ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

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Bat Ye’or: Es ist nicht zu spät…

Verfasst von deislam am April 19, 2008

Vortrag beim 3. Internationalen Kongress “Treffpunkt Weltkirche” vom 11. - 13. April 2008

(Übersetzung aus dem Englischen – Es gilt das gesprochene Wort)

Lassen Sie mich zunächst KIRCHE IN NOT und vor allem den Herren Ragg und Niggewöhner dafür danken, dass ich eingeladen wurde, heute Abend meine Gedanken mit Ihnen zu teilen. Ich empfinde es sowohl als eine Pflicht ihnen gegenüber als auch als ein Zeichen der Hoffnung, mit Ihnen die Bande, die uns zusammen halten, und die tödliche Bedrohung, die uns in nicht allzu ferner Zukunft zerstören könnte, indem sie unser gemeinsames spirituelles Fundament – die jüdisch-christliche Kultur – unterdrückt, zu erörtern.

Israel - WestjordanlandDies ist nicht das erste Mal, dass ich vor einem christlichen Publikum spreche. Ich bin eine Tochter Israels, die Schritt für Schritt die Qualen, den Todeskampf und das Ende des größten christlichen Reiches, das durch die Arabisch-Muslimische Invasion zerstört wurde, studiert hat. Dadurch habe ich die Art der modernen und doch so alten Bedrohung früh erkannt. Mein Buch, Der Niedergang des orientalischen Christentums, war eine lange, schmerzhafte Reise, die ich in Gesellschaft von Geistern unternahm. Sie führte mich zu zerstörten Städten, verlassenen Dörfern und Orten, die dem Jahrtausende währenden Djihad im Weg standen. Und ich habe mir folgende Frage gestellt: Was hat den Glauben, den Widerstand der Christen am Leben erhalten?

Die Beschreibungen der an ihnen vollbrachten Gräueltaten waren durchsetzt mit biblischen Wehklagen. Über die Jahrhunderte hinweg gingen die Christen- und Judenverfolgungen in islamischen Ländern Hand in Hand. Ich nenne den islamischen theologischen und rechtlichen, die Juden und Christen betreffenden Kontext: Dhimmitum. Wir leben heute in einer Zeit des weltweiten Djihad und Dhimmitum. Der Djihad ist das religiöse Streben die Dominanz des Islam auf die gesamte Welt auszubreiten. Dies ist eine muslimische religiöse Pflicht.

Der militärische Djihad deckt mehrere Bereiche ab: Krieg, Terrorismus, Entführung, Erpressung, Versklavung und Bedingungen für einen Waffenstillstand. Der „soft-jihad“ – der gedämpfte Djihad – umfasst den geistlichen Djihad, der friedlich geführt wird, durch Propaganda und Proselytismus (da’wa); Umsturz der westlichen Kultur und Zivilisationen durch Multikulturalismus und die Einführung der Werte und Gesetze der Scharia in Europa; darunter die Korruption einflussreicher Nicht-Muslime in hohen Positionen, um die Verbreitung des und Eroberung durch den Islam zu begünstigen. Der Djihad ist so alt wie der Islam selbst. Es ist eine Ideologie, eine Doktrin, ein Gesetz basierend auf religiösen Texten. Er beruht auf einer weltweit-greifenden Strategie, auf einer Vision für die Welt, und heutzutage breiter er sich durch ein globales Netzwerk aus. Der Djihad wurde 13 Jahrhunderte lang gegen Nicht-Muslime geführt, hauptsächlich gegen die Christen.

Gemäß der Djihad Doktrin hat die nicht-muslimische Bevölkerung eine Wahl: Zum Islam konvertieren oder sich der muslimischen Oberherrschaft beugen und Schutzgeld, die Dschizya, zahlen. Sie werden ein beschütztes Volk – die Dhimmi. Wenn beides abgelehnt wird, werden sie mit Krieg und damit einhergehenden Massakern, Zerstörung und Versklavung konfrontiert.

Die Dhimmi müssen den Islam annehmen und tyrannisierende und diskriminierende Sharia-Gesetze akzeptieren. Das nenne ich Dhimmitum. Der Djihad und das Dhimmitum sind die zwei Kräfte, die die einheimische nicht-muslimische Bevölkerung in ihren jeweiligen islamisierten Heimatländern stark geschwächt haben.

Das islamische Gesetz behandelt die Rechte und Verpflichtungen der Dhimmis detailliert. Das Dhimmitum ist mit dem Djihad verknüpft und sie ist wie der Djihad eine theologische, politische und rechtliche Institution. Das Dhimmitum ist im Prinzip die friedliche Weiterführung des Djihad, denn das Dhimmitum hat die großen nicht-muslimischen Mehrheiten, vor allem die der Christen, die erobert und unterworfen wurden, zerstört.

Kriege werden auf mehreren Ebenen ausgetragen, doch die spirituelle Ebene ist wahrscheinlich die wichtigste. Die theologischen Divergenzen, die wir – Juden und Christen – mit dem Islam haben, wurden verschleiert. Wir müssen sie jedoch kennen, um sie lösen zu können. Wir müssen wissen, dass der Koran biblische Namen wie Adam, Noah, Abraham, einige Könige Israels und Jesus als muslimische Propheten nennt, die den Islam predigten. Die Figuren aus dem Koran unterscheiden sich jedoch stark von denen in der Bibel. Für die Muslime ist Jesus ein muslimischer Prophet namens Isa.

Wir haben also einen Jesus namens Isa, ein muslimischer Prophet, der mit dem jüdischen Jesus, der „geboren war in Bethlehem in Judäa“ (Matthäus 2:1), konkurriert.

Die Aufgabe des muslimischen Jesus ist es, das Christentum und alle anderen Religionen zu zerstören.

Aus islamischer Sicht ist das Christentum eine Falschdarstellung des Islams und der wahren Botschaft Isa’s, die dieselbe ist, wie die die Mohammed erhalten hat. Daraus ergibt sich, dass ein guter Christ ein Muslim ist. Das wahre Christentum ist demnach der Islam. Folglich ist die wahre Bibel der Koran, und die Heiligen Schriften der Juden und Christen sind nur Falschdarstellungen und die biblischen Figuren sind muslimische Propheten, die den Islam predigten.

Was sind also die Konsequenzen?
1) Die biblischen Erzählungen aus dem Heiligen Land ist die muslimische Geschichte und Juden und Christen haben dort keine Geschichte, da sie erst nach dem Islam kamen.
2) Die Muslime bestreiten, dass sich das Christentum aus dem Judentum ergeben hat, denn sie glauben, dass es eine Falschdarstellung des Islams sei. Aus diesem Grund haben einige palästinensische und arabische Kirchen (vor allem das Sabeel Zentrum in Jerusalem) versucht, sich dem Islam anzunähern, indem sie die jüdischen Wurzeln des Christentums zerstören wollten. Dies ist eine stärker werdende Bewegung in Europa, die durch die antisemitische/antizionistische Bewegung, entstanden durch Palestinianismus unterstützt wird.

Palestinianismus ist das beste Mittel, um das Christentum zu zerstören. Im islamischen Kontext verkörpern die Palästinenser die djihadistische Ideologie gegen Ungläubige sowie die muslimische Replacement Theologie. Der Krieg Palästinas gegen Israel basiert auf der Lehre des Korans, dass alle biblischen Propheten, Könige und Jesus muslimische Propheten seien, und dass die Bibelgeschichte eigentlich eine muslimische Geschichte sei, deren Wahrheit im Koran und nicht in der Bibel begründet liegt.

Der Druck durch den palästinensischen Terrorismus in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts sowie der Ölboykott im Oktober 1973 verwickelten Europa in den Djihad Palästinas gegen Israel. Seit 1973 ist der palästinensische Djihad eine gemeinsame Euro-arabische politische und kulturpolitische Angelegenheit: Dies ist der Ursprung von Eurabien. Europa hat sich in eine selbstmörderische Dynamik gebracht, als es den Djihad Palästinas gegen Israel gerechtfertigt hat. Diese Dynamik legitimiert die eigene Zerstörung und die Zerstörung des Christentums. Die gesamte Eurabia-Politik konzentriert sich darauf, Europa mit der muslimisch-arabischen Welt zu vereinen, während gleichzeitig die Verbindungen mit Israel und den geistlichen Wurzeln unterdrückt werden.

