ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

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Bischöfe schlagen Alarm: Militanter Islam bedroht Christen

Geschrieben von deislam - 14. Oktober 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10101311 – 13.10.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-21583?l=german

Von Sandra-Maria Lernbecher

ROM, 13. Oktober 2010 (ZENIT.org).- Bunt wie der Orient waren die Themen der Ansprachen der einzelnen Kirchenvertreter auf der Bischofssynode am gestrigen Tag. Eindringliche, aufklärende und hoffnungsvolle Worte sind an diesen Tagen in Rom von den verschiedensten Hirten zu vernehmen. Sie alle drücken die Sorge um die eine Kirche in ihrer jeweiligen Region aus, die religiös betrachtet, meist ein Krisengebiet darstellt.

Die Worte, die Erzbischof Casmoussa von Mossul ans Plenum richtet, wollen alarmieren. Christen des mittleren Ostens stünden Wellen an Terrorismus gegenüber, die auf religiöser Ideologie, islamischer oder totalitärer Natur, basierten und dazu führten, dass fundamentale Prinzipien, wie das der Gleichheit, geleugnet würden. Christen im Irak fühlten, dass  ihr Zuhause, einst die Wiege des Christentums, zu einem  “Dar el-Islam” geworden ist. Die Folgen seien Verlust des Glaubens und eine rasch voran schreitende Emigration. “Die Christenheit des Ostens ist dazu verdammt, vollständig zu verschwinden oder ins Exil zu gehen. Was heute im Irak passiert, erinnert an die Geschehnisse in der Türkei während des Ersten Weltkrieges. Es ist Zeit, Alarm zu schlagen!”
Kardinal Foley sieht die Gründe für Aufruhr und wachsenden islamischen Fundamentalismus im anhaltenden Nahostkonflikt. Mit Voranschreiten der Zeit sei eine vom Heiligen Stuhl befürwortete Zwei-Staaten-Lösung immer schwieriger umzusetzen. Wachsende israelische Siedlungen und eine von Israel kontrollierte Infrastruktur in Ost-Jerusalem und in der Westbank stünden konträr zur Entwicklung eines existenzfähigen palästinensischen Staates.

Der Kardinal appelliert an das gemeinsame Erbe der drei monotheistischen Religionen: Der Glaube an den einen Gott, Gebet, Fasten und Almosengeben nennt er als die Elemente, die auf verschiedene Weise ausgeführt, Juden, Christen und Moslems dennoch gemeinsam sind. Alle wollten Pilger sein – auch nach Jerusalem, einer Stadt, die für jeden von ihnen heilig sei. Kardinal Foley ruft auf, die Gemeinsamkeiten anzuerkennen und in der Hoffnung auf gegenseitiges Verständnis, Versöhnung, Frieden und Liebe für das Land zu leben, das von allen „heilig” genannt wird.

Gregorios III Laham, Erzbischof von Damaskus und Patriarch von Antiochen, ist überzeugt von der Notwendigkeit christlicher Präsenz für den Frieden im Nahen Osten. Diese werde jedoch permanent bedroht, allem voran durch den israelisch-palästinensischen Konflikt, der Gruppierungen wie Hamas oder Hizbollah hervorbringe, nur schwerfällig Entwicklung zulasse und der  jungen Generation jede Hoffnung raube. Viele Christen sehen den einzigen Ausweg darin, auszuwandern, worin laut Erzbischof Laham die gefährlichste Folge des Konflikts bestehe. Hierdurch entstünde eine einseitige muslimische Gesellschaft, die dann der europäischen Gesellschaft, die auch als Christen bekannt sei, gegenüber stünde. Sollte der Nahe Osten seine Christen verlieren, würde dies, so der Erzbischof, zu einem zerstörerischen Zusammenstoß zwischen dem muslimischen arabischen Osten und dem christlichen Westen führen.
Das Vertrauen zwischen Ost und West kann nur wachsen, wenn Christen im Heiligen Land blieben. Gegenüber den muslimischen Brüdern, müsse man ehrlich sein, und die eigenen Ängste aussprechen: “die Trennung von Staat und Religion, the Arabicity, Demokratie, arabische oder muslimische Nation, Menschenrechte und Gesetze, die als alleinige Quelle für Gesetzgebung den Islam und mitunter sogar die Gleichheit ihrer eigenen Bürger vor dem Gesetz unterbinden.”

In Mut machende Worte fässt Bischof Merhi von San Charbel seinen Vorschlag, den Konflikte in den einzelnen Regionen das Bemühen um Gastlichkeit und Harmonie entgegen zu setzen. „Lasst uns versuchen, Juden, Christen und Muslime, ohne Anfeindung zu leben, denn wir sind alle Söhne Abrahams.”

