ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Christen im Irak erleben die Hölle

Posted by deislam - 12. April 2008

Terror und Gewalt sollen die Uralt-Bewohner aus ihrer Heimat vertreiben, bedauert der chaldäische Pfarrer Peter Patto gegenüber der „Tagespost“.

Würzburg (www.kath.net / tagespost) Pfarrer Peter Patto, Seelsorger der Chaldäischen Mission in München, hat ein düsteres Bild über die Situation der Christen im Irak gezeichnet. Die Lage sei sehr ernst, Im Vergleich zur Zeit unter Saddam Hussein „erleben Christen im Irak die Hölle“, sagte Patto, der selbst aus dem Irak stammt, in einem Interview mit der katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“ (Ausgabe vom Donnerstag).

Täglich würden im Irak irgendwo „christliche Laien entführt oder getötet“. Viele Kirchen seien inzwischen zerstört und mit dem Erzbischof von Mossul, Poulos Faraj Rahho, sei in dem Konflikt inzwischen der erste Bischofs ums Leben gekommen.

Die verschiedenen militärischen und terroristischen Gruppierungen im Irak seien darin einig, die Christen aus dem Irak zu vertreiben. Die Entführung von Erzbischof Rahho habe dem Ziel gedient, Christen Angst zu machen, damit sie Mossul verlassen. Inzwischen würden selbst die Ärmsten, die sich das bislang nicht leisten konnten, die Stadt verlassen und in Wohnviertel mit christlicher Mehrheit ziehen.

Aber eine Perspektive hätten die irakischen Christen nicht wirklich. Ihr Problem mit dem Islam sei bereits 1400 Jahre alt. Früher sei der Irak praktisch christlich gewesen. „Jetzt sind wir bei weniger als zwei Prohent“, so Pfarrer Patto. Christen im Irak wollten keine Macht oder irgendwelche Ministerien übernehmen. Sie bräuchten vor allem „Hilfe zum Überleben“.

„Wir wollen nur in Frieden leben, wir wollen respektiert werden. Wir sind die Uralt-Bewohner des Irak, die immer schon dort waren“. Die Europäer müssten deshalb der irakischen Regierung klar machen, die die dortigen Christen einen besonderen Schutz brauchen.

Wir dokumentieren das Interview, das Karl-Georg Michel mit Pfarrer Peter Patto von der Chaldäischen Mission führte, die sich soeben mit einem dramatischen „Hilferuf der Christen im Irak“ an die Öffentlichkeit gewandt hatte. Peter Patto ist Iraker und lebt seit sechs Jahren in Deutschland.

Tagespost: Ihr Hilferuf ist dramatisch. Wie ernst ist die Lage der Christen im Irak?

Patto: Wirklich sehr ernst. Wir haben vorher nie etwas Vergleichbares erlebt. Auch zuzeiten Saddams war es nicht so schlimm. Solange man nichts gegen ihn oder seine Baath-Partei gesagt hat, konnte man gut leben. Im Vergleich zur Zeit unter ihm erleben Christen im Irak die Hölle. Das Problem ist: Es gibt viele militärische Gruppierungen oder Terroristen, die alle Waffen haben. Und obwohl sie gegeneinander kämpfen, Kurden, Schiiten, Sunniten, sind sie einig gegen die Christen. Sie wollen uns aus dem Irak vertreiben. Das war auch eine Botschaft, als einer unserer Priester entführt wurde und gegen Lösegeld freikam. Er sollte dem Patriarchen und dem Papst sagen, dass sie keine Christen mehr im Irak haben wollen.

Tagespost: Jüngstes Opfer der Gewalt gegen Christen war im März der Erzbischof von Mossul, Paulos Faraj Rahho. Welche Folgen hat sein Tod?

Patto: Im Irak werden täglich irgendwo christliche Laien entführt oder getötet. Allein in Mossul wurden bisher drei Priester getötet. Mehr als ein Dutzend wurde entführt und kam gegen hohe Lösegelder wieder frei. Viele Kirchen wurden inzwischen zerstört. Aber jetzt ist der erste Bischof ums Leben gekommen. Dahinter stand das Ziel, den Christen Angst zu machen, damit sie Mossul verlassen – was jetzt geschieht: Zuvor waren bereits viele Reiche aus der Stadt geflohen – nach Syrien, Jordanien oder in den Nordirak und die Türkei –, aber jetzt ziehen auch die Ärmsten fort, die sich das nicht leisten konnten. Sie gehen in Vororte, wo es noch eine christliche Mehrheit gibt. Sie wollen dort ihr Überleben sichern.

Tagespost: Ist das innerhalb dieser Orte möglich?

Patto: Ja, solange es innerhalb dieser Wohnviertel eine christliche Mehrheit gibt. Aber das Leben dort ist sehr, sehr schwierig, weil es keine Arbeit gibt.

Tagespost: Und wenn es gelänge, die Situation im Irak endlich zu befrieden: Hätten die Christen dann eine bessere Perspektive?

Patto: Nein, nicht wirklich. Weil unser Problem mit dem Islam nicht erst jetzt aufgetaucht ist. Es ist schon 1 .400 Jahre alt. Zuvor war der Irak praktisch christlich. Aber dann kamen die Muslime und haben immer wieder Priester, Bischöfe, unsere gebildeten Leute und die Reichen getötet. Oder sie haben gleich ganze Dörfer angegriffen, die Männer getötet und alles zerstört. Vor tausend Jahren waren über neunzig Prozent des Irak noch christlich. Jetzt sind wir bei weniger als zwei Prozent.

Tagespost: Ist dies den Christen im Westen bewusst?

Patto: Leider nicht. Es gibt viele, auch Politiker, die sehr verwundert sind, wenn ich sage: „Ich bin ein Christ aus dem Irak.“ Davon haben sie noch nie etwas gehört! Nur die wenigsten hier in Europa wissen, dass es im Irak Christen gibt. Wir wollen dies deshalb bewusstmachen. Was wir vor allem brauchen, ist Hilfe zum Überleben. Wir wollen keine Macht oder irgendwelche Ministerien übernehmen.

Wir wollen nur in Frieden leben, wir wollen respektiert werden. Wir sind die Uralt-Bewohner des Irak, die immer schon dort waren. Wir sind keine Ausländer, die erst jetzt mit den Amerikanern und ihren Verbündeten ins Land gekommen sind, wie viele denken. Die Europäer müssen deshalb der irakischen Regierung klar machen, dass die Christen im Irak einen besonderen Schutz brauchen.

03. April 2008, 08:09, ‚Christen im Irak erleben die Hölle‘

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