ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

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„Das Verschwinden der Christen in Nahost wäre ein Verlust für die Muslime“, sagt Pater Samir Khalil Samir SJ

Posted by deislam - 11. September 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10091001 – 10.09.2010 (Einfügung von In-line-Links durch uns!)
Permalink: http://www.zenit.org/article-21307?l=german

Interview mit Pater Samir Khalil Samir über das Zusammenleben von Christen und Muslimen

ROM, 10. September 2010 (Zenit.org) .- Am morgigen Samstag wird weltweit der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht, die nun neun Jahre zurückliegen. Der Ton zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen hat sich in diesem Jahr verschärft: In den USA rief der Charismatiker Terry Jones für den Gedenktag, der mit dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan zusammenfällt, zur Koranverbrennung auf. International bereitete dies größte Sorge um die Folgen so eines Aktes.

In Deutschland kritisierten Muslime Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Auftritts bei der Preisverleihung an den Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard, der in dieser Woche mit dem Potsdamer Medienpreis M100 für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit ausgezeichnet worden war. Das Medienereignis fand zudem inmitten einer neu aufgeflammten Debatte um die Integration von Muslimen statt, die sich über das Buch „Deutschland schafft sich ab“ des nun scheidenden Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin entzündet hatte.
Über das Zusammenleben von Christen und Muslimen sprach in diesem Sommer ZENIT-Redakteur Mirko Testa mit dem Islamberater von Papst Benedikt XVI., Pater Samir Khalil Samir. Der ägyptische Jesuit lehrt katholische Theologie und Islamwissenschaften an der Universität St. Joseph in Beirut, ist Gründer der CEDRAC Forschungsinstitut und Autor zahlreicher Artikel und Bücher, darunter „100 Fragen zum Islam„, das voriges Jahr im Sankt Ulrich Verlag erschien.

Der innige Kenner beider Religionen hält das Zusammenleben von Christen und Muslimen für die Zivilgesellschaft grundsätzlich für vorteilhaft, weil die gegenseitige Hinterfragung durch den Anderen für den jeweiligen Glauben als Stimulus wirke und zu einem tieferen Verständnis führe. Pater Samir blickt auf die Koexistenz der beiden Religionsgemeinschaften aus der Perspektive eines orientalischen Christen sowie eines der hervorragendsten Kenner der gemeinsamen Glanzzeit der Beiden im 9. und 10. Jahrhundert. Die Christen im Osten haben Erfahrungen mit dem Islam, an denen die Christen im Westen stärker teilhaben sollten.

ZENIT: Welche Auswirkungen würde das Verschwinden der Kirchen im Nahen Osten auf die christliche und muslimische Welt haben?

–Pater Samir: Das Verschwinden der Kirchen des Nahen Ostens wäre zunächst einmal ein Verlust für das Christentum, weil, wie Johannes Paul II. sagte, die Kirche, wie der Mensch, mit zwei Lungenflügeln atmet: der östlichen und der westlichen. Nun sind die orientalischen Kirchen hier im Land Jesu entstanden, in den Gebieten des Nahen Ostens, wo Christus lebte. Und wenn diese Erfahrung, diese Jahrtausende alte Tradition verloren gegangen sein wird, dann wird dies ein Verlust für die ganze Kirche sein, und zwar sowohl für die Christen des Ostens als auch der westlichen Christen.

Doch es gibt noch mehr: Wenn Christen den Nahen Osten verlassen, mit anderen Worten, wenn die Muslime allein zurück bleiben, würde ein Element der Stimulation fehlen – faktisch vertreten durch das Element der Vielfalt, das Christen dazu beitragen können. Vielfalt des Glaubens, weil Muslime uns jeden Tag fragen: Wie kommt es, dass Sie sagen, dass Gott der Eine und Dreifaltige ist? Dies ist widersprüchlich. Und wir sagen: Wie kommt es, dass Sie sagen, dass Mohammed ein Prophet ist? Was sind für Sie die Kriterien der Prophezeiung? Hat Mohammed diese Kriterien erfüllt? Und was bedeutet es, dass der Koran von Gott stammt? In welchem Sinne kann man sagen, dass er auf Mohammed herab kam? Wir sagen, dass die Bibel göttlich ist, aber vermittelt durch menschliche Autoren, während die Muslime Mohammed Vermittlung herausnehmen möchten.

Diese Fragen, die sie an uns richten und die wir stellen, sind ein Anreiz, nicht nur für die Zivilisation, sondern auch für die Zivilgesellschaft. Es wäre ein großer Verlust, weil die Gefahr besteht, sich eine Gesellschaft herbei zu wünschen, einen Staat auf der Grundlage der Scharia, das heißt, auf etwas, das im siebten Jahrhundert in der Region der arabischen Halbinsel gegründet wurde, auch wenn für die Muslime die Scharia für alle Jahrhunderte und alle Kulturen als allgemeingültig und wahr gilt. Und dies ist das große Problem des Islam: Wie kann der Islam heute neu überdacht werden? Das Fehlen von Christen würde das Problem nur noch akuter machen.

ZENIT: Wird es irgendwann eine Aufklärung im Islam geben?

–Pater Samir: Für den Westen, für die Kirche, bedeutete die Aufklärung eine Erneuerung des Glaubensgeistes, der uns ermöglicht, uns durch die Kultur und die Kritik, die damit aufkamen, inspirieren zu lassen. Die Aufklärung bedeutete, pralles Licht auf die Realitäten der Glaubenswelt zu werfen. Das Risiko des Gläubigen ist es, nur aus dem religiösen Phänomen heraus zu starten, das eine partielle Erscheinung im menschlichen Leben und im Leben der Gesellschaft ist.

Wenn wir dieses religiöse Phänomen nicht mit der Wissenschaft konfrontieren, mit den Menschenrechten, mit der Entwicklung der Psychologie, der Geisteswissenschaften, mit den Kulturen der Welt, werden wir kein offenes Christentum haben, oder, in diesem speziellen Fall, einen offenen Islam.

Ihre Frage ist: Würde der Islam zu einer Aufklärung fähig sein? In der Theorie ja. Wir hatten ein Beispiel im 9. und 10. Jahrhundert. Damals gab es eine Aufklärung, die von syrischen Christen aus Syrien, Palästina und dem Irak inspiriert wurde, die die hellenische Kultur aufgenommen hatten, die sie weitergaben, übersetzten, kommentierten, und so Generationen von muslimischen Denkern schafften, die das Gleiche taten, indem sie es auf den Koran anwandten, auf ihre Dogmen und Traditionen.

Dieses Phänomen dauerte bis ins 11. Jahrhundert hinein an und dann schlief es langsam ein, denn es war eine islamistische Reaktion, die es in eine streng religiöse Reaktion übersetzte, wobei die Philosophie ausgeschlossen wurden, zum Beispiel, und auch die historische Religionskritik. Wenn dies weiterhin geschieht, wird es niemals eine Aufklärung geben. Eine Voraussetzung ist, dass Muslime zunehmend sich mit den Wissenschaften beschäftigen und einwilligen, den Text des Korans zu studieren wie die jede andere arabische Literatur auch, mit den gleichen Kriterien.

Das Hauptziel ist es, mit einer entzauberten Geschichte zu beginnen. Und ich hoffe, dass wir zu dieser kritischen und auch religiösen Lektüre des Koran gelangen werden: Glaube und Kultur, Glaube und Wissenschaft, Glaube und Vernunft. Dies war der wesentliche Punkt der Regensburger Rede vom 12. September 2006, und es wird weiterhin so sein, obwohl es ein Schock vor allem für viele Muslime war, und für bestimmte östlichen Christen, die kulturell islamisiert sind.

ZENIT: In welcher Weise könnte sich das Entstehen und die Verbreitung des Islam in den Heilsplan einfügen?

–Pater Samir: Das ist eine heikle, aber berechtigte Frage. Wir können es so ausdrücken: „Inwiefern hat der Islam im Plan Gottes einen Platz, vor dem Hintergrund dessen, was den Menschen an Wissen darüber gegeben worden ist?“

Im Laufe der Geschichte haben sich die Christen des Ostens oft diese Frage gestellt. Die Antwort der arabischen christlichen Theologen war: „Gott hat die Geburt des Islam erlaubt, um die Christen für ihre Untreue zu bestrafen.“ Ich denke, die Wahrheit über den Islam führt uns zurück auf die Spaltung zwischen den Christen der Ostkirche, eine Teilung, bei der oft nationalistische und kulturelle Motive hinter theologischen Formeln versteckt wurde. Diese Situation erschwerte es ihnen, die Frohe Botschaft den Völkern der Region zu verkündigen, etwas, das der Islam teilweise getan hat.

Islam diente dazu, den Glauben an den einen Gott zu bekräftigen, der Ruf uns ganz ihm zu widmen, unser Leben zu ändern, um ihn anzubeten. Es war eine gesunde Reaktion, in Kontinuität mit der jüdischen und christlichen biblischen Tradition. In Wirklichkeit aber, um dazu zu kommen, beseitigte es alles, was nur ein geringe Schwierigkeiten bereitete, besonders: die menschliche und zugleich göttliche Natur Christi, der eine und dreifaltige Gott, der Dialog und Liebe ist, und die Tatsache, dass Christus bis zum Tod am Kreuz gehorsam war, dass er sich selbst entäußerte, wie der heilige Paulus sagt, aus Liebe für uns.

Daher ist es eine rationalisierte Religion, nicht nach dem Geist und der göttlichen Vernunft, sondern in dem Sinne, dass er um diese Aspekte vereinfacht ist, die die menschliche Vernunft nicht fassen. Daher stellt sich der Islam als die dritte und letzte offenbarte Religion dar… und für uns ist er dies selbstverständlich nicht. Nachdem Christus – den der Koran als Wort Gottes anerkennt – ist es nicht zu begreifen, dass Gott ein anderes Wort, das des Koran gesandt hat.

Wenn der Koran mit dem Evangelium übereinstimmen und dazu diene, es zu klären, würde ich sagen: Warum nicht? Wie die Heiligen, die ein Licht auf das Evangelium und auf die Person Jesu werfen. Aber hier, nein: es befindet sich im Widerspruch. Deswegen kann ich nicht sagen, dass Gott einen Propheten geschickt hat, – der Mohammed sein könnte- mit einer neuen Offenbarung. Noch weniger kann ich über ihn sagen, er sei „das Siegel der Propheten“, khatam al-nabiyyin, wie der Koran sagt, nämlich, dass er die Offenbarung Christi korrigiert und ergänzt und zur Erfüllung führt.

ZENIT: Aber was ist dann der Platz des Islam in Gottes Plan?

–Pater Samir: Ich denke, dass er für uns Christen ein Anreiz ist, uns auf die Grundlage von allem zurückzuführen: Gott ist der Einzige, der letzte Wirklichkeit – was die fundamentale jüdische und christliche Bestätigung ist, die durch den Koran in der schönen Sure 112 aufgegriffen wird: „Ja, Gott ist der Einzige! Gott ist der Undurchdringliche!“ etc. eine Affirmation, die im modernen Leben Gefahr läuft, vergessen zu werden. Der Islam erinnert uns daran, dass, wenn Christus das Zentrum des christlichen Glaubens ist, er so immer in Beziehung mit dem Vater ist, um in der Einheit zu bleiben, auch wenn dem Koran nicht gelungen ist zu verstehen, was der Heilige Geist ist.

