ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Konzilserklärung „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen

Posted by deislam - 18. Oktober 2007

Wir veröffentlichen hier als Erstes den vollständigen Text aus dem Vatikanischen Archiv; anschließend werden wir Passagen daraus, besonders im Hinblick auf die muslimische „Religion“, kritisch kommentieren:

Einführung

1. In unserer Zeit, da sich das Menschengeschlecht von Tag zu Tag enger zusammenschließt und die Beziehungen unter den verschiedenen Völkern sich mehren, erwägt die Kirche mit um so größerer Aufmerksamkeit, in welchem Verhältnis sie zu den nichtchristlichen Religionen steht. Gemäß ihrer Aufgabe, Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern zu fördern, faßt sie vor allem das ins Auge, was den Menschen gemeinsam ist und sie zur Gemeinschaft untereinander führt.

Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft, sie haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ (1); auch haben sie Gott als ein und dasselbe letzte Ziel. Seine Vorsehung, die Bezeugung seiner Güte und seine Heilsratschlüsse erstrecken sich auf alle Menschen (2), bis die Erwählten vereint sein werden in der Heiligen Stadt, deren Licht die Herrlichkeit Gottes sein wird; werden doch alle Völker in seinem Lichte wandeln (3).

Die Menschen erwarten von den verschiedenen Religionen Antwort auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die heute wie von je die Herzen der Menschen im tiefsten bewegen: Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?

Die verschiedenen Religionen

2. Von den ältesten Zeiten bis zu unseren Tagen findet sich bei den verschiedenen Völkern eine gewisse Wahrnehmung jener verborgenen Macht, die dem Lauf der Welt und den Ereignissen des menschlichen Lebens gegenwärtig ist, und nicht selten findet sich auch die Anerkenntnis einer höchsten Gottheit oder sogar eines Vaters. Diese Wahrnehmung und Anerkenntnis durchtränkt ihr Leben mit einem tiefen religiösen Sinn.

Im Zusammenhang mit dem Fortschreiten der Kultur suchen die Religionen mit genaueren Begriffen und in einer mehr durchgebildeten Sprache Antwort auf die gleichen Fragen. So erforschen im Hinduismus die Menschen das göttliche Geheimnis und bringen es in einem unerschöpflichen Reichtum von Mythen und in tiefdringenden philosophischen Versuchen zum Ausdruck und suchen durch aszetische Lebensformen oder tiefe Meditation oder liebend-vertrauende Zuflucht zu Gott Befreiung von der Enge und Beschränktheit unserer Lage. In den verschiedenen Formen des Buddhismus wird das radikale Ungenügen der veränderlichen Welt anerkannt und ein Weg gelehrt, auf dem die Menschen mit frommem und vertrauendem Sinn entweder den Zustand vollkommener Befreiung zu erreichen oder – sei es durch eigene Bemühung, sei es vermittels höherer Hilfe – zur höchsten Erleuchtung zu gelangen vermögen. So sind auch die übrigen in der ganzen Welt verbreiteten Religionen bemüht, der Unruhe des menschlichen Herzens auf verschiedene Weise zu begegnen, indem sie Wege weisen: Lehren und Lebensregeln sowie auch heilige Riten.

Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.

Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat (4).

Deshalb mahnt sie ihre Söhne, daß sie mit KIugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen sowie durch ihr Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen, wahren und fördern.

Die muslimische Religion

3. Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.

Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.

Die jüdische Religion

4. Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist.

So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden.

Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach (6) in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind (7). Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat (8). Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß „ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt“ (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria.

Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben.

Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt (9), und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt (10). Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich (11). Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm „Schulter an Schulter dienen“ (Soph 3,9) (12).

Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (13), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.

Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.

Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle VerfoIgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.

Universale Brüderlichkeit

5. Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern. Das Verhalten des Menschen zu Gott dem Vater und sein Verhalten zu den Menschenbrüdern stehen in so engem Zusammenhang, daß die Schrift sagt: „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht“ (1 Joh 4,8).

So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht.

Deshalb verwirft die Kirche jede Diskriminierung eines Menschen oder jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht. Und dementsprechend ruft die Heilige Synode, den Spuren der heiligen Apostel Petrus und Paulus folgend, die Gläubigen mit leidenschaftlichem Ernst dazu auf, daß sie „einen guten Wandel unter den Völkern führen“ (1 Petr 2,12) und womöglich, soviel an ihnen liegt, mit allen Menschen Frieden halten (14), so daß sie in Wahrheit Söhne des Vaters sind, der im Himmel ist (15).

