ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit – „Dignitatis Humanae“ (4)

Posted by deislam - 25. Mai 2009

Im Teil II des Konzilsdokuments über die Religionsfreiheit (Abschnitt 9) wird behauptet, dass „besonders die religiöse Freiheit in der Gesellschaft völlig im Einklang mit der Freiheit des christlichen Glaubensaktes“ sei, dass also die vom 2. Vaticanum definierte Religionsfreiheit „im Lichte der Offenbarung“ gesehen werden könne/müsse. Es wird zwar eingestanden, dass „die Offenbarung das Recht auf Freiheit von äußerem Zwang in religiösen Dingen nicht ausdrücklich lehrt“, aber dann doch versucht, diese neue „Lehre über die Religionsfreiheit“ auf „die allgemeinen Prinzipien“ „der Würde der menschlichen Person“ zu gründen. Die Lehre der katholischen Kirche war jedoch bis zum 2. vatikanischen Konzil immer die, dass nur die eine wahre göttliche Religion in der Öffentlichkeit (in der Gesellschaft, im Staate) ein Recht, einen Anspruch auf Freiheit, auf ungehinderte Entfaltung, Betätigung, auf uneingeschränkten Vollzug hat. Siehe päpstliche Dokumente, z.B. zum „Syllabus„, oder z.B.:

Über die Trennung von Kirche und Staat (Hl. Papst Pius X. „Vehementer Nos“ ):

„Der Grundsatz, daß Staat und Kirche getrennt werden müßten, ist fürwahr ein ganz falscher und im höchsten Grade verderblicher Grundsatz. – Denn wer sich auf den Boden der Annahme stellt, daß der Staat sich in keiner Weise um die Religion bekümmern dürfe, fügt zuvörderst Gott ein großes Unrecht zu, der ebenso Begründer und Erhalter der menschlichen Gesellschaft als des Lebens der einzelnen Menschen ist. Deshalb kann sich der Kult nicht auf das Gebiet des Privatlebens zurückziehen, sondern er muß ein öffentlicher sein. – Ferner liegt diesem Grundsatz deutlich genug die Leugnung des Übernatürlichen zu Grunde. Denn es werden hierbei die staatlichen Unternehmungen ganz allein nach den Aussichten für die Wohlfahrt dieses sterblichen Lebens bemessen, welche ja wohl die nächste Angelegenheit der bürgerlichen Gesellschaft ist; die höchste Angelegenheit der Bürger aber, die ewige Seligkeit, welche jenseits des kurzen Erdenlebens uns sich darbietet, vernachlässigt er vollständig als eine dem Staate fremde Sache. Und doch sollte das Staatswesen gemäß der ganzen Ordnung der wandelbaren irdischen Dinge für die Erreichung des absoluten, höchsten Gutes nicht hinderlich, sondern förderlich sein. – Sodann durchbricht er die von Gott mit höchster Weisheit getroffene Ordnung der menschlichen Dinge, welche ohne Zweifel die Eintracht zwischen der religiösen und der bürgerlichen Gesellschaft erheischt. Denn da beide, wiewohl auf getrenntem Gebiete für sich, doch eine Herrschaft über dieselben Menschen ausüben, so müssen sich oft die Verhältnisse so gestalten, daß Kenntnisnahme davon und Beurteilung auf beiden Seiten erforderlich wird. Wo nun der Staat mit der Kirche keine Beziehungen unterhält, da werden solche Verhältnisse leicht zum Anlaß von für beide Seiten recht bittern Streitigkeiten, welche den Sinn für die Wahrheit zu großer Verwirrung der Gemüter trüben. – Das hat schließlich auch für den Staat sehr große Nachteile im Gefolge. Bei Zurücksetzung der Religion kann die bürgerliche Gesellschaft nicht blühen und fest bestehen bleiben. Jene ist der oberste Führerin und Lehrerin für den Menschen in Sachen der gewissenhaften Beobachtung von Recht und Pflicht.“

Christus hat selbstverständlich die Freiheit des Menschen in Erfüllung der Pflicht, dem Wort Gottes zu glauben, beachtet; aber eben: „dem Wort Gottes zu glauben“ und nicht: jedem beliebigen Wort zu glauben, das sich als „Wort Gottes“ ausgibt, es aber nicht ist, nicht sein kann, da es dem wahren Wort Gottes offensichtlich und nachweisbar widerspricht. Selbstverständlich soll der Mensch freiwillig durch seinen Glauben Gott anworten, soll also niemand gegen seinen Willen zur Annahme des Glaubens gezwungen werden dürfen. Doch es entspricht absolut nicht völlig der Wesensart des Glaubens, dass in religiösen Dingen jede Art von Zwang von seiten der Menschen ausgeschlossen ist. Denn als „religiöse Dinge“ gelten heute in der säkularen, laizistischen Gesellschaft durchaus auch Dinge, die religions(be)hindernd und -zerstörend sind. Alle Menschen sind von ihrem Erlöser Christus losgekauft und zur Annahme an Sohnes Statt berufen, mit vernunftgemäßen und freiem Glaubensgehorsam dem sich offenbarenden Gott anzuhangen und den christlichen Glauben in ihrer ganzen Lebensführung tatkräftig zu bekennen. Gott ruft alle Menschen zu Seinem Dienst im Geiste und in der Wahrheit; denn Er „will, dass alle Menschen selig werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4) und sie werden deshalb durch diesen Ruf im Gewissen verpflichtet, aber nicht gezwungen. Denn Er nimmt Rücksicht auf die Würde der von ihm geschaffenen menschlichen Person, die nach eigener Entscheidung in Freiheit leben soll. Aber diese Freiheit berechtigt weder die einzelne Person noch Interessensgemeinschaften (sogenannte Religionsgemeinschaften), die göttliche Religion und die göttlichen Sitten mittels ihrer Gegen-„Religion“, die Sitten mittels ihrer Un-Sitten in der Öffentlichkeit zu konkurrenzieren und zu verdrängen, d.h. „Unkraut zu säen“ und damit den „Weizen“ zu ersticken. Gewiss lehnte es Christus ab, ein politischer Messias zu sein, der äußere Machtmittel anwendet. Damit hat Er aber nicht gelehrt und nicht angeordnet, dass Seine Kirche keine Politik machen und keine äußeren Machtmittel haben und einsetzen dürfe. Die Kirche hatte in ihren Blütezeiten als „äußere Machtmittel“ die Machtmittel des mit ihr verbundenen christlichen Staates. Denn Christi Reich wird auch (wenn notwendig) mit dem „Schwert“ beschützt und kann (bleibend) nur gefestigt werden im Bezeugen und Hören der Wahrheit und in der Kraft der Liebe, in der Christus, am Kreuz erhöht, die Menschen an sich zieht, wenn Sein Reich von den Seinen wachsam, tatkräftig „befestigt“ wird und von Seinen Feinden nicht „erstickt“, verwüstet und zerstört wird (werden kann). Denn die göttliche Kraft des Wortes Gottes ist nur dann imstande, die gottwidrigen Mächte zu zerstören und die Menschen dahin zu führen, an Christus zu glauben und ihm zu gehorchen, wenn die staatliche Autorität eine von Gott legitimierte ist und somit die Menschen nicht dahin (ver-)führt, nicht an Christus zu glauben und ihm nicht zu gehorchen. Obwohl es bei Römer 13,1 ff heißt: „Jedermann unterwerfe sich der obrigkeitlichen Gewalt; denn es gibt keine Gewalt außer von Gott [es gibt keine Gewalt, die nicht von Gott stammt]; die bestehenden Gewalten aber sind von Gott angeordnet. Wer also sich der Gewalt widersetzt, der widersetzt sich der Anordnung Gottes; die sich aber dieser widersetzen, ziehen sich selbst ihr Strafgericht zu“, so gilt es zu bedenken, dass hier nur die rechtmäßige, von Gott (implizit) bevollmächtigte Gewalt gemeint sein kann, niemals aber die Gewalt im Dienste letztlich Seines Widersachers, des Satans. Ja, die Lehre der Kirche, dass niemand zum Glauben gezwungen werden darf, hat die Zeiten überdauert. Aber dass „in der bürgerlichen Gesellschaft in religiösen Dingen die Würde der Person des Menschen vor jedem menschlichen (also auch rechtsstaatlichen) Zwang geschützt werden müsse“, gehörte nie zur Lehre, die sie (die Kirche) von ihrem Meister und von den Aposteln empfangen hatte. Dem Geist des Evangeliums ist sie tatsächlich „wenig entsprechend“, ja ihr sogar entgegengesetzt.
Treffend sagt das Dokument indessen im Paragraph 13: „Im Rahmen alles dessen, was zum Wohl der Kirche, ja auch zum Wohl der irdischen Gesellschaft selbst gehört und was immer und überall gewahrt und gegen alles Unrecht zu verteidigen ist, steht sicherlich mit an erster Stelle, dass die Kirche eine so große Handlungsfreiheit genießt, wie sie die Sorge für das Heil der Menschen erfordert. In der Tat ist sie etwas Heiliges, diese Freiheit, mit der der eingeborene Sohn Gottes die Kirche beschenkt hat, die er sich in seinem Blute erwarb. Sie gehört in Wahrheit der Kirche so sehr zu eigen, dass, wer immer gegen sie streitet, gegen den Willen Gottes handelt. Die Freiheit der Kirche ist das grundlegende Prinzip in den Beziehungen zwischen der Kirche und den öffentlichen Gewalten sowie der gesamten bürgerlichen Ordnung.“ Und weiter: „In der menschlichen Gesellschaft und angesichts einer jeden öffentlichen Gewalt erhebt die Kirche Anspruch auf Freiheit als geistliche, von Christus dem Herrn gestiftete Autorität, die kraft göttlichen Auftrags die Pflicht hat, in die ganze Welt zu gehen, um das Evangelium allen Geschöpfen zu verkündigen.“ „Denn nach dem Willen Christi ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit; ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen und authentisch zu lehren, zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung, die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen, autoritativ zu erklären und zu bestätigen.“ „Denn der Jünger hat gegenüber Christus, dem Meister, die ernste Pflicht, die von ihm empfangene Wahrheit immer vollkommener kennenzulernen, in Treue zu verkünden und kraftvoll zu verteidigen (unter Ausschluss aller Mittel, die dem Geist des Evangeliums entgegengesetzt sind).“
Die Kirche kann aber nur in dem Maße das Evangelium allen Geschöpfen verkündigen und zum Wohl der irdischen Gesellschaft für alle die Lehrerin der Wahrheit sein und die Prinzipien der sittlichen Ordnung autoritativ erklären und zu deren Beobachtung und Einhaltung führen, als die öffentlichen Gewalten sowie die gesamte bürgerliche Ordnung sie durch ein Gewährenlassen derjenigen, die im Namen ihrer „Religion“ das Evangelium verleugnen und bekämpfen und die sittliche Ordnung untergraben, an ihrem heilsschädlichen Tun wirksam hindern. Die „Religionsfreiheit“ im Sinne des Konzilsdokuments „Dignitatis Humanae“ ist also dem Geist des Evangeliums und der jahrtausendealten Lehre und Tradition der Kirche entgegengesetzt. Und die Früchte, die dieses Dokument seit dem 7. Dezember 1965 hervorgebracht hat, lassen dessen falschen Geist erkennen. Der Sauerteig des Evangeliums ist so im Geist der Menschen geschwunden und hat viel dazu beigetragen, dass die Menschen im Laufe der Zeit die Würde ihrer Person immer weniger erkannten. Und darum muss (spätestens) jetzt (wieder) die Überzeugung heranreifen, in religiösen Dingen müsse sie [die menschliche Person] in der bürgerlichen Gesellschaft vor jedem antichristlichen Einfluss geschützt werden. Also: keine Freiheit für „die Religionen„, sondern Freiheit nur für die Religion. Nur die Wahrheit macht frei. Jede Unwahrheit macht unfrei, setzt in Gefangenschaft, versklavt. Die Würde der menschlichen Person wird besonders durch „religiöse“ Unwahrheit verletzt, die verhindert, dass sie zur eigentlichen, ewigen, übernatürlichen, vollendeten Würde gelangen kann.

Empfehlenswerter Lesestoff:

3 Antworten to “Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit – „Dignitatis Humanae“ (4)”

  1. Real said

    Schöner Text, aber widerspricht du den Konzilsväter des II. Vatikanums, die ja bekanntlich Vertreter der Kirche sind, dann widerspricht du dem einzigen Vertretern des Glaubens zu Gott, also der katholische Kirche selbst! Wenn schon die kath. Kirche der einzige WEg zu Gott ist (wie du ja schön ausführst), dann soll auch den irdischen Konzilsväter die Annerkennng zu teil werden, dass sie wahr sprechen. Der TExt masst sich aber an, das zu leugnen, vermutlich aus eignen irdischen Interessen…

  2. […] (2)„, „Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit (3)„, „Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit (4)“ und unsere Stellungnahmen […]

  3. […] Vatikanischen Konzils. (Siehe dazu unsere Stellungnahmen: Erster Teil, Zweiter Teil, Dritter Teil, Vierter Teil!) Die katholischen Christen weltweit (vom Papst über die Bischöfe und den ganzen Klerus bis […]

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