Geschrieben von deislam - 8. Januar 2009
Es geschah am vergangenen Samstag-Nachmittag, 3. Januar 2009. Um gegen die (militärischen) Reaktionen Israels auf die Waffenstillstandsaufkündigung der Hamas zu protestieren, hatten sich auf dem Piazza del Duomo in Mailand ohne Erlaubnis tausend, vielleicht zweitausend Manifestanten versammelt, angeführt vom Imam Abu Imad, von der Moschee an der “Jenner-Straße”, der bereits im Jahre 2007 von einem Gericht wegen terroristischer Aktivitäten verurteilt worden war, um (schließlich) vor dem Dom (Richtung Mekka) ein islamisches Gebet abzuhalten.
Ein analoges Ereignis fand (gleichzeitig) auch in Bologna statt, vor der Kathedrale San Petronio, die vor einigen Jahren Zielscheibe des islamischen Integralismus war wegen einer Freske von Giovanni da Modena, welche Mohammed unter den Verdammten darstellte entsprechend dem achtundzwanzigsten Lied über die “Hölle” (“Inferno”) von Dante.
Die Reaktionen auf diese islamische(n) Invasion(en) waren zum großen Teil verurteilende, und in einigen Fällen befürchtet man sogar den Bürgerkrieg. Nur wenige gab es, die außerhalb des allgemeinen Chors ertönten, und unter diesen eine christliche Stimme, das heißt jene von Pater Tonio Dell’Olio der Bewegung “Pax Christi”, der bei einem Interview von Paolo Salom im “Corriere della Sera” von heute meint, dass diese Gebete, die die Hauptplätze von Milano und Bologna regelrecht in “Freiluft-Moscheen” verwandelt haben, Ausdruck der “Solidarität der islamischen Welt” seien, die “über das Gebet gehe”. Ganz anderer Meinung ist Don Luigi Manganini, Erzpriester des Doms von Mailand, der die Muslime “fehlender Sensibilität” beschuldigt, eine Ansicht, die von Gianni Santucci auf den Mailänder Seiten der Tageszeitung (Corriere della Sera) von der Via Solferino berichtet wird. Don Manganini bemerkt, dass er “als Christ” nicht teilgenommen haben würde “an einer Manifestation, die ihren Abschluss mit einem Gebet ausgerechnet vor einer Moschee” gefunden hätte.
Aber kann dieses Gebet einen symolischen Wert haben? Gemäß Michele Brambilla der Zeitschrift “Il Giornale” ist dies evident. Und Brambilla sieht in diesem auch die Symbolik, die geliefert wird von einem Westen, der um “die Muslime nicht zu beleidigen, die Krippen aus der Öffentlichkeit verbannt, die Bezüge auf Jesus in den Weihnachtsliedern und den Schinken auf dem Tisch des Kindergartens unterlässt, der aber nichts dagegen einzuwenden hat, wenn der Dom gezwungen wird, seine Tore zu schließen” und ironisch an eine Betrachtung über “zwei Gewichte und zwei Maße” der westlichen Medien: Was hätten wir in unseren Tageszeitungen lesen müssen, wenn vier traditionalistische Katholiken hingegangen wären, um vor der Moschee von Segrate zu beten?” Kritische Stimmen gegen die nicht autorisierte Gebets-Manifestation erheben sich auch vom Mailänder Stadtrat: Riccardo De Corato, stellvertretender Bürgermeister von Milano; er greift den Imam von der Viale Jenner, Abu Imad, an, der “am pro-palästinensischen” Umzug teilgenommen habe, der Schauplatz von Straftaten und schwerwiegender Akte gegen die befreundeten Staat Israel gewesen sei. Es wäre angebracht, dass der Imam einen Schritt zurück machen würde, weil er immer weniger glaubwürdig sei als Ansprechpartner des Islamischen Zentrums an der Jenner-Gasse”. Auch einige muselmanische Stimmen haben die Kundgebung stigmatisiert: Khaled Fouad Allam, Dozent der Soziologie der muslimischen Welt an der Universtität von Triest und der Islamistik an der Universtität von Urbino gibt zu, dass “ein Risiko existiert” für einen Bürgerkrieg. Das bestätigt der Dozent algerischer