28. Oktober 1965
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Anmerkungen:

1) Vgl. Apg 17,26.

2) Vgl. Weish 8,1; Apg 14,17; Röm 2,6-7; 1 Tim 2,4.

3) Vgl. Apg 21,23f.

4) Vgl. 2 Kor 5,18-19.

5) Vgl. Gregor VII., Ep. III.,21 ad Anazir (Al-Nasir), regem Mauritaniæ, ed. E. Caspar in MGH, Ep. sel. II, 1920, I, 288, 11-15; PL 148, 451 A.

6) Vgl. Gal 3,7.

7) Vgl. Röm 11,17-24.

8.) Vgl. Eph 2,14-16.

9) Vgl. Lk 19,44.

10) Vgl. Röm 11,28

11) Vgl. Röm 11,28-29; vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen Gentium: AAS 57 (1965) 20.

12) Vgl. Jes 66,23; Ps 65,4; Röm 11,11-32.

13) Vgl. Joh 19,6.

14) Vgl. Röm 12,18.

15) Vgl. Mt 5,45.

Unser Kommentar:

Vorspann: Diese „Erklärung“ vom 28. Oktober 1965 des II. Vatikanischen Konzils ist ein Haupt-Auslöser der enormen Fehl-Entwicklung seither im Verständnis der und im Verhältnis zu den nicht-christlichen „Religionen“ wie auch, als Folge davon, in der Einordnung der christlichen Religion. Auf dieses Konzilsdokument stützen sich die Päpste zur Rechtfertigung ihrer tabu-brechenden „Aktionen“ und theologischen Neu-Interpretationen. Insbesondere Johannes Paul II hat, als geistliche Autorität der ganzen Welt, durch Wort und Tat, praktisch alle bisherigen Grenzen aufgebrochen, sich über fast alle vormaligen Einschränkungen hinweggesetzt unter geringschätziger Mißachtung der von Christus persönlich und Seinen Aposteln und Apostelnachfolgern aufgestellten Warnschilder und Verbotssignale.

Gemäß ihrer Aufgabe, Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern zu fördern, faßt sie vor allem das ins Auge, was den Menschen gemeinsam ist und sie zur Gemeinschaft untereinander führt.

Ist es die Aufgabe der Kirche Christi, Einheit und Liebe unter den Menschen zu fördern? Nein, jedenfalls nicht in der hier formulierten Weise. Primäre Aufgabe der Kirche ist es, Jesus Christus zu verkündigen und dabei in Kauf zu nehmen, dass damit nicht „Einheit und Liebe“ unter den Menschen gefördert wird, sondern das Gegenteil bewirkt wird: Zwietracht, Feindschaft und Hass. „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert (der Geisterscheidung).“ Da die Kirche die mystische Braut Christi ist, muß auch sie mit ihrem Bräutigam sagen: „Ich bin nicht gekommen, ich bin nicht dazu da, um Einheit und Liebe unter den Menschen zu fördern, sondern um alle Menschen alles halten zu lehren, was mein Bräutigam, Christus, uns zu halten geboten hat.“ Wenn die Kirche „vor allem“ das ins Auge faßt, was den Menschen gemeinsam ist“, dann faßt sie eben gezwungenermaßen nicht den HERRN und Seinen Willen, Seinen Auftrag und Sein Gesetz ins Auge, sondern das „Neutrale“ an den und im Menschen, das Nicht-Gott-Bezogene, das Natürliche, das Zeitliche, das Vergängliche. „Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern“, d.h. ein Leben in Frieden, „Befreiung von der Enge und Beschränktheit seiner Lage“, von „der Unruhe des menschlichen Herzens“, „höchste Erleuchtung“, bei Anerkenntnis des „radikalen Ungenügens der veränderlichen Welt“, strebt der Mensch auch natürlicherweise an, auch ohne Christentum, auch gegen Gott und gegen Christus.

Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft, sie haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ (1); auch haben sie Gott als ein und dasselbe letzte Ziel.

Alle Menschen und alle Völker wären eine einzige Gemeinschaft und hätten Gott als ein und dasselbe letzte Ziel, wenn alle ihren Schöpfer und Erlöser, ihren wahren Gott, anerkennen und nach Seinen Geboten wandeln würden. Da sie nun aber einmal weit davon entfernt sind, diese Prämisse zu erfüllen, sind sie, trotz des gemeinsamen Ursprungs, keine Gemeinschaft, haben sie das Wesentliche nicht gemein, unterscheiden sie sich im Wichtigsten und geraten sie darob in Auseinandersetzungen, in Unfrieden, in Streit, in Entzweiung, in Krieg.

Seine [Gottes] Vorsehung, die Bezeugung seiner Güte und seine Heilsratschlüsse erstrecken sich auf alle Menschen (2), bis die Erwählten vereint sein werden in der Heiligen Stadt, deren Licht die Herrlichkeit Gottes sein wird; werden doch alle Völker in seinem Lichte wandeln (3).

Mit diesen Sätzen wird suggeriert, dass alle Menschen und alle Völker in der (ewigen) „Heiligen Stadt“, (dereinst im Himmel,) in Gottes Lichte wandeln werden, unabhängig davon, ob sie sich zu Jesus Christus und Seinem Evangelium bekannt haben oder nicht. Richtig ist, dass sich Gottes Güte und Heilsratschlüsse auf alle Menschen erstrecken. Aber „erwählt“ werden nur jene sein, die Seine Güte dankbar anerkennen und Seine Heilsratschlüsse ausführen und erfüllen, die „in Seinem Lichte wandeln“. Und das sind nicht „alle Menschen“ und „alle Völker“. („Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.“)

Die Menschen erwarten von den verschiedenen Religionen Antwort auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die heute wie von je die Herzen der Menschen im tiefsten bewegen: Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?

„Antwort auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins“ haben diejenigen Menschen in ausreichendem Maße, ja in Fülle erhalten, die an Jesus Christus glauben, Sein Wort, Seine Verkündigung, Seine Lehre zur Gänze annehmen und in Seiner heiligmachenden Gnade leben. Ungelöste Rätsel wie die aufgeführten, gibt es demnach nur für diejenigen, die nicht an den Mensch gewordenen Gott glauben.

So erforschen im Hinduismus die Menschen das göttliche Geheimnis und bringen es in einem unerschöpflichen Reichtum von Mythen und in tiefdringenden philosophischen Versuchen zum Ausdruck und suchen durch aszetische Lebensformen oder tiefe Meditation oder liebend-vertrauende Zuflucht zu Gott Befreiung von der Enge und Beschränktheit unserer Lage.

Die Menschen, die sich zum „Hinduismus“ bekennen, erforschen nicht „das göttliche Geheimnis“; denn wenn sie es wirklich täten, wären sie schon längst darauf gestoßen: nämlich auf die Offenbarung Gottes („des göttlichen Geheimnisses“) in und durch Jesus Christus. Ihr „Erforschen“ schließt zum vornherein das Licht aus, das sie erleuchten und auf den Weg, zur Lösung des Geheimnisses, bringen könnte. Seit 2000 Jahren und mehr ziehen sie es vor, statt ans Licht zu kommen, in ihrer Finsternis von Mythen und damit in der Enge und Beschränktheit ihrer Lage, im Kreislauf ihrer „Wiedergeburt“ zu verharren. Die Sendboten des Retters und Erlösers weisen sie ab und nehmen damit nicht „liebend-vertrauende Zuflucht zu Gott“, sondern zu ihren Göttern, respektive Götzen, die letztlich nichts anderes als „gefallene Geister“, Daemonen, sind.

In den verschiedenen Formen des Buddhismus wird das radikale Ungenügen der veränderlichen Welt anerkannt und ein Weg gelehrt, auf dem die Menschen mit frommem und vertrauendem Sinn entweder den Zustand vollkommener Befreiung zu erreichen oder – sei es durch eigene Bemühung, sei es vermittels höherer Hilfe – zur höchsten Erleuchtung zu gelangen vermögen.

Der Buddhismus kennt weder einen allmächtigen Gott noch eine unsterbliche Seele. Zu einer tatsächlichen, wahren „Erleuchtung“ und gar „höchsten Erleuchtung“ und damit zum „Zustand vollkommener Befreiung vom radikalen Ungenügen der veränderlichen Welt“ kann es im Buddhismus auch „mit frommem und vertrauendem Sinn“ durch eigene Bemühungen und schon gar „vermittels höherer Hilfe“ nicht kommen, da alles nach einem Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt, im gottlosen Nirvana und letztlich im Parinirvana endet. Das Anerkennen des „radikalen Ungenügens der veränderlichen Welt“ ist zudem nichts Positives und nichts Ehrenwertes. Unsere veränderliche Welt ist für uns Menschen nur dann „ungenügend“, wenn wir bei ihr stehen bleiben, wenn wir uns nicht über sie zum wahren Gott erheben. Alles, was Gott gemacht hat, ist nicht nur „genügend“, sondern vollkommen, vollkommen angemessen. Unvollkommen und ungenügend wird alles immer erst durch des Menschen Abkehr von Gott und Auflehnung gegen Ihn und Seine Gesetze und Gebote. Licht und damit Erleuchtung und damit das Erreichen eines „Zustandes vollkommener Befreiung“ (von Sünde und Tod) gibt es nur vom christlichen Gott. („Und das Licht leuchtete in die Finsternis; aber die Finsternis hat es nicht begriffen… Er [Jesus, das Wort Gottes] war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden. Allein die Welt hat Ihn nicht erkannt. Er kam in Sein Eigentum, doch die Seinigen nahmen Ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, all denen, die an seinen Name nglauben…“)

So sind auch die übrigen in der ganzen Welt verbreiteten Religionen bemüht, der Unruhe des menschlichen Herzens auf verschiedene Weise zu begegnen, indem sie Wege weisen: Lehren und Lebensregeln sowie auch heilige Riten.

All die Wege, die die übrigen in der ganzen Welt verbreiteten nichtchristlichen „Religionen“ weisen, ihre Lehren und Lebensregeln, um „der Unruhe des menschlichen Herzens zu begegnen“, sind völlig untaugliche Mittel, ja sie verhindern durch ihre Wirkung das Suchen und Verlangen nach der gesunden, heilsamen Nahrung, die Gott auch für sie bereithält. Sie sind also Hindernisse, ja Gefängnisse für die solcherweise Betörten, Betrogenen, „hinter’s Licht“ Geführten und dort Gehaltenen.

Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.

Natürlich ist in jeder Weltanschauung manches, für sich, isoliert, betrachtet, „richtig“ und „(relativ) wahr“. So wie in einer vergifteten Speise auch noch „Speise“ ist und nicht nur „Gift“, so wie ein Abweg auch noch ein Weg ist, so ist jede nichtchristliche Religion gerade durch ihre (scheinbar) positiven Aspekte und Elemente verführerisch. Es ist immer das „Gute“ am Schlechten, das das Schlechte für den Menschen „attraktiv“, „genießbar“ macht. Die katholische Kirche muß, müßte deshalb alles ablehnen, was in diesen falschen Religionen für „wahr und heilig“ gilt, weil dieses „Wahre“ und „Heilige“ dem absolut Unwahren und Unheiligen dient! So nützt Gebet und Fasten und Opfern gegenüber einem Götzen nichts, vielmehr hält solche Handlungs- und Lebensweise, das Befolgen solcher Vorschriften und Lehren den Betreffenden nur gefangen in einer rein eingebildeten, bzw. ihm aufgezwungenen, Para-Religiosität.

Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat (4).

Deshalb mahnt sie ihre Söhne, daß sie mit Klugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen sowie durch ihr Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen, wahren und fördern.

Nun kommt Christus also doch noch „zum Zug“. „Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkünden Christus, der ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6) Bis hierher stimmt die Aussage. Aber was geschieht seit 1965 diesbezüglich durch die Kirchenführung (Papst und Bischöfe)? Wird Christus gegenüber allen Nicht-Christen wirklich nach wie vor verkündet? So wie man es vor dem II. Vatikanum immer getan hat? Auch in den Missionen? Wie wird Christus seit diesem Dekret gegenüber den Muslimen, den Juden, den Hindus, den Buddhisten, etc. verkündet? Unablässig und als der (einzige) Weg, die (alleinige) Wahrheit und das (exklusive) Leben? In Christus finden die Menschen nicht „die Fülle des religiösen Lebens“, das sie ohne Ihn auch schon, aber noch nicht in Vollendung, gefunden hätten, sondern überhaupt erst das eigentliche religiöse Leben. Außerhalb Christi gibt es kein wahres, wirkliches religiöses Leben; denn Christus ist GOTT, der ALLEINIGE GOTT, und alle Religion ohne Ihn und gar gegen Ihn ist keine Religion. In Ihm und durch Ihn und mit Ihm hat Gott „alles“ mit Sich versöhnt; aber wer nicht in Ihm und durch Ihn und mit Ihm glaubt und lebt, ist mit Gott nicht versöhnt. So ist ein Muslim, solange er Muslim bleibt und sich nicht zu Jesus Christus bekehrt, unversöhnt mit Gott. Er kann zwar gerettet werden, aber nur wenn er in unüberwindlicher Unwissenheit zum Erlöser nach bestem Wissen und Gewissen „natürlich fromm“ lebt. Das gilt gleicherweise für die Juden, Hindus, Buddhisten, etc.

Deshalb mahnt sie (die Kirche) ihre Söhne, dass sie… jene geistlichen und sittlichen Güter… anerkennen, wahren und fördern. – [Statt „Söhne“ müßte es hier korrekt „Kinder“ heißen (figli heißt eben nicht nur „Söhne“, sondern auch „Kinder“!) Die Kirche hat ja nebst „Söhnen“ auch noch „Töchter“.] Wie sollen wir katholischen Christen die geistlichen = religiösen Güter z.B. der Muslime anerkennen, wahren und fördern? Das ist ja geradezu eine „Ermahnung“ oder „Aufforderung“ zur Apostasie! Es gibt doch in den nicht-christlichen „Religionen“ keine geistlichen und sittlichen Güter, die es in der christlichen nicht gäbe, die als spezifisch nicht-christliche anerkennens-, bewahrens-, ja fördernswert wären!

Die muslimische Religion

3. Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.

Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.

„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.“ Es ist einfach grotesk. Da treten 33 Jahre vor dem Jahr 2000 rund 2000 Bischöfe in Rom zusammen, um über ein solches Dekret zu beraten und ihm in dieser End-Fassung mit ihrer Unterschrift zuzustimmen und es damit der ganzen Kirche Christi als ihre (neue) Erkenntnis und verbindliche Lehre vorzulegen! Entweder hatten diese Oberhirten keine blasse Ahnung, was der Islam wirklich ist, weil sie je weder den Koran richtig gelesen, geschweige studiert haben, noch die Geschichte dieser durch und durch gewalttätigen Irr-Religion zur Kenntnis genommen haben, und wenn das der Fall gewesen wäre, hätten sie allein schon deshalb keine Aussage über den Islam abgeben dürfen. Oder sie waren schon derart degeneriert in ihrem Christsein, dass sie unfähig waren, die absolute Erhabenheit und Einzig(artig)keit des christlichen Glaubens zu erkennen. Richtig müßte dieser Satz etwa so lauten: „Mit höchstem Bedauern und mit tiefster Wehmut betrachtet die Kirche auch die Muslim, die statt den alleinigen Gott Jesu Christi den durch Mohammed als einer der schlimmsten Irrlehrer total entstellten Gott als „Allah“ anbeten, den toten und nicht seienden, entsetzlich unbarmherzigen und nur mit Waffengewalt mächtigen, den Widersacher des Schöpfers Himmels und der Erde, der seit seinem Sturz zu den Menschen gesprochen hat: ihr sollt Gott nicht dienen, sondern mir, ‚Allah‘.“ Wie konnte es nur zu einer solchen Verfinsterung der Geister kommen? Das Salz ist schal geworden. Das Licht ist nur noch mottende Glut. Jahrzehnte falscher, (neo-)modernistischer Theologie (und Pastoral) gehen solcher Entgleisung voraus.

„Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten“ – „und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen“. Das – nämlich „sie anerkennen Jesus nicht als Gott“ – ist hier so beiläufig gesagt, wie wenn es gar nicht ins Gewicht fiele, Hauptsache, sie verehren ihn doch als Propheten. Dabei ist genau dies das Zentralste ihrer Häresie. Wer (bewußt) nicht an die Gottheit Christi glaubt, findet kein Wohlgefallen bei Gott. Da nützt auch eine „Verehrung Jesu als Propheten“ nichts. Da hatten die Arianer und haben die Neu-Arianer und z.B. die Zeugen Jehovas, noch eine viel höhere Meinung über Jesus. Und auch das nützt ihnen nichts, dass sie „seine jungfräuliche Mutter ehren und bisweilen in Frömmigkeit anrufen“, denn die Mutter Jesu ist etwas ganz Anderes und viel Erhabeneres als das wofür die Muslime sie halten. Sie ist – eben weil Christus GOTT ist – die Mutter Gottes oder Gottes-Mutter und die Gottes-Gebärerin, weil Sie den GOTT-Menschen empfangen, im Schoße getragen, geboren hat! Und Sie ist die Königin Himmels und der Erde, und Sie ist mit Ihrem göttlichen Sohne, dem All-Herrscher, dem Pantokrator, in alle Ewigkeit die All-Herrscherin.

Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.

Ja, klar, (auch) die Anhänger Mohammeds erwarten (wie die Christen), dass Gott ihr Glauben, Beten und Fasten und ihre Almosen mit ewiger Glückseligkeit vergilt. Wer möchte schon ausgeschlossen sein von solchem Glück? Aber Christus hat gesagt: „Niemand kommt zum Vater, außer durch Mich.“ (Jo 14,6) Und: „Es ist in keinem andern Heil; denn kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, durch den wir selig werden sollen.“ (Apg 4,12) Und: „Wer nicht aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste wiedergeboren wird, der kann in das Reich Gottes nicht eingehen.“ (Jo 3,5) Und der große Kirchenlehrer Augustinus hält fest: „Alles kann einer außerhalb der Kirche finden, nur nicht das Heil.“ (Aug. s. ad Caes. eccl pl. 7 (43:695) Und „Alles außerhalb der Kirche ist verworfene Welt, die Kirche ist versöhnte Welt.“ (Aug. s. 96,7,8 (38:599) Und schließlich Laktanz (inst. div. 4,30,IIf.): „Nur… die katholische Kirche hat die wahre Gottesverehrung bewahrt. Sie ist der Quell der Wahrheit, die Wohnung des Glaubens, der Tempel Gottes. Wer nicht in sie eintritt oder aus ihr austritt, der begibt sich der Hoffnung des Lebens und des Heils. Schmeichle sich niemand mit hartnäckigem Festhalten an Streitpunkten. Denn es geht um sein Leben und sein Heil; und wer nicht mit Vorbedacht und Sorgfalt für sein Heil sorgt, der hat es verwirkt und verloren.“

Nur jene, die an Unkenntnis der wahren Religion leiden, wenn diese Unkenntnis unüberwindlich ist, werden deswegen, wenn sie anderseits das Naturgesetz und dessen von Gott in aller Herzen geschriebene Gebote sorgfältig beobachten sowie mit Gehorsamsbereitschaft für Gott ein anständiges und ordentliches Leben führen, in keine Schuld vor Gottes Augen verstrickt und mit Hilfe der göttlichen Erleuchtung und Gnade das ewige Leben erlangen können, denn Gott, der den Geist, die Gesinnung, die Gedanken und die ganze Einstellung jedes Menschen vollkommen klar vor Augen hat, durchschaut und kennt, kann bei Seiner höchsten Güte und Milde keineswegs zulassen, dass jemand mit ewigen Peinen bestraft wird, der sich keine freiwillige Schuld zugezogen hat. (Pius IX.)

Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.

„Die Heilige Synode ermahnt alle, das Vergangene beiseite zu lassen“! Also, die Geschichte sozusagen auszublenden, das Geschehene zu ignorieren! So zu tun, als habe es diesbezüglich nichts Erinnerungswürdiges gegeben. Welch eine Zumutung! Die Feindschaft(en) zwischen Christen und Muslimen einfach „unter den Tisch wischen“, um sich (endlich) gegenseitig verstehen zu können! Diese „Logik“ könnte man doch auf alles Gott-Feindliche anwenden! Auch auf den Ur- und Erzfeind Gottes, Satan! Es ist doch „im Lauf der Jahrhunderte“ „zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Gott und ihm gekommen! Der hat auch (entsetzlich) gelitten unter dem Unverstandensein von seiten Gottes und Seiner Getreuen! Der wäre auch heilfroh, man hätte mehr Verständnis für ihn. Was hat er schon für „soziale Gerechtigkeit“ gekämpft, z.B. im (gottlosen) Kommunismus, was hat er für seine „sittlichen Güter“ gestritten mit seinem Befreiungskampf von der „Bevormundung durch die Kirche“ und „für die Freiheit aller Menschen“ (von Gottes tyrannischen Gesetzen)! Man greift sich an den Kopf. Wie ist es nur möglich, dass eine „Heilige Synode“ von mehr als 2000 Bischöfen so etwas Unheiliges produzieren und der Welt vorsetzen kann als „Ermahnung an alle“! Wir (fried- und freiheit-liebenden) Christen sollen also (lernen) Verständnis (zu) haben für diejenigen, die uns mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen und unseren Frieden und unsere Freiheit rauben und uns am liebsten ausrotten wollen?! Wäre die „Heilige Synode“ tatsächlich eine vom Heiligen Geist geführte und inspirierte Versammlung gewesen, hätte sie das Wort Gottes nach Antwort auf die erkannten Probleme erforscht. Und dann hätte sie z.B. diese Anweisung des göttlichen Geistes gefunden: „Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen.“ (Mt 7,15) Die klägliche Synode aber gibt uns die Anweisung: Hütet euch keineswegs vor dem falschen Propheten Mohammed; denn er ist das Gegenteil von einem reißenden Wolf: er ist ein echtes Schaf, sozusagen „das Lamm Allah’s“; ihr müßt euch nur bemühen, ihn und seine Sendung zu verstehen, dann werdet ihr seine guten Früchte erkennen!

(Den Abschnitt über die jüdische Religion behandeln wir hier bewußt nicht! Wir werden aber auch dazu zur gegebenen Zeit unsere ausführliche Stellungnahme abgeben!) (Update: Dies ist inzwischen geschehen; siehe unter diesem Link!)

Universale Brüderlichkeit

5. Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern. Das Verhalten des Menschen zu Gott dem Vater und sein Verhalten zu den Menschenbrüdern stehen in so engem Zusammenhang, daß die Schrift sagt: „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht“ (1 Joh 4,8).

So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht.

Deshalb verwirft die Kirche jede Diskriminierung eines Menschen oder jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht. Und dementsprechend ruft die Heilige Synode, den Spuren der heiligen Apostel Petrus und Paulus folgend, die Gläubigen mit leidenschaftlichem Ernst dazu auf, daß sie „einen guten Wandel unter den Völkern führen“ (1 Petr 2,12) und womöglich, soviel an ihnen liegt, mit allen Menschen Frieden halten (14), so daß sie in Wahrheit Söhne des Vaters sind, der im Himmel ist (15).

Nun hat die Kirche Christi während rund 2000 Jahren „die brüderliche Haltung“ all jenen gegenüber immer „verweigert“, die ihrer Führung im Auftrage Christi nicht gefolgt sind, angefangen von den Irrlehrern und Schismatikern schon zu Zeiten der Apostel, über alle (ernsthaften) Oppositionellen im Laufe der Jahrhunderte. Sie hat es nicht geduldet und konnte es nicht dulden, dass Unkraut in ihren heiligen Garten gesät und gepflanzt wurde. Die ganze Kirchengeschichte kann man auch als ein Sich-Reinhalten von aller Ansteckung von geistiger Krankheit, von Unwahrheit und Falschheit sehen durch das entschlossene Ausmerzen mit dem Verdikt: „Anathema sit!“ Sie müßte sich also gegenüber allen Abweichlern und Besserwissern, gegenüber allen Verurteilten und Ausgeschlossenen, nachträglich entschuldigen; denn sie hätte somit jedesmal, wenn sie einen Kirchenbann aussprach, „nicht geliebt“ und „Gott nicht gekannt“!

So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht. Wenn die Kirche Christi jenen gegenüber, die sie in irgendeiner Weise bekämpften, „die brüderliche Haltung verweigert“ hat, dann hätte sie nach dieser Auffassung „zwischen Mensch und Mensch bezüglich der Menschenwürde und der aus ihr fließenden Rechte einen (unzulässigen, verwerflichen) Unterschied gemacht“; sie hätte also die Menschenwürde der Verurteilten und Ausgeschlossenen verletzt!

„Deshalb verwirft die Kirche jede Diskriminierung eines Menschen oder jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht.“ Zurecht verwirft sie jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes willen“! Aber verwirft sie zurecht jede Diskriminierung um seiner Religion willen? Völlig zu unrecht! Es ist sogar Pflicht eines jeden Christgläubigen, die Geister zu unterscheiden (engl. discriminate). „Glaubt nicht jedem Geiste, sondern prüft (diskriminiert) die Geister, ob sie aus Gott sind; denn es sind schon viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“ (I Jo 4,1.) Die Kirche Christi muß ihre Feinde erkennen und von ihren Gliedern unterscheiden, und wenn sie feststellt, dass sie bösartig sind, muss sie sie auch diskriminieren im Sinne von „herabsetzen“ und „herabwürdigen“. Auch der Gottessohn Selber hat dies getan: „Ihr Otterngezücht, ihr Natternbrut!“

Und dementsprechend ruft die Heilige Synode, den Spuren der heiligen Apostel Petrus und Paulus folgend, die Gläubigen mit leidenschaftlichem Ernst dazu auf, daß sie „einen guten Wandel unter den Völkern führen“ (1 Petr 2,12) und womöglich, soviel an ihnen liegt, mit allen Menschen Frieden halten (14), so daß sie in Wahrheit Söhne des Vaters sind, der im Himmel ist (15).

Nun, „die Heilige Synode“ hat mit diesem ganzen Dokument bewiesen, dass sie „den Spuren der heiligen Apostel Petrus und Paulus“ nicht folgte, ja sie gar nicht als Richtschnur und Anleitung benutzte. Aber dieser „leidenschaftliche Aufruf“ ginge, für sich allein stehend, gewiss in Ordnung; denn ein guter Christ soll immer, soviel an ihm liegt, mit allen Menschen Frieden halten; aber keineswegs darf er dies tun auf Kosten seines Glaubens und Zeugnisses. Die „universale Brüderlichkeit“ bleibt eine Schimäre, solange Satan der Fürst dieser Welt ist. Nur im „Reich Gottes“ herrscht „universale Brüderlichkeit“. Papst Leo XIII. schrieb in seiner Enzyklika „Humanum genus“: „Nachdem das Menschengeschlecht durch den Neid des Teufels von Gott, dem Schöpfer und Spender der himmlischen Güter, so kläglich abgefallen ist, hat es sich in zwei verschiedene und einander entgegengesetzte Lager geteilt; das eine kämpft unausgesetzt für Wahrheit und Tugend, das andere für alles, was der Wahrheit und Tugend widerstreitet. Das eine ist das Reich Gottes auf Erden, nämlich die wahre Kirche Christi, wer ihm wahrhaft und zu seinem Heile angehören will, der muss Gott und seinem Eingeborenen Sohne mit ganzer Seele und mit voller Hingebung seines Willens dienen. Das andere ist das Reich des Satans, dem alle jene botmäßig und zu eigen sind, die dem verhängnisvollen Beispiel ihres Führers und unserer Stammeltern gefolgt sind, dem ewigen göttlichen Gesetz den Gehorsam veweigern und vieles mit Verachtung Gottes, ja gegen Gott Selbst zu unternehmen suchen.“

8 Antworten to “Konzilserklärung „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen”

  1. […] hatten wir in unserem Artikel vom 18. Oktober 2007 vermerkt: Der Buddhismus kennt weder einen allmächtigen Gott noch eine unsterbliche Seele. Zu […]

  2. […] sogenannte “Alltagsrassismus” verstanden. Der Mega-Auslöser dazu war das Dekret “Nostra Aetate” des II. Vatikanischen Konzils mit u.a. dem […]

  3. […] sich seit dem II. Vatikanischen Konzil und damit seit dem unseligen Konzilsdokument “Nostra Aetate” dem Islam gegenüber großmehrheitlich völlig unangemessen, ja fahrlässig falsch und […]

  4. […] mindestens für die Christen klar und evident sein. Aber da gibt es das Konzilsdokument “Nostra Aetate“, worin es unter Paragraph 2 heißt: “Im Zusammenhang mit dem Fortschreiten der Kultur […]

  5. […] Unser Kommentar: Es ist falsch, dem Vatikan zu unterstellen, er mache etwas “aus Machtkalkül”. Es geht ihm auch nicht um “die Wahrung der eigenen Vormachtposition”. Vielmehr trifft zu, dass er “der Illusion eines moderaten Islams erlegen” ist. Geblendet und verblendet ist er ja hauptsächlich durch die in vielem geradezu “revolutionären” Reformen des II. Vatikanischen Konzils und dessen Folgezeit, weil die Konzilspäpste, also Johannes XXIII., Paul VI., Johannes-Paul II. und Benedikt XVI. alles damals Beschlossene für sakrosankt, als von GOTT,  vom HEILIGEN GEIST inspiriert und “abgesegnet”, hielten/halten, und daher sowohl dieses wie auch das daraus offiziell Erwachsene als unhinterfragbar betrachte(te)n, mögen die Auswirkungen noch so negativ, die Früchte noch so schlecht (gewesen) sein. Dazu gehören das Dekret “über den Ökumenismus” vom 21. November 1964, “Unitatis redintegratio”, insbesondere die Erklärung “über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen” vom 28. Oktober 1965, “Nostra Aetate”, aber auch die Erklärung “über die Religionsfreiheit” vom 7. Dezember 1965, “Dignitais Humanae”. In diesen beiden letzteren Konzilsdokumenten sind die Verirrungen, Fehleinschätzungen und das ganze Fehlverhalten in Bezug auf den Islam und das Judentum grundgelegt! Wir haben dazu in unserem Weblog ausführlich Stellung genommen; siehe z.B. unseren Beitrag zu “Nostra Aetate”! […]

  6. […] Konzilskirche hat mit “Nostra Aetate” den Grund gelegt für solche horrenden Wertumkehrungen. Das geht so weit, dass man nun den […]

  7. […] traditions-nicht(ver)leugnende Christen völlig inakzeptabel. Siehe dazu unsere Ausführungen unter “Konzilserklräung “Nostra Aetate” über das Verhältnis der Kirche zu den nichtch… und “Nostra aetate und die jüdische Religion” und das “Dekret ‘Unitatis […]

  8. […] Konzil verfasste Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, die hier im Wortlaut nachgelesen werden kann (sie ist nicht lange, deren vorangehende Lektüre ist zu […]

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