ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

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Archive for the ‘Antisemitismus’ Category

Pater Eberhard von Gemmingen SJ, Radio Vatikan: „Bischof Williamson links liegen lassen“

Posted by deislam - 28. Februar 2009

Zitat von Radio Vatikan: 28/02/2009 16.33.35 (Hervorhebungen durch uns)

Gemmingen: „Bischof Williamson links liegen lassen“

Vatikansprecher Federico Lombardi hat am Freitag eine Entschuldigung des Lefebvre-Bischofs Richard Williamson im Zusammenhang mit dessen Leugnung des Holocausts als nicht ausreichend bezeichnet. Williamson müsse seine Äußerungen vollständig und öffentlich widerrufen, bekräftigte Lombardi. Williamson hatte der katholischen Nachrichtenagentur Zenit zufolge zwar erklärt, es tue ihm leid „solche Bemerkungen gemacht zu haben“, jedoch offen gelassen, ob er seine Ansichten geändert hat.
Unser Redaktionsleiter, Jesuitenpater Eberhard von Gemmingen, kommentiert die Reaktion aus dem Vatikan:

Der Bischof der Piusbruderschaft, Richard Williamson, hat sich zwar in der Öffentlichkeit geäußert, aber er hat nicht an den Vatikan und den Papst geschrieben. Daher hat der Pressesprecher des Vatikans, Pater Federico Lombardi, gegenüber den Medien erklärt, der Lefebvre-Bischof habe nicht das getan, was der Papst von ihm gefordert hatte. In einer Erklärung des vatikanischen Staatssekretariats vom 4. Februar hatte es geheißen, Williamson müsse seine antisemitischen Äußerungen und seine Holocaust-Leugnung eindeutig zurücknehmen. Und dies nicht nur gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit sondern gegenüber dem Heiligen Stuhl. Bischof Williamson vermeidet dies offensichtlich.
Ich finde es sehr erfreulich, dass der Vatikansprecher der Weltöffentlichkeit mitgeteilt hat, dass dies nicht den Forderungen des Vatikans entspreche. Auf der anderen Seite aber will der Vatikan nun nicht täglich auf diese oder jene Äußerungen von Bischof Williamson reagieren. Dieser exzentrische Bischof darf nicht das Tempo diktieren. Daher wird der Vatikan möglicherweise in den nächsten Tagen auf weitere Äußerungen von Williamson nicht reagieren. Wenn er dies täte, würde er nach der Pfeife von Williamson tanzen, was absolut unangemessen wäre.
Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der Vatikan schon hinreichend klargemacht hat: Die antisemitischen Äußerungen und die Holocaustleugnung von Williamson sind untragbar. Papst Benedikt steht zu den Aussagen des Zweiten Vatikanums über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den Juden. Wer gutwillig ist, konnte alles Notwendige hören. Vor allem haben die jüdischen Gesprächspartner längst erkannt, dass durch die Medien fälschlicherweise der Eindruck geschaffen wurde, Papst Benedikt entferne sich von der Judenfreundschaft seines Vorgängers. Dies war nie der Fall. Nur haben manche Medien diesen falschen Eindruck vermittelt. Auch die Weltöffentlichkeit darf sich ihre Themen nicht durch einen exzentrischen Bischof diktieren lassen. Man sollte Bischof Williamson links liegen lassen und ihn einfach nicht mehr hören.
Das bedeutet keineswegs, dass eine Holocaust-Leugnung geduldet werden kann. Aber auch andere Holocaustleugner werden nicht ernst genommen, sondern eben als exzentrische Spinner behandelt, die gleichwohl vor die entsprechenden Gerichte zitiert werden sollen.
Meine Meinung: Kümmern wir uns um die entscheidenden judenfreundlichen Äußerungen der katholischen Kirche. Und nehmen wir die bösen Äußerungen von Pius-Brüdern und ihren Bischöfen nicht zu ernst. Es reicht, wenn sie bestraft werden. Das aber muss geschehen. (rv 28.02.2009 mg/gem)

Unser Kommentar:
Wir sind einmal mehr beim „Antisemitismus„, diesem berüchtigten „Totschlagwort“. Was denn genau war „antisemitisch“ an den Äußerungen des Bischofs Richard Williamson? Ist man neuerdings „Antisemit“ wenn man nicht Judenfreund ist (wie die jüngsten Päpste und mit ihnen die nachkonziliare Kirchenführerschaft)? Für Pater Gemmingen ist Bischof Williamson also „ein exzentrischer Spinner„, der den Holocaust wie andere Holocaustleugner leugnet, und der vor die entsprechende Gerichte zitiert und bestraft gehört.  Als Veteran und „graue Eminenz“ von Radio Vatikan ist der 1936 geborene Jesuitenpater also nicht einmal fähig, (pauschale) Holocaust-Leugnung von Holocaust-Teil-Revisionismus und Holocaust-Darstellungs-Kritik zu unterscheiden. Und welches waren denn „Äußerungen von Pius-Brüdern und ihren Bischöfen“, die als „böse“ zu gelten hätten? Wir wären Pater Gemmingen dankbar für Präzisierungen. Wir würden ihm dann darauf – ihn ernst nehmend – gebührend antworten.