Herkunft im “Corriere della Sera”, interviewt von Paolo Salom, wenn er darauf hinweist, wie der religiöse Faktor über den nationalistischen die Oberhand gewonnen habe hinsichtlich der palästinensischen Frage, weshalb “die Hamas dominiere, die es ablehne, die Existenz Israels zu akzeptieren und einen neuen Antisemitismus schüre” und die besorgniserregenden Auswirkungen desselben auf die Immigranten, weil “in der kollektiven Vorstellungswelt des Immigranten wenn nicht der Bürgerkrieg so doch die Unmöglichkeit der Kommunikation zwischen Islam und Westen besteht”. Souad Sbai, Abgeordneter der PDL marokkanischen Ursprungs, bekannt für seine mutigen Schlachten zugunsten der Emanzipation der muslimischen Frauen, interviewt von Felice Manti für “Il Giornale”, bestätigt, dass “der Extremismus in atemberaubender Weise fortschreite” und dass das Verbrennen von Flaggen “vor Frauen und Kindern nicht nur schändlich gewesen sei. Weit mehr.” Der Abgeordnete Sbai kritisiert den Erzbischof Tettamanzi wegen seiner Öffnung (seines Wohlwollens) gegenüber den Moscheen und sagt klar, dass “wer die Regeln nicht respektiert, fortgejagt werden soll”. Überdies beschuldigt Souad Sbai den Westen der Schwäche gegenüber Leuten “die sich über die Menschenrechte, die Gleichheit der Frau, hinwegsetzen. Auch Gad Lerner interveniert betreffend der islamischen Demonstrationen. Der Journalist, der der hebräischen Gemeinschaft angehört und aktiv ist in der Mittelinks-Parteien-Koalition, der uns gewöhnt hatte an “weichere” Töne gegenüber der muslimischen Welt, ist dieses Mal kategorisch: in seinem persönlichen Blog bezeichnet er die Organisatoren der Kundgebung als “Parasiten der Verschlimmerung (Verschärfung) und als Brandstifter … ethnischen Hasses” und er sagt klar, dass “die Kritik an Israel monopolisiert worden sei von jenen, die nicht nur die Fahnen mit dem Davidstern verbrennen (eine Art, die Existenz [das Existenzrecht] des hebräischen Staates zu verneinen), sondern, schlimmer noch, den Religionskrieg hochzujubeln”. Andererseits erstaunt die Härte von Pier Gianni Prosperini, regionaler lombardischer Landrat für Sicherheit und bekannt für seine polemische Ader gegenüber dem Islam nicht, der verficht, dass man etwas solches “nicht einmal zu den Zeiten des Nazismus” gesehen habe.
Wir haben diese Zeilen eröffnet mit der Meinung eines Katholiken, der das islamische Gebet unterstützte; wir schließen mit der Auffassung eines anderen Katholiken, des einflussreichen Schriftstellers Vittorio Messori, des Autors der Bestsellers “Ipotesi su Gesù” (deutsch: “Mensch geworden. Wer war Jesus”) und “die Schwelle der Hoffnung überschreiten”, in der er Johannes Paul II. interviewte. Messori bekräftigt in der “Stampa” von Turin, dass jene islamischen Gebete auf dem Kirchplatz des Doms und von San Petronio ein offensichtliches Zeichen der Verachtung sind und er hält dafür, dass der “Dialog” ein Fehler der Perspektive analog jenem der Kirche sei hinsichtlich der “Ostpolitik” und des Dialogs mit kommunistischen Regimen. Und er sagt klar, dass “gewisse Männer der Kirche nicht begriffen, dass man, wenn man die Glaubenszeichen verbirgt, nicht die Achtung der Islamisten gewinnt, sondern ihre Verachtung. Es ist ein Beweis der Schwäche, während ihre Auffassung der Religion viril, kriegerisch ist”. Messori findet jedoch Zeichen der Schwäche auch in der muslimischen Aggressivität: “Die Ummah, die muslimische (Welt-)Gemeinschaft, in der Diaspora im Westen, fühlt sich bedroht von unseren Giften aber auch von unseren Werten, die sich aus dem Christentum herleiten, auch wenn sie säkularisiert sind”.