Der Krieg der Kultur und der Medien in Europa mit dem Bestreben Israel zu delegitimieren bestätigt die muslimische Ansicht, dass Juden und damit auch die Christen keine historischen Wurzeln im Heiligen Land haben. Wenn die Juden im Heiligen Land keine Legitimierung haben, dann gilt das ebenso für die Christen, da Jesus der muslimische Jesus – Isa – ist. Eine weitere Folge der muslimischen Replacement-Theologie ist, dass wenn wir von jüdisch-christlichen Werten sprechen, wir eigentlich muslimische Werte meinen, da es keine jüdisch-christlichen Werte gibt, denn sowohl das Christen- als auch das Judentum haben sich aus einer falschen Wiedergabe des Islams entwickelt. Und wenn wir über biblische Erzählungen und Personen sprechen, bzw. deren Ikonographie, beleidigen wir die Muslime, da sie nicht in das Modell des Koran passen.

Ich denke, dass wir heute in einer Zeit leben, in der der Djihad und das Dhimmitum eine Wiederbelebung erfahren. Diejenigen von ihnen, die im Südsudan und in Darfur gearbeitet haben und die Gräueltaten dort gesehen haben, werden die in meinen Büchern oder irgendwelchen muslimischen Texten beschriebene Taktik des Djihad erkennen, die seit dem 8./9. Jahrhundert verfolgt wird. Was im Sudan, in Darfur, Irak, Libanon, Israel und an anderen Orten geschieht, weckt die Erinnerung an Geschehnisse, die Christen und Juden in diesen Gebieten schon vor mehr als einem Jahrtausend beschrieben haben. Wir sehen immer wieder dieses Schema endloser Kriege und Verfolgungen von Juden und Christen; in Anatolien, auf dem Balkan und in den Küstengebieten des Mittelmeerraums sowie auf den europäischen Inseln.

Jahrhundertelang haben wir immer wieder dieselbe Taktik des Djihad gesehen, die immer und immer wieder gegen Juden und Christen in verschiedenen Gegenden auf der Welt eingesetzt wurde. Christen und Juden werden für Lösegeldforderungen entführt. Dies war in allen islamischen Ländern üblich. Geschichtliche Zeugnisse solcher Fälle sind zahllos. Im Archiv des Vatikan gibt es Unmengen von Briefen christlicher Familien, die um Geld bitten, damit sie das Lösegeld für zahllose europäische Christen, Männer, Frauen und Kinder, die entführt und versklavt wurden, bezahlen können. Dies ging jahrhundertelang so. Und dies sind nur die katholischen Fälle. Dasselbe passierte aber auch tausend Jahre lang in anderen, christlichen Kirchen. Heute werden junge koptische Christinnen in Ägypten entführt, um sie zu zwingen zu konvertieren.

Die Wiederbelebung des Djihad-Gedankens im Islam hat das Dhimmitum gegen Nicht-Muslime – vor allem gegen Christen, da fast alle Juden nach dem 2. Weltkrieg entweder geflohen oder vertrieben waren – wieder verstärkt. Das Dhimmitum gegen Juden und Christen steht in den Gesetzen der Scharia und wurde von den europäischen Kolonialmächten im 20. Jahrhundert nur mit größten Mühen abgeschafft. Anti-jüdischer Hass ist immer verbunden mit anti-christlichem Hass und anders herum, da es aus derselben religiösen Quelle stammt.

Jahrzehntelang wurden Europäer durch die Verleugnung der Geschichte des Djihad und des Dhimmitums konditioniert. Die Nichtanerkennung Israels geschichtlicher Legitimierung in seinem eigenen Land unterstützt das Replacement durch eine nach dem Djihad gerichtete Weltordnung mit den islamischen Vorstellungen von Gerechtigkeit, die alle nicht-muslimischen Religionen herabsetzt oder unterdrückt. Dieselbe Doktrin verleugnet Europas eigene Souveränität und Legitimität und rechtfertigt den Djihad gegen Europa – gegen das Christentum. Diese westliche Einwilligung in den gegen Israel geführten Djihad hat seine eigenen Werte verdreht und hindert Europa daran, die Gefahren für sein eigenes Fortbestehen zu erkennen.

Für die Christen spielt Israel in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, da der Djihad im Namen der Replacement-Theologie geführt wird, damit Jesus durch Isa und die Evangelien durch den Koran ersetzt werden. Die Bibel verbindet die Christen mit den Juden. Wenn die Christen dieses Band lösen wollen, dann müssen sie auf das Alte Testament, mit den 10 Geboten, den Propheten, den Psalmen und vielem mehr verzichten. Dann müssen sie einen Weg finden, wie sie das Evangelium mit dem muslimischen Isa des Korans verbinden können. Dies ist Ziel der Palestinänsischen Befreiungstheologie. Die Herausforderung vor der die Christen nun stehen ist nicht nur der militärische Djihad sondern auch ein spiritueller/kultureller Djihad, der in der Islamisierung der christlich-theologischen Wurzeln stattfindet. Und dies ist die spirituelle Bedeutung Israels für die heutigen Christen. Der Djihad gegen Israel ist auch ein Krieg gegen die christliche Welt.

Heute vertrete ich die Meinung, dass Europa das neue Land des Dhimmitums geworden ist. Und ich erkläre ihnen auch warum. In meinem jüngsten Buch Eurabia, beschreibe ich die Ursachen des Dhimmitums in Europa. Politisch und intellektuell sind wir darauf vorbereitet worden Dhimmis zu werden, ohne dass wie das bemerkt hätten, da wir die Zeichen nicht erkennen, da die Geschichte verleugnet wurde. Ich werde an dieser Stelle vier Punkte anführen:

1) Die Muslime betrachten die jüdisch-christliche Bevölkerung als nicht existent. Unsere europäischen Politiker haben daher beschlossen, dass Europa keine jüdisch-christlichen Wurzeln besitzt, um die muslimische Immigranten-Bevölkerung integrieren zu können. Wir verlieren dadurch den wichtigsten Teil unsere Identität.

2) Das muslimische Gesetz verbietet es Nicht-Muslimen, unter Androhung von Schmerz und Tod, den Islam und die Scharia zu kritisieren. Die Europäische Union hat, aus Angst die Muslimen zu verärgern, in diese Regel eingewilligt und hat die Herrschaft des Terrors und der Diskriminierung gegen Christen in muslimischen Ländern verschleiert.

3) Aus demselben Grund unterdrücken die EU Politiker jede Form von Kritik am Djihad. Wir sollen die muslimischen Ansichten, dass der Djihad immer gerecht sei, da er die Gesetze Allahs umsetzt und den Unglauben erniedrigt, respektieren. Aus unserer Sicht war und ist der Djihad ein Krieg zum Zweck des Völkermords. Es wird von uns erwartet, dass wir ihn lobpreisen. Als der Papst bei seiner Ansprache in Regensburg einen byzantinischen Kaiser des 15. Jahrhunderts zitierte indem er sagte, dass der Islam durch das Schwert verbreitet wurde, protestierten die Muslimen und beschuldigten ihn der Islamophobie. Sie sagten, dass der Islam sich friedlich entwickelt hätte. Wir sollen dien Djihad bewundern und jedwede Kritik vermeiden, obwohl der Djihad die christliche Welt zerstört hat. Wir sehen also, dass der spirituelle Krieg gegen die jüdisch-christlichen Werte unseren Geist so konditionieren will, dass wir das lobpreisen, was uns zerstören wird.

4) Für die Muslime ist die Quelle des Bösen auf dem Planeten immer der Unglaube. Deshalb werden der Westen, Amerika, Israel immer für den Terrorismus und die von Muslimen begangenen Verbrechen verantwortlich gemacht. In einem Hadith steht: „Am Tag der Wiederauferstehung werden Menschen unter den Muslimen sein mit Sünden so schwer wie ein Berg und Allah wird ihnen vergeben und die Juden und Christen an ihre Stelle setzen.“ (Muslim, vol. 4, Kap. 1149, 6668). Es gibt viele Hadithe, die besagen, dass die Sünde von den Schultern der Muslime genommen und auf die Christen und Juden übertragen wird. Seltsam ist, dass die Christen diese Argumentation akzeptieren anstatt in dieser Djihad Doktrin der Vorherrschaft der Muslimen über alle anderen die wahre Quelle von Krieg und Terror zu sehen. Stattdessen verurteilen sie Israels Existenz und Selbstverteidigungspoltik. Die Christen haben sogar unbewusst die muslimische Schuldverlagerung verinnerlicht. Sie haben die Ansicht des Djihad, dass der Widerstand der Opfer des Djihad eine islamophobische Aggressionstat sei, angenommen.

