(Der) Papst
Der Papst – die Päpste
Der Papst ist der Nachfolger des Apostels Petrus. Was Jesus Christus für Simon Petrus, den Sohn des Jonas (Simon Bar Jona, Bruder des Andreas, Fischer aus Bethsaida, getan hat, was Er ihm im Hinblick auf seine besondere Berufung zum Oberhirten („Weide meine Schafe… weide meine Lämmer“; vgl. Johannes 21:15-19) und Schlüsselinhaber („Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben; was immer du binden wirst auf Erden, das soll auch im Himmel gebunden sein und was immer du lösen wirst auf Erden, das soll auch im Himmel gelöst sein“; vgl. Matthäus 16:13-20) gesagt und verheißen hat, das gilt auch für seine Nachfolger; denn Christus hat Seine Kirche gestiftet, damit sie – wie ein Baum – aus einem anfänglichen unscheinbaren (Senf-)Korn zu einem großen Baum heranwachse, in dessen Zweigen die Vögel des Himmels wohnen. (Matthäus 13,31-32; Markus 4,30-32; Lukas 13,18-19); Er hat mit dieser Stiftung die Fundamente eines Baues gelegt, dem Er nach Seiner Auferstehung und Himmelfahrt durch die permanente Sendung des Heiligen Geistes nach und nach vollendete Gestalt geben wollte. („Ich aber sage dir: du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen„; vgl. Mätthäu 16:16) Das heißt die Kirche Christi (das Himmelreich auf Erden, das neue Israel) entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte in ihrer Gestalt und in ihrem Inhalt, in ihrem Auf- und Aus-Bau unter der Bauleitung und Bauaufsicht des Heiligen Geistes! („Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, der wird euch alle Wahrheit lehren.“ (Johannes 16,12-13) Was also gewachsen ist an diesem (Senf-)Baum, an diesem Kirchen-Bau kann nicht „rückgängig“ gemacht, nicht „zurückgestutzt“, kann nicht „abgerissen“ werden! Neues, d.h. Zusätzliches kann immer nur hinzukommen auf der „Basis“, auf dem „Bestand“ des Bisherigen! Dem Papst ist demgemäß keine Verfügungsgewalt über die Pflanzung, über den Bau gegeben, sondern in erster Linie die Pflicht auferlegt, über die Erhaltung, Bewahrung, Unverletztheit des Gewachsenen zu wachen. (Vgl. „Krönungseid des Papstes„)
Der jeweilige Papst hat also von Christus mit den Schlüsseln (des Himmelreiches) die Binde- und Lösegewalt erhalten. Damit verbunden auch das Charisma der Unfehlbarkeit; diese letztere ist aber sehr eingeschränkt und ist wie folgt dogmatisch definiert:
Wenn der römische Bischof ex cathedra spricht, d.h. wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen kraft seiner höchsten apostolischen Amtsgewalt endgültig entscheidet, dass eine Glaubens- oder Sittenlehre von der gesamten Kirche festzuhalten ist, so besitzt er auf Grund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche in der endgültigen Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenlehre ausgestattet wissen wollte. Daher sind solche endgültige Entscheidungen des römischen Bischofs aus sich selbst, nicht auf Grund der Zustimmung der Kirche, unabänderlich.
Wird fortgesetzt!
Luther, Martin sagte
Bin durch Zufall auf dies Seite gestossen! Ich bin entsetzt über diesen Fanatismus. Ich dachte, den hätten nur Nazis und unbelehrbare Kommunis und verblendete Islamisten. Was gibt der katholischen Kirche das Recht des Alleinvertretungsanspruchs für alle Christen? Jesus hat Petrus das „Amt“ gegeben? Habt Ihr Eiferer noch nie was von den unseligen Konzilen gehört, die nur einberufen wurden, um Macht über Menschen zu demonstrieren? Was ist mit den Päpsten der Medici u.a. usw. gewesen, diesen gottlosen Gesellen? Was war das mit dem Ablasshandel damit der Petersdom erbaut werden konnte? Nein, nein ihr macht es euch wahrlich zu leicht. Nicht umsonst haben sich Christen, ob Orthodoxe jedweder Coleur, Lutheraner, Calvinisten und andere von diesem Papsttum abgewendet, um ihren Glauben zu bewahren. Dass auch dort Fehler gemacht wurden, wird keine vernünftiger Mensch bestreiten, aber eins tun sie nicht: zu behaupten, sie wären die einzigen, wahren Christen! Wir Christen haben wahrlich andere Herausforderungen zu bestehen, als das wir uns mit solchen „Kinkerlitzchen“, und Papstgepränge beschäftigen. Es sollt jeder seinen Glauben pflegen, aber nicht wie es andere, z.B. extreme Islamisten mit einem verquasten Menschenbild, machen und für sich den Anspruch zu erheben, die einzigen und wahren Gläubigen zu sein. Lest Lessings „Nathan der Weise“ und wenn ihr ihn versteht, dann werdet ihr demütig, so wie Jesus es uns gelehrt hat!
Die von einem Christenmenschen.
deislam sagte
@Luther, Martin, #1:
Alle Christen, die wahre, echte, ganze Christen sein wollen, müssen, soweit es an ihnen liegt, (Mit-)Glieder der KIRCHE CHRISTI sein; denn die Kirche Christi ist der MYSTISCHE LEIB CHRISTI. Und nur die römisch-katholische, apostolische Kirche IST die KIRCHE CHRISTI. Nur sie hat von Anfang an und ununterbrochen bestanden und besteht heute noch intakt in jenen Gliedern, die ALLES annehmen, glauben, praktizieren, was sie, diese EINE und UNGETEILTE Kirche, IMMER geglaubt und gelebt hat. Alle Ausbrüche aus und Abspaltungen von dieser Kirche sind nicht in erster Linie Auflehnungen und Revolten gegen ihre Autorität (Papst, Bischöfe, Priester), sondern intolerable Fälschungen, Ablehnungen, Leugnungen von göttlichen Wahrheiten. Luther z.B. hätte ohne weiteres den Papst und gewisse Würdenträger, hätte gewisse Praktiken (auch scharf) kritisieren können; er hat aber „das Kind“ mit dem (schmutzigen) Bad(ewasser) ausgeschüttet! Er hat das Heilige und Heiligste (für sich und die Seinen) verworfen, verhöhnt, zerstört: z.B. das PRIESTERTUM, das HEILIGE MESSOPFER, die HEILIGEN-VEREHRUNG, die MUTTERGOTTES-VEREHRUNG, den Glauben an das PURGATORIUM – und vieles mehr! Luther und alle Reformatoren wie Zwingli, Calvin waren Erz-HÄRETIKER, die sich auch ohne explizite Exkommunikation aus der KIRCHE CHRISTI ausgeschlossen haben. Sie verließen eigenwillig und fluchend das auf Felsengrund errichtete Vaterhaus, um an seiner Stelle eine schäbige Hütte (auf Sand) zu bauen.
John Kardinal Fisher, die Zierde des Episkopats von damals (Beginn des 16. Jahrhunderts), majestätisch als Charakter, ruhmgekrönt als Humanist, der glorreiche Blutzeuge Englands, Kanzler von Cambridge, Bischof von Rochester, aus dessen Mund nie ein unbesonnenes Wort, nie ein Urteil kam, das von der Wahrheit auch nur um Haaresbreite abgewichen wäre, der sein Haupt lieber auf den Block legte, als dass er ja gesagt hätte, wo ihm sein Gewissen nein zu sagen gebot, urteilt als ehrwürdiger Greis über Luther: „Wenn Luther kein Häretiker ist, so hat es nie einen Häretiker gegeben. Denn Luther stellt seine Lehren auf gegen die Ansicht aller rechtgläubigen Väter. Wer aber eine Sondermeinung aufsucht gegen den gemeinen Sinn der ganzen Kirche, der gilt mit Recht als Häretiker. Denn er trennt sich hiemit von den Rechtgläubigen, d.h. von denen, die mit der Kirche richtig denken. Immer haben als der weitaus wichtigste Teil der Kirche die heiligen Väter gegolten, die nicht bloß durch Gelehrsamkeit, sondern auch durch Heiligkeit des Lebens wie die Sterne geleuchtet haben. Luther jedoch behandelt nicht bloß die Väter wie Luft, sondern auch die Konzilien und die durch so viele Jahrhunderte hindurch festgehaltene Gewohnheit der Gesamtkirche. Und was wird er nicht noch alles tun, um seine Häresie zu befestigen, er, der sogar die Schrift erwürgt! Da hat einer gut sagen, Luther sei fest überzeugt, er bleibe durch den Glauben in der Kirche, und die allein gehörten zur Kirche, die es mit ihm hielten. Was soll das heißen, dass Luther also glaube? Haben etwa Novatus, Arius, Donatus und die übrigen Sektenstifter nicht dasselbe geglaubt? Wer weiß nicht, dass die Kirche war, längst ehe Luther geboren wurde, und dass sie geglaubt hat, wie sie auch jetzt noch glaubt? Wenn er also neue Lehren gegen den allgemeinen Glauben der Kirche einführt, wer sieht da nicht klar ein, dass er freiwillig von der Kirche abgewichen ist? Da fehlt nur noch, dass er vorgibt, er stimme mit der Urkirche überein, wenn er schon von der jetzigen Kirche abweiche. Gibt es etwa zwei Kirchen? Nur eine ist es, der Christus seinen Geist gesandt hat und bei der Er auf immer bleiben will. Wer es also nicht mit der Kirche hält, der macht sich fremd der Wahrheit und überführt sich selbst als Häretiker.“ Dies das Urteil, das die hervoragendsten und ehrwürdigsten Zeitgenossen Luthers über sein Werk gefällt haben.
Anonym sagte
@Deislam zu 2:
Dann lese er mal das Buch Daniel, damit er genau wisse, was die katholische Kirche für eine Rolle spielt.
Doch die Kirche Christi ist eine ganz andere! Schon immer gewesen.