ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

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Gewalt, Übergriffe: Bischof Lampon bittet um Gebete für die Kirche auf Jolo (Philippinen)

Posted by deislam - 11. März 2008

ZG08031102 – 11.03.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-14679?l=german
Gewalt, Übergriffe: Bischof Lampon bittet um Gebete für die Kirche auf Jolo (Philippinen)

Apostolischer Vikar sieht „düstere“ Zukunft für die Christen

KÖNIGSTEIN, 11. März 2008 (ZENIT.org).- Bischof Angelito Lampon, der Apostolische Vikar der Philippineninsel Jolo, hat gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk Kirche in Not erklärt, er selbst sowie die anderen Priester und Ordensleute auf Jolo stünden nach den Morden und Entführungen, denen Mitarbeiter der Kirche im Laufe der vergangenen Jahre zum Opfer gefallen sind, unter dem Schutz von Soldaten. Er selbst habe sogar ein Wächterhaus vor dem Tor seiner Bischofsresidenz errichten müssen. Er bitte die katholischen Brüder und Schwestern in aller Welt darum, für die Kirche in Jolo zu beten, damit sie „die Kraft und den Mut haben möge, ungeachtet der äußeren Umstände ihren Weg fortzusetzen“.

Die Zukunft sehe „düster“ aus, sagte der Bischof. Die politische Führung trage „kein Interesse am Allgemeinwohl in ihrem Herzen“. Die wenigen Personen, die guten Willens seien, schafften es nicht, überkommene Haltungen zu durchbrechen, die „sehr individualistisch und auf den eigenen Stamm bezogen sind, ohne das Wohl der Allgemeinheit zu berücksichtigen“.

Trotz all der Schwierigkeiten, denen die katholische Kirche in Jolo begegne, setze sie ihre Arbeit auch weiterhin fort. Es sei den Christen geboten, „siebenmal siebzigmal zu verzeihen“ und anderen „eine Hand der Freundschaft und der Versöhnung“ zu reichen, erklärte Lampon. Immer wieder komme es zu Übergriffen. Teilweise handele es sich um schwere Gewalttaten, teilweise um Feindseligkeiten im Alltag. So komme es beispielsweise bisweilen vor, dass eine muslimische Mutter den Hof vor ihrem Haus fege und dabei den Müll vor die Haustüre ihrer christlichen Nachbarn werfe. Der Bischof selbst sei bereits auf der Straße beschimpft und angespuckt worden, als er als Priester erkennbar gekleidet gewesen sei.

Unter den Moslems, die 97 Prozent der Bevölkerung in der Region ausmachen, gebe es jedoch auch Sympathie für die Christen, die zahlreiche Projekte ins Leben gerufen haben, die auch „unseren muslimischen Brüdern und Schwestern zugute kommen“. Vor allem im Bereich des Erziehungswesens, der Gesundheitsfürsorge, der Vergabe von Kleinkrediten und der Beschaffung von Wohnraum sei die Kirche sehr aktiv. Allein auf der Insel Jolo seien durch die Initiative der Kirche mehr als 3000 preiswerte Wohnungseinheiten für Arme entstanden.

Der Grund für das Ausharren der Kirche in Jolo liege jedoch vor allem im Glauben an Christus. Es sei gut, dass die Kirche Entwicklungshilfe leisten könne, jedoch sei dies nicht genug, um ihr Verbleiben zu rechtfertigen. Der Bischof betonte, er und seine Mitarbeiter stünden gewissermaßen „auf den Schultern der Missionare, die sich dafür entschieden haben, in Cotabato und Sulu zu arbeiten“. Die Kirche in Jolo setze das fort, was diese Missionare begonnen hätten. Jesus habe der Kirche aufgetragen, ihren Dienst zu tun, auch wenn es oft „lediglich ein Dienst der Anwesenheit an einem bestimmten Ort“ sei. Wichtig sei es aber auch, dazu beizutragen, dass sich „der Horizont der Menschen ein wenig weitet“, denn viel Böses werde aufgrund mangelnden Wissens verübt.

Bischof Lampon erklärte weiter, die Katholiken auf Jolo beteten nach jeder Kommunion um Frieden und Versöhnung. Hoffnung gebe vor allem der Glaube daran, dass „das Böse nicht das letzte Wort haben wird“.

Die Katholiken beteten überdies darum, der Vorgänger von Bischof Lampon, Bischof Ben de Jesus, der 1997 auf Jolo ermordet worden war, möge „durch das erhabene Opfer seines Lebens und Sterbens die politischen Führer, die Menschen von Sulu und Tawi-tawi sowie die ganze Nation dazu inspirieren, für den Frieden zu kämpfen, zu arbeiten und zu beten. Bischof Ben de Jesus sei gestorben, „damit wir in Frieden leben können“, so Bischof Lampon. Im Gebete opferten die Katholiken alles, was sie hätten, auf, um die Trennung zwischen den Angehörigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften, Kulturen und Stämme zu heilen und die Einheit zu fördern.

Erst im Januar diesen Jahres wurde erneut ein philippinischer Priester von bewaffneten Muslimen erschossen. Es handelte sich um Pater Reynado Jesus Roda, der ebenso wie Bischof Lampon, der ermordete Bischof Ben de Jesus und der am 28. Dezember 2000 getötete Pater Benije Inocencio zur Ordensgemeinschaft der Oblaten der unbefleckten Jungfrau Maria gehörte.

Das Vikariat Jolo umfasst die südphilippinische Provinz Sulu sowie die mehr als 450 Inseln des Tawi-tawi-Archipels. Die Katholiken machen in dieser Region einen Anteil von etwas mehr als drei Prozent an der überwiegend muslimischen Bevölkerung aus. Die Inseln Jolo und Basilan gelten als Rückzugsgebiete der Abu-Sayaf-Kämpfer, die sich selbst als islamische Krieger bezeichnet, von der internationalen Gemeinschaft und der philippinischen Bevölkerung jedoch als Terroristen angesehen werden.

Unser Kommentar:
Fassen wir zuerst die hier und in der weiteren Dokumentation berichteten Fakten zusammen:
Zur Zeit gibt es also im Vikariat Jolo nur noch rund 3 % katholische Christen, bzw. weniger als 2 % der 700 000 Einwohner der Provinzen Sulu und Tawi-Tawi, in welchen die Muslime 90 % ausmachen. (Laut Oblate Communications machen die Katholiken nur 2 % der 780.000-köpfigen Bevölkerung aus.) (Laut Agenzia Fides etwa 24.000 Personen auf eine Million muslimische Einwohner ungefähr.) Seit Beginn der Gewalttaten im Jahre 1970 zählt man mehr als 150.000 Opfer! Am 4. Februar 1997 ist auf den Eingangstufen seiner Kathedrale 1997 Bischof Ben de Jesu auf Jolo ermordet worden. Am 28. Dezember 2000 ist Pater Benije Inocencio getötet worden. Im Mai 2007 wurden auf der benachbarten Insel Basilan P. Rhoel Gallardo und drei Lehrer getötet. Ebenfalls auf der Insel Basilan mußte im vergangenen September (2007) Mgr Romulo de la Cruz, Bischof der Prälatur von Isabela, Basilan verlassen, nachdem er mit dem Tode bedroht worden war. Zwei katholische Ärzte befinden sich zur Zeit in den Händen der Rebellen; sie sind am 3. September 2007 entführt worden. Im Januar 2008 ist Pater Reynado Jesus Roda erschossen worden. Bischof Angelito Lampon ist direkt am Interreligiösen Dialog mit der „Bishop-Ulama Conference“ beteiligt, welche die christlichen und muslimischen Führer vereint. „Die Zukunft sieht düster aus.“ „Immer wieder komme es zu Übergriffen. Teilweise handele es sich um schwere Gewalttaten, teilweise um Feindseligkeiten im Alltag. So komme es beispielsweise bisweilen vor, dass eine muslimische Mutter den Hof vor ihrem Haus fege und dabei den Müll vor die Haustüre ihrer christlichen Nachbarn werfe. Der Bischof selbst sei bereits auf der Straße beschimpft und angespuckt worden, als er als Priester erkennbar gekleidet gewesen sei.“ „Die politische Führung trage kein Interesse am Allgemeinwohl in ihrem Herzen“. „Die wenigen Personen, die guten Willens seien, schafften es nicht, überkommene Haltungen zu durchbrechen.“

Wichtige Links zur weiteren Dokumentation:

