ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM

Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

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Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XVI. vor der UNO-Vollversammlung in New York

Verfasst von deislam am April 28, 2008

Wir zitieren aus ZENIT und kommentieren anschließend (Hervorhebungen und Inline-Links durch uns):

ZG08041808 - 18.04.2008
Permalink: http://www.zenit.org/article-14937?l=german

Zum 60. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Menschenrechtserklärung

NEW YORK, 18. April 2008 (ZENIT.org).- Die unveränderlichen Rechte der menschlichen Person, die im natürlichen Recht für alle Menschen mit „common sense“, gesundem Menschenverstand einsehbar sind, bleiben Aufgabe bei der Wahrnehmung der besonderen Verantwortung, die die Menschheitsfamilie den Vereinten Nationen anvertraut hat. Das unterstrich Papst Benedikt XVI., als er am vierten Tag seiner sechstägigen Pastoralreise in den USA vor den Vereinten Nationen in New York besonders die Freiheit der Person und die Ausübung von Religionsfreiheit betonte.

ZENIT dokumentiert den Wortlaut der Rede in einer eigenen Übersetzung des französischen und englischen Wortlautes der Rede am heutigen Vormittag in New York.

* * *

Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XV. vor der UNO-Vollversammlung in New-York vom 18. April 2008

Jetzt, wo ich mit meiner Ansprache vor dieser Versammlung beginne, möchte zunächst Ihnen gegenüber, Herr Präsident, meinen herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte zum Ausdruck bringen. Mein Dank geht auch an den Generalsekretär, Herrn Ban Ki-moon, für die Einladung zum Besuch beim Sitz dieser Organisation und für den Empfang, den er mir bereitet hat. Ich begrüße die Botschafter und Diplomaten aus den Mitgliedstaaten, und alle Anwesenden.

Durch Sie grüße ich die Völker, die hier vertreten sind. Sie schauen auf diese Einrichtung, damit sie der Gründungsinspiration folgend ein Zentrum für die Harmonisierung der Maßnahmen der Nationen für die Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele „des Friedens und der Entwicklung werde”(vgl. Charta der Vereinten Nationen, Artikel 1.2-1.4).

So wie es Papst Johannes Paul II. im Jahr 1995 zum Ausdruck gebracht hat, sollte die Organisation „ein moralisches Zentrum sein, in dem sich alle Nationen der Welt zu Hause fühlen und ein gemeinsames Selbstbewusstsein entwickeln, sich als eine ‚Völkerfamilie’ zu fühlen” (Ansprache vor Generalversammlung der Vereinten Nationen zum 50. Jahrestag ihrer Gründung, New York, 5. Oktober 1995, 14).

Durch die Vereinten Nationen, haben die Staaten weltumspannende Ziele festgelegt, die, auch wenn sie nicht völlig mit dem umfassenden Gemeinwohl der Menschheitsfamilie übereinstimmen, zweifellos einen wesentlichen Teil dieses Gutes ausmachen.

Die Grundprinzipien der Organisation - die Sehnsucht nach Frieden, das Streben nach Gerechtigkeit, Respekt für die Würde der einzelnen Person, die humanitäre Zusammenarbeit und Hilfe - drücken die Bestrebungen des menschlichen Geistes aus und stellen jene Ideale dar, die die internationalen Beziehungen tragen sollen.

Wie meine Vorgänger Paul VI. und Johannes Paul II. an dieser Stelle beobachtet haben, all dies gehört zu dem, was die katholische Kirche und der Heilige Stuhl aufmerksam und mit Interesse verfolgen; und sie sehen in Ihrer Tätigkeit ein Beispiel dafür, wie Probleme und Konflikte in Bezug auf die internationale Gemeinschaft zu einem Gegenstand gemeinsamer Regelung werden können. Die Vereinten Nationen verkörpern den Anspruch für ein „höheres Maß an internationaler Ordnung” (Johannes Paul II., Sollicitudo Rei Socialis, 43), inspiriert durch das Prinzip der Subsidiarität, und damit befähigt, Antwort auf die Forderungen der Menschheitsfamilie nach verbindlichen internationalen Regeln und Strukturen zu geben, die in der Lage sind, die Entfaltung des Lebens der Völker im Alltag zu harmonisieren.

Dies ist umso notwendiger in einer Zeit, in der wir das offensichtliche Paradoxon eines multilateralen Konsenses erleben, der sich weiterhin in einer Krise befindet, weil er immer noch von den Entscheidungen von wenigen abhängt, während die Probleme der Welt die internationale Gemeinschaft zu einem kollektiven Handeln aufruft.

Tatsächlich verlangen Fragen der Sicherheits-, und Entwicklungsziele, die Verringerung der lokalen und globalen Ungleichheiten, der Schutz von Umwelt, Ressourcen und Klima, dass alle internationalen Führer gemeinsam handeln und dass sie ihre Bereitschaft zeigen, mit besten Absichten arbeiten zu wollen, zur Achtung des Gesetzes und zur Förderung der Solidarität mit den schwächsten Regionen des Planeten.

Ich denke dabei vor allem an die Länder in Afrika und auf anderen Kontinenten, die nach wie vor von wahrer und ganzheitlicher Entwicklung ausgeschlossen sind und deshalb Gefahr laufen, nur die negativen Auswirkungen der Globalisierung zu erleben.

Im Rahmen der internationalen Beziehungen ist es notwendig, die Rolle anzuerkennen, die übergeordnete Regeln und Strukturen spielen, die untrennbar auf die Förderung des Allgemeinwohls hin angelegt sind und deshalb dem Schutz der menschlichen Freiheit dienen.

Diese Ordnung schränkt die Freiheit nicht ein. Im Gegenteil, sie fördert sie, weil sie ein Verhalten und Aktionen verbietet, die sich gegen das Gemeinwohl wenden, ihre tatsächliche Ausübung verhindern und damit die Würde jeder menschlichen Person aufgeben.

Im Namen der Freiheit muss es eine Wechselwirkung zwischen jenen Rechten und Pflichten geben, durch die jeder Mensch aufgerufen wird, die Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen, die sich als Folge der Aufnahme von Beziehungen mit anderen ergeben.

An diesem Punkt richten sich unsere Gedanken auf die Art und Weise, wie Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung und der technologischen Entwicklung manchmal angewendet worden sind. Trotz der enormen Vorteile, die die Menschheit dadurch gewinnen kann, sind sie in einigen Fällen ein klarer Verstoß gegen die Ordnung der Schöpfung; und dies bis zu dem Punkt, wo nicht nur dem heiligen Charakter des Lebens widersprochen wird, sondern auch die menschliche Person und Familie ihrer natürlichen Identität beraubt werden.

Auch internationale Maßnahmen zur Erhaltung der Umwelt und zum Schutz der verschiedenen Formen des Lebens auf der Erde sollten nicht nur einen vernünftigen Einsatz von Technologie und Wissenschaft garantieren, sondern auch die Wiederentdeckung des wahren Abbildes der Schöpfung. Dies erfordert nie nur die Wahl eines Entweder-Oder zwischen Wissenschaft und Ethik: Es ist eher eine Frage der Wahl einer wissenschaftliche Methode, die wirklich respektvoll gegenüber ethischen Imperativen ist.

Die Anerkennung der Einheit der menschlichen Familie, und die Wertschätzung der angeborenen Würde eines jeden Mannes und jeder Frau finden heutzutage wieder mehr Bedeutung durch das Prinzip einer Verantwortung, die auffordert zu schützen. Dies wurde erst vor kurzem beschlossen, aber es war bereits implizit seit den Ursprüngen der Vereinten Nationen zugegen und ist jetzt charakteristisch für ihre Tätigkeit.

Jeder Staat hat die vorrangige Pflicht, dem Schutz der eigenen Bevölkerung vor schwerwiegenden und anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte zu dienen, aber auch vor den Folgen der humanitären Krisen, ob sie nun natürlich oder von Menschen verursacht sind.

