ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Bischöfe verabschieden einstimmig Erklärung zur Priesterbruderschaft St. Pius X.

Posted by deislam - 6. März 2009

Zitat aus ZENIT.org: ZG09030507 – 05.03.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17254?l=german

Bischöfe verabschieden einstimmig Erklärung zur Priesterbruderschaft St. Pius X.

Erzbischof Zollitsch: „Es liegt an der Priesterbruderschaft, das Schisma zu überwinden“

HAMBURG, 5. März 2009 (ZENIT.org).- Es drohe ein Riss in der katholischen Kirche in Deutschland, da viele Gläubige befürchteten, es könnte ein Zurück hinter das Zweite Vatikanische Konzil geben. Mit diesen Befürchtungen, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, öffentlich angesprochen hatte, waren über 60 deutsche Bischöfe am Montag, dem 2. März), zum ersten Mal in Hamburg zu ihrer Frühjahrsversammlung in Klausur gegangen. Heute, zum Abschluss der Arbeiten, erklärte Erzbischof Zollitsch: „Wir weisen alle Versuch zurück, das Ansehen und die Integrität des Papstes in Zweifel zu ziehen.“

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben sich in der Auseinandersetzung um die Pius-Bruderschaft mit einer heute veröffentlichten Erklärung zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche direkt an die Gläubigen gewandt.

Zu diesem Dokument sagte Erzbischof Robert Zollitsch heute Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz, man habe im Bischofskollegium gesehen, dass es einer konkreten Aufarbeitung des Konzils bedürfe. „Und ich darf sagen, dass die Verabschiedung der gemeinsamen Erklärung einstimmig gewesen ist.“ In der kommenden Woche wird sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz mit Papst Benedikt in Rom treffen, um die aktuelle Lage zu besprechen.

Die Bewertung des angebotenen Dialogweges, den die Kirche mit der Pristerbruderschaft Pius X. aufnehmen will, bestimmte deshalb auch die Debatten auf der Frühjahrstagung der Deutschen Bischofskonferenz in Hamburg.

„Ob es eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird, ist noch nicht geklärt. Vieles scheint bis jetzt dagegen zu sprechen. Aber nicht diese Frage kann uns vorwiegend bewegen, sondern die Sorge um die Stärkung und Erneuerung des kirchlichen Lebens und um dessen Bezeugung im konkreten, vielgestaltigen Dienst“, heißt es in dem bischöflichen Schreiben. Die Aussprache über dieses Thema sei „konstruktiv und gut“ gewesen, erklärte gestern, Mittwoch, Bischofskonferenz-Sprecher Kopp.

Der gastgebende Hamburger Erzbischof Thissen hatte schon im Vorfeld erklärt, er befürworte eine gemeinsame „pastorale Erklärung“ der Bischöfe, um die Verunsicherung an der Basis über die Williamson-Affäre und ihre Folgen zu beseitigen.

„Daher muss die Botschaft der Deutschen Bischofskonferenz sein, dass wir den Weg des Zweiten Vatikanischen Konzils gemeinsam fortsetzen werden“, bekräftigte Erbischof Robert Zollitsch zum Auftakt der Beratungen. Zugleich betonte er, die deutschen katholischen Bischöfe seien „alle solidarisch mit dem Papst Benedikt XVI.“ Bei seinem Besuch in Vatikan in der kommenden Woche werde er „Fragen der Kommunikation ansprechen und zu prüfen bitten, wie man künftig Schäden verhindern oder begrenzen kann“.

Papst Benedikt XVI. hatte am 25. Januar die Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft zurückgenommen, deren Weihe, da nicht mit dem Heiligen Stuhl abgestimmt, zu einem Schisma geführt hatte. Derweil publizierten diese vier Bischöfe einen persönlich adressierten Brief an den Heiligen Vater, aus dem allerdings ihre Ablehnung der Entschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) klar hervorgeht.

Es handle sich bei den Konzilsentscheiden um „Doktrinen, die im Gegensatz stehen zum immerwährenden Lehramt der Kirche“, schreiben die vier Piusbrüder in diesem Dankesschreiben vom 29. Januar an den Papst.

Die deutschen Bischöfe erklären diesbezüglich: „Es obliegt dem Apostolischen Stuhl zu klären, ob die Priesterbruderschaft bereit ist, die Glaubensüberzeugung der ganzen Kirche und besonders die Lehre der Päpste und Konzilien eindeutig zu bejahen und anzunehmen“. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils gehörten „unaufgebbar zur katholischen Tradition, nicht zuletzt die Texte über die Religionsfreiheit und die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus und über die Kirche in der Welt von heute sowie die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe in ihrem Verhältnis zur päpstlichen Autorität“.

Nachstehend die „Erklärung“:

Zitat aus ZENIT.org: ZG09030505 – 05.03.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-17252?l=german

Deutsche Bischofskonferenz zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche

Klärende Worte zur Debatte um die Priesterbruderschaft St. Pius X.

HAMBURG/BONN, 5. März 2009 (ZENIT.org).- Die deutschen Bischöfe nehmen in der vorliegenden Erklärung neuerlich zur Debatte um die Priesterbruderschaft St. Pius X. Stellung. Ihre klärenden Worte zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche sind ein Ergebnis ihrer ersten Vollversammlung in der Hansestadt Hamburg, die heute zu Ende gegangen ist.

***
Die Aufhebung der Exkommunikation, mit der vier Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. seit zwanzig Jahren belegt waren, hat in Deutschland und weltweit innerhalb und außerhalb der Kirche zahlreiche Reaktionen ausgelöst, über die wir während der Frühjahrs-Vollversammlung 2009 ausführlich beraten konnten. Dabei haben sich einige Überzeugungen gefestigt, denen wir besondere Bedeutung beimessen.

1. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich selbst von der katholischen Kirche abgespalten. Es ist Bischöfen und Priestern, die der Bruderschaft angehören, auch nach der Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe nicht gestattet, die Heilige Messe zu feiern oder andere Sakramente zu spenden. In besonderer Weise verstoßen die für dieses Jahr angekündigten Heiligen Weihen der Priesterbruderschaft gravierend gegen die Ordnung und das Recht der Kirche. Wir werden den Apostolischen Stuhl um eine baldige Erklärung bitten, welche rechtlichen Folgen ein Bischof auf sich zieht, der sie vornehmen würde. Die Verantwortlichen in der Kurie sollten darüber hinaus rasch Verbesserungen im Bereich der internen Abstimmung und der Kommunikation mit den Bischofskonferenzen herbeiführen. Dies gilt besonders für Konfliktsituationen.

2. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. befindet sich deshalb nicht in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche, weil sie sich außerhalb der katholischen Tradition gestellt und die Einheit mit dem Papst aufgekündigt hat. Es liegt an der Priesterbruderschaft, das Schisma zu überwinden und durch einen Prozess der Wiedereingliederung die Einheit mit dem Papst und der Lehre der Kirche herzustellen. Der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. hat ihr dazu durch die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe als einer Geste des Entgegenkommens die Hand gereicht. Es obliegt dem Apostolischen Stuhl zu klären, ob die Priesterbruderschaft bereit ist, die Glaubensüberzeugung der ganzen Kirche und besonders die Lehre der Päpste und Konzilien eindeutig zu bejahen und anzunehmen. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils gehören unaufgebbar zur katholischen Tradition, nicht zuletzt die Texte über die Religionsfreiheit und die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus und über die Kirche in der Welt von heute sowie die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe in ihrem Verhältnis zur päpstlichen Autorität.

3. Wir bedauern, dass in diesem Zusammenhang auch Unsicherheit über den Weg der Kirche aufgekommen ist. Wir haben dies in Gesprächen und Zuschriften erfahren. Viele Bischöfe haben sich dazu schon zu einem frühen Zeitpunkt klar geäußert. Die theologischen und pastoralen Maßgaben vor allem des Zweiten Vatikanischen Konzils sind die selbstverständliche Grundlage unseres Bemühens, die Kirche in Deutschland geistlich zu erneuern und der Antwort des Glaubens auf die religiösen Fragen unserer Zeit in Wort und Tat neue Kraft zu verleihen. Wir hoffen, dass die vergangenen Wochen ein neues Interesse an der Dynamik und den Orientierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils geweckt haben. Diese Chance wollen wir nutzen.

4. Besonders bedrückend sind die Holocaust-Leugnung eines Bischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X. und entsprechende antisemitische Strömungen in der Priesterbruderschaft. Es fehlt bislang eine ernsthafte Distanzierung der Betreffenden von solchen inakzeptablen Haltungen, wie sie der Apostolische Stuhl schon früh gefordert hat. Papst Benedikt XVI. hat mehrfach unmissverständlich zur Geltung gebracht, dass die katholische Kirche den Antijudaismus und Antisemitismus verwirft. Wir freuen uns, dass der Heilige Vater auch in den zurückliegenden Wochen den Dialog mit herausragenden jüdischen Vertretern fortsetzen konnte. In Deutschland haben einige bedeutsame Begegnungen mit jüdischen Repräsentanten stattgefunden, in denen es Gelegenheit gab, über Sorgen und Befürchtungen offen zu sprechen und die wechselseitige Verbundenheit zu vertiefen. Wir sind dafür sehr dankbar und setzen diese Bemühungen fort.

5. Leider fielen in den letzten Wochen auch Äußerungen zu den aktuellen Ereignissen, die die Zusammenhänge verzerrt und polemisch darstellten. Auch im Innenraum der Kirche gab es Stimmen und Aktivitäten, die lieblos, extrem einseitig oder gar herabsetzend waren und der Einheit geschadet haben. Wir beklagen diesen Stil des Umgangs miteinander. Vor allem weisen wir jeden Versuch zurück, das Ansehen und die Integrität des Papstes in Zweifel zu ziehen, die katholische Kirchenverfassung zu negieren und spalterisch zu wirken.

Ob es eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird, ist noch nicht geklärt. Vieles scheint bis jetzt dagegen zu sprechen. Aber nicht diese Frage kann uns vorwiegend bewegen, sondern die Sorge um die Stärkung und Erneuerung des kirchlichen Lebens und um dessen Bezeugung im konkreten, vielgestaltigen Dienst. In diesem Bemühen wirken wir mit den Priestern und Diakonen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst und mit allen Gläubigen zusammen, die auf vielfache Weise ihre Kraft und ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Die Kirche lebt aus diesem Miteinander des Engagements und der Gaben, um der Sendung des österlichen Herrn zu entsprechen. Ihm vertrauen wir uns einmütig an, um seinen Segen bitten wir.

[Von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichtes Original]

Unser Kommentar:
Halten wir folgende für uns wichtigen Passagen fest:

„…man habe im Bischofskollegium gesehen, dass es einer konkreten Aufarbeitung des Konzils bedürfe“. „Ob es eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird, ist noch nicht geklärt. [Vielleicht eine halb-volle!] Vieles scheint bis jetzt dagegen zu sprechen.“ (…) „Derweil publizierten diese vier Bischöfe einen persönlich adressierten Brief an den Heiligen Vater, aus dem allerdings ihre Ablehnung der Entschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) klar hervorgeht.“ „Es handle sich bei den Konzilsentscheiden um „Doktrinen, die im Gegensatz stehen zum immerwährenden Lehramt der Kirche“, schreiben die vier Piusbrüder in diesem Dankesschreiben vom 29. Januar an den Papst.“ „Die deutschen Bischöfe erklären diesbezüglich: „Es obliegt dem Apostolischen Stuhl zu klären, ob die Priesterbruderschaft bereit ist, die Glaubensüberzeugung der ganzen Kirche und besonders die Lehre der Päpste und Konzilien eindeutig zu bejahen und anzunehmen“. Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils gehörten „unaufgebbar zur katholischen Tradition, nicht zuletzt die Texte über die Religionsfreiheit und die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus und über die Kirche in der Welt von heute sowie die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe in ihrem Verhältnis zur päpstlichen Autorität“.
„Besonders bedrückend sind die Holocaust-Leugnung eines Bischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X. und entsprechende antisemitische Strömungen in der Priesterbruderschaft. Es fehlt bislang eine ernsthafte Distanzierung der Betreffenden von solchen inakzeptablen Haltungen, wie sie der Apostolische Stuhl schon früh gefordert hat. Papst Benedikt XVI. hat mehrfach unmissverständlich zur Geltung gebracht, dass die katholische Kirche den Antijudaismus und Antisemitismus verwirft.

Was genau hatten die 4 Weihbischöfe in ihrem „Dankesschreiben vom 29. Januar an den Papst bezüglich der Konzilsbeschlüsse geschrieben? „Wir wünschen in der Tat, so bald wie möglich den Austausch mit den Vertretern Eurer Heiligkeit über die Lehren, welche im Gegensatz zum beständigen Lehramt der Kirche stehen, zu beginnen.“ Daraus konstruieren die mehr als 60 Bischöfe schon einmal: „Es handle sich [gemäß Piusbruderschaft] bei den Konzilsentscheiden [also bei allen] um ‚Doktrinen, die im Gegensatz stehen zum immerwährenden Lehramt der Kirche‘. Es gehe aus diesem Brief klar „ihre Ablehnung der Entschlüsse [also aller Entschlüsse] des Zweiten Vatikanischen Konzils“ hervor. Schon das zeigt, wie oberflächlich und tendenziös bis verfälschend umgegangen wird mit Aussagen der Piusbruderschaft. Sie lehnt nicht alle „Entschlüsse“, nicht alle Texte des Konzils ab, wohl aber genau jene oder besser Teile von jenen, von welchen die Bischöfe hier behaupten, dass sie unaufgebbar zur katholischen Tradition gehörten: (hauptsächlich) die Dokumente über die Religionsfreiheit, die Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen, über den Ökumenismus. Wer die Tradition kennt, weiß, dass die ständige Lehre der katholischen Kirche bis zum II. Vatikanum eine „Religionsfreiheit“ („Dignitatis humanae“) wie sie dann dieses Konzil umschrieb und „sanktionierte“, entschieden verurteilt hat. (Siehe z.B. Enzyklika Pius‘ IX. „Quanta cura“ und den ihr beigefügten „Syllabus errorum“ von 1864, Enzyklika Leos XIII. „Immortale Dei“ von 1885, Enzyklika Leos XIII. „Libertas praestantissimum“ von 1887, Enzyklika Gregors XVI. „Mirari vos“ von 1832). Und die „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ („Nostra aetate“) ist auch nicht unaufgebbar, sondern muss – im Gegenteil – aufgegeben, d.h. widerrufen werden; denn sie ist für treu-katholische, traditions-nicht(ver)leugnende Christen völlig inakzeptabel. Siehe dazu unsere Ausführungen unter „Konzilserklräung „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ und „Nostra aetate und die jüdische Religion“ und das „Dekret ‚Unitatis redintegratio‘ über den Ökumenismus“ ist an einigen Stellen seiner Fassung überholungsbedürftig. Unter Nr. 24 heißt es dort (immerhin) zurecht: „Das Heilige Konzil mahnt die Gläubigen, jede Leichtfertigkeit wie auch jeden unklugen Eifer zu meiden, die dem wahren Fortschritt der Einheit nur schaden können. Ihre ökumenische Betätigung muß ganz und echt katholisch sein, das heißt in Treue zur Wahrheit, die wir von den Aposteln und den Vätern empfangen haben, und in Übereinstimmung mit dem Glauben, den die katholische Kirche immer bekannt hat, zugleich aber auch im Streben nach jener Fülle, die sein Leib nach dem Willen des Herrn im Ablauf der Zeit gewinnen soll.“ Und unter Nr. 11: „Nichts ist dem ökumenischen Geist so fern wie jener falsche Irenismus, durch den die Reinheit der katholischen Lehre Schaden leidet und ihr ursprünglicher und sicherer Sinn verdunkelt wird.“ Aber das ganze Dokument ist in seiner Hauptstoßrichtung eben doch Anstoß mit falscher, verhängnisvoller Ausrichtung, Aufforderung und Einladung dazu und Rechtfertigung dafür, nicht mehr „ganz und echt katholisch“ zu sein „in Treue zur Wahrheit, die wir von den Aposteln und den Vätern empfangen haben, und in Übereinstimmung mit dem Glauben, den die katholische Kirche immer bekannt hat“, und die „Reinheit der katholischen Lehre durch Verdunkelung ihres ursprünglichen und sicheren Sinnes Schaden leiden zu lassen“. Wieviel Schaden dieses Dekret (und mit ihm die Erklärung „Nostra Aetate“) für Kirche und Welt seit 1964 angerichtet hat, welche Früchte es hervorgebracht hat, haben Sehende vor ihren Augen und Einsehende in ihrem Gedächtnis. Wenn die (deutschen) Bischöfe also meinen, diese „Konzilslehren“ seien „unverhandelbar“ und „unaufgebbar“, müssten also von der Piusbruderschaft so wie sie (nun einmal) sind, ohne Wenn und Aber, akzeptiert, eindeutig bejaht werden, ansonsten sie wieder exkommuniziert werden, dann heißt das soviel, dass sie ihnen jeden (vernünftigen) Dialog darüber strikt verweigern. Dann heißt das aber auch, dass sie sich zum vorherein außerstande erklären, ihre Kritik, ihre Einwände zu widerlegen. Nein, wahrhaftig, es liegt nicht an der Piusbruderschaft, das Schisma zu überwinden, sondern es liegt am Papst und an den Bischöfen, das Schisma, das sie (bzw. ihre Vorgänger) durch das II. Vatikanum und durch seine Umsetzung mit der Tradition verursacht haben, durch gehörige Korrekturen, durch „eine konkrete Aufarbeitung“ zu überwinden. Die „Konzilskirche“ „hat sich außerhalb der katholischen Traditon gestellt“ mit „Glaubensüberzeugungen“, die nicht die ganze Kirche teilt(e), die der beste, treueste Teil der Kirche nicht teilt(e).

Zur sogenannten „Holocaust-Leugnung“ des Bischofs Richard Williamson und zum „Antijudaismus“ und „Antisemitismus“ siehe unsere Artikel: „Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter“, „Papst Benedikt XVI.: Juden und Christen sind Zeugen der Liebe, Barmherzigkeit und Wahrheit Gottes„, „Papst Benedikt XVI.: Christen und Juden, Zeugen der Liebe Gottes„, „Benedikt XVI.: Ein Antisemit ist auch ein Antichrist„. Welches sind denn „die antisemitischen Strömungen“ in der Priesterbruderschaft? Die Bischöfe sollen sie präzise auflisten, damit man darauf antworten kann!

Siehe dazu ferner:

Advertisements

2 Antworten to “Bischöfe verabschieden einstimmig Erklärung zur Priesterbruderschaft St. Pius X.”

  1. Daniel Wotziak said

    http://www.welt.de/welt_print/article3299642/Gefaehrliche-Extremisten.html

    „Der Vergleich zwischen Opferzahlen durch Abtreibungen und dem Nazi-Holocaust folgt der geistigen Linie der Pius-Bruderschaft. Seit Langem hat es keine solch perfide Herabwürdigung von Frauen durch einen führenden Vertreter der katholischen Amtskirche mehr gegeben. Frauen und die sie betreuenden Ärzte, die sich mit der Entscheidung zur Abtreibung fast immer in einem Gewissenskonflikt befinden, werden mit Massenmördern auf eine Stufe gestellt.“

    „Aktuell sieht man dies an den kruden Vergleichen Bischof Mixas anlässlich des Politischen Aschermittwochs. Zwar distanziert sich Bischof Mixa von der Holocaust-Leugnung seines Kollegen Williamson, um ihm dann aber auf etwas subtileren Wegen zu folgen. Der Vergleich zwischen Opferzahlen durch Abtreibungen und dem Nazi-Holocaust folgt der geistigen Linie der Pius-Bruderschaft. Seit Langem hat es keine solch perfide Herabwürdigung von Frauen durch einen führenden Vertreter der katholischen Amtskirche mehr gegeben. Frauen und die sie betreuenden Ärzte, die sich mit der Entscheidung zur Abtreibung fast immer in einem Gewissenskonflikt befinden, werden mit Massenmördern auf eine Stufe gestellt.“

  2. antifo said

    Durban II: Was will eigentlich der Vatikan dort?
    http://antifo.wordpress.com/2009/03/20/durban-ii-was-will-eigentlich-der-vatikan-dort/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: