ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

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Der Islam als Feind des Christentums

Posted by deislam - 18. Februar 2008

J. Marx, Lehrbuch der Kirchengeschichte, Trier (8)1922, 270-273

Der Islam als Feind des Christentums.

Auch das Morgenland hat seine Völkerwanderung. Es war das Volk der Araber, welches durch eine halbe Welt zog, sie eroberte und festhielt. Der Fanatismus, der anfangs die Araber berauschte, die Schwäche der Gegner, die hohe Begabung des Volkes und wohl auch seine bequeme, dem sinnlichen Menschen schmeichelnde Religion erklären die merkwürdigen Erfolge der Araber. Beim Tode des Stifters des Islam, Muhammed (gest. 632), waren die arabischen Stämme geeinigt, und der Prophet hatte den Religionskrieg gegen alle Andersgläubigen proklamiert (Koran, Sure 47). In schnellem Siegeslaufe ward Syrien 635, Palästina 637, Ägypten 640 und nach schwerem Kampfe 651 das mächtige Persien erobert. Innere Unruhen geboten sodann den Eroberungsgelüsten Halt, die Beutelust trieb aber im Anfange des 8. Jhrh. zu neuen Eroberungen. Der ganze Norden von Afrika bis zum Atlantischen Meere ward von Musa, dem Statthalter des Kalifen, d.h. Nachfolgers Muhammeds, gewonnen. Thronstreitigkeiten im Westgotenreiche führten dann die Araber unter Tarik nach Spanien, wo sie durch die Schlacht bei Xeres de la Frontera unweit Cadix 711 das Westgotenreich zerstörten und bald Spanien bis auf den gebirgischen Norden eroberten. Dem weiteren Vordringen setzte die Schlacht bei Poitiers 732 und das Erstarken des Frankenreiches unter den Karolingern eine Schranke. Auch Konstantinopel, welches verschiedene Male bedroht war, widerstand noch. Dagegen stand nun das ganze Mittelmeer den Arabern offen, und von Afrika aus bedrängten sie (Mauren) stets wieder die christlichen Länder Europas. Im 9. Jhrh. eroberten die Mauren die Inseln des Mittelmeeres, Sizilien 831, setzten sich sogar in Italien am Garigliano und in der Provence in Frankreich fest. Die Bewohner der eroberten Länder wurden zum grössten Teile zum Islam genötigt, so dass die Länder im allgemeinen auch ihrer Religion nach muhammedanisch wurden.

1. Muhammed und seine Religion.

Muhammed, d.i. der Gepriesene, ward 571 aus dem Priestergeschlechte der Kurëischiten geboren. Mit einer reichen Phantasie und einem überwuchernden Gemütsleben begabt, wurde er schon als Knabe mit religiöser Schwärmerei erfüllt; sein Oheim und Pflegevater war Vorsteher der Kaaba. Durchdie Heirat mit der reichen Witwe Kadidscha erlangte er ein bedeutendes Vermögen. Als Kaufmann machte er viele und weite Reisen und lernte Judentum und Christentum durch mündliche Belehrung kennen. Dass er je schreiben gelernt, ist nicht sicher. Seiner Neigung und nervösen Konstitution (Epilepsie) entsprechend, hatte er im Alter von 40 Jahren seine erste „Offenbarung“ in einer Art von ekstatischem Zustande, und diese Offenbarungen stellten sich später nach Wunsch ein. Was er in diesen krankhaften Zuständen gesehen, hielt er, anfangs wenigstens, wohl mit vollem Glauben für Offenbarungen Gottes. Anfangs verspottet, erkämpfte er sich allmählich Anerkennung seiner Offenbarungen bei seinen Verwandten und in Medina. Seine Auswanderung oder Flucht von Mekka nach Medina i.J. 622, die Hedschrah, ward der Anfang der muhammedanischen Zeitrechnung.
In Medina sammelte er ein Heer um sich, eroberte 630 Mekka, reinigte die Kaaba, das alte Nationalheiligtum der Araber, welches schon Abraham betreten haben sollte (Koran 3, 89), von den Götzenbildern und machte sie mit ihrem schwarzen, angeblich vom Himmel gefallenen Steine zum geographischen Mittelpunkte der Gottesverehrung der Araber, indem er verordnete, dass der Moslem im Gebete sich nach Mekka wende und dorthin nach Vermögen wallfahre. Nach Muhammeds Tode (632) entstand Streit bezüglich seines Nachfolgers, des „Kalifen“, des weltlichen und geistlichen Oberhauptes des Volkes. Es folgten Abu Bekr, der Schwiegervater des Propheten, Omar, Othman, Ali, Moawija. Mit letzterem beginnt das Kalifat der Omaijaden in Damaskus (66l/750), worauf das der Abassiden in Bagdad folgte (750/1258).

Der Koran, das Religionsbuch der Moslemin, wurde unter Abu Bekr zusammengestellt, indem man die Offenbarungen des Propheten aus einzelnen Aufzeichnungen und aus dem Gedächtnis einzelner Männer sammelte. Die Einteilung in 114 Kapitel, Suren, sowie die authentische Redaktion wurde auf Veranlassung des Kalifen Osman hergestellt. In der Auslegung des Koran schieden sich die Araber vorzüglich in zwei Sekten, die Sunniten, welche die Auslegung der ersten Kalifen annahmen, und die Schiiten, welche nur den Text des Buches gelten lassen wollten, weil sie nur Ali als den rechten Nachfolger des Propheten ansahen. Die Glaubenssätze des Islam, ‚Hingebung‘ (an Gott), sind wenige und einfache:

a) die Existenz des einpersönlichen Gottes;

b) Muhammed ist der höchste Prophet, wenn auch Abraham, Moses und Christus als Gottgesandte anzuerkennen sind;

c) die Auferstehung und das Gericht;

d) der Himmel mit seinen sinnlichen Freuden und die Hölle;

e) der Fatalismus.

Das Sittengesetz verlangt nur äusserliche Werke: das Gebet zu fünf bestimmten Tageszeiten, Fasten, Almosengeben, die Wallfahrt nach Mekka, womöglich zweimal im Leben, und vor allem Kampf gegen die Ungläubigen. Verboten sind der Genuss von Wein, Mord, Beschimpfung von Glaubensgenossen und Wucher. „Der ist gerecht (ein wahrer Moslem), der an Gott glaubt und an den jüngsten Tag und an die Engel und an die Schrift und die Propheten und mit Liebe von seinem Vermögen gibt den Anverwandten, Waisen und Armen und Pilgern, überhaupt jedem, der darum bittet; der Gefangene löset, das Gebet verrichtet, Almosen spendet, der da festhält an eingegangenen Verträgen, der geduldig Not und Unglück und Koran 2,172). Charakteristisch für den Muhammedanismus sind die entwürdigende Stellung des Weibes und die Polygamie. Gesetzlich erlaubt sind mehrere (bis 4) Ehefrauen und Sklavinnen als Kebsweiber in unbeschränkter Zahl. Auf politischem Gebiete ist der Muhammedanismus die Stätte des unbezwingbaren Despotismus, weil die geistliche und weltliche Gewalt in einer Hand vereinigt sind.

2. Der Islam in Spanien.

Bei dem Sturze der Omaijaden zu Damaskus i.J. 750 rettete sich das einzige noch lebende Mitglied dieser Familie, Abderrahman, nach Spanien und gründete hier das Kalifat von Cordoba. Wohl verloren die Mauren an Karl den Grossen die ’spanische Mark‘, und an das christliche Königreich Leon bedeutende Teile ihres anfänglichen Besitzes, aber bis zum Untergang der Omaijaden behaupteten sie ihre Machtstellung im allgemeinen und führten auch eine glänzende Epoche maurischer Kunst und Wissenschaft herbei. Den früheren Bewohnern Spaniens, bald Mozaraber genannt, war Religionsfreiheit bei der Eroberung zugesagt worden; viele aber liessen sich zum Abfall zum Islam verleiten durch die Vorteile, welcher dieser brachte. Die standhaften Christen hatten öfter und längere Zeit hindurch schwere Verfolgung zu erdulden.

Quelle: Geschichtliche Notizen zum Thema Christenheit und Islam

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Mohammed und der Kampf gegen den Islam

Posted by deislam - 18. Februar 2008

P. Marin De Boylesve SJ, Kurze Geschichte der Päpste, Mainz 1886, 109.240f

Muhammed.

In dieser Epoche [7. Jh.] erwuchs der Kirche im Innern Arabiens ein neuer Feind. Getäuscht durch seine eigenen Einbildungen, oder wie Andere mit mehr Grund annehmen, ein bewußter Betrüger, gab Muhammed sich für einen Propheten aus. Er ward aus Mekka vertrieben. Von seiner Flucht (622), der Hedschra, datirt die Zeitrechnung der Muhammedaner. Arabien hatte nacheinander oder gleichzeitig vier Religionen bekannt: den Götzendienst, den Sabäismus Zoroaster´s, oder den Cultus des Feuers und der Gestirne, das Judenthum und das Christenthum. Muhammed unternahm es, alle diese Religionen zu vereinigen. Daher kommt es, daß in diesem unzusammenhängenden abenteuerlichen Buche einige Wahrheiten enthalten sind.

Aber in Wirklichkeit läßt sich seine ganze Religion, sowie seine Politik, auf diese Formel zurückführen: „Genieße, oder stirb.“ Die Verheißung und Erlaubniß aller sinnlichen Lüste, die Androhung des Todes gegen Jeden, der sich diesem schändlichen Joche nicht beugt, das ist das Geheimniß der Erfolge Muhammed´s und des Muhammedanismus. Man braucht diesem Mann durchaus nicht ein außerordentliches Genie zuzugestehen. Schmeichle den niedrigsten Leidenschaften, schone den Stolz durch Wegleugnung der Geheimnisse des Glaubens, und wenn du dann noch in einer Zeit lebst, wo die menschliche Gesellschaft entartet ist, wie dies mit Asien zur Zeit Muhammed´s der Fall war, dann ist der
Erfolg dir gesichert. Nicht alle, die große Umwälzungen bewirkten, sind deshalb wahrhaft groß.

Kampf gegen den Islam.

Die Eroberung von Constantinopel sicherte die Einheit des türkischen Reiches. Der Kampf des Evangeliums gegen den Koran beginnt auf´s heftigste zu entbrennen. Die Päpste, stets an der Spitze dieser Bewegung, aber von den christlichen Fürsten im Stiche gelassen, erweckten Helden zur Vertheidigung des Kreuzes, das endlich den Sieg errang. Nikolaus V.
begann auf´s Neue den Kampf gegen den Islam, aber der Tod hielt ihn auf. Sein Nachfolger, Calixtus III. (1455-1458), that am Tage seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl den feierlichen Eidschwur: „Im Namen der heiligen und ungetheilten Dreifaltigkeit schwöre ich, die Türken, diese grausamen Feinde des Namens Christi, aus allen Kräften und mit allen Mitteln, die in meiner Macht stehen, zu bekämpfen.“ Aeneas Sylvius durchreiste Europa; die christlichen Fürsten versprachen, sich zu rüsten. Als aber Mahomed mit einem ungeheuren Heere vor den Thoren Belgrads erschien, da fand nur Hunyades mit seinen Ungarn sich ein und mit ihm der heilige Johannes Capistranus. Der Papst hatte keine andere Waffe, als das Gebet. Er befahl, daß täglich in allen Kirchen um Mittag die Glocke ertönen solle, um die Gläubigen zu mahnen,
daß sie für die christlichen Kämpfer den Sieg erfleheten. Ablässe wurden allen Denjenigen verliehen, welche auf dies Zeichen und in dieser Absicht drei Vater unser und drei Gegrüßet seist du Maria beten würden. Hunyad zog sein Schwert, Capistran ergriff das Kreuz, und der Sultan mußte verwundet und zähneknirschend mit den Trümmern seines geschlagenen Heeres zurückweichen. Dies geschah am 6. August 1458. Der Papst setzte als Dankfest das Fest der Verklärung Christi ein, welches er auf eben diesen Tag festsetzte.

Quelle: Geschichtliche Notizen zum Thema Christenheit und Islam

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Die Wahrheit über die Kreuzzüge

Posted by deislam - 18. Februar 2008

ZG06041101 – 11.04.2006
Permalink: http://www.zenit.org/article-10858?l=german

Robert Spencer über die Folgen der verbreiteten historischen Irrtümer

WASHINGTON D.C., 11. April 2006 (ZENIT.org).- Es könnte sein, dass „die Kreuzzüge der Vergangenheit heute mehr Verwüstung anrichten, als sie es in den drei Jahrhunderten, als die meisten von ihnen geführt wurden, getan haben. Das ist die These eines Mannes, der sich in der Geschichte der Kreuzzüge auskennt.

Kreuzzüge - Belagerung JerusalemsRobert Spencer ist Autor des Buches „Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)“
(„Politisch nicht-korrekter Führer zum Islam [und zu den Kreuzzügen])“. Darin betont Spencer, dass es bei jenem Kreuzzug, der gegenwärtig geführt werde, nicht um den Verlust von Menschenleben noch um die Verwüstung von materiellem Eigentum handle, sondern um eine viel subtilere Form der Zerstörung.

Im Gespräch mit ZENIT erklärte der Fachmann, warum irrige Vorstellungen über die Kreuzzüge von Extremisten dafür genutzt werden, Feindseligkeit gegen die westliche Welt zu schüren.

ZENIT: Die Kreuzzüge werden oft als ein militärischer Angriffsschlag dargestellt. Waren sie das?

Spencer: Nein. Papst Urban II., der auf dem Konzil von Clermont im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, hat dies aus Gründen einer längst fälligen Verteidigung getan. In seinem Aufruf erklärte er, dass er deshalb zum Kreuzzug aufrufe, weil „die Angriffe auf die Christen“, die „Gottgläubigen“, durch die Türken und andere muslimische Streitkräfte ohne Verteidigung noch viel größere Ausmaße annehmen würden. „Denn die Gläubigen wurden, wie die meisten von euch bereits gehört haben, von Türken und Arabern angegriffen und das Territorium der ‚Romania‘ (des hellenistischen, also griechischen Imperiums), das im Westen bis zur Mittelmeerküste und dem Hellespont (Dardanellen), der der Arm St. Georgs genannt wird, reichte, wurde erobert.“ In dem Aufruf Papst Urbans II. heißt es des Weiteren wörtlich: „Sie haben immer mehr Länder der dortigen Christen besetzt und diese in sieben Kriegen besiegt. Sie haben viele von ihnen getötet und gefangen genommen, die Kirchen zerstört und das Kaiserreich (von Byzanz) verwüstet. Wenn man sie das weiter ungestraft tun lässt, werden die Gläubigen in einem noch weit größeren Ausmaß von ihnen angegriffen werden.“Was der Heilige Vater damals gesagt hat, stimmte. Im Verlaufe des Dschihad, des “Heiligen Krieges“, sind vom siebten Jahrhundert an bis zur Zeit Papst Urbans über die Hälfte der christlich besiedelten Gebiete erobert und islamisiert worden. Bis zu den Kreuzzügen hatte die europäische Christenheit auf diese Provokationen nicht reagiert.

ZENIT: Was sind die am weitest verbreiteten Irrtümer über die Kreuzzüge?

Robert SpencerSpencer: Eines der häufigsten Missverständnisse ist die Vorstellung, die Kreuzzüge seien ein unprovozierter Angriff von Seiten Europas gegen die islamische Welt gewesen.

In Wirklichkeit stand die Eroberung Jerusalems durch die Muslime im Jahr 638 am Anfang jahrhundertelanger Angriffe von Seiten des Islam, und die Christen im Heiligen Land sahen sich einer Spirale der Verfolgung ausgesetzt, die zu eskalieren drohte.

Zu Beginn des achten Jahrhunderts wurden zum Beispiel 60 christliche Pilger, die von Amorion, einer byzantinischen Stadt im Zentrum Anatoliens, kamen, gekreuzigt. Um dieselbe Zeit ließ der muslimische
Kommandant von Caesarea eine Gruppe von Pilgern aus Ikonium (antiker Name für Konya, einer Stadt in Inneranatolien) gefangen nehmen und alle – bis auf eine kleine Zahl, die zum Islam konvertierten – als Spione hinrichten.

Die Muslime verlangten von den Pilgern auch Geld – unter der Drohung, die Auferstehungskirche zu plündern, falls sie nicht zahlten.

Im späteren Verlauf des achten Jahrhunderts ließ ein muslimischer Herrscher in Jerusalem das Symbol des Kreuzes in der Öffentlichkeit verbieten. Er ließ auch die Steuern für Nicht-Muslime erhöhen, die „jizya“, die die Christen zu zahlen hatten, und verbot ihnen, ihre eigenen Kinder und ihre Mitchristen im Glauben zu unterweisen.

Zu Beginn des neunten Jahrhunderts wurden die Verfolgungen so grausam, dass eine große Zahl von Christen nach Konstantinopel und in andere christliche Städten floh. Im Jahr 937 wüteten Muslime am Palmsonntag in Jerusalem und plünderten und zerstörten die Kirche auf dem Kalvarienberg sowie die Auferstehungskirche.

Im Jahr 1004 ordnete der Fatimidenkalif [als „Fatimiden“ wird die von Fatima, der jüngsten Tochter Mohammeds, abstammende mohammedanische Dynastie bezeichnet, Anm. d. Red] Abu ‚Ali al-Mansur al-Hakim, die Zerstörung von Kirchen, das Verbrennen von Kreuzen und die Aneignung von Kirchenbesitz an. In den darauf folgenden zehn Jahren wurden 30.000 Kirchen zerstört, und unzählige Christen traten zum Islam über, um ihr Leben zu retten.

Im Jahr 1009 ließ al-Hakim die Grabeskirche in Jerusalem zusammen mit mehreren anderen Kirchen, darunter die Auferstehungskirche, zerstören. Im Jahr 1056 vertrieben die Muslime 300 Christen aus Jerusalem und verbaten europäischen Christen, die wieder aufgebaute Grabeskirche zu betreten.

Als die seldschukischen Türken im Jahr 1077 Jerusalem einnahmen, versprach der Seldschuke Emir Atsiz bin Uwaq, die Einwohner zu verschonen. Sobald jedoch seine Männer die Stadt betreten hatten,
ermordeten sie rund 3.000 Menschen.

Ein weiterer sehr geläufiger historischer Irrtum besteht in der Meinung, dass die Kreuzzüge mit dem Ziel geführt wurden, Muslime gewaltsam zum Christentum zu bekehren. Entgegen dieser Behauptung ist
das Fehlen jeglichen Aufrufs Papst Urbans II. an die Kreuzfahrer, die Muslime zu bekehren, eklatant. In keinem der Berichte über Papst Urbans Erklärung auf dem Konzil von Clermont findet sich irgend eine derartige Aufforderung.

Erst im 13. Jahrhundert – über 100 Jahre nach dem ersten Kreuzzug! – kam es dazu, dass europäische Christen einen koordinierten Versuch unternahmen, Muslime zum Christentum zu bekehren. Das geschah, als die Franziskaner in jenen Gebieten, die von den Kreuzfahrern besetzt worden waren, mit der Mission unter Muslimen begannen. Allerdings blieb dieser Versuch weitgehend erfolglos.

Dazu kommt noch ein weiterer Irrtum über die Kreuzzüge. Er betrifft die blutige Plünderung Jerusalems durch die Kreuzfahrer im Jahr 1099.

Die Eroberung Jerusalems wird oft als einzigartiges Ereignis in der Geschichte des Mittelalters dargestellt und als Ursache für das Misstrauen der Muslime gegenüber der westlichen Welt. Richtiger müsste es heißen: Sie war der Beginn einer jahrtausendelangen Verbreitung antiwestlicher Ressentiments und antiwestlicher Propaganda.

Die Plünderung Jerusalems durch die Kreuzfahrer war zwar ohne Zweifel ein abscheuliches Verbrechen – besonders im Licht der religiösen und moralischen Prinzipien, auf die sie sich beriefen. Jedoch war sie nach
den militärischen Standards der damaligen Zeit nichts Außergewöhnliches.

In jener Zeit war es ein allgemein anerkannter Grundsatz der Kriegsführung, dass eine belagerte Stadt, wenn sie gegen die Eroberung Widerstand leistete, geplündert werden durfte. Leistete sie keinen Widerstand, pflegte man sie zu verschonen. Es ist historisch belegt, dass muslimische Armeen sich häufig genauso verhalten haben, wenn sie in eine eroberte Stadt einzogen.

Zwar soll hier nicht das Verhalten der Kreuzfahrer entschuldigt werden, indem auf ähnliches Handeln auf anderer Seite hingewiesen wird – eine Greueltat rechtfertigt nicht eine andere –, es zeigt aber, dass das Verhalten der Kreuzfahrer in Jerusalem dem anderer Armeen der Periode entsprochen hat, und zwar aufgrund derselben Einstellung zu Belagerung und Widerstand, die die verschiedenen Städte besaßen.

Im Jahr 1148 schreckte der muselmanische Kommandeur Nur ed-Din nicht davor zurück, alle Christen in Aleppo (Stadt in Nordwest-Syrien) töten zu lassen. Als im Jahr 1268 die Dschihad-Streitkräfte des Mamelukken-Sultans Baybars Antiochien den Kreuzfahrern weggenommen hatten, war Baybars verärgert, als er feststellen musste, dass der Kommandeur der Kreuzfahrer die Stadt bereits verlassen hatte. Er schrieb deshalb einen Brief an ihn, welcher erhalten geblieben ist und in dem er mit seinen Massakern an den Christen prahlte.

Am berüchtigtsten ist wohl der Einmarsch der Dschihad-Krieger in Konstantinopel am 29. Mai 1453, als diese, wie der Historiker Steven Runciman schreibt, „alle, die sie auf der Straße antrafen, unterschiedslos erschlugen – Männer, Frauen und Kinder“.

Und schließlich gehört zu den Irrtümern über die Kreuzzüge auch die Behauptung, Papst Johannes Paul II. habe sich für die Kreuzzüge entschuldigt. Das hat er nicht getan.

Zweifellos ist die Ansicht, Papst Johannes Paul II. habe sich für die Kreuzzüge entschuldigt, weit verbreitet. Als er starb, ‚erinnerte‘ die „Washington Post“ ihre Leser daran, dass „Papst Johannes Paul II. sich in seiner langen Amtszeit bei den Muslimen für die Kreuzzüge, bei den Juden für den Antisemitismus, bei den orthodoxen Christen für die Plünderung Konstantinopels, bei den Italienern für die Beziehungen zur Mafia und zu jenen Wissenschaftlern, die die Verfolgung Galileos betrieben hatten, entschuldigt hat“.

Aber Johannes Paul II. entschuldigte sich nie wirklich für die Kreuzzüge. Was einer solchen Entschuldigung am nächsten kam, war das, was er in seiner Predigt am „Tag der Vergebung“ am 12. März 2000 sagte:
„Wir müssen einfach die Treulosigkeiten gegenüber dem Evangelium, die von einigen unserer Brüder im Glauben besonders im zweiten Jahrtausend begangen worden sind, zur Kenntnis nehmen. Lasst uns um Vergebung bitten für die Spaltungen unter den Christen, für die Gewalt, die einige bei ihrem Dienst an der Wahrheit angewendet haben, und für die misstrauische und feindselige Haltung, die bisweilen gegen die Anhänger anderer Religionen eingenommen wurde.“

Dies kann man kaum eine eindeutige Entschuldigung für die Kreuzzüge nennen.

ZENIT: Wie haben die Muslime damals und heute die Kreuzzüge wahrgenommen?

Spencer: Jahrhundertelang, als das Osmanische Reich blühte, waren die Kreuzzüge nicht die vorrangige Sorge der islamischen Welt. Vom westlichen Standpunkt aus betrachtet waren sie einfach ein Misserfolg.
Mit dem Verfall der militärischen Macht und der Einheit der islamischen Welt und dem damit zusammenfallenden Aufstieg des Westens wurden sie jedoch zum Brennpunkt muslimischer Ressentiments gegenüber dem, was sie als Übergriff und Ausbeutung empfanden.

ZENIT: In welchem Umfang bedienen sich heute extremistische Kreise der weit verbreiteten Irrtümer über die Kreuzzüge?

Spencer: Die Kreuzzüge richten heute wohl eine größere Verwüstung an, als sie es in den drei Jahrhunderten, als die meisten von ihnen geführt wurden, getan haben. Ich beziehe mich hier nicht auf das, was den Verlust von Menschenleben und die Zerstörung materieller Besitztümer angeht, sondern meine eine subtilere Form von Zerstörung.

Die Kreuzzüge sind zur Hauptsünde nicht nur der katholischen Kirche, sondern auch der ganzen westlichen Welt geworden. Sie sind das Beweisstück Nr. 1 für die Anklage, dass es letztendlich der Westen sei, der die gegenwärtige Auseinandersetzung zwischen der muslimischen Welt und der westlichen post-christlichen Zivilisation zu verantworten habe. Der Westen habe die Muslime provoziert, ausgebeutet und brutal behandelt, seit die ersten Frankenkrieger in Jerusalem einzogen.

Osama bin Laden sprach von seiner Organisation nicht als El-Kaida, sondern als einer „Weltfront des Islam für den Heiligen Krieg gegen Juden und Kreuzfahrer“ und rief eine Fatwa zum „Heiligen Krieg gegen Juden und Kreuzfahrer“ aus.

Dieser Sprachgebrauch ist weit verbreitet. Am 8. November 2002, kurz vor Beginn des Irakkriegs, durch den Saddam Hussein gestürzt wurde, predigte Sheikh Bakr Abed Al-Razzaq Al-Samaraai in der „Mutter-aller-Kriege-Moschee“ über „diese schwere Stunde, in der das islamische Volk die Herausforderung der Kräfte des Unglaubens von Ungläubigen, Juden, Kreuzfahrern, Amerikanern und Briten erlebt und mit ihr konfrontiert wird“.

Ähnlich erklärten die islamischen Dschihadisten, als sie im Dezember 2004 das US-Konsulat in Jedda in Saudi Arabien bombardierten, dass der Angriff Teil eines größeren Planes sei, nämlich eines Gegenschlags gegen die „Kreuzfahrer“. In ihrer Erklärung hieß es: „Dieses Unternehmen ist Bestandteil mehrerer Aktionen, die von El-Kaida organisiert und geplant wurden als Teil des Kampfes gegen die Kreuzfahrer und Juden und ebenso als Teil des Plans, die Ungläubigen dazu zu zwingen, die arabische Halbinsel zu verlassen“.

Sie brüsteten sich, dass es ihnen gelungen sei, „in eine der mächtigen Festungen der Kreuzfahrer auf der arabischen Halbinsel einzudringen und in das amerikanische Konsulat, von dem aus diese (die Amerikaner) das Land kontrollieren und überwachen“.

Angesichts einer solchen Propaganda sollten sich die Bewohner des Abendlandes hinsichtlich der Kreuzzüge nicht ins Bockshorn jagen lassen. Es ist Zeit, klar zu sagen: „Jetzt reicht es“, und unsere Kinder zu lehren, auf ihr eigenes Erbe stolz zu sein. Sie sollen wissen, dass sie eine Kultur und eine Geschichte haben, für die sie dankbar sein können; dass sie nicht Kinder und Enkel von Tyrannen und Schurken sind, und dass ihre Häuser und Familien es wert sind, dass man sie gegen jene verteidigt, die sie ihnen wegnehmen wollen und die nicht davor zurückschrecken, einen Mord zu begehen, um ihr Ziel auch zu erreichen.

Technorati Tags: , , , , – Siehe auch: Flickr-Bildgalerie zu „Crusades“!

Siehe dazu auch:

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