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Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter

Posted by deislam - 13. Februar 2009

Zitat von Radio Vatikan: 12/02/2009 12.56.02

Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar gestärkt daraus hervorgehen.“ Diese versöhnlichen Worte sprach an diesem Donnerstag eine hochrangige jüdische Delegation vor Papst Benedikt XVI. im Vatikan aus. Das Kirchenoberhaupt seinerseits wiederholte, dass die Kirche „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet ist, allen Antisemitismus zurückzuweisen“. Auch zur Shoah selbst fand der Papst abermals deutliche Worte: „Der Hass und die Menschenverachtung“, die ihr deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“ Es sei „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“ Beide Seiten sprachen auch von der bevorstehenden Visite Papst Benedikts im Heiligen Land: „Das gelobte Land erwartet Ihre Ankunft“, so der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier.

„Shalom, Eure Heiligkeit!“ Das setzte den Ton bei dieser Audienz, die man – nach dem Trubel der letzten Wochen – durchaus als historisch werten kann. Wie schon nach der Aufregung über die Karfreitags-Fürbitte war es wieder der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier, ein gebürtiger Österreicher, der dem Papst Gesprächsbereitschaft signalisierte – in einem „kritischen Moment für katholisch-jüdische Beziehungen“, wie er selbst sagte.

„Für einen Holocaust-Überlebenden waren das schmerzhafte und schwierige Tage“, so Schneier. „Wir waren siebzig Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit einer Leugnung des Holocaust konfrontiert, und das sogar aus dem Mund eines Bischofs der Piusbruderschaft.“ Der Rabbiner sprach den Papst direkt an: „Wir haben doch beide das Toben dieses Krieges erlebt – Tod, Leiden und Zerstörung. Die Shoah hat das Leben von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern gefordert, darunter meine eigene Familie in Auschwitz und Theresienstadt.“ Joseph Ratzinger war in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs minderjähriger Flakhelfer, einmal nicht weit vom KZ Dachau im Einsatz; beim Reichsarbeitsdienst an der ungarischen Grenze sah er einen Todesmarsch Budapester Juden vorbeiziehen. Schneier, ein paar Jahre jünger, war vor Kriegsausbruch von Wien nach Budapest geflohen; er überlebte und wanderte zwei Jahre nach Kriegsende in die USA aus.

„Eure Heiligkeit, wir und so viele andere, die die Unmenschlichkeit gesehen haben, die Menschen einander angetan haben – wie könnten wir nicht protestieren, wenn jemand den Holocaust leugnet? Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben. Danke, dass Sie unseren Schmerz und unsere Beklemmung verstehen.“

Deutliche Worte im Vatikan. Schneier dankte dem Papst dafür, dass dieser am Mittwoch letzter Woche seine Solidarität mit den Juden erklärt und jeder Holocaust-Leugnung eine Absage erteilt hatte. Er dankte auch dafür, dass sich Benedikt wie sein Vorgänger Johannes Paul zur Konzilserklärung „Nostra Aetate“ bekennt, die für eine „Versöhnung zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“ stehe. Der Rabbiner warb dafür, die Erinnerung an den Holocaust in den Schulen wachzuhalten: Das „Nie wieder“ müsse den nächsten Generationen vermittelt werden.

„Wie die Juden in der Wüste nicht nur die zweiten Tafeln der Zehn Gebote mit sich trugen, sondern auch die ersten, zerbrochenen, so tragen auch wir mit uns die Erinnerung an Jahrhunderte der Verfolgung, Unterdrückung und Demütigung. Aber wir sind durch die Vergangenheit nicht gelähmt, sondern glauben weiter an den Hüter Israels.“ Rabbi Schneier nannte den Staat Israel, der vom Vatikan erst in den neunziger Jahren diplomatisch anerkannt wurde, als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ „Das Gelobte Land erwartet Ihre Ankunft.“

Dieser kleine Satz war nichts anderes als die wieder aufgerissene Tür zu einer Papstreise nach Israel. Schon länger war eine solche Visite für den Mai im Gespräch; jetzt deutet alles darauf hin, als wolle Papst Benedikt angesichts des Williamson-Skandals erst recht an dem Reiseplan festhalten. Rabbi Schneier endete mit einer optimistischen Note: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils; sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar stärker daraus hervorkommen… Möge Er, der für Frieden im Himmel sorgte, uns helfen, Friede auch auf Erden zu schaffen.“

Außer Rabbi Schneier hielt an diesem Donnerstag auch Alan Solow eine kleine Rede – er kommt aus Chicago, gilt als enger Vertrauter des neuen US-Präsidenten Barack Obama und steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze des Dachverbands der wichtigsten jüdischen US-Verbände. Auch Solow sprach von einem „kritischen Moment“ und „gespannten Beziehungen zwischen der Kirche und der jüdischen Gemeinschaft“: „Die Aufforderung des Heiligen Stuhls an Bischof Williamson, seine furchtbare Leugnung des Holocaust zurückzunehmen, war ein willkommener Schritt. Es muss immer wieder klargemacht werden, dass keine Art der Holocaust-Leugnung toleriert werden darf.“

Solow appellierte an den Papst, sich deutlich gegen Antisemitismus zu engagieren. „Die Geschichte lehrt uns, dass solche Intoleranz und solcher Hass alle mit in den Abgrund zu reißen drohen, wenn man ihnen nicht entgegentritt. Auf den alarmierenden Angriff auf eine Synagoge in Caracas folgte ein Überfall auf die Nuntiatur des Vatikans. Auch wenn das nicht direkt in Zusammenhang steht, zeigt es, dass wir alle solcher Aufwiegelei und solchem Extremismus zum Opfer fallen.“

