ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Politischer Wandel in Nordafrika: Mehr Rechte auch für die Kirche? – Einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden

Posted by deislam - 23. März 2011

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG11032301 – 23.03.2011
Permalink: http://www.zenit.org/article-22826?l=german

Von Prof. Dr. Rudolf Grulich*

ROM, 23. März 2011 (ZENIT.org).- Seit der Revolution in Tunesien ist die arabische Welt im Umbruch. Obwohl derzeit verschiedene arabische Länder im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen, wird außer in Ägypten kaum nach der Kirche in diesen Staaten gefragt. In Nordafrika verlief nach der Reichsteilung unter Kaiser Theodosius im Jahre 395 die Grenze zwischen Ost- und Westrom im Gebiet zwischen dem heutigen Libyen und Ägypten. Während es in Ägypten bis heute noch Millionen von christlichen Kopten gibt, verschwand im römischen Nordafrika das Christentum schon bald nach der arabischen Eroberung.

Nordafrika war einst eine Region mit blühenden christlichen Gemeinden. Hier hatte das Christentum früh Fuß gefasst und der Kirche große Heilige geschenkt: Märtyrer wie den heilige Cyprian oder die heiligen Perpetua und Felicitas und christliche Theologen und Kirchenlehrer wie Tertullian und Augustinus. Aber als schon unter den ersten Kalifen die Araber ganz Nordafrika eroberten, konnten sie sogar nach Spanien übersetzen, um dort bis zum Jahre 1492 zu bleiben. In der Heimat eines Tertullian und Augustinus ging das Christentum unter. Nur die Titularbistümer katholischer Weihbischöfe erinnern noch an die vielen Bischofskirchen in Nordafrika.

Im Mittelalter und in der Neuzeit waren es nur Zehntausende von Christensklaven, die in Tunis, Algier und Tripolis das Christentum repräsentierten. Erst die Kolonialmächte Frankreich, Spanien und Italien bauten wieder Kirchen für ihre Siedler in Algerien, Tunesien, Marokko und Libyen. Mit dem Rückzug der Kolonialherren, mit der Auswanderung, Umsiedlung und oft Vertreibung der angesiedelten Europäer sank die Zahl der Christen in einem Ausmaß, das wir in dieser erschreckenden Dezimierung nur vom Gebiet der heutigen Türkei kennen. So hatte Algerien bis zum Ende der französischen Herrschaft unter knapp zehn Millionen Einwohner 1,5 Millionen Christen, größtenteils Katholiken. Heute sind es bei inzwischen 30 Millionen nur noch 4000 Katholiken.

Nicht ganz so krass, aber auch erschreckend ist der Rückgang der Christen in Marokko, Tunesien und Libyen. Tunesien und Marokko waren bis zu den Unruhen dieses Jahres beliebte Urlaubsländer, aber welcher europäischer Christ fragte dort nach einer Kirche oder nach der Möglichkeit zum Gottesdienst? Was boten Pilgerbüros bei ihren Programmen nach Nordafrika an, um christliche Gemeinden kennen zu lernen?

Als im 19. Jahrhundert die Kolonialmächte Afrika unter sich verteilten, war auch Nordafrika nur ein Objekt. Es begann 1831 mit der Landung der Franzosen in Algier und setzte sich auch noch achtzig Jahre später fort, als Italien Libyen annektierte. Die Engländer beherrschten faktisch seit 1882 Ägypten, die Franzosen seit 1881 auch Tunesien und mit den Spaniern zusammen Marokko. Im Jahr 1909 gab Frankreich der Regierung in Rom freie Hand, was Italien ausnutzte, um im Schatten der Balkankriege das heutige Libyen, das alte Tripolitanien und die Cyrenaica zu besetzen und noch in den 30er Jahren einen völkermordähnlichen Krieg gegen Aufstände der Bevölkerung zu führen. Wie im Osten des Mittelmeeres, wie in Palästina, Kurdistan oder Zypern lastet noch heute diese Schuld auf den Schultern der Kolonialmächte, wie 2010 die Gespräche von Ghaddafi mit Berlusconi bei seinem Besuch im Rom zeigten.

Rom hatte aber auch vor dem Vordringen der europäischen Kolonialmächte dieses Gebiet nie vergessen. Das zeigen die marokkanischen Märtyrer, als bereits Franz von Assisi die ersten Brüder in die Mission schickte, aber auch die Errichtung einer Apostolischen Präfektur 1624 in Tunis, die 1843 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Um 1630 begannen auch die Franziskaner mit der Missionsarbeit in Libyen, vor allem unter Ausländern und Christensklaven. Das gleiche geschah in den Hafenstädten Algeriens und in Marokko. Im 19. Jahrhundert wurde eine Hierarchie eingeführt: Algier wurde 1838 Bistum und 1866 Metropolitansitz mit den Suffraganbistümern Oran und Constantine. Erst 1955 wurde das Vikariat Ghardaia in der Sahara zum Bistum Laghouat (in Nordalgerien) erhoben.

In Tunesien wurde 1885 eine Erzdiözese mit dem Titel von Karthago und einem Primas für Afrika errichtet. In Marokko gab es seit 1630 eine Apostolische Präfektur und seit 1908 ein Apostolisches Vikariat, das 1956 zum Erzbistum Tanger erhoben wurde. Rabat war 1923 Sitz eines Apostolischen Vikars und seit 1955 eines Erzbischofs. In Benghazi, im heutigen Libyen, errichteten erst die Italiener nach dem Ersten Weltkrieg ein Apostolisches Vikariat, 1939 auch in Derna und Tripolis.

Wie stark noch vor dem Zweiten Weltkrieg das Christentum, wenn auch meist nur in Gestalt von Europäern, im nördlichen Afrika vertreten war, können wir für wichtige Städte belegen. Algier hatte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg 257.000 Einwohner, darunter waren aber 175.000 Europäer, zumeist Franzosen und Italiener. In Oran waren von 164.000 Einwohner nur 15.000 Muslime und 6.800 Juden, die Mehrheit waren Christen. In Constantine stellten die Europäer die Hälfte der Bevölkerung von 105.000 Einwohnern. Tunis zählte bei 200.000 Einwohnern über 33.000 Franzosen und 40.000 Italiener. In Tripolis machten die Araber und Berber nur die Hälfte der Einwohner von 72.000 aus, denn es gab dort neben 20.000 Italienern auch 15.000 Juden und 4.000 katholische Malteser.

Der Baedecker-Reiseführer „Mittelmeer“ von 1934 verzeichnet auf den Stadtplänen noch Kathedralen und christliche Friedhöfe, Klöster und christliche Krankenhäuser in Tanger und Algier, Oran und Constantine, in Tunis und Tripolis. Ein Vergleich der Zahlen des Päpstlichen Jahrbuches 1961 nach dem Ende des Algerienkrieges mit heute zeigt den Rückgang der Kirche. So sank die Zahl der Christen in Tunesien von 280.000 Gläubigen bei 3,8 Millionen Einwohner auf heute 20.000 bei einer Bevölkerung von nun mehr als zehn Millionen, in Marokko lebten 1959 im Erzbistum Tanger 100.000 Katholiken unter 1,1 Millionen Einwohnern, im Erzbistum Rabat 370.000 unter 8,5 Millionen. Heute sind die Zahlen auf 2.000 Katholiken unter vier Millionen Einwohner im Erzbistum Tanger und auf 20.000 unter 28 Millionen Muslimen im Erzbistum Rabat geschrumpft.

Das Erzbistum Algier hatte bis zum Ende der französischen Herrschaft 350.000 Katholiken (bei 3,1 Millionen Einwohner), die Bistümer Oran und Constantine 375.000 und 180.000 Katholiken unter 2,2 Millionen Einwohnern in Oran und 3,5 Millionen in Constantine. Heute zählt die Erzdiözese Algier nur noch 1.500 Katholiken bei mehr als zehn Millionen Einwohnern, die Bistümer Oran und Constantine 400 beziehungsweise 300 Gläubige unter 7,5 Millionen Muslimen in Oran und elf Millionen in Constantine. Durch die Aktivitäten protestantischer Freikirchen und neoprotestantischer Gruppen gibt es aber heute auch einige Tausend Protestanten in kleinen Hausgemeinden.

Da die Revolution in Tunesien relativ unblutig verlief und man von diesem Land demokratische Strukturen erhofft, ist auch ein Blick auf die dortige Kirche angebracht. Als Papst Johannes Paul II. dieser kleinen Herde in Tunesien am 14. April 1996 einen Pastoralbesuch widmete, kam darin auch die Sorge des Heiligen Vaters zum Ausdruck. In seiner Ansprache an die Bischöfe der Regionalen Bischofskonferenz für Nordafrika (CERNA) erinnerte der Papst an die große Geschichte der Kirche im heutigen Tunesien, aus dem Heilige und Päpste wie Viktor, Miltiades und Gelasius stammten.

In den letzten 60 Jahren ist der Anteil der Katholiken von einst zehn Prozent auf 0,2 Prozent gesunken. Es gibt heute zwölf Pfarreien unterschiedlicher Größe, die von elf Diözesanpriestern und 17 Ordensleuten betreut werden. In den Pfarreien, vor allem aber in schulischen und karitativen Einrichtungen, arbeiten noch 153 Ordensschwestern. Vor 60 Jahren waren es noch 238 Pfarreien mit 80 Diözesan- und 90 Ordenspriestern. Ordensschwestern gab es 1949 noch etwa 500. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens kam es zum Exodus vieler Europäer. Im Jahr 1970 arbeiteten zwar noch 410 Ordensfrauen im Lande, aber die Zahl der Katholiken war schon auf 35.000 in nur noch 21 Pfarreien mit 37 Diözesanpriestern und 46 Ordenspriestern gesunken.

Millionen von Christen aus Europa besuchten Jahr für Jahr Tunesien. Das Land lockte mit Billigangeboten an seinen Stränden, mit antiken Ruinenstädten wie Karthago, ja sogar mit alten Synagogen. Aber welcher europäische Tourist fragte nach Kirchen? Die Kathedrale in Tunis ist nicht zu übersehen. Sie ist dem heiligen Vinzenz von Paul geweiht. Vinzenzschwestern arbeiten im großen katholischen Krankenhaus. Dagegen steht heute die im 19. Jahrhundert gebaute Kathedrale in Karthago leer. Obwohl die Christen meist Europäer sind, hat der Vatikan im Jahre 2005 einen Araber aus Palästina, Msgr. Maroun Lahham, zum Bischof ernannt.

Als Johannes Paul II. 1996 Tunis besuchte, zelebrierte er am 14. April in der Kathedrale in Tunis. In Karthago traf er sich mit Vertretern aus der Welt der Kultur, Politik und Religion. Im Treffen mit den Bischöfen der CERNA, bei dem auch die anderen nordafrikanischen Bischöfe anwesend waren, würdigte der Papst die missionarischen Intuitionen von Kardinal Charles Lavigerie, dem Gründer der Weißen Väter, und die Spiritualität des inzwischen seligen Charles de Foucauld, der 1916 im algerischen Tamanrasset ermordet wurde. Der Kirche im Maghreb sei auch eine Kirche Afrikas, für die der Papst eine eigene Synode einberief.

Tunesien ist zwar ein islamisches Land, aber unter den islamischen Staaten doch eines der freiesten. „Die Regierung steht christlichem Proselytismus ablehnend gegenüber, zeigt aber gegenüber ausländischen religiösen Minderheiten Toleranz“, stellt ein evangelisches Handbuch „Gebet für die Welt“ fest. Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT gibt in seiner Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2008″ eine ähnliche Beurteilung. Zwar besagt die Verfassung im Artikel 1 „Tunesien ist ein freier, unabhängiger und souveräner Staat, seine Religion ist der Islam“, aber die Katholische Kirche genießt eine gewisse Anerkennung durch einen modus vivendi, der am 9. Juli 1964 vom Heiligen Stuhl und der tunesischen Regierung unterzeichnet worden war.

[*Der Autor ist Lehrbeauftragter für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Gießen und Berater von KIRCHE IN NOT Deutschland in Türkeifragen. Er leitet das Institut für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Nidda.]

Siehe auch:

Unser Kommentar:
Es sollte eigentlich einem jeden Christen einleuchten, dass es in allen islamisch-dominierten Ländern über „mehr Demokratie“ keinen Wandel zum echt Guten, echt Besseren geben kann, solange sich die Muslime samt ihren Imamen und Muftis nicht massenhaft abwenden von ihrem antichristlichen, teuflischen Glauben und den einzig heilbringenden Glauben, den christlichen (und zwar den allzeitig katholischen) annehmen. Denn ihr Irrglaube ist inhärent demokratie-unfähig und demokratie-feindlich. Alle Interventionen zugunsten der Befreiung der diktatorisch regierten Länder, in welchen sich die Bevölkerung zu mehr als 50% zum Islam bekennt (Ägypten 90%, Algerien 99%, Bahrain 81,2%, Jemen virtuell 100%, Kuwait 85%, Jordanien 93%, Libyien 97%, Oman 75%, Saudi-Arabien virtuell 100%) sind zum vornherein dazu verurteilt, Schariastaaten zu werden, zu sein, zu bleiben! Und Scharia = Christenverfolgung, Christenunterdrückung, Christenvertreibung, Christentötung!) Und Christus – GOTT und Mensch sagt: Was ihr dem Geringsten der Meinen (an-)getan habt, das habt ihr Mir (an-)getan! Demokratisierung der Moslemländer heißt also: Befreiung der Muslime zu noch größerer Selbstversklavung in ihrem unmenschlichen Gesetzessystem und damit sklavisches Unterdrücken, Vertreiben und Ermorden der „Ungläubigen“ = der Nicht-Versklavten, also der Nicht-Muslime, vor allem der von Gott von aller Sklavenschaft befreiten Christen!


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