ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Kardinal Meisner fordert Paulus-Pilgerstätte in der Türkei

Posted by deislam - 1. Juli 2008

Zum Paulusjahr der katholischen Kirche soll eine Pilgerstätte in Tarsus, dem Geburtsort des Apostels, errichtet werden. Dafür streitet vor allem der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner. Ein Gespräch über Gottesstaaten, Christenverfolgung und die Strahlkraft eines unverschämten Urchristen.
Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, hofft, dass das Gotteshaus in Paulus‘ Geburtsort Tarsus wieder als Kirche genutzt werden kann.
Im Interview mit WELT ONLINE spricht Kardinal Meisner über seinen Kampf um eine christliche Pilgerstätte am türkischen Geburtsort des Apostels Paulus und Religionsfreiheit am Bosporus.

Die Welt: Kardinal Meisner, als Sie 2007 die Türkei bereisten, sollen Sie einen Stich im Herzen gespürt haben. Warum?
Kardinal Meisner: Das hat mit Tarsus zu tun, dem Geburtsort des heiligen Paulus, den ich 2007 besucht habe.
Die Welt: Ist das kein Grund zur Freude?
Meisner: Ja und nein, denn in diesem für die Christenheit wichtigen Ort leben nur noch drei Katholiken – drei alte italienische Ordensfrauen in Zivil, die bei einer Privatfamilie als Untermieterinnen wohnen. Um an einer Messe teilzunehmen, müssen sie über 30 Kilometer mit dem Auto fahren, obwohl in Tarsus eine Kirche steht!
Die Welt: Warum nutzen sie die nicht?
Meisner: Sie wurde von den türkischen Behörden zum Museum umfunktioniert. Als wir in Tarsus waren, durften wir darin nur ausnahmsweise die heilige Messe feiern. Kreuze und Kerzen mussten wir mitbringen, anschließend musste jedes christliche Symbol entfernt werden. Das hat mir einen Stich ins Herz gegeben.
Die Welt: Dann kehrten Sie nach Köln zurück.
Meisner: Dort wurde in der Politik gerade über den Bau einer großen türkischen Moschee gestritten, der vielen Kölnern Sorgen bereitete. Da habe ich mich gefragt: Wie können wir im Paulusjahr ein Zeichen der Verständigung setzen? Einerseits wollen die türkischen Mitbürger auf Basis der Religionsfreiheit hier in Köln eine Moschee bauen …
Die Welt: … und andererseits …
Meisner: … möchte ich die türkischen Behörden ermutigen, etwas für Christen und Pilger in ihrem Land zu tun und so auch die religiösen Beziehungen in Deutschland zu entspannen. Daher mein Wunsch, dass auch Christen im türkischen Tarsus eine Kirche erhalten.
Die Welt: Daraufhin haben Sie dem türkischen Premier Erdogan im Februar einen Brief geschrieben.
Meisner: Darin regte ich an, die Türkei möge gestatten, in Tarsus eine Pilgerstätte einzurichten und das ehemalige christliche Gotteshaus der Kirche zu übereignen oder uns den Bau einer neuen Kirche zu gestatten. Solch eine Geste könne auch hierzulande die Kontroversen um Moscheebauten entschärfen.
Die Welt: Wie lautet der letzte Stand?
Meisner: Die türkische Regierung signalisiert guten Willen, wofür ich sehr dankbar bin. Auf die Erlaubnis, eine Kirche zu bauen oder die vorhandene in Besitz zu nehmen, warten wir aber noch immer.
Die Welt: Würde die Türkei dies gestatten, müsste sie erst einmal Kirchen als Rechtspersonen anerkennen, die Eigentum besitzen können.
Meisner: Für einen EU-Aspiranten sollte das selbstverständlich sein.
Die Welt: Eine weitere Barriere für den frommen Muslim Erdogan ist religiöser Natur: Paulus gilt Muslimen als Verfälscher des Glaubens, weil er zur Vergottung des Propheten Jesus beigetragen habe.
Meisner: Bei unserem Anliegen geht es weniger um Theologie als um interreligiöses Zusammenleben, und zwar weltweit. Denn Tarsus soll eine Pilgerstätte der Weltchristenheit werden. Paulus ist nicht nur eine überragende Gestalt des Christentums; er steht auch für Europa, für die Menschenrechte. Und: Er ist eine Größe der Weltliteratur – denken Sie nur an das Hohelied der Liebe im ersten Korintherbrief. Aus Respekt vor dem christlichen Glauben und dem kulturellen Erbe der Menschheit sollte deshalb in Tarsus eine Begegnungsstätte entstehen können. Zudem: Wer in die EU strebt, muss die Religionsfreiheit respektieren.
Die Welt: Eine Pilgerstätte würde das türkische Christentum beleben, womöglich würde sich in Tarsus gar eine Gemeinde ansiedeln. Auch das dürfte Muslimen nicht passen.
Meisner: Im Islam wird wie im Christentum Gastfreundschaft großgeschrieben. Tarsus ist so wichtig, dass wir dort vor allem ein „Gasthaus“ brauchen, eine Begegnungsstätte für Christen aus aller Welt, damit sie Paulus an seinem Geburtsort nahe sein können. Dadurch könnte sich das Christentum auch seiner Identität vergewissern.
Die Welt: Wie das?
Meisner: Drei Viertel des Gebiets, auf dem das Christentum seine Form gewann, liegen in der heutigen Türkei. Christen müssen geografisch zurückkehren können zu diesen Quellen ihres Glaubens, an die Orte, an denen das Christentum seine Prägung erhielt. Insofern ist die Frage einer Pilgerstätte nicht nostalgisch, sondern lebenswichtig.
Die Welt: Mit der Stätte und dem Paulusjahr soll der Apostel in die Öffentlichkeit gerückt werden. Ist er dazu geeignet?
Meisner: Warum nicht?
Die Welt: Immerhin haben Sie mal bemerkt, Paulus sei nie zum Volksheiligen avanciert. War er unsympathisch?
Meisner: Im Gegenteil! Zum Volksheiligen taugte er wohl deshalb weniger, weil er zu kompromisslos war. Aber er hat etwas sehr Sympathisches an sich: Er verkündete ein unverschämtes Christentum.
Die Welt: Unverschämt?
Meisner: Ja, er sagt im Römerbrief: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht“ – obwohl dieser Glaube „den Juden als Ärgernis“ und „den Griechen als Torheit“ erschien. Paulus bekannte das Evangelium selbstbewusst, nicht halbherzig wie manche Zeitgenossen, die dankbar sind, wenn ein paar Politiker auf einem Kirchentag vorbeischauen.
Die Welt: Kann Paulus mit diesem Selbstbewusstsein verfolgte Christen in der Türkei ermutigen?
Meisner: Da bin ich vorsichtig.
Die Welt: Das hört man nicht oft von Ihnen.
Meisner: Schon als Bischof in der DDR habe ich auf Appelle zu mutigem Bekennertum von außen zurückhaltend reagiert. Aus der Ferne anderen Christen Heldenmut zu empfehlen ist wohlfeil. Davon abgesehen gibt es überall unter Christen in der Minderheit wahres Heldentum. Nur hängen die das nicht an die große Glocke. Aber es stimmt schon: Paulus kann Christen in ihrer Bedrängnis ermutigen.
Die Welt: Wodurch?
Meisner: Vor allem durch seine Freude! Er erlitt Schiffbruch, wurde verfolgt, geschlagen, eingekerkert – und dennoch fühlte er sich von Gott getragen und war seiner Gottesnähe froh. Christentum ist ja nicht nur Kreuz, sondern auch Auferstehung!
Die Welt: Klingt aber gewaltsam.
Meisner: Paulus war nicht gewaltsam, sondern voll Rücksicht und Liebe und dabei sehr praktisch. Zum Beispiel nähte er auf seinen Missionsreisen Zelte, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und anderen nicht zur Last zu fallen. So verkörperte er die Botschaft vom liebenden Gott sehr glaubhaft!
Die Welt: Dass Gott die Gläubigen liebt, sagt auch der Koran.
Meisner: Aber Gott liebt nicht nur Gläubige, er liebt jeden einzelnen Menschen so sehr, als wäre er der einzige auf der Welt. Diese Liebe ist unermesslich – so unermesslich, dass sie in Jesus Christus Mensch und unser Bruder wird. Darin unterscheiden sich die Gottesbilder von Muslimen und Christen. Dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt, ist die leidenschaftliche Botschaft des Apostels Paulus.
Die Welt: Auch an die Muslime?
Meisner: An unterschiedslos alle Menschen guten Willens. Interessant ist dabei auch, dass Paulus vor seiner Begegnung mit Christus gesetzestreuer Pharisäer war.
Die Welt: Also jemand, der wie viele Muslime Beschneidung, Reinheits- und Speisevorschriften als Heilsweg ansah.
Meisner: Paulus ist also glaubwürdig, wenn er über die Grenzen des Gesetzes spricht. Und diesem Gesetzestreuen ging plötzlich auf: Nicht durch Gesetzesbefolgung kommt Heil zu den Menschen, sondern durch Christus, durch den Gott, der aus Liebe Mensch wurde.
Die Welt: Manche Muslime sehen die Betonung der Freiheit vom Gesetz aber als Ursache dafür, dass Christen sittlich verlottert seien.
Meisner: Blickt man auf manche Auswüchse einer falsch verstandenen Freiheit in den westlichen Gesellschaften, die ja vom Christentum geprägt sind oder waren, ist Kritik ohne Frage angebracht. Aber natürlich sind wir Christen nicht gesetzlos. Die Zehn Gebote gelten auch für uns. Sie sind Wegweisung der Freiheit. Und gerade Paulus hat gezeigt, wie entschieden man als Christ leben kann, also ganz und gar nicht verlottert!
Das Gespräch mit Kardinal Meisner führte Till-Reimer Stoldt

Unser Kommentar:
Diese Antworten Kardinal Meisners sprechen für sich. Sie zeigen einerseits, wie verbohrt, verhärtet christenfeindlich die türkischen Muslime (inklusive Regierende) sind, wie unfähig und entschlossen unwillig sie sind, den Christen auch nur ein bißchen entgegenzukommen, andererseits aber auch, wie schwächlich und dürftig und erbärmlich das Einfordern von Gegenleistungen und Gegenrechten, die ihnen in unseren Landen freizügig gewährt werden, von seiten der Vertreter der (katholischen) Christenheit gegenüber diesem schariareifen Staate sind, der dabei noch meint, ein Anrecht zu haben auf Aufnahme in die EU. Aber vielleicht ist es im Endeffekt gut, wenn die türkische Regierung nicht einmal dieses mikrige Minimale konzediert, worum der Kardinal diese bescheiden und demütig ersucht; denn beim Anliegen Meisners „geht es weniger um Theologie als um interreligiöses Zusammenleben, und zwar weltweit; denn Tarsus soll eine Pilgerstätte der Weltchristenheit werden“. Paulus sei „nicht nur eine überragende Gestalt des Christentums; er „stehe auch für Europa, für die Menschenrechte„, und: er sei „eine Größe der Weltliteratur„; „aus Respekt vor dem christlichen Glauben und dem kulturellen Erbe der Menschheit sollte deshalb in Tarsus eine Begegnungsstätte entstehen können“. Also, es geht ihm gar nicht um ein katholischen Gotteshaus für einen wahrhaft katholischen Gottesdienst! Wenn Erdogan dann also seinen Wunsch am Ende doch noch erfüllt, dann bringt das der wahren katholischen Christenheit ohnehin NICHTS.
Und noch etwas Theologisches: Liebt Gott wirklich jeden Menschen bedingungslos? Liebt Er jeden einzelnen Menschen so sehr, als wäre er der einzige auf der Welt? Beide Aussagen sind, so wie sie hier stehen, falsch. Liebe kann gar nicht „bedingungslos“ lieben, nicht die menschliche und nicht die göttliche. Gott erschafft jeden Menschen so, dass er „liebesfähig“ ist, dass er die „Grundausrüstung zum Liebesempfang und zur Liebesantwort“ hat. Der Liebesaustausch zwischen Gott und Mensch kann aber nur „funktionieren“, wenn der Mensch, das Geschöpf, auf seinen wahren GOTT hin offen, empfänglich ist und wenn er seine gottverliehene Liebes(antwort)fähigkeit auch wirklich gebraucht. Und Gott kann auch jeden einzelnen Menschen gar nicht „so sehr lieben, als wäre er der einzige auf der Welt“; denn Gott ist allwissend; Er weiß von Ewigkeit zu Ewigkeit, dass Er eine Vielzahl von Menschen ins Leben ruft und niemals nur einen einzigen. Und die Größe Seiner Liebe ist ohnehin unabhängig von der Zahl der Empfänger. Ein Einziger würde nie mehr Liebe empfangen können als Milliarden Einzelne!
Des Weiteren: Paulus soll kein „Volksheiliger“ sein, soll „als Volksheiliger weniger getaugt haben, weil er zu kompromisslos war“? Paulus war von allem Anfang an ein Spitzen-Volksheiliger, genauso wie Petrus. Wer die Kirchengeschichte kennt, weiß wie sehr er von den Gläubigen stets und überall aufs höchste geachtet und verehrt wurde, allein oder zusammen mit seinem Mit-Apostelfürsten Petrus. Und er war kompromisslos (im Bekenntnis und in der Verkündigung), ja; aber kompromisslos waren alle Heiligen, auch alle „Volksheiligen“! In der Tat, Paulus schämte sich des Evangeliums nicht, obwohl es „den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“ erschien, weil er Jesus Christus als GOTT von GOTT predigte. Das wäre denn auch die Pflicht der Apostelnachfolger, der Bischöfe insbesondere, ihn gelegen oder ungelegen, kompromisslos als WAHREN GOTT VOM WAHREN GOTT vor den Muslimen zu verkünden, die nicht nur Anstoß nehmen an diesem Glauben, sondern ihn als „ärgstes Ärgernis“ und „törichste Torheit“ mit unverschämten Mitteln bekämpfen.

Eine Antwort to “Kardinal Meisner fordert Paulus-Pilgerstätte in der Türkei”

  1. Daniel Wotziak said

    Das verstehe ich nicht ganz. Nach 2000 Jahren kommt Kardinal Meisner jetzt auf die Idee in Tarsus, ein Städtchen das mir trotz katholischer Erziehung bislang unbekannt war, eine Kirche zu errichten und den Ort als Walfahrtsort zu erklären? Dort leben lediglich nur noch drei Katholiken, die zur Untermiete wohnen? Damit scheint der Ort für die katholische Kirche ja nicht von so großer Bedeutung zu sein.

    Ich bin mir nicht sicher, ob hier Erdogan weniger die Religion sondern vielmehr die Veränderung der Region / Stadt im Auge hatte, wenn er die Bitte des Kardinals zurückstellt. Zudem gibt es noch keine Antwort von der türkischen Regierung. Ich denke, dass der Bau der Kirche weder für die katholische Kirche noch für die türkische Regierung einen hohen Stellenwert hat. Und auf die Verzögerung einer Zusage seitens Erdogans lässt sich nicht automatisch folgern, dass Erdogan, die türkische Regierung, die Türkei oder der Islam anti-christlich sei.

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