Wir werden jeden Tag von Muslimen über unseren Glauben befragt, und dies führt uns dazu, ihn ständig aus der Perspektive des Islam zu überdenken. Ich danke Muslimen für ihre Kritik, solange sie sie aus der Haltung der Reflexion äußern, und nicht um zu streiten. Ich würde sagen, das Gleiche gilt für Fragen der Christen.

Unsere Berufung, die von uns Christen des Ostens, ist es, mit den Muslimen zu leben, ob wir es wollen oder nicht. Es ist eine Mission! Es ist schwierig, aber wir müssen zusammen leben. Aus diesem Grund würde ich sagen, dass es den Muslimen zufällt, die christliche Präsenz zu verteidigen und Christen, die muslimische Präsenz zu verteidigen. Es ist in der Tat nicht Sache eines jeden Einzelnen von uns, uns selbst zu verteidigen, da dies zur Konfrontation führt.

Deshalb hoffe ich, dass die Nahost-Synode, die vom 10. bis 24. Oktober stattfinden wird, uns Christen des Westens und des Ostens helfen kann, aber dass sie vielleicht auch Muslimen hilft, die Bedeutung des göttlichen Plan zu überdenken, den wir in Freundschaft neu entdecken müssen und in Zeiten der Konfrontation: Warum sind wir zusammen in diesem Land des Nahen Ostens, das das Land Jesu ist – gewiss – aber auch das Land von Moses und Mohammed? Dieses Land muss wirklich zum „Heiligen Land“ werden.

[Übersetzung aus dem Englischen und Bearbeitung:  Michaela Koller]

Unser Kommentar:
„Gott hat die Geburt des Islam erlaubt, um die Christen für ihre Untreue zu bestrafen.“
Das gilt heute noch. Gott hat das selbstverständlich nicht geplant, sondern nur zu geschehen erlaubt. Gott plant keine Übel; Er lässt sie nur zu und sieht sie voraus; die Geburt und das Wachstum und der Fortbestand des Islams ist aber ein Übel, ein großes sogar, ein immenses heute! Mit den Muslimen zu leben, ist weder eine Berufung noch eine Mission, wenn das Zusammenleben mit ihnen nicht benutzt wird, sie für Christus zu gewinnen. Das Heilige Land ist nur heilig, insofern es das Land der wahren Gottesoffenbarung, das Land des verheißenen Messias und des Mensch gewordenen Gottessohnes JESUS CHRISTUS und Seines Erdenwandels und Seiner Kirchengründung und -Aussendung ist. Mit und durch Mohammed und seinem Anhang wird kein Land, wird gar nichts heilig! Das Verschwinden der Christen aus dem Heiligen Land ist für alle Einwohner dieses Gebietes ein Riesenverlust, auch für die Muslime, aber natürlich nicht für sie „als Muslime“, sondern als Menschen, die durch den anti-christlichen und damit anti-göttlichen Islam verführt sind und es durch die Abwesenheit von Christen noch in höherem Maße sind. Der Islam kann für uns Christen kein „Anreiz sein, uns auf die Grundlage von allem zurückzuführen“. Dass Gott der Einzige ist, die „letzte“ (besser: die eigentliche, wesentliche) Wirklichkeit, glaubt, bekennt und lehrt das Christentum vor dem und außerhalb des Islams und ohne ihn. Und Gott ist nicht „der Einzige“, wie ihn der Islam versteht, sondern der Dreifaltige, der Dreipersönliche, eine „Affirmation“, die (vor allem) im modernen „christlichen“ Theologenleben mehr und mehr „vergessen“ wird. Gott ist auch nicht der „Undurchdringliche“ wie das der Islam sieht, sondern Er ist der „Geheimnisvolle“, für uns Erdenmenschen nur bruchstückhaft Erfassbare. Aber wir Christen können in und mit CHRISTUS, der ja GOTT und Mensch und eins mit dem Heiligen Geist ist, tief in das göttliche Geheimnis eindringen, wozu der Islam überhaupt nicht fähig ist.

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Kardinal Tauran: Neue Atmosphäre im interreligiösen Dialog

Posted by deislam - 17. Juli 2008

Wir zitieren aus Zenit.org und kommentieren anschließend:

Permalink: http://www.zenit.org/article-15623?l=german

Kongress zur Förderung des interreligiösen Dialogs in Madrid (16. – 18. Juli)

ROM, 16. Juli 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Mittwoch hat in Madrid der internationale Kongress begonnen, der auf Initiative des Königs von Saudi-Arabien Abdallah zur Stärkung des interreligiösen Dialogs einberufen wurde. Der Kongress findet am kommenden Freitag, den 18. Juli, seinen Abschluss.

Ziel der internationalen Begegnung ist es, das Bild eines toleranteren Islam zu liefern, der für alle Religionen offen ist. Gleichzeitig soll einer breiteren Öffentlichkeit der Appell von Mekka (6. Juni 2008) bekannt gemacht werden. Außerdem geht es um eine Präzisierung des Beitrags der Religionen für den Weltfrieden und das Zusammenleben der Menschen. Gemeinsam geteilte ethische Werte sollen der Welt und vor allem der Erziehung der Jugend zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt beabsichtigt der Kongress, der Menschheit zu einer Rückkehr zu Gott zu verhelfen.

Als Vertreter des Heiligen Stuhls nimmt der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, teil. In einem Gespräch mit der vatikanischen Zeitung „L’Osservatore Romano“ (16.7.2008) bezeichnete der Kardinal die Tagung als „mutige Initiative“ des saudiarabischen Königs.