Unser Kommentar:
“Denn wir sind alle Söhne Abrahams”, behauptet Bischof Mehri von San Charbel. Also “Juden, Christen und Muslime”! Wirklich? Sind auch die Juden und die Muslime (wie die Christen) “Söhne Abrahams”? Keineswegs! Sie sind zwar alle irgendwie Nachkommen Abrahams, nicht aber im relevanten Sinne Gottes. Wer (allein) als SOHN (besser: KIND) Abrahams gelten kann, sagt und lehrt uns GOTT Selber durch Seinen Sohn JESUS CHRISTUS. Dieser spricht das Sohn-, bzw. Kindsein all jenen ab, die nicht den echten wahren Glauben haben. Sein Lieblingsapostel Johannes schreibt im Kapitel 8 seines Evangeliums folgendes Zeugnis Jesu (gegen die Ihn nicht als Messias und Sohn Gottes anerkennenden Juden) aus: “Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid” (37), “wäret ihr Kinder Abrahams, würdet ihr auch Abrahams Werke tun. So aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der ich euch die Wahrheit sagte, die ich von Gott hörte. Das hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters… Ihr stammt aus dem Teufel als Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters tun” (Joh. 8, 39-41.44)
Die sogenannten “drei monotheistischen Religionen” haben kein gemeinsames Erbe. Ihr “Glaube an den einen Gott”, ihr Gebet, ihr Fasten und Almosengeben ist grundverschieden und gegensätzlich! Nur der Glaube, das Beten und Fasten und “Almosengeben” der echten Christen kann Gott wohlgefällig sein. Wer bewusst und willentlich gegen den christlichen Glauben ist, lebt als Feind Gottes und ist damit “schon gerichtet”.
Der anhaltende Nahostkonflikt ist nicht der eigentliche Grund für den “wachsenden islamischen Fundamentalismus”, sondern die Glaubensschwäche, die Schalheit der Christenheit insgesamt. Ein “existenzfähiger palästinensischer Staat” wäre/ist heute faktisch ein islamischer Staat und folglich ein fundamental antijüdischer und antichristlicher Staat. In “Palästina” leben zur Zeit nur 1,6% Christen, während 1960 noch 20 Prozent der Bevölkerung im Heiligen Land Christen und noch im Jahr 1948 von den Einwohnern Bethlehems 70 Prozent Christen waren!
Es bringt nichts, die Gemeinsamkeiten in Nebensächlichem anzuerkennen und damit Hoffnung zu setzen auf gegenseitiges Verständnis, Versöhnung, Frieden, solange der hauptsächliche Konfliktgrund nicht beseitigt wird: die totale Gegensätzlichkeit im Wesentlichen. Und das Wesentliche ist die Religion. Und es gibt nur eine wahre Religion, die Religion Gottes, des Gott-Menschen, unseres HERRN JESUS CHRISTUS. In Liebe für das Land leben, das von allen „heilig” genannt wird, können nur wirklich diejenigen, die die wahre Liebe haben zum wahren HEILIGEN, dem GÖTTLICHEN HEILAND UND ERLÖSER. “Ohne Mich könnt ihr NICHTS tun!” “Wer nicht mit Mir sammelt, der zerstreut!”

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“Das Verschwinden der Christen in Nahost wäre ein Verlust für die Muslime”, sagt Pater Samir Khalil Samir SJ

Geschrieben von deislam - 11. September 2010

Zitat aus ZENIT.ORG: ZG10091001 – 10.09.2010 (Einfügung von In-line-Links durch uns!)
Permalink: http://www.zenit.org/article-21307?l=german

Interview mit Pater Samir Khalil Samir über das Zusammenleben von Christen und Muslimen

ROM, 10. September 2010 (Zenit.org) .- Am morgigen Samstag wird weltweit der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht, die nun neun Jahre zurückliegen. Der Ton zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen hat sich in diesem Jahr verschärft: In den USA rief der Charismatiker Terry Jones für den Gedenktag, der mit dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan zusammenfällt, zur Koranverbrennung auf. International bereitete dies größte Sorge um die Folgen so eines Aktes.

In Deutschland kritisierten Muslime Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Auftritts bei der Preisverleihung an den Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard, der in dieser Woche mit dem Potsdamer Medienpreis M100 für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit ausgezeichnet worden war. Das Medienereignis fand zudem inmitten einer neu aufgeflammten Debatte um die Integration von Muslimen statt, die sich über das Buch „Deutschland schafft sich ab” des nun scheidenden Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin entzündet hatte.
Über das Zusammenleben von Christen und Muslimen sprach in diesem Sommer ZENIT-Redakteur Mirko Testa mit dem Islamberater von Papst Benedikt XVI., Pater Samir Khalil Samir. Der ägyptische Jesuit lehrt katholische Theologie und Islamwissenschaften an der Universität St. Joseph in Beirut, ist Gründer der CEDRAC Forschungsinstitut und Autor zahlreicher Artikel und Bücher, darunter „100 Fragen zum Islam“, das voriges Jahr im Sankt Ulrich Verlag erschien.