Wenn Staaten nicht in der Lage sind, einen solchen Schutz zu gewährleisten, muss die internationale Gemeinschaft einschreiten; und zwar mit den juristischen Mitteln, die in der Charta der Vereinten Nationen und in anderen internationalen Werkzeugen dafür vorgesehen sind.

Die Einsätze der internationalen Gemeinschaft und ihrer Organe, vorausgesetzt, sie respektieren die Grundsätze, die die internationale Ordnung tragen, sollten niemals zu ungerechtfertigten Auflagen oder zu einer Einschränkung der Souveränität führen. Im Gegenteil, angesichts eines möglichen Einsatzes gleichgültig zu bleiben oder ihn zu unterlassen, verursacht die wirklichen Schäden. Was wir brauchen, ist eine tiefere Suche nach Möglichkeiten, wie man Konflikte im Vorfeld behandelt und mit ihnen umgeht, indem man alle möglichen diplomatischen Wege auslotet und auch den geringsten Anzeichen für einen Dialogs oder Wunsch nach Versöhnung Aufmerksamkeit und Ermutigung schenkt.

Das Prinzip der Verantwortung zum Schutz wurde von dem alten „ius gentium” als Grundlage für jede Handlung angesehen, die von der Regierung im Hinblick auf die Regierten angesehen: in der Zeit, als das Konzept der souveränen Nationalstaaten zum ersten Mal entwickelt wurde, erklärte der Dominikaner Mönch Francisco De Vitoria, der als ein Vorläufer der Idee der Vereinten Nationen bezeichnet wird, dass diese Verantwortung ein Aspekt der natürlichen Ordnung ist, die von allen Völkern geteilt wird und das Ergebnis einer internationalen Ordnung darstellt, deren Aufgabe es war, die Beziehungen zwischen den Völkern zu ordnen.

Jetzt wie damals bezieht sich dieses Prinzip auf die Auffassung vom Menschen als Bild des Schöpfers, dem Wunsch nach dem Absoluten und dem Wesen der Freiheit.

Die Gründung der Vereinten Nationen fiel, wie wir wissen, mit den tief greifenden Umwälzungen zusammen, die die Menschheit erlebt hat, als nämlich jeder Hinweis auf die Bedeutung von Transzendenz und natürlicher Vernunft aufgegeben wurde, was zur Folge hatte, dass die Freiheit und die Würde des Menschen grob verletzt wurden.

Immer wenn dies geschieht, bedroht es die objektiven Grundlagen jener Werte, die die internationale Ordnung tragen, und es untergräbt die eindeutigen und unantastbaren Grundsätze, die durch die Vereinten Nationen formuliert und konsolidiert wurden.

Wenn man vor neuen und tief greifenden Herausforderungen steht, ist es ein Fehler, sich auf einen pragmatischen Ansatz zurückzuziehen und sich auf die Bestimmung einer „gemeinsamen Basis” zu beschränken, die inhaltlich reduziert und in ihrer Wirkung schwach bleibt.

Dieser Hinweis auf die Menschenwürde, ihre Grundlage und Ziel, die Verantwortung für ihren Schutz, bringt uns zu dem Thema, auf das wir uns in diesem Jahr konzentrieren, da wir den sechzigsten Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern.

Dieses Dokument ist das Ergebnis eines Zusammentreffens der verschiedenen religiösen und kulturellen Traditionen, die alle vom gemeinsamen Wunsch durchdrungen sind, den Menschen in den Mittelpunkt der Institutionen, der Gesetze und der Abläufe der Gesellschaft zu stellen und die menschliche Person in ihrer wesentlichen Bedeutung für die Welt der Kultur, Religion und Wissenschaft zu betrachten.

Die Menschenrechte werden immer mehr als die gemeinsame Sprache und das ethische Substrat der internationalen Beziehungen erachtet. Gleichzeitig dienen die Universalität, Unteilbarkeit und Interdependenz der Menschenrechte als Schutz der Garantie für Menschenwürde.

Es ist offensichtlich, dass diese Rechte, die in der Erklärung anerkannt und dargelegt werden, für alle Menschen Gültigkeit haben kraft des gemeinsamen Ursprungs der Person, die nach wie vor den Höhepunkt von Gottes schöpferischem Plan von Welt und Geschichte darstellt.

Sie gründen sich auf das natürliche Recht, das in die menschlichen Herzen eingeschrieben ist und in den verschiedenen Kulturen und Zivilisationen gegenwärtig ist. Die Menschenrechte aus diesem Zusammenhang zu lösen, würde bedeuten, ihre Reichweite einzuschränken und einer relativistischen Konzeption nachzugeben, gemäß derer die Bedeutung und Auslegung der Rechte variieren könnte und ihnen ihre Universalität im Namen der verschiedenen kulturellen, politischen, sozialen und religiösen Anschauungen aberkannt würde. Diese große Vielfalt der Sichtweisen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht nur Rechte universal sind, sondern auch die menschlichen Person, die Gegenstand dieser Rechte ist.

Das Leben der Gemeinschaft, sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene, zeigt deutlich, dass die Achtung der Rechte und der Garantien, die aus ihnen folgen, Maßnahmen für das Gemeingut sind, die zur Beurteilung der Beziehung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Armut und Entwicklung, Sicherheit und Konflikt dienen.

Die Förderung der Menschenrechte bleibt nach wie vor die wirksamste Strategie für die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den Ländern und sozialen Gruppen, und für die Erhöhung der Sicherheit. Tatsächlich werden die Opfer von Not und Verzweiflung, deren menschliche Würde durch Straflosigkeit verletzt wird, leichte Beute für den Aufruf zur Gewalt, und sie können dann den Frieden verletzen.

Das Gemeinwohl, das die Menschenrechte zu sichern helfen, kann jedoch nicht nur durch korrekte Methoden erzielt werden; noch weniger dadurch, einen Ausgleich zwischen konkurrierenden Rechten zu erreichen. Das Verdienst der Allgemeinen Menschenrechtserklärung besteht darin, dass sie verschiedene Kulturen befähigt hat, rechtlichen und institutionellen Modellen Ausdruck zu verleihen und sie um einen grundlegenden Kern der Werte und damit der Rechte herum zu entwickeln.

Heute müssen die Anstrengungen angesichts des Druckes, die Grundlagen der Menschenrechtserklärung neu zu legen und ihre innere Einheit aufzugeben, verdoppelt werden, sonst erleichtert man eine Abkehr vom Schutz der Menschenwürde hin zur Befriedigung oberflächlicher Interessen und oft partikulärer Absichten. Die Erklärung wurde ein „gemeinsamer Standard für die Erreichung eines Zieles” (Präambel) und kann nicht bruchstückhaft angewandt werden, je nach Trends oder selektiver Auswahl, die lediglich Gefahr laufen, im Widerspruch zur Einheit der menschlichen Person zu stehen und damit der Unteilbarkeit der Menschenrechte widerstreiten.

Die Erfahrung zeigt, dass die Rechtmäßigkeit oft über die Gerechtigkeit triumphiert, wenn das Beharren auf Rechten, sie als ausschließliches Ergebnis der gesetzgebenden Erlasse oder normative Entscheidungen erscheinen lässt, die von den verschiedenen Einrichtungen derer, die an der Macht sind, stammen.

Rechte, die rein auf ihre Rechtmäßigkeit hin eingefordert werden, laufen Gefahr zu schwachen Positionen zu werden, weil sie von ethischen und rationalen Dimension getrennt werden, die ja ihr Grund und ihr Ziel sind.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat vielmehr die Überzeugung bestärkt, dass die Achtung der Menschenrechte hauptsächlich in unveränderlicher Gerechtigkeit verankert ist, auf der die Verbindlichkeit der internationalen Proklamationen ja ebenfalls basiert.

Dieser Aspekt wird häufig übersehen, wenn der Versuch unternommen wird, Rechte ihrer wahren Funktion im Namen einer engen, nutzungsorientierten Perspektive zu berauben.

Da die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten ganz natürlich aus dem menschlichen Miteinander hervorgehen, wird leicht vergessen, dass sie die Frucht eines allgemeinen Vorverständnisses von Gerechtigkeit sind, der in erster Linie auf der Solidarität zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft baut, und damit zu allen Zeiten und unter allen Völkern gültig ist.