Was können wir angesichts der Bilder einer nicht-bewilligten islamischen Manifestation sagen, während welcher Fahnen verbrannt wurden und die angeführt wurde von einem Imam einer notorisch dschihadistischen Moschee? Ist vielleicht der Moment gekommen, (solchem) einen Riegel vorzuschieben, denn den Dom von Milano dazu zu zwingen zu schließen, um einer solchen Kundgebung Platz zu machen, ist gewiss nicht ein Zeichen des Dialogs. Erinnern wir uns, dass für die integralistischsten Muselmanen, zu denen der Prediger al Qaradawi gehört, der Tag kommen wird, an dem Rom islamisiert sein wird, wobei nur dies zu entscheiden sei, ob es “mit dem Wort oder mit dem Schwert sein werde”; denn das hat Mohammed in den sogenannten “Hadithen der Eroberung Roms” verheißen. Geben wir uns darüber Rechenschaft, wenn wir die Bilder der Muslime sehen, die es erzwingen, dass der Dom von Mailand schließen muss.
Dazu eine Leserkommentar (von Romano Bergamaschi) vom 6.1.2009:
Der Islam besetzt den Domplatz von Mailand
“… ich wusste nicht, dass es auch ‘ein Recht auf Invasion’ gäbe” – scherzte irgend ein hoher Prälat mit höchst gesundem Menschenverstand vor einiger Zeit. “Wir werden euch mit ‘euren’ Gesetzen besetzen (überfluten), und dann mit ‘unseren’ unterwerfen” – wurde, vor Jahren, gesagt. Nun sind wir so weit. Es ist evident, dass der Islam den Bürgerkrieg will – etwas anderes als (nur) eine Konfrontation, und noch weniger ein Dialog! In Wirklichkeit ist das das Barbarentum, das die Zivilisation überfallen will. Wenn der Islam sich im Koran identifiziert, ist es offensichtlich, dass es sich um einen ideologischen Totalitarismus handelt, kodifiziert (einschließlich dessen, was wir in der Konstitution und in allen Gesetzen und in der Bibel finden) vor 14 Jahrhunderten, unverändert und endgültig. Ein Totalitarimus, der sich ausbreitet, indem er sich mit Gewalt und Unterdrückung aufdrängt. Das Gegenteil des Christentums. Unvereinbar mit dem Evangelium aber auch unvereinbar mit unserer Verfassung: weshalb, wer unter uns gemäß dem Koran leben wollte, sich notwendigerweise (als) gesetzlos finden würde. Statt sie zu evangelisieren und zu zivilisieren, werden wir uns islamisieren und unterwerfen lassen müssen. Statt ein gutes Megaphon zu nehmen und ihnen damit eine schöne und heilige Predigt über das Evangelium zu halten – da Gott sie ihnen gesandt hat, vivaddio! – hat sich der Hirte von Mailand im Dom verschanzt… indem er die Madonnina alleine ließ… die sich auf die letzte Turmspitze geflüchtet hat… arme Mamma… Und dann sagen sie, sie verstünden nicht, “weshalb” sie in Civitavecchia – einer Vorstadt von Rom – in den Händen eines Pfarrers der Kirche… Bluttränen vergossen habe!!!! Was können wir tun? Alles! “mit Schreiben, und unterdessen mit Beten – Beten – Beten, immerzu Beten! -
Und ein weiterer Beitrag von Laura Clara Man…
Heute der Kirchplatz, morgen die Kirchen
Um nicht erschreckt zu sein über das, was in Milano und in Bologna geschehen ist, muss man (entweder) bewusstlos oder verantwortungslos oder Komplize des islamischen Integralismus sein. Fragen wir uns, was geschehen wäre, wenn Katholiken vor der Moschee von Rom beten gegangen wären wegen der sehr vielen Christen, die in muslimischen Ländern verfolgt werden; aber fragen wir uns auch, was geschehen würde, wenn Katholiken beten gehen würden vor einer Moschee, ich sage nicht in Iran oder in Saudi Arabien, sondern in jenen Ländern, welche der Westen “moderate” nennt wie Marokko oder Jordanien. Gewiss garantiert die italienische Verassung die Freiheit der Demonstration, jedoch unter der Bedingung, eine Erlaubnis zu verlangen beim Polizeipräsidium hinsichtlich der Zeit und des Ortes: eine Bewilligung die weder in Mailand noch in Bologna eingeholt wurde. Gerade unter diesen Umständen zeigt die Verfassung die ihr innewohnenden und unlösbaren Schwächen: die erste ist die, dass sie konzipiert wurde, indem die Trennung zwischen politischer Macht und der Angelegenheiten der Religion als selbstverständlich vorausgesetzt wurde, was der christlichen Welt angeboren ist und fremd ist dem Islam.
Die zweite ist jene, Personen Rechte zu garantieren, die sich im Klaren sind darüber, dass garantierten Rechten auch präzise Pflichten entsprechen, die zu respektieren sind: und diese Übereinstimmung (Entsprechung) und Gegenseitigkeit der Rechte und der Pflichten ist den Muslimen unbekannt, die, während sie sich als Gäste im Hause anderer befinden, nur Rechte haben und sich als Herren (Besitzer) benehmen. Es ist nutzlos, ständig zu wiederholen, dass man “mit den moderaten Muslimen sprechen müsse”; mit den moderaten Muslimen reden wir bereits, und mit ihnen gibt es keine Probleme: das Problem sind die integralistischen Muslime, weil sie mit uns gar nicht sprechen wollen, da sie uns für “ungläubige Hunde” (d.h. unreine Tiere) halten, noch können wir denken, dass uns die Moderaten helfen könnten, indem sie als Vermittler handelten, da diese für die Integralisten Apostaten und deshalb automatisch zum Tode Verurteilte sind. Nichts geschieht zufällig in der islamischen Kommunität, und deshalb soll man sich keine Illusionen machen; das Gebet vor den Kathedral-Kirchen hat die besorgniserregende Bedeutung eines Schrittes vorwärts in der Eroberung der christlichen und westlichen Welt.
Die italienischen Politiker werden, da sich die europäischen Wahlen nähern, gut daran tun, über das nachzudenken, was vorgefallen ist: persönlich lade ich sie ein, sich entschieden gegen die Torheit des Eintrittes der Türkei in die Europäische Union zu widersetzen, weil gemäß den weisen Worten des Kardinals Biffi “Europa entweder christlich sein wird oder muslimisch”.
Gut daran tun, darüber nachzudenken, würde auch Kardinal Tettamanzi und mit Ihm alle jene Prälaten, die den Bau und die Eröffnung von Moscheen herbeiwünschen, wie wenn es sich um Kirchen handelte, womit sie einen Irrtum verkünden, weil die Moschee nicht, wie die katholische Kirche, das Haus Gottes ist, in dem die Gegenwart Gottes “mit Leib, Blut, Seele und Gottheit” verehrt wird, sondern der Vorposten einer territorialen Eroberung und darum kulturell und politisch.
Übersetzung aus dem Italienischen durch DEISLAM
Siehe: MagdiAllam.it: La preghiera islamica in piazza Duomo – Le reazioni alla manifestazione
Siehe ferner:
Abschließend ein Zitat von Bischof Ernesto Vecchi, Generalvikar der Diözese Bologna:
“Das war kein Gebet und basta. Es war eine Herausforderung, mehr noch als gegenüber der Basilika an unser demokratisches und kulturelles System. – Wir haben die Bestätigung erhalten, dass da ein aus der Ferne gesteuertes Projekt besteht. Was sieht es vor? Die Islamisierung Europas. Das merkte Kardinal Oddi als einer der Ersten. Und er besaß gute Quellen”.
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