Der innige Kenner beider Religionen hält das Zusammenleben von Christen und Muslimen für die Zivilgesellschaft grundsätzlich für vorteilhaft, weil die gegenseitige Hinterfragung durch den Anderen für den jeweiligen Glauben als Stimulus wirke und zu einem tieferen Verständnis führe. Pater Samir blickt auf die Koexistenz der beiden Religionsgemeinschaften aus der Perspektive eines orientalischen Christen sowie eines der hervorragendsten Kenner der gemeinsamen Glanzzeit der Beiden im 9. und 10. Jahrhundert. Die Christen im Osten haben Erfahrungen mit dem Islam, an denen die Christen im Westen stärker teilhaben sollten.

ZENIT: Welche Auswirkungen würde das Verschwinden der Kirchen im Nahen Osten auf die christliche und muslimische Welt haben?

–Pater Samir: Das Verschwinden der Kirchen des Nahen Ostens wäre zunächst einmal ein Verlust für das Christentum, weil, wie Johannes Paul II. sagte, die Kirche, wie der Mensch, mit zwei Lungenflügeln atmet: der östlichen und der westlichen. Nun sind die orientalischen Kirchen hier im Land Jesu entstanden, in den Gebieten des Nahen Ostens, wo Christus lebte. Und wenn diese Erfahrung, diese Jahrtausende alte Tradition verloren gegangen sein wird, dann wird dies ein Verlust für die ganze Kirche sein, und zwar sowohl für die Christen des Ostens als auch der westlichen Christen.

Doch es gibt noch mehr: Wenn Christen den Nahen Osten verlassen, mit anderen Worten, wenn die Muslime allein zurück bleiben, würde ein Element der Stimulation fehlen – faktisch vertreten durch das Element der Vielfalt, das Christen dazu beitragen können. Vielfalt des Glaubens, weil Muslime uns jeden Tag fragen: Wie kommt es, dass Sie sagen, dass Gott der Eine und Dreifaltige ist? Dies ist widersprüchlich. Und wir sagen: Wie kommt es, dass Sie sagen, dass Mohammed ein Prophet ist? Was sind für Sie die Kriterien der Prophezeiung? Hat Mohammed diese Kriterien erfüllt? Und was bedeutet es, dass der Koran von Gott stammt? In welchem Sinne kann man sagen, dass er auf Mohammed herab kam? Wir sagen, dass die Bibel göttlich ist, aber vermittelt durch menschliche Autoren, während die Muslime Mohammed Vermittlung herausnehmen möchten.

Diese Fragen, die sie an uns richten und die wir stellen, sind ein Anreiz, nicht nur für die Zivilisation, sondern auch für die Zivilgesellschaft. Es wäre ein großer Verlust, weil die Gefahr besteht, sich eine Gesellschaft herbei zu wünschen, einen Staat auf der Grundlage der Scharia, das heißt, auf etwas, das im siebten Jahrhundert in der Region der arabischen Halbinsel gegründet wurde, auch wenn für die Muslime die Scharia für alle Jahrhunderte und alle Kulturen als allgemeingültig und wahr gilt. Und dies ist das große Problem des Islam: Wie kann der Islam heute neu überdacht werden? Das Fehlen von Christen würde das Problem nur noch akuter machen.

ZENIT: Wird es irgendwann eine Aufklärung im Islam geben?

–Pater Samir: Für den Westen, für die Kirche, bedeutete die Aufklärung eine Erneuerung des Glaubensgeistes, der uns ermöglicht, uns durch die Kultur und die Kritik, die damit aufkamen, inspirieren zu lassen. Die Aufklärung bedeutete, pralles Licht auf die Realitäten der Glaubenswelt zu werfen. Das Risiko des Gläubigen ist es, nur aus dem religiösen Phänomen heraus zu starten, das eine partielle Erscheinung im menschlichen Leben und im Leben der Gesellschaft ist.

Wenn wir dieses religiöse Phänomen nicht mit der Wissenschaft konfrontieren, mit den Menschenrechten, mit der Entwicklung der Psychologie, der Geisteswissenschaften, mit den Kulturen der Welt, werden wir kein offenes Christentum haben, oder, in diesem speziellen Fall, einen offenen Islam.

Ihre Frage ist: Würde der Islam zu einer Aufklärung fähig sein? In der Theorie ja. Wir hatten ein Beispiel im 9. und 10. Jahrhundert. Damals gab es eine Aufklärung, die von syrischen Christen aus Syrien, Palästina und dem Irak inspiriert wurde, die die hellenische Kultur aufgenommen hatten, die sie weitergaben, übersetzten, kommentierten, und so Generationen von muslimischen Denkern schafften, die das Gleiche taten, indem sie es auf den Koran anwandten, auf ihre Dogmen und Traditionen.

Dieses Phänomen dauerte bis ins 11. Jahrhundert hinein an und dann schlief es langsam ein, denn es war eine islamistische Reaktion, die es in eine streng religiöse Reaktion übersetzte, wobei die Philosophie ausgeschlossen wurden, zum Beispiel, und auch die historische Religionskritik. Wenn dies weiterhin geschieht, wird es niemals eine Aufklärung geben. Eine Voraussetzung ist, dass Muslime zunehmend sich mit den Wissenschaften beschäftigen und einwilligen, den Text des Korans zu studieren wie die jede andere arabische Literatur auch, mit den gleichen Kriterien.

Das Hauptziel ist es, mit einer entzauberten Geschichte zu beginnen. Und ich hoffe, dass wir zu dieser kritischen und auch religiösen Lektüre des Koran gelangen werden: Glaube und Kultur, Glaube und Wissenschaft, Glaube und Vernunft. Dies war der wesentliche Punkt der Regensburger Rede vom 12. September 2006, und es wird weiterhin so sein, obwohl es ein Schock vor allem für viele Muslime war, und für bestimmte östlichen Christen, die kulturell islamisiert sind.

ZENIT: In welcher Weise könnte sich das Entstehen und die Verbreitung des Islam in den Heilsplan einfügen?

–Pater Samir: Das ist eine heikle, aber berechtigte Frage. Wir können es so ausdrücken: “Inwiefern hat der Islam im Plan Gottes einen Platz, vor dem Hintergrund dessen, was den Menschen an Wissen darüber gegeben worden ist?”

Im Laufe der Geschichte haben sich die Christen des Ostens oft diese Frage gestellt. Die Antwort der arabischen christlichen Theologen war: “Gott hat die Geburt des Islam erlaubt, um die Christen für ihre Untreue zu bestrafen.” Ich denke, die Wahrheit über den Islam führt uns zurück auf die Spaltung zwischen den Christen der Ostkirche, eine Teilung, bei der oft nationalistische und kulturelle Motive hinter theologischen Formeln versteckt wurde. Diese Situation erschwerte es ihnen, die Frohe Botschaft den Völkern der Region zu verkündigen, etwas, das der Islam teilweise getan hat.

Islam diente dazu, den Glauben an den einen Gott zu bekräftigen, der Ruf uns ganz ihm zu widmen, unser Leben zu ändern, um ihn anzubeten. Es war eine gesunde Reaktion, in Kontinuität mit der jüdischen und christlichen biblischen Tradition. In Wirklichkeit aber, um dazu zu kommen, beseitigte es alles, was nur ein geringe Schwierigkeiten bereitete, besonders: die menschliche und zugleich göttliche Natur Christi, der eine und dreifaltige Gott, der Dialog und Liebe ist, und die Tatsache, dass Christus bis zum Tod am Kreuz gehorsam war, dass er sich selbst entäußerte, wie der heilige Paulus sagt, aus Liebe für uns.

Daher ist es eine rationalisierte Religion, nicht nach dem Geist und der göttlichen Vernunft, sondern in dem Sinne, dass er um diese Aspekte vereinfacht ist, die die menschliche Vernunft nicht fassen. Daher stellt sich der Islam als die dritte und letzte offenbarte Religion dar… und für uns ist er dies selbstverständlich nicht. Nachdem Christus – den der Koran als Wort Gottes anerkennt – ist es nicht zu begreifen, dass Gott ein anderes Wort, das des Koran gesandt hat.

Wenn der Koran mit dem Evangelium übereinstimmen und dazu diene, es zu klären, würde ich sagen: Warum nicht? Wie die Heiligen, die ein Licht auf das Evangelium und auf die Person Jesu werfen. Aber hier, nein: es befindet sich im Widerspruch. Deswegen kann ich nicht sagen, dass Gott einen Propheten geschickt hat, – der Mohammed sein könnte- mit einer neuen Offenbarung. Noch weniger kann ich über ihn sagen, er sei “das Siegel der Propheten”, khatam al-nabiyyin, wie der Koran sagt, nämlich, dass er die Offenbarung Christi korrigiert und ergänzt und zur Erfüllung führt.

ZENIT: Aber was ist dann der Platz des Islam in Gottes Plan?

–Pater Samir: Ich denke, dass er für uns Christen ein Anreiz ist, uns auf die Grundlage von allem zurückzuführen: Gott ist der Einzige, der letzte Wirklichkeit – was die fundamentale jüdische und christliche Bestätigung ist, die durch den Koran in der schönen Sure 112 aufgegriffen wird: “Ja, Gott ist der Einzige! Gott ist der Undurchdringliche!” etc. eine Affirmation, die im modernen Leben Gefahr läuft, vergessen zu werden. Der Islam erinnert uns daran, dass, wenn Christus das Zentrum des christlichen Glaubens ist, er so immer in Beziehung mit dem Vater ist, um in der Einheit zu bleiben, auch wenn dem Koran nicht gelungen ist zu verstehen, was der Heilige Geist ist.

Wir werden jeden Tag von Muslimen über unseren Glauben befragt, und dies führt uns dazu, ihn ständig aus der Perspektive des Islam zu überdenken. Ich danke Muslimen für ihre Kritik, solange sie sie aus der Haltung der Reflexion äußern, und nicht um zu streiten. Ich würde sagen, das Gleiche gilt für Fragen der Christen.

Unsere Berufung, die von uns Christen des Ostens, ist es, mit den Muslimen zu leben, ob wir es wollen oder nicht. Es ist eine Mission! Es ist schwierig, aber wir müssen zusammen leben. Aus diesem Grund würde ich sagen, dass es den Muslimen zufällt, die christliche Präsenz zu verteidigen und Christen, die muslimische Präsenz zu verteidigen. Es ist in der Tat nicht Sache eines jeden Einzelnen von uns, uns selbst zu verteidigen, da dies zur Konfrontation führt.

Deshalb hoffe ich, dass die Nahost-Synode, die vom 10. bis 24. Oktober stattfinden wird, uns Christen des Westens und des Ostens helfen kann, aber dass sie vielleicht auch Muslimen hilft, die Bedeutung des göttlichen Plan zu überdenken, den wir in Freundschaft neu entdecken müssen und in Zeiten der Konfrontation: Warum sind wir zusammen in diesem Land des Nahen Ostens, das das Land Jesu ist – gewiss – aber auch das Land von Moses und Mohammed? Dieses Land muss wirklich zum “Heiligen Land” werden.

[Übersetzung aus dem Englischen und Bearbeitung:  Michaela Koller]

Unser Kommentar:
“Gott hat die Geburt des Islam erlaubt, um die Christen für ihre Untreue zu bestrafen.”
Das gilt heute noch. Gott hat das selbstverständlich nicht geplant, sondern nur zu geschehen erlaubt. Gott plant keine Übel; Er lässt sie nur zu und sieht sie voraus; die Geburt und das Wachstum und der Fortbestand des Islams ist aber ein Übel, ein großes sogar, ein immenses heute! Mit den Muslimen zu leben, ist weder eine Berufung noch eine Mission, wenn das Zusammenleben mit ihnen nicht benutzt wird, sie für Christus zu gewinnen. Das Heilige Land ist nur heilig, insofern es das Land der wahren Gottesoffenbarung, das Land des verheißenen Messias und des Mensch gewordenen Gottessohnes JESUS CHRISTUS und Seines Erdenwandels und Seiner Kirchengründung und -Aussendung ist. Mit und durch Mohammed und seinem Anhang wird kein Land, wird gar nichts heilig! Das Verschwinden der Christen aus dem Heiligen Land ist für alle Einwohner dieses Gebietes ein Riesenverlust, auch für die Muslime, aber natürlich nicht für sie “als Muslime”, sondern als Menschen, die durch den anti-christlichen und damit anti-göttlichen Islam verführt sind und es durch die Abwesenheit von Christen noch in höherem Maße sind. Der Islam kann für uns Christen kein “Anreiz sein, uns auf die Grundlage von allem zurückzuführen”. Dass Gott der Einzige ist, die “letzte” (besser: die eigentliche, wesentliche) Wirklichkeit, glaubt, bekennt und lehrt das Christentum vor dem und außerhalb des Islams und ohne ihn. Und Gott ist nicht “der Einzige”, wie ihn der Islam versteht, sondern der Dreifaltige, der Dreipersönliche, eine “Affirmation”, die (vor allem) im modernen “christlichen” Theologenleben mehr und mehr “vergessen” wird. Gott ist auch nicht der “Undurchdringliche” wie das der Islam sieht, sondern Er ist der “Geheimnisvolle”, für uns Erdenmenschen nur bruchstückhaft Erfassbare. Aber wir Christen können in und mit CHRISTUS, der ja GOTT und Mensch und eins mit dem Heiligen Geist ist, tief in das göttliche Geheimnis eindringen, wozu der Islam überhaupt nicht fähig ist.

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Die Wahrheit über die Kreuzzüge

Geschrieben von deislam - 18. Februar 2008

ZG06041101 – 11.04.2006
Permalink: http://www.zenit.org/article-10858?l=german

Robert Spencer über die Folgen der verbreiteten historischen Irrtümer

WASHINGTON D.C., 11. April 2006 (ZENIT.org).- Es könnte sein, dass “die Kreuzzüge der Vergangenheit heute mehr Verwüstung anrichten, als sie es in den drei Jahrhunderten, als die meisten von ihnen geführt wurden, getan haben. Das ist die These eines Mannes, der sich in der Geschichte der Kreuzzüge auskennt.

Kreuzzüge - Belagerung JerusalemsRobert Spencer ist Autor des Buches “Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)”
(“Politisch nicht-korrekter Führer zum Islam [und zu den Kreuzzügen])”. Darin betont Spencer, dass es bei jenem Kreuzzug, der gegenwärtig geführt werde, nicht um den Verlust von Menschenleben noch um die Verwüstung von materiellem Eigentum handle, sondern um eine viel subtilere Form der Zerstörung.

Im Gespräch mit ZENIT erklärte der Fachmann, warum irrige Vorstellungen über die Kreuzzüge von Extremisten dafür genutzt werden, Feindseligkeit gegen die westliche Welt zu schüren.

ZENIT: Die Kreuzzüge werden oft als ein militärischer Angriffsschlag dargestellt. Waren sie das?

Spencer: Nein. Papst Urban II., der auf dem Konzil von Clermont im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, hat dies aus Gründen einer längst fälligen Verteidigung getan. In seinem Aufruf erklärte er, dass er deshalb zum Kreuzzug aufrufe, weil “die Angriffe auf die Christen”, die “Gottgläubigen”, durch die Türken und andere muslimische Streitkräfte ohne Verteidigung noch viel größere Ausmaße annehmen würden. “Denn die Gläubigen wurden, wie die meisten von euch bereits gehört haben, von Türken und Arabern angegriffen und das Territorium der ‘Romania’ (des hellenistischen, also griechischen Imperiums), das im Westen bis zur Mittelmeerküste und dem Hellespont (Dardanellen), der der Arm St. Georgs genannt wird, reichte, wurde erobert.” In dem Aufruf Papst Urbans II. heißt es des Weiteren wörtlich: “Sie haben immer mehr Länder der dortigen Christen besetzt und diese in sieben Kriegen besiegt. Sie haben viele von ihnen getötet und gefangen genommen, die Kirchen zerstört und das Kaiserreich (von Byzanz) verwüstet. Wenn man sie das weiter ungestraft tun lässt, werden die Gläubigen in einem noch weit größeren Ausmaß von ihnen angegriffen werden.”Was der Heilige Vater damals gesagt hat, stimmte. Im Verlaufe des Dschihad, des “Heiligen Krieges”, sind vom siebten Jahrhundert an bis zur Zeit Papst Urbans über die Hälfte der christlich besiedelten Gebiete erobert und islamisiert worden. Bis zu den Kreuzzügen hatte die europäische Christenheit auf diese Provokationen nicht reagiert.

ZENIT: Was sind die am weitest verbreiteten Irrtümer über die Kreuzzüge?

Robert SpencerSpencer: Eines der häufigsten Missverständnisse ist die Vorstellung, die Kreuzzüge seien ein unprovozierter Angriff von Seiten Europas gegen die islamische Welt gewesen.

In Wirklichkeit stand die Eroberung Jerusalems durch die Muslime im Jahr 638 am Anfang jahrhundertelanger Angriffe von Seiten des Islam, und die Christen im Heiligen Land sahen sich einer Spirale der Verfolgung ausgesetzt, die zu eskalieren drohte.

Zu Beginn des achten Jahrhunderts wurden zum Beispiel 60 christliche Pilger, die von Amorion, einer byzantinischen Stadt im Zentrum Anatoliens, kamen, gekreuzigt. Um dieselbe Zeit ließ der muslimische
Kommandant von Caesarea eine Gruppe von Pilgern aus Ikonium (antiker Name für Konya, einer Stadt in Inneranatolien) gefangen nehmen und alle – bis auf eine kleine Zahl, die zum Islam konvertierten – als Spione hinrichten.

Die Muslime verlangten von den Pilgern auch Geld – unter der Drohung, die Auferstehungskirche zu plündern, falls sie nicht zahlten.

Im späteren Verlauf des achten Jahrhunderts ließ ein muslimischer Herrscher in Jerusalem das Symbol des Kreuzes in der Öffentlichkeit verbieten. Er ließ auch die Steuern für Nicht-Muslime erhöhen, die “jizya”, die die Christen zu zahlen hatten, und verbot ihnen, ihre eigenen Kinder und ihre Mitchristen im Glauben zu unterweisen.

Zu Beginn des neunten Jahrhunderts wurden die Verfolgungen so grausam, dass eine große Zahl von Christen nach Konstantinopel und in andere christliche Städten floh. Im Jahr 937 wüteten Muslime am Palmsonntag in Jerusalem und plünderten und zerstörten die Kirche auf dem Kalvarienberg sowie die Auferstehungskirche.

Im Jahr 1004 ordnete der Fatimidenkalif [als "Fatimiden" wird die von Fatima, der jüngsten Tochter Mohammeds, abstammende mohammedanische Dynastie bezeichnet, Anm. d. Red] Abu ‘Ali al-Mansur al-Hakim, die Zerstörung von Kirchen, das Verbrennen von Kreuzen und die Aneignung von Kirchenbesitz an. In den darauf folgenden zehn Jahren wurden 30.000 Kirchen zerstört, und unzählige Christen traten zum Islam über, um ihr Leben zu retten.

Im Jahr 1009 ließ al-Hakim die Grabeskirche in Jerusalem zusammen mit mehreren anderen Kirchen, darunter die Auferstehungskirche, zerstören. Im Jahr 1056 vertrieben die Muslime 300 Christen aus Jerusalem und verbaten europäischen Christen, die wieder aufgebaute Grabeskirche zu betreten.

Als die seldschukischen Türken im Jahr 1077 Jerusalem einnahmen, versprach der Seldschuke Emir Atsiz bin Uwaq, die Einwohner zu verschonen. Sobald jedoch seine Männer die Stadt betreten hatten,
ermordeten sie rund 3.000 Menschen.

Ein weiterer sehr geläufiger historischer Irrtum besteht in der Meinung, dass die Kreuzzüge mit dem Ziel geführt wurden, Muslime gewaltsam zum Christentum zu bekehren. Entgegen dieser Behauptung ist
das Fehlen jeglichen Aufrufs Papst Urbans II. an die Kreuzfahrer, die Muslime zu bekehren, eklatant. In keinem der Berichte über Papst Urbans Erklärung auf dem Konzil von Clermont findet sich irgend eine derartige Aufforderung.

Erst im 13. Jahrhundert – über 100 Jahre nach dem ersten Kreuzzug! – kam es dazu, dass europäische Christen einen koordinierten Versuch unternahmen, Muslime zum Christentum zu bekehren. Das geschah, als die Franziskaner in jenen Gebieten, die von den Kreuzfahrern besetzt worden waren, mit der Mission unter Muslimen begannen. Allerdings blieb dieser Versuch weitgehend erfolglos.

Dazu kommt noch ein weiterer Irrtum über die Kreuzzüge. Er betrifft die blutige Plünderung Jerusalems durch die Kreuzfahrer im Jahr 1099.

Die Eroberung Jerusalems wird oft als einzigartiges Ereignis in der Geschichte des Mittelalters dargestellt und als Ursache für das Misstrauen der Muslime gegenüber der westlichen Welt. Richtiger müsste es heißen: Sie war der Beginn einer jahrtausendelangen Verbreitung antiwestlicher Ressentiments und antiwestlicher Propaganda.

Die Plünderung Jerusalems durch die Kreuzfahrer war zwar ohne Zweifel ein abscheuliches Verbrechen – besonders im Licht der religiösen und moralischen Prinzipien, auf die sie sich beriefen. Jedoch war sie nach
den militärischen Standards der damaligen Zeit nichts Außergewöhnliches.

In jener Zeit war es ein allgemein anerkannter Grundsatz der Kriegsführung, dass eine belagerte Stadt, wenn sie gegen die Eroberung Widerstand leistete, geplündert werden durfte. Leistete sie keinen Widerstand, pflegte man sie zu verschonen. Es ist historisch belegt, dass muslimische Armeen sich häufig genauso verhalten haben, wenn sie in eine eroberte Stadt einzogen.

Zwar soll hier nicht das Verhalten der Kreuzfahrer entschuldigt werden, indem auf ähnliches Handeln auf anderer Seite hingewiesen wird – eine Greueltat rechtfertigt nicht eine andere –, es zeigt aber, dass das Verhalten der Kreuzfahrer in Jerusalem dem anderer Armeen der Periode entsprochen hat, und zwar aufgrund derselben Einstellung zu Belagerung und Widerstand, die die verschiedenen Städte besaßen.

Im Jahr 1148 schreckte der muselmanische Kommandeur Nur ed-Din nicht davor zurück, alle Christen in Aleppo (Stadt in Nordwest-Syrien) töten zu lassen. Als im Jahr 1268 die Dschihad-Streitkräfte des Mamelukken-Sultans Baybars Antiochien den Kreuzfahrern weggenommen hatten, war Baybars verärgert, als er feststellen musste, dass der Kommandeur der Kreuzfahrer die Stadt bereits verlassen hatte. Er schrieb deshalb einen Brief an ihn, welcher erhalten geblieben ist und in dem er mit seinen Massakern an den Christen prahlte.

Am berüchtigtsten ist wohl der Einmarsch der Dschihad-Krieger in Konstantinopel am 29. Mai 1453, als diese, wie der Historiker Steven Runciman schreibt, “alle, die sie auf der Straße antrafen, unterschiedslos erschlugen – Männer, Frauen und Kinder”.

Und schließlich gehört zu den Irrtümern über die Kreuzzüge auch die Behauptung, Papst Johannes Paul II. habe sich für die Kreuzzüge entschuldigt. Das hat er nicht getan.

Zweifellos ist die Ansicht, Papst Johannes Paul II. habe sich für die Kreuzzüge entschuldigt, weit verbreitet. Als er starb, ‘erinnerte’ die “Washington Post” ihre Leser daran, dass “Papst Johannes Paul II. sich in seiner langen Amtszeit bei den Muslimen für die Kreuzzüge, bei den Juden für den Antisemitismus, bei den orthodoxen Christen für die Plünderung Konstantinopels, bei den Italienern für die Beziehungen zur Mafia und zu jenen Wissenschaftlern, die die Verfolgung Galileos betrieben hatten, entschuldigt hat”.

Aber Johannes Paul II. entschuldigte sich nie wirklich für die Kreuzzüge. Was einer solchen Entschuldigung am nächsten kam, war das, was er in seiner Predigt am “Tag der Vergebung” am 12. März 2000 sagte:
“Wir müssen einfach die Treulosigkeiten gegenüber dem Evangelium, die von einigen unserer Brüder im Glauben besonders im zweiten Jahrtausend begangen worden sind, zur Kenntnis nehmen. Lasst uns um Vergebung bitten für die Spaltungen unter den Christen, für die Gewalt, die einige bei ihrem Dienst an der Wahrheit angewendet haben, und für die misstrauische und feindselige Haltung, die bisweilen gegen die Anhänger anderer Religionen eingenommen wurde.”

Dies kann man kaum eine eindeutige Entschuldigung für die Kreuzzüge nennen.

ZENIT: Wie haben die Muslime damals und heute die Kreuzzüge wahrgenommen?

Spencer: Jahrhundertelang, als das Osmanische Reich blühte, waren die Kreuzzüge nicht die vorrangige Sorge der islamischen Welt. Vom westlichen Standpunkt aus betrachtet waren sie einfach ein Misserfolg.
Mit dem Verfall der militärischen Macht und der Einheit der islamischen Welt und dem damit zusammenfallenden Aufstieg des Westens wurden sie jedoch zum Brennpunkt muslimischer Ressentiments gegenüber dem, was sie als Übergriff und Ausbeutung empfanden.

ZENIT: In welchem Umfang bedienen sich heute extremistische Kreise der weit verbreiteten Irrtümer über die Kreuzzüge?

Spencer: Die Kreuzzüge richten heute wohl eine größere Verwüstung an, als sie es in den drei Jahrhunderten, als die meisten von ihnen geführt wurden, getan haben. Ich beziehe mich hier nicht auf das, was den Verlust von Menschenleben und die Zerstörung materieller Besitztümer angeht, sondern meine eine subtilere Form von Zerstörung.

Die Kreuzzüge sind zur Hauptsünde nicht nur der katholischen Kirche, sondern auch der ganzen westlichen Welt geworden. Sie sind das Beweisstück Nr. 1 für die Anklage, dass es letztendlich der Westen sei, der die gegenwärtige Auseinandersetzung zwischen der muslimischen Welt und der westlichen post-christlichen Zivilisation zu verantworten habe. Der Westen habe die Muslime provoziert, ausgebeutet und brutal behandelt, seit die ersten Frankenkrieger in Jerusalem einzogen.

Osama bin Laden sprach von seiner Organisation nicht als El-Kaida, sondern als einer “Weltfront des Islam für den Heiligen Krieg gegen Juden und Kreuzfahrer” und rief eine Fatwa zum “Heiligen Krieg gegen Juden und Kreuzfahrer” aus.

Dieser Sprachgebrauch ist weit verbreitet. Am 8. November 2002, kurz vor Beginn des Irakkriegs, durch den Saddam Hussein gestürzt wurde, predigte Sheikh Bakr Abed Al-Razzaq Al-Samaraai in der “Mutter-aller-Kriege-Moschee” über “diese schwere Stunde, in der das islamische Volk die Herausforderung der Kräfte des Unglaubens von Ungläubigen, Juden, Kreuzfahrern, Amerikanern und Briten erlebt und mit ihr konfrontiert wird”.

Ähnlich erklärten die islamischen Dschihadisten, als sie im Dezember 2004 das US-Konsulat in Jedda in Saudi Arabien bombardierten, dass der Angriff Teil eines größeren Planes sei, nämlich eines Gegenschlags gegen die “Kreuzfahrer”. In ihrer Erklärung hieß es: “Dieses Unternehmen ist Bestandteil mehrerer Aktionen, die von El-Kaida organisiert und geplant wurden als Teil des Kampfes gegen die Kreuzfahrer und Juden und ebenso als Teil des Plans, die Ungläubigen dazu zu zwingen, die arabische Halbinsel zu verlassen”.

Sie brüsteten sich, dass es ihnen gelungen sei, “in eine der mächtigen Festungen der Kreuzfahrer auf der arabischen Halbinsel einzudringen und in das amerikanische Konsulat, von dem aus diese (die Amerikaner) das Land kontrollieren und überwachen”.

Angesichts einer solchen Propaganda sollten sich die Bewohner des Abendlandes hinsichtlich der Kreuzzüge nicht ins Bockshorn jagen lassen. Es ist Zeit, klar zu sagen: “Jetzt reicht es”, und unsere Kinder zu lehren, auf ihr eigenes Erbe stolz zu sein. Sie sollen wissen, dass sie eine Kultur und eine Geschichte haben, für die sie dankbar sein können; dass sie nicht Kinder und Enkel von Tyrannen und Schurken sind, und dass ihre Häuser und Familien es wert sind, dass man sie gegen jene verteidigt, die sie ihnen wegnehmen wollen und die nicht davor zurückschrecken, einen Mord zu begehen, um ihr Ziel auch zu erreichen.

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