ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Archive for the ‘Menschenrechte’ Category

Gegenseitigkeit als leitendes Prinzip für religiöse Toleranz

Posted by deislam - 16. September 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10091305 – 13.09.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-21320?l=german

Indischer Erzbischof fordert Extremisten zu isolieren

NEU-DELHI, Indien, 13. September 2010 (ZENIT.org).-Erzbischof Leo Cornelio von Bhopal in Indien hat mehr Toleranz von muslimischer Seite gefordert. Die Nachrichtenagentur AsiaNews hatte ihn um eine Stellungnahme zu der in letztem Moment abgesagten Koranverbrennung des US-amerikanischen Charismatikers Terry Jones gebeten. Die Drohung des Pfarrer habe starke Reaktionen unter den Muslimen hervorgerufen, die zurecht beleidigt seien. „Auf dieselbe Art und Weise sollten unsere muslimischen Freunde fähig sein, die verletzten Gefühle der Anhänger anderer Religionen zu verstehen und zu fühlen, wenn einige von ihren Fanatikern ähnliche Taten verüben, die den Glauben anderer beleidigen“, meint der Erzbischof.

Auf die Frage, ob das Wohlwollen zwischen muslimischen und christlichen Führern sich auch vorteilhaft auf die bevorstehende Nahost-Sondersynode, die im Oktober in Rom bevorsteht, auswirke, betonte Erzbischof Leo Cornelio: „Es werden überall auf der Welt Moscheen gebaut – und doch – im Nahen Osten sind Kirchen nicht erlaubt, die Religionsausübung unterliegt strengen Regeln und Verordnungen und es ist wichtig, dass unsere muslimischen Freunde sich darüber im Klaren sind und der Geist der Gegenseitigkeit sollte das leitende Prinzip für die religiöse Toleranz sein.

„Die Grundlagen für Vertrauen und friedliche Koexistenz könnten nur durch Gegenseitigkeit gelegt werden, mahnte der Erzbischof. Erzbischof Leo Cornelio ist durch Interviews in westlichen Medien bekannt, in denen er sich schon mehrfach zum Hinduextremismus in seinem Land äußerte. Im seinem Bundesstaat, in Madhya Pradesh, sind sowohl Christen als auch Muslime Minderheiten.

Die Zusammenarbeit zwischen ihnen sei wichtig, aber nicht um sich gegen die Mehrheit der Hindus zu stellen. An den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Mutter Teresa kürzlich hätten viele Muslime teilgenommen.

In dem Interview fordert der Erzbischof zudem Christen und Muslime gleichermaßen auf, Extremisten zu isolieren, die den Glauben anderer beleidigten. Es gebe in jeder Religion fanatische Elemente. Menschen guten Willens sollten auf derartige Provokationen nicht reagieren und jede Art von Fundamentalismus zurückweisen. „Religion zu respektieren bedeutet den Menschen zu achten“, sagte er.

[MK]

Unser Kommentar:
Dass diese Gegenseitigkeit auch wirklich überall voll beachtet und vollzogen werden könnte, ist eine Utopie! Der Islam jedenfalls ist absolut unfähig dazu. Das Gegenseitigkeitsprinzip ist ihm völlig fremd. Seine Adepten müssen laut Koran alle Nichtgläubigen per Allah-Befehl entweder für den Islam „gewinnen“ oder aber „eliminieren“, „unschädlich machen“.
Artikel 12 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Islam“ vom 19. 9. 1981: (Zitat:) Das Recht auf Gedanken-, Glaubens- und Redefreiheit: a) „Jeder kann denken, glauben und zum Ausdruck bringen, was er denkt und glaubt, ohne dass ein anderer einschreitet oder ihn behindert, solange er innerhalb der allgemeinen Grenzen, die die šarî’a (Scharia) vorschreibt, bleibt. Nicht erlaubt ist die Verbreitung von Unwahrheit (und Unwahrheit ist alles, was nicht mit dem Koran [und der Sunna] übereinstimmt!) und die Veröffentlichung dessen, was der Verbreitung der Schamlosigkeit oder Schwächung der Umma (und Schwächung der Umma ist u.a. auch schon das Vorhandensein von christlichen Kirchen, Institutionen und Missionen!) dient.“ »Wenn die Heuchler und diejenigen, die in der Stadt Unruhe stiften, nicht aufhören, werden wir dich bestimmt veranlassen, gegen sie vorzugehen, und sie werden dann nur (noch) kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein. Ein Fluch wird auf ihnen liegen. Wo immer man sie zu fassen bekommt, wird man sie greifen und rücksichtslos umbringen« (Koran 33, 60-61). (Ende Zitat)
Es ist zudem falsch und unerleuchtet, jede Art von „Fundamentalismus“, „Extremismus“ und „Fanatismus“ als überhaupt verwerflich oder gleich verwerflich zu betrachten. Menschen, die „fundamental“, „extrem“, „fanatisch“ für die göttliche Wahrheit sind und missionieren, kämpfen und streiten, sind in ihren „Methoden“ vielleicht bisweilen unangenehm, störend und provokativ; aber sie sind – oft heldenhafte – Bekenner der göttlichen Wahrheit, während fundamentalistische, extremistische Muslime eben objektiv Fanatiker gegen Gottes einzig wahre Offenbarung sind. Falsch ist es auch zu sagen: „Religion zu respektieren, bedeutet den Menschen zu achten.“ Den Islam kann ein echter Christ nicht respektieren; denn er ist nicht eine Religion, sondern eine Gegen-Religion. Wohl aber kann und soll er die Muslime respektieren als Menschen, die von Christus ebenfalls zum ewigen Heile gerufen sind, die es also aus ihrer Gefangenschaft im anti-christlichen Gegen-Religions-System zu befreien und zu retten gilt.

Advertisements

Posted in Bischöfe, Blasphemiegesetze, Indien, Menschenrechte, Religionsfreiheit, Toleranz | Verschlagwortet mit: , , | 1 Comment »

Menschenrechte und Demokratie

Posted by deislam - 10. Dezember 2008

So wie es ohne GOTT keine Menschen gibt, so wie es keine Menschen ohne GOTT gibt, so gibt es auch keine Menschen-Rechte ohne GOTTES-Rechte. GOTT bestimmt die Rechte der Menschen. Was richtig und gut, falsch und schlecht ist für die Menschen, das bestimmen nicht die Menschen, die Geschöpfe, sondern GOTT, der Schöpfer, und zwar GOTT durch die Menschen, die GOTT als Seine Gesandten, Seine Propheten, Seine Lehrer, Seine Stellvertreter erwählt. Am klarsten und vollkommensten hat GOTT Seine göttlichen Rechte und diejenigen der Menschen (und das Verhältnis der beiden zueinander) geoffenbart durch Seinen eingebohrenen GOTTES-SOHN, den GOTT-MENSCHEN JESUS CHRISTUS, GOTT IN PERSON. Und dieser JESUS CHRISTUS hat nicht nur einstmals, vor mehr als 2000 Jahren, gelebt und gewirkt, sondern LEBT UND WIRKT AUCH HEUTE, bis ans Ende der Zeit, ja bis IN ALLE EWIGKEIT. Und ER, GOTT VON GOTT, EINES WESENS MIT DEM VATER UND DEM HEILIGEN GEIST, wirkt durch Seine Gesandten, Seine Propheten, Seine Stellvertreter, Seine Schüler, Seine Gefolgschaft, Seine Diener, Seine Heiligen. Und diese bilden Seine KIRCHE, Sein REICH. Und folglich ist es DIE KIRCHE, die für die Menschen, für ALLE Menschen, die GOTTESRECHTE und die MENSCHENRECHTE (und Menschen-PFLICHTEN) gültig und allein gültig und verbindlich bestimmt oder definiert und für deren Beobachtung sorgt.

So gibt es nur wirkliche, wahre Menschenrechte, die mit den Gottesrechten vereinbar sind. Deshalb gibt es (zum Beispiel) ein Menschen-RECHT auf „Religionsfreiheit“ (wie dieses aufgrund der Menschenrechtserklärung(en) verstanden und gefordert wird) NICHT. Es gibt nur das Recht auf Freiheit für DIE Religion, das Recht jedes Menschen, DIE Religion (öffentlich) zu bekennen, auszuüben, zu leben. Und diese einzige Religion, die (göttliche) Daseins- und Freiheits-Be-RECHT-igung hat, ist die CHRISTLICHE, die Religion des GOTT-MENSCHEN. Alle nicht-christlichen sogenannten Religionen haben VOR GOTT kein Existenz-RECHT; denn sie sind (letztlich) Lebens-, Daseins-Feinde DER Religion, der wahren GOTT-Verbundenheit. Weil aber GOTT die Engel und Menschen als freie, als frei entscheidende, frei handelnde Geschöpfe geschaffen hat, wird von Ihm, (auch) was eigentlich kein RECHT hat, (in dieser Zeit) GEDULDET. So hat das Böse an sich kein Recht auf Sein und Bestand, weil es von GOTT nicht gewollt wird, nicht gewollt werden kann. Aber GOTT lässt das Böse zu, weil nur das Nein-Sagen-Können zum Willen Gottes das Ja-Sagen verdienstlich macht, weil nur das echte Freisein in der Entscheidung FÜR Ihn oder GEGEN Ihn den Menschen (und die Engel) befähigt, ihre LIEBE GOTT gegenüber zu beweisen. Und DAS Böse ist ja nichts anderes als dieses Nein-Sagen, diese Verweigerung, diese Auflehnung, diese Rebellion gegen den (HÖCHSTEN) GESETZGEBER, gegen den BESTIMMER DER RECHTE (und PFLICHTEN), der ENGEL und MENSCHEN.

GOTT ist der ALLHERRSCHER. Seine Herrschaft erstreckt sich über ALLES, über HIMMEL und ERDE, über ALLE Geschöpfe, über ENGEL und MENSCHEN in der ZEIT und in der EWIGKEIT. Die Menschen (und Engel) unterstehen also einer THEOKRATIE, ob sie es wollen oder nicht. Nicht die Menschen (und Engel) regieren, sondern GOTT. GOTT WILL UND MUSS herrschen. GOTT aber WILL durch die Menschen regieren, die auf IHN hören, die IHM gehorchen, die zu Ihm gehören, sich zu Ihm bekennen, die IHN lieben. Mit diesen will ER Sein REICH, das GOTTESREICH aufbauen und erhalten, in der ZEIT für die EWIGKEIT. Dieses Gottesreich in der Zeit ist die (streitende) KIRCHE. Die Kirche, DAS GOTTESVOLK, wird unsichtbar von GOTT geführt, regiert, sichtbar aber von der von IHM eingesetzten Hierarchie mit einem „Monarchen“ an der Spitze, dem Nachfolger des Apostels Petrus, dem Stellvertreter CHRISTI, dem „Himmelsschlüsselverwalter“. Die Hierarchie unter der Oberaufsicht desjenigen, der von Christus das Mandat erhalten hat, Seine Schafe und Seine Lämmer zu weiden, sorgt unter seiner Leitung in erster Linie für das GEISTLICHE, SEELISCHE Wohl der Gläubigen, der Kirchenglieder. Dieses kann aber nur gewährleistet werden, wenn auch der WELTLICHE, ZEITLICHE Lebensbereich der Gläubigen nach den Gesetzen GOTTES und der KIRCHE geregelt ist. Dazu ist die Zusammenarbeit mit der weltlichen Macht erforderlich. Und diese kann nur dann umfassend heilsam erfolgen, wenn die weltliche Macht von der geistlichen Macht, der Hierarchie, geführt ist. Die Gesellschaft, das Volk wird optimal geleitet durch eine von der geistlichen Obrigkeit inspirierte weltliche Macht, die ebenfalls wie die Sakral-Hirearchie (möglichst) monarchisch organisiert ist. Die weltliche Regierung muss auf jeden Fall rechtgläubig, gottgläubig, gottesfürchtig sein; sie muss zusammenwirken mit der geistlichen Obrigkeit zum Wohle aller Menschen. Die Demokratie ist nicht geeignet dazu. In einer Demokratie bestimmt das Volk, und zwar jeweils einfach eine Mehrheit der Stimmenden, der Wählenden, was „richtig“, was „gut“ ist, und nicht, was GOTT für richtig und gut hält. Die Demokratie (als Regierungsform) ist entstanden durch den Drang nach „Säkularisation“, nach Trennung von Staat und Kirche, nach Unabhängigkeit von der Kirche und „ihrem Gott“. Die Einheit von Staat und Kirche ist aber der Wille Gottes. Damit diese Einheit möglich ist, muss der „Staat“, das „Gemeinwesen“, genauso wie die Kirche, aus Bekennern des kirchlichen Glaubens bestehen und darf erklärte Gegner dieses Glaubens nicht frei (öffentlich) wirken lassen.

Unsere „freiheitliche“, säkularisierte Gesellschaft hat sich nun aber schon längst verstrickt in einem Netz von Behinderungen, die sie sich durch ihren Liberalismus selbst auferlegt hat, und das sie nun unfähig macht, sich noch rechtzeitig daraus zu befreien, um den verschworenen Gegner aller Freiheit abzuwehren und zu besiegen. Einst war sie christlich; sie hatte ihre christliche Obrigkeit; sie genoss Freiheiten, die im wesentlichen nur durch das Gesetz, die Gebote Gottes eingeschränkt waren. Aus Unfreiheit und Barbarei war man dahin gelangt, hauptsächlich durch jahrhundertelange christliche Aufbauarbeit. Unter christlicher Führung war man gegen alles Christenfeindliche, gegen alles Gottesfeindliche abgeschirmt und geschützt. Es herrschte eine Einheit von Kirche und Staat. Es gab keine Freiheit für gegnerische „Religionen“ (im Äußeren). Doch man schüttelte das von Gott auferlegte Joch ab. Auf Anstachelung von Gegnern des Christentums hin erhob sich das Volk zu Teilen immer mehr gegen seine Herrscher; es wollte Selbstbestimmung; es wollte Freiheit; es bekam am Ende die Demokratie, die Selbstbestimmung, die Volks-Souveränität. (Echte) Demokratie ist zwar schön zu haben, à la longue aber ist sie durch Eigengesetzlichkeit ihrem Untergang geweiht. Wenn immer die Mehrheit bestimmt, was rechtens ist, ist die Gesellschaft früher oder später das Opfer ihrer progressiven Untersättlichkeit im Verlangen nach mehr Bequemlichkeit, Genuss, nach weniger Disziplin und Autorität. Um moralisch auf einem hohen Niveau zu bleiben, hätte der Mensch ständiger straffer gottesgesetzgestützter christlicher Führung bedurft. Diese wurde ihm lästig, er wies sie von sich, schüttelte sie ab, wandte sich jenen zu, die ein freieres, ein leichteres, bequemeres Leben verhießen. So nahmen schließlich jene überhand, die genau alles das boten und gewährten, und der einstmals dominierende christliche Einfluss verkümmerte zu einem Alibi-Restchen. Die Gesellschaft wurde nun zu einer ausgelassenen Fest- und Spaßgesellschaft; sie wurde immer diesseitiger, materialistischer, gottloser. Gute, gesunde Kräfte gab es allerdings immer auch, aber sie wurden nicht mehr gehört, nicht mehr (echt) zu Hilfe gerufen, im Gegenteil: man verhöhnte, verspottete sie.

Eine solche Lage nützte nun ein schon lange lauernder Gegner des Christentums aus. Die dekadenten freigeistig gewordenen, geburtenverhindernden Vormals-Christen brauchten Arbeiter und Konsumenten-Aufstockung für ihre Wirtschaft, für ihren Wohlstand; sie riefen sie unbekümmert herbei aus den Reihen ihrer schlimmsten, gefährlichsten, entschlossensten geistlichen Feinde. Nun sind sie da, sozusagen „eingenistet“, „eingefleischt“ im liberalen, säkularen, demokratischen „Abendland“, im „toleranten“, „minderheitsschützenden“, „fremdkulturfreundlichen“, „eigenkulturzerstörerischen“, ehemals christlichen Europa. Nach und nach werden sie das Zepter übernehmen. Und was derzeit noch nach „Demokratie“, nach „Selbstbestimmung“ aussieht, wird rasch übergehen in eine neue, freiwillige „Unter-Jochung“, diesmal aber nicht unter das süße, heilsame „Joch“ CHRISTI, Seiner KIRCHE, sondern unter das (wenn auch nicht als solches erkannte) tyrannische, heilsverhindernde Joch Seines „Gegenspielers“. So wird über alles gesehen aus der CHRISTLICHEN THEO-KRATIE über die UNCHRISTLICHE DEMO-KRATIE die ISLAMISCHE ALLLAH-KRATIE oder, mit einem anderen Wort: die ANTI-THEOKRATIE, die HERRSCHAFT des ANTI-CHRISTEN. Und die „Menschenrechte“ werden dann — bis GOTT eingreift, weil (hoffentlich) von einer wiedererwachten Christenheit „geweckt“, — nicht mehr „gottesrechtskonform“ sondern „allahrechts-„, das heißt „schariakonform“ sein.

Posted in Demokratie, Menschenrechte | Verschlagwortet mit: , | 1 Comment »

Katholisch-Islamisches Forum nimmt seine Arbeit auf

Posted by deislam - 4. November 2008

Aus ZENIT.org: ZG08110402 – 04.11.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-16327?l=german

Historische interreligiöse Begegnung im Vatikan

ROM, 4. November 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Vormittag haben die Arbeiten des Katholisch-Islamischen Forums („Catholic-Muslim Forum“) begonnen, die am kommenden Donnerstag, 6. November, ihren Abschluss finden werden.

Das Forum wurde vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und von Vertretern des Islams einberufen. Es ist kam nach dem offenen Brief zustande, den 138 muslimische Persönlichkeiten am 13. Oktober 2007 an den Papst und andere christliche Hirten gesandt hatten. Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone antwortete im Namen Benedikts XVI. am 19. November 2007 auf dieses Schreiben (vgl. Antwort).

Das Thema des Studienseminars im Vatikan lautet: „Gottesliebe, Nächstenliebe“. Während der erste Tag den „theologischen und geistlichen Grundlagen“ gewidmet ist, werden die Arbeiten des zweiten Tages das Thema „Würde des Menschen und gegenseitiger Respekt“ beleuchten. Zu beiden Themen werden die katholische und die muslimische Seite je ein Gutachten vorlegen. Sie sollen als Diskussionsgrundlage dienen.

Am dritten Tag, das heißt am kommenden Donnerstag, werden die Teilnehmer des Gesprächsforums von Papst Benedikt XVI. in Audienz empfangen werden. Am Nachmittag desselben Tages ist für 16.30 Uhr in der Päpstlichen Universität Gregoriana eine öffentliche Sitzung geplant, in deren Verlauf eine gemeinsame Erklärung vorgestellt werden soll. Ein katholischer und ein muslimischer Teilnehmer des Forums werden bei dieser Gelegenheit auf alle Frage eingehen, die mit der Thematik des Seminars zu tun haben. Insgesamt werden 29 Spezialisten, religiöse Autoritäten und Berater am Forum teilnehmen.

Die muslimische Gruppe setzt sich aus renommierten Intellektuellen und geistlichen Würdenträgern der islamischen Welt zusammen. Zu ihnen gehören Vertreter der Schia, der Sunniten und des Sufismus.

Der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, führt den Vorsitz des Forums. Im Vorfeld der Tagung hatte Tauran gegenüber „Radio Vaticana“ und der französischen Zeitung „La Croix“ mit Blick auf historische Treffen erklärt: „Wir sind zum Dialog verurteilt.“ Die Begegnung im Vatikan sei kein Anfang, da die Kirche seit mehr als 1.400 Jahren in einem Dialog stehe. „Seit dem Konzil besitzen wir das Dokument ,Nostra Aetate’, das einen Weg im Dialog geebnet hat. Ich würde sagen, dieses Treffen ist ein neues Kapitel in einer langen Geschichte.“

Man dürfe keine Angst davor haben, die Verletzung der Menschenrechte anzuprangern, damit die Wahrheit und nicht die Gewalt siege beziehungsweise damit das Gesetz und nicht das Recht des Stärkeren herrsche.

Bei der Begegnung werde kein theologischer Dialog im eigentlichen Sinn geführt, auch wenn theologische Fragen mitbedacht würden. Es gehe vielmehr darum, in ethischen und geistigen Fragen einen Konsens zu finden und bei humanitären Katastrophen zusammenzuarbeiten.

Kardinal Tauran bekräftigte, dass es wichtig sei, trotz aller Schwierigkeiten und Krisen miteinander zu sprechen. Die Beziehung zwischen Katholiken und Muslimen sei oft von der politischen Situation in den Ländern mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung abhängig. „In der islamischen Welt identifiziert man das Christentum mit der westlichen Welt. Das ist eine sehr gefährliche Vermischung, denn wenn die Führer der westlichen Staaten Entscheidungen treffen, die von den islamischen Ländern nicht geteilt werden, heißt es: Die Christen waren es, sie greifen uns an und provozieren uns. Das ist eine Gemengelage, die meines Erachtens immer wieder zu Spannungen führt.“

Einem Dialog nach der Logik des „do ut des“, also des Entgegenkommens, wenn entsprechende Gegenleistungen erbracht würden, erteilte der Kurienkardinal eine Absage. So etwas widerspreche dem christlichen Glauben, betonte der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialig gegenüber der französischen Zeitung „La Croix“.

Der Direktor des vatikanischen Presseamtes, P. Federico Lombardi SJ, sprach mit Blick auf die muslimisch-katholischen Arbeitsgespräche die Hoffnung aus, dass solche Initiativen des Dialogs im Kielwasser des Zweiten Vatikanischen Konzils, Johannes Pauls II. und nun auch Benedikts XVI. dazu beitragen mögen, immer entschlossener zu bekräftigen, dass im Namen Gottes nicht getötet und gehasst werden dürfe. Es sei immer jeder Mensch zu achten, so Lombardi unter Bezugnahme auf die jüngsten Christenverfolgungen in Indien und im Irak.

Ibrahim Kalin, Sprecher des muslimischen Delegation und Direktor der „Seta Foundation“ in Ankara (Türkei) sowie Professor an der Georgetown University (USA), erklärte im Hinblick auf das Forum, dass unter den Christen wie auch unter den Muslimen eine skeptische Haltung gegenüber dieser neuen Initiative festzustellen sei. Gerade aus diesem Grund sei ein Fortschritt auf dem Weg des Dialogs geboten, so Kalin gegenüber der vatikanischen Zeitung „Osservatore Romano“. Das Forum sei Ausdruck einer „vernünftigen Hoffnung“, auch wenn eine gewisse Dosis an Realismus Pflicht sei. Kalin sprach sich dafür aus, Misstrauen zu überwinden und „über die Toleranz hinaus zu gehen“.

Zu den Mitgliedern der katholischen Delegation gehören die Jesuiten Samir Khalil Samir und Christian Troll sowie der Dekan des Päpstlichen Instituts für Arabische und Islamische Studien, Miguel Angel Ayuso Guixot.

Der Islamist P. Khalil Samir SJ wies auf die Tatsache hin, dass in der islamischen Welt jene verachtet und als Apostaten benachteiligt seien, die sich zum Christentum bekehrten. Sie würden als Verräter gesehen und nicht als Menschen, die die Wahrheit suchten.

Gegenüber „Asia News“ erklärte der Gelehrte, dass der jetzt aufgrund der Inspiration Papst Benedikts XVI. neu aufgenommene Dialog fruchtbar werden könne, wenn er drei Dimensionen respektiere. Er müsse jetzt aufgenommen und die kommenden Jahre fortgeführt werden. Als Ergebnis der Begegnungen müssten konkrete gemeinsame Dokumente formuliert werden, die dann so umfangreich wie möglich Verbreitung finden sollten. Zum dritten müsste diesen Dokumenten eine maximale Autorität zuerkannt werden. Letzteres erfordere vor allem, dass es auf Seiten des Islams eine Übereinkunft unter den religiösen und politischen Autoritäten gebe. „Die Gesetze, die die Religionsfreiheit beschränken“, so Khalil, „stammen von islamischen Regierungen, nicht von den muslimischen Gelehrten.“

Jeder, der an den Dialogforen teilnehme, müsse bei der Rückkehr in sein Land mit der Regierung und den muslimischen Vereinigungen in Kontakt treten. P. Khalil schlug diesbezüglich auch vor, dass die Entscheidungen der Dialogforen nicht nur den Staaten, sondern vor allem der „Organisation der Islamischen Konferenz“, einer zwischenstaatlichen internationalen Organisation von derzeit 57 Staaten, in denen der Islam Staatsreligion, Religion der Bevölkerungsmehrheit oder Religion einer großen Minderheit ist, vorgelegt und von dieser angenommen werden müsse. Die Autorität derartiger Dokumente sei von größter Bedeutung.

