ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

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Algerien: Katholischer Priester verurteilt

Posted by deislam - 12. Februar 2008

Radio Vatikan: Meldung vom 10.2.2008 (Auszeichnung durch uns):

Ein katholischer Priester ist im nordafrikanischen Land zu ein Jahr Gefängnis verurteilt worden. Er habe „eine religiöse Feier“ in einem dafür vom Staat „nicht anerkannten Ort“ zelebriert. Dabei handelt es sich um die erste Verurteilung nach dem neuen Dekret, der die religiöse Praxis für nicht-muslimische Gemeinschaften regelt. Gegenüber Radio Vatikan sagte der Erzbischof von Algier, Henry Tessier, dass die neue Haltung der Regierung durch das aggressive Auftreten von evangelikalen Gruppen geprägt worden sei.
(adnkronos/rv 10.02.2008 mg)

Dazu etwas über die Geschichte des Christentums in Nordafrika und in Algerien im speziellen aus der Sicht des derzeitigen Erzbischofs von Algerien:

Und das Folgende ist unsere Übersetzung des Originaltextes von Craig S. Smith aus der New York Times:

Algier, 22. Juli 2006 [aus dem Englischen übesetzt von deislam]

HENRI TESSIER ist ein ruhiger Mann, ein seriöser Mann, ein Mann, der einen gewissen Ausdruck von Enttäuschung ausstrahlt am Ende einer langen Kariere. Er ist seit zwei Jahre pensionsreif und wartet geduldig auf Rom, das für ihn einen Nachfolger als Erzbischof von Algerien ernennen sollte, wo er Zeuge wurde, wie er sagt, eines „langsamen Todes der Kirche“.
In den Büros der Erzdiözese, abseits einer engen Strasse hier – wenige Türen unterhalb der alten St. Karls-Kirche, die jetzt die St. Charles Moschee ist – reflektiert der 77jährige Erzbischof Tessier über den Niedergang der Christenheit an den nordafrikanischen Küsten während der Islam sich ausbreittet über Europa.
Algerien ist das Land, so machen Römisch-Katholische gern sofort geltend, in dem der hl. Augustinus geboren wurde und gestorben ist. Ein Knochen seines rechten Vorderarms wird in der Basilika in der nordöstlichen Stadt Annaba als Reliquie gezeigt. Um das fünfte Jahrhundert waren 700 Bischöfe über Nord-Afrika verteilt.
Aber die Kirche erlosch 300 Jahre später, als der Islam westwärts über den Kontinent fegte und das Mittelmeer übersprang nach Spanien. Sie kehrte nicht mit neuer Kraft zurück bis zu den kolonialen Eroberungen des 19. Jahrhunderts.
Erzbischof Tessier’s Familie hat tiefe Wurzeln im kolonialen Algerien, wo sie einstmals ein Schiffsunternehmen und eine Bank besassen. Er wurde im Jahre 1919 in Lyon, Frankreich, geboren, und studierte Philosophie an der Sorbonne und Theologie am Katholischen Institut von Paris. Sein Vater diente als Offizier in der Französischen Armee und später arbeitete er in Algerischen Ölindustrie hier.
Als er im Jahre 1958 sein Werk als ein Pfarreipriester begann, gab es mehr als 700 Kirche im Lande. Aber sogar damals war das Christentum nur eine Einpflanzung.
Innert weniger Monate nach Algeriens Unabhängigkeit von Frankreich im Jahre 1962 flohen 900.000 Christen an die Küsten Europas. Die meisten jener, die übriglieben, verliessen das Land, nachdem die Regierung Land und Geschäfte 1964 verstaatlichte und all bis wenige Tausend des Restes wurden hinausgetrieben, als die islamischen Radikalen 1990 Ausländer zu töten begannen. 19 katholische Priester wurden ermordet, einschließlich sieben Trappisten-Mönche. Man fand später nur ihre Köpfe.
Nun bleiben nur mehr ungefähr 20 Kirchengebäude übrig in Algerien, und sie sind meistens leer. Die restlichen wurden in Moscheen oder Kulturzentren verwandelt oder wurden aufgegeben. Alle Schulen und Spitäler der Kirche wurden 1970 verstaatlicht. Kürzlich wurden die Tätigkeiten der Kirche weiter eingeschränkt durch ein Gesetz gegen Proselytismus (Glaubenswerbung), das manche der Werke der kirchlichen Nächstenliebe (Caritas) einer politisch motivierten Interpretation ausliefert.