Und auch Solow fand klare Worte zu einer möglichen Papstreise ins Heilige Land: “Wir begrüßen und unterstützen die geplante Reise Eurer Heiligkeit nach Israel. Die Menschen und Führer in Israel sehen ihr wie wir erwartungsvoll entgegen… Die wachsenden Versuche, den Staat Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren, sind sehr besorgniserregend. Eure Heiligkeit kann mithelfen, die Stimmen von Extremisten zurückzudrängen, die im Nahen Osten oder anderswo in der Welt zur Vernichtung Israels aufrufen oder die Terrorismus gegen seine Bürger fördern.“
Der Papst selbst dankte dann in seiner Ansprache für die deutlichen Worte von Rabbi Schneier und Herrn Solow. Es tue ihm immer gut, „etwas Zeit mit meinen jüdischen Freunden zu verbringen“, so Benedikt. Er erinnerte an seinen Besuch in der Synagoge von Köln kurz nach seinem Amtsantritt – und an seine Visite auf dem Gelände des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Mai 2006.
„Welche Worte können eine so tief bewegende Erfahrung adäquat wiedergeben? Als ich diesen Ort des Horrors betrat, diesen Schauplatz unermesslichen Leids, dachte ich an die unzählige Schar von Gefangenen, darunter so vielen Juden, die auf diesem Weg in die Gefangenschaft in Auschwitz und all den anderen Lagern geraten waren. Diese Kinder Abrahams hatten, kummervoll und erniedrigt wie sie waren, wenig mehr als den Glauben an den Gott ihrer Väter, um sie aufrecht zu halten – einen Glauben, den wir Christen mit euch teilen, unseren Brüdern und Schwestern.“
„Wie können wir auch nur annähernd das Monströse begreifen, was in diesen infamen Gefängnissen stattgefunden hat? Die ganze menschliche Rasse fühlt tiefe Scham angesichts der wüsten Brutalität, die sich damals an Eurem Volk gütlich hielt. Erlaubt mir, zu wiederholen, was ich bei dieser düsteren Gelegenheit sagte: Die Führer des Dritten Reichs wollten das ganze jüdische Volk vernichten, um es aus den Reihen der Völker dieser Erde auszulöschen.“
Auch Benedikt kam dann auf eine mögliche Reise nach Jerusalem zu sprechen. „Ich bereite eine Reise nach Israel vor, ein Land, das Christen wie Juden heilig ist, weil man dort die Wurzeln unseres Glaubens findet. Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das war – genauso wie die vom Papst letztes Jahr neuformulierte Karfreitagsfürbitte – ein Zitat aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Mit der Formulierung „Väter im Glauben“ variierte der Papst die berühmte Formel, die sein Vorgänger Johannes Paul beim Besuch der römischen Synagoge gefunden hatte. Der polnische Papst hatte dabei die Juden als die „älteren Brüder“ der Christen bezeichnet.
„Die zweitausendjährige Geschichte der Beziehungen zwischen Judentum und Kirche hat viele verschiedene Phasen erlebt, darunter einige schmerzvolle. Jetzt, wo wir uns in einem Geist der Versöhnung treffen können, sollten wir früheren Schwierigkeiten nicht erlauben, uns davon abzuhalten, dass wir einander die Hand der Freundschaft reichen. Und wo gäbe es denn auch eine Familie, in der es nicht zu irgendwelchen Spannungen kommt?“

Der Papst nannte die Konzils-Erklärung „Nostra Aetate“ einen „Meilenstein auf unserem Weg zur Versöhnung“. „Die Kirche ist zutiefst und unwiderrufbar darauf verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen und weiter gute, dauerhafte Beziehungen zwischen unseren zwei Gemeinschaften aufzubauen. Wenn es ein Bild gibt, das diese Verpflichtung ausdrückt, dann ist es Johannes Paul II. an der Klagemauer in Jerusalem, der Gott um Vergebung bittet für alle Ungerechtigkeit, die das jüdische Volk erlebt hat.“

„Ich mache mir sein Gebet zu eigen: Gott unserer Väter, du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, um deinen Namen zu allen Nationen zu tragen. Wir sind tief betrübt über das Verhalten derer, die im Lauf der Geschichte diesen deinen Kindern Leid zugefügt haben. Wir bitten dich um Vergebung, und wir verpflichten uns selbst zu wahrer Brüderlichkeit mit dem Volk des Bundes.“

Noch einmal fand der Papst klare Worte zum Holocaust: „Der Hass und die Menschenverachtung, die in der Shoah deutlich wurden, waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit. Das sollte jedem klar sein – vor allem jenen, die in der Tradition der Heiligen Schrift stehen… Es ist über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Die Shoah muss eine Warnung an alle sein, nicht zu vergessen, nicht zu verneinen und nicht zu verkleinern… Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“

Zu Recht sei Erinnern auch „memoria futuri“, also ein Warnzeichen für die Zukunft, so Papst Benedikt. Die Menschheit müsse alles tun, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern. Er bete darum, dass die Erinnerung an den Holocaust „unsere Entschlossenheit stärkt, die Wunden zu heilen, die zu lange die Beziehungen zwischen Christen und Juden schmerzvoll gemacht haben.“

Es war eine große Rede des Papstes, eine Audienz der deutlichen Worte – und ein klares Signal, dass der Vatikan aus dem Fall Williamson seine Lehren gezogen hat. Auch die Türen zu einer Papstreise nach Israel sind an diesem Donnerstag für alle sichtbar aufgesprungen. Rabbi Schneier berichtete nach der Audienz vor Journalisten, er habe dem Papst auch noch etwas auf deutsch gesagt: „Ich habe die Sonne gebracht.“ Damit meinte er nicht nur das Wetter.
(rv 12.02.2009 sk)