Diese Intuition wurde schon im fünften Jahrhundert von Augustinus von Hippo, eines der großen Meister unseres geistigen Erbes, zum Ausdruck gebracht. Er lehrte, das Wort: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu, “kann sich nicht in irgendeiner Weise je nach den verschiedenen Vereinbarungen, die es in der Welt gibt, verändern” (De Doctrina Christiana, III, 14). Menschenrechte müssen als Ausdruck der Gerechtigkeit respektiert werden, und nicht nur weil sie durch den Willen des Gesetzgebers durchsetzbar sind.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Mit dem Voranschreiten der Geschichte ergeben sich neue Situationen und es wird der Versuch unternommen, sie mit neuen Rechten zu verknüpfen. Unterscheidungsvermögen, das heißt, die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse, wird im Kontext der Anforderungen, die das Leben und Verhalten von Personen, Gemeinden und Völker stellen, immer wichtiger. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema der Rechte ist Unterscheidungsvermögen eine unverzichtbare und fruchtbare Tugend, da es ja um wichtige Situationen und tiefgründige Wahrheiten handelt.

Unterscheidungsvermögen zeigt nämlich, dass die ausschließliche Beauftragung einzelner Staaten, mit ihren Gesetzen und Institutionen, die endgültige Verantwortung für die Erfüllung der Erwartungen von Personen, Gemeinden und ganze Völker zu übernehmen, manchmal solche Folgen haben kann, dass die Möglichkeit einer sozialen Ordnung und der Respekt für die Würde und Rechte der Person ausgeschlossen bleibt.

Auf der anderen Seite kann eine Lebensperspektive, die in der religiösen Dimension fest verankert bleibt, helfen, dieses Ziel zu erreichen, da die Anerkennung des transzendenten Wertes eines jeden Mannes und jeder Frau die Bekehrung der Herzen begünstigt und zu einer Überzeugung führt, die hilft, jeder Art von Gewalt, Terror und Krieg zu widerstehen und Gerechtigkeit und Frieden zu fördern.

Dies liefert auch genau den Kontext für jenen interreligiösen Dialog, den die Vereinten Nationen zu unterstützen aufgerufen sind, wie sie auch den Dialog in anderen Bereichen menschlichen Handelns unterstützen. Der Dialog sollte als das Mittel erkannt werden, durch das die verschiedenen Teile der Gesellschaft ihre je eigene Sichtweise artikulieren können und durch das sie einen Konsens um die die einzelnen Werte und Ziele betreffende Wahrheit herum aufbauen können.

Natürlich müssen die Menschrechte das Recht der Religionsfreiheit einschließen, und zwar als Ausdruck einer zugleich individuellen als auch gemeinschaftlichen Dimension. Eine Vorstellung, die die Einheit der Person ausdrückt, auch wenn sie klar zwischen der Stellung des Bürgers und des Gläubigen unterscheidet.

Die Tätigkeit der Vereinten Nationen hat in den vergangenen Jahren sichergestellt, dass die öffentliche Debatte Sichtweisen Raum erschlossen hat, die von einer religiösen Perspektive in all ihren Dimensionen inspiriert ist, einschließlich der Rituale, dem Gottesdienst, der Erziehung, der Verbreitung von Informationen wie auch der Freiheit, eine Religion zu bekennen oder zu wählen.

Es ist daher unbegreiflich, dass Gläubige einen Teil ihrer selbst unterdrücken müssen, nämlich ihren Glauben, um aktive Bürger zu sein. Es sollte niemals erforderlich sein, Gott zu verleugnen, um in den Genuss der eigenen Rechte zu kommen.

Die mit der Religion verbundenen Rechte sind umso schutzbedürftiger, wenn sie einer säkularen Ideologie oder zu religiösen Mehrheitspositionen exklusiver Art gegengesetzt angesehen werden. Die volle Gewährleistung der Religionsfreiheit kann nicht auf die Kultfreiheit beschränkt werden, sondern muss in richtiger Weise die öffentliche Dimension der Religion berücksichtigen, also die Möglichkeit der Gläubigen, ihre Rolle im Aufbau der sozialen Ordnung zu spielen.

Tatsächlich tun sie das schon, beispielsweise durch ihre einflussreiche und großzügige Beteiligung in einem weiten Netzwerk von Initiativen, die von Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Schulen bis zu Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge und karitative Organisationen im Dienste der Ärmsten und Benachteiligten reichen. Die Weigerung, den Beitrag zur Gesellschaft anzuerkennen, der in der religiösen Dimension und der Suche des Absoluten wurzelt - schon in ihrer Natur Ausdruck der Gemeinschaft zwischen Personen -, würde zweifelsohne einen individualistischen Ansatz den Vorzug geben und die Einheit der Person aufsplittern.

Meine Anwesenheit in dieser Versammlung ist Zeichen der Wertschätzung für die Vereinten Nationen und ist als Ausdruck der Hoffnung gemeint, dass die Organisation immer mehr als Zeichen der Einheit zwischen den Staaten und als Instrument des Dienstes an der gesamten Menschheitsfamilie nützen kann.

Sie drückt auch den Willen der katholischen Kirche aus, den ihr eigenen Beitrag beim Aufbau internationaler Beziehungen solcher Art zu leisten, die erlauben, dass jede Person und jedes Volk merken, dass sie eine unersetzliche Rolle spielen.

In einer Weise, die mit ihrem Beitrag im ethischen und moralischen Bereich und mit dem freien Handeln ihrer Gläubigen im Einklang steht, arbeitet die Kirche auch durch die internationale Tätigkeit des Heiligen Stuhls an der Verwirklichung dieser Ziele.

In der Tat hat der Heilige Stuhl immer einen Platz in der Versammlung der Nationen gehabt und damit seinen besonderen Charakter als Subjekt im internationalen Bereich bekundet. Wie die Vereinten Nationen kürzlich bestätigt haben, leistet der Heilige Stuhl dabei seinen Beitrag gemäß den Vorgaben des internationalen Rechts; er hilft dieses Recht zu bestimmen und bezieht sich darauf.

Die Vereinten Nationen bleiben ein bevorzugter Ort, an dem die Kirche bemüht ist, ihre Erfahrung „der Humanität” einzubringen, die sie über Jahrhunderte unter den Völkern aller Rassen und Kulturen entwickelt hat, und sie allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Diese Erfahrung und Tätigkeit, die darauf abzielt, für jeden Gläubigen Freiheit zu garantieren, versucht auch, den Schutz der Personenrechte zu verstärken. Jene Rechte gründen sich auf die transzendente Natur der Person und sind ihr nachgestaltet. Sie erlaubt Männern und Frauen, ihren Glaubensweg und ihre Suche nach Gott in dieser Welt zu verwirklichen. Die Anerkennung dieser Dimension muss verstärkt werden, wenn wir die Hoffnung der Menschheit auf eine bessere Welt unterstützen wollen und wenn wir die Bedingungen für Frieden, Entwicklung, Zusammenarbeit und die Bewahrung der Rechte für die zukünftige Generationen schaffen wollen.

In meiner letzten Enzyklika, Spe salvi, habe ich darauf hingewiesen, dass „die immer neue, beschwerliche Suche des rechten Weges, die menschlichen Angelegenheiten zu ordnen, Aufgabe einer jeden Generation ist” (Nr. 25). Für Christen ist diese Aufgabe aus der Hoffnung motiviert, die aus dem Heilswerk Jesu Christi entspringt. Das ist der Grund, warum die Kirche froh ist, mit dieser angesehenen Organisation verbunden zu sein, die mit der Verantwortung betraut ist, den Frieden und den guten Willen in der ganzen Welt zu fördern. Liebe Freunde, ich danke Ihnen für die heutige Gelegenheit, mich an Sie zu wenden, und ich verspreche Ihnen die Unterstützung durch meine Gebete für das Fortführen Ihrer edlen Aufgabe.

Bevor ich mich von dieser angesehenen Versammlung verabschiede, möchte ich allen hier vertretenen Nationen meine Grüße in den offiziellen Sprachen entrichten:

Peace and Prosperity with God’s help!

Paix et prospérité, avec l’aide de Dieu!

Paz y prosperidad con la ayuda de Dios!

Auf Arabisch und Chinesisch”

Мира и благоденствия с помощью Боией!

[ZENIT-Übersetzung durch Angela Reddemann; © Copyright 2008 des englischen Originals -- Libreria Editrice Vaticana]

Unser Kommentar:

Was wir uns als katholische Christen bei dieser Gelegenheit unbedingt fragen müssen, ist: sind die “Menschenrechte”, so wie sie vor 60 Jahren, Ende 1948, durch die Vereinten Nationen (56 Staaten) und dann später, 1993, durch die zweite Weltmenschenrechtskonferenz in Wien mit Zustimmung von 171 Staaten mit der “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” (”Universal Declaration of Human Rights“) definiert wurden, kompatibel mit dem, was uns unser Glaube lehrt, was CHRISTUS und Sein HEILIGER GEIST lehrt? Darauf können wir mit Bestimmtheit antworten: NEIN!

Oberflächlich gesehen, ist an den 30 Artikeln (aus heutiger Sicht) kaum etwas auszusetzen. Erst wenn man die Sache im Lichte des übernatürlichen christlichen Glaubens betrachtet, wird einem klar, dass hier vieles nicht stimmt, dass vieles nicht vereinbar ist mit dem, was unser HERR und GOTT für die ganze Menschheit und für jeden einzelnen Menschen will. Schon zu Artikel 1 wäre einiges zu bemerken, um eine falsche Interpretation zu vermeiden; aber lassen wir den einmal “unberührt” stehen. Die gravierenden Schwierigkeiten beginnen mit Artikel 2 (in Zusammenschau mit Artikel 7)!

Da wird also stipuliert (Artikel 2): Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.” Und in Artikel 7: “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.” In den Artikeln 9 und 11 wird dann der Begriff “willkürlich” verwendet, der aber undefiniert bleibt und damit seinerseits willkürlich ausgelegt werden kann! Und wer legt fest, was bei Artikel 10 “unparteiisch” und “unabhängig” bedeutet?

Nun, aus christlicher Sicht sind solche Menschenrechts-Forderungen völlig inakzeptabel, ja sie sind letztlich gottlos, weil sie sich nicht an Gottes Gesetz und Geboten orientieren, sondern an rein “menschlichen”, “humanistischen” Postulaten. Mit anderen Worten: man hebt mit diesem Bestimmungen die Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, zwischen Recht und Unrecht, zwischen Gut und Böse, zwischen Wahr und Falsch, zwischen Heil und Unheil auf, weil man je beidem gleiches Recht und gleiche Freiheit verleiht. Und genau diese (hier fehlende, ja verunmöglichte) Unterscheidung zwischen Gut und Böse moniert denn auch Papst Benedikt XVI. auffälligerweise in seiner Ansprache! Nur wird er unseres Erachtens leider nicht konkret. Da wäre zur Illustration und Plausibilisierung gerade der Islam als “Religion” offen und schonungslos namentlich zu behaften. Ohne “Diskriminierung” seitens der Christen kann der Islam sich im Schutze dieser “Menschenrechte” überall ungehindert ausbreiten und damit das Christentum immer mehr diskriminieren und zuletzt unterjochen und geradezu auslöschen; denn der Islam ist die Religion des Anti-Christlichen und damit des Bösen, der Unwahrheit, des Unheils, während das Christentum die Religion GOTTES und damit des Guten, der Wahrheit, des Heils ist. Papst Benedikt XVI. glaubt offenbar - und mit ihm die Menschenrechtsbefürworter - , dass gerade diese es verhindern, dass der Islam (weiterhin - wie bisher) mit den Menschenrechten unvereinbare Exlusivrechte oder Partikularrechte fordern und durchsetzen könne. Nur ist genau das ein Trugschluss, eigentlich reines Wunschdenken. Das ergibt sich schon aus der “Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam” und aus der “Islamischen Charta“! Bei der heutigen “Weltmentalität” wird es der Islam wohl innert Kürze zustandebringen, dass die Menschenrechte eher islam-kompatibel werden als dass er sich dazu hergeben wird, menschenrechts-konform zu werden.

Benedikt XVI. meinte einleitend, dass - wie es schon Johannes-Paul II. 1995 ausgedrückt habe - die UNO “ein moralisches Zentrum” “für alle Nationen” sein sollte. Wie kann aber ein religiös oder weltanschaulich so heterogen zusammengesetztes Gremium Moral, also Sittlichkeit, definieren und deren Einhaltung allgemein fordern und durchsetzen, wenn doch der CHRISTEN-GOTT allein es ist, der bestimmt, was moralisch gut und böse, was sittlich und unsittlich ist? Bei “Allah” und im Koran ist die “Moral” ganz anders umschrieben und festgelegt als in der Lehre Christi und Seiner KIRCHE. Und wie kann der höchste Hirt dieser Kirche, der Stellvertreter Christi, Glauben und Vertrauen haben in eine Organisation wie die UNO, wenn diese den Christen-Gott gar nicht als Autorität anerkennt, gar nicht als maßgeblich ansieht? Heißt es doch in der Heiligen Schrift (1. Kor. 3,11): “Einen anderen Grund kann niemand legen, als der schon gelegt ist, nämlich JESUS CHRISTUS.” Dass eine “UNO-MORAL”, eine “MENSCHENRECHTS-MORAL” einer CHRISTEN-MORAL letztlich im Wesentlichen widerspricht, läßt sich am Beispiel der “Abtreibung” verdeutlichen. Siehe dazu z.B.: “Zur ethischen Grundsatzdebatte über die Abtreibung“! “Human Rights Watch: Women’s Human Rights: Abortion” “Human rights and wrongs

(Unser Kommentar wird gelegentlich ergänzt und weiter bearbeitet!)

Dokumente/Links:

Veröffentlicht in Benedikt XVI, Interreligiöser Dialog, Menschenrechte, Religionsfreiheit, UNO | Keine Kommentare »

Benedikt XVI. tauft einen muslimischen Islam-Kritiker

Verfasst von deislam am März 24, 2008

Wir zitieren aus Idea.de und kommentieren anschließend:

Katholische Kirche, 24.03.08
Papst tauft muslimischen Islam-Kritiker

Journalist Magdi Allam: Islam ist von Hass und Intoleranz gekennzeichnet.

R o m (idea) – Mit der öffentlichen Taufe eines ehemaligen Muslimen und scharfen Kritikers des islamischen Extremismus hat der Papst ein Zeichen gesetzt.

Journalist Magdi Allam, seit Ostern 2008 Christ namens CHRISTIANDer 55-jährige Journalist Magdi Allam, den Benedikt XVI. am Ostersonnabend zusammen mit sechs weiteren Erwachsenen in Rom taufte, sagte, die Kirche sei bislang zu zurückhaltend mit der Taufe von Muslimen umgegangen. Tausende Muslime seien beispielsweise in Italien getauft worden und könnten ihren neuen Glauben dort gelassen praktizieren. Anders ergehe es aber Konvertiten in der islamischen Welt, die sich aus Furcht vor islamistischen Gewalttätern verstecken müssten. Wie die Londoner Zeitung The Times weiter berichtet, lebt der gebürtige Ägypter, der für die Mailänder Zeitung Corriere della Sera arbeitet, seit fünf Jahren unter Polizeischutz. Nach seiner Kritik an Selbstmordattentaten habe er Todesdrohungen erhalten. Allam, der „Christian“ als Taufnahme wählte, bezeichnet den Islam als eine Religion, die von Hass und Intoleranz charakterisiert sei. Er sei von einer Ideologie befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiere, Mord und Selbstmord hervorrufe sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei stehe. Mit seiner Hinwendung zum Christentum habe er die „authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit“ gefunden. Allam, der die meiste Zeit seines Lebens als Erwachsener in Italien verbracht hat und mit einer Katholikin verheiratet ist, hat sich auch als Unterstützer Israels hervorgetan.

Neue Spannungen mit dem Islam?
Wie Times-Korrespondent Richard Owen schreibt, riskiere der Papst mit Allams Taufe erneute Spannungen mit dem Islam, die schon nach seiner Regensburger Vorlesung vor zwei Jahren aufgeflammt waren. Inzwischen habe sich der Papst um Entspannung bemüht, indem er etwa in der Türkei in einer Moschee gebetet habe. Außerdem habe er den saudi-arabischen König Abdullah empfangen und ein katholisch-muslimisches Forum initiiert, das im November eingerichtet werden soll.

Unser Kommentar:

Wunderbar! Das ist nun einmal etwas neue Einsicht Signalisierendes, absolut Lobens-, ja Rühmenswertes, nach all den (mindestens verbalen, “faktalen” bisherigen) unrealistischen Schönfärbereien des Islams und das Liebäugeln mit ihm im Sog des Zweiten Vatikanischen Konzils. Wir können gespannt sein, wie’s weitergeht. Ja, die Spannung wird wachsen. Und das kann dem Christentum nur gut tun!

Allam, der „Christian“ als Taufnahme wählte, bezeichnet den Islam als eine Religion, die von Hass und Intoleranz charakterisiert sei. Er sei von einer Ideologie befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiere, Mord und Selbstmord hervorrufe sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei stehe. Mit seiner Hinwendung zum Christentum habe er die „authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit“ gefunden. Allam, der die meiste Zeit seines Lebens als Erwachsener in Italien verbracht hat und mit einer Katholikin verheiratet ist, hat sich auch als Unterstützer Israels hervorgetan.

Dieser neugetaufte Christ, nun namens CHRISTIAN, äußert sich, bekennt schon gleich zu Beginn seines neuen gnadenvollen Lebens unerschrocken und mutig und damit den ganzen vom Vatikan initiierten Dialog mit dem Islam für die nächste Zukunft beeinflussend und korrigierend: Der Islam ist eine Religion, die von Hass und Intoleranz charkterisiert ist, die eine Ideologie ist, die Lüge und Gewalt legitimiert, Mord und Selbstmord hervorruft sowie für blinde Unterwerfung unter eine Tyrannei steht”. Und “mit seiner Hinwendung zum Christentum habe er die authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit gefunden”.

Ist das nicht ein Lichtblick? Der Papst hat - ihm sei’s gedankt - mit dieser Taufe mehr als “ein Zeichen” gesetzt!

Weiterführende Links:

Veröffentlicht in Aegypten, Allah, Benedikt XVI, Dialog - Interreligiöser, Dschihad, Interreligiöser Dialog, Isa != Jesus, Mohammed, Scharia, Toleranz, Vatikan | 1 Kommentar »

Wird sich Rom unterwerfen?

Verfasst von deislam am März 18, 2008

Neue Synagoge Berlin (2005)kreuz.net – katholische nachrichten, Montag, 17. März 2008 22:47

Der Vatikan plant angeblich, die Aussage der neuen Karfreitagsfürbitte weiter herunterzuspielen. Entscheiden Juden und Kirchenpolitiker, was der Inhalt des katholischen Glaubens ist?

(kreuz.net, Vatikan) Der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone wird einem israelischen Oberrabbiner eine versöhnliche Stellungnahme zur neuen Karfreitagsfürbitte schreiben.

Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Quellen, denen ein Entwurf der angeblichen Stellungnahme bekannt ist.

Papst Benedikt XVI. habe den Text des Briefes bestätigt. Er werde „bald“ veröffentlicht, aber vielleicht nicht mehr vor dem Karfreitag.

Kardinal Bertone wird laut ‘Reuters’ erklären, daß das neue Gebet nicht zur Bekehrung der Juden aufrufe.

Der Text der neuen Karfreitagsbitte
Wir wollen beten für die Juden.
Daß unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.
Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch.
Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, daß ganz Israel gerettet werde, wenn die Fülle aller Völker in Deine Kirche eintritt. Durch Christus, unseren Herrn.
Der Staatssekretär werde sich auf die Konzilserklärung über den interreligiösen Dialog, ‘Nostra Aetate’ berufen.

‘Reuters’ vermutet, daß der Brief ein quietistisches Heilskonzept unterstreicht, wonach die Erlösung Israels „in Gottes Hand“ sei. Das entscheidende Problem, daß niemand ohne Taufe gerettet werden kann, erwähnt der Artikel nicht.

Ungenannte Vertreter des Judentums kommentierten die Stellungnahme bereits vor ihrem Erscheinen. Sie hoffen, daß der Brief Kardinal Bertones eine angebliche Kontroverse beilegt.

Heilsnotwendigkeit der Kirche

Die katholische Dogmatik lehrt, daß die Zugehörigkeit zur Kirche für alle Menschen heilsnotwendig ist.

Darin waren sich alle Päpste, Konzilien und Kirchenväter der Vergangenheit selbstverständlich einig. Der Eichstätter Dogmatikprofessors Ludwig Ott spricht in seinem Handbuch von einer „einmütigen Überzeugung der Väter, daß außerhalb der Kirche das Heil nicht zu erlangen ist“.

Dem übereinstimmenden Zeugnis der Väter schreibt die Kirche Unfehlbarkeit zu.

Diese Lehre verkündete auch das 4. Laterankonzil im Jahr 1215: „Außerhalb der einzigen Kirche wird keiner gerettet.“

Das Unionskonzil von Florenz, die Päpste Innozenz III. († 1216), Bonifaz VIII. († 1303), Klemens VI. († 1352), Benedikt XIV. († 1758), Pius IX. († 1878), Leo XIII. († 1903) und nicht Pius XII. († 1958) bestätigten den katholischen Lehrsatz.

Pius IX erklärte gegenüber dem religiösen Indifferentismus: „Auf Grund des Glaubens ist festzuhalten, daß außerhalb der apostolischen, Römischen Kirche niemand das Heil kann. Sie ist die einzige Arche des Heils. Wer nicht in sie eintritt, wird in der Flut umkommen.“

Unter besonderen Umständen kann die aktive Zugehörigkeit zur Heilsanstalt Kirche durch das Verlangen danach ersetzt werden.

Das ist der Fall, wenn ein Mensch unter unverschuldeter und unüberwindlicher Unkenntnis der katholischen Religion leidet. Er muß die sittliche Bereitschaft besitzen, dem Willen Gottes zu folgen.

Unsere bisherigen Stellungnahmen:

Unser Kommentar:
Als “Einstimmung” lese man (auch einmal) einen wohl ziemlich typischen protestantisch-projüdischen Kommentar zur neu(est)en Karfreitagsfürbitte von Eric C. Martienssen, Köln (Evangelische Kirche)! Da heißt es - nebenbeibemerkt - zum Vorstand von God`s Sabbath Int. gAG i.G. : “Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich der Vorstand von God’s Sabbath International ausschließlich aus Mitgliedern ganz normaler protestantischer, katholischer, jüdischer oder jüdisch-messianischer Gemeinden, nicht aus irgendwelchen - wie auch immer gearteten - sektiererischen Gemeinden rekrutiert! Die erfreulicherweise steigende Anzahl von Siebenten-Tags-Adventisten, die jeglicher Form von Ersatztheologie gegenüber Gottes Heiligem Volk abgeschworen haben, sind auf diesen Seiten herzlich willkommen.” Nun, wir wären da auch nicht willkommen, denn wir haben dieser “Ersatztheologie” noch keineswegs abgeschworen! Wohl aber hat das die nachkonziliare katholische Hierarchie mindestens in der Mehrzahl ihrer Repräsentanten seit dem II. Vaticanum getan. Und deswegen muss sie sich jetzt auch die Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten seitens der Neu-Umworbenen und Neu-Versöhnten gefallen lassen. (Die Geister, die sie rief, die wird sie nun nicht mehr los!)

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Juden fordern erneut Änderung der Karfreitags-Fürbitte

Verfasst von deislam am März 10, 2008

Wir wiederholen: Wir befassen uns hier nicht mit dem jüdischen, sondern mit dem islamischen Antichristentum. Aber beim vatikanverordneten “interreligiösen Dialog” gibt es vieles, was bei beiden Christus-Gegnerschaften analog zutrifft, zum Beispiel sowohl die Dreistigkeit, mit der sie (zunehmend) in die katholische Kirche hineinbestimmen (wollen), wie ihre offensichtlich stets gleichbleibende, ja sich sogar verhärtende Verstocktheit und Unbekehrbarkeit.

Zitat von Radio Vatikan: 09/03/2008 17.26.12

Juden fordern Änderung der Fürbitte

Die Kritik an der neuen Karfreitagsfürbitte für die Juden in der lateinischsprachigen Liturgie im außerordentlichen Ritus von 1962 hält an. Der Vizepräsident der Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, warf der Kirche vor, dass sie die Juden „bekehren möchte und sie weiterhin als unmündig betrachtet“. Das meldete das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ am Samstag. Die Formulierung „dass die Juden Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen mögen“, erniedrige die Juden oder mache sie zu einer zweitklassigen Religion mache, die bekehrt werden müsse. Der Zentralratsvize rief die Deutsche Bischofskonferenz auf, sich bei Papst Benedikt XVI. für eine Änderung einzusetzen. Der Gesprächskreis „Juden und Christen“» des Zentralkomitees der deutschen Katholiken rief den Papst ebenfalls auf, die Fürbitte zurückzuziehen. Sie sei eine Kränkung der Juden und Bedrohung des Judentums als Religion, erklärte der katholische Vorsitzende des Gesprächskreises, der Augsburger Pastoraltheologe Hanspeter Heinz, gegenüber „Report Mainz“. - Die Sendung wird am Montag um 21.45 Uhr im Ersten Programm ausgestrahlt.
Kurienkardinal Walter Kasper, in dessen Zuständigkeit der Kontakt zu den Juden fällt, hatte vergangene Wochen ein Treffen führender Rabbiner mit ihm und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone angekündigt. Dieser werde eine Erklärung abgeben, danach sollte der Vorgang beigelegt sein, so Kasper.
(kna/rv 09.03.2008 bp)

Unser Kommentar:
Es kann der derzeitigen katholischen Kirchenführung, Papst und Kurie und Weltepiskopat, (hoffentlich) nur die Augen öffnen, wenn solche Reaktionen von jüdischer Seite kommen. Was nämlich seit dem II. Vatikanum, und namentlich seit dem Dekret “Nostra Aetate” bezüglich post-christlichem, talmudisch-kabbalistischem Judentum an verfehlter Theologie und Pastoral betrieben wurde, war ein regelrechter Verrat an ihrer vormaligen, perennialen Lehre und Verhaltensweise gegenüber den christusfeindlichen Juden. Es war wie eine Kehrtwendung um 180°!

„Dass die Juden Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen mögen, erniedrige die Juden oder mache sie zu einer zweitklassigen Religion, die bekehrt werden müsse.” Dies sei “eine Kränkung der Juden und eine Bedrohung des Judentums als Religion”.

Kann die eigene Verblendung, die Blindheit, die Verstocktheit noch deutlicher ausgedrückt und vor aller Welt eingestanden werden? Kehren wir also gleich zur originalen, bewährten Version der Fürbitte zurück:

Lasset uns deshalb auch (weiterhin) beten für die ungläubigen Juden, dass Gott, unser Herr, den Schleier von ihren Herzen wegnehme, auf dass auch sie unsern Herrn Jesus Christus erkennen.

Allmächtiger, ewiger Gott, Du schließest sogar die ungläubigen Juden von Deiner Erbarmung nicht aus. Erhöre unsere Bitten, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor Dich bringen, damit sie das Licht Deiner Wahrheit, welches Christus ist, erkennen und ihrer Finsternis entrissen werden. Durch Ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orémus et pro pérfidis Judáeis: ut Deus et Dóminus noster áuferat velámen de córdibus eórum; ut et ipsi agnóscant Jesum Christum, Dóminum nostrum.

Omnípotens sempitérne Deus, qui étiam judáicam perfidiam a tua misericórdia non repéllis: exáudi preces nostras, quas pro illíus pópuli obcaecatióne deférimus; ut, ágnita veritátis tuae luce, quae Christus est, a suis tenebris eruántur. Per eúndem Dóminum nostrum Jesum Christum, Fílium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitáte Spíritus Sancti Deus: per ómnia sáecula saeculórum. Amen.

PS: Dazu noch, zur Erinnerung, die Meldung vom 8. März 2008:

Der Potsdamer Rabbiner Walter Homolka bekräftigt seine Kritik an der neuen Karfreitagsfürbitte der katholischen Kirche. Ihre Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft stünden „durch diesen unfreundlichen Akt schlagartig vor einer Zerreißprobe wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr“, erklärte Homolka in der Berliner evangelischen Wochenzeitung „Die Kirche“. Er sprach von einer Eiszeit zwischen Katholiken und Juden. In der vom Vatikan kürzlich neu formulierten Juden-Fürbitte für Karfreitagsgottesdienste im außerordentlichen lateinischen Ritus heißt es, dass die Juden Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen mögen. Homolka sieht darin einen Aufruf zur Bekehrung. Deshalb hatte er wie der jüdische Sozialwissenschaftler Micha Brumlik seine Teilnahme am Katholikentag vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück abgesagt. Der Gesprächskreis „Juden und Christen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken rief Papst Benedikt XVI. auf, die Fürbitte zurückzuziehen. Dem Gremium gehört auch Homolka an. (kna 08.03.2008 mg)

Siehe dazu unseren Post vom 28. Februar 2008

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Der Vatikan und die Mohammed-Karikaturen

Verfasst von deislam am März 3, 2008

Vatikanstadt - Vertreter des Vatikan und der Kairoer El-Azhar-Universität haben die erneute Publikation von Mohammed-Karikaturen verurteilt. Meinungsfreiheit könne niemals eine Verletzung religiöser Gefühle rechtfertigen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des katholisch-islamischen Dialog-Komitees, dessen Wortlaut der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte. (Englische Version hier!) Die ständige Arbeitsgruppe hatte Anfang der Woche unter Leitung von Scheich Abd el-Fattah Alaam und Kurienkardinal Jean-Louis Tauran in Kairo ihre Jahrestagung gehalten.

Das Komitee wandte sich gegen eine “wachsende Zahl von Angriffen gegen den Islam und seinen Propheten sowie andere Angriffe gegen Religion”. Gläubige dürften nicht zum Ziel von Provokationen werden. Auch religiöse Symbole seien zu respektieren.

Appell an die Medien
Zugleich appellierten die Vertreter des Vatikan und der islamischen Hochschule an die Medien, gegenüber einem Missbrauch der Meinungsfreiheit für Religionsbeleidigung wachsam zu sein. Presse, Rundfunk und Fernsehen in allen Ländern sollten sich jeder Form von Extremismus entgegenstellen und zu Respekt ermutigen.

Mitte Februar hatten zahlreiche dänische Zeitungen eine der Mohammed-Karikaturen abgedruckt, die schon vor zwei Jahren Anlass für schwere Proteste unter Muslimen waren. Die Blätter reagierten damit auf bekanntgewordene Mordpläne gegen den Karikaturisten der Zeitung “Jyllands-Posten”. (kna)

Quelle: Kölner Stadtanzeiger:
http://www.ksta.de/html/artikel/1204178941706.shtml

Im Folgenden unsere Übersetzung (aus dem Englischen) der Erklärung von Kairo:

ABSCHLUSSERKLÄRUNG DES JAHRESTREFFENS DES GEMEINSAMEN KOMITEES FÜR DIALOG DES STÄNDIGEN KOMITEES VON AL-AZHAR FÜR DEN DIALOG ZWISCHEN DEN MONOTHEISTISCHEN RELIGIONEN UND DEM PÄPSTLICHEN RAT FÜR INTERREGLIGIÖSEN DIALOG (VATIKAN) (KAIRO, 25-26. Februar 2008), 28. 02.2008

Abschlusserklärung

  • An die Rolle von monotheistischen Religionen glaubend, dass sie eine feste Grundlage bieten für die Werte des Friedens, der Wahrheit, der Gerechtigkeit, des rechten Verhaltens und der Zusammenarbeit in der Entwicklung und im Gebrauch der Ressourcen der Erde für das Wohl der ganzen Menschheitsfamilie, wodurch Brüderlichkeit, Frieden und Glück für alle Völker verwirklicht werden;
  • Bekräftigend, dass es wichtig ist, dass diese edlen Prinzipien und beispielhaften Werte das menschliche Verhalten leiten, besonders in der gegenwärtigen Zeit, da Grenzen und Unterscheidungen zwischen Völkern abnehmen und das Phänomen von Gewalt, Extremismus, Terrorimus zunimmt, gepaart mit Verachtung gegenüber Religionen, religiösen Werten und allem, was für heilig gehalten wird;
  • In Betracht ziehend den Ort von al-Azhar al-Sahrif, seine Geschichte und seine angesehene Funktion innerhalb der islamischen Welt;
  • Würdigend auch die besondere Aufgabe des Päpstlichen Rates für Interreligiösen Dialog innerhalb der Katholischen Kirche;
  • Auf beiden Seiten die Wichtigkeit anerkennend der gegenseitigen Kenntnis und des Suchens nach gemeinsamen Grundlagen zwischen den zwei Religionen als einer Basis für weitere (breitere) Zusammenarbeit und verbesserte Beziehungen;
  • Hielt das Gemeinsame Komitee sein Jahresreffen am al-Azhar-Hauptsitz am Montag, 25. Februar und Dienstag, 26. Februar 2008 unter dem gemeinsamen Vorsitz von Professor Scheich Abd al-Fattah Alaam, Wakil von al-Azhar, und dem Präsidenten des Ständigen Komitees von al-Azhar für den Dialog mit Monotheistischen Religionen, und Ihrer Eminenz Kardinal Jean-Louis Tauran, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog.

Das Komitee prüfte mit Hilfe von Unterlagen, die durch den hochwürdigen Pater René-Vincent de Grandlaunay und Professor Abdallah Mabrouk al-Naggar vorgestellt wurden, das Thema “Glaube an Gott und Nächstenliebe als die Grundlagen für den Interreligiösen Dialog”.

Im Verlaufe seines Gedankenaustausches unterstrich das Komitee gemeinsame Prinzipien und hob geteilte geistige und moralische Werte hervor. Diese verhelfen dazu, das Gewissen zu bilden und die Vernunft zu erhellen, indem sie dem Denken und Benehmen Anleitung verschaffen, insbesondere hinsichtlich der Beziehungen mit Brüdern und Schwestern der anderen Religion. Das Komitee diskutierte auch die Frage der freien Meinungsäußerung, indem es festhielt, dass diese niemals es rechtfertigen kann, die Gefühle von Menschen in religiösen Dingen zu verletzen, wodurch angespannte Beziehungen entstehen und die geschwisterliche Liebe zerstört wird.

Das Komitee verurteilte eindringlich die Weiterveröffentlichung von beleidigenden Karikaturen und die zunehmende Anzahl von Angriffen gegen den Islam und seinen Propheten, wie auch andere Angriffe gegen die Religion. Es wurde Kenntnis genommen von den Worten Papst Benedikts XVI. in einer Rede vor dem Botschafter Marokkos beim Heiligen Stuhl, in welcher er die Überzeugung ausdrückte, dass: “um Frieden und Verständnis zu fördern zwischen den Völkern und den Menschen, es nötig ist, dass ihre Religionen und Symbole respektiert (geachtet) werden und dass die Gläubigen nicht Gegenstand von Provokationen werden, welche Schaden/Verletzungen verursachen ihrer religiösen Bindung (Hingabe) und Empfindung.” (20. Februar 2006).

Die Mitglieder des Komitees drückten ihre Befriedigung aus über das erreichte Übereinkommen und sie sehen es als eine Ermutigung an, sich für den Dialog weiter einzusetzen.

Am Ende des Treffens vereinbarten die Teilnehmer folgende Empfehlungen:

  1. zu bekräftigen, dass alle Religionen die Würde und Ehre der menschlichen Person achten ohne Unterschied (Berücksichtigung) der Rasse, Farbe, Religion oder Überzeugung, und jede Verletzung der persönlichen Integrität, des Besitzes und der Ehre verurteilen;
  2. wahren Respekt zu fördern gegenüber Religionen, Glauben, religiösen Symolen, heiligen Büchern oder was immer für heilig gehalten wird: religiöse Führer, sowohl Muslime wie auch Christen, wie auch Intellektuelle und Erzieher sollten jede Anstrengung machen, diese Werte in ihren Aktivitäten an den Orten des Lernens und auf allen Stufen der Gesellschaft einzuschärfen;
  3. an jene zu appellieren, die verantwortlich sind für die Massenmedien, ob geschrieben oder ausgestrahlt, in allen Ländern, wachsam zu sein, dass die Meinungsfreiheit nicht als ein Vorwand genommen wird, um Religionen, Überzeugungen, religiöse Symbole und alles, was als heilig gilt, zu beleidigen, sondern vielmehr dem Extremismus entgegenzutreten, gegenseitige Annahme, Liebe und Respekt gegenüber allen zu ermutigen, ungeachtet ihrer Religion;
  4. den Austausch von Ansichten zu ermutigen in Sachen gemeinsamen Interesses;
  5. die Anwendung dieser Empfehlungen zu beurteilen während der zukünftigen Treffen des Komitees.

Das Komittee vereinbarte, dass das nächste (Treffen) stattfinden werde in Rom, vom 24.-25. Februar 2009.

Ihre Eminenz Kardinal
Jean-Louse TAURAN
Präsident des Päpstlichen Rates
für den Intereligiösen Dialog

Professor Sheikh
Abd al-Fattah Muha
Präsident des Komitees für den Dialog
Al-Azhar

Siehe auch: Supreme Council for Islamic Affairs (Arab Republic of Egypt)

Unser Kommentar:

Die bisherige Fehlhaltung und Fehlleistung der höchsten katholischen Kirchenführung und damit der einflußreichsten Instanz für die ganze Christenheit (und damit für die ganze letztlich in ihrem wahren Guten auf dem Christentum fußende Zivilisation) gegenüber der zweitgrößten “monotheistischen Weltreligion” scheint trotz aller längst vorgebrachter Argmente, trotz aller in die Augen springender Evidenz, so felsenfest, so “petrinisch” gegründet (verhärtet), dass wohl nur eines noch zur effektiven Besinnung, Neubeurteilung und Umkehr führen kann: die Katastrophe, der Supergau, der daraus nun nach und nach immer greifbarer, immer spürbarer, immer mehr Betroffene Einschließender entstehen wird.
Nicht die Mohammed-Karikaturen sind es, die als “Provokation” sozusagen “a priori” zu verurteilen sind, sondern Mohammed und sein Koran. Bei gesundem, unterrichtetem und wachem Menschenverstand ist es spontan einsichtig, dass für alle Menschen, gleich wo sie leben, Mohammed und sein Koran die “Provokateure schlechthin” sind. Von ihrem Auftreten an. Dass die Führer des Islams die Repräsentanten der katholischen Christenheit zur Akzeptanz und Aufwertung ihres Glaubenssystems in jeder ihnen gebotenen Weisen genüsslich ausnutzen, ist verständlich. Sie heißen den ihnen vor allem vom Vatikan seit dem II. Vatikanum angebotenen interreligiösen Dialog noch so gerne gut und stellen dieses hilfsbereite, ja geradezu brüderliche Zugehen auf ihn von seiten der vatikanischen Christenführer hoch auf den Scheffel. Da seht, rufen sie gewissermaßen der noch skeptischen, nichts-Gutes-ahnenden Welt zu, wie wir Führer, wir Vorangehenden der katholischen Kirche und wir Maßgeblichen des Islam positiv, vertrauensvoll aufeinander zugehen. Unsere beiden Religionen “bieten eine feste Grundlage für die Werte: Frieden, Wahrheit, Gerechtigkeit, richtiges Betragen, Zusammenarbeit zum Wohl der ganzen Menschheit, Brüderlichkeit, Frieden und Glück für alle Völker”! Und damit werden zwei Weltanschauungen, zwei “Wahrheiten” als praktisch gleichwertig nebeneinandergestellt, die absolut unvergleichbar, unvereinbar, unversöhnlich, sich gegenseitig ausschließend sind. Da ist einerseits die christliche Religion, die Religion JESU CHRISTI, des Mensch gewordenen Sohnes GOTTES, und da ist ihre Gegen-”Religion”, diejenigen des erbärmlichen Wüstensohnes Mohammed. In natürlicher wie vor allem übernatürlicher Wirklichkeit verhalten sich Christenheit und Islam wie Wahrheit und Lüge, wie Frieden und Krieg, wie Tag und Nacht, wie Licht und Finsternis, wie Himmel und Hölle, wie CHRISTUS und ANTICHRIST, wie GOTT und SATAN. Und Satan, dieser Inspirator, dieser Anstachler dieser Gegenreligion will nun erreichen, dass die Meinungsfreiheit der Christenheit und aller Welt so eingeschränkt wird, dass niemand mehr in der Lage ist, ihn und seinen “Gesandten”, seinen “Propheten” und sein “Herabgesandtes”, ihn den Lügner und Fälscher und seinen Betrug offen, unverbrämt zu kritisieren, ihn, Mohammed, und ihn, den Koran, so darzustellen, wie sie in aller Wahrheit und Wirklichkeit sind. Und die derzeitigen Ober(st)hirten der katholischen Christenheit handeln als hätten sie den Verstand verloren, als wären sie völlig unfähig geworden, die Geister zu unterscheiden, als könnten sie das Teuflische, das Verführerische nicht mehr wahr-nehmen! Sie setzen sich sozusagen mit Beelzebul, mit dem Diabolos an einen Tisch und rufen aus: Seht, wie wir uns gut vertragen! Und dieser zischt: Zollt endlich auch ihr, die ihr mich und all mein Heiliges karikiert, verachtet und beleidigt und angreift und bekämpft, (gebührenden) Respekt, und arbeitet mit mir, auf der Basis der gemeinsamen Grundlagen, zusammen, zu eurem Wohl und Heil. Und weil der “Vatikan” auf diesen “Deal” (schon so lange) eingeht und alle Welt einlädt, ja förmlich drängt, ein Gleiches zu tun, glauben viele, genau das auch tun zu müssen, nicht anders zu können, nicht anders zu dürfen. Der Sündenfall wird vererbt an die Massen. Und es entsteht daraus der “Mainstream” der “Correctness”. Die Klarsichtigen müssen sich gefallen lassen, von den Trüb- und Uneinsichtigen als Intolerante, ewig Argwöhnische, stets Feindschafts-Witternde gebrandmarkt und in ihrem Widerstand behindert zu werden. Und das Reich der Finsternis wächst und wuchert und verdrängt und überdeckt und erstickt das Reich des Lichtes und des Friedens.

Doch Christus sprach zum Verführer in der Wüste: Weiche von mir, Satan!

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Karfreitagsgebet für Juden-Bekehrung überschattet Katholikentag

Verfasst von deislam am Februar 28, 2008

Wir übernehmen folgende Meldung aus (jesus.de / epd) -

Das neue katholische Karfreitagsgebet zur Bekehrung der Juden belastet nun auch den kommenden Katholikentag.
Der Repräsentant der Weltunion für progressives Judentum in Deutschland, Walter Homolka, hat seine Mitwirkung an dem Christentreffen im Mai in Osnabrück abgesagt. Das katholische Gebet «zur Erleuchtung der Juden» sei nach der Schuld, die die katholische Kirche «in ihrer Geschichte mit dem Judentum» und zuletzt im Nationalsozialismus auf sich geladen habe, «völlig unangemessen» und müsse «aufs Schärfste zurückgewiesen werden», erklärte er am Montag in Potsdam.

Die Weltunion gilt mit 1,6 Millionen Mitgliedern in 46 Ländern als weltweit größte jüdische religiöse Organisation. Der liberale Rabbiner kritisierte zugleich die Ankündigung der Bischofskonferenz auf ihrer Frühjahrstagung, Möglichkeiten für multireligiöse Feiern weiter einzuschränken. «Die Beziehungen zwischen katholischer Kirche und der jüdischen Gemeinschaft stehen durch diese unfreundlichen Akte schlagartig vor einer Zerreißprobe, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr», betonte Homolka, der in Potsdam mit dem Abraham-Geiger-Kolleg die einzige deutsche Ausbildungsstätte für Rabbiner leitet.

In diesem Klima sei die Pflege von Gastfreundschaft nicht mehr möglich, so Homolka. Katholisch-jüdische Gemeinschaftsfeiern und die gemeinsame Lektüre des christlichen Neuen Testaments setzten eine Basis des Vertrauens voraus, «die ich im Augenblick für mich leider nicht mehr gegeben sehe». Beim 97. Deutschen Katholikentag in Osnabrück sind unter anderem ein sogenanntes «Zentrum Christlich-Jüdischer Dialog» und ein
«Zentrum Christlich-Islamischer Dialog» vorgesehen.

Papst Benedikt XVI. hatte im vergangenen Jahr die umstrittene lateinische «Tridentinische Messe» wieder zugelassen. Die darin enthaltene Karfreitagsfürbitte «für die Juden», die unter anderem von einer «Verblendung» der Juden spricht, wurde Anfang Februar in einer Neufassung veröffentlicht. Der Text wurde entschärft, ruft jedoch weiterhin zu einer «Erleuchtung» und «Rettung» der Juden durch den christlichen Gott auf. Die italienische Rabbinerversammlung hatte daraufhin Gespräche mit der katholischen Kirche abgebrochen. Das Karfreitagsgebet soll in katholischen Gottesdiensten in diesem Jahr erstmals in der neuen Form gesprochen werden.

Siehe dazu unseren Beitrag: “Die re-re-revidierte Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden”

Und die Zenit-Meldung: “Vertreter des Judentums wollen Dialog mit der Kirche weiter vorantreiben.” 

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Das Papstzitat von Regensburg

Verfasst von deislam am Februar 23, 2008

Wikipedia hat (von einem korrekten neutralen Standpunkt aus) dieses Ereignis sehr gut dokumentiert. Die Einleitung dazu lautet wie folgt [Hervorhebungen im Zitat von uns!]:

Bei seinem zweiten Besuch als Papst in Deutschland hielt Benedikt XVI. am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung. Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung. Darin zitierte er eine Aussage des spätmittelalterlichen byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos zur Rolle der Gewalt im Islam:[1]

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.

Unser Kommentar:

Leider hat sich dann der Papst aufgrund der heftigen Reaktionen aus der islamischen Welt “entschuldigt”, indem er ausrichten ließ, er sei mißverstanden worden, er hätte nicht die Absicht gehabt, sich dieses Zitat zu eigen zu machen, weil es “in erstaunlich schroffer, für uns [für ihn] unannehmbarer Form” vorliege. Er habe lediglich auf den wesentlichen Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft hinführen wollte und empfinde Ehrfurcht gegenüber dem Koran!

Der Kernsatz des Zitats lautet:

“Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten”.

Wir von deislam stimmen dieser Aussage des spätmittelalterlichen byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos vollumfänglich bei und machen sie uns zu eigen. Wer Mohammed und den Koran und den daraus hervorgegangenen Islam nur schon einigermaßen kennt, weiß als vernünftiger Mensch, und erst recht als Christ, dass er nur Schlechtes und Inhumanes gebracht hat. Das vermeintlich “Gute”, das er damit (auch) gebracht hat, dient ja nur dem Schlechten und Inhumanen, weil Wider-Göttlichen, wie der Zuckerguss um eine Giftpille. Gewiss gehören Glaube und Vernunft beim wahren christlichen Glauben zusammen. Der christliche Glaube ist vern