ABER der Erzbischof ist kein Mann, der Verzweiflung zeigt. Er bleibt dabei, dass der römisch-katholische Klerus eine Rolle zu spielen hat in Algerien und anderwo in der muslimischen Welt, selbst wenn es keine Kirche von Eingeborenen mehr gibt. Die meisten Katholiken im Lande heute sind Kurzzeitaufenthalter aus dem sub-saharischen Afrika.
„Unsere Aufgabe ist es nicht, eine Kirche zu sein, die sich um die Kirche kümmert, sondern eine Kirche, die für das Land arbeitet“, sagt Erzbischof Tessier, während er unter den Büchern und Fotos sitzt, die seine Bürowände bedecken. Wie fast an allen Tagen trägt er lange Hosen und ein kurzärmeliges Hemd.
Jeden Morgen zelebriert er eine Messe für 15 oder 20 Leute in der Kapelle des Diözesanhauses, wo er wohnt und dann geht er mit seinem Wagen zum seinem Büro. Dort empfängt er Besucher und nimmt sich der Probleme seiner kleinen Herde an.

An einem kürzlichen Tag hörte er sich die Klage einer Gruppe afrikanischer Studenten an, die aus der Universität verbannt wurden, weil sie im Hochschulgelände eine katholische Vereinigung organisierten. Er half ihnen, dass sie wieder aufgenommen wurden.
Nach der Unabhängigkeit waren einige der Muslime des Landes froh, dass die Kirche dort war, sagte er, denn sie wollten der Welt zeigen, dass Algerien offen und tolerant sei. Aber es gab andere, die die Kirche als Bedrohung sahen und wollten, dass sie das Land verlasse.

Wie viele Beobachter der muslimischen Welt beschuldigt Erzbischof Tessier, der fliessend Arabisch spricht, den Israelisch-Palestinensischen Konflikt als Brennmittel (Anstachelung) für das anti-westliche Empfinden und das Emporkommen des radikalen, politischen Islams.
Er sagte, er glaube, dass der Irakkrieg den Trend nur beschleunigt habe. Er sagt auch, dass der Wechsel zur anti-westlichen Haltung zusammenhänge mit der Unfähigkeit arabischer Regierungen, ihre Wirtschaften richtig zu entwickeln.
„Wenn die Araber denselben Rhythmus der Entwicklung gekannt hätten wie die Asiatischen Drachen, dann würden wir diesen Extremismus nicht haben“, sagte er.
In Algerien, sagt er, habe sich dieser Trend verschlimmert durch den Fehlschlag sozialistischer Politik, die nachgeahmt wurde auf die Ermutigung durch die Patrons des Kalten Krieges, die Algerien während seines Unabhängigkeitskrieges unterstützt hatten.
„Das Volk war enttäuscht durch den Westen während des Krieges and dann war es enttäuscht durch den Osten während der sozialistischen Periode, so kehrtes es sich dem Islam zu“, sagte er.
Seither wendete sich Algerien ab von der französischen Sprache und der europäischen Kultur hin zur arabischen und zur Kultur des Mittleren Ostens. „Es war ein zunehmendes Kontaktverlust mit dem Westen“, sagt er.
Als Satellitenschüsseln zum ersten Mal erschienen, sagte er, zum Beispiel waren sie vorwiegend ausgerichtet auf französische Sendungen. Nun, sagte er, sind die meisten nach dem Persischen Golf ausgerichtet.
„Wenn Sie westliches Fernsehen schauen, leben Sie in einem Universum, und wenn Sie das Fernsehen des Mittleren Ostens schauen, leben Sie in einem absolut andern Universum“, sagt er, indem er hinzufügte, dass er denke, dass die Ausstrahlungen des Mittleren Ostens den Westen tendentiös schlecht machen.
Er sagte, ein weiterer grosser Einfluss in Algerien komme von Audiokassetten, die von fundamentalistischen Imamen in Aegypten und im Persischen Golf gemacht wereden. „Das Volk sieht den Westen durch die Spannungen im Mittleren Osten“, sagte er.
Aber die zentrale Spannung in Algerien ist nicht zwischen Muslimen und Christen, merkte er an, sondern zwischen Muslimen und andern Muslimen, weil wettstreitende Strömungen innerhalb der arabischen Gesellschaft um Vorherrschaft kämpfen.
Der Erzbischof reist außerhalb Algiers, der Hauptstadt, um Messen zu feiern für kleine Gruppen von Katholiken in kleineren Städten, und er ist ein häufiger Gast des algerischen Diplomatischen Corps wie auch von verschiedenen algerischen Gruppen. Es führt nicht ein einsames Leben, aber der Kreis wurde enger über die Zeit. Seine Schwester und ihre Familie, die letzte, die in Algerien verblieb, verließ das Land 1972. Seine engsten Freunde sind jetzt Mitpriester, die sich dem Lande widmen.

TROTZ eines Jahrzehnts blutiger Gewalt ist die Trend zum konservativen Islamist gewachsen. Früher in diesem Jahr begann das Algerische Fernsehen, das Programm fünfmal pro Tag zu unterbrechen zum Gebetsaufruf. „Numerisch sind sie am gewinnen“, sagte er.
Er sagte, die römisch-katholische Kirche möchte dieser Strömung entgegenwirken.
Die fortdauernde Präsenz der Kirche, argumentiert er, ist nicht dazu da, um Muslime zum Christentum zu bekehren oder eine aussterbende christliche Herde zu bedienen oder gar sich in einen Dialog über die Glaubenslehre einzulassen mit den Muslimen, was, wie er sagte, er glaube, dass dies zur Konfrontation führen würde. Die Wichtigkeit der Kirche in einem muslimischen Land, sagte er, ist als eine Art lebendige Ausstellung (Darstellung) der westlichen Werte für Muslime, die sonst abgeschnitten wären von der westlichen Welt.
Es ist nicht einfach. Während die Kirche gute Verbindungen hat mit den, wie er sie nennt, „humanistischen Muslimen“, hat sie wenig Kontakt mit den Fundamentalisten.
„Die fundamentalistischen Muslime, die zum islamischen Gesetz des Mittelalters zurückkehren wollen, sind nicht daran interessiert, uns zu begegnen“, sagte er.
Dennoch, sagte er, glaube er, dass die Kirche ein Maß von Respekt von den Algeriern gewonnen habe dafür, dass sie es von sich wies, das Land zu verlassen. „Bei all diesen Problemen ist die Kirche ein Zeichen und ein Werkzeug“, sagte er.

Nun muss man wissen, wie der Botschafter des Vatikans in Algerien, Erzbischof Henri Tissier, auf die Rede des Papstes in Regensburg reagiert hat:

Aus: http://www.algerie-dz.com/forums/showthread.php?t=29361
Übersetzung aus dem Französischen von deislam

„Ich bin konsterniert“
Im Moment einer Begegnung, die in Paris, Frankreich, stattfand, über „den Frieden im Mittelmeerraum“, erfährt Monseigneur Henri Tissier von den Erklärungen des Papstes Benedikt XVI. „Wir bedauern, dass der Papst dieses Zitat aus dem XIV. Jahrhundert gebraucht hat, das dem Respekt gegenüber der muslimischen Religion schadet (Abbruch tut)“, wird Mgr Tissier sagen, wie er gestern per Telefon mitteilen ließ. Ein Zitat, das eine Debatte auslöste um den Glauben und die Vernunft in der Religion.
„Aber es bestand überhaupt keine Notwendigkeit, es zu benutzen, um eine Rede zu illustrieren, die dazu führen sollte, sie zu überdenken aufgrund der Vernunft [und] die Offenbarung anzunehmen“, will der Erzbischof von Algier sagen. „Wir sind konsterniert wegen des Gebrauchs dieses Zitates aus einer anderen Zeit. Diese Zeit, das Mittelalter, das die Epoche der religiösen Eroberungen und der Kriege zwischen den Gemeinschaften war“, wiederholt Mgr. Tissier. Die katholische Gemeinde, die in Algerien installiert ist, verbittet sich, die(se) Äußerungen des Papstes zu unterstützen; durch die Stimme des Erzbischofs will sie sich ganz im Gegenteil davon distanzieren. „Es ist umso bedauerlicher, dass zu Beginn dieses Jahrhunderts, da die Kräfte zusammenlaufen auf einen Frieden unter den Gemeinschaften mit einem tiefen Respekt gegenüber der andern. Wir waren eine ganze algerische Delegation anläßlich der Begegnung in Paris und wir diskutierten noch gestern miteinander.“ Wir bekräftigten, wie bereichernd es sei, in der Nähe unserer muselmanischen Brüder zu leben und in welcher Harmonie wir unsere Glaubens(bekenntnisse) vereinigen“, fährt der Erzbischof fort. „Übrigens habe ich dieses Zitat (auch) schon gebraucht gelegentlich einer Konferenz in der Fakultät von Bouzareah, aber in seiner Integralität“, fährt der Erzbischof fort. Denn, gemäß ihm schadet das Zitat dem Respekt der muselmanischen Religion, und um über den Begriff der Vernunft im Glaubensbekenntnis zu reflektieren, ist es nicht von Nutzen, Aussagen einer anderen Epoche wiederaufzunehmen. Die Erklärungen von Mgr. Tissier erfolgen gerade in dem Moment, da Papst Benedikt XVI erklärte: „es tue ihm absolut leid, dass gewisse Passagen seiner Rede für die Sensibilität der muselmanischen Gläubigen beleidigend gewirkt haben mögen und in einer Weise interpretiert wurden, die keinesfalls seinen Absichten entsprächen“, erklärte gestern der Staatssekretär des Vaikans, Tarcisio Bertone. – El Watan.

Dazu aus Wikipedia: „Das Papstzitat von Regensburg“: http://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg

Unser Kommentar:

Halten wir, zusammenfassend, Folgendes fest:

  • Vor der gewalttätigen Invasion des Islams in Nord-Afrika gab es, noch im 5. Jahrhundert, 700 Bischöfe, Bischofssitze, Diözesen, dort.
  • Die Kirche Christi wurde dann im 7. Jahrhundert durch die Eroberungen des Islams Richtung Westen und über das Mittelmeer nach Spanien praktisch zu Tode dezimiert.
  • 697 eroberten die Araber einen Großteil des heutigen Algeriens. Die Bevölkerung wurde gewaltsam islamisiert.
  • Erst durch die Kolonialisierung im 19. Jahrhundert kehrte das kirchliche Leben zurück.
  • 1896 waren von den 4.5 Mio Einwohnern 15% fast ausschließlich katholische Europäer (350.000 Franzosen, 150.000 Spanier, 50.000 Italiener und Malteser) (Herder’s Konversationslexikon 1902)
  • Im Jahre 1958 gab es noch mehr als 700 Kirchen in Algerien.
  • 1962 flohen 900.000 Christen an die Küsten Europas.
  • 1964 blieben nur noch wenige Tausend zurück und wurden ab dann auch mehr und mehr vertrieben durch den islamischen Terror.
  • Heute bleiben noch 20 Kirchengebäude, von welchen die meisten leer stehen oder zu Moscheen oder islamischen Kulturzentren umfunktioniert wurden.
  • 1970 wurden alle Schulen und Hospitäler der Kirche verstaatlicht.
  • 2006 wurde ein Gesetz erlassen, das die Missionierung unter hohe Strafe stellt.

Und aus den Aussagen des Erzbischofs:

  • Die römisch-katholische Kirche hat eine Rolle zu spielen in Algerien, selbst wenn es keine Kirche von Eingeborenen mehr gibt.
  • Unsere Aufgabe ist es nicht, eine Kirche zu sein, die sich um die Kirche kümmert, sondern eine Kirche, die für das Land arbeitet.
  • Die zentrale Spannung ist nicht zwischen Muslimen und Christen.
  • Die fortdauernde Präsenz der Kirche ist nicht dazu da, um Muslime zum Christentum zu bekehren oder eine aussterbende Herde zu bedienen oder gar sich in einen Dialog über die Glaubenslehre einzulassen mit den Muslimen, sondern um die westlichen Werte inmitten der Muslime darzustellen, die sonst von der westlichen Welt abgeschnitten wären.
  • Es ist bereichernd für uns, in der Nähe unserer muselmanischen Brüder zu leben und in Harmonie unsere Glaubensbekenntnisse zu vereinigen.
  • Wir verbitten uns, die Äußerungen des Paptes (in Regensburg) zu unterstützen. Wir distanzieren uns davon. Wir sind konsterniert. Sie schaden dem Respekt gegenüber der muslimischen Religion. Es ist nicht von Nutzen, Aussagen aus einer anderen Epoche wiederaufzunehmen.
  • Die neue Haltung der Regierung wurde durch das agressive Auftreten evangelikaler Gruppen geprägt.

Einmal mehr sehen wir uns veranlaßt, manches ins rechte Licht zu rücken! Wir beginnen gleich mit der an letzter Stelle angeführter Aussage des Erzbischofs und bezeichnen sie als völlig deplaziert. Ein Vertreter der katholischen Christenheit vom „Format“ eines Mgr. Tissier hat den evangelikalen Christen zuallerletzt etwas vorzuwerfen; denn diese versuchen doch wenigstens noch, auf ihre Art Mission zu betreiben unter den Muslimen, während er schon längst kapituliert hat. Er will ja mit seinen Priestern nicht mehr dort verbleiben, um Muslime zum Christentum zu bekehren, ja er will sich nicht einmal mit ihnen in einen Dialog (über den Glauben) einlassen. Seine „Entschuldigung“ des jüngsten Missionierungsverbotes der Regierung ist also ein ganz beschämendes Ablenkungsmanöver, ja indirekt eine Unterstützung, Rechtfertigung desselben seitens der katholischen Kirche! Sie ist ähnlich zynisch wie diejenige des türkischen Episkopates, bzw. des „Vatikanbotschafters“ in Istanbul, die wir in unserem Beitrag vom 1. Oktober 2007 dokumentiert und kommentiert hatten. Dieser Oberhirt, der keiner mehr ist, der ein Mietling (geworden) ist, dem an den Schafen Christi nicht mehr viel gelegen ist, der sich nicht mehr um die Kirche kümmern will, der lieber dem Land, einem Land, das heute zu fast 100% islamisch ist, dienen will, der den Missionsauftrag Christi nicht mehr erfüllt, der vielmehr in Harmonie mit seinen muslimischen Glaubensbrüdern zusammenleben und zusammenwirken will, ungeachtet der unleugbaren Tatsache, dass sie die Christen und das Christentum mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen und ausrotten (wollen), gehört von seinem Posten abgesetzt und zurückgezogen an einen Platz, wo er nicht mehr schaden kann. Er soll nach Lyon, seinen Geburtsort, zurückkehren und dort, auf dem Berge der Martyrer, im Heiligtum Notre-Dame de Fourvière, Buße tun, um seine arme Seele zu retten! Die katholische Kirche wird trotzdem im Lande bleiben, mindestens dank des Heiligtums Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier. Dazu braucht es keinen Erzbischof, der die Muslime nicht zum Christentum führen will! Er könnte sich auch in seinem Heimatland Frankreich der dortigen muslimischen Algerier annehmen und diese mindestens offen für Christus missionieren dank der dort (noch) existierenden gesetzlich geschützten Freiheit, dies zu tun!

Die „zentrale Spannung“ in Algerien wie in anderen Ländern, in welchen der Islam eine Mehrheit oder eine starke Minderheit „besitzt“, besteht immer zwischen Muslimen und Christen oder zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen. Innerislamische Auseinandersetzungen sind stets nachrangig, können selbstverständlich vorübergehend in den Vordergrund treten. Die „Umma“ (al-Umma al-islamiyya) ist Begriff und Gebot für die letztlich immer wieder zustandekommende Gemeinschaft und das Zusammenwirken der islamischen Welt (gegenüber dem dār al-harb, dem „Haus des Krieges“).

Gewiß hat der 6-Tage-Krieg, der Palästina-Israel-Konflikt, haben der Golf- und Irakkrieg die Ent-Westlichung, sprich die Ent-Christlichung der missionierten Länder „angeheizt“, besser: beschleunigt, radikalisiert. Aber die „Ur-Lunte“ dazu war schon längst davor, war schon seit Mohammed da. Denn die Muslime können (auf Dauer) nicht im Frieden leben mit Christen (oder Juden). Sie tolerieren sie höchstens, wenn sich diese duckmäuserisch verhalten, wenn sie ihnen auf irgendeine willkommene Art „zu Diensten“ sind, wie im Falle des Erzbischofs Henri Tessier!

Selbstverständlich ist es von Nutzen, Aussagen (und Berichte) aus anderen (früheren) Epochen wiederaufzunehmen! Und wie! Den heutigen Islam kann man nur beurteilen, wenn man den alten, immer-gewesenen kennt. Wer ihn, den wahren Islam, nicht (gründlich) kennt, der lese das Buch der jüdischen Autorin Bat Ye’or: „Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam„!

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