Unser Kommentar:
Ja, „der Hass und die Menschenverachtung“, die in ihr (der Shoah) deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“
Nein, die Kirche ist nicht „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen“; das haben wir bereits mit notwendiger Differenzierung erläutert.
Ja, es ist „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist“, wenn unter „Leugnung“ und „Minimierung“ die Negierung oder Minderung der Abscheulichkeit, der Verwerflichkeit dieses Verbrechens gemeint ist. Nein, wenn darunter die „Leugnung“ oder „Minimierung“ gewisser „technischer“, „materieller“, „sachlicher“, „numerischer“, also nicht moralischer Aspekte verstanden wird.
Rabbi Arthur Schneier: „Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben.“ Wir haben bereits zuvor unser Veto eingelegt: Die Aussagen von Bischof Williamson kann man nicht als „Leugnung des Holocausts“ interpretieren. Aber man tut es, weil man seine Kritik und abweichende „Überzeugung“ zu einem Verbrechen hochstilisieren und dann dazu benutzen will, um ihm, und mit ihm allen, die ähnlich wie er ihre Zweifel haben an und Vorbehalte gegenüber der Richtigkeit der „allgemein“ oder doch „mehrheitlich“ rezipierten Darstellung der Shoah, „nicht zu vergeben„. So wird die ganze Menschheit dazu gezwungen, das abscheuliche Naziverbrechen von vor 70 Jahren präzise so und nur so wie es von der „veröffentlichten Mehrheitsmeinung“ festgeschrieben ist, zu glauben und zu bekennen. Und wer es dennoch wagt, diesem Diktat nicht zu entsprechen, der tut dann eben etwas, was nicht vergeben, nicht verziehen werden kann: etwas Unverzeihliches. Wer nun dem aber zustimmt, der vergeht sich gegen das Gebot GOTTES der absoluten Vergebungs-Pflicht. Wer nicht verzeihen kann und will, dem wird auch von GOTT nicht verziehen werden.
Rabbi Schneier nennt den Staat Israel als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ Das ist ein mittlerweile weit verbreiteter Glaube unter Juden und Christen. Aber er ist eine verhängnisvolle Illusion. Der Staat Israel ist (noch) nicht die „Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel“. Er kann es nicht sein. Denn es ist nicht GOTTES Geist, der den Juden eingehaucht, sie lebendig gemacht und wieder in ihr Land gebracht hat. Wäre es GOTTES Geist, dann müssten sie ja alle CHRISTEN (geworden) sein; sie müssten sich alle wie Saulus zu Paulus zu CHRISTUS bekehrt haben; denn GOTTES Geist ist der HEILIGE GEIST, die DRITTE PERSON DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Es gibt nicht einen Gottesgeist für die Juden und einen für die Christen. Es gibt keinen gesonderten Heilsweg für die Juden. Ihr (neuerdings so genannter) „Erster Bund“ ist der „Alte Bund“. Seit 2000 Jahren gibt es an seiner Stelle den „Neuen Bund“, den „Ewigen Bund“. Und das Bundesvolk ist demnach das neue, die KIRCHE, das REICH CHRISTI. Erst wenn die Juden aufhören, CHRISTUS in den Christen zu verfolgen („Saulus, Saulus, warum verfolgst du Mich?“ [Apg. 9, 4]), wenn sie erkannt haben werden, dass CHRISTUS ihr MESSIAS und ERLÖSER und GOTT VON GOTT ist, wird sich die Prophezeiung Ezechiels erfüllen. Damit „delegitimieren“ wir den Staat Israel nicht.
Rabbi Schneier: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Auch das ist eine Illusion. Die Grundlage(n) des Zweiten Vatikanischen Konzils sind alles anderes als solide. Sie werden noch gehörig erschüttert werden, wenn der wahre Geist GOTTES wieder „(auf)braust“!
Papst Benedikt: „Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das heutige „Volk Israel“ oder die heutigen Juden wären dann also „der gute Olivenbaum“? Und wir die Christen wären auf diese heutigen Juden als „wilde Äste“ aufgepfropft? Ziemlich abstrus und konfus, diese Theologie eines Papstes! Die heutigen Juden wären dann also das „Volk des [Ersten – wichtigen, entscheidenden, bleibenden, unkündbaren und ungekündigten] Bundes, und wir wären „das Volk des [Zweiten – nachrangigen, nebensächlichen, vorübergehenden] der „Aufpfropfung“! Wir glauben, der Papst täte gut daran, „etwas weniger Zeit mit seinen jüdischen Freunden zu verbringen“ und dafür umsomehr mit den katholischen Christen, die „in der Tradition der Heiligen Schrift UND DER KIRCHE ALLER ZEITEN stehen“.
Papst Benedikt: „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Ja, wenn unter „unserer Väter im Glauben“ „unserer Väter im (neutestamentlichen) christlichen Glauben und im (alttestamentlichen) Erwartungsglauben an Christus“ gemeint sind. Nein, wenn darunter (auch) der Glaube und das Bekenntnis der heutigen nachchristlichen Juden verstanden werden.

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Papst Benedikt XVI.: Juden und Christen sind Zeugen der Liebe, Barmherzigkeit und Wahrheit Gottes

Posted by deislam - 22. November 2008

Aus ZENIT.org: ZG08112108 – 21.11.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-16472?l=german

„Das ist ein lebenswichtiger Dienst in unserer heutigen Zeit“

ROM, 21. November 2008 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die offizielle Übersetzung der Ansprache, die Papst Benedikt XVI. am 30. Oktober beim Empfang einer Delegation des Internationalen Jüdischen Komitees für Interreligiöse Beziehungen im Vatikan gehalten hat.

***

Liebe Freunde!

Ich freue mich, diese Delegation des Internationalen Jüdischen Komitees für Interreligiöse Beziehungen willkommen zu heißen. Seit über 30 Jahren unterhalten Ihr Komitee und der Heilige Stuhl regelmäßige und fruchtbare Kontakte, die zu größerem Verständnis und größerer Bereitschaft zur gegenseitigen Annahme zwischen Katholiken und Juden geführt haben. Es freut mich, diese Gelegenheit wahrzunehmen, um noch einmal die Verpflichtung der Kirche zur Erfüllung der Prinzipien zu bekräftigen, die in der historischen Erklärung Nostra aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils festgelegt worden sind. Diese Erklärung, die alle Formen von Antisemitismus entschieden verurteilte, stellte einen bedeutsamen Meilenstein in der langen Geschichte der katholisch-jüdischen Beziehungen und eine Aufforderung zu einem erneuerten theologischen Verständnis der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk dar.

Die Christen sind sich heute zunehmend des geistlichen Erbes bewußt, das sie mit dem Volk der Thora teilen, dem von Gott in seiner unaussprechlichen Barmherzigkeit erwählten Volk, ein Erbe, das zu größerer gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Liebe aufruft (vgl. Nostra aetate, 4). Auch die Juden sind dazu aufgerufen zu entdecken, was sie mit all denen gemeinsam haben, die an den Herrn glauben, an den Gott Israels, der sich zuerst durch sein machtvolles und lebenspendendes Wort offenbart hat. Gottes Wort ist, wie uns der Psalmist erinnert, unserem Fuß eine Leuchte, ein Licht für unsere Pfade; es belebt uns und schenkt uns neues Leben (vgl. Ps 119,105). Jenes Wort spornt uns dazu an, gemeinsam Zeugnis für die Liebe, die Barmherzigkeit und die Wahrheit Gottes abzulegen. Das ist ein lebenswichtiger Dienst in unserer heutigen Zeit, die vom Verlust jener geistlichen und moralischen Werte bedroht ist, welche die Menschenwürde, die Solidarität, die Gerechtigkeit und den Frieden gewährleisten.

In unserer unruhigen Zeit, die so häufig von Armut, Gewalt und Ausbeutung gekennzeichnet ist, muß der Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zunehmend als eine heilige Pflicht gesehen werden, die allen auferlegt ist, die sich für den Aufbau einer menschenwürdigen Welt einsetzen. Die Fähigkeit, einander zu akzeptieren und zu achten und die Wahrheit in Liebe auszusprechen, ist wesentlich, um Unterschiede zu überwinden, Mißverständnissen vorzubeugen und unnötige Auseinandersetzungen zu vermeiden. Wie Sie selbst im Laufe der Jahre bei den Treffen des »International Liaison Committee« erfahren haben, ist ein Dialog nur dann ernsthaft und ehrlich, wenn er die Unterschiede akzeptiert und die anderen gerade in ihrer Andersheit anerkennt. Ein aufrichtiger Dialog erfordert auf beiden Seiten sowohl Offenheit als auch ein festes Bewußtsein der eigenen Identität, damit jeder durch die Geschenke des anderen bereichert werden kann.

In den letzten Monaten konnte ich zu meiner Freude mit jüdischen Gemeinden in New York, Paris und hier im Vatikan zusammentreffen. Ich danke dem Herrn für diese Begegnungen und für den Fortschritt in den katholisch-jüdischen Beziehungen, die sie widerspiegeln. In diesem Geist ermutige ich Sie, in Ihrer wichtigen Arbeit mit Geduld und immer wieder neuem Engagement fortzufahren. Ich spreche Ihnen meine vom Gebet begleiteten guten Wünsche für das Treffen mit einer Delegation der Kommission des Heiligen Stuhls für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum aus, das Ihr Komitee für den nächsten Monat in Budapest vorbereitet, um über das Thema »Religion und Zivilgesellschaft heute« zu diskutieren.

Mit diesen Gedanken, liebe Freunde, bitte ich den Allmächtigen, Sie und Ihre Familien weiterhin zu beschützen und Ihre Schritte auf dem Weg des Friedens zu lenken.

Unser Kommentar:
Nehmen wir zum x-ten Mal zur Kenntnis, dass der Papst, der Stellvertreter Christi, der erste, oberste, wichtigste, entscheidenste Hirte der christlichen Herde, (auch) die Juden, also Nicht-Christen, ja Gegen-Christen, seine „Freunde“ nennt, dass er will, dass wir (katholischen) Christen diese seine Freunde auch als unsere Freunde „annehmen“ („akzeptieren“), achten und wertschätzen, dass wir „Unterschiede überwinden“, „unnötige Auseinandersetzungen vermeiden“ und „Missverständnissen vorbeugen“, dass wir jede Form von „Antisemitimus“, das heißt auch jede Form von „Antijudentum“ oder „Antijudaismus“, das heißt auch jede Form von (christlichem) Anti-Antichristentum als von ihm (und damit von der Kirche) „verurteilt“ zu unterlassen haben, dass wir gläubigen Christen gefälligst der „Aufforderung“ zu einem „erneuerten“ (lies: zu einem neuen, mit dem 2000-jährigen Verständnis nicht mehr übereinstimmenden) theologischen Verständnis der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk nachzukommen haben. Denn „das Volk der Thora“, „das von Gott erwählte Volk“, zu dem er auch seine Freunde, die heute lebenden und bekennenden religiösen Juden, zählt, teile „ein geistliches Erbe“ mit den Christen: das „zuerst offenbarte“ „machtvolle und lebenspendende Wort Gottes“ des Herrn, des Gottes Israels.
Nun hat aber die katholische Kirche ein ganz anderes Verhältnis zu den Schriften des „Alten Testamentes“ (dem „zuerst offenbarten Wort Gottes“). Der größte und gewichtigste und alles beeinflussende und entscheidende Unterschied besteht (aber) in deren/dessen Auslegung. Vor allem sehen und erkennen die Christen in diesen heiligen Texten nicht nur die Ankündigung des Messias (vgl. jüdische Messiashoffnung), sondern klar und deutlich die bis ins Details gehenden prophetischen Hinweise auf JESUS CHRISTUS, das WORT GOTTES IN GÖTTLICHER PERSON, den LOGOS, Seine Geburt, Sein Leben, Sein Wirken, Sein Sterben, die Grundlegung und der Aufbau Seiner Kirche, des Reiches Gottes auf Erden, des „neuen Israel“, des Neuen und Ewigen Bundes mit Seinem Volk, den CHRISTEN. Und dieses komplett andere Verständnis des Wortes Gottes (im jüdischen Tanach und im christlichen Alten Testament) verunmöglicht und verbietet es uns Christen, das (gemeinsame) „Wort-Erbe“ mit den Juden (geistlich) zu teilen. Mit ihrem das Wesentliche leugnenden und verwerfenden Glauben können sie uns kein „Geschenk“ machen. Aus ihrem Unglauben können wir für uns keine Bereicherung schöpfen. Sie ihrerseits allerdings könnten aus unserem katholischen Glauben lernen. Die CHRISTLICHE Interpretation ihrer heiligen Schriften wäre dann für sie tatsächlich „ein Licht für ihre Pfade“ und „ihrem Fuß eine Leuchte“ und würde ihnen neues Leben, das Leben, das ewige Leben IN JESUS CHRISTUS schenken (vlg. Ps. 119,105). Und nur dann, wenn die bis jetzt anti-christlichen Juden sich zu CHRISTUS, dem HERRN und GOTT des NEUEN ISRAELS bekehren, können sie mit uns „gemeinsam Zeugnis für die Liebe, die Barmherzigkeit und die Wahrheit Gottes ablegen“ und sich „für den Aufbau einer menschenwürdigen Welt einsetzen“. Nun aber widersetzen sie sich vehement einer Bekehrung, verurteilen sie entschieden und beharrlich ihre Missionierung durch uns Christen. Daran wird auch ein noch so freundschaftlicher, „entgegenkommender“, sie „in ihrer Andersheit anerkennender“ Dialog mit ihnen nichts ändern. Die Christenheit aber wird durch eine solche Aufwertung, durch diese „Schönfärbung“, diese Anerkennung des Judaismus, durch diese Reinterpretation des Alten (neue Lesart: „Ersten“) Bundes fahrlässig geschwächt.

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Papst Benedikt XVI.: Christen und Juden, Zeugen der Liebe Gottes

Posted by deislam - 30. Oktober 2008

Aus: ZENIT.org: ZG08103005 – 30.10.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-16299?l=german

Empfang für die Delegation des „Jewish Committee on Interreligious Consultations” im Vatikan

ROM, 30. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Christen und Juden sollen in der von Armut, Gewalt und Ausbeutung geprägten Welt ein gemeinsames Zeugnis von der Liebe Gottes ablegen. Mit dieser Bschaft wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen Vormittag an eine Delegation der jüdischen Organisation „International Jewish Committee on Interreligious Consultations“. Die Delegation wurde vom Rabbiner David Rosen angeführt.

In seiner Ansprache vor dem Komitee betonte der Papst das wachsende gegenseitige Verständnis unter Katholiken und Juden. Er bekräftigte erneut den Einsatz der Kirche für die Prinzipien, die in der historischen Erklärung des II. Vatikanischen Konzils Nostra aetrate erklärt worden sind. Die Erklärung verurteile eindeutig alle Formen von Antisemitismus. Dieses Dokument repräsentiere einen bedeutsamen Meilenstein in der langen Geschichte der katholisch-jüdischen Beziehungen. Gleichzeitig sei es „eine Einladung zu einem erneuerten theologischen Verständnis der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“.

Die Christen seien sich heute immer mehr des geistlichen Erbes bewusst, das sie mit dem Volk der Torah teilten, „dem von Gott in seiner unaussprechlichen Barmherzigkeit erwählten Volk, ein Erbe, das zu größerer gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Liebe aufruft“.

Auf der anderen Seite, so der Papst, seien auch die Juden dazu aufgerufen, das zu entdecken, was sie mit jenen gemeinsam hätten, die an den Herrn glauben, an den Gott Israels, der sich durch sein Wort offenbart hat. Dieses Wort dränge dazu, „gemeinsames Zeugnis für die Barmherzigkeit, Wahrheit und Liebe Gottes abzulegen“. Dabei handle es sich um einen lebenswichtigen Dienst in unserer Zeit, die Gefahr laufe, jene geistlichen und moralischen Werte zu verlieren, die die Würde des Menschen, die Solidarität, die Gerechtigkeit und den Frieden gewährleisten.

„In unserer unruhigen Welt, die so oft von Armut, Gewalt und Ausbeutung gekennzeichnet ist, muss der Dialog zwischen den Kulturen und Religionen immer mehr als eine heilige Pflicht gesehen werden, die allen auferlegt ist, die sich für den Aufbau einer menschenwürdigen Welt einsetzen.“ Die Fähigkeit, einander zu akzeptieren und zu respektieren und dabei die Wahrheit in der Liebe zu sagen, ist für Benedikt XVI. wesentlich, um Unterschiede zu überwinden, Unverständnis vorzubeugen und unnütze Auseinadersetzungen zu vermeiden.

Ein Dialog aber sei nur dann aufrichtig und ehrlich, wenn er die Unterscheide respektiere und die anderen gerade in ihrer Andersheit anerkenne. Ein aufrichtiger Dialog erfordere von beiden Seiten sowohl Offenheit als auch ein ausgeprägtes Bewusstsein der eigenen Identität, um es einem jeden zu gestatten, durch die Geschenke des Anderen bereichert zu werden.

Benedikt XVI. erinnerte seine Gäste an die Begegnungen, die er in den letzten Monaten mit den jüdischen Gemeinden in New York, Paris und im Vatikan gehabt hatte. Diese Begegnungen spiegelten die Fortschritte in den katholisch-jüdischen Beziehungen wieder.

Abschließende ermunterte der Papst das Komitee, mit seiner wichtigen Arbeit fortzufahren, dies auch im Ausblick auf das Treffen im kommenden Monat in Budapest mit einer Delegation der vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum. Die Begegnung wird unter dem Thema „Religion und Zivilgesellschaft heute stehen.

Rabbiner David Rosen dankte dem Heiligen Vater für sein Engagement gegen jede Form von Antisemitismus und brachte seine Zufriedenheit hinsichtlich der klärenden Worte zum Ausdruck, die der Änderung der Karfreitagsfürbitte für die Juden im Alten Ritus gefolgt waren. Rosen beräftigte die Bitte, dass Forschern Zugang zu den vatikanischen Archiven gewährt werde, in denen die Dokumente der Zeit des Nationalsozialismus und Faschismus aufbewahrt werden, und verlieh abschließend seiner Solidarität für jene Christen Ausdruck, die in Indien, im Irak und in Süd-Ost-Asien der Gewalt zum Opfer fallen.

Unser Kommentar:
„Christen und Juden sollen … ein gemeinsames Zeugnis von der Liebe Gottes ablegen“? In allem Ernst, können sie denn das? Die Christen unterscheiden sich doch von den Juden im Bedeutendsten, Entscheidendsten, Wichtigsten: im Verständnis, in der Erkenntnis der LIEBE GOTTES! „So sehr hat GOTT die Welt geliebt, dass ER Seinen eingeborenen SOHN dahingab, damit jeder der an IHN glaubt, nicht verloren geht.“ (Johannes 3, 16) Christen und Juden sollen ein „gemeinsames Zeugnis für die Barmherzigkeit, Wahrheit und Liebe Gottes ablegen“? Wie, bitte, sollen sie das tun können, da sie doch einen völlig verschiedenen Begriff haben von der Barmherzigkeit, von der Wahrheit, von der Liebe Gottes? JESUS CHRISTUS ist doch die Barmherzigkeit, die Wahrheit, die Liebe Gottes IN göttlicher PERSON und MENSCHLICHER „BEGREIFBARKEIT“! Die Juden lehnen diese „Epiphanie“ GOTTES entschieden ab, begreifen sie also nicht, wollen sie nicht verstehen, ja bekämpfen sie als Gotteslästerung. Wie könnten sie demnach mit den Christen „ein gemeinsames Zeugnis“ für das Sein und Handeln Gottes ablegen? Für den „Aufbau einer menschenwürdigen Welt“ können nur jene Menschen sich einsetzen, die „würdigen“, was GOTT mit den und für die Menschen aufbauen will. „Ohne MICH könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15, 5) „Wenn der HERR das Haus nicht baut, bauen die Bauleute umsonst.“ (Psalm 127, 1) „Wer nicht mit MIR sammelt, der zerstreut.“ (Matthäus 12, 30) JESUS CHRISTUS ist Anfang und Ende, Alpha und Omega. Er ist das Ganze, das absolut Notwendige, das Unverzichtbare. Nur in IHM ist Heil. Er ist der HEILAND ALLER WELT. Wer Christus ausschließt, schließt sich vom ewigen Heil aus, das seinen Anfang schon in dieser Welt, in dieser Zeit hat.
Das „erneuerte theologische Verständnis der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“, das hier vom Papst als „Fortschritt“ hin zu „einem bedeutsamen Meilenstein in der langen Geschichte der katholisch-jüdischen Beziehungen“ gesehen wird, ist in Tat und Wahrheit ein unheilvolles theologisches Miss- und Unverständnis des Heilswirkens Gottes, ein „meilensteinweites“ Unbewusstwerden und Verkennen des Erbes, das die Christen nur mit ihren Glaubensgeschwistern (der Gegenwart und der Vergangenheit) teilen, „dem von Gott in Seiner unaussprechlichen Barmherzigkeit erwählten CHRISTLICHEN Volk der HEILIGEN der (römisch-katholischen, apostolischen) KIRCHE, zu dem auch diejenigen JUDEN des „Volkes der Thora“ zählen, die CHRISTUS angenommen haben!

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Benedikt XVI.: Ein Antisemit ist auch ein Antichrist

Posted by deislam - 30. Oktober 2008

Aus ZENIT.org: ZG08091212 – 12.09.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-15890?l=german

Begegnung mit Vertretern der jüdischen Kultusgemeinde

ROM, 12. September 2008 (ZENIT.org).- „Wir wissen, dass die Bande der Brüderlichkeit eine ständige Einladung sind, um sich besser kennen zu lernen und mehr zu respektieren“, bekräftigte Benedikt XVI. heute Nachmittag bei einem Zusammentreffen mit Vertretern der jüdischen Kultusgemeinde in der Apostolischen Nuntiatur in Paris.

Der Papst, der seine Gäste unter anderem daran erinnerte, dass vom Gebet Jesu auch die Psalmen berichten, bekräftigte, dass die katholische Kirche aufgrund ihres inneren Wesens den starken Wunsch habe, den Bund zu achten, den Gott mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen habe. Die Kirche, die selbst in den ewigen Bund des Allmächtigen hineingenommen sei, „achtet die Kinder der Verheißung, die Kinder des Bundes, ihre geliebten Schwestern und Brüder im Glauben. Kraftvoll wiederholt sie mit meiner Stimme die Worte des großen Papstes Pius XI., meines verehrten Vorgängers“ aus dem Jahr 1938: „Geistlich sind wir alle Semiten.“

Deshalb widersetze sich die Kirche jeder Form von Antisemitismus, für den es keine theologisch akzeptierbare Rechtfertigung gebe. Der Theologe Henry de Lubac habe bereits im Jahr 1942 verstanden, dass ein Antisemit auch ein Antichrist sei.

Benedikt XVI. ehrte neuerlich die Menschen, die auf so ungerechte Weise zu Tode gekommen waren, sowie all jene, die sich um die Wahrung ihres Gedächtnisses bemühen. „Gott vergisst nicht!“, bekräftigte er.

Abschließend würdigte der Heilige Vater die Rolle der Juden bei der Errichtung der französischen Nation und den besonderen Beitrag, die sie zum reichen geistlichen Erbe dieses Landes geleistet haben.

Unser Kommentar:
„Deshalb widersetze sich die Kirche jeder Form von Antisemitismus, für den es keine theologisch akzeptierbare Rechtfertigung gebe. Der Theologe Henry de Lubac habe bereits im Jahr 1942 verstanden, dass ein Antisemit auch ein Antichrist sei.“
Nun gibt es aber – vor allem heute – Formen von „Antisemitismus“, die zwar (ebenfalls) so genannt werden, die aber in Wirklichkeit nicht als das gelten können, was der Name eigentlich besagt. Soll die Bezeichnung „Antisemitismus“ JUDEN-FEINDLICHKEIT bedeuten, so gilt es strikt zu unterscheiden zwischen den Juden als Volk oder Ethnie und den Juden als GLAUBENS-Gemeinschaft. Und weiter gilt es bei Letzterer sorgfältig zu unterscheiden zwischen den gläubigen Juden im Alten Bund (mit Gott) und den Juden, die den alttestamentlichen Glauben weiter praktizieren und den Neuen Bund in JESUS CHRISTUS nicht anerkennen.
Demzufolge ist es falsch zu sagen: die Kirche widersetze sich JEDER Form von Antisemitismus. Jeder wahre katholische Christ MUSS „Antisemit“ sein, wenn darunter „JÜDISCHER Gegner CHRISTI“ gemeint ist. Die Gleichung „Antisemit = Antichrist“ ist also ohne Präzisierung nicht akzeptierbar. Es sind ja die heutigen nicht- und gegen-christlichen JUDEN selber, die beinahe jede Opposition gegen sie als „Gläubige“ als „Antisemitismus“, also JUDENFEINDLICHKEIT, bezeichnen, als ob sie ein Anrecht darauf hätten, ihres „Glaubens“ wegen nicht angefeindet zu werden. Die Kirche CHRISTI kann „den Bund, den Gott mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat“ nur insofern ACHTEN, als er begriffen und verstanden wird AUF CHRISTUS HIN. Losgelöst von CHRISTUS, ja GEGEN IHN, gibt es keinen Bund mit Gott. Die Kirche CHRISTI kann die antichristlichen Juden nicht als „Kinder der Verheissung, nicht als Kinder des Bundes, nicht als ihre geliebten Schwestern und Brüder im Glauben achten“. Geistlich sind wir MIT IHNEN keine Semiten. Wir sind „Semiten“ GEGEN SIE.
Völlig deplaziert ist es auch, „die Rolle der Juden bei der Errichtung der französischen Nation“ zu würdigen. Dass Benedikt XVI. so etwas überhaupt zu sagen wagt. Doch dazu wollen wir jetzt hier nicht Stellung nehmen. Vielleicht kommen wir mit einem „Nachtrag“ darauf zurück.

Versprochener Nachtrag:
Die „französische Nation“ wurde errichtet ohne jegliche Beteiligung von (antichristlichen) Juden. Die „französische Nation“ wurde auf ausschließlich CHRISTLICHER Grundlage erbaut und hatte auch nur echten Bestand, solange sie wirklich der rechte Arm der Kirche war. Die „Nation“, die aus der Französischen Revolution hervorging, die laizistische, säkulare allerdings, die verdankt ihr Entstehen in Wesentlichem „der (unrühmlichen) Rolle der Juden“! Der besondere Beitrag, den sie – gemäß Benedikt XVI. – zum reichen geistlichen Erbe dieses Landes geleistet haben sollen, ist nirgends und in nichts auszumachen; im Gegenteil: ihr besonderer Beitrag war stets ein antikirchlicher und antichristlicher und damit ein für die wahre „französische Nation“ und ihr Erbe destruktiver.

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