Die Armenische Frage - Die Massaker von 1894-96
Verfasst von deislam am Oktober 6, 2007
Zitat aus Bat Ye’or: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam, Seite 405 f. (Auszeichnungen durch uns)
[...]Die Annahme eines Reformprogramms war das Signal für neue Massaker in Asien. Nach den höchst glaubwürdigen Dokumenten lag die Zahl der Opfer in den letzten drei Monaten des Jahres 1895 bei mindestens 30.000, und diese Zahl berücksichtigt noch nicht einmal jene Massaker, die außerhalb der Wohnsitze der Konsuln begangen wurden. Die niedrigsten Schätzungen für die Jahre 1894, 1895 und 1896 liegen bei 250.000 Toten. In den meisten Fällen, wenn nicht durchweg, kam es mit Sicherheit zum Zusammenspiel zwischen den türkischen Behörden und den Soldaten. Haben wir hier einen plötzlichen Ausbruch, einen wilden Anfall von Fanatismus vor uns? Ganz im Gegenteil: Alles weist darauf hin, dass ein Plan für die systematische Ausrottung der Armenier erstellt und kaltblütig ausgeführt wurde. In der Geschichte gibt es seit dem 16. Jahrhundert kein vergleichbars Verbrechen. Jedes von Armeniern bewohnte Gebiet wurde in Blut ertränkt, Massaker, Folter, unaussprechliche Gemeinheiten, Profanierung von Kirchen, Zwangsbekehrungen zum Islam - dies haben wir hier drei Moante lang miterlebt. In Diyarbakir dauerte das Treiben drei Tage; es begann täglich mit einem Signal von der Spitze der Minarette. Einige der Elenden wurden erst verstümmelt und mußten dann ihr eigenes Fleisch essen. Andere saßen in Ketten da, man setzte ihnen ihre Kinder in den Schoß und schnitt sie dann in Scheiben. Es gab dreitausend Tote. In der Umgebung wurden auf Geheiß der Regierung 120 Dörfer niedergebrannt. Erzurum war ebenfalls Schauplatz unsagbarer Grausamkeiten. Die Massaker begannen vor dem Palast des Statthalters und forderten 3.000 Opfer. Die Soldaten machten sich einen Spaß daraus, Armeniern, die sie wie Tiere in einem Metzgerladen aufhängten, die Haut abzuziehen, andere wurden mit Öl übergossen und angezündet; auch Kinder wurden nicht verschont. Der kaiserliche Hohe Kommissar, Schakir Pascha, verhinderte nichts (18. Oktober). In Musch, Bitlis, Van, Charput, Sivas, Cesarca Kayseri, Malatya, etc. kam es zu denselben Grausamkeiten, denen natürlich äußerste Not folgte, was wiederum Opfer um Opfer forderte. [...]
Nicht nur wurde keiner der Mörder von 1895 bestraft, es wurde sogar ein außerordentlicher Gerichtshof eingerichtet, vor dem Armenier, die der Verschwörung angeklagt waren, abgeurteilt wurden. Viele von ihnen, darunter auch Priester, wurden zum Tode oder zu Gefängsnisstrafen verurteilt. Zur selben Zeit erlaubte bzw. ergriff der Sultan, der allenthalben Verschwörung sah, scharfe Maßnahmen gegen die Jungtürken und die Softas [Theologen]; einigen von ihnen wurden die Kehlen durchgeschnitten oder sie wurden ertränkt, viele verschwanden auf mysteriöse Weise.
Im August letzten Jahres [1895] schmiedeten die Armenier den Plan, mehrere Punkte in Konstantinopel zu besetzen. Es gelang ihnen nur, die Osmanische Bank zu besetzen, die sie nur dank der Intervention der [europäischen] Botschaft lebend verlassen konnten. Unmittelbar danach färbte ein allgemeines Massaker die Hauptstadt rot mit Blut (26. August). [...] Es ist nicht übertrieben, die Zahl der Opfer auf 6.000 zu schätzen, von denen mehrere nach ihrer Festnahme kaltblütig getötet wurden. In Hsköy, einem Bezirk im Zentrum von Konstantinopel, der von Armeniern bewohnt war, blieben von fünfhundert Männern zwanzig übrig. Frauen wurden durch Angst und Schrecken in den Wahnsinn getrieben. Auf den Straßen floss viel Blut. Hunderte von Leichen wurden in den Bosporus geworfen. Muslime und sogar der Imam der Moschee von Eyüp beschützten und retteten Christen! In Konstantinopel geht das Wort um: “Der Herr hat das Töten von Armeniern erlaubt”. [...]
Zur Zeit des Berliner Kongresses (1878) übergaben die Armenier den Vertreten der Mächte heimlich ein Momorandum, in dem ihre Hoffnungen und Ängste zusammengefaßt sind. Darin heißt es:
“Da sie all das missachtet, was politische Gleichheit ausmacht und gewährleistet, wäre eine islamische Behörde nicht in der Lage, zwei Dinge anzuerkennen und zu praktizieren, ohne ihre Religion zu verletzten: Gewissensfreiheit und unparteiische Rechtssprechung, jene beiden wesentlichen Aufgaben einer jeden Regierung. Gewissensfreiheit bedeutet in der Türkei allenfalls die Freiheit eines Christen, Muslim zu werden. Eine islamische Behörde hat niemals zugelassen und wird niemals zulassen, dass sich ein Muslim zum Christentum bekehrt, nicht einmnal im Falle eines Christen, der eine zeitlang Muslim gewesen ist. Es gibt nicht ein einziges Beispiel dafür, dass eine solche Bekehrung geduldet worden wäre. Das Prinzip der Gewissensfreiheit ist nur auf die verschiedenen christlichen Kichen in ihren Beziehungen untereinander anwendbar. Dasselbe gilt für die unparteiische Rechtssprechung. Ausgenommen die Gesetze, die ein integraler Bestandteil der Religion sind, übt diese keinen Einfluss auf die Handhabung der Justiz aus, wenn Christen untereinander betroffen sind. Der Muslim jedoch, der einem Christen Unrecht tut, wird immer privilegiert sein vor einem Gericht, das nur Zeugenaussagen von Muslimen anerkennt und immer nur diese anerkennen wird.” [981-83]


Oktober 12, 2007 um 4:33 Uhr nachmittags
Lieber Mitarbeiterkreis von deislam,
es ist wichtig, sich an die Ausrottung der Armenier zu erinnern.
Dass der endgültigen Vernichtung der türkischen Armenier 1915-17
die Wellen der Ermodung von Hunderttausenden von Armeniern (man
darf auch sagen: von kleinasiatischen Christen) voraus gingen,
das ist in Europa noch gar nicht so bekannt. Eben etwa ‘1994-96′
Ich erlaube mir, dieses Zitat auf meinen Blog setzen zu dürfen,
unter Angabe der Autorin (Ye’or) wie der ‘Fundstelle: deislam’.
Mit feundlichen Grüßen
Jacques Auvergne
http://saegefisch-wordpress.com/
Oktober 12, 2007 um 4:34 Uhr nachmittags
http://saegefisch.wordpress.com/
Oktober 12, 2007 um 4:42 Uhr nachmittags
[...] http://deislam.wordpress.com/2007/10/06/die-armenische-frage-die-massaker-von-1894-96/ [...]
Oktober 12, 2007 um 5:00 Uhr nachmittags
[...] http://deislam.wordpress.com/2007/10/06/die-armenische-frage-die-massaker-von-1894-96/ [...]