Wir leben in einer Zeit des globalen Djihad, woraus sich morgen ein nuklearer Djihad entwickeln kann und wir wissen es nicht. Ebenso wenig wissen wir, wie wir uns verteidigen können gegen den ideologischen Krieg. Wir leben in einer Zeit des Dhimmitums, wir sind vom Dhimmitum konditioniert, die muslimische Version unserer Geschichte zu akzeptieren und wir erkennen dies nicht, weil der historische Rahmen der Djihad und Dhimmitum-Vergangenheit verschleiert wurde.

Lassen Sie mich dies zusammenfassend so ausdrücken: Es gab über Jahrzehnte einige glaubensübergreifende Dialoge, doch nur wenig wurde erreicht. Europa hat Abermilliarden an muslimische Länder weltweit gezahlt, um sich seine Sicherheit zu erkaufen, doch die Djihad-Kultur erstrahlt in Europa und in den Arabischen Ländern trotz der Europäischen „Appeasement-Politik“ in neuer Blüte. Palestinianismus zusammen mit der muslimischen Replacement-Theologie waren die Mittel, die zur Islamisierung und zum Dhimmitum in Europa führten. Europa hat seine eigene Geschichte vernebelt indem es den muslimischen Djihad gegen Israel unterstützt hat. Nun steht es vor einem globalen Djihad und kann die Situation weder richtig einschätzen noch sich verteidigen. Ein Kontinent, der sein Überleben an Appeasement-Politik, Ehrerbietung und Selbstverleugnung koppelt, ist bereits ein toter Kontinent.
Israel repräsentiert die Befreiung der Menschheit von der Versklavung durch Dhimmitum, während Palästina für die Djihad- und Dhimmitum-Ideologie steht, die auf der Replacement-Theologie basiert. Europa, das durch Palestinianismus versklavt wurde, hat die Knechtschaft anstatt die Freiheit gewählt.

Wenn wir wollen, dass Friede herrscht, muss die muslimische Welt die Ideologie des Djihad verbannen und anerkennen, dass Juden und Christen anders und nicht abtrünnige Muslimen, die zum Islam zurückkehren müssen, sind. Und dies muss mit der muslimischen Anerkennung der Legitimität Israels beginnen, denn der Djihad hat gegen die Juden begonnen und kann nur enden, wenn die Juden und Israel wieder rehabilitiert sind. Dadurch werden dann auch die Christen und alle anderen Nicht-Muslimen rehabilitiert. Wir können dies erreichen, wenn wir die Wahrheit aussprechen und das Wissen über den Djihad und das Dhimmitum weiter geben. Dann werden zahlreiche friedlichen Muslime, die die Hass-Ideologie des Djihad abgelegt haben, die von vielen abgelehnt oder ignoriert wird, zu uns stoßen und mit uns gemeinsam den Frieden etablieren.

Wir können den friedlichen Muslimen aber nur helfen, wenn wir uns selbst helfen können. Und nicht, wenn wir uns von dem Dhimmitum ergreifen lassen. Wenn Sie nun noch eine Minute haben, sage ich Ihnen, dass die Zukunft Europas in Ihren Händen liegt. Sie müssen agieren, um ihre Werte und das zu retten, was das Christentum aufgebaut hat. Wenn sie aber tatenlos bleiben, dass werden sie erfolglos sein, denn die Zeit ist schon mehr als reif. Sie sind nicht schuld, wenn sie nichts wissen, aber es ist Ihre Aufgabe zu wissen, um dann andere zu lehren und selbst zu lernen – es ist Ihre Verpflichtung zu lernen und jene anzuweisen, die nicht lernen können – es liegt in Ihrer Verantwortung.

Quelle: Kirche in Not

Unser Kommentar:

Wir verweisen zuerst auf unseren Beitrag “Bat Ye’or: ‘Europa ist fest in Dhimmi-Hand’” und unseren dortigen Kommentar. Dann möchten wir hier wiederholen: wir sind mit dem, was Bat Ye’or zum Djihad, zur Natur, zur Zielsetzung, zur Geschichte und zu den gegenwärtigen Bestrebungen des Islams und vor allem zur “Replacement-Theologie” sehr treffend sagt, weitgehend einig. Nicht der gleichen Meinung sind wir bezüglich der Beurteilung und Gewichtung der Rolle, die Israel im ganzen Spektrum der Auseinandersetzungen und Einflußnahmen mit Palästina, dem Christentum, Europa (und Amerika) spielt. Bat Ye’or, als “Tochter Israels” und Jüdin sieht alles, das ist verständlich, aus jüdischer Perspektive, wenn auch, und das muss man ihr sehr zugute halten, mit einer Sympathie für die mitbetroffene und mitleidende Christenheit. Aber wir Christen müssen uns bewußt sein, dass der nun real existierende Judenstaat Israel keineswegs der “Martyrer”-Staat ist, wie ihn Bat Ye’or schildert.

Bat Ye’or sagt: “Palestinianismus ist das beste Mittel, um das Christentum zu zerstören.” Wir differenzieren: Wer heute, aktuell, die rein-islamische, nicht mehr von Christen (mit-)bestimmte Politik Palästinas unterstützt, hilft mit, das bereits weitgehend zerstörte Christentum dort noch ganz auszulöschen. Aber auch in Israel haben die Christen sozusagen nichts mehr (mit-) zubestimmen. Die Politik Israels insgesamt gegenüber den Christen in Israel ist absolut nicht christenfreundlich und schon gar nicht christen-förderlich! Wir werden darauf gelegentlich noch zurückkommen.

Palaestina ZaunBat Ye’or sagt: “Die gesamte Eurabia-Politik konzentriert sich darauf, Europa mit der muslimisch-arabischen Welt zu vereinen, während gleichzeitig die Verbindungen mit Israel und den geistlichen Wurzeln unterdrückt werden.” Das stimmt so nicht. Man kann die Europa-Politik nicht einfach “Eurabia-Politik” nennen ohne Schwarzweiß-Malerei zu betreiben. Es gibt schon mal nicht die Europa-Politik. Gewiss gibt es derzeit eine viel zu große Anzahl europäischer Politiker (und Kirchenleute), die bewußt oder unbewußt Steigbügelhalter-Arbeit leisten für eine Islamisierung Europas. Aber auch Israel erfährt sehr große, kräftige Unterstützung nicht nur durch Amerika, sondern auch durch europäische Beistandsleistungen. Und Israel hat in den vergangenen Jahrzehnten große Sympathie genossen und genießt sie auch weiterhin vonseiten der europäischen Bevölkerung, namentlich der christlichen.

Bat Ye’or weiter: “Israel repräsentiert die Befreiung der Menschheit von der Versklavung durch Dhimmitum, während Palästina für die Djihad- und Dhimmitum-Ideologie steht, die auf der Replacement-Theologie basiert. Europa, das durch Palestinianismus versklavt wurde, hat die Knechtschaft anstatt die Freiheit gewählt.” Wir korrigieren: Israel ist durch den Djihad sogar existenz-bedroht. Das jetzige, rein islami(sti)sch-bestimmte Palästina ist zum Terror-Kriegsarm des umma-weiten Djihads geworden, mit dem (erklärten) Ziel, Israel zu vernichten. Und Israel darf und muß sich in dieser Situation entsprechend rüsten und verteidigen. Aber es darf nicht vergessen werden, dass Israel auch schwerstes Unrecht getan hat gegenüber (vormals noch) friedlichen und kompromissbereiten und vielfach christlichen Palästinensern. Und es wird auch nicht Israel sein, das die “Befreiung der Menschheit von der Versklavung durch Dhimmitum” herbeiführen wird, sondern es wird die wiedererwachte, neu-erweckte Christenheit sein, die das vollbringen wird, mit dem Beistand ihres HERRN und ERLÖSERS, JESUS CHRISTUS, GOTT und MENSCH! Israel repräsentiert (derzeit) das anti-christliche JUDENTUM und kann deshalb, wenn es zur (absolut) vorherrschenden Macht wird, für die nicht-jüdische, vor allem für die christliche Welt, nur - ähnlich wie der Islam - zur tödlichen Bedrohung werden. Das Judentum sympathisiert mit dem Christentum nur insofern und nur so lange, als ihm Nutzen daraus erwächst.

Siehe ferner:

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Rabbiner Walter Homolka spricht Klartext

Verfasst von deislam am März 29, 2008

Siehe unseren Beitrag “Protest von Rabbinern: die katholische Kirche hat ihre antisemitischen Tendenzen nicht im Griff”

Halten wir Folgendes aus den Antworten des Rabbiners Walter Homolka vom 20. März 2008 an den Interviewer Alexander Schwabe fest:

  • Es ist höhnisch für die Juden und völlig unangemessen nach der Schuld, die die katholische Kirche in ihrer Geschichte mit dem Judemtum und zuletzt im Dritten Reich auf sich geladen hat (und muss auf das Schärfste zurückgewiesen werden), wenn ausgerechnet im Umfeld von Karfreitag (einem Umfeld, das eng verbunden ist mit Diskriminierung, Verfolgung und Tod) die katholische Kirche wieder für die Erleuchtung der Juden bittet, damit wir Jesus als Heiland erkennen.
  • Bendedikt XVI. gibt zu erkennen, dass er glaubt, auch für die Juden führe der Weg zum Heil nur über Jesus, den Heiland. Das öffnet der Judenmission Tür und Tor. Schon jetzt ist das Internet voll mit Kommentaren rechtskonservativer Katholiken, die sagen: “Wunderbar, jetzt haben wir endlich das Signal, Juden zu missionieren“. So ein Zeichen wirkt auf antisemitische Kreise äußerst stimulierend.
  • Die katholische Kirche hat ihre antisemitischen Tendenzen nicht im Griff. Benedikt XVI nimmt sie in Kauf.
  • Die neue Fassung (der Fürbitte für die Juden) trifft an dieser zentralen liturgischen Stelle, der Karfreitagsliturgie, eine kathedertheologische Aussage, die von Juden unweigerlich als Angriff und Stillosigkeit empfunden werden muss. In der Geschichte ist Juden am Karfreitag immer wieder Verfolgung und Tod widerfahren. Christen münzten die Karfreitagsbotschaft oft um in die Frage: “Wo sind die Christusmörder?”
  • 2006 hat der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Rabbiner Henry Brandt, gegenüber Kardinal Kasper klare Worte gefunden: Jeder Anflug der Möglichkeit einer Judenmission durch die Kirche sei quasi ein feindlicher Akt, eine Fortsetzung der Untaten Hitlers den Juden gegenüber auf anderer Ebene. Das ist hart, aber ehrlich gesagt. Die katholische Kirche sollte sich zur Treue Gottes bekennen, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält.
  • Die umstrittene Karfreitagsfürbitte lässt die besondere Stellung des Judentums als Gottes Volk völlig außer Acht. Gott hat uns Juden zum “Licht unter den Völkern” berufen, wir haben also sicher nicht die Erleuchtung durch die katholische Kirche nötig. Da vergreift sich die jüngere Schwester schwer im Ton.
  • Jesus hat seine Position im Rahmen eines innerjüdischen Dialoges vorgetragen. Was die Kirche daraus gemacht hat, war etwas ganz anderes. Sie hat dem Rabbi Jesus Göttlichkeit verliehen und behauptet auch noch, der Kreuzestod dieses Rabbis sei für meinen persönlichen Gnadenstand relevant. Solche Lehren wären auch Jesus neu gewesen.
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Regensburger Rede(passagen) Ausrutscher waren. Hier steht ein Kapitän auf der Brücke seines Supertankers. Durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde ein neuer Kurs gesetzt. Nun will er umsteuern und in kurzer Zeit neue Akzente setzen. Da braucht es schon die eine oder andere Sprengbombe, um das Schiff ins neue Fahrwasser zu bringen. Die Kirche des Zweiten Vatikanums ist dem Papst zu arm an Bindekraft geworden und die Universitätstheologie zu mager. Deshalb diese gewaltigen Veränderungen in der katholischen Kirche.
  • In Auschwitz vertrat (der Papst) eine Auffassung, als ob neuheidnische Kräfte über das deutsche Volk gekommen wären und es verführt hätten. Rabbiner Leo Baeck hat nach dem Holocaust ein ganz anderes Fazit gezogen: Was ist eine Kirche wert, die im Dritten Reich Gottes grundlegenden Lehren nicht Geltung verschaffen konnte? Das lässt den an den Tag gelegten Absolutheitsanspruch des Christentums recht frech erscheinen.
  • Bei der Heiligsprechnung Edith Steins, die als Jüdin zu Tode kam und dann von christlicher Seite als Märtyrerin erhöht wurde, ging es der katholischen Kirche auch darum, dass eine Jüdin katholisch wird. Und jetzt der Affront mit der Karfreitagsliturgie. Ich akzeptiere es, wenn jemand individuell einen Glaubenswechsel vornimmt - das gilt nach beiden Seiten. Der christlich-jüdische Dialog wird damit fertig. Aber eine kollektive Erwartung an das Judentum, Jesus als Heiland anzuerkennen, ist eine schwere Belastung.
  • Die Nerven liegen auf jüdischer Seite blank. Micha Brumlik warnte vor wenigen Monaten vor einer “Eiszeit“. Jetzt ist sie da. Die Beziehungen zwischen katholischer Kirche und jüdische Gemeinschaft stehen schlagartig vor einer Zerreißprobe, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Und führen wir nun diese einzelnen Aussagen noch näher zusammen unter die Stichworte:

Judenmission:

Diese ist für Juden also antisemitisch, ein feindlicher Akt, eine Fortsetzung der Untaten Hitlers den Juden gegenüber auf anderer Ebene”. “Gott hat uns Juden zum “Licht unter den Völkern” berufen, wir haben also sicher nicht die Erleuchtung durch die katholische Kirche (die jüngere Schwester) nötig”. Für uns führt der Weg zum Heil nicht über Jesus als Heiland. Gott hält an der Erwählung Seines Volkes Israel fest. Das Judentum als Gottes Volk hat eine besondere Stellung.

Jesus Christus:
Die Kirche hat dem Rabbi Jesus Göttlichkeit verliehen. Und sie behauptet auch noch, der Kreuzestod dieses Rabbis sei für das Heil (auch) der Juden relevant. Solche Lehren wären auch Jesus neu gewesen. Jesus habe seine Position im Rahmen eines “innerjüdischen Dialogs” vorgetragen. Die Kirche habe daraus etwas ganz Anderes gemacht.

Die Kirche:

“Eine kollektive Erwartung an das Judentum, Jesus als Heiland anzuerkennen, ist eine schwere Belastung“. “Die Nerven auf jüdischer Seite liegen blank”. Jetzt ist “Eiszeit” in den Beziehungen zwischen der katholischer Kirche und der jüdischen Gemeinschaft. Diese stehen schlagartig vor einer Zerreißprobe wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Absolutheitsanspruch des Christentums ist frech. Bei der Heiligsprechung Edith Steins ging es der katholischen Kirche auch darum, dass eine Jüdin katholisch wird.

Benedikt XVI.:
Er will das Schiff in neue Fahrwasser bringen, deshalb diese gewaltigen Veränderungen in der katholischen Kirche. Im Dritten Reich habe sie grundlegenden Lehren nicht Geltung verschaffen können.

Und damit, zum Schluss, unsere Gesamtbewertung:

Walter Homolka vertritt als Prominenter das Judentum. Er vertritt es zwar nicht im Sinne der “orthodoxen” Juden, der strenggläubigen, der “echten” sondern der “progressiven”, der “fortschrittlichen”, der “liberalen” Juden (siehe dazu: Wikipedia: Walter Homolka: Diskussion). Aber er vertrat und vertritt die Juden insgesamt gegenüber dem Christentum und vor allem gegenüber der katholischen Kirche in manchen wichtigen Chargen. Zudem ist er offenbar “Konvertit”; offen steht das zwar in seinen (uns zugänglichen) Biographien nirgends (mehr) geschrieben. Aber es scheint, dass er vormals “Christ” war. Umso schlimmer sein jetziges Bekenntnis und Verhalten.
Walter Homolka attackiert die katholische Kirche auf breitester Front, mit “Affront”. Er merkt dabei offenbar nicht, dass er damit, mit ALLEM, was er äußert, die stets von der Kirche bezeugte Blindheit und Verstocktheit des nachchristlichen Judentums aufs plakativste bestätigt. Statt endlich einsichtig zu werden, dass sie, die heutigen Judaisten, DEN verwerfen, der zuerst zu ihnen gesandt war und der auch heute noch auch zu ihnen gesandt ist/wäre, verhärten sie sich weiter in ihrem Wahn, sie und nicht die Kirche Christi, seien (immer noch) “von Gott erwählt”, sie, und nicht die Kirche, seien (immer noch) “das Licht unter den Völkern”. Und mit der genau gleichen Dreistigkeit haben sie sich schon immer, die ganze Kirchengeschichte hindurch, in die Belange der Kirche ungehörig eingemischt, ihr zu schaden, sie zu verleumden gesucht, wo sie nur konnten. Und dann beklag(t)en sie sich, sie würden von der katholischen Kirche diskriminierend und bis zum Tode verfolgt! Für Walter Homolka und Konsorten gelten also die Worte Christi, des GOTT-MENSCHEN weiterhin: Ihr Heuchler! Der Prophet Jesaja hatte Recht, als er über euch sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.” (Matthäus 15, 7-9) “Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.” (Matthäus 12, 30-32)Ihr Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.” (Matthäus 12, 34)Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?” (Matthäus 3, 7 - heiliggeisterleuchtete Worte Johannes des Täufers an die Adresse der Pharisäer!) “Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.” Sie hatten nämlich gesagt: Er (Christus) ist von einem unreinen Geist besessen. (Markus 3, 28-30) “Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.” (Lukas 11, 31-32)

Das Schlimme ist aber nicht, dass die “perfiden”, die ungläubigen Juden unentwegt versuchen, ihre unhaltbare Auserwählungs-Position (immer noch) zu halten, bzw. zurückzufordern, sondern dass die “katholische” Führerschaft seit dem II. Vaticanum mit genau diesem Judentum fast schon servil, unterwürfig “Verbrüderung” feiert und pflegt und es nicht (mehr) einsehen will oder kann, dass sie von ihm schlangenheuchlerisch missbraucht wird, das ihr uneinsichtig und unbelehrbar möglichst immer viel oder alle Schuld an ihrem Ungemach zuschiebt, wie für dasjenige, das es im “Dritten Reich” zu erdulden hatte. Da wird dann geflissentlich nicht mehr unterschieden zwischen reformierter und katholischer Christenheit, und schon gar nicht zwischen rom-untreuer und rom-treuer katholischer Christenheit. Christenheit ist dann immer gleich katholische Kirche und Papst, wenn’s um Schuldzuweisung geht. Und dann sind sogar die bestgemeinten liturgischen Gebete zugunsten der Juden für sie Anlass genug zu schlimmsten, bis in unsere Zeit aufrechterhaltenen Verdächtigungen auf “Verfolgung und Tod” wie: “Wo sind die Christusmörder?!” Als ob betende, fürbittende katholische Christen “naturnotwendig” solche Hassgefühle gegen sie haben könnten/müßten! “Jeder Anflug der Möglichkeit einer Judenmission durch die Kirche sei quasi ein feindlicher Akt, eine Fortsetzung der Untaten Hitlers den Juden gegenüber auf anderer Ebene”! Das ist nicht “nur” hart gesagt, sondern eben auch ehrlich, sehr ehrlich. Und darum ist der ganze interreligiöse Dialog mit den Juden völlig nutzlos, ja kontra-produktiv, selbst-schädigend, selbst-zerstörerisch! Er kann nicht nur “aufs Eis gelegt”, sondern er muss für immer unwiederauftaubar eingeforen werden! Je mehr Verständnis man ihnen gegenüber seitens der katholischen Kirche bezeugt, desto verstockter werden sie. 2000 Jahre (auch sie missionierendes) Christentum haben es nicht vermocht, sie von ihrem Irrweg abzubringen und zum Heil zu führen. Um wieviel weniger wird das einer lauen, blutarmen, verweltlichten Christenheit von heute gelingen, die nicht einmal mehr missionieren, nicht mehr bekehren will?! Die ersten Pharisäer und Schriftgelehrten, die Jesus bekämpften, werden wohl also beim Gericht gegen ihre “Nachfahren”, vor allem gegen die heute religions-wissenschaftlich so viel besser informierten Juden, wie einen Rabbiner Walter Homolka, auftreten und sie verurteilen.

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Protest von Rabbinern: “Die katholische Kirche hat ihre antisemitischen Tendenzen nicht im Griff”

Verfasst von deislam am März 22, 2008

Wir zitieren folgenden Artikel, um ihn anschließend ausführlich zu kommentieren:

SPIEGEL ONLINE: 20. März 2008:
PROTEST VON RABBINERN
“Die katholische Kirche hat ihre antisemitischen Tendenzen nicht im Griff”

Ausgerechnet zu Ostern flammt ein alter Glaubenskonflikt wieder auf: In der neuen Karfreitagsfürbitte des Vatikans wird für die “Erleuchtung” der Juden gebetet. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview attackiert Rabbiner Walter Homolka den Papst - und wirft ihm vor, judenfeindliche Kräfte zu stärken.

Homolka, Synagoge KölnSPIEGEL ONLINE: Herr Homolka, Sie - und weltweit rund 1600 Rabbiner - protestieren scharf gegen die vom Vatikan wieder zugelassene lateinische Karfreitagsfürbitte. Darin heißt es: “Lasst uns beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.” Halten Sie Benedikt XVI. für einen Antisemiten?

Homolka: Er versucht, das Spezifische seiner Kirche herauszuarbeiten – das ist seine Aufgabe. Hier ging ihm allerdings das Fingerspitzengefühl verloren. Es ist höhnisch für Juden, wenn ausgerechnet im Umfeld von Karfreitag die katholische Kirche wieder für die Erleuchtung der Juden bittet, damit wir Jesus als Heiland erkennen. Solche Aussagen werden in einem wirkungsgeschichtlichen Umfeld gemacht, das eng verbunden ist mit Diskriminierung, Verfolgung und Tod. Das ist nach der Schuld, die die katholische Kirche in ihrer Geschichte mit dem Judentum und zuletzt im Dritten Reich auf sich geladen hat, völlig unangemessen und muss auf das Schärfste zurückgewiesen werden.

SPIEGEL ONLINE: Was bewirkt Benedikt mit der Neufassung der lateinischen Formel?

Homolka: Er gibt zu erkennen, dass er glaubt, auch für die Juden führe der Weg zum Heil nur über Jesus, den Heiland. Das öffnet der Judenmission Tür und Tor. Schon jetzt ist das Internet voll mit Kommentaren rechtskonservativer Katholiken, die sagen: “Wunderbar, jetzt haben wir endlich das Signal, Juden zu missionieren.” So ein Zeichen wirkt auf antisemitische Kreise äußerst stimulierend. Die katholische Kirche hat ihre antisemitischen Tendenzen nicht im Griff.

SPIEGEL ONLINE: Benedikt leistet antisemitischen Tendenzen Vorschub?

Homolka: Er nimmt sie zumindest in Kauf.

SPIEGEL ONLINE: Ist die aktuelle Fassung nicht harmlos im Vergleich zur Urfassung von 1570, die über Jahrhunderte galt? Darin ist davon die Rede, dass das Herz der Juden verschleiert sei, dass sie in der Finsternis wandelten, dass sie verblendet und treulos seien.

Homolka: Ich halte auch die Benedikt-Fassung für mehr als unglücklich. Er trifft an dieser zentralen liturgischen Stelle, der Karfreitagsliturgie, eine kathedertheologische Aussage, die von Juden unweigerlich als Angriff und Stillosigkeit empfunden werden muss. In der Geschichte ist Juden am Karfreitag immer wieder Verfolgung und Tod widerfahren. Christen münzten die Karfreitagsbotschaft oft um in die Frage: “Wo sind die Christusmörder?”

SPIEGEL ONLINE: Ist diese Gefahr nicht längst gebannt?

Homolka: 2006 hat der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Rabbiner Henry Brandt, gegenüber Kardinal Kasper klare Worte gefunden: Jeder Anflug der Möglichkeit einer Judenmission durch die Kirche sei quasi ein feindlicher Akt, eine Fortsetzung der Untaten Hitlers den Juden gegenüber auf anderer Ebene. Das ist hart, aber ehrlich gesagt. Die katholische Kirche sollte sich zur Treue Gottes bekennen, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält.

SPIEGEL ONLINE: Die lateinische Version der Fürbitte wird in kaum einer deutschen Pfarrgemeinde zu hören sein. Ist Ihr Protest nicht übertrieben?

Homolka: Es geht nicht darum, wo überall diese außerordentliche Form der Fürbitte gebetet wird. Der Papst hat mit dieser Formulierung von eigener Hand eine richtungweisende Veränderung vorgenommen, der er persönliches Gewicht verleiht. Damit entzieht er der ordentlichen Form der Fürbitte von 1970 die Glaubwürdigkeit. Deren Text hätte der Papst doch einfach auch für den tridentinischen Ritus übernehmen können: “Lasset uns beten für die Juden, zu denen Gott im Anfang gesprochen hat. Er gebe ihnen die Gnade, sein Wort immer tiefer zu verstehen und in der Liebe zu wachsen.”

SPIEGEL ONLINE: Das Christentum ist eine missionarische Religion. Ist es da nicht logisch, dass auch Juden überzeugt werden sollen?

Homolka: Nein, denn die umstrittene Karfreitagsfürbitte lässt die besondere Stellung des Judentums als Gottes Volk völlig außer Acht. Gott hat uns Juden zum “Licht unter den Völkern” berufen, wir haben also sicher nicht die Erleuchtung durch die katholische Kirche nötig. Da vergreift sich die jüngere Schwester schwer im Ton.