Unsere wertende Stellungnahme:
Hier die Passagen, die wir für unseren Kommentar speziell gwichten:

Er (Bischof Angelito Lampon, der Apostolische Vikar der Philippineninsel Jolo) bitte die katholischen Brüder und Schwestern in aller Welt darum, für die Kirche in Jolo zu beten, damit sie „die Kraft und den Mut haben möge, ungeachtet der äußeren Umstände ihren Weg fortzusetzen“. Die Zukunft sehe „düster“ aus, sagte der Bischof. Trotz all der Schwierigkeiten, denen die katholische Kirche in Jolo begegne, setze sie ihre Arbeit auch weiterhin fort. Es sei den Christen geboten, „siebenmal siebzigmal zu verzeihen“ und anderen „eine Hand der Freundschaft und der Versöhnung“ zu reichen, erklärte Lampon. Jesus habe der Kirche aufgetragen, ihren Dienst zu tun, auch wenn es oft „lediglich ein Dienst der Anwesenheit an einem bestimmten Ort“. Die Katholiken beteten überdies darum, der Vorgänger von Bischof Lampon, Bischof Ben de Jesus, der 1997 auf Jolo ermordet worden war, möge „durch das erhabene Opfer seines Lebens und Sterbens die politischen Führer, die Menschen von Sulu und Tawi-tawi sowie die ganze Nation dazu inspirieren, für den Frieden zu kämpfen, zu arbeiten und zu beten. Bischof Ben de Jesus sei gestorben, „damit wir in Frieden leben können“, so Bischof Lampon. Im Gebete opferten die Katholiken alles, was sie hätten, auf, um die Trennung zwischen den Angehörigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften, Kulturen und Stämme zu heilen und die Einheit zu fördern.

Wir haben hier einen ähnlichen Fall wie denjenigen von Algerien. Es geht um Bleiben oder Nichtbleiben an einem Ort, wo Christen-Mission nicht (mehr) möglich ist. Doch zuvor muss man sich, um objektiv urteilen zu können, ein richtiges Bild machen von den derzeit herrschenden Umständen. Am besten tut man das anhand des reichlich vorhandenen Wikipedia-Materials. Da sind z.B. die Informationen über „Islam in the Philippines“ (englisch). Und als Gegenstück dazu: „Roman Catholicism in the Philippines“ (englisch)! Sehr gut ist auch der (englische) Artikel „How Islam got to the Philippines„! Die katholische Kirche ist also derzeit (noch) präsent auf Jolo, der größten der Sulu-Inseln, mit etwa 300.000 Einwohnern, wovon die Muslime 97% ausmachen. Verbleiben also noch rund 9.000 Seelen, die man dem Christentum zurechnen könnte. Berücksichtigt man allein schon dieses Verhältnis und dann dazu den Umstand, dass eine Missionierung der Muslime gar nicht möglich ist, sondern „Entwicklungshilfe“, ein rein materielles Helfen, das vom Bischof so beschrieben wird: „Die Christen hätten zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die auch „unseren muslimischen Brüdern und Schwestern zugute kommen“. Vor allem im Bereich des Erziehungswesens, der Gesundheitsfürsorge, der Vergabe von Kleinkrediten und der Beschaffung von Wohnraum sei die Kirche sehr aktiv. Allein auf der Insel Jolo seien durch die Initiative der Kirche mehr als 3000 preiswerte Wohnungseinheiten für Arme entstanden.“

Also: ein Bischof für maximal 9000 Christen unter 391.000 Muslimen, die unter gar keinen Umständen Christen werden wollen/dürfen/können? Nur um die Präsenz zu markieren, einen Dienst der Anwesenheit zu leisten? Es stimmt ja schon, dass „viel Böses aufgrund mangelnden Wissens verübt wird“, aber umgekehrt gilt auch, dass viel „Gutes“ am falschen Ort und Objekt getan (besser: vertan) wird. Bei aller Hochachtung, die wir haben für einen solchen „Fronteinsatz“, um das Christentum auch inmitten einer solch „unwirtlichen“ Gegend zu bezeugen, aber irgendwann muss man einsehen, dass die Arbeit, die man leistet,  an einem andern Ort viel, viel mehr Frucht tragen könnte/würde. Die Kirche Christi ist in so vielen christenfreundlichen Gegenden „in Not“, „in größter Not“!

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