Der Heilige Stuhl begrüße den Kongress, der die drei großen monotheistischen Religion um einen Tisch versammelt sieht, als eine dem Wunsch Papst Benedikts XVI. entsprechende Initiative, die dieser mehrmals gewünscht hätte.

Für Kardinal Tauran sind die letzten Ereignisse im Bereich des interreligiösen Dialogs mit dem Islam ein sichtbarer Beweis für eine neue Atmosphäre im interreligiösen Dialog. Tauran brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die Madrider Konferenz konkret für die Überzeugung Zeugnis ablege, dass die authentisch praktizierten Religionen zu Brüderlichkeit und Harmonie der Menschheitsfamilie beitragen. „Die Religionen führen keine Kriege“, so der Kardinal. Daher sei es Pflicht der religiösen Hirten und Führer, das Gewissen ihrer Anhänger zu bilden, damit diese wahrhaft Gläubige seien, „Überbringer des Friedens und der Brüderlichkeit“.

Eine der Früchte der abrahamitischen Religionen besteht für Kardinal Tauran im Gebet, das in einer säkularisierten Welt für die transzendente Dimension des Menschen Zeugnis ablege. Weitere Früchte seien die Bekräftigung der Sakralität des menschlichen Lebens und die Notwendigkeit der rechten Erziehung der Jugend. Auf diese Ziele hin müsse zusammengearbeitet werden.

Für Tauran ist die Tatsache, dass es der Hüter der heiligsten Orte des Islam ist, der die Konferenz organisierte, ein Zeichen dafür, dass es sich um einen Aufruf universaler Art handelt.

Den „Appell von Mekka“ aus dem Juni 2008 bezeichnete der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog als ein bedeutendes Dokument. Aus ihm gehe das Bild eines Islam hervor, der sich der Weltöffentlichkeit mit einem anderen Gesicht präsentieren wolle als dem, das vom extremistischen Terrorismus gezeichnet werde. Es sei ein Islam zu erkennen, der für die Begegnung mit anderen Religionen offen und zu einer gegenseitigen Kenntnis bereit sei, die auf im Wesentlichen gemeinsamen Werten beruhe. Des Weiteren sei der gemeinsame Wille festzuhalten, den Menschen neu für Gott zu öffnen, für den Schutz der Umwelt zusammenzuarbeiten, deren Zerstörung als schwere Sünde anerkannt sei. Dazu komme die Verteidigung der ethischen Werte des Lebens und der Familie.

Zum pseudoreligiös inspirierten Terrorismus wiederholte Kardinal Tauran die Ansicht Papst Benedikts XVI. und bezeichnete ihn als „kriminelle Tätigkeit“, die umso schlimmer sei, wenn sie unter dem Deckmantel der Religion vollzogen werde und damit die reine Wahrheit Gottes auf das Maß der eigenen Blindheit und moralischen Perversion herabdrücke.

Kardinal Tauran brachte zudem die Ansicht zum Ausdruck, dass der König von Saudi-Arabien gerade auch durch seine Begegnung mit Papst Benedikt XVI. zu diesen neuen Schritten veranlasst worden sei. Der König sei tief beeindruckt gewesen von der Menschlichkeit des Papstes. Gleichzeitig sei sich nach Meinung Taurans der König bewusst, dass einige extremistische Fraktionen innerhalb der islamischen Welt das Bild des Islam verfinstert hätten. Deshalb wolle Abdallah dem Islam sein wahres Antlitz zurückerstatten.

Der Dialog über den Menschen begünstigt nach Worten von Kardinal Tauran auch den theologischen Dialog, dessen „Schwelle“ auf diese Weise erreicht werden könne. Dabei sei dann zu sehen, was möglich sei und was nicht. Jedenfalls handle es sich bei dem Treffen in Madrid um einen Schritt hin zu einer neuen Haltung, die vor allem ein gegenseitiges Anhören begünstige. Der Andere solle nicht als Rivale, sondern als Bruder gesehen werden.

„Der interreligiöse Dialog setzt die eigene Identität voraus“, bekräftigte Kardinal Tauran zum Schluss. „Er muss dann aber zu einer gegenseitigen Bereicherung gelangen. Wenn man nicht zu konkreten Gesten kommt, nützt sogar der Dialog nichts.“

Unser Kommentar:
Wir glauben, dass es höchste Zeit wäre, dem 65-jährigen Kardinal Jean-Louis Tauran („Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog“) in sein Reisegepäck ein komplettes Set islamischer Bekleidung(sstücke) mitzugeben; er könnte dann jeweils nach Bedarf anstatt in seinem scharlachroten Kardinal-Outfit in der klassischen (saudi-arabischen) islamischen Männertracht „ausgehen“ und sich in Mekka (falls es ihm gelingt, bis dahin vorzudringen) und in allen Scharialändern, weil als „Freund und Bruder“ ausgewiesen, unauffällig und unverdächtig unter die gebannten Zuhörer in Freitags-Moscheen setzen und sich aufmerksam die Predigten anhören, vor allem jene, die sich thematisch mit den „Ungläubigen“ befassen. Es würde ihm dann vielleicht aufgehen, dass „das wahre Antlitz des Islams“ nicht das eines toleranten ist, und dass der „real-existierende“, d.h. der „authentisch praktizierte“ Islam keineswegs zu „Brüderlichkeit und Harmonie der Menschheitsfamilie“ beiträgt und „der Menschheit nicht zu einer Rückkehr zu Gott (zum wahren Gott!) verhilft“, und dass der islamische Terrorismus mitnichten als „pseudoreligiös inspirierte kriminelle Tätigkeit“ gebrandmarkt wird und dass die reine (christliche) Wahrheit Gottes durch die islamische Lehre auf das Maß uneinsichtiger Blindheit und pseudoreligiös verbrämter moralischer Perversion herabgedrückt“ wird.
Es braucht ja schon eine gute Portion, eine starke Dosis Begriffsstutzigkeit, um bei soviel Evidenz zu glauben, der Islam sei, wenn nur authentisch praktiziert, tolerant und „für alle Religionen offen“. Gewiss versteht er sich als „offen für alle Religionen“; aber eben nur einseitig. Der Islam ist offen für Konvertiten aus allen Religionen! Ist aber einer einmal in die „Umma“ eingetreten, kann er sie nicht mehr verlassen, es sei denn unter Todesgefahr. „Die Religionen führen keine Kriege“, meinen die gutmenschlichen Geistig-Verschleierten. Aber gerade der Islam ist die „Religion“, die unausgesetzt „Krieg führt“ (immer schon und auch heute noch und heute mehr denn je). Wir empfehlen zwecks Einsichts-Vertiefung das Online-Spiel „Dar-El-Harb“!

In diesem Zusammenhang unbedingt (nochmals) lesen:

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Zur Abschlusserklärung der Kritischen Islamkonferenz, Köln

Posted by deislam - 2. Juni 2008

Wir zitieren aus PI Politically Incorrect vom 1. Juni 2008 und kommentieren:

Logo Kritische Islamkonferenz, KölnAm heutigen Nachmittag ging die zweitägige “Kritische Islamkonferenz” in Köln zu Ende. Nach teils lebhaften Diskussionen einigten sich die rund 200 Teilnehmer auf eine gemeinsame Abschlusserklärung, die den politischen Entscheidungsträgern in Deutschland vorgelegt werden soll. Wir dokumentieren nachfolgend die Erklärung im Wortlaut.

(Und wir geben unsere Kurzkommentare zu jedem Abschnitt jeweils direkt daran anschließend:)

Die Kritische Islamkonferenz geht vom Recht eines jeden Menschen aus, sein Leben individuell zu gestalten. Eine Gesellschaft, die sich „frei“ und „demokratisch“ nennt, muss dem Rechnung tragen, indem sie Rahmenbedingungen herstellt, die Emanzipation fördern. Folglich kritisieren wir die Initiativen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und anderer deutscher Politiker, die eine verbesserte Integration von Zuwanderern durch eine Stärkung der „religiösen Identität“ zu erreichen versuchen. Hierdurch wird Individuen eine Gruppenidentität zugeschrieben, was Emanzipation nicht fördert, sondern erschwert.

Das ist korrekt mit Bezug generell auf nicht-christliche „Religionen“ und besonders auf den Islam, nicht aber im Hinblick auf die christliche Zivilisation. Die christliche Gesellschaftsordnung, wenn und wo sie denn wirklich existiert, gibt (aus sich) nichteinem jeden Menschen das Recht, sein Leben (öffentlich) individuell zu gestalten“ und fördert auch nicht jede beliebige „Emanzipation“. Emanzipation aus Sklaverei z.B.: Ja; Emanzipation à la Feminismus: Nein. Emanzipation aus ungerechter Abhängigkeit und Unterdrückung: Ja; Emanzipation à la Lesben- und Schwulenbewegung: Nein! Die Integration von Zuwanderern würde durch eine Stärkung der religiösen Identität erreicht werden (können), aber evidenterweise nur diejenige christlicher Zuwanderer in einem christlichen Staat. Deutschland ist heute kein christlicher Staat mehr, das ist das Hauptproblem, sondern ein laizistischer, säkularer, religionsneutraler Staat, der deshalb nur „integrieren“ kann, was er zuvor seiner „religiösen Identität“ entblößt hat. Er fördert überhaupt keine Religiosität mehr, weder die ursprüngliche eigene, noch die fremde von Immigranten, vor allem auch die christliche, Gott einzig wohlgefällige, nicht mehr, und diese müsste er eben immer fördern, wenn er denn seinen (des Staates) Bestand sichern wollte. Nur auf der Basis christlicher, d.h. göttlicher Werte und Gesetze, kann überhaupt ein Staatswesen auf Dauer (fort-)bestehen.

In öffentlichen Stellungnahmen wird der Islam häufig als friedliebende und tolerante Religion schöngeredet. Wenn Gewalttaten, vom dschihadistischen Terroranschlag bis zum „Ehrenmord“, im Namen des lslam verübt werden, ist schnell von einem „Missbrauch“ der Religion die Rede. Unterzieht man die Glaubensgrundlagen des Islam (Koran, Sunna, Scharia) jedoch einer eingehenden kritischen Betrachtung, zeigt sich, dass die Gewalt im Namen des Islam eine tragende religiöse Grundlage besitzt und keineswegs auf einer „Verfälschung“ beruht. Der Islam entpuppt sich als Politreligion mit Doppelgesicht, eine religiös überhöhte, vormoderne Vorschriftenlehre, die sämtliche gesellschaftlichen Bereiche zu regulieren beansprucht und die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen entgegensteht.

Absolut richtig! Aber auch die christliche Gesellschaftsordnung ist in weiten Teilen unvereinbar mit den Menschenrechten der Vereinten Nationen; denn diese letzteren sind nicht ausgehandelt und proklamiert worden auf der Grundlage der Gebote Gottes, der Heiligen Schrift, der Lehre Christi und Seiner Kirche, sondern auf derjenigen freimaurerischer (liberalistischer, „humanistischer“) Prinzipien.

Daher ist es nicht nachvollziehbar, auf welche Weise Schäubles „Deutsche Islamkonferenz“ zu einem „besseren Miteinander“ führen sollte. Indem der Innenminister, um Integrationsprobleme zu lösen, mit Islamvertretern konferiert und ihnen Anerkennung und Privilegien in Aussicht stellt, betreibt er faktisch ein verdecktes Missionsprogramm: Auf diese Weise nämlich werden Migranten regelrecht dazu gezwungen, sich über das Merkmal „Religionszugehörigkeit“ zu definieren, selbst dann, wenn sie ihrer Herkunftsreligion ursprünglich eher gleichgültig oder vielleicht sogar ablehnend gegenüberstanden. Wenn sich Zuwanderer in Deutschland heute stärker als in der Vergangenheit als „Muslime“ verstehen und „westliche Werte“ ablehnen, so ist dies auch ein „Erfolg“ der „Deutschen Islamkonferenz“.

Ein Christ-sein-wollender Innenminister müsste längst das Einsehen haben, dass dem Islam keinerlei Anerkennung und Privilegien gebühren: im Gegenteil: er gehört – wo immer möglich – aus der Öffentlichkeit verbannt, da er wie ein Krebsgeschwür den gesunden Teil des Körpers, des Organismus, nach und nach zerstört.

Ohnehin erinnert Schäubles Strategie, ausgerechnet den konservativen Islamverbänden eine bedeutende Rolle bei der Integration zuzuweisen, an einen Schildbürgerstreich: Schließlich sind es doch gerade diese Verbände, die echte Integration verhindern wollen! So üben sie massiven Druck dahingehend aus, dass muslimische Frauen unter keinen Umständen nicht-muslimische Männer heiraten. Die Verschleierung der Frau dient in diesem Zusammenhang als wirksames Regulierungsinstrument des Heiratsmarktes. Umgekehrt sind Heiraten zwischen muslimischen Männern und nicht-muslimischen Frauen ausdrücklich erlaubt, denn in der patriarchalen Logik des Islam hat sich die Frau dem Mann zu unterwerfen, gerade auch in religiöser Hinsicht. Kinder erben die Religion des Vaters. Echte Integration sieht anders aus!

Einverstanden! Echte Integration von Muslimen bei Christen ist per Definition unmöglich, d.h. wäre nur möglich, wenn die Muslime Christen würden und wenn die Gesellschaft als Ganzes wieder bzw. endlich christlich würde.

Im Sinne der Verteidigung einer fortschrittlich-emanzipatorischen Zukunftsperspektive halten wir es für notwendig, die islamische Herrschaftskultur in aller Entschiedenheit zu kritisieren. Wir rufen die Öffentlichkeit dazu auf, folgende Forderungen und Vorschläge zu unterstützen:

Eine „fortschrittlich-emanzipatorische“ (eine wahrhaft befreiende) Zukunft garantiert eigentlich letztlich nur das Christentum, und zwar das gelebte echte, volle, traditionell römisch-katholische. Fortschritt weg von dieser derzeit fatalerweise so hochgeschätzten säkularen Gesellschaft hin zu einer wieder hauptsächlich an christlichen Werten orientierten und auf ihr basierenden. Nicht die Trennung von Kirche und Staat ist zu betreiben, sondern deren Zusammenwirken!

§ 1: Integration kann nicht durch Förderung des Islam gelingen
1. Integration ist ein individueller Prozess, sie muss dementsprechend individuell gefördert werden: Die Ausstattung von Islamvereinen mit Privilegien entsprechend den christlichen Kirchen fördert keine Integration.
2. Keine verdeckte Islamisierung unter dem Deckmantel der Förderung von Integration: Migranten dürfen nicht einfach der in ihrem Herkunftsland vorherrschenden Religion zugerechnet und den betreffenden Religionsgesellschaften zugewiesen werden.
3. Die große Gruppe der nicht religiösen Einwanderer muss von Politik und Medien wahrgenommen werden und eine angemessene Vertretung erhalten.

Durchaus richtig. Förderung des Islam ist immer falsch, ist jeder Art von „Integration“ in eine nicht-islamische Gesellschaft abträglich, geschweige denn in eine – wenn auch durch die Säkularisation nur noch ausgedünnt und schwächlich – christliche, weil der Islam die absolute Dominanz und Herrschaft weltweit anstrebt. CHRISTUS müßte herrschen in unserer Gesellschaft. Integration des Islam im (wenn auch nur vormals) christlichen Gebiet (ohne Demaskierung desselben und Bekehrung der Muslime zum christlichen Glauben) heißt Ausschluss, Entthronung des HERRN zugunsten Seines Erzfeindes.

§ 2: Ziel ist eine säkulare Gesellschaft
1. Integration setzt Gemeinsamkeit voraus: Die staatliche Schule muss ein solcher Ort der Gemeinsamkeit werden und darf nicht nach den Vorgaben der Religionsgemeinschaften organisiert werden.
2. Die Abmeldung vom Biologie-, Sexualkunde-, Musik- oder Sportunterricht aus religiösen Gründen ist Ausdruck einer bildungs- und demokratiefeindlichen Einstellung und deshalb nicht zu dulden.
3. Wir fordern die kopftuchfreie Schule, um die Entwicklung von Mädchen und jungen Frauen im Sinne einer freien Selbstbestimmung jenseits patriarchaler Normen zu unterstützen.
4. Anstatt flächendeckend einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen, ist ein neues Schulfach „Religions- und Weltanschauungskunde“ angezeigt, in dem die Herwachsenden neutral und sachlich über die Grundinhalte der Religionen sowie der philosophisch-humanistischen Religionskritik und der säkularen Ethik informiert und unterrichtet werden.

Ein für Christen inakzeptables Ziel. Jeder Christ hat die Aufgabe und Berufung, Missionar zu sein. Ziel jedes Christen ist: „alle Menschen zu lehren, was Christus geboten hat„. Jede „säkular“ gewordene Gesellschaft muss re-missioniert werden! In der jetzt herrschenden Säkularität kann das Christentum nur überleben, wenn die Christen ihre Kinder vom heutigen total unchristlichen Biologie-, Sexualkunde-, Weltanschauungskunde-Unterricht abmelden oder besser gleich in eigene konfessionelle Bildungsstätten schicken. Säkulare Ethik, also Ethik, die sich nicht verbindlich an den Geboten und Lehren unseres HERRN und GOTTES orientiert, ist keine Ethik; denn „Sittlichkeits-Regeln“, „sittliche Prinzipien“, „Moral-Gebote“, können nur vom Gesetzgeber aller Menschen, von JESUS CHRISTUS und Seiner Heilig-Geist-geleiteten KIRCHE definiert und eingefordert werden.

§ 3: Die islamische Herrschaftskultur muss kritisiert werden
1. Steinigungen, Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Verfolgung von Homosexuellen oder Zwangsverheiratungen sind nicht Ausdruck einer „anderen“ Kultur, sondern Verbrechen, die als solche benannt und unterbunden werden müssen.
2. Patriarchale Vorstellungen und Verhaltensweisen müssen unabhängig davon, in welcher Gemeinschaft sie auftreten, zurückgedrängt werden.
3. Antisemitismus ist auch in islamischen Communities nicht hinnehmbar.
4. Die Freiheit der Meinungsäußerung, der Kunst und Wissenschaft ist die unverzichtbare Grundlage einer modernen, offenen Gesellschaft und darf nicht aus Rücksicht auf religiöse Denkverbote beschnitten werden.
5. Kritik ist in einer freien Gesellschaft unabdingbar: Sachlich begründete Kritik darf nicht als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“ oder „islamophob“ diffamiert werden. Fremdenfeindlichkeit ist ein Grundübel, das wir bekämpfen müssen, doch sollte uns das nicht von Kritik an menschenverachtenden Ideen und Praktiken im islamischen Kontext abhalten.
6. Wir fordern rechtsstaatlichen Schutz und finanzielle Unterstützung für bedrohte Islamkritiker/innen wie Ayaan Hirsi Ali, Kurt Westergaard, Mina Ahadi und viele andere.

„Patriarchale Vorstellungen und Verhaltensweisen“ gibt es auch im Christentum, und zwar durchaus von Gott gewollte! Aber diese letzteren sind natürlich nicht vergleichbar mit jenen des Islams! Die „Freiheit der Meinungsäußerung“ kann auch in einem christlichen Staat nicht eine schrankenlose sein.

§ 4: Weltanschauungsfreiheit muss Maßstab für politische Entscheidungen sein
1. In den allerwenigsten islamischen Ländern ist Weltanschauungsfreiheit garantiert. Menschen, die sich von ihrem Glauben lösen, sind vielfachen Repressionen und Gefährdungen ausgesetzt. Deshalb muss Oppositionellen, islamgeschädigten und glaubensabtrünnigen Zuwanderern, die in ihren Herkunftsländern (etwa dem Iran) im Falle einer Rückkehr von schweren Strafen, Folter und Hinrichtung bedroht sind, politisches Asyl gewährt werden! Es ist ein bislang in der Öffentlichkeit noch nicht genügend wahrgenommener Skandal, dass Islamisten in Deutschland Bleiberecht genießen, während fortschrittliche Ex-Muslime von Abschiebung bedroht sind.
2. Wir fordern die Vertreter des deutschen Staates dazu auf, sich auf internationaler Ebene für die Einführung und Einhaltung der Menschenrechte in den Ländern des islamischen Herrschaftsraumes einzusetzen und gegen Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Steinigungen, Hinrichtungen, Folterungen sowie andere unmenschliche Praktiken wirksam einzuschreiten. Politische und wirtschaftliche Abkommen müssen explizit die Einhaltung menschenrechtlicher Regelungen zur Voraussetzung haben.
3. Herrschaftsregime, Organisationen und Unternehmen, die sich an der Scharia orientieren, dem islamischen Terrorismus zuarbeiten oder die Vernichtung Israels anstreben, dürfen keine Fördergelder mehr erhalten. Die „Kuscheldiplomatie“ mit Vertretern theokratischer Systeme muss beendet werden, stattdessen sind Kontakte zur säkular-demokratischen Opposition in den „muslimischen Ländern“ herzustellen und auszubauen.

Nein, ganz und gar nicht: Weltanschauungsfreiheit darf nicht Maßstab für politische Entscheidungen sein! Die heute durch das Neuheidentum entchristlichten Gesellschaften müssen vielmehr wieder zur wahren Religion zurückfinden und diese in allem voll zur Geltung bringen. Vielleicht ist aber dem Islam (hier bei uns) auf absehbare Zeit nur beizukommen über den Umweg einer „Zurechtstutzung“ gemäß säkular-demokratischen Werten. Aber gerade diese säkular-demokratischen Werte sind eben letztlich auch schuld an der Situation wie sie jetzt jüngst entstanden ist. Wäre die Gesellschaft noch wahrhaft christlich, hätte sie eine solche Einwanderung und damit Vermischung von „Religionen“ niemals zugelassen.

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Der „katholische“ und der „reformatorische“ Islam

Posted by deislam - 16. März 2008

Genau wie im Christentum gibt es im Islam, vor allem in jüngster Zeit, Bestrebungen, Bewegungen, Versuche, den Islam zu reformieren. Was soll, kann/muss man unter „Reformislam“ verstehen? Dazu aus einem unseres Erachtens sehr guten Arbeitspapier von Dr. Andreas Jacobs, Koordinator Nahostpolitik Islamische Länder, im April 2006 herausgegeben von der Konrad-Adenauer-Stiftung folgende Definition:

Muslime befinden sich heute fast überall in einer Debatte über den Islam. Diese Debatte hat eine Fülle von Facetten und Ausprägungen – der Reformbegriff kommt dabei aber nur selten zum Tragen. Das hat seine Gründe. Mit dem Begriff der „Reform“ wird in der Regel die planvolle und gewaltlose Umformung des Bestehenden zu etwas Besserem beschrieben. Die dem Reformbegriff immanente Idee der Verbesserung hat dazu geführt, dass viele Muslime den Reformgedanken in Bezug auf den Islam ablehnen. Für sie stellt der Islam etwas grundsätzlich Vollkommenes dar, das nicht „verbesserungsfähig“ sei und deshalb auch nicht „reformiert“ werden könne. Besonders von Vertretern islamischer Verbände, Lehranstalten und Interessengruppen werden Begriff und Idee des „Reformislam“ deshalb als Versuch nichtmuslimischer Einmischung in innerislamische Angelegenheiten gesehen – als dem Islam widersprechendes libertäres Gedankengut. „Reformislam“ wird aus dieser Sicht zu einer dem Islam wesensfremden politischen Forderung, zu einem „Deformislam“.
In einer Stellungnahme des Zentralrats der Muslime in Deutschland ist beispielsweise zu lesen: „Dem Islam droht Gefahr, auf Grund des politischen und staatlichen Drucks gespalten zu werden in zwei ‚Konfessionen’: den Islam und den Reformislam.“ Zumindest die Vertreter des deutschen Verbandsislam scheinen damit dem berühmten Diktum Lord Cromers aus dem Jahre 1880 zuzustimmen: „Reformierter Islam ist kein Islam mehr!“

Es lohnt sich, das ganze Arbeitspapier zu lesen!

Dennoch: auch wir stimmen diesem Diktum zu: „Reformierter Islam ist kein Islam mehr“! Was für das Christentum gilt, gilt in dieser Hinsicht auch für den Islam. Nur der originale, ursprünglich echte, von seinem „Stifter“ ins Dasein gerufene Islam ist der Islam, wie auch nur das von JESUS CHRISTUS wirklich verkündete, gelehrte, vorgelebte und gewollte Christentum das Christentum ist, das diesen Namen verdient. Muslim ist folglich nur derjenige, der sich strikt und treu, fundamental und radikal, ohne wenn und aber, an genau das hält und nach dem lebt, was seine „heilige Schrift“, der Koran, lehrt, und was die Auslegung dieser Schrift gemäß der frühesten Überlieferung (Tradition) lehrmäßig präzisiert. Der Islam kann ebensowenig wie das Christentum ohne Verrat an der „Stiftung“, bzw. „Verfassung“, reformiert, modernisiert, neu-interpretiert werden. Islam wie Christentum sind zwei irreformable Glaubenssysteme, die beide dasselbe beanspruchen: göttliche Offenbarung und Inspiration mit Geltung für alle Menschen und alle Zeiten. Nur sind diese beiden „Religionen“ eben völlig gegensätzlich, total unvereinbar, sich gegenseitig ausschließend. Es wird deshalb nie zu einer „friedlichen Koexistenz“ von Christentum und Anti-Christentum kommen, wenn man das auch heute noch so sehr mit allen (un)möglichen Mitteln zu erreichen versucht! Die Konfrontation ist unvermeidlich, unausweichlich. Schwäche, Nachgeben der einen oder anderen Seite resultiert automatisch in entsprechender Stärkung und Festigung der Gegenseite.

Deshalb gilt: Um zu verhindern, dass das Anti-Christentum (hier gemeint: der Islam) weiter an Boden und Einfluß und Herrschaft gewinnt, ja um zu erreichen, dass es vielmehr (wieder) an (möglichst viel) Terrain verliert, muss das Christentum ERWACHEN, durch eine Rückbesinnung auf den URSPRUNG, durch eine „Reform aller erfolgten Reform“, durch eine Behebung der „De-Form“, die wegführt(e) von der von seinem Stifter gewollten Form. Das Christentum muss wieder geeint genuin-katholisch werden. Genau in diesem Maße, wie es das wird, wird der Islam besiegt werden durch den GOTT-Menschen JESUS CHRISTUS, der auch für die Muslime am Kreuz gestorben ist. Und sie werden sprechen: „Dieser ist es, welcher kommen soll zur Rettung des Volkes. Dieser ist unsere Rettung und die Erlösung Israels. Wie groß ist dieser, dass ihm die Throne und Herrschaften entgegenziehen! Fürchte dich nicht, Tochter Sion; Siehe, dein König kommt zu dir, sitzend auf dem Füllen einer Eselin, wie geschrieben steht. Sei gegrüßt, o König, Schöpfer der Welt, der du gekommen bist, uns zu erlösen.“ (Joh 12, 12 und 13)

Denn es gilt endgültig: „Darum hat Ihn Gott auch herrlich zu Sich erhoben und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. Vor Jesus werden sich einmal alle beugen: alle Mächte im Himmel, alle Menschen auf der Erde und alle im Totenreich. Und jeder ohne Ausnahme soll zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen: Jesus Christus ist der Herr!“ (Phil. 2,9-11)

Siehe dazu: Ein Christuslied der Urkirche – Der Christushymnus in Phil. 2,5-11

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