Das Entscheidendste ist für den Jesuiten aber die Religionsfreiheit. Dabei handle es sich um ein geistiges Prinzip, das die Würde des Menschen berühre. Zugleich sei die Religionsfreiheit ein theologisches Prinzip, da es mit dem Grundsatz des von Gott nach seinem Ebenbild geschaffenen Menschen zu tun habe, der frei sei und daher auch die Freiheit besitze, zu irren. P. Khalil äußerte die Hoffnung, dass dem jetzigen Forum bald ein gemeinsames Dokument zur Religionsfreiheit folgen möge.

Unser Kommentar:
Bei dieser Begegnung werde kein theologischer Dialog im eigentlichen Sinn geführt, auch wenn theologische Fragen mitbedacht würden. Es gehe vielmehr darum, in ethischen und geistigen Fragen einen Konsens zu finden und bei humanitären Katastrophen zusammenzuarbeiten.
Ethische, also sittliche, moralische Maßstäbe und Regeln oder „Kriterien für gutes und schlechtes Handeln und die Bewertung seiner Motive und Folgen“ und „geist-bezogene“, metaphysische, spirituelle Frage-Beantwortungen können niemals übereinstimmend (einvernehmlich, konsensual) definiert werden zwischen Christentum und Islam, also zwischen Christentum und -Gegenchristentum! Der naive, realitätsferne Versuch ist zum vornherein zum kläglichen und beschämenden Scheitern verurteilt, weil das sittliche und spirituelle Handeln bis in feinste Einzelheiten bestimmt und beeinflusst und geregelt wird durch die jeweilige, von der andern total diskrepante, konsensunfähige „Theologie“! Der Islam ist dermaßen christen- und damit gottfeindlich, dass jegliche „Zusammenarbeit mit ihm“, und wäre es bei „humanitären Katastrophen“ grundsätzlich falsch ist. Hilfe leisten sollen die Christen selbstverständlich allen Notleidenden, aber immer erkennbar als CHRISTEN und nicht „in Zusammenarbeit“ mit Antichristen. Denn: wie heißt es im 2. Brief des Völkerapostels Paulus an die Korinther, Verse 14-17? „Ziehet nicht an demselben Joche mit den Ungläubigen; denn welche Gemeinschaft hat die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit? Oder wie kann sich Licht zu Finsternis gesellen? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige mit dem Ungläubigen zu tun? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzen? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht: Ich will in ihnen wohnen, und unter ihnen wandeln, und so will ich ihr Gott, und sie sollen mein Volk sein!“
Einem Dialog nach der Logik des „do ut des“, also des Entgegenkommens, wenn entsprechende Gegenleistungen erbracht würden, erteilte der Kurienkardinal eine Absage. So etwas widerspreche dem christlichen Glauben, betonte der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialig gegenüber der französischen Zeitung „La Croix“.
Es widerspricht vielmehr dem echten christlichen Glauben, wenn Christen ihren Erzfeinden „entgegenkommen“ und „Leistungen“ erbringen, und obendrein noch „ohne Gegenleistungen“. Der „Dialog“ könnte ja für die Christen auch nur etwas nützen, wenn auf islamischer Seite wahre Bereitschaft zu „Entgegenkommen“ gegenüber den Christen bestünde, und das müsste zum mindesten die Zulassung und den Schutz der christlichen Mission, das Recht auf Bau und Besitz christlicher Kirchenzentren (in islamisch dominierten Ländern) mitbeinhalten. Andernfalls ist das christliche Entgegenkommen gegenüber den Mohammedanern Verrat an Christus, an der Christenheit, am Christentum, weil Mithilfe an der Ausbreitung, Entfaltung, Errichtung des Antichristentums.
„Die Gesetze, die die Religionsfreiheit beschränken“, so Khalil, „stammen von islamischen Regierungen, nicht von den muslimischen Gelehrten.“
Ach, wie gescheit. Als ob die Männer der islamischen Regierungen nicht von muslimischen Gelehrten unterrichtet und für ihre Gesetzgebereien zugerichet würden!
Das Entscheidendste ist für den Jesuiten aber die Religionsfreiheit. Dabei handle es sich um ein geistiges Prinzip, das die Würde des Menschen berühre. Zugleich sei die Religionsfreiheit ein theologisches Prinzip, da es mit dem Grundsatz des von Gott nach seinem Ebenbild geschaffenen Menschen zu tun habe, der frei sei und daher auch die Freiheit besitze, zu irren. P. Khalil äußerte die Hoffnung, dass dem jetzigen Forum bald ein gemeinsames Dokument zur Religionsfreiheit folgen möge.
Ja, gewiss, der Mensch besitzt die Freiheit zu irren. Aber die „Religionsfreiheit“ ist deswegen noch lange nicht „ein theologisches Prinzip“! Denn der Mensch besitzt VOR GOTT nicht die Freiheit, sein Irren als Nicht-Irren zu propagieren, seine Irr-Religion als GOTTES Religion zu verbreiten, ebensowenig wie er die Freiheit besitzt, gerechte Gesetze des Staates zu brechen, z.B. Betrugs-Geschäfte zu tätigen. Die Würde des Menschen wird nicht berührt oder herabgesetzt, wenn ihm verboten wird, Unwahrheit, Irrtum, Häresie öffentlich zum Besten zu geben.

Posted in Dialog - Interreligiöser, Interreligiöser Dialog, Islam-Mission, Menschenrechte, Nostra Aetate, Religionsfreiheit, Vatikan | Verschlagwortet mit: , | Leave a Comment »

Kardinal Meisner fordert Paulus-Pilgerstätte in der Türkei

Posted by deislam - 1. Juli 2008

Zum Paulusjahr der katholischen Kirche soll eine Pilgerstätte in Tarsus, dem Geburtsort des Apostels, errichtet werden. Dafür streitet vor allem der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner. Ein Gespräch über Gottesstaaten, Christenverfolgung und die Strahlkraft eines unverschämten Urchristen.
Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, hofft, dass das Gotteshaus in Paulus‘ Geburtsort Tarsus wieder als Kirche genutzt werden kann.
Im Interview mit WELT ONLINE spricht Kardinal Meisner über seinen Kampf um eine christliche Pilgerstätte am türkischen Geburtsort des Apostels Paulus und Religionsfreiheit am Bosporus.

Die Welt: Kardinal Meisner, als Sie 2007 die Türkei bereisten, sollen Sie einen Stich im Herzen gespürt haben. Warum?
Kardinal Meisner: Das hat mit Tarsus zu tun, dem Geburtsort des heiligen Paulus, den ich 2007 besucht habe.
Die Welt: Ist das kein Grund zur Freude?
Meisner: Ja und nein, denn in diesem für die Christenheit wichtigen Ort leben nur noch drei Katholiken – drei alte italienische Ordensfrauen in Zivil, die bei einer Privatfamilie als Untermieterinnen wohnen. Um an einer Messe teilzunehmen, müssen sie über 30 Kilometer mit dem Auto fahren, obwohl in Tarsus eine Kirche steht!
Die Welt: Warum nutzen sie die nicht?
Meisner: Sie wurde von den türkischen Behörden zum Museum umfunktioniert. Als wir in Tarsus waren, durften wir darin nur ausnahmsweise die heilige Messe feiern. Kreuze und Kerzen mussten wir mitbringen, anschließend musste jedes christliche Symbol entfernt werden. Das hat mir einen Stich ins Herz gegeben.
Die Welt: Dann kehrten Sie nach Köln zurück.
Meisner: Dort wurde in der Politik gerade über den Bau einer großen türkischen Moschee gestritten, der vielen Kölnern Sorgen bereitete. Da habe ich mich gefragt: Wie können wir im Paulusjahr ein Zeichen der Verständigung setzen? Einerseits wollen die türkischen Mitbürger auf Basis der Religionsfreiheit hier in Köln eine Moschee bauen …
Die Welt: … und andererseits …
Meisner: … möchte ich die türkischen Behörden ermutigen, etwas für Christen und Pilger in ihrem Land zu tun und so auch die religiösen Beziehungen in Deutschland zu entspannen. Daher mein Wunsch, dass auch Christen im türkischen Tarsus eine Kirche erhalten.
Die Welt: Daraufhin haben Sie dem türkischen Premier Erdogan im Februar einen Brief geschrieben.
Meisner: Darin regte ich an, die Türkei möge gestatten, in Tarsus eine Pilgerstätte einzurichten und das ehemalige christliche Gotteshaus der Kirche zu übereignen oder uns den Bau einer neuen Kirche zu gestatten. Solch eine Geste könne auch hierzulande die Kontroversen um Moscheebauten entschärfen.
Die Welt: Wie lautet der letzte Stand?
Meisner: Die türkische Regierung signalisiert guten Willen, wofür ich sehr dankbar bin. Auf die Erlaubnis, eine Kirche zu bauen oder die vorhandene in Besitz zu nehmen, warten wir aber noch immer.
Die Welt: Würde die Türkei dies gestatten, müsste sie erst einmal Kirchen als Rechtspersonen anerkennen, die Eigentum besitzen können.
Meisner: Für einen EU-Aspiranten sollte das selbstverständlich sein.
Die Welt: Eine weitere Barriere für den frommen Muslim Erdogan ist religiöser Natur: Paulus gilt Muslimen als Verfälscher des Glaubens, weil er zur Vergottung des Propheten Jesus beigetragen habe.
Meisner: Bei unserem Anliegen geht es weniger um Theologie als um interreligiöses Zusammenleben, und zwar weltweit. Denn Tarsus soll eine Pilgerstätte der Weltchristenheit werden. Paulus ist nicht nur eine überragende Gestalt des Christentums; er steht auch für Europa, für die Menschenrechte. Und: Er ist eine Größe der Weltliteratur – denken Sie nur an das Hohelied der Liebe im ersten Korintherbrief. Aus Respekt vor dem christlichen Glauben und dem kulturellen Erbe der Menschheit sollte deshalb in Tarsus eine Begegnungsstätte entstehen können. Zudem: Wer in die EU strebt, muss die Religionsfreiheit respektieren.
Die Welt: Eine Pilgerstätte würde das türkische Christentum beleben, womöglich würde sich in Tarsus gar eine Gemeinde ansiedeln. Auch das dürfte Muslimen nicht passen.
Meisner: Im Islam wird wie im Christentum Gastfreundschaft großgeschrieben. Tarsus ist so wichtig, dass wir dort vor allem ein „Gasthaus“ brauchen, eine Begegnungsstätte für Christen aus aller Welt, damit sie Paulus an seinem Geburtsort nahe sein können. Dadurch könnte sich das Christentum auch seiner Identität vergewissern.
Die Welt: Wie das?
Meisner: Drei Viertel des Gebiets, auf dem das Christentum seine Form gewann, liegen in der heutigen Türkei. Christen müssen geografisch zurückkehren können zu diesen Quellen ihres Glaubens, an die Orte, an denen das Christentum seine Prägung erhielt. Insofern ist die Frage einer Pilgerstätte nicht nostalgisch, sondern lebenswichtig.
Die Welt: Mit der Stätte und dem Paulusjahr soll der Apostel in die Öffentlichkeit gerückt werden. Ist er dazu geeignet?
Meisner: Warum nicht?
Die Welt: Immerhin haben Sie mal bemerkt, Paulus sei nie zum Volksheiligen avanciert. War er unsympathisch?
Meisner: Im Gegenteil! Zum Volksheiligen taugte er wohl deshalb weniger, weil er zu kompromisslos war. Aber er hat etwas sehr Sympathisches an sich: Er verkündete ein unverschämtes Christentum.
Die Welt: Unverschämt?
Meisner: Ja, er sagt im Römerbrief: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht“ – obwohl dieser Glaube „den Juden als Ärgernis“ und „den Griechen als Torheit“ erschien. Paulus bekannte das Evangelium selbstbewusst, nicht halbherzig wie manche Zeitgenossen, die dankbar sind, wenn ein paar Politiker auf einem Kirchentag vorbeischauen.
Die Welt: Kann Paulus mit diesem Selbstbewusstsein verfolgte Christen in der Türkei ermutigen?
Meisner: Da bin ich vorsichtig.
Die Welt: Das hört man nicht oft von Ihnen.
Meisner: Schon als Bischof in der DDR habe ich auf Appelle zu mutigem Bekennertum von außen zurückhaltend reagiert. Aus der Ferne anderen Christen Heldenmut zu empfehlen ist wohlfeil. Davon abgesehen gibt es überall unter Christen in der Minderheit wahres Heldentum. Nur hängen die das nicht an die große Glocke. Aber es stimmt schon: Paulus kann Christen in ihrer Bedrängnis ermutigen.
Die Welt: Wodurch?
Meisner: Vor allem durch seine Freude! Er erlitt Schiffbruch, wurde verfolgt, geschlagen, eingekerkert – und dennoch fühlte er sich von Gott getragen und war seiner Gottesnähe froh. Christentum ist ja nicht nur Kreuz, sondern auch Auferstehung!
Die Welt: Klingt aber gewaltsam.
Meisner: Paulus war nicht gewaltsam, sondern voll Rücksicht und Liebe und dabei sehr praktisch. Zum Beispiel nähte er auf seinen Missionsreisen Zelte, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und anderen nicht zur Last zu fallen. So verkörperte er die Botschaft vom liebenden Gott sehr glaubhaft!
Die Welt: Dass Gott die Gläubigen liebt, sagt auch der Koran.
Meisner: Aber Gott liebt nicht nur Gläubige, er liebt jeden einzelnen Menschen so sehr, als wäre er der einzige auf der Welt. Diese Liebe ist unermesslich – so unermesslich, dass sie in Jesus Christus Mensch und unser Bruder wird. Darin unterscheiden sich die Gottesbilder von Muslimen und Christen. Dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt, ist die leidenschaftliche Botschaft des Apostels Paulus.
Die Welt: Auch an die Muslime?
Meisner: An unterschiedslos alle Menschen guten Willens. Interessant ist dabei auch, dass Paulus vor seiner Begegnung mit Christus gesetzestreuer Pharisäer war.
Die Welt: Also jemand, der wie viele Muslime Beschneidung, Reinheits- und Speisevorschriften als Heilsweg ansah.
Meisner: Paulus ist also glaubwürdig, wenn er über die Grenzen des Gesetzes spricht. Und diesem Gesetzestreuen ging plötzlich auf: Nicht durch Gesetzesbefolgung kommt Heil zu den Menschen, sondern durch Christus, durch den Gott, der aus Liebe Mensch wurde.
Die Welt: Manche Muslime sehen die Betonung der Freiheit vom Gesetz aber als Ursache dafür, dass Christen sittlich verlottert seien.
Meisner: Blickt man auf manche Auswüchse einer falsch verstandenen Freiheit in den westlichen Gesellschaften, die ja vom Christentum geprägt sind oder waren, ist Kritik ohne Frage angebracht. Aber natürlich sind wir Christen nicht gesetzlos. Die Zehn Gebote gelten auch für uns. Sie sind Wegweisung der Freiheit. Und gerade Paulus hat gezeigt, wie entschieden man als Christ leben kann, also ganz und gar nicht verlottert!
Das Gespräch mit Kardinal Meisner führte Till-Reimer Stoldt

Unser Kommentar:
Diese Antworten Kardinal Meisners sprechen für sich. Sie zeigen einerseits, wie verbohrt, verhärtet christenfeindlich die türkischen Muslime (inklusive Regierende) sind, wie unfähig und entschlossen unwillig sie sind, den Christen auch nur ein bißchen entgegenzukommen, andererseits aber auch, wie schwächlich und dürftig und erbärmlich das Einfordern von Gegenleistungen und Gegenrechten, die ihnen in unseren Landen freizügig gewährt werden, von seiten der Vertreter der (katholischen) Christenheit gegenüber diesem schariareifen Staate sind, der dabei noch meint, ein Anrecht zu haben auf Aufnahme in die EU. Aber vielleicht ist es im Endeffekt gut, wenn die türkische Regierung nicht einmal dieses mikrige Minimale konzediert, worum der Kardinal diese bescheiden und demütig ersucht; denn beim Anliegen Meisners „geht es weniger um Theologie als um interreligiöses Zusammenleben, und zwar weltweit; denn Tarsus soll eine Pilgerstätte der Weltchristenheit werden“. Paulus sei „nicht nur eine überragende Gestalt des Christentums; er „stehe auch für Europa, für die Menschenrechte„, und: er sei „eine Größe der Weltliteratur„; „aus Respekt vor dem christlichen Glauben und dem kulturellen Erbe der Menschheit sollte deshalb in Tarsus eine Begegnungsstätte entstehen können“. Also, es geht ihm gar nicht um ein katholischen Gotteshaus für einen wahrhaft katholischen Gottesdienst! Wenn Erdogan dann also seinen Wunsch am Ende doch noch erfüllt, dann bringt das der wahren katholischen Christenheit ohnehin NICHTS.
Und noch etwas Theologisches: Liebt Gott wirklich jeden Menschen bedingungslos? Liebt Er jeden einzelnen Menschen so sehr, als wäre er der einzige auf der Welt? Beide Aussagen sind, so wie sie hier stehen, falsch. Liebe kann gar nicht „bedingungslos“ lieben, nicht die menschliche und nicht die göttliche. Gott erschafft jeden Menschen so, dass er „liebesfähig“ ist, dass er die „Grundausrüstung zum Liebesempfang und zur Liebesantwort“ hat. Der Liebesaustausch zwischen Gott und Mensch kann aber nur „funktionieren“, wenn der Mensch, das Geschöpf, auf seinen wahren GOTT hin offen, empfänglich ist und wenn er seine gottverliehene Liebes(antwort)fähigkeit auch wirklich gebraucht. Und Gott kann auch jeden einzelnen Menschen gar nicht „so sehr lieben, als wäre er der einzige auf der Welt“; denn Gott ist allwissend; Er weiß von Ewigkeit zu Ewigkeit, dass Er eine Vielzahl von Menschen ins Leben ruft und niemals nur einen einzigen. Und die Größe Seiner Liebe ist ohnehin unabhängig von der Zahl der Empfänger. Ein Einziger würde nie mehr Liebe empfangen können als Milliarden Einzelne!
Des Weiteren: Paulus soll kein „Volksheiliger“ sein, soll „als Volksheiliger weniger getaugt haben, weil er zu kompromisslos war“? Paulus war von allem Anfang an ein Spitzen-Volksheiliger, genauso wie Petrus. Wer die Kirchengeschichte kennt, weiß wie sehr er von den Gläubigen stets und überall aufs höchste geachtet und verehrt wurde, allein oder zusammen mit seinem Mit-Apostelfürsten Petrus. Und er war kompromisslos (im Bekenntnis und in der Verkündigung), ja; aber kompromisslos waren alle Heiligen, auch alle „Volksheiligen“! In der Tat, Paulus schämte sich des Evangeliums nicht, obwohl es „den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“ erschien, weil er Jesus Christus als GOTT von GOTT predigte. Das wäre denn auch die Pflicht der Apostelnachfolger, der Bischöfe insbesondere, ihn gelegen oder ungelegen, kompromisslos als WAHREN GOTT VOM WAHREN GOTT vor den Muslimen zu verkünden, die nicht nur Anstoß nehmen an diesem Glauben, sondern ihn als „ärgstes Ärgernis“ und „törichste Torheit“ mit unverschämten Mitteln bekämpfen.

Posted in Bischöfe, Interreligiöser Dialog, Menschenrechte, Türkei | Verschlagwortet mit: , , | 1 Comment »

Zur Abschlusserklärung der Kritischen Islamkonferenz, Köln

Posted by deislam - 2. Juni 2008

Wir zitieren aus PI Politically Incorrect vom 1. Juni 2008 und kommentieren:

Logo Kritische Islamkonferenz, KölnAm heutigen Nachmittag ging die zweitägige “Kritische Islamkonferenz” in Köln zu Ende. Nach teils lebhaften Diskussionen einigten sich die rund 200 Teilnehmer auf eine gemeinsame Abschlusserklärung, die den politischen Entscheidungsträgern in Deutschland vorgelegt werden soll. Wir dokumentieren nachfolgend die Erklärung im Wortlaut.

(Und wir geben unsere Kurzkommentare zu jedem Abschnitt jeweils direkt daran anschließend:)

Die Kritische Islamkonferenz geht vom Recht eines jeden Menschen aus, sein Leben individuell zu gestalten. Eine Gesellschaft, die sich „frei“ und „demokratisch“ nennt, muss dem Rechnung tragen, indem sie Rahmenbedingungen herstellt, die Emanzipation fördern. Folglich kritisieren wir die Initiativen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und anderer deutscher Politiker, die eine verbesserte Integration von Zuwanderern durch eine Stärkung der „religiösen Identität“ zu erreichen versuchen. Hierdurch wird Individuen eine Gruppenidentität zugeschrieben, was Emanzipation nicht fördert, sondern erschwert.

Das ist korrekt mit Bezug generell auf nicht-christliche „Religionen“ und besonders auf den Islam, nicht aber im Hinblick auf die christliche Zivilisation. Die christliche Gesellschaftsordnung, wenn und wo sie denn wirklich existiert, gibt (aus sich) nichteinem jeden Menschen das Recht, sein Leben (öffentlich) individuell zu gestalten“ und fördert auch nicht jede beliebige „Emanzipation“. Emanzipation aus Sklaverei z.B.: Ja; Emanzipation à la Feminismus: Nein. Emanzipation aus ungerechter Abhängigkeit und Unterdrückung: Ja; Emanzipation à la Lesben- und Schwulenbewegung: Nein! Die Integration von Zuwanderern würde durch eine Stärkung der religiösen Identität erreicht werden (können), aber evidenterweise nur diejenige christlicher Zuwanderer in einem christlichen Staat. Deutschland ist heute kein christlicher Staat mehr, das ist das Hauptproblem, sondern ein laizistischer, säkularer, religionsneutraler Staat, der deshalb nur „integrieren“ kann, was er zuvor seiner „religiösen Identität“ entblößt hat. Er fördert überhaupt keine Religiosität mehr, weder die ursprüngliche eigene, noch die fremde von Immigranten, vor allem auch die christliche, Gott einzig wohlgefällige, nicht mehr, und diese müsste er eben immer fördern, wenn er denn seinen (des Staates) Bestand sichern wollte. Nur auf der Basis christlicher, d.h. göttlicher Werte und Gesetze, kann überhaupt ein Staatswesen auf Dauer (fort-)bestehen.

In öffentlichen Stellungnahmen wird der Islam häufig als friedliebende und tolerante Religion schöngeredet. Wenn Gewalttaten, vom dschihadistischen Terroranschlag bis zum „Ehrenmord“, im Namen des lslam verübt werden, ist schnell von einem „Missbrauch“ der Religion die Rede. Unterzieht man die Glaubensgrundlagen des Islam (Koran, Sunna, Scharia) jedoch einer eingehenden kritischen Betrachtung, zeigt sich, dass die Gewalt im Namen des Islam eine tragende religiöse Grundlage besitzt und keineswegs auf einer „Verfälschung“ beruht. Der Islam entpuppt sich als Politreligion mit Doppelgesicht, eine religiös überhöhte, vormoderne Vorschriftenlehre, die sämtliche gesellschaftlichen Bereiche zu regulieren beansprucht und die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen entgegensteht.

Absolut richtig! Aber auch die christliche Gesellschaftsordnung ist in weiten Teilen unvereinbar mit den Menschenrechten der Vereinten Nationen; denn diese letzteren sind nicht ausgehandelt und proklamiert worden auf der Grundlage der Gebote Gottes, der Heiligen Schrift, der Lehre Christi und Seiner Kirche, sondern auf derjenigen freimaurerischer (liberalistischer, „humanistischer“) Prinzipien.

Daher ist es nicht nachvollziehbar, auf welche Weise Schäubles „Deutsche Islamkonferenz“ zu einem „besseren Miteinander“ führen sollte. Indem der Innenminister, um Integrationsprobleme zu lösen, mit Islamvertretern konferiert und ihnen Anerkennung und Privilegien in Aussicht stellt, betreibt er faktisch ein verdecktes Missionsprogramm: Auf diese Weise nämlich werden Migranten regelrecht dazu gezwungen, sich über das Merkmal „Religionszugehörigkeit“ zu definieren, selbst dann, wenn sie ihrer Herkunftsreligion ursprünglich eher gleichgültig oder vielleicht sogar ablehnend gegenüberstanden. Wenn sich Zuwanderer in Deutschland heute stärker als in der Vergangenheit als „Muslime“ verstehen und „westliche Werte“ ablehnen, so ist dies auch ein „Erfolg“ der „Deutschen Islamkonferenz“.

