsbekämpfung.

In dem Schreiben, das ganz im Zeichen des Mottos „Zeugen des Geistes der Armut: Christen und Buddhisten im Dialog“ steht, wird hervorgehoben, was immer klarer ersichtlich sei: dass Christen und Buddhisten mit vereinten Kräften und in Treue zu ihren eigenen geistlichen Traditionen zum Wohl ihrer Gemeinschaften und der ganzen Menschheit ihren Beitrag leisteten.

Immer stärker werde die Herausforderung wahrgenommen, die sich aus dem immer mehr verbreiteten Phänomen der Armut in ihren verschiedenen Formen ergebe. Dieser stehe auf der anderen Seite eine frenetische Suche nach materiellem Besitz und die Verbreitung des übertriebenen Konsums gegenüber.

In der Botschaft wird an die Worte Benedikts XVI. vom 1. Januar 2009 erinnert, als der Papst von einer Armut gesprochen hatte, die es zu „wählen“ gelte. Dieser Form von Armut stehe eine andere Armut gegenüber, die „bekämpft“ werden müsse. Die gewählte Armut stelle für den Christen einen Weg der Nachfolge Jesu dar. Diese Armut verstehe das Christentum in erster Linie als eine „Entleerung des eigenen Ichs“. Gleichzeitig bestehe sie auch in der Annahme des eigenen Ichs, der eigenen Talente und Grenzen. Ein solche Armut wecke im Christen das Verlangen, auf das Wort Gottes hinzuhören, sich für die Brüder und Schwestern zu öffnen und diese zu achten.

Gleichzeitig gelte es, die Armut als Mangel zu bekämpfen, insofern diese es den Menschen und Familien verunmögliche, ihrer Würde entsprechend zu leben. Eine solche Armut, so Benedikt XVI., verletze die Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Menschen und bedrohe das friedliche Zusammenleben.

Der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog zitiert in diesem Zusammenhang die Botschaft des Papstes zum diesjährigen Weltfriedenstag, wo es heißt: „So existieren zum Beispiel in den wohlhabenden und hoch entwickelten Gesellschaften Phänomene der Marginalisierung und der relationalen, moralischen und geistigen Armut: Es handelt sich um innerlich orientierungslose Menschen, die trotz des wirtschaftlichen Wohlergehens verschiedene Formen von Entbehrung erleben.“

Den Buddhisten wird in dieser Hinsicht große Anerkennung entgegengebracht: „Während wir Katholiken auf diese Weise über den Sinn der Armut nachdenken, achten wir auch auf eure geistliche Erfahrung. Wir möchten euch für euer erhellendes Zeugnis der Abstandnahme und der Zufriedenheit mit dem, was man hat, danken.“

Buddhistische Mönche und Laien nähmen jene „gewählte“ Armut auf sich, „die geistlich das Herz des Menschen nährt und so das Leben mit einem tieferen Blick auf den Sinn des menschlichen Daseins bereichert und den Einsatz für die Förderung des guten Willens der gesamten menschlichen Gemeinschaft unterstützt“.

Unser Kommentar:
Es wird nun schon zu einem traditionell zelebrierten vatikanischen Ritual, die „Weltreligionen“ als Verbündete im Kampf gegen weltliche, zeitliche Übel zu sehen. Doch durch ständige Wiederholung wird aus einer Fehleinschätzung keine Richtigkeit, wird aus einem Irrlicht keine Erleuchtung, wird aus einem Irrtum keine Wahrheit. Hier werden einmal mehr Buddha und die Buddhisten und der Buddhismus heuchlerisch oder schlicht verblendet als etwas Gutes, Anerkennenswertes, Dankenswertes, Erhellendes, Bereicherndes dargestellt. Mit keinem Wort wird die buddhistische Lehre und Lebenssicht auch nur kritisiert geschweige denn – wie es sich gehörte – im Lichte der christlichen Offenbarung verurteilt. Siehe dazu unseren Artikel „Buddhismus„.

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„Deutscher Fitna“ jetzt online

Posted by deislam - 1. April 2009

Hier die Abspiel-Adresse:

http://www.pro-koeln.tv/

Kölner Dom Luftbild

Antiislamisierungskongress 2008

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