SPIEGEL ONLINE: Der Jude Jesus hat doch selbst unter Juden missioniert.

Homolka: Jesus hat seine Position im Rahmen eines innerjüdischen Dialoges vorgetragen. Was die Kirche daraus gemacht hat, war etwas ganz anderes. Sie hat dem Rabbi Jesus Göttlichkeit verliehen und behauptet auch noch, der Kreuzestod dieses Rabbis sei für meinen persönlichen Gnadenstand relevant. Solche Lehren wären auch Jesus neu gewesen.

SPIEGEL ONLINE: Sie sehen die Gefühle vieler Juden verletzt. Mit seiner Regensburger Rede verletzte Benedikt auch die Gefühle vieler Muslime. Was steckt dahinter?

Homolka: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies Ausrutscher waren. Hier steht ein Kapitän auf der Brücke seines Supertankers. Durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde ein neuer Kurs gesetzt. Nun will er umsteuern und in kurzer Zeit neue Akzente setzen. Da braucht es schon die eine oder andere Sprengbombe, um das Schiff ins neue Fahrwasser zu bringen. Die Kirche des Zweiten Vatikanums ist dem Papst zu arm an Bindekraft geworden und die Universitätstheologie zu mager. Deshalb diese gewaltigen Veränderungen in der katholischen Kirche.

SPIEGEL ONLINE: Es gibt auch positive Entwicklungen im katholisch-jüdischen Verhältnis: das Schuldbekenntnis der katholischen Kirche, Benedikts Besuch der Kölner Synagoge, sein Treffen mit dem Wiener Rabbiner. Und er hat Auschwitz besucht.

Homolka: In Auschwitz vertrat er eine Auffassung, als ob neuheidnische Kräfte über das deutsche Volk gekommen wären und es verführt hätten. Rabbiner Leo Baeck hat nach dem Holocaust ein ganz anderes Fazit gezogen: Was ist eine Kirche wert, die im Dritten Reich Gottes grundlegenden Lehren nicht Geltung verschaffen konnte? Das lässt den an den Tag gelegten Absolutheitsanspruch des Christentums recht frech erscheinen.

SPIEGEL ONLINE: Dennoch bemühte sich die katholische Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg um ein gutes Verhältnis zum jüdischen Volk. Rom erkannte an, dass das Christentum aus dem Judentum entsprungen ist, dass das Judentum eine Heilszusage von Gott besitzt, dass Jesus Jude war.

Homolka: Ja, aber es gibt auch irritierende Signale. Bei der Heiligsprechung Edith Steins, die als Jüdin zu Tode kam und dann von christlicher Seite als Märtyrerin erhöht wurde, ging es der katholischen Kirche auch darum, dass eine Jüdin katholisch wird. Und jetzt der Affront mit der Karfreitagsliturgie. Ich akzeptiere es, wenn jemand individuell einen Glaubenswechsel vornimmt – das gilt nach beiden Seiten. Der christlich-jüdische Dialog wird damit fertig. Aber eine kollektive Erwartung an das Judentum, Jesus als Heiland anzuerkennen, ist eine schwere Belastung.

SPIEGEL ONLINE: Welchen Sinn hat überhaupt ein Dialog, wenn von vornherein klar ist, dass sich die beiden Seiten letztlich unversöhnlich gegenüber stehen?

Homolka: Das Ziel des Dialogs ist nicht die Vereinigung oder Vereinnahmung. Wir wollen einander verstehen lernen. Dazu gehört, Verletzungen zu vermeiden, wie sie uns durch die Karfreitagsfürbitte des Papstes zugefügt wurden. Ich fürchte, auf jüdischer Seite wird es zu einer Abstimmung mit den Füßen kommen, die Leute werden sich dem Dialog entziehen.

SPIEGEL ONLINE: Wie kann es weitergehen?

Homolka: Der morgige Karfreitag wird ein schwarzer Tag in den Beziehungen von Juden und Katholiken. Eine versprochene Erläuterung des Vatikans lässt auf sich warten, insgesamt vier jüdische Referenten haben mittlerweile ihre Teilnahme für den Katholikentag abgesagt. Die Nerven liegen auf jüdischer Seite blank. Micha Brumlik warnte vor wenigen Monaten vor einer “Eiszeit”. Jetzt ist sie da. Die Beziehungen zwischen katholischer Kirche und jüdischer Gemeinschaft stehen schlagartig vor einer Zerreißprobe, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das Gespräch führte Alexander Schwabe

URL:

* http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,542556,00.html

Unser Kommentar ist inzwischen veröffentlicht unter dem Post “Rabbiner Walter Homolka spricht Klartext

Doch vorläufig auch hier schon mal sachdienliche Links:

Unsere bisherigen Stellungnahmen:

    1. Die re-re-revidierte Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden
    2. Karfreitagsfürbitte für die Juden überschattet Katholikentag
    3. Juden fordern erneut Änderung der Karfreitagsfürbitte
    4. Wird sich Rom unterwerfen?

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      Wird sich Rom unterwerfen?

      Verfasst von deislam am März 18, 2008

      Neue Synagoge Berlin (2005)kreuz.net – katholische nachrichten, Montag, 17. März 2008 22:47

      Der Vatikan plant angeblich, die Aussage der neuen Karfreitagsfürbitte weiter herunterzuspielen. Entscheiden Juden und Kirchenpolitiker, was der Inhalt des katholischen Glaubens ist?

      (kreuz.net, Vatikan) Der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone wird einem israelischen Oberrabbiner eine versöhnliche Stellungnahme zur neuen Karfreitagsfürbitte schreiben.

      Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Quellen, denen ein Entwurf der angeblichen Stellungnahme bekannt ist.

      Papst Benedikt XVI. habe den Text des Briefes bestätigt. Er werde „bald“ veröffentlicht, aber vielleicht nicht mehr vor dem Karfreitag.

      Kardinal Bertone wird laut ‘Reuters’ erklären, daß das neue Gebet nicht zur Bekehrung der Juden aufrufe.

      Der Text der neuen Karfreitagsbitte
      Wir wollen beten für die Juden.
      Daß unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.
      Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch.
      Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, daß ganz Israel gerettet werde, wenn die Fülle aller Völker in Deine Kirche eintritt. Durch Christus, unseren Herrn.
      Der Staatssekretär werde sich auf die Konzilserklärung über den interreligiösen Dialog, ‘Nostra Aetate’ berufen.

      ‘Reuters’ vermutet, daß der Brief ein quietistisches Heilskonzept unterstreicht, wonach die Erlösung Israels „in Gottes Hand“ sei. Das entscheidende Problem, daß niemand ohne Taufe gerettet werden kann, erwähnt der Artikel nicht.

      Ungenannte Vertreter des Judentums kommentierten die Stellungnahme bereits vor ihrem Erscheinen. Sie hoffen, daß der Brief Kardinal Bertones eine angebliche Kontroverse beilegt.

      Heilsnotwendigkeit der Kirche

      Die katholische Dogmatik lehrt, daß die Zugehörigkeit zur Kirche für alle Menschen heilsnotwendig ist.

      Darin waren sich alle Päpste, Konzilien und Kirchenväter der Vergangenheit selbstverständlich einig. Der Eichstätter Dogmatikprofessors Ludwig Ott spricht in seinem Handbuch von einer „einmütigen Überzeugung der Väter, daß außerhalb der Kirche das Heil nicht zu erlangen ist“.

      Dem übereinstimmenden Zeugnis der Väter schreibt die Kirche Unfehlbarkeit zu.

      Diese Lehre verkündete auch das 4. Laterankonzil im Jahr 1215: „Außerhalb der einzigen Kirche wird keiner gerettet.“

      Das Unionskonzil von Florenz, die Päpste Innozenz III. († 1216), Bonifaz VIII. († 1303), Klemens VI. († 1352), Benedikt XIV. († 1758), Pius IX. († 1878), Leo XIII. († 1903) und nicht Pius XII. († 1958) bestätigten den katholischen Lehrsatz.

      Pius IX erklärte gegenüber dem religiösen Indifferentismus: „Auf Grund des Glaubens ist festzuhalten, daß außerhalb der apostolischen, Römischen Kirche niemand das Heil kann. Sie ist die einzige Arche des Heils. Wer nicht in sie eintritt, wird in der Flut umkommen.“

      Unter besonderen Umständen kann die aktive Zugehörigkeit zur Heilsanstalt Kirche durch das Verlangen danach ersetzt werden.

      Das ist der Fall, wenn ein Mensch unter unverschuldeter und unüberwindlicher Unkenntnis der katholischen Religion leidet. Er muß die sittliche Bereitschaft besitzen, dem Willen Gottes zu folgen.

      Unsere bisherigen Stellungnahmen:

      Unser Kommentar:
      Als “Einstimmung” lese man (auch einmal) einen wohl ziemlich typischen protestantisch-projüdischen Kommentar zur neu(est)en Karfreitagsfürbitte von Eric C. Martienssen, Köln (Evangelische Kirche)! Da heißt es - nebenbeibemerkt - zum Vorstand von God`s Sabbath Int. gAG i.G. : “Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich der Vorstand von God’s Sabbath International ausschließlich aus Mitgliedern ganz normaler protestantischer, katholischer, jüdischer oder jüdisch-messianischer Gemeinden, nicht aus irgendwelchen - wie auch immer gearteten - sektiererischen Gemeinden rekrutiert! Die erfreulicherweise steigende Anzahl von Siebenten-Tags-Adventisten, die jeglicher Form von Ersatztheologie gegenüber Gottes Heiligem Volk abgeschworen haben, sind auf diesen Seiten herzlich willkommen.” Nun, wir wären da auch nicht willkommen, denn wir haben dieser “Ersatztheologie” noch keineswegs abgeschworen! Wohl aber hat das die nachkonziliare katholische Hierarchie mindestens in der Mehrzahl ihrer Repräsentanten seit dem II. Vaticanum getan. Und deswegen muss sie sich jetzt auch die Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten seitens der Neu-Umworbenen und Neu-Versöhnten gefallen lassen. (Die Geister, die sie rief, die wird sie nun nicht mehr los!)

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      Juden fordern erneut Änderung der Karfreitags-Fürbitte

      Verfasst von deislam am März 10, 2008

      Wir wiederholen: Wir befassen uns hier nicht mit dem jüdischen, sondern mit dem islamischen Antichristentum. Aber beim vatikanverordneten “interreligiösen Dialog” gibt es vieles, was bei beiden Christus-Gegnerschaften analog zutrifft, zum Beispiel sowohl die Dreistigkeit, mit der sie (zunehmend) in die katholische Kirche hineinbestimmen (wollen), wie ihre offensichtlich stets gleichbleibende, ja sich sogar verhärtende Verstocktheit und Unbekehrbarkeit.

      Zitat von Radio Vatikan: 09/03/2008 17.26.12

      Juden fordern Änderung der Fürbitte

      Die Kritik an der neuen Karfreitagsfürbitte für die Juden in der lateinischsprachigen Liturgie im außerordentlichen Ritus von 1962 hält an. Der Vizepräsident der Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, warf der Kirche vor, dass sie die Juden „bekehren möchte und sie weiterhin als unmündig betrachtet“. Das meldete das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ am Samstag. Die Formulierung „dass die Juden Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen mögen“, erniedrige die Juden oder mache sie zu einer zweitklassigen Religion mache, die bekehrt werden müsse. Der Zentralratsvize rief die Deutsche Bischofskonferenz auf, sich bei Papst Benedikt XVI. für eine Änderung einzusetzen. Der Gesprächskreis „Juden und Christen“» des Zentralkomitees der deutschen Katholiken rief den Papst ebenfalls auf, die Fürbitte zurückzuziehen. Sie sei eine Kränkung der Juden und Bedrohung des Judentums als Religion, erklärte der katholische Vorsitzende des Gesprächskreises, der Augsburger Pastoraltheologe Hanspeter Heinz, gegenüber „Report Mainz“. - Die Sendung wird am Montag um 21.45 Uhr im Ersten Programm ausgestrahlt.
      Kurienkardinal Walter Kasper, in dessen Zuständigkeit der Kontakt zu den Juden fällt, hatte vergangene Wochen ein Treffen führender Rabbiner mit ihm und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone angekündigt. Dieser werde eine Erklärung abgeben, danach sollte der Vorgang beigelegt sein, so Kasper.
      (kna/rv 09.03.2008 bp)

      Unser Kommentar:
      Es kann der derzeitigen katholischen Kirchenführung, Papst und Kurie und Weltepiskopat, (hoffentlich) nur die Augen öffnen, wenn solche Reaktionen von jüdischer Seite kommen. Was nämlich seit dem II. Vatikanum, und namentlich seit dem Dekret “Nostra Aetate” bezüglich post-christlichem, talmudisch-kabbalistischem Judentum an verfehlter Theologie und Pastoral betrieben wurde, war ein regelrechter Verrat an ihrer vormaligen, perennialen Lehre und Verhaltensweise gegenüber den christusfeindlichen Juden. Es war wie eine Kehrtwendung um 180°!

      „Dass die Juden Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen mögen, erniedrige die Juden oder mache sie zu einer zweitklassigen Religion, die bekehrt werden müsse.” Dies sei “eine Kränkung der Juden und eine Bedrohung des Judentums als Religion”.

      Kann die eigene Verblendung, die Blindheit, die Verstocktheit noch deutlicher ausgedrückt und vor aller Welt eingestanden werden? Kehren wir also gleich zur originalen, bewährten Version der Fürbitte zurück:

      Lasset uns deshalb auch (weiterhin) beten für die ungläubigen Juden, dass Gott, unser Herr, den Schleier von ihren Herzen wegnehme, auf dass auch sie unsern Herrn Jesus Christus erkennen.

      Allmächtiger, ewiger Gott, Du schließest sogar die ungläubigen Juden von Deiner Erbarmung nicht aus. Erhöre unsere Bitten, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor Dich bringen, damit sie das Licht Deiner Wahrheit, welches Christus ist, erkennen und ihrer Finsternis entrissen werden. Durch Ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

      Orémus et pro pérfidis Judáeis: ut Deus et Dóminus noster áuferat velámen de córdibus eórum; ut et ipsi agnóscant Jesum Christum, Dóminum nostrum.

      Omnípotens sempitérne Deus, qui étiam judáicam perfidiam a tua misericórdia non repéllis: exáudi preces nostras, quas pro illíus pópuli obcaecatióne deférimus; ut, ágnita veritátis tuae luce, quae Christus est, a suis tenebris eruántur. Per eúndem Dóminum nostrum Jesum Christum, Fílium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitáte Spíritus Sancti Deus: per ómnia sáecula saeculórum. Amen.

      PS: Dazu noch, zur Erinnerung, die Meldung vom 8. März 2008:

      Der Potsdamer Rabbiner Walter Homolka bekräftigt seine Kritik an der neuen Karfreitagsfürbitte der katholischen Kirche. Ihre Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft stünden „durch diesen unfreundlichen Akt schlagartig vor einer Zerreißprobe wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr“, erklärte Homolka in der Berliner evangelischen Wochenzeitung „Die Kirche“. Er sprach von einer Eiszeit zwischen Katholiken und Juden. In der vom Vatikan kürzlich neu formulierten Juden-Fürbitte für Karfreitagsgottesdienste im außerordentlichen lateinischen Ritus heißt es, dass die Juden Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen mögen. Homolka sieht darin einen Aufruf zur Bekehrung. Deshalb hatte er wie der jüdische Sozialwissenschaftler Micha Brumlik seine Teilnahme am Katholikentag vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück abgesagt. Der Gesprächskreis „Juden und Christen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken rief Papst Benedikt XVI. auf, die Fürbitte zurückzuziehen. Dem Gremium gehört auch Homolka an. (kna 08.03.2008 mg)

      Siehe dazu unseren Post vom 28. Februar 2008

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      Das entscheidende Geschehnis: Gottes sichtbarer Eintritt in die Weltgeschichte

      Verfasst von deislam am Februar 29, 2008

      Der tiefste Wesenszug des Urchristentums ist die Überzeugung, ist der mit aller Inbrunst des Herzens, aber auch mit allen logischen Folgerungen festgehaltene Glaube, dass Gottes Sohn in Menschengestalt einmal in die Weltgeschichte eingetreten ist, um für die Sünden der Welt Sühne zu leisten und das Geschenk des Heiligen Geistes (Apg. 2, 38) zu bringen, und dass er nie mehr aus dieser Welt verschwinden wird: “Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt” (Matth. 28, 20). Diese Überzeugung stand am Anfang alles Christentums. Denn jene ersten literarischen Niederschläge der frühesten Missionspredigt, die wir als die sogenannten synoptischen Evangelien verehren, berichten uns die Gleichnisse, mit denen Christus selbst vor allem Volke das Einmalige, das Unerhörte seiner Sendung dargetan hat. Da lesen wir das Gleichnis vom Bräutigam und der Braut, das zurückgreift auf die uralte jüdische Prophezeigung von der Brautschaft Gottes mit dem auserwälten Volke (Ezech. 16; das Hohelied; Jes. 61,10; Jer. 2, 32). Und nun kommt Christus als dieser göttliche Bräutigam, um sein Hochzeitsfest mit der Menschheit zu feiern (Matth. 9, 15, 25, 6; Joh. 3, 29). Da lesen wir das Gleichnis vom Sohne, den der göttliche Besitzer des Weinberges an die Winzer schickt, nachdem sie alle Sendungen der Knechte abgewiesen hatten (Luk. 20, 9-19). Da hören wir — ohne Gleichnis — Christus die unergründliche Tiefe des Geheimnisses seiner Person andeuten, wenn er ausruft: “Niemand kennt den Sohn als der Vater und niemand kennt den Vater als der Sohn, und wem es der Sohn offenbaren will” (Matth. 11, 27). Da hören wir Christus an Petrus die Frage stellen: “Für wen haltet ihr mich?” Und hören die Antwort: “Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (Matth. 16, 16). Und übereinstimmend berichten diese Erinnerungsblätter der frühesten Missionspredigt, dass der Tod Christi durch den Urteilsspruch des Hohenpriesters und seines Synedriums herbeigeführt wurde, weil diese Christi Zeugnis sehr wohl verstanden, es aber als Gotteslästerung brandmarkten, dass er sich zum Sohne des lebendigen Gottes erklärte (Matth. 26, 57-68); Mark. 14, 53 ff.; Luk. 22, 63 ff.). Übereinstimmend aber schildern die synoptischen Evangelien auch die Opfergesinnung, mit der Christus diesen Tod auf sich nahm: “um sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele” (Matth. 20, 28; Mark. 10, 45).

      Nicht erst eine spätere Zeit, die durch das vierte Evangelium noch zu uns redet, hat also Christus als den Mensch gewordenen Gottessohn verkündet, sondern die allererste Missionspredigt, deren Widerhall in den drei ersten (synoptischen) Evangelien zu uns herübertönt, verbreitete diese wichtigste Frohbotschaft in der Welt: Gottes Sohn ist Mensch geworden und hat unter uns Wohnung genommen. Das Johannesevangelium, als Niederschlag einer späteren Form der apostolischen Predigt vor schon bestehenden Christengemeinden, bestätigt nur das, was diese synoptischen Evangelien überliefert haben (Joh. 1 ,14), läßt aber auch erkennen, dass es schon Christen gibt, die an der Frohbotschaft deuteln, die entweder die wahre Gottheit Christi leugnen oder sein wahres Kommen, Leben, Leiden und Sterben im Fleische zum Scheinmenschentum verflüchtigen wollen (Joh. 21, 24-31). Solche subjektivistischen Ausleger des Christentums anerkennt aber Johannes nicht als echte Christen, ja, er nennt sie in seinen Briefen geradezu “Antichristen” (I. Joh. 4, 3; 2. Joh. 7 f.)

      Aus den Paulusbriefen, von denen einige noch älter sind als die synoptischen Evangelien, geht dasselbe hervor: Er verkündet Christus als “aus den Juden vom Fleische nach”, aber zugleich als “Gott, hochgelobt über alles in Ewigkeit” (Röm. 9, 5). Er verkündet ihn als denjenigen, der “in der Gestalt Gottes war”, aber “sich selbst erniedrigt und Knechtsgestalt annahm und gehorsam geworden ist bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuze” (Phil. 2, 5-8). Aber auch Paulus läßt in seinen Briefen deutlich erkennen, dass ihm andere Deuter des Evangeliums gegenübertreten, die an dem eindeutigen Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes herumdeuten und neue Lehren aufstellen, die dem Ohre schmeicheln, aber der Wahrheit widersprechen (2. Tim. 4, 3).

      In Übereinstimmung mit diesen ältesten Urkunden der Christenheit lassen uns die Briefe des heiligen Ignatius von Antiochien, die älteste Briefsammlung der unmittelbaren nachapostolischen Zeit, diese nämliche Situation erkennen: Der einfachen Verkündung des entscheidensten Faktums der Weltgeschichte, nämlich der Menschwerdung Gottes, stehen Lehrer gegenüber, die sich Christen nennen, aber die Tatsache der Menschwerdung Gottes abzuschwächen suchen, jetzt nicht durch die Leugnung der Gottheit Christi, sondern im Gegenteil: durch die Lehre von einem Scheinmenschentum, das Christus angenommen habe. Ignatius aber verteidigt die Lehre von der wahren Gottheit und der wirklichen Menschheit Christi und läßt an dieser Grundlehre nicht rütteln.

      Der tiefste Wesenszug katholischen Christentums blieb es durch alle Jahrhunderte bis heute, dass es immer die Tatsache der Menschwerdung Gottes, dieses eindeutige und doch so unerhörte Wunder des sichtbaren Eintretens Gottes in die Menschengeschichte, gegen alle Umdeutungen verteidigt und verkündigt hat, dass es ebensowenig Christus zu einem bloßen Menschen und Weltweisen erniedrigen ließ, wie es sich wehrte, wenn er zur mythologischen Gestalt der Götterwelt mit einem Scheinmenschentum oder in neuerer Zeit zur bloßen Idee verflüchtigt werden sollte. Dieser Wesenszug des katholischen Christentums haftet ihm heute wie vor zwanzighundert Jahren an: Es macht unbedingt Ernst mit der in inbrünstigem Glauben erfaßten Tatsache des einmaligen Gekommenseins Gottes in die Menschenwelt.

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      Karfreitagsgebet für Juden-Bekehrung überschattet Katholikentag

      Verfasst von deislam am Februar 28, 2008

      Wir übernehmen folgende Meldung aus (jesus.de / epd) -

      Das neue katholische Karfreitagsgebet zur Bekehrung der Juden belastet nun auch den kommenden Katholikentag.
      Der Repräsentant der Weltunion für progressives Judentum in Deutschland, Walter Homolka, hat seine Mitwirkung an dem Christentreffen im Mai in Osnabrück abgesagt. Das katholische Gebet «zur Erleuchtung der Juden» sei nach der Schuld, die die katholische Kirche «in ihrer Geschichte mit dem Judentum» und zuletzt im Nationalsozialismus auf sich geladen habe, «völlig unangemessen» und müsse «aufs Schärfste zurückgewiesen werden», erklärte er am Montag in Potsdam.

      Die Weltunion gilt mit 1,6 Millionen Mitgliedern in 46 Ländern als weltweit größte jüdische religiöse Organisation. Der liberale Rabbiner kritisierte zugleich die Ankündigung der Bischofskonferenz auf ihrer Frühjahrstagung, Möglichkeiten für multireligiöse Feiern weiter einzuschränken. «Die Beziehungen zwischen katholischer Kirche und der jüdischen Gemeinschaft stehen durch diese unfreundlichen Akte schlagartig vor einer Zerreißprobe, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr», betonte Homolka, der in Potsdam mit dem Abraham-Geiger-Kolleg die einzige deutsche Ausbildungsstätte für Rabbiner leitet.

      In diesem Klima sei die Pflege von Gastfreundschaft nicht mehr möglich, so Homolka. Katholisch-jüdische Gemeinschaftsfeiern und die gemeinsame Lektüre des christlichen Neuen Testaments setzten eine Basis des Vertrauens voraus, «die ich im Augenblick für mich leider nicht mehr gegeben sehe». Beim 97. Deutschen Katholikentag in Osnabrück sind unter anderem ein sogenanntes «Zentrum Christlich-Jüdischer Dialog» und ein
      «Zentrum Christlich-Islamischer Dialog» vorgesehen.

      Papst Benedikt XVI. hatte im vergangenen Jahr die umstrittene lateinische «Tridentinische Messe» wieder zugelassen. Die darin enthaltene Karfreitagsfürbitte «für die Juden», die unter anderem von einer «Verblendung» der Juden spricht, wurde Anfang Februar in einer Neufassung veröffentlicht. Der Text wurde entschärft, ruft jedoch weiterhin zu einer «Erleuchtung» und «Rettung» der Juden durch den christlichen Gott auf. Die italienische Rabbinerversammlung hatte daraufhin Gespräche mit der katholischen Kirche abgebrochen. Das Karfreitagsgebet soll in katholischen Gottesdiensten in diesem Jahr erstmals in der neuen Form gesprochen werden.

      Siehe dazu unseren Beitrag: “Die re-re-revidierte Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden”

      Und die Zenit-Meldung: “Vertreter des Judentums wollen Dialog mit der Kirche weiter vorantreiben.” 

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