Ein Christ-sein-wollender Innenminister müsste längst das Einsehen haben, dass dem Islam keinerlei Anerkennung und Privilegien gebühren: im Gegenteil: er gehört – wo immer möglich – aus der Öffentlichkeit verbannt, da er wie ein Krebsgeschwür den gesunden Teil des Körpers, des Organismus, nach und nach zerstört.

Ohnehin erinnert Schäubles Strategie, ausgerechnet den konservativen Islamverbänden eine bedeutende Rolle bei der Integration zuzuweisen, an einen Schildbürgerstreich: Schließlich sind es doch gerade diese Verbände, die echte Integration verhindern wollen! So üben sie massiven Druck dahingehend aus, dass muslimische Frauen unter keinen Umständen nicht-muslimische Männer heiraten. Die Verschleierung der Frau dient in diesem Zusammenhang als wirksames Regulierungsinstrument des Heiratsmarktes. Umgekehrt sind Heiraten zwischen muslimischen Männern und nicht-muslimischen Frauen ausdrücklich erlaubt, denn in der patriarchalen Logik des Islam hat sich die Frau dem Mann zu unterwerfen, gerade auch in religiöser Hinsicht. Kinder erben die Religion des Vaters. Echte Integration sieht anders aus!

Einverstanden! Echte Integration von Muslimen bei Christen ist per Definition unmöglich, d.h. wäre nur möglich, wenn die Muslime Christen würden und wenn die Gesellschaft als Ganzes wieder bzw. endlich christlich würde.

Im Sinne der Verteidigung einer fortschrittlich-emanzipatorischen Zukunftsperspektive halten wir es für notwendig, die islamische Herrschaftskultur in aller Entschiedenheit zu kritisieren. Wir rufen die Öffentlichkeit dazu auf, folgende Forderungen und Vorschläge zu unterstützen:

Eine „fortschrittlich-emanzipatorische“ (eine wahrhaft befreiende) Zukunft garantiert eigentlich letztlich nur das Christentum, und zwar das gelebte echte, volle, traditionell römisch-katholische. Fortschritt weg von dieser derzeit fatalerweise so hochgeschätzten säkularen Gesellschaft hin zu einer wieder hauptsächlich an christlichen Werten orientierten und auf ihr basierenden. Nicht die Trennung von Kirche und Staat ist zu betreiben, sondern deren Zusammenwirken!

§ 1: Integration kann nicht durch Förderung des Islam gelingen
1. Integration ist ein individueller Prozess, sie muss dementsprechend individuell gefördert werden: Die Ausstattung von Islamvereinen mit Privilegien entsprechend den christlichen Kirchen fördert keine Integration.
2. Keine verdeckte Islamisierung unter dem Deckmantel der Förderung von Integration: Migranten dürfen nicht einfach der in ihrem Herkunftsland vorherrschenden Religion zugerechnet und den betreffenden Religionsgesellschaften zugewiesen werden.
3. Die große Gruppe der nicht religiösen Einwanderer muss von Politik und Medien wahrgenommen werden und eine angemessene Vertretung erhalten.

Durchaus richtig. Förderung des Islam ist immer falsch, ist jeder Art von „Integration“ in eine nicht-islamische Gesellschaft abträglich, geschweige denn in eine – wenn auch durch die Säkularisation nur noch ausgedünnt und schwächlich – christliche, weil der Islam die absolute Dominanz und Herrschaft weltweit anstrebt. CHRISTUS müßte herrschen in unserer Gesellschaft. Integration des Islam im (wenn auch nur vormals) christlichen Gebiet (ohne Demaskierung desselben und Bekehrung der Muslime zum christlichen Glauben) heißt Ausschluss, Entthronung des HERRN zugunsten Seines Erzfeindes.

§ 2: Ziel ist eine säkulare Gesellschaft
1. Integration setzt Gemeinsamkeit voraus: Die staatliche Schule muss ein solcher Ort der Gemeinsamkeit werden und darf nicht nach den Vorgaben der Religionsgemeinschaften organisiert werden.
2. Die Abmeldung vom Biologie-, Sexualkunde-, Musik- oder Sportunterricht aus religiösen Gründen ist Ausdruck einer bildungs- und demokratiefeindlichen Einstellung und deshalb nicht zu dulden.
3. Wir fordern die kopftuchfreie Schule, um die Entwicklung von Mädchen und jungen Frauen im Sinne einer freien Selbstbestimmung jenseits patriarchaler Normen zu unterstützen.
4. Anstatt flächendeckend einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen, ist ein neues Schulfach „Religions- und Weltanschauungskunde“ angezeigt, in dem die Herwachsenden neutral und sachlich über die Grundinhalte der Religionen sowie der philosophisch-humanistischen Religionskritik und der säkularen Ethik informiert und unterrichtet werden.

Ein für Christen inakzeptables Ziel. Jeder Christ hat die Aufgabe und Berufung, Missionar zu sein. Ziel jedes Christen ist: „alle Menschen zu lehren, was Christus geboten hat„. Jede „säkular“ gewordene Gesellschaft muss re-missioniert werden! In der jetzt herrschenden Säkularität kann das Christentum nur überleben, wenn die Christen ihre Kinder vom heutigen total unchristlichen Biologie-, Sexualkunde-, Weltanschauungskunde-Unterricht abmelden oder besser gleich in eigene konfessionelle Bildungsstätten schicken. Säkulare Ethik, also Ethik, die sich nicht verbindlich an den Geboten und Lehren unseres HERRN und GOTTES orientiert, ist keine Ethik; denn „Sittlichkeits-Regeln“, „sittliche Prinzipien“, „Moral-Gebote“, können nur vom Gesetzgeber aller Menschen, von JESUS CHRISTUS und Seiner Heilig-Geist-geleiteten KIRCHE definiert und eingefordert werden.

§ 3: Die islamische Herrschaftskultur muss kritisiert werden
1. Steinigungen, Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Verfolgung von Homosexuellen oder Zwangsverheiratungen sind nicht Ausdruck einer „anderen“ Kultur, sondern Verbrechen, die als solche benannt und unterbunden werden müssen.
2. Patriarchale Vorstellungen und Verhaltensweisen müssen unabhängig davon, in welcher Gemeinschaft sie auftreten, zurückgedrängt werden.
3. Antisemitismus ist auch in islamischen Communities nicht hinnehmbar.
4. Die Freiheit der Meinungsäußerung, der Kunst und Wissenschaft ist die unverzichtbare Grundlage einer modernen, offenen Gesellschaft und darf nicht aus Rücksicht auf religiöse Denkverbote beschnitten werden.
5. Kritik ist in einer freien Gesellschaft unabdingbar: Sachlich begründete Kritik darf nicht als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“ oder „islamophob“ diffamiert werden. Fremdenfeindlichkeit ist ein Grundübel, das wir bekämpfen müssen, doch sollte uns das nicht von Kritik an menschenverachtenden Ideen und Praktiken im islamischen Kontext abhalten.
6. Wir fordern rechtsstaatlichen Schutz und finanzielle Unterstützung für bedrohte Islamkritiker/innen wie Ayaan Hirsi Ali, Kurt Westergaard, Mina Ahadi und viele andere.

„Patriarchale Vorstellungen und Verhaltensweisen“ gibt es auch im Christentum, und zwar durchaus von Gott gewollte! Aber diese letzteren sind natürlich nicht vergleichbar mit jenen des Islams! Die „Freiheit der Meinungsäußerung“ kann auch in einem christlichen Staat nicht eine schrankenlose sein.

§ 4: Weltanschauungsfreiheit muss Maßstab für politische Entscheidungen sein
1. In den allerwenigsten islamischen Ländern ist Weltanschauungsfreiheit garantiert. Menschen, die sich von ihrem Glauben lösen, sind vielfachen Repressionen und Gefährdungen ausgesetzt. Deshalb muss Oppositionellen, islamgeschädigten und glaubensabtrünnigen Zuwanderern, die in ihren Herkunftsländern (etwa dem Iran) im Falle einer Rückkehr von schweren Strafen, Folter und Hinrichtung bedroht sind, politisches Asyl gewährt werden! Es ist ein bislang in der Öffentlichkeit noch nicht genügend wahrgenommener Skandal, dass Islamisten in Deutschland Bleiberecht genießen, während fortschrittliche Ex-Muslime von Abschiebung bedroht sind.
2. Wir fordern die Vertreter des deutschen Staates dazu auf, sich auf internationaler Ebene für die Einführung und Einhaltung der Menschenrechte in den Ländern des islamischen Herrschaftsraumes einzusetzen und gegen Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Steinigungen, Hinrichtungen, Folterungen sowie andere unmenschliche Praktiken wirksam einzuschreiten. Politische und wirtschaftliche Abkommen müssen explizit die Einhaltung menschenrechtlicher Regelungen zur Voraussetzung haben.
3. Herrschaftsregime, Organisationen und Unternehmen, die sich an der Scharia orientieren, dem islamischen Terrorismus zuarbeiten oder die Vernichtung Israels anstreben, dürfen keine Fördergelder mehr erhalten. Die „Kuscheldiplomatie“ mit Vertretern theokratischer Systeme muss beendet werden, stattdessen sind Kontakte zur säkular-demokratischen Opposition in den „muslimischen Ländern“ herzustellen und auszubauen.

Nein, ganz und gar nicht: Weltanschauungsfreiheit darf nicht Maßstab für politische Entscheidungen sein! Die heute durch das Neuheidentum entchristlichten Gesellschaften müssen vielmehr wieder zur wahren Religion zurückfinden und diese in allem voll zur Geltung bringen. Vielleicht ist aber dem Islam (hier bei uns) auf absehbare Zeit nur beizukommen über den Umweg einer „Zurechtstutzung“ gemäß säkular-demokratischen Werten. Aber gerade diese säkular-demokratischen Werte sind eben letztlich auch schuld an der Situation wie sie jetzt jüngst entstanden ist. Wäre die Gesellschaft noch wahrhaft christlich, hätte sie eine solche Einwanderung und damit Vermischung von „Religionen“ niemals zugelassen.

Posted in Christenheit, Interreligiöser Dialog, Islamisierung, Menschenrechte, Reformislam, UNO | Verschlagwortet mit: , , , | 9 Comments »

Die „Wächter“, die Freunde der „Schlächter“ geworden sind

Posted by deislam - 16. Mai 2008

Der „Vatikan“, der „Apostolische Stuhl“, der Papst und seine kardinale und episkopale Mannschaft (urbi et orbi) verhalten sich seit dem II. Vatikanischen Konzil und damit seit dem unseligen Konzilsdokument „Nostra Aetate“ dem Islam gegenüber großmehrheitlich völlig unangemessen, ja fahrlässig falsch und verkehrt. Sie realisieren nicht oder wollen nicht wahrhaben, dass der Islam der gefährlichste gewalttätige (und heute dazu terroristische) Feind des Christentums insgesamt und der katholischen Kirche im besonderen ist. Sie haben sich auf einen Freundschaftskurs mit ihm, mit den Muslimen, eingeschworen und lassen davon nicht ab, auch wenn sie noch so viele Ermahnungen, Warnungen, Alarmrufe zu Ohren und zu Gesicht bekommen. Statt sich, wie es ihre höchste Pflicht wäre, als Hirten, als Wächter, als Schützer und Verteidiger der Christen und ihrer Errungenschaften zu gebärden, leisten sie seit 40 Jahren zunehmend Beihilfe zur Ermöglichung des (immer ungehemmteren) Eindringens muslimischer Migranten in unsere vom Christentum geprägten Zivilisation(en) und zur Erstarkung ihrer Stellung in unseren Gesellschaft(en), bei gleichzeitiger unverschämter Forderung nach einer „Umschulung“ der Christenheit auf „einen neuen Geist der universalen Öffnung auf die Menschheit hin“, nach „einer Änderung unserer grundlegenden Einstellungen und Mentalitäten“, einer „grundlegenden Umkehr im Denken und in unserem Vorverständnis des Fremden“! „Dabei geht es (meint Kardinal Lehmann in seiner Predigt zur Eröffnung der „Woche des ausländischen Mitbürgers„) um eine gleichberechtigte Teilhabe der Zuwanderer am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben.“ Auch die Muslime also, und sie bilden die Mehrheit der Zuwanderer, sollen (ungeachtet ihrer Integrationsunfähigkeit und Integrationsunwilligkeit) gleiche Rechte, besonders auch gleiche politische Rechte haben wie die sie aufnehmenden Bürger. Das heißt, sie sollen in öffentliche Ämter gewählt und eingesetzt werden können, sie sollen in allem (mit)bestimmen, (mit)regieren können! Und dies ohne ihrer schändlichen Scharia und ihrem Welteroberungsanspruch und ihrem gott- und menschenverachtenden „Schlachtruf-„Koran abzuschwören!

Bischöfe, also Nachfolger der Apostel Christi, wie Kardinal Lehmann, sind damit zu „Hütern“ und „Bewachern,“ zu „Fürsorgern“ der erklärten Gegner CHRISTI geworden. Sie haben sich damit förmlich und faktisch zu Überläufern ins feindliche Lager mutiert. Ihre christliche „Feindesliebe“ ist für sie bevorzugte „Nächstenliebe“ geworden. Sie betrachten den Todfeind, der sich taktisch als Freund gibt, verblendet als tatsächlichen Freund. Sie behandeln ihn wie einen Bruder im Glauben. Und die wahren Brüder im Glauben lassen sie im Stich, wie es eben „Hirten“ tun, die nur Mietlinge sind.

Siehe auch:

  • Zenit: Einwanderungspolitik: Plädoyer des Papstes für die Familienzusammenführung
    Selbstverständlich sind auch wir grundsätzlich für eine Familienzusammenführung, aber gewiss nicht für eine undifferenzierte, allgemeine. Christliche Familien, ja! Muslimische Familien, NEIN! Muslimische „Familien“ sind keine „Keimzellen der Gesellschaft, die mutig und geduldig verteidigt werden muss, die jene Gemeinschaft ist, in der man von Kindheit an dazu erzogen wird, Gott zu verehren und zu lieben, da in ihrem Schoß die ‚Grammatik der menschlichen und moralischen Werte gelernt wird‘, die gleichzeitig lehrt, einen guten Gebrauch von der Freiheit in der Wahrheit zu machen.“
  • Zenit: Kardinal Renato Raffaele Martino spricht sich vehement gegen Kriminalisierung illegaler Einwanderer aus
    Kardinal Martino verteidigt damit Illegalität und greift dazu die Legalität an. Die legal, demokratisch gewählte neue Regierung (die damit auch die Mehrheit der Italiener vertritt!) will nichts anderes als eine längst überfällige, durch Linke (und Gottlose) in letzter Zeit stets verhinderte effizientere Bekämpfung der Gesetzesbrecher; denn illegale Einwanderung ist nun einmal ILLEGAL! Und prompt etiquettiert dies der „Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden“ als „Ausländerfeindlichkeit“, als „Verteufelung“ und „Kriminalisierung“. Und er meint, dies verstoße auch oder ohnehin gegen die UN-Menschenrechtserklärung. In der Konvention der Vereinten Nationen seien Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit klipp und klar als Rechte festgeschrieben. Einmal abgesehen davon, dass es schon penibel ist, wenn christliche Prälaten die UN-Menschenrechtserklärung zum Maßstab ihrer Moral nehmen, verschweigt er geflissentlich, dass es auch in dieser Charta kein Recht auf ILLEGALE Einwandung gibt.
  • Zenit: Schweiz: Kirchen gegen SVP-Einbürgerungsinitiative
    Es ist auffällig, dass sich „Kirchenvertreter“ fast durchwegs mit der falschen Seite solidarisieren, nämlich mit der linken, mit den Linken, mit jenen, die sich mehrheitlich einen Deut um die Gesetze und Gebote GOTTES kümmern, mit jenen, welche die sogenannten Menschenrechte und „Grundrechte“ über diese stellen. Würden sie echt christlich politisieren, müßten sie sich viel mehr und viel öfter auf die rechte Seite schlagen, auf jene, die die Überfremdung bekämpft. Und in diesem konkreten Fall müßten sie wissen, dass es grundsätzlich kein Recht, keinen Anspruch auf Einbürgerung gibt, auch nicht einmal auf Einwanderung! Und auch nicht auf ein Rekursrecht im Falle einer Ablehnung, auch wenn diese noch so sehr als „willkürlich“ oder „unbegründet“ ausgelegt werden kann. Der Stimmbürger ist nun einmal der „Souverän“ in der Schweiz und nicht die zu Ämtern „Abgeordneten“ oder in Verwaltungen und Gerichte „Gewählten“! Gerade auf der Ebene der Gemeinde fallen Einbürgerungsentscheide grundsätzlich (für die Bürgerschaft) GERECHTER aus, wenn sie von den Abstimmenden (an der Urne – also anonym) vollzogen werden können. Das Ergebnis einer Abstimmung von möglichst vielen ist immer „demokratischer“ als der Entscheid von ein paar „Kommissionierten“.
  • Zenit: Kardinal Tauran: „Der interreligiöse Dialog ist wie eine Pilgerreise“
    Der Dialog mit den Lehrern des Islam, mit den muslimischen Würdenträgern – eine PILGER-Reise? Eine „Wallfahrt“ zu einem „Heiligtum“? Tja, man muss den (eigenen) christlichen Glauben schon sehr „in Frage stellen“ (förmlich „aus ihm herausgehen“), um angesichts der „Spiritualität“ des Islams soviel Respekt, Ehrfurcht und Pilgerdrang zu verspüren! Jeder Mensch ist nach Kardinal Tauran – bete er nun zum wahren Gott oder zu einem Götzen (bei impliziter oder expliziter Verschmähung des wahren Gottes) – „am Höhepunkt seiner Würde“! Auf den Adressaten und den Inhalt seines Gebetes kommt es also gar nicht an, Hauptsache, er betet. „Jeder Mensch ist, wenn er betet, am größten.“ Und Muslime sind nun einmal betende Menschen. Damit sind sie fünfmal am Tag „am größten und am Höhepunkt ihrer Würde“. Und wie lautet denn das Hauptgebet der Muslime? Ist es ein GOTT-wohlgefälliges Gebet? Hat Kardinal Tauran vergessen oder weiß er als „Novize“ nicht, dass GOTT nur Gebete und Opfer entgegennimmt, die (ausdrücklich oder einschlußweise) „im Namen Seines Eingeborenen, Mensch gewordenen Sohnes“ an IHN gerichtet werden?
    Siehe dazu auch unseren Artikel: „Kenia/Vatikan: Wer glaubt, ist dialogfähig
  • Zenit: Indien: Katholiken antworten auf den offenen Brief muslimischer Theologen an Papst Benedikt
    Da wird schon die „christlich-islamische Geschwisterlichkeit“ zelebriert. Der Brief der muslimischen Autoritäten sei „ein großartiges Geschenk, das uns ermutigt, das zu suchen, was wir in unserem Glauben an den einen Gott miteinander gemein haben. Weil wir alle an Gott den Schöpfer glauben, fühlen wir uns in der Tiefe unserer Existenz miteinander verbunden.“ – „Indem wir uns einem transzendenten Gott hingeben, der auch ein Gott der Liebe ist, zeigen wir, dass wir unsere Freiheit nicht einer geschaffenen Wirklichkeit unterwerfen können, welche auch immer diese sein mag.“
    Wo bleibt da die „Unterscheidung der Geister“?
    Siehe auch: „Islamic Studies Association

Außerdem:

Sehr empfehlenswert: die Rede (allerdings in Englisch) von Serge Trifkovic „Can the West be saved?

Posted in Benedikt XVI, Bischöfe, Christenheit, Dialog - Interreligiöser, Dschihad, Eurabia, Europa, Integration, Interreligiöser Dialog, Islam, Islam-Mission, Islamisierung, Johannes Paul II, Koran, Menschenrechte, Mohammed, Moscheen, Nostra Aetate, Religionsfreiheit, Scharia, Takiya, Toleranz, Vatikan | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XVI. vor der UNO-Vollversammlung in New York

Posted by deislam - 28. April 2008

Wir zitieren aus ZENIT und kommentieren anschließend (Hervorhebungen und Inline-Links durch uns):

ZG08041808 – 18.04.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-14937?l=german

Zum 60. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Menschenrechtserklärung

NEW YORK, 18. April 2008 (ZENIT.org).- Die unveränderlichen Rechte der menschlichen Person, die im natürlichen Recht für alle Menschen mit „common sense“, gesundem Menschenverstand einsehbar sind, bleiben Aufgabe bei der Wahrnehmung der besonderen Verantwortung, die die Menschheitsfamilie den Vereinten Nationen anvertraut hat. Das unterstrich Papst Benedikt XVI., als er am vierten Tag seiner sechstägigen Pastoralreise in den USA vor den Vereinten Nationen in New York besonders die Freiheit der Person und die Ausübung von Religionsfreiheit betonte.

ZENIT dokumentiert den Wortlaut der Rede in einer eigenen Übersetzung des französischen und englischen Wortlautes der Rede am heutigen Vormittag in New York.

* * *

Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XV. vor der UNO-Vollversammlung in New-York vom 18. April 2008

Jetzt, wo ich mit meiner Ansprache vor dieser Versammlung beginne, möchte zunächst Ihnen gegenüber, Herr Präsident, meinen herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte zum Ausdruck bringen. Mein Dank geht auch an den Generalsekretär, Herrn Ban Ki-moon, für die Einladung zum Besuch beim Sitz dieser Organisation und für den Empfang, den er mir bereitet hat. Ich begrüße die Botschafter und Diplomaten aus den Mitgliedstaaten, und alle Anwesenden.

Durch Sie grüße ich die Völker, die hier vertreten sind. Sie schauen auf diese Einrichtung, damit sie der Gründungsinspiration folgend ein Zentrum für die Harmonisierung der Maßnahmen der Nationen für die Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele „des Friedens und der Entwicklung werde“(vgl. Charta der Vereinten Nationen, Artikel 1.2-1.4).

So wie es Papst Johannes Paul II. im Jahr 1995 zum Ausdruck gebracht hat, sollte die Organisation „ein moralisches Zentrum sein, in dem sich alle Nationen der Welt zu Hause fühlen und ein gemeinsames Selbstbewusstsein entwickeln, sich als eine ‚Völkerfamilie‘ zu fühlen“ (Ansprache vor Generalversammlung der Vereinten Nationen zum 50. Jahrestag ihrer Gründung, New York, 5. Oktober 1995, 14).

Durch die Vereinten Nationen, haben die Staaten weltumspannende Ziele festgelegt, die, auch wenn sie nicht völlig mit dem umfassenden Gemeinwohl der Menschheitsfamilie übereinstimmen, zweifellos einen wesentlichen Teil dieses Gutes ausmachen.

Die Grundprinzipien der Organisation – die Sehnsucht nach Frieden, das Streben nach Gerechtigkeit, Respekt für die Würde der einzelnen Person, die humanitäre Zusammenarbeit und Hilfe – drücken die Bestrebungen des menschlichen Geistes aus und stellen jene Ideale dar, die die internationalen Beziehungen tragen sollen.

Wie meine Vorgänger Paul VI. und Johannes Paul II. an dieser Stelle beobachtet haben, all dies gehört zu dem, was die katholische Kirche und der Heilige Stuhl aufmerksam und mit Interesse verfolgen; und sie sehen in Ihrer Tätigkeit ein Beispiel dafür, wie Probleme und Konflikte in Bezug auf die internationale Gemeinschaft zu einem Gegenstand gemeinsamer Regelung werden können. Die Vereinten Nationen verkörpern den Anspruch für ein „höheres Maß an internationaler Ordnung“ (Johannes Paul II., Sollicitudo Rei Socialis, 43), inspiriert durch das Prinzip der Subsidiarität, und damit befähigt, Antwort auf die Forderungen der Menschheitsfamilie nach verbindlichen internationalen Regeln und Strukturen zu geben, die in der Lage sind, die Entfaltung des Lebens der Völker im Alltag zu harmonisieren.

Dies ist umso notwendiger in einer Zeit, in der wir das offensichtliche Paradoxon eines multilateralen Konsenses erleben, der sich weiterhin in einer Krise befindet, weil er immer noch von den Entscheidungen von wenigen abhängt, während die Probleme der Welt die internationale Gemeinschaft zu einem kollektiven Handeln aufruft.

Tatsächlich verlangen Fragen der Sicherheits-, und Entwicklungsziele, die Verringerung der lokalen und globalen Ungleichheiten, der Schutz von Umwelt, Ressourcen und Klima, dass alle internationalen Führer gemeinsam handeln und dass sie ihre Bereitschaft zeigen, mit besten Absichten arbeiten zu wollen, zur Achtung des Gesetzes und zur Förderung der Solidarität mit den schwächsten Regionen des Planeten.

Ich denke dabei vor allem an die Länder in Afrika und auf anderen Kontinenten, die nach wie vor von wahrer und ganzheitlicher Entwicklung ausgeschlossen sind und deshalb Gefahr laufen, nur die negativen Auswirkungen der Globalisierung zu erleben.

Im Rahmen der internationalen Beziehungen ist es notwendig, die Rolle anzuerkennen, die übergeordnete Regeln und Strukturen spielen, die untrennbar auf die Förderung des Allgemeinwohls hin angelegt sind und deshalb dem Schutz der menschlichen Freiheit dienen.

Diese Ordnung schränkt die Freiheit nicht ein. Im Gegenteil, sie fördert sie, weil sie ein Verhalten und Aktionen verbietet, die sich gegen das Gemeinwohl wenden, ihre tatsächliche Ausübung verhindern und damit die Würde jeder menschlichen Person aufgeben.

Im Namen der Freiheit muss es eine Wechselwirkung zwischen jenen Rechten und Pflichten geben, durch die jeder Mensch aufgerufen wird, die Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen, die sich als Folge der Aufnahme von Beziehungen mit anderen ergeben.

An diesem Punkt richten sich unsere Gedanken auf die Art und Weise, wie Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung und der technologischen Entwicklung manchmal angewendet worden sind. Trotz der enormen Vorteile, die die Menschheit dadurch gewinnen kann, sind sie in einigen Fällen ein klarer Verstoß gegen die Ordnung der Schöpfung; und dies bis zu dem Punkt, wo nicht nur dem heiligen Charakter des Lebens widersprochen wird, sondern auch die menschliche Person und Familie ihrer natürlichen Identität beraubt werden.

Auch internationale Maßnahmen zur Erhaltung der Umwelt und zum Schutz der verschiedenen Formen des Lebens auf der Erde sollten nicht nur einen vernünftigen Einsatz von Technologie und Wissenschaft garantieren, sondern auch die Wiederentdeckung des wahren Abbildes der Schöpfung. Dies erfordert nie nur die Wahl eines Entweder-Oder zwischen Wissenschaft und Ethik: Es ist eher eine Frage der Wahl einer wissenschaftliche Methode, die wirklich respektvoll gegenüber ethischen Imperativen ist.

Die Anerkennung der Einheit der menschlichen Familie, und die Wertschätzung der angeborenen Würde eines jeden Mannes und jeder Frau finden heutzutage wieder mehr Bedeutung durch das Prinzip einer Verantwortung, die auffordert zu schützen. Dies wurde erst vor kurzem beschlossen, aber es war bereits implizit seit den Ursprüngen der Vereinten Nationen zugegen und ist jetzt charakteristisch für ihre Tätigkeit.

Jeder Staat hat die vorrangige Pflicht, dem Schutz der eigenen Bevölkerung vor schwerwiegenden und anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte zu dienen, aber auch vor den Folgen der humanitären Krisen, ob sie nun natürlich oder von Menschen verursacht sind.

Wenn Staaten nicht in der Lage sind, einen solchen Schutz zu gewährleisten, muss die internationale Gemeinschaft einschreiten; und zwar mit den juristischen Mitteln, die in der Charta der Vereinten Nationen und in anderen internationalen Werkzeugen dafür vorgesehen sind.

Die Einsätze der internationalen Gemeinschaft und ihrer Organe, vorausgesetzt, sie respektieren die Grundsätze, die die internationale Ordnung tragen, sollten niemals zu ungerechtfertigten Auflagen oder zu einer Einschränkung der Souveränität führen. Im Gegenteil, angesichts eines möglichen Einsatzes gleichgültig zu bleiben oder ihn zu unterlassen, verursacht die wirklichen Schäden. Was wir brauchen, ist eine tiefere Suche nach Möglichkeiten, wie man Konflikte im Vorfeld behandelt und mit ihnen umgeht, indem man alle möglichen diplomatischen Wege auslotet und auch den geringsten Anzeichen für einen Dialogs oder Wunsch nach Versöhnung Aufmerksamkeit und Ermutigung schenkt.

Das Prinzip der Verantwortung zum Schutz wurde von dem alten „ius gentium“ als Grundlage für jede Handlung angesehen, die von der Regierung im Hinblick auf die Regierten angesehen: in der Zeit, als das Konzept der souveränen Nationalstaaten zum ersten Mal entwickelt wurde, erklärte der Dominikaner Mönch Francisco De Vitoria, der als ein Vorläufer der Idee der Vereinten Nationen bezeichnet wird, dass diese Verantwortung ein Aspekt der natürlichen Ordnung ist, die von allen Völkern geteilt wird und das Ergebnis einer internationalen Ordnung darstellt, deren Aufgabe es war, die Beziehungen zwischen den Völkern zu ordnen.

Jetzt wie damals bezieht sich dieses Prinzip auf die Auffassung vom Menschen als Bild des Schöpfers, dem Wunsch nach dem Absoluten und dem Wesen der Freiheit.

Die Gründung der Vereinten Nationen fiel, wie wir wissen, mit den tief greifenden Umwälzungen zusammen, die die Menschheit erlebt hat, als nämlich jeder Hinweis auf die Bedeutung von Transzendenz und natürlicher Vernunft aufgegeben wurde, was zur Folge hatte, dass die Freiheit und die Würde des Menschen grob verletzt wurden.

Immer wenn dies geschieht, bedroht es die objektiven Grundlagen jener Werte, die die internationale Ordnung tragen, und es untergräbt die eindeutigen und unantastbaren Grundsätze, die durch die Vereinten Nationen formuliert und konsolidiert wurden.

Wenn man vor neuen und tief greifenden Herausforderungen steht, ist es ein Fehler, sich auf einen pragmatischen Ansatz zurückzuziehen und sich auf die Bestimmung einer „gemeinsamen Basis“ zu beschränken, die inhaltlich reduziert und in ihrer Wirkung schwach bleibt.

Dieser Hinweis auf die Menschenwürde, ihre Grundlage und Ziel, die Verantwortung für ihren Schutz, bringt uns zu dem Thema, auf das wir uns in diesem Jahr konzentrieren, da wir den sechzigsten Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern.

Dieses Dokument ist das Ergebnis eines Zusammentreffens der verschiedenen religiösen und kulturellen Traditionen, die alle vom gemeinsamen Wunsch durchdrungen sind, den Menschen in den Mittelpunkt der Institutionen, der Gesetze und der Abläufe der Gesellschaft zu stellen und die menschliche Person in ihrer wesentlichen Bedeutung für die Welt der Kultur, Religion und Wissenschaft zu betrachten.

Die Menschenrechte werden immer mehr als die gemeinsame Sprache und das ethische Substrat der internationalen Beziehungen erachtet. Gleichzeitig dienen die Universalität, Unteilbarkeit und Interdependenz der Menschenrechte als Schutz der Garantie für Menschenwürde.

Es ist offensichtlich, dass diese Rechte, die in der Erklärung anerkannt und dargelegt werden, für alle Menschen Gültigkeit haben kraft des gemeinsamen Ursprungs der Person, die nach wie vor den Höhepunkt von Gottes schöpferischem Plan von Welt und Geschichte darstellt.

Sie gründen sich auf das natürliche Recht, das in die menschlichen Herzen eingeschrieben ist und in den verschiedenen Kulturen und Zivilisationen gegenwärtig ist. Die Menschenrechte aus diesem Zusammenhang zu lösen, würde bedeuten, ihre Reichweite einzuschränken und einer relativistischen Konzeption nachzugeben, gemäß derer die Bedeutung und Auslegung der Rechte variieren könnte und ihnen ihre Universalität im Namen der verschiedenen kulturellen, politischen, sozialen und religiösen Anschauungen aberkannt würde. Diese große Vielfalt der Sichtweisen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht nur Rechte universal sind, sondern auch die menschlichen Person, die Gegenstand dieser Rechte ist.

Das Leben der Gemeinschaft, sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene, zeigt deutlich, dass die Achtung der Rechte und der Garantien, die aus ihnen folgen, Maßnahmen für das Gemeingut sind, die zur Beurteilung der Beziehung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Armut und Entwicklung, Sicherheit und Konflikt dienen.

Die Förderung der Menschenrechte bleibt nach wie vor die wirksamste Strategie für die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den Ländern und sozialen Gruppen, und für die Erhöhung der Sicherheit. Tatsächlich werden die Opfer von Not und Verzweiflung, deren menschliche Würde durch Straflosigkeit verletzt wird, leichte Beute für den Aufruf zur Gewalt, und sie können dann den Frieden verletzen.

Das Gemeinwohl, das die Menschenrechte zu sichern helfen, kann jedoch nicht nur durch korrekte Methoden erzielt werden; noch weniger dadurch, einen Ausgleich zwischen konkurrierenden Rechten zu erreichen. Das Verdienst der Allgemeinen Menschenrechtserklärung besteht darin, dass sie verschiedene Kulturen befähigt hat, rechtlichen und institutionellen Modellen Ausdruck zu verleihen und sie um einen grundlegenden Kern der Werte und damit der Rechte herum zu entwickeln.

Heute müssen die Anstrengungen angesichts des Druckes, die Grundlagen der Menschenrechtserklärung neu zu legen und ihre innere Einheit aufzugeben, verdoppelt werden, sonst erleichtert man eine Abkehr vom Schutz der Menschenwürde hin zur Befriedigung oberflächlicher Interessen und oft partikulärer Absichten. Die Erklärung wurde ein „gemeinsamer Standard für die Erreichung eines Zieles“ (Präambel) und kann nicht bruchstückhaft angewandt werden, je nach Trends oder selektiver Auswahl, die lediglich Gefahr laufen, im Widerspruch zur Einheit der menschlichen Person zu stehen und damit der Unteilbarkeit der Menschenrechte widerstreiten.

Die Erfahrung zeigt, dass die Rechtmäßigkeit oft über die Gerechtigkeit triumphiert, wenn das Beharren auf Rechten, sie als ausschließliches Ergebnis der gesetzgebenden Erlasse oder normative Entscheidungen erscheinen lässt, die von den verschiedenen Einrichtungen derer, die an der Macht sind, stammen.

Rechte, die rein auf ihre Rechtmäßigkeit hin eingefordert werden, laufen Gefahr zu schwachen Positionen zu werden, weil sie von ethischen und rationalen Dimension getrennt werden, die ja ihr Grund und ihr Ziel sind.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat vielmehr die Überzeugung bestärkt, dass die Achtung der Menschenrechte hauptsächlich in unveränderlicher Gerechtigkeit verankert ist, auf der die Verbindlichkeit der internationalen Proklamationen ja ebenfalls basiert.

Dieser Aspekt wird häufig übersehen, wenn der Versuch unternommen wird, Rechte ihrer wahren Funktion im Namen einer engen, nutzungsorientierten Perspektive zu berauben.

Da die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten ganz natürlich aus dem menschlichen Miteinander hervorgehen, wird leicht vergessen, dass sie die Frucht eines allgemeinen Vorverständnisses von Gerechtigkeit sind, der in erster Linie auf der Solidarität zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft baut, und damit zu allen Zeiten und unter allen Völkern gültig ist.

Diese Intuition wurde schon im fünften Jahrhundert von Augustinus von Hippo, eines der großen Meister unseres geistigen Erbes, zum Ausdruck gebracht. Er lehrte, das Wort: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu, „kann sich nicht in irgendeiner Weise je nach den verschiedenen Vereinbarungen, die es in der Welt gibt, verändern“ (De Doctrina Christiana, III, 14). Menschenrechte müssen als Ausdruck der Gerechtigkeit respektiert werden, und nicht nur weil sie durch den Willen des Gesetzgebers durchsetzbar sind.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Mit dem Voranschreiten der Geschichte ergeben sich neue Situationen und es wird der Versuch unternommen, sie mit neuen Rechten zu verknüpfen. Unterscheidungsvermögen, das heißt, die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse, wird im Kontext der Anforderungen, die das Leben und Verhalten von Personen, Gemeinden und Völker stellen, immer wichtiger. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema der Rechte ist Unterscheidungsvermögen eine unverzichtbare und fruchtbare Tugend, da es ja um wichtige Situationen und tiefgründige Wahrheiten handelt.

Unterscheidungsvermögen zeigt nämlich, dass die ausschließliche Beauftragung einzelner Staaten, mit ihren Gesetzen und Institutionen, die endgültige Verantwortung für die Erfüllung der Erwartungen von Personen, Gemeinden und ganze Völker zu übernehmen, manchmal solche Folgen haben kann, dass die Möglichkeit einer sozialen Ordnung und der Respekt für die Würde und Rechte der Person ausgeschlossen bleibt.

Auf der anderen Seite kann eine Lebensperspektive, die in der religiösen Dimension fest verankert bleibt, helfen, dieses Ziel zu erreichen, da die Anerkennung des transzendenten Wertes eines jeden Mannes und jeder Frau die Bekehrung der Herzen begünstigt und zu einer Überzeugung führt, die hilft, jeder Art von Gewalt, Terror und Krieg zu widerstehen und Gerechtigkeit und Frieden zu fördern.

Dies liefert auch genau den Kontext für jenen interreligiösen Dialog, den die Vereinten Nationen zu unterstützen aufgerufen sind, wie sie auch den Dialog in anderen Bereichen menschlichen Handelns unterstützen. Der Dialog sollte als das Mittel erkannt werden, durch das die verschiedenen Teile der Gesellschaft ihre je eigene Sichtweise artikulieren können und durch das sie einen Konsens um die die einzelnen Werte und Ziele betreffende Wahrheit herum aufbauen können.

Natürlich müssen die Menschrechte das Recht der Religionsfreiheit einschließen, und zwar als Ausdruck einer zugleich individuellen als auch gemeinschaftlichen Dimension. Eine Vorstellung, die die Einheit der Person ausdrückt, auch wenn sie klar zwischen der Stellung des Bürgers und des Gläubigen unterscheidet.

Die Tätigkeit der Vereinten Nationen hat in den vergangenen Jahren sichergestellt, dass die öffentliche Debatte Sichtweisen Raum erschlossen hat, die von einer religiösen Perspektive in all ihren Dimensionen inspiriert ist, einschließlich der Rituale, dem Gottesdienst, der Erziehung, der Verbreitung von Informationen wie auch der Freiheit, eine Religion zu bekennen oder zu wählen.

Es ist daher unbegreiflich, dass Gläubige einen Teil ihrer selbst unterdrücken müssen, nämlich ihren Glauben, um aktive Bürger zu sein. Es sollte niemals erforderlich sein, Gott zu verleugnen, um in den Genuss der eigenen Rechte zu kommen.

Die mit der Religion verbundenen Rechte sind umso schutzbedürftiger, wenn sie einer säkularen Ideologie oder zu religiösen Mehrheitspositionen exklusiver Art gegengesetzt angesehen werden. Die volle Gewährleistung der Religionsfreiheit kann nicht auf die Kultfreiheit beschränkt werden, sondern muss in richtiger Weise die öffentliche Dimension der Religion berücksichtigen, also die Möglichkeit der Gläubigen, ihre Rolle im Aufbau der sozialen Ordnung zu spielen.

Tatsächlich tun sie das schon, beispielsweise durch ihre einflussreiche und großzügige Beteiligung in einem weiten Netzwerk von Initiativen, die von Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Schulen bis zu Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge und karitative Organisationen im Dienste der Ärmsten und Benachteiligten reichen. Die Weigerung, den Beitrag zur Gesellschaft anzuerkennen, der in der religiösen Dimension und der Suche des Absoluten wurzelt – schon in ihrer Natur Ausdruck der Gemeinschaft zwischen Personen -, würde zweifelsohne einen individualistischen Ansatz den Vorzug geben und die Einheit der Person aufsplittern.

Meine Anwesenheit in dieser Versammlung ist Zeichen der Wertschätzung für die Vereinten Nationen und ist als Ausdruck der Hoffnung gemeint, dass die Organisation immer mehr als Zeichen der Einheit zwischen den Staaten und als Instrument des Dienstes an der gesamten Menschheitsfamilie nützen kann.

Sie drückt auch den Willen der katholischen Kirche aus, den ihr eigenen Beitrag beim Aufbau internationaler Beziehungen solcher Art zu leisten, die erlauben, dass jede Person und jedes Volk merken, dass sie eine unersetzliche Rolle spielen.

In einer Weise, die mit ihrem Beitrag im ethischen und moralischen Bereich und mit dem freien Handeln ihrer Gläubigen im Einklang steht, arbeitet die Kirche auch durch die internationale Tätigkeit des Heiligen Stuhls an der Verwirklichung dieser Ziele.

In der Tat hat der Heilige Stuhl immer einen Platz in der Versammlung der Nationen gehabt und damit seinen besonderen Charakter als Subjekt im internationalen Bereich bekundet. Wie die Vereinten Nationen kürzlich bestätigt haben, leistet der Heilige Stuhl dabei seinen Beitrag gemäß den Vorgaben des internationalen Rechts; er hilft dieses Recht zu bestimmen und bezieht sich darauf.

Die Vereinten Nationen bleiben ein bevorzugter Ort, an dem die Kirche bemüht ist, ihre Erfahrung „der Humanität“ einzubringen, die sie über Jahrhunderte unter den Völkern aller Rassen und Kulturen entwickelt hat, und sie allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Diese Erfahrung und Tätigkeit, die darauf abzielt, für jeden Gläubigen Freiheit zu garantieren, versucht auch, den Schutz der Personenrechte zu verstärken. Jene Rechte gründen sich auf die transzendente Natur der Person und sind ihr nachgestaltet. Sie erlaubt Männern und Frauen, ihren Glaubensweg und ihre Suche nach Gott in dieser Welt zu verwirklichen. Die Anerkennung dieser Dimension muss verstärkt werden, wenn wir die Hoffnung der Menschheit auf eine bessere Welt unterstützen wollen und wenn wir die Bedingungen für Frieden, Entwicklung, Zusammenarbeit und die Bewahrung der Rechte für die zukünftige Generationen schaffen wollen.

In meiner letzten Enzyklika, Spe salvi, habe ich darauf hingewiesen, dass „die immer neue, beschwerliche Suche des rechten Weges, die menschlichen Angelegenheiten zu ordnen, Aufgabe einer jeden Generation ist“ (Nr. 25). Für Christen ist diese Aufgabe aus der Hoffnung motiviert, die aus dem Heilswerk Jesu Christi entspringt. Das ist der Grund, warum die Kirche froh ist, mit dieser angesehenen Organisation verbunden zu sein, die mit der Verantwortung betraut ist, den Frieden und den guten Willen in der ganzen Welt zu fördern. Liebe Freunde, ich danke Ihnen für die heutige Gelegenheit, mich an Sie zu wenden, und ich verspreche Ihnen die Unterstützung durch meine Gebete für das Fortführen Ihrer edlen Aufgabe.

Bevor ich mich von dieser angesehenen Versammlung verabschiede, möchte ich allen hier vertretenen Nationen meine Grüße in den offiziellen Sprachen entrichten:

Peace and Prosperity with God’s help!

Paix et prospérité, avec l’aide de Dieu!

Paz y prosperidad con la ayuda de Dios!

Auf Arabisch und Chinesisch“

Мира и благоденствия с помощью Боией!

[ZENIT-Übersetzung durch Angela Reddemann; © Copyright 2008 des englischen Originals — Libreria Editrice Vaticana]

Unser Kommentar:

Was wir uns als katholische Christen bei dieser Gelegenheit unbedingt fragen müssen, ist: sind die „Menschenrechte“, so wie sie vor 60 Jahren, Ende 1948, durch die Vereinten Nationen (56 Staaten) und dann später, 1993, durch die zweite Weltmenschenrechtskonferenz in Wien mit Zustimmung von 171 Staaten mit der „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ („Universal Declaration of Human Rights„) definiert wurden, kompatibel mit dem, was uns unser Glaube lehrt, was CHRISTUS und Sein HEILIGER GEIST lehrt? Darauf können wir mit Bestimmtheit antworten: NEIN!

Oberflächlich gesehen, ist an den 30 Artikeln (aus heutiger Sicht) kaum etwas auszusetzen. Erst wenn man die Sache im Lichte des übernatürlichen christlichen Glaubens betrachtet, wird einem klar, dass hier vieles nicht stimmt, dass vieles nicht vereinbar ist mit dem, was unser HERR und GOTT für die ganze Menschheit und für jeden einzelnen Menschen will. Schon zu Artikel 1 wäre einiges zu bemerken, um eine falsche Interpretation zu vermeiden; aber lassen wir den einmal „unberührt“ stehen. Die gravierenden Schwierigkeiten beginnen mit Artikel 2 (in Zusammenschau mit Artikel 7)!

Da wird also stipuliert (Artikel 2): Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“ Und in Artikel 7: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.“ In den Artikeln 9 und 11 wird dann der Begriff „willkürlich“ verwendet, der aber undefiniert bleibt und damit seinerseits willkürlich ausgelegt werden kann! Und wer legt fest, was bei Artikel 10 „unparteiisch“ und „unabhängig“ bedeutet?

Nun, aus christlicher Sicht sind solche Menschenrechts-Forderungen völlig inakzeptabel, ja sie sind letztlich gottlos, weil sie sich nicht an Gottes Gesetz und Geboten orientieren, sondern an rein „menschlichen“, „humanistischen“ Postulaten. Mit anderen Worten: man hebt mit diesem Bestimmungen die Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, zwischen Recht und Unrecht, zwischen Gut und Böse, zwischen Wahr und Falsch, zwischen Heil und Unheil auf, weil man je beidem gleiches Recht und gleiche Freiheit verleiht. Und genau diese (hier fehlende, ja verunmöglichte) Unterscheidung zwischen Gut und Böse moniert denn auch Papst Benedikt XVI. auffälligerweise in seiner Ansprache! Nur wird er unseres Erachtens leider nicht konkret. Da wäre zur Illustration und Plausibilisierung gerade der Islam als „Religion“ offen und schonungslos namentlich zu behaften. Ohne „Diskriminierung“ seitens der Christen kann der Islam sich im Schutze dieser „Menschenrechte“ überall ungehindert ausbreiten und damit das Christentum immer mehr diskriminieren und zuletzt unterjochen und geradezu auslöschen; denn der Islam ist die Religion des Anti-Christlichen und damit des Bösen, der Unwahrheit, des Unheils, während das Christentum die Religion GOTTES und damit des Guten, der Wahrheit, des Heils ist. Papst Benedikt XVI. glaubt offenbar – und mit ihm die Menschenrechtsbefürworter – , dass gerade diese es verhindern, dass der Islam (weiterhin – wie bisher) mit den Menschenrechten unvereinbare Exlusivrechte oder Partikularrechte fordern und durchsetzen könne. Nur ist genau das ein Trugschluss, eigentlich reines Wunschdenken. Das ergibt sich schon aus der „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ und aus der „Islamischen Charta„! Bei der heutigen „Weltmentalität“ wird es der Islam wohl innert Kürze zustandebringen, dass die Menschenrechte eher islam-kompatibel werden als dass er sich dazu hergeben wird, menschenrechts-konform zu werden.

Benedikt XVI. meinte einleitend, dass – wie es schon Johannes-Paul II. 1995 ausgedrückt habe – die UNO „ein moralisches Zentrum“ „für alle Nationen“ sein sollte. Wie kann aber ein religiös oder weltanschaulich so heterogen zusammengesetztes Gremium Moral, also Sittlichkeit, definieren und deren Einhaltung allgemein fordern und durchsetzen, wenn doch der CHRISTEN-GOTT allein es ist, der bestimmt, was moralisch gut und böse, was sittlich und unsittlich ist? Bei „Allah“ und im Koran ist die „Moral“ ganz anders umschrieben und festgelegt als in der Lehre Christi und Seiner KIRCHE. Und wie kann der höchste Hirt dieser Kirche, der Stellvertreter Christi, Glauben und Vertrauen haben in eine Organisation wie die UNO, wenn diese den Christen-Gott gar nicht als Autorität anerkennt, gar nicht als maßgeblich ansieht? Heißt es doch in der Heiligen Schrift (1. Kor. 3,11): „Einen anderen Grund kann niemand legen, als der schon gelegt ist, nämlich JESUS CHRISTUS.“ Dass eine „UNO-MORAL“, eine „MENSCHENRECHTS-MORAL“ einer CHRISTEN-MORAL letztlich im Wesentlichen widerspricht, läßt sich am Beispiel der „Abtreibung“ verdeutlichen. Siehe dazu z.B.: „Zur ethischen Grundsatzdebatte über die Abtreibung„! „Human Rights Watch: Women’s Human Rights: Abortion“ „Human rights and wrongs

(Unser Kommentar wird gelegentlich ergänzt und weiter bearbeitet!)

Dokumente/Links:

Posted in Benedikt XVI, Interreligiöser Dialog, Menschenrechte, Religionsfreiheit, UNO | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

 
%d Bloggern gefällt das: