ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis Humanae“ (1)

Posted by deislam - 8. April 2009

„Dignitatis Humanae“ will eine „Grundlegung der Religionsfreiheit, des Rechtes der Person und der Gemeinschaft auf gesellschaftliche und bürgerliche Freiheit in religiösen Belangen“ sein und es will diese Begründung auch „im Lichte der Offenbarung“ festigen.

Grundsätzlich falsch ist unseres Erachtens aber schon einmal, dass die „Erklärung über die Religionsfreiheit“ voraussetzt, dass es nur noch den „laizistischen, säkularen Staat“ gibt, also den Staat, der getrennt ist von der Religion; denn nach Gottes Willen sollte Kirche und Staat idealerweise und immer (noch) möglichst weitgehend eine Einheit (einen Verbund) bilden (vgl. der vorchristliche Bund Gottes mit seinem auserwählten Volk und das Königtum Christi auf Erden).

„Dignitatis Humanae“ fußt auf falschen Prämissen und  ist  vom (neo-)modernistischen Geist durchseucht. Teile dieses Konzilsdokumentes sind zwar einigermaßen korrekt. Zum Beispiel Abschnitt 1 (Vorwort); treffend formuliert ist da der Passus: „Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten. Er sprach ja zu den Aposteln: ‚Gehet hin, und lehret alle Völker, taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe‘ (Mt 28,19-20). Alle Menschen sind ihrerseits verpflichtet, die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht, zu suchen und die erkannte Wahrheit aufzunehmen und zu bewahren.Gewiss, die „moralische Pflicht der Menschen und der Gesellschaften gegenüber der wahren Religion und der einzigen Kirche Christi“ berührt und bindet die Menschen in ihrem Gewissen, aber stimmt es, dass die Wahrheit anders nicht Anspruch erhebt als kraft der Wahrheit selbst, die sanft und zugleich stark den Geist durchdringt? Damit die Wahrheit die Menschen überhaupt in ihrem Gewissen berühren und binden kann, muss sie ihnen doch verkündet und gelehrt werden, muss sie also ihren Geist durchdringen. Und sie kann ihnen nur „beigebracht“ werden, wenn die Wahrheit frei, ohne Behinderung, verkündet und gelehrt werden kann. Die Unwahrheit und die Irrlehre aber behindern oder verunmöglichen sogar die Verkündigung und Lehre der Wahrheit. Die (meisten) Menschen, die in einer unwahren Religion aufwachsen und leben, suchen „die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht“ auch nicht. Sie halten ja ihre unwahre Religion für die wahre und die einzig wahre für die (eine) falsche. Religiöse Wahrheit und Unwahrheit dürfen also nicht auf die gleiche Stufe gestellt werden, dürfen somit (vom Anspruch der Wahrheit her) im öffentlichen Raum nicht die gleiche Freiheit genießen.

Im Abschnitt 4 finden wir die Passage: „Die Sozialnatur des Menschen erfordert aber, dass der Mensch innere Akte der Religion nach außen zum Ausdruck bringt, mit anderen in religiösen Dingen in Gemeinschaft steht und seine Religion gemeinschaftlich bekennt. Es geschieht also ein Unrecht gegen die menschliche Person und gegen die Ordnung selbst, in die die Menschen von Gott hineingestellt sind, wenn jemandem die freie Verwirklichung der Religion in der Gesellschaft verweigert wird, vorausgesetzt, dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt“.

Erstens ist es falsch zu sagen, die Menschen seien von Gott „in die/eine Ordnung hineingestellt“. Es ist doch absurd zu behaupten, Gott habe uns in die herrschende Ordnung hineingestellt. Wir sind es, nicht Er, die es soweit gebracht haben, dass die meisten Menschen statt in eine gottgewollte Ordnung in eine gottfeindliche Unordnung hineingestellt werden. Zweitens ist auch hier „die gerechte öffentliche Ordnung“ nicht definiert. Gerecht ist eine öffentliche Ordnung nur dann, wenn sie den Gesetzen Gottes entspricht. Und drittens gibt es für (katholische) Christen nur eine (einzige) wahre Religion, nur eine Religion, die den Gesetzen Gottes entspricht [vgl. Abschnitt 1 DH: Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten.“]. Mithin sind alle anderen sogenannten „Religionen“ unwahr; sie sind Bekenntnisse und gesellschaftliche Zusammenschlüsse, die dem Sein und Wollen und Wirken Gottes nicht entsprechen, sondern widersprechen; sie sind also ungerecht; sie können nicht dazu beitragen, „dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt„.

Wenn also das Konzilsdokument die „freie Verwirklichung der Religion in der Gesellschaft“ schon allein davon abhängig macht, „dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt“, um wieviel mehr gilt dann das bisher und von allem Anfang an von der katholischen Kirche immer bekannte und angewandte Prinzip: nur die Wahrheit hat ein Anrecht auf Freiheit; nur die wahre Religion mit dem wahren Sittengesetz kann zurecht den Anspruch auf freie Ausübung in der Gesellschaft erheben. Religiöse und moralische Irrlehre haben kein Anrecht, keinen Anspruch auf freie öffentliche Ausübung und Verbreitung. Es geschieht (also) kein Unrecht gegen die menschliche Person, wenn ihr die Verwirklichung von Widergöttlichem, von Gottsträflichem  in der Gesellschaft verweigert wird. Ihr wird ja überdies auch alles staatlich (gesellschaftlich), rein weltlich Gesetzeswidrige verweigert.

In Abschnitt 3 heißt es doch treffend: „Die höchste Norm des menschlichen Lebens ist das göttliche Gesetz selber, das ewige, objektive und universale, durch das Gott nach dem Ratschluss seiner Weisheit und Liebe die ganze Welt und die Wege der Menschengemeinschaft ordnet, leitet und regiert.“ Gott kann aber die Wege der Menschengemeinschaften nur ordnen, leiten und regieren, wenn oder insofern sie Seinem Widersacher nicht die Freiheit gewähren, Sein Ordnen, Leiten und Regieren zu stören und oder gar zu zerstören. Genau das aber tun die „Religionen“, die nicht von Gott sind, sondern (letztlich) von seinem Widerpart.

Gewiss „werden die (Grund-)Gebote des göttlichen Gesetzes vom Menschen (auch) durch die Vermittlung seines Gewissens erkannt und anerkannt“. Aber doch nur durch das von GOTT erleuchtete Gewissen und nicht durch das durch den Diabolos verfälschte, vergiftete, verfinsterte, abgestumpfte, verschüttete Gewissen. Der Mensch kann also – mindestens im öffentlichen Bereich – gezwungen werden, gegen sein irrendes Gewissen zu handeln und darf auch daran gehindert werden, gemäß seinem irregeführten Gewissen zu handeln. Und wer entscheidet, ob und inwieweit ein Gewissen gesund oder krank, gottesgesetz-konform oder gottesgesetz-widersprechend ist? Das Lehr- und Hirtenamt der Kirche Christi, der römisch-katholischen apostolischen Kirche, die autoritativ ihren Einfluss ausüben muss auf jede öffentliche Gesetzgebung.

4 Antworten to “Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis Humanae“ (1)”

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  2. […] https://deislam.wordpress.com/2009/04/08/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-h… […]

  3. […] als Tugend, als Gottesdienst gefeiert wird bei den Muslimen. (Siehe dazu die 4 Folge-Artikel „Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit (1)„, „Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit (2)„, „Die […]

  4. […] (Dignitatis humanae“) des II. Vatikanischen Konzils. (Siehe dazu unsere Stellungnahmen: Erster Teil, Zweiter Teil, Dritter Teil, Vierter Teil!) Die katholischen Christen weltweit (